"Die Walküre" an der Deutschen Oper Berlin 2020

  • Leider war ich Sonntag nicht in der Oper. Ich werde erst in die dritte Aufführung gehen können.

    Aber natürlich habe ich schon von einigen Freunden Berichte hören können.
    Davon will ich nichts weitergeben, aber auf erste Presseberichte möchte ich schon hinweisen:


    https://www.rbb24.de/kultur/be…eutsche-oper-berlin-.html


    https://www.nmz.de/online/walk…der-deutschen-oper-berlin


    https://www.br.de/nachrichten/…trittene-walkuere,SBbTYIH


    https://www.br-klassik.de/audi…sche-oper-berlin-100.html


    https://www.freitag.de/autoren…der-deutschen-oper-berlin


    https://www.welt.de/kultur/art…-Postlockdown-Wagner.html


    https://www.fr.de/kultur/theat…-wotan-show-90055418.html


    https://www.freiepresse.de/die…r-nkungen-artikel11115126


    Die FAZ-Kritik kann man ober FAZ.net noch nicht einsehen. Sie ist aber bei Blendle:

    https://blendle.com/i/frankfur…yOS00MzE2NTExMTkifQ%3D%3D


    Caruso41

    ;) - ;) - ;)


    Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!

  • Wenn sie stattfindet, was ich hoffe, werde ich in die letzte Vorstellung der Serie am 11. Oktober gehen.

    ..., eine spezifisch deutsche Kultur ist, jenseits der Sprache, schlicht nicht identifizierbar.
    -- Aydan Özoğuz

  • Es war so schrecklich, daß ich mich nicht durchringen konnte, einen Bericht für das Tamino-Forum zu schreiben.

    ..., eine spezifisch deutsche Kultur ist, jenseits der Sprache, schlicht nicht identifizierbar.
    -- Aydan Özoğuz

  • Sängerisch auch?

    Lieber Stimmenliebhaber, ja, gerade sängerisch war es eine Enttäuschung. Fr. Davidsen war souverän, und Fr. Schlicht wußte zu gefallen, aber die Herren, bis auf Hr. Harris, waren indiskutabel. Und Fr. Stemme, zu deren Isolde an der DOB ich doch oft gepilgert bin, war ein Schatten ihrer selbst.

    Das Dirigat würde ich als zerfahren bezeichnen, eigentlich fanden sich die Musiker erst im dritten Akt zusammen. Es grüßt Hans

    ..., eine spezifisch deutsche Kultur ist, jenseits der Sprache, schlicht nicht identifizierbar.
    -- Aydan Özoğuz

  • Die Deutsche Oper hat Ausschnitte der Walküre veröffentlicht.


    ..., eine spezifisch deutsche Kultur ist, jenseits der Sprache, schlicht nicht identifizierbar.
    -- Aydan Özoğuz

  • Lieber Hans Heukenkamp!


    Hab vielmals Dank, dass Du auf dieses Video hingewiesen hast.

    Ich war ja von Lise Davidsens Sieglinde auch hell begeistert und habe sie hier im Forum gepriesen! Entdeckungen: Neue Stimmen

    Ich bin glücklich, jetzt einen reminder an diese eminente Leitung zu haben.
    So glorios haben die Stelle wohl nur wenige Soprane gesungen!


    Beste Grüße


    Caruso41

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  • Das ist wirklich sehr beeindruckend gesungen. :)


    Nur frage ich mich, wie man denn auf dem Walkürenfelsen zu einem Reißverschluss im Kleid kommt? ;) Die Deutsche Oper war nach meinem Eindruck sehr schlecht beraten, dieses umprofessionelle Filmchen ins Netz zu stellen. Man kann mit der Kamera nicht einfach nur draufhalten und das, was vielleicht aus der Ferne wirkt, grell heranziehen. Frau Stemme wirkt steinalt, verwüstet und völlig unbedeutend. Das viel zu kurze und schlecht genähte Zipfelröckchen, aus dem die Nähte hervorbrechen, steht ihr gar nicht. So dürfen Frauen nicht vorgeführt werden, egal, wie die Konzeption ist. :no: Sieht das denn niemand vom Haus?

    Es grüßt Rheingold1876

  • Lieber Rheingold!

    Die Deutsche Oper war nach meinem Eindruck sehr schlecht beraten, dieses umprofessionelle Filmchen ins Netz zu stellen.

    Das mag man so sehen! Allerdings man muss ja auch nicht auf den Bildschirm schauen, wenn man den Ausschnitt anhört.


    Frau Stemme wirkt steinalt, verwüstet und völlig unbedeutend.

    Bei allem Respekt: Diese Wirkung ist nicht so falsch. Wenn man die Aufführung live gehört hat, muss man schon sagen, dass Frau Stemme ihre besten Zeiten wohl doch schon hinter sich hat! Es war diesmal kein ungetrübtes Vergnügen, sie zu hören - das Zipfelröckchen war da noch das geringste Problem.


    Liebe Grüße

    Caruso41

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  • Bei allem Respekt: Diese Wirkung ist nicht so falsch. Wenn man die Aufführung live gehört hat, muss man schon sagen, dass Frau Stemme ihre besten Zeiten wohl doch schon hinter sich hat! Es war diesmal kein ungetrübtes Vergnügen, sie zu hören - das Zipfelröckchen war da noch das geringste Problem.

    Ich erinnere mich, dass du in der Rubrik NEUE STIMMEN mal darauf hingewiesen hast, wie schwierig die aktuelle Situation für junge Sängerinnen und Sänger ist. Aber auch für nicht mehr junge Sänger ist dies keine einfache Situation. Auch Frau Stemme konnte vor dieser Berliner "Walküre" monatelang nicht auftreten, was sich gerade in diesem Fach und diesem Alter bemerkbar machen kann, nein, sogar muss. In Dresden habe ich sie zwischen 2016 und 2017 mit allen drei "Ring"-Brünnhilden noch sehr gut gehört. Dass sie nun mit Mitte/Ende 50 wahrscheinlich nicht mehr ganz so frisch klingt wie noch mit Mitte 40 (sie singt dieses Fach ja inzwischen auch mehr als 10 Jahre, die Isolde mehr als 15 Jahre), ist eigentlich keine große Überraschung, aber wie gesagt: Nachsicht in dieser extremen Ausnahmesituation (wo das Publikum durchgehend mit Masken im Raum sitzen musste) und die Sänger wohl jeden Tag einen Test an ihrem "Stimmgefäß" über sich ergehen lassen mussten) würde ich mir nicht nur für NEUE STIMMEN wünschen (Gerade dann, wenn sie sich in Inszenierung und Kostüm womöglich selbst genauso unwohl gefühlt hat wie der Betrachter)!

    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

  • Allerdings man muss ja auch nicht auf den Bildschirm schauen, wenn man den Ausschnitt anhört.

    Ich weiß, lieber Caruso, dass Du mehr der Hörende bist. Wenn ich aber so einen Clip präsentiert bekomme, dann schau ich auch hin und werde nicht die Augen verschließen. Wie sollte das auch gehen?

    Es grüßt Rheingold1876

  • Auch Frau Stemme konnte vor dieser Berliner "Walküre" monatelang nicht auftreten, was sich gerade in diesem Fach und diesem Alter bemerkbar machen kann, nein, sogar muss.

    Zumindest hat sie finanziell ausgesorgt, was sie von sehr vielen ihren Kolleginnen unterscheiden dürfte. Sie erhielt 2018 den mit einer Million Dollar dotierten Birgit-Nilsson-Preis. Damit kommt man schon eine Zeit hin. Ich sorge mich vor allem um die Jungen, die sich - wie man hört - oft schon mal nach einer neuen Betätigung umsehen.

    Es grüßt Rheingold1876

  • Das Finanzielle ist die eine Seite, und da steht Frau Stemme natürlich beser da, keine Frage! Das andere ist die künstlerische Seite - und da war Frau Stemme in den letzten knapp 12 Monaten genauso betroffen wie alle anderen auch. Und eine nicht mehr junge Stimme steckt solche Zwangspausen möglicherweise schlechter weg als eine junge, Darum ging es nicht, nicht um die finanzielle Seite. Bei der Einschätzung ihrer Oktober-Brünnhilde durch "Caruso41" ging es ja auch um die künstlerische Seite.


    Übrigens: Die die finanziellen Folgen an den etablierten Sängerinnen und Sängern vorbeigehen, stimmt so auch nicht:


    https://www.bz-berlin.de/kultu…beitslosengeld-beantragen

    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

  • Ich will nichts kleinreden, aber abgesichts des Elends von Frau Nylund kommen mir wirklich die Tränen. Das ist B.Z. vom allerfeinsten.

    Es grüßt Rheingold1876

  • Ja, da kann man durchaus geteilter Meinung sein. Allerdings ist man mit einem festen Einkommen oder einer festen Rente in diesen Zeiten in jedem Falle besser dran als die Freischaffenden.

    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"