Enno Poppe: Arbeit, Wespe & Trauben

  • ich möchte an dieser Stelle, wenn es möglich ist, eine Diskussion über die im Titel aufgezählte Werktrias von Enno Poppe beginnen. Sie ist zu finden auf



    Poppe teilt auf in Arbeit1, Wespe, Arbeit2, Trauben und Arbeit3. Dabei wird der Arbeitsanteil von einer Hammondorgel geleistet, die Wespe von einem Kontratenor gesungen und die Trauben von einem Klaviertrio realisiert.


    Ich habe dieses Stück von Poppe gewählt, weil es mir ziemlich spontan zugesagt hat. Das ist mit Sicherheit von der Auswahl her fragwürdig, aber ehrlich gesagt, weiß ich hier nichts besseres.

    Die Hammondorgel ist bekannt aus der Popmusik und der Rockmusik Und aus dem Eishockeystadion ;). Der Kontratenor versetzt uns in die Vorklassik und das Trio scheint vom Barock über die Klassik und Romantik in die Moderne zu verweisen. Alle diese Teile haben noch einmal eigene Entwicklungen in sich. So entwickeln sich im Klaviertrio Muster und Komplexität und Klangfülle und alles das geht auch am Ende wieder verloren. Die Hammondorgel klingt am Ende ziemlich bedrohlich, nachdem sie ihren aus dem Eishockeystadion bekannten Intermezzocharme verloren hat. Weiteres Hören eröffnet sicher noch mehr.


    Mir ist klar, dass hier keine Diskussion über die Intonierung des Klavieres stattfinden kann. Mich würde zuerst einmal interessieren, was diejenigen hören, die zuhören wollen und können. In einer Besprechung auf RONDO stand, die Musik sei eine Zumutung. Auch, wenn das in dem Rahmen positiv gemeint war, glaube ich das nicht wirklich. Mein Eindruck ist, dass das Stück spontan ansprechen kann.


    wie sind Eure Eindrücke? Wann kann man das hören? Braucht man Ruhe, muss man danach etwas anderes hören oder gerade nicht? Was passiert, wenn ich mir danach ein Brahms Klaviertrio anhöre oder davor? Was macht eigentlich diese Hammondorgel aus der ganzen Musik? Was passiert, wenn ich mir die Kölner Haie danach ansehe =O.


    Wer sich der Sache aussetzt und Lust hat, hier zu berichten, würde sicher zu einem besseren Verständnis des Stückes beitragen.

    Ich würde mich über Reaktionen freuen.


    Es grüßt

    Axel

  • Lieber Axel


    Die wenigsten Taminos werden Musik von Enno Poppe kennen. Auf You Tube habe ich Aufnahmen seiner Werke gefunden, die auf der von dir erwähnten CD des Labels WERGO enthalten sind. Dies in verschiedenen Einspielungen oder Aufführungen. Enno Ppppes Musik bin ich in einem anderen thread erstmals begegnet. Ja, einlassen muss ein Hörer sich darauf. Was ich übrigens für jede Art von Musik als Grundvoraussetzung sehe.



    Arbeit


    Der Solist spielt alle drei Werke Arbeit I bis III.




    Arbeit I, von diesem Werk habe ich eine andere Eispielung als auf der CD des Labels WERGO gefunden.




    Wespe




    Arbeit II





    Trauben






    Arbeit III


    .

    Knochen sind Bausteine. Sie bedeuten nicht den Tod, aber fallen ohne Fleisch auseinander.

    Enno Poppe

  • Ein Interview, ein kurzes, zum Verhältnis des Dirigenten und Komponisten Enno Poppe zu seinen Mitmusikern.


    .

    Knochen sind Bausteine. Sie bedeuten nicht den Tod, aber fallen ohne Fleisch auseinander.

    Enno Poppe

  • Schönen Dank an Axel für diese Thread-Erstellung und an moderato für die Dateien!


    Enno Poppe ist mir namentlich bekannt und ich habe ihn mit Sicherheit auch schon gehört. Auf einem Sampler mit Neuer Musik, den ich finde (wenn auch nicht sofort ;)), dürfte er überdies vertreten sein. Eine etwas nähere Beschäftigung könnte lohnen. :)


    Originell sind seine quasi naturalistischen Werk-Titel und einen solchen (Beinahe-)Anspruch kann man für den Klaviertrio-Satz Trauben, den ich jetzt als Erstes mit den Noten gehört habe, auch unschwer nachvollziehen. Die Komposition erscheint dadurch keineswegs beliebig wie so manch andere Avantgarde.


    Das kurze Interview mit dem Komponisten (und Dirigenten) ist zwar nun nicht übermäßig informativ bezüglich seines eigenen Schaffens, zeigt aber ein sympathisches Verständnis für die auch ihn anregenden Leistungen von Orchestermusikern. Eine solche kommunikative Haltung ist bei Schöpfern zeitgenössischer Musik wiederum keine Selbstverständlichkeit, wobei sich die Haltung im Zeichen der Postmoderne - zu der Poppe aber wohl nicht gehört - auch geändert haben dürfte.


    Vielleicht bei Gelegenheit mehr von meiner Seite. Hier noch ein CD-Cover, welches mich beeindruckt hat:



    :hello:Wolfgang

    Lieber Fahrrad verpfänden denn als Landrat enden!

  • Mich hat vor ein paar Jahren sein "Speicher" live recht beeindruckt und die CD mit dem coolen Cover liegt noch originalverpackt in meinem Regal (das Schicksal teilt sie mit zu vielen anderen ...)


    Wolfgang, Du überforderst mich nun mit Deinen Gedanken zur "Beliebigkeit" - und bezüglich "kommunikativer Haltung" zu Instrumentalisten glaube ich, dass Du da doch eine nicht ganz richtige Vorstellung hast - seit geraumer Zeit spielt die Farbe eine so große Rolle in der "Avantgardemusik", dass man bei wirklich erfolgreichen Komponisten eher davon ausgehen muss, dass sie nicht wenig mit Instrumentalisten kommunizieren. Und ich meine jetzt eine Richtung, die Du wahrscheinlich als nicht postmodern einstufst (also insbesondere die Leute, deren Musik mehr oder weniger an Lachenmann erinnert).

  • @ Kurzstückmeister:


    Bezüglich Deiner Bedenken in Richtung "Kommunikation" fürchte ich :);)) in der Tat, dass Du den aktuelleren Blick hast für nicht-postmoderne, also wirklich avantgardistische Strömungen. Ich habe versucht, mich per Konjunktiv oder Relativierungs-Floskeln auf die Position des begeisterten Laien zu kaprizieren, vielleicht ist es mir doch nicht ganz gelungen. Ein Beispiel trotzdem - kein topaktuelles - mögen die kammermusikalischen Schöpfungen eines Brian Ferneyhough sein. Sie sind bekanntermaßen derart komplex per Noten und per Anweisungen, dass sie eigentlich gar nicht erfüllt werden können jenseits des Approximativen. Gut - auch Letzteres ließe sich kommunizieren ...


    Was die Beliebigkeit anbelangt: Vielleicht bin ich da doch zu konservativ, aber man hatte und hat meines Erachtens eben bisweilen den Eindruck, dass eine Aufwertung des zu Hörenden entweder durch eine allzu weltumfassende Ideologie oder durch rhetorische Kunstgriffe erfolgt. Ich gebe ein Beispiel aus dem Bereich der Postmoderne, das möglicherweise nicht in der Verantwortung des Komponisten liegt, aber vielleicht prinzipiell einleuchten könnte: Die Sinfonik eines Per Nörgard ist in ihrer Klanglichkeit für mich hoch faszinierend. Die Booklet-Texte, versuchte man sie am Material nachzuvollziehen, würden da das Werk manchmal wieder in größere Ferne rücken, wie mir scheint - bisweilen, nicht generell, und vielleicht auch nur für mich. Glaube ich aber gar nicht ...


    Ich hoffe, Du fühlst Dich jetzt weniger überfordert. 8)


    :hello: Wolfgang

    Lieber Fahrrad verpfänden denn als Landrat enden!

  • Ein Beispiel trotzdem - kein topaktuelles - mögen die kammermusikalischen Schöpfungen eines Brian Ferneyhough sein. Sie sind bekanntermaßen derart komplex per Noten und per Anweisungen, dass sie eigentlich gar nicht erfüllt werden können jenseits des Approximativen. Gut - auch Letzteres ließe sich kommunizieren ...

    Ich habe den Eindruck, dass diese "neue Komplexität" am ehesten in den 90ern ihre Blüte hatte. Freilich wechselt die Schwerpunktsetzung recht rasch, momentan ist halt das Abhorchen ausgefeilter Geräuschorgien sehr dominant. Insofern wäre Poppe auch quasi Außenseiter.

    Was die Beliebigkeit anbelangt: Vielleicht bin ich da doch zu konservativ, aber man hatte und hat meines Erachtens eben bisweilen den Eindruck, dass eine Aufwertung des zu Hörenden entweder durch eine allzu weltumfassende Ideologie oder durch rhetorische Kunstgriffe erfolgt. Ich gebe ein Beispiel aus dem Bereich der Postmoderne, das möglicherweise nicht in der Verantwortung des Komponisten liegt, aber vielleicht prinzipiell einleuchten könnte: Die Sinfonik eines Per Nörgard ist in ihrer Klanglichkeit für mich hoch faszinierend. Die Booklet-Texte, versuchte man sie am Material nachzuvollziehen, würden da das Werk manchmal wieder in größere Ferne rücken, wie mir scheint - bisweilen, nicht generell, und vielleicht auch nur für mich. Glaube ich aber gar nicht ...


    Ich hoffe, Du fühlst Dich jetzt weniger überfordert. 8)

    Aha - aber das wäre eher das Problem Theorie/Ideologie versus Tonsatz, und Ideologie ist doch nicht beliebiger als Tonsatz - beides ist beliebig.

    :)

    Wobei man doch gerade die Klanglichkeit am "Material" nachvollziehen sollte und eben nicht in der Ideologie - äh, was verstehst Du unter "Material"?

    ?(


    Übrigens finde ich Deine Unterscheidung zwischen "Moderne" und "Postmoderne" viel zu ideologisch.

    ;)

  • Ich finde Deine Wortmeldung aber auch cool, da ich sonst eher von "postmoderner Beliebigkeit" gehört habe, und Du nun die ideologielastige Moderne als beliebig im Gegensatz zur Postmoderne bezeichnest, ohne das näher auszuführen.


    Ich fand Poppes Werktitel jedenfalls zuerst vor allem amüsant. Einen Bezug zur Musik konnte ich zwar nicht hören, aber das bin ich ohnehin gewöhnt.

    :untertauch:

  • Wie gesagt, einen belastbaren Präzisionsanspruch für meine oberflächlichen Ausführungen geltend zu machen, liegt mir schon arg fern. ^^Experten vor - es werden sich hier nicht gar so viele finden, der Kurzstückmeister ist es aber gewiss eher als ich.


    Von daher nochmals zum beliebigen Begriff der Beliebigkeit. Ja, ich habe schon mitbekommen, dass man besonders gerne der Postmoderne Beliebigkeit unterstellt. Nur beansprucht - leicht boshaft gewertet, aber nur leicht - dies ja der Begriff an sich. Sind doch das Spiel mit dem Material und mit der Tradition Kategorien im Kontext der Anwendbarkeit dieses Begriffs. Eine gewisse milde Paradoxie dürfte darin bestehen, dass mittlerweile bei den etablierten Komponisten sich eine recht überschaubare Stilvarietät herausgebildet hat. Ohne das jetzt vertiefen zu wollen, denn dann wäre dies der falsche Thread (und natürlich müsste ich mich besser einlesen), wieder nur zwei Beispiele, die ich aber für ganz typisch halte. Namen wie Pärt oder Kantschelis oder Gubaidulina verkörpern eine östlich-meditative, religiös-metaphysische Ausrichtung. Und hin und wieder könnte man deren Personalstile schon auch verwechseln als Halblaie. Die Nordländer Magnus Lindberg oder Kaija Saariaho oder Erki-Sven Tüür oder Kimmo Hakola wiederum haben jeweils ein Klarinettenkonzert geschrieben, und diese vier ausgewachsenen Präsentiernummern ähneln sich nicht nur im Spiel mit den hohen Lagen und in ihrer Publikumswirksamkeit, sie ähneln sich irgendwie überhaupt ...


    Die Beliebigkeit der Avantgarde - Du hast es vielleicht nicht so richtig bemerkt, weil ich es natürlich nicht näher ausgeführt habe, dies wiederum auch nicht kann, oder mich vorher näher zu befassen, und dies wiederum nicht der Zweck dieses Fadens und die Absicht des Faden-Axel sein dürfte - sehe ich dann schon eher in manchen misslungenen Erklärungspopänzchen. Und wenn ich manche sage, das ist das in mehrerer Hinsicht bitte nicht zu sehr zu verallgemeinern. :)


    Und danke auch für Deine direkten und indirekten Nachdenk- und Wiederhöranregungen, Meister Kurzstückmeister!


    :hello:

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  • Ach so, Du hast noch kleine Zusatzfragen gestellt.


    Ja, meine Unterscheidung zwischen einer - Achtung: Artikelwahl! - Moderne und einer Postmoderne ist eine ideologische. Gibt`s eine andere? :P


    Material ist das, was noch nicht Ideologie ist. Gefällt mir mal eben ... :P


    Nein, ernsthaft: Wenn ich etwas gelernt habe zu Zeiten wissenschaftlicher Tätgkeit vor vielen, vielen Jahren und dann bestätigt gesehen habe an der Schule, so ist es das: Es geht nicht ohne Begriffe, aber es geht auch nicht mit ihnen ...


    :)

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  • Ich empfinde manche Erklärungen - oder auch ideologischen Hintergründe - auch sehr lose verknüpft mit der Musik, wobei mir aber klar ist, dass ich die Verbindungen gar nicht beurteilen kann. Dieses Problem ist aber kein neues, wenn ich lese, was Kandinsky so wollte, dann könnte mir auch die Freude an seiner Kunst vergehen. Oder Malewitsch. Ich bin leider nicht Philosophie- oder Religions-affin. Insofern ist mir auch schon meistens egal, was die Komponisten in den Programmnotizen schreiben. Fast nie hilft mir das beim Hören.


    Insofern kann ich also wieder entspannt die Poppe-Videos ansteuern. Wie bei Steen-Andersen kämen mir wieder "frisch" und "witzig" als Attribute in den Sinn. Gerade "Arbeit" teilt den Low-Fi-Aspekt - Donaueschingen hatte vor ein paar Jahren offenbar einen Schwerpunkt in dieser Richtung - und somit kommt Poppe dann doch in die Nähe der Klang-Tüftler, wobei er zum Hammond-Forschen wahrscheinlich keinen Musiker braucht sondern das selbst gemacht haben dürfte?


    Dass auch heute Komponisten zum Verwechseln ähnliche Musik schreiben, ist mir auch immer wieder aufgefallen - eigentlich ist das aber auch selbstverständlich, der einzige Ausweg wäre, immer fast exakt dasselbe zu machen, also Pärt etwa oder Hauer. Die Poppe-Nische ist mir jetzt jedenfalls ganz unmittelbar sehr sympathisch - wobei ich "Speicher" eigentlich ganz anders in Erinnerung hatte. OK, bei "Trauben" gibt es mehr Korrelation zum Gedächtnis. Wenn mit "Trauben" die "Cluster"="Tontrauben" im Klavier gemeint sind, dann ist dieser Titel jedenfalls trivial.

  • Was mir bei Poppe so weit auch sympathisch erscheint und was in der aktuellen Kunstmusik auch wieder wichtiger zu werden scheint, ist das Moment einer Distanz, Distanz zum eigenen Schaffen, Bereitschaft, sich einzuordnen in Strömungen und Systeme und diese zugleich zu relativieren, Humor. Einem Poppe würde ich das alles zuschreiben. Cage hatte solchen Humor wohl auch, bei Ligeti bin ich mir unsicher - seine Schöpfungen aus den letzten Lebensjahrzehnten zeugen dann wieder von genau einer solchen Distanz. Die Fünfziger eines Boulez - sie sind himmelweit entfernt von solcher Distanz. Nichts gegen den Dirigenten Boulez und eigentlich auch nichts gegen sein kompositorisches Schaffen. Aber seine ideologische Fixierung hat Züge der amerikanischen McCarthy-Ära. Doch - so kommt es mir vor.


    :hello:

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  • Wenn mit "Trauben" die "Cluster"="Tontrauben" im Klavier gemeint sind, dann ist dieser Titel jedenfalls trivial.

    Das sehe ich ganz genauso und das habe ich mit dem Adjektiv naturalistisch sagen wollen. Ich würde darüber hinaus die motivische Entwiclung der Komposition als den Reifungsprozess im Weinberg wahrnehmen. Gleichzeitig hätte ich aber auch Angst davor, dass jemand diesen Vergleich als lachhaft abtäte. Was soll's - es geht um Distanz in den Schattierungen des Wortes. Poppe also auch bloß ein Postmoderner? :/

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  • Ich finde im Netz jedenfalls nicht so schnell Aufsätze, in denen Poppe etwas über seine Ideologie verraten würde.

    ^^

    Laut Gottstein "vertraut" Poppo "mathematisch oder naturwissenschaftlich geprägte Logiken", die aber offenbar erst durch "Abweichungen, Fehler und Widersprüche innerhalb der Systeme" so richtig glücklich machen. In meinen Augen haben wir da schon wieder ein erhebliches Maß an Ideologie, das der Kritiker braucht, um Musik gut zu finden. Denn Poppe sei "schiere Spontaneität suspekt". Ganz wichtig ist natürlich, dass er "nicht zu den programmatisch lautmalenden Komponisten" gehört, denn das wäre ja ganz schlecht. Aber das Ideologische wird dann noch penetranter mit dem Schlagwort "das kritische Geschichtsbewusstsein", das dann offenbar erklärt, warum denn diese ganze naturwissenschaftliche ja-oder-nein-Kiste sinnvoll, jedenfalls nicht beliebig sein soll. Offenbar geht's dann aber eh nur um Musikgeschichte und nicht um Antifaschismus, ah, Entspannung ...

    :untertauch:

    https://web.archive.org/web/20…Information/Poppe%20d.pdf

  • Das sehe ich ganz genauso und das habe ich mit dem Adjektiv naturalistisch sagen wollen. Ich würde darüber hinaus die motivische Entwiclung der Komposition als den Reifungsprozess im Weinberg wahrnehmen. Gleichzeitig hätte ich aber auch Angst davor, dass jemand diesen Vergleich als lachhaft abtäte. Was soll's - es geht um Distanz in den Schattierungen des Wortes. Poppe also auch bloß ein Postmoderner? :/

    Ich glaube nicht, dass der Vergleich lachhaft ist, in dem Artikel, den ich zitiert habe, wird bei anderen Stücken genauso argumentiert, sodass mir nicht so ganz klar ist, warum das keine Lautmalerei ist, und das Programm wäre dann irgendein Antispontan-AntiSturSystematisches. Da es dann auch noch magisch klingt, also einfach romantische Programmmusik.

    :jubel:

  • Sorry für meine blöden Scherze.

    Mich nervt halt diese Ideologie, die in jeder Veränderung eine Kritik sehen muss.

    Die Titel der Aufsätze in diesem Band lesen sich jedenfalls ideologisch unverkrampfter:

    https://shop.manz.at/shop/products/9783869165615

    Zitat

    Hin und weg von der "motivischen Arbeit". Fraktal – Prozess << >> Rhetorik – Dramaturgie, zu einigen Gestaltungsverfahren in Enno Poppes Ensemblekomposition "Speicher II"

    Zitat

    Kontinuierlich entwickelnde Variation. Zur Morphologie von Enno Poppes "Stoff"

    Der Traditionsbezug wird da schon in den Titeln der Analysen sehr deutlich: "motivische Arbeit", "entwickelnde Variation".

  • Nix blöde Scherze. Wir kommen da schon gut zusammen. ^^


    Und ich lasse mich zwar stets gerne belehren vom Komponisten und/ oder der Sekundärliteratur ... was nun wahrlich nicht selten passiert und auch große intellktuelle Freude bereiten kann. Dennoch muss auch ich mir eine Distanz vorbehalten, eine Distanz im Rahmen meiner Vorbildung, relativiert durch mein Nichtwissen, aber eben auch bisweilen geschärft durch die lebenslange Beschäftigung mit rhetorischen Tricks, Aufwertungs- wie Ablenkungsmechanismen und Sprachschablonen.


    Dies ganz unabhängig davon, dass es Moden gibt und dass diese wie alle gesellschaftlichen Erscheinungen nicht nur per se temporär sind, sondern bisweilen von den eigenen Nachfolgephänomenen hingerichtet werden, seien sie vorher auch noch so prägend und meinungsbildend, so scheinbar ohne Alternativen gewesen.


    :hello:

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  • Johannes Roehl

    Hat den Titel des Themas von „Enno Poppe Arbeit Wespe & Trauben“ zu „Enno Poppe: Arbeit, Wespe & Trauben“ geändert.
  • Auch ich bin neugierig geworden, wie "Arbeit 1-3" oder "Trauben" "Schrank" u.a. in Musik umgesetzt werden können. Ich habe mind. 30 Minuten meiner Zeit geopfert (zu längerer Öffnung der Ohren hatte ich keinen Grund!) und in youtube gebättert. Einen Bezug der Töne zu Musik konnte ich mit meiner altmodischen Ausbildung nicht herstellen. Erstaunt war ich über die Ernsthaftigkeit, mit welcher der Dirigent in manchen Phasen (eigentlich generell) zu Werke gegangen ist.

    Es sei denen gegönnt, die an dieser Art der Tonerzeugung Gefallen finden. Ich verlange auch nicht von jedem, daß er bei Mahler in Freudentränen ausbricht.


    Herzlichst La Roche

    Ich streite für die Schönheit und den edlen Anstand des Theaters. Mit dieser Parole im Herzen leb' ich mein Leben für das Theater, und ich werde weiterleben in den Annalen seiner Geschichte!

    Zitat des Theaterdirektors La Roche aus Capriccio von Richard Strauss.

  • Es sei denen gegönnt, die an dieser Art der Tonerzeugung Gefallen finden.

    Mir hat es super gefallen, ich konnte herzhaft ein paar Minuten lachen und das allein war es schon die Sache wert .


    Das Gejammere zum Beispiel , die die "Wespe" oben produziert, klingt über weite Strecken eher verdächtig nach einer böswillig misshandelten oder unabsichtlich auf den Schwanz getretenen Miezekatze.smilie_tier_194.gif


    LG...MDM :hello:

    >>So it is written, and so it shall be done.<<

  • zuerst einmal vielen Dank für alle diese Resonanz (auch die negativ ausfallende). Es ist viel mehr als ich erwartet hatte und ich werde auch noch etwas Zeit für einige Antworten benötigen. Zuerst einmal Danke an moderate für die vielen Hinweise in youtube. Man scheint da mehr an Zeitgenössischem zu finden als auf den Produktionen der Labels. (Leider sind die Aufnahemn in youtube nicht auf dem allerhöchsten akustischen Stand, könnte das an den von youtube angebotenen Codecs liegen?)

    Ich fand auch das Interview mit Poppe,der ausgesprochen sympathisch und ernsthaft 'rüberkommt informativ. Ich denke zum Beispiel sehr häufig, was gibt es neues im Klavier und Streichquartett, dass sind die Instrumente (-ensembles), die mich mein Leben lang begleitet haben. Offensichtlich hat er eine Klangvostellung und fragt sich, wie er die realisieren kann. Das sollte eigentlich nicht überraschen, hat es mich aber dann doch ?(.


    Vielen Dank an WolfgangZ und kurzstückmeister, für die Diskussion, die ich tatsächlich noch nacharbeiten muss. ;( Ich kenne nur wenige der erwähnten Komponisten. Zu Kancheli kann ich aber sagen, dass mir sein von Kremer interpretiertes Violinkonzert Chiaroscuro bekannt ist. Das ist wirklich eine völlig andere Klangwelt. An vielen Stellen erinnert das Stück nicht unerheblich an Filmmusik (vielleicht nicht überraschend) und scheut auch vor Kitsch nicht zurück. (Bitte mit Vorsicht zu genießen, sicher etwas holzschnittartig beurteilt) Im Gegensatz zu Poppe scheint es mir auch mehr oder weniger humorfrei zu sein. Pärt kenne ich von seiner Tabula rasa, aber das ist jetzt schon wieder so lange her, dass ich mit einem Urteil vorsichtig bin, das höre ich mir lieber nochmal an.


    Der Distanzgedanke beim Konsumieren von Musik beschäftigt mich auch schon geraume Zeit, da möchte ich aber lieber gesondert etwas zu sagen. Und natürlich helfen manchmal erläuternde Texte und manchmal verwirren sie nur. Anfangs- und Endpunkt von allem ist nur die Musik selbst. Ob die "mathematisch oder naturwissenschaftlich geprägte Logiken" bei Poppe mir helfen werden stellt sich noch heraus.....:/


    Man kann die Stücke offensichtlich für sich hören, ich habe sie (weil die Zusammenstellung auf der CD von Poppe selbst kommen soll) als zusammenhängend gehört und auch nachvollziehen können. Ich meinte sogar die Titel mitverarbeiten zu können, wobei mir die Wespe nicht ganz so bösartig vorkam, wie MDM:). Schon allein die Wahl der Instrumente ordnet die Musik in unsere westliche Kultur ein auch, wenn die Art der Verarbeitung und sicher auch der Inhalt Poppe-eigen sind.

    Das Konsumieren von Poppe scheint mir schon etwas anders zu sein, als bei Kancheli. Bei diesem ist man durch das Schauen vieler Hollywood Filme (Dramas, Schnulzen und schwarzer Krimis) ideal vorbereitet auf das, was kommen wird. Das ist bitte nicht als Bewertung der Musik zu verstehen, es ist eine Bemerkung zum technischen Konsum.


    Poppes Kontext ergibt sich erst beim Hören für mich. Wobei ich nicht so graße Schwierigkeiten hatte, die Musik auf mich wirken zu lassen.


    BTW Trauben hängen doch immer hoch und sind nicht so leicht zu bekommen ;). Und die Arbeit, die wirst Du nicht los :rolleyes:

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  • BTW Trauben hängen doch immer hoch und sind nicht so leicht zu bekommen ;). Und die Arbeit, die wirst Du nicht los :rolleyes:

    Da bin ich gar nicht draufgekommen! :thumbup:


    :) Wolfgang

    Lieber Fahrrad verpfänden denn als Landrat enden!

  • Auch ich bin neugierig geworden, wie "Arbeit 1-3" oder "Trauben" "Schrank" u.a. in Musik umgesetzt werden können. Ich habe mind. 30 Minuten meiner Zeit geopfert (zu längerer Öffnung der Ohren hatte ich keinen Grund!) und in youtube gebättert. Einen Bezug der Töne zu Musik konnte ich mit meiner altmodischen Ausbildung nicht herstellen. Erstaunt war ich über die Ernsthaftigkeit, mit welcher der Dirigent in manchen Phasen (eigentlich generell) zu Werke gegangen ist.

    Es sei denen gegönnt, die an dieser Art der Tonerzeugung Gefallen finden. Ich verlange auch nicht von jedem, daß er bei Mahler in Freudentränen ausbricht.


    Herzlichst La Roche


    Lieber La Roche,

    Danke schonmal für das Neugierigwerden und für das Opfern Deiner Zeit. Ich weiß selbst, dass man nicht so viel hat und ein bisschen geizen muss.


    Nur einmal als Idee: Stell Dir Musik nicht nur als etwas vor, dass allein musikalischen Inhalt irgendwie weiterentwickelt, den man schon als Kunst kennt. So in der Art: was macht Mozart als Reaktion auf Haydns Streichquartette? Das ist natürlich auch interessant und gerade zu der Zeit sicher extrem wichtig, weil Mozart explizit auf Haydn reagiert.


    Du öffnest wahrscheinlich Deine Ohren im Straßenverkehr, im Stadtlärm oder auch im Wald für viele Dinge absichtlich oder unabsichtlich. Ich glaube, dass unsere heutige Musik in ganz anderem Umfange darauf reagiert, als das noch vor 150 Jahren der Fall war. Eine Erinnerung (leider nicht musikalischer Art) Nach dem Verlassen einer Pop-Art Ausstellung in ein Schaufenster irgendeines Warenhauses geschaut und es völlig anders wahrgenommen als noch vor dem Besuch. Ich stelle mir vor, dass auch der Konsum dieser Musik, einfacher als vielleicht die Klassiker, Dir einen neuen "Blick" ( Hör?) für die akustische Umwelt um Dich herum gibt.


    Wie gesagt, nur eine Idee.

    Auf jeden Fall Danke für Deine Mühe.

    Axel

  • Enno Poppe's Musik kenne ich auch noch nicht, den Komponisten habe ich aber irgendwo mal kurz über Bekannte kennengelernt (Edenkoben?, Donaueschingen?), ist aber schon bestimmt 10 Jahre her.

    Als Einstieg wähle ich ja immer gerne ein Streichquartett und das hat Poppe dankenswerterweise auch geschrieben. Der Titel "Tier" verwundert jetzt nicht mehr, ob er damit Tierstimmen meint oder eher das Tier als Symbol für irgendetwas, weiss ich nicht. Tiere, vor allem Vögel, haben ja schon einige Komponisten inspiriert (Messiaen und Rautavaara).

    Das Quartett ist ca 15 min lang und verwendet an vielen Stellen Glissandi und mikrototale Strukturen, klingt also für westliche Ohren ziemlich schräg. Ist nicht ganz mein Ding dieses Werk, aber kann man sich mal anhören.


    Tier

  • Die Kontextualisierung sollte aber wohl eher nicht über Pärt und Kantscheli laufen, die sind eher eine Kontrast-Ebene. Der letzte Aufsatz bringt die Ahnenreihe deutlicher:


    Beethoven (motivische Arbeit wird bis zur Auflösung der Musik in kleinste Zellen betrieben)

    Brahms (motivische Zusammenhänge bestimmen fast alle Bereiche der Komposition)

    Schönberg (Forcierung dieses Prinzips, Benennung von Brahms als Vorbild, Lösung von der Tonalität, quasi "mathematische" Vorgangsweise mit Tonreihen)

    Boulez/Stockhausen/Nono (Ausweitung des Reihenprinzips auch auf Tondauern, Lautstärken etc. - Serialismus)

    Xenakis (nun wirklich mathematische Modelle)

    Verwendung des Computers zur Erstellung von Instrumentalmusik: mathematische Modelle, Fraktale. Insbesondere in den 90er Jahren sehe ich hier eine Ballung:


    Francisco Guerrero (bereits 1997 verstorben)

    Rolf Wallin (insb. auf Fraktale spezialisiert)

    Hanspeter Kyburz (offenbar Vorbild für Poppe, wandte sich nach berühmten Stücken wie "Cells" und "Parts" aber von dieser Richtung ab)


    Eine algorithmische Arbeit mit sich ständig verändernden Zellen betreibt auch Bernhard Lang, allerdings hat er erst später damit angefangen und hat z.T. andere Ziele.


    Die Frage ist nun, warum Poppe (abgesehen von Lang) besonderes Ansehen genießt. Der letzte Artikel ist da viel aufschlussreicher, als das, was ich gefunden habe. Nicht "Kritik" (das funktioniert bei Lang als Argumentationsprinzip ja zum Teil ganz gut, aber bei Poppe wohl weniger), sondern, ganz klassisch, ein Erreichen besonderer Kongruenz von Klang, Tonmaterial, strukturellem Element und Form, ohne dass es zu schematisch wird. Insbesondere durch klangliche Feinheiten scheint er die von mir in den 90ern gesehene "Gruppe" in den Schatten zu stellen, bei Wallin verspüre ich aber auch Defizite in Hinblick auf "zwingenden" Aufbau.


    Dennoch eine Empfehlung für alle genannten Komponisten (OK, Beethoven muss ich nicht besonders empfehlen ...).

  • Wer sich für Eno Poppes erste Streichquartett "Tier" und sein Werk "Wald" für vier Streichquartette interessiert, findet Informationen in einem Programmheft des NDR für ein Konzert vom 12. Mai 2012 unter diesem Link.


    https://www.ndr.de/orchester_c…_werk/programmheft455.pdf


    Anmerkung: "Textnachweis: Der Einführungstext von Dr. Harald Hodeige ist ein Originalbeitrag für den NDR."

    .

    Knochen sind Bausteine. Sie bedeuten nicht den Tod, aber fallen ohne Fleisch auseinander.

    Enno Poppe

  • Für mich entwickelt sich hier langsam eine Beziehung zu der für mich bis dahin völlig unbekannten Musik von Enno Poppe.


    Die Kontextualisierung sollte aber wohl eher nicht über Pärt und Kantscheli laufen, die sind eher eine Kontrast-Ebene.

    Das hatte ich schon vermutet.:(. BTW welche Transkription ist richtig. Auf meinem Album steht Kancheli.

    Das Quartett ist ca 15 min lang und verwendet an vielen Stellen Glissandi und mikrototale Strukturen, klingt also für westliche Ohren ziemlich schräg. Ist nicht ganz mein Ding dieses Werk, aber kann man sich mal anhören.


    Tier

    für mich war dieser Link sehr hilfreich, und mir hat das Quartett gefallen. Es ist schwierig aus den ersten Höreindrücken auf die Zukunft zu schließen, aber der Anfang ist schon mal vielversprechend. BTW auch die Klangqualität ist gut, was meine Hypothese zu youtube relativiert.


    lutgra Dein Literaturhinweis war für mich auch sehr hilfreich.


    Darauf habe ich die ganze Zeit gewartet! Danke, die Verwurzelung in unserer europäischen Tradition war irgendwie immer hörbar, für mich aber, mangels ausreichender Kenntnis, nicht präzisierbar. An einigen Stellen kann ich jetzt mit den Hinweisen oben mehr anfangen.


    Die Frage ist nun, warum Poppe (abgesehen von Lang) besonderes Ansehen genießt. Der letzte Artikel ist da viel aufschlussreicher, als das, was ich gefunden habe. Nicht "Kritik" (das funktioniert bei Lang als Argumentationsprinzip ja zum Teil ganz gut, aber bei Poppe wohl weniger), sondern, ganz klassisch, ein Erreichen besonderer Kongruenz von Klang, Tonmaterial, strukturellem Element und Form, ohne dass es zu schematisch wird.


    Genau, hinter all den Regeln muss irgendwo noch ein kreativer Mensch stecken und dem muss nicht nur das erfolgreiche Anwenden gelingen, sondern ein in sich geschlossener Ausdruck. Den finde ich bei Poppe beim Hören tatsächlich ziemlich leicht.


    Dennoch eine Empfehlung für alle genannten Komponisten (OK, Beethoven muss ich nicht besonders empfehlen ...).

    Höre gerade Francisco Guerrero mit dem Arditti Quartett (gibt es etwas, was die nicht gespielt haben? :)) Vorsicht bei der großen Trefferliste, das meiste ist einem Namensvetter aus der Renaissance zuzuordnen ;).

  • Manches in der Musik Enno Poppes ist mir rätselhaft. Klärung tut not.


    Zu Wespe habe ich diesen Link gefunden:


    https://ultraschallberlin.de/aufsatz/enno-poppe-wespe/


    Mit etwas Recherche habe ich das Gedicht von Marcel Beyer gefunden, das er eigens für Enno Poppe für ein Gesangsprojekt, organisiert durch die LiteraturWERKstatt Berlin, geschrieben hat.


    Wespe


    Wespe, komm in meinen Mund,

    mach mir Sprache, innen,

    und außen mach mir was am

    Hals, zeig's dem Gaumen, zeig.

    So ging das. So gingen die

    achtziger Jahre. Als wir jung

    und im Westen waren.

    Sprache,

    mach die Zunge heiß, mach

    den ganzen Rachen wund, gib mir

    Farbe, kriech da rein. Zeig mir

    Wort- und Wespenfleiß, mach's

    dem Deutsch am Zungengrund,

    innen muß die Sprache sein. Immer

    Nesquik, immer auf Kante.

    Das waren die Neunziger. Waren

    die Nuller. Jahre. Und: so geht das

    auf dem Land. Halt die Außensprache

    kalt, innen sei Insektendunst, mach

    mir, mach mich gesund,

    Wespe, komm in meinen Mund.


    .

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    Enno Poppe

  • ich finde den Text auf jeden Fall interessant. Vom Verstehen (wenn das überhaupt bei Lyrik funktioniert) noch meilenweit entfernt. Eine Besprechung des Gedichtes hier:


    Culturmag.de


    Und allgemein über Marcel Beyer in der


    Welt


    Vielleicht hilft das schon mal ein wenig weiter.


    Beste Grüße,

    Axel

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