Mille regretz und der Trost der Polyphonie

  • Tomas Luis de Victoria

    Requiem: Kyrie

    Chor: Tenebrae



    Wir haben paläolithische Emotionen, mittelalterliche Institutionen und gottgleiche Technologie (E.O.Wilson)

  • Thomas Tallis If ye love me (Joh. 14,15)

    Tenebrae



    Kommentar bei YT

    Like smoke from incense, so do these voices swirl and ascend to my ears, like the sweetest fragrance.....



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  • Josquin Salve Regina

    Stile Antico


    Für einen Amateur-Sänger wie mich ist Josquin harte Kost, aber auch wunderbare Musik, daher heute dieses Nachtstück (Polyphonie als Nachtstück geht immer!).

    "Ne irascaris..." von Byrd habe ich zuerst in unserem Männerensemble kennen gelernt. Der erste Profi-Chor mit diesem Stück war

    Stile Antico, die diesem Stück nichts schuldig blieben. Sie singen ohne musikalischen Leiter und rekrutieren sich auch selbst, wenn sie neue Sänger brauchen.

    Dieses Ensemble hat nur 12 Sänger, aber sie bleiben trotz guter Durchhörbarkeit der einzelnen Stimme immer ein homogenes Ensemble. Auch die Männerstimmen sind kräftig genug. Das ganze Stück ist natürlich souverän gesungen.


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  • Neue Referenz für Machauts Messe - Ensemble Gilles Binchois


    Meine bisherige Referenz der Machaut-Messe war die schon in den 1960er-Jahren entstandene mit dem Deller Consort, begleitet von den Instrumenten des Collegium Aureum. Dies war die einzige Interpretation, die die Kühnheit und Expressivität dieses Stücks herausbrachte. Ich hatte sogar das Glück, auf einem Evangelischen Kirchentag in Köln die beiden Ensembles live zu erleben.

    Bei der Suche nach dieser Aufnahme (ich habe sie zum Glück als CD), stieß ich auf die Aufnahme, die ich hier vorstelle. Sie ist ist vielleicht sogar authentischer, weil sie auf Instrumente verzichtet.



    Übersicht

    00. Liturgie

    6:26 Kyrie

    13:33 Gloria

    18:46 Liturgie

    31:30 Credo

    38:55 Liturgie

    44:15 Sanctus

    48:44 Liturgie

    50:32 Agnus Dei

    54:30 Liturgie

    1:01:35 Ite missa est


    Diese Messe ist die erste durchkomponierte Messe, die von einem einzelnen, bekannten Komponisten stammt (ca 1350). Sie ist außergewöhnlich und modern in ihrer "Sprache".

    Wer die Messe noch nicht kennt, dem empfehle ich, mit dem Sanctus anzufangen, dann weiter mit dem Agnus Dei. Hier ist auch der Counter Carlos Mena besonders prägend.

    Wer die Messekennt, sollte sich auch die liturgischen Vertonungen anhören.

    Das Ensemble "Gilles Binchois" ist selbst unter den guten Ensembles ein besonders gutes.

    Als ich vor Jahren einem Freund, der durchaus einiges von Musik versteht, die Machaut-Messe vorspielte, hielt er das für ein Werk von Strawinski.

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  • Machaut - Ensemble Gilles Binchois


    Hier sind die Noten:


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  • Alonso Lobo Versa est in Luctum

    Tenebrae


    Ich habe das Ensemble schon vorgestellt, aber vergessen, die Aufnahme mit anzuführen. Das hole ich hier nach.

    Bei YT gibt es über 1000 Kommentare, alle hymnisch und das zu Recht. Es ist in dieser Aufnahme für mich eine der schönsten Musiken aller Zeiten und aller Gattungen. Ich höre es seit Jahren und bin es noch nicht leid geworden. Taminos, die mit der Musik vor Bach nichts anfangen können, sollten sich das mal anhören. "Ne irascaris" war ja auch eine Musik, die überzeugt hat. Viele Kommentare sprechen vom Trost, der von dieser Musik ausgeht. Das ist einer der Gründe, warum ich dieses Thema "Mille regretz und der Trost der Polyphonie" genannt habe.

    Sehr schön auch das Ambiente. Rühmenswert die optische Seite, man lernt praktisch jeden einzelnen Sänger kennen, ohne dass der traumhafte Fluss der Musik gestört wird. Wunderbar auch das Dirigat von Nigel Short, ganz behutsam, wobei ich nicht weiß, ob er mitsingt oder den Text nurstumm mitspricht, wie das bei Chören sehr oft der Fall ist.

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  • Meine Referenz der Machaut-Messe ist die schon in den 1960er-Jahren entstandene mit dem Deller Consort, begleitet von den Instrumenten des Collegium Aureum. Dies ist die einzige Interpretation, die die Kühnheit und Expressivität dieses Stücks herausbrachte. Ich hatte sogar das Glück, auf einem Evangelischen Kirchentag in Köln die beiden Ensembles live zu erleben.

    Diese Messe ist die erste durchkomponierte Messe, die von einem einzelnen, bekannten Komponisten stammt (ca 1350). Sie ist außergewöhnlich und modern in ihrer "Sprache".


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  • Lobo -Versa est in luctum


    Eine Aufnahme, die es mit "Tenebrae" aufnehmen kann. Als Chorsänger liebe ich die entspannte Leitung durch die Dirigentin.


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