Künstler-Gedenktage Januar 2021

  • 1933 – 88. Geburtstag von Armin Ude (Sänger)

    Der Tenor Armin Ude (16.01.1933 - 04.12.2015) wurde heute vor 88 Jahren geboren.



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    Das langjährige Ensemblemitglied der Staatsoper Dresden war dort in Partien wie Belmonte, Ferrando, Tamino, Lenski, Rinuccio oder Henri Morosus zu erleben, gastierte auch an der Staatsoper Berlin (u.a. Belmonte und Ernesto) und am Opernhaus Leipzig (u.a. Raoul de Nangis). Daneben war er auch ein gefragter Konzertsänger, ich habe ihn selbst noch in einem Weihnachtsoratorium (er sang den Evangelisten und die Arien in allen sechs Kantaten) erlebt.


    Eine Auflistung der bereits von mir erfassten Dresdner Opernpartien Udes findet sich hier:


    Besetzungen ausgewählter Dresdner Inszenierungen



    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

  • 1946 – 75. Geburtstag von Katia Ricciarelli (Sängerin)

    Die italienische Sopranistin Katia Ricciarelli feiert heute ihren 75. Geburtstag.


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    Sie war eine der gefragtesten Sopranistinnen ihrer Generation und ist in zahlreichen Rollen durch Studio-Gesamtaufnahmen unter namhaften Dirigenten "verewigt".


    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

  • 1957 – 64. Todestag von Arturo Toscanini (Dirigent)

    Heute vor 64 Jahren starb der bedeutende italienische Dirigent Arturo Toscanini (25.03.1867 - 16.01.1957) in New York.


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    Die überragende Bedeutung Toscanini für die Rezeptionsgeschichte der italienischen Oper kann gar nicht hoch gerühmt werden, nicht nur, weil er der Dirigent wichtiger Uaufführungen (voran "La Bohème") war, sondern weil er die Autografen studierte und mit tradierte Schlampigkeit bei der Verdi-Pflege aufräumte, schleißlich nicht zuletzt deshalb, weil der mit einigen frühen Opern-Gesamtaufnahmen in seinen späten Jahren Maßstäbe setzte.


    Hier seine konzertante "Aida":


    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

  • Ich habe noch einen Komponisten der Klassik, den Italiener Niccolo Piccinni, * 16. 1. 1728 - 7. 5. 1800, dessen Hauptgebiet die Oper war.

    Seine musikalische Erziehung erhielt Niccolò Piccinni in Neapel, 1742–1744 durch den Opernkomponisten Leonardo Leo und danach bei Francesco Durante bis 1754 am Conservatorio di Sant’Onofrio. Sein Vater war Musiker, seine Mutter war die Schwester des Opernkomponisten Gaetano Latilla. In Neapel debütierte er 1754 am Theatro dei Fiorentini mit seiner ersten Opera buffa Le donne dispettose. Es folgten 1756 und 1757 die Opere serie Zenobia und Nitteti.. Am 30. Juli 1756 heiratete er seine 14-jährige Gesangsschülerin Sibilla Vincenza.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Niccol%C3%B2_Piccinni





    Heute ist sein 293. Geburtstag.


    Liebe Grüße


    Willi:)

    1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
    2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

  • 17. Januar 2021


    1517 – 504. Geburtstag von Antonio Scandello (Komponist u.a.)


    1651 – 370. Todestag von Johannes Hieronymus Kapsberger (Komponist u.a.) #256


    1659 – 362. Geburtstag von Antonio Veracini (Komponist u.a.)


    1686 – 335. Todestag von Carlo Dolci (Maler)


    1712 – 309. Geburtstag von John Stanley (Komponist u.a.)


    1719 – 302. Geburtstag von Jean-Joseph Vadé (Komponist u.a.)


    1728 – 293. Geburtstag von Johann Gottfried Müthel (Komponist u.a.)


    1734 – 287. Geburtstag von François-Joseph Gossec (Komponist) #254


    1738 – 283. Todestag von Jean-François Dandrieu (Komponist u.a.)


    1739 – 282. Todestag von Johann Jakob Stupan von Ehrenstein (Komponist)


    1745 – 276. Geburtstag von Nicolas Roze (Komponist u.a.)


    1751 – 270. Todestag von Tomaso Albinoni (Komponist u.a.) #251


    1788 – 233. Todestag von Alessio Prati (Komponist)


    1790 – 231. Geburtstag von Johann Georg Frech (Komponist u.a.)


    1819 – 202. Geburtstag von Karl Kempter (Komponist)


    1826 – 195. Todestag von Juan Crisóstomo de Arriaga (Komponist u.a.) #253


    1832 – 189. Geburtstag von Marie Wieck (Komponistin u.a.)


    1833 – 188. Geburtstag von Theodor Bradsky (Komponist)


    1836 – 185. Geburtstag von José White Lafitte (Komponist u.a.)


    1850 – 171. Geburtstag von Alexander Tanejew (Komponist)


    1857 – 164. Geburtstag von Wilhelm Kienzl (Komponist)


    1869 – 152. Todestag von Alexander Dargomyschski (Komponist)

    1869 – 152. Todestag von Émile Bienaimé (Komponist)


    1877 – 144. Geburtstag von Hans Jelmoli (Komponist u.a.)


    1881 – 140. Geburtstag von José André (Komponist u.a.)


    1884 – 137. Geburtstag von Nadeschda Wassiljewna Plewizkaja (Sängerin u.a.)


    1885 – 136. Todestag von Marie Leopoldine Blahetka (Komponistin und Pianistin)


    1888 – 133. Todestag von Heinrich Ernst Kayser (Komponist u.a.)


    1905 – 116. Geburtstag von Eduard Oja (Komponist)


    1907 – 114. Geburtstag von Henk Badings (Komponist)


    1908 – 113. Geburtstag von Heinz Marten (Sänger)


    1910 – 111. Geburtstag von Max Lichtegg (Sänger)


    1914 – 107. Geburtstag von Gretl Schörg (Sängerin u.a.)


    1917 – 104. Todestag von Viktor Gluth (Komponist)


    1918 – 103. Todestag von Louise Héritte-Viardot (Komponistin u.a.) #248


    1923 – 98. Geburtstag von Hans Moeckel (Komponist und Dirigent)


    1927 – 94. Geburtstag von Donald Erb (Komponist)


    1928 – 93. Geburtstag von Jean Barraqué (Komponist) #249


    1934 – 87. Geburtstag von Charlotte Berthold (Sängerin)


    1935 – 86. Geburtstag von Hans-Günther Allers (Komponist)


    1941 – 80. Geburtstag von Gillian Weir (Organistin und Cembalistin)


    1942 – 79. Geburtstag von Ulf Grahn (Komponist)

    1942 – 79. Geburtstag von Ulf Hoelscher (Geiger) #250


    1943 – 78. Todestag von Georges Sporck (Komponist)


    1944 – 77. Geburtstag von Joyce Castle (Sängerin)

    1944 – 77. Geburtstag von Beatriz Lockhart (Komponistin)

    1944 – 77. Geburtstag von Einar Schleef (Schauspieler und Regisseur)


    1948 – 73. Geburtstag von Anne Queffélec (Pianistin) #257


    1957 – 64. Geburtstag von Nancy Argenta (Sängerin) #258


    1959 – 62. Geburtstag von Fabio Luisi (Dirigent) #255


    1965 – 56. Todestag von Hans Marchwitza (Dichter und Schriftsteller)


    1967 – 54. Geburtstag von Alexander Steinitz (Dirigent)


    1968 – 53. Todestag von Kipras Petrauskas (Sänger) #247


    1969 – 52. Todestag von Grażyna Bacewicz (Komponistin) #252


    1993 – 28. Todestag von Barbara Bluczek (Komponistin)


    1997 – 24. Todestag von Holger Alexander Fransman (Hornist)


    2002 – 19. Todestag von Camilo José Cela (Schriftsteller)

    2002 – 19. Todestag von Héctor Tosar (Komponist)


    2004 – 17. Todestag von Alois Schillinger (Komponist u.a.)


    2009 – 12. Todestag von Arthur Weisberg (Fagottist u.a.)


    2011 – 10. Todestag von Marie-Thérèse Ibos (Geigerin)



    Die ausführlichen Erinnerungen des 17. Januar 2020 kann man hier nachlesen:


    Erinnerungen an Verstorbene und Geburtstags-Glückwünsche an lebende Musiker, Buch II

    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

  • Heute jährt sich der Todestag des berühmten litauischen Tenor Kipras Petrauskas (geboren am 23. November 1885 als Ciprijonas Petrauskas – gestorben am 17. January 1968). Seine künstlerische Heimat war im Wesentlichen das Opernhaus in Vilnius, er gastierte aber auch an anderen Bühnen der Sowjetunion, vor allem in dem damaligen Leningrad. Nur wenig konnte er im Westen gastieren. Immerhin gab es Auftritte von ihm in Barcelona, Madrid, Paris und Rom. 1928 war er in Leipzig, Dresden und München bei einer Tour zusammen mit Schaljapin zu hören.

    Sein Repertoire umfasste 80 Hauptpartien – von Alfredo und Romeo bis Canio und Otello. Partien in slawischen Opern lagen ihm besonders gut.











    Im Forum haben wir einen eigenen Thread, in dem man man mehr über sein Leben, vor allem auch über seine außerordentliche Stimme und Gesangskunst erfahren kann: Kipras Petrauskas - Tenor aus Litauen


    Caruso41

    ;) - ;) - ;)


    Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!

  • Zitat

    1918 – 103. Todestag von Louise Héritte-Viardot (Komponistin u.a.)

    Piano Quartet in d minor - Louise Héritte-Viardot


    Louise Pauline Marie Héritte-Viardot (1841-1918), Sängerin, Pianistin, Gesangpädagogin und Komponisten

    Tochter von Pauline Viardot-Garcia

    Nichte von Maria Malibran und deren Bruder, des Bariton Manuel Patricio Rodríguez García

    Enkelin des spanischen Tenors Manuel del Pópulo Vicente García


    1862 heiratete sie den Diplomaten Ernest Héritte. Sie zog mit ihrem Mann nach Kapstadt, verließ ihn jedoch bald. Sie unterrichtete am Konservatorium in St. Petersburg (1867), dann am Hochschen Konservatorium in Frankfurt am Main und gründete private Gesangsschulen in Berlin und Heidelberg. Ihre komische Oper "Lindoro" wurde 1879 in Weimar uraufgeführt, eine Kantate "Das Baccusfest" 1880 in Stockholm. Sie veröffentlichte viele Lieder und ein Streichquartett; vieles blieb jedoch ungedruckt. 1911 erschienen in London ihre Erinnerungen "Memories and Adventures", eine französische Fassung wurde posthum unter dem Titel "Une Famille de Grands Musiciens", von ihrem Sohn Louis Héritte de la Tour 1923 in Paris herausgegeben. Sie starb am 17. Januar 1918 in Heidelberg


    die einzige existierende Aufnahme all ihrer Werke mit

    Quartett für Klavier, Violine, Viola und Violoncello A-Dur op. 9 "Im Sommer"

    Quartett für Klavier, Violine, Viola und Violoncello D-dur op. 11 "Spanisches Quartett"

    Quartett für Klavier, Violine, Viola und Violoncello d-moll


    Louise Heritte-Viardot (1841-1918): Klavierquartette A-Dur op.1,D-Dur op.11,d-moll o.op., CD

    Orfeo wünscht euch allen, dass ihr gesund bleibt

  • 1928 – 93. Geburtstag von Jean Barraqué (Komponist)


    Jean Barraqué (*17. Januar 1928 - † 17. August 1973) war ein französischer Komponist im Umkreis des Darmstädter Zirkels der seriellen Musik. Allerdings verschwand er etwas im Schatten der beiden „Platzhirsche“ Boulez und Stockhausen.



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    Ähnlich wie Ustwolskaja ist das von ihm freigegebene Werk sehr klein und passt auf drei CDs. Es ist bei unserem Sponsor jpc zu erhalten und ist auf jeden Fall ein lohnender Bestandteil jeder diskografischen Sammlung ;)



    Wegen des immensen Einflusses der beiden bestimmenden Personen Boulez und Stockhausen, war es wahrscheinlich möglich sich bis zu einem bestimmten Grade für diese Musik zu intessieren, ohne den Namen Barraqué auch nur mitzubekommen.


    Meine erste Begegnung mit unserem Komponisten rührt etwa 20 Jahre her. Damals wurde in einem Konzert im kleinen Rahmen Barraqués Klaviersonate von Pi-Hsien Chen aufgeführt. Ich war wie vom Donner gerührt. Ich hatte ein bedeutendes (und langes!) Klavierstück des 20. Jahrhunderts kennengelernt und mir war bis zu diesem Zeitpunkt der Name des Komponisten nicht einmal bekannt. Ich hatte mir dann die oben angegebene Kassette auf Empfehlung auch geholt. Dort wird die Sonate von Stefan Litwin eingespielt. Eine weitere stammt von Herbert Henck, die ich sehr empfehlen kann. Aktuell gibt es eine von Jean-Pierre Collot und Nicolas Hodges spielt diese Sonate (in textrevidierter Form) auf Programmen. Henck hat zu seiner Einspielung einen schönen Text verfasst, den man in Herbert Henck über Jean Barraqué im Internet nachlesen kann.


    Die Sonate hat eine Tiefe im Ausdruck bei gleichzeitigem Ausloten serieller Techniken, die wahrscheinlich der eine oder andre kaum für möglich halten würde. Die Sonate (Der Begriff ist hier natürlich schon mit Vorsicht anzuwenden, wenn auch von Barraqué ganz bewusst mit Bezug auf die Klassik gewählt) zerfällt in einen dramatischen, unruhigen ersten Teil und einen langsamen zweiten.


    Auf youtube kann man die Sonate zusammen mit den Noten eingespielt von Roger Woodward hören. Wer sich wirklich für dieses Stück interessieren sollte, dem empfehle ich auf jeden Fall die Einspielung von Herbert Henck.


    Der zweite Satz Lent beginnt in dieser Einspielung um den Zeitpunkt 19:44.


    Leider gibt es die Einspielung von Henck nicht mehr bei jpc. Auf discogs kann man sie aber finden.


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    Wer ein Interesse an der Klaviermusik von Boulez und Stockhausen hat und, so wie ich, den Namen Barraqué noch nicht gehört oder nur periphär mitbekommen hat, der sollte sich diese Einspielung nicht entgehen lassen.


    Barraqués Anspruch an die Musik war hoch. Ich zitiere ihn aus dem Englischen übersetzt aus dem Text von Jean-Pierre Collot aus dem Booklet seines Albums:


    Musik, das ist Drama, Pathos, Tod. Sie ist das ultimative Glücksspiel, das Zittern bis zum Selbstmord. Wenn die Musik nicht so ist, wenn sie nicht alle Grenzen überwindet, ist sie nichts


    Selbstverständlich ist das keine Musik für einen gemütlichen Abend ;).


    Barraqués Biographie ist nicht einfach. In den Fünfzigern hatte er ein Verhältnis mit dem Philosophen Michel Faucault. Am Ende starb er arbeitslos und alkoholkrank. Ein Hauch von Tragik umweht dieses Leben.



    Jean Barraqué würde heute 93.


  • 1942 – 79. Geburtstag von Ulf Hoelscher (Geiger)


    Ulf Hoelscher (*17. Januar 1942) ist ein deutscher Geiger, der ein internationales Renommée besitzt.



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    Ich habe ihn vor langer Zeit kennengelernt mit einer Einspielung einiger Werke für Klavier und Violine von Karol Szymanowski. Den Klavierpart übernahm damals der französische Pianist Michel Béroff. Für mich war das das wichtige Erlebnis, das bei mir Interesse für die polnische Musik des 20. Jahrhunderts geweckt hat. Die Einspielung scheint so nicht mehr zu bekommen zu sein.


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    Abgesehen davon, dass natürlich Szymanowskis Musik für Klavier und Violine faszinierend schön ist, spielen die beiden sie auf diesem Album auch hervorragend ein. Der Inhalt der LP ist mittlerweile Teil eines CD-Doppelalbums von EMI und deren mannigfachen Rechtsnachfolgern und erhältlich, auch wenn ich es leider wieder nicht bei jpc gefunden habe.



    Auf youtube kann man einen Eindruck gewinnen. Hier aus den drei Mythen für Violine und Klavier Op.30 La Fontaine d’Aréthuse




    Ulf Hoelscher feiert heute seinen 79. Geburtstag. Ich wünsche ihm alles erdenklich Gute!

  • Tomaso Albinoni im Verlag Dohr Tomaso Giovanni Albinoni 16. Juni 1671 - 17Januar 1751, Komponist


    Das Jahr 2021 könnte ein Albinoni Jahr sein, wenn er denn überhaupt noch wahrgenommen wird. Aber immerhin gibt es bei jpc 391 Treffer



    Wie viele Bühnenwerke Albinoni komponiert hat, lässt sich nicht mehr genau feststellen. Von 17 Opern sind zumindest einzelne Arien überliefert, von 32 weiteren nur das Libretto.

    Vollständig erhalten geblieben sind nur:

    Zenobia, regina de’ Palmireni (1694)

    Pimpinone (1708)

    Engelberta (1709)

    Il nascimento dell’Aurora (ca. 1711)

    Il nome glorioso in terra, santificato in cielo (1724)

    La Statira (1726)

    Il concilio de’ pianeti (1729)

    Orfeo wünscht euch allen, dass ihr gesund bleibt

  • 1826 – 195. Todestag von Juan Crisóstomo de Arriaga (Komponist u.a.)

    Juan Chrisóstomo de Arriaga (*27. Januar 1806 - †17. Januar 1826) war ein spanischer (baskischer) Komponist.


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    Was soll man über das Leben eines Komponisten schreiben, der nicht einmal zwanzig Jahre wurde, außer, dass es viel zu kurz war.



    Mit Siebzehn schrieb er drei Streichquartette, die in meinen Augen Bestand haben, weil sie sehr schön zu hören sind und von erstaunlicher Kompositionskunst zeugen. ;-)



    Das renommierte baskische Ensemble Cuarteto Casals hat diese drei Quartette eingespielt. Leider finde ich keinen Link zu jpc. Allerdings hat das Ensemble das beeindruckende dritte Streichquartett im Jahre 2006 im kleinen Saal des Concertgebouw live eingespielt. Youtube ist hier das Stichwort





    Heute ist Arriagas 195. Todestag. Die Zahl hätte kleiner sein müssen.

  • Francois Joseph Gossec, * 17. 1. 1734 - + 16. 2. 1829, war ein wallonisch-französischer Komponist.

    Als Sohn eines Bauern geboren, kam François-Joseph Gossec im Alter von 6 Jahren als Chorknabe an die Stiftskirche von Walcourt und später an St. Aldegonde in Maubeuge. Dort trat er der Kapelle von St. Peter bei, deren Musikdirektor Jean Vanderbelen war, der ihm erste Unterweisungen in Violine, Tasteninstrumenten, Harmonielehre und Kompositionslehre gab. Von 1741 bis 1751 war er Chorknabe an der Kathedrale Notre Dame in Antwerpen und erhielt beim Domkapellmeister André-Joseph Blavier weiteren Unterricht. In dieser neuen Umgebung fühlte er sich wohl, verlor aber gänzlich den Kontakt zu seiner Familie. Auch während seiner Rundreise zur Aufführung seiner Opern 1792 und 1793 im befreiten Belgien hatte er keinen Kontakt mit seinen Eltern oder Geschwistern. 1751 ging er mit einem Empfehlungsschreiben zu Jean-Philippe Rameau nach Paris, der zu dem Zeitpunkt Orchesterleiter des Privatorchesters des Generalpächters Alexandre Le Riche de La Pouplinière war, und wurde dort Violinist.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Fran%C3%A7ois-Joseph_Gossec


    1760 hat er dieses gewaltige Requiem komponiert.



    Heute ist sein 287. Geburtstag.


    Liebe Grüße


    Willi:)

    1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
    2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

  • 1959 – 62. Geburtstag von Fabio Luisi (Dirigent)

    Der italienische Dirigent Fabio Luisi, nach Chefdirigenten-Stationen u.a. in Leipzig und Dresden sowie inzwischen seit einigen Jahren GMD der Zürcher Oper und weltweit gefragter Pultstar, feiert heute seinen 62. Geburtstag.


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    Mir ist er aus seiner Zeit als regelmäßiger Dirigent an der Staatsoper Berlin (Anfang bis Mitte der Neunziger Jahre) unvergesslich. Bezüglich Sängerfreundlichkeit konnte er zwar von den "alten Hasen" wie Heinz Fricke und Siegfried Kurz noch einiges lernen, aber es wehte bei ihm ein frischer Wind durchs Orchester, die Leistungen der Staatskapelle Berlin unter ihm waren zumeist überdurchschnittlich. Gerade im italienischen Repertoire setzte er damals neue Maßstäbe (ich habe ihn u.a. mit "Aida", "Tosca" und der "Sizilianischen Vesper", aber auch mit dem "Barbier von Sevilla" und der "Tancredi"-Neuproduktion erlebt), spannend waren aber auch seine Ausflüge ins deutsche Fach. So erlebte ich ihn jeweils mehrfach als Dirigenten von "Der fliegende Holländer", "Hänsel und Gretel" sowie "Die Fledermaus".


    Wie es bei seinem "Fliegenden Holländer" wahrlich "mit Gewitter und Sturm" zuging, kann man teilweise hier nachhören:


    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

  • 1651 – 370. Todestag von Johannes Hieronymus Kapsberger (Komponist u.a.)

    Wikipedia nennt den 17. Januar als Tag der Beerdigung, aber so ganz genau ist das möglicherweise auch nicht bekannt. Geboren wurde der Sohn eines deutschen Vaters um 1580 in Venedig, und in Italien scheint er auch zeitlebens geblieben zu sein, weshalb er in der Literatur oft genug als Giovanni Girolamo oder Giovanni Geronimo Kapsberger auftaucht. Kapsberger galt zu Lebzeiten als absoluter Virtuose auf der Laute bzw Chitarrone, schrieb aber nicht nur für diese Instrumente sondern komponierte - in päpstlichen Diensten in Rom stehend - auch geistliche Vokalwerke.

    Bekannt geworden bin ich mit dem Komponisten Kapsberger über Aufnahmen von Christina Pluhar mit ihrem Ensemble L'Arpeggiata



    Es gibt nichts Gutes, außer man tut es! (Erich Kästner)

  • Die französische Pianistin Anne Queffélec, * 17. 1. 1948, hat heute Geburtstag.

    Queffélec wurde als Tochter des Schriftstellers Henri Queffélec geboren. Sie ist die Schwester des Autors Yann Queffélec.

    Nach einer Ausbildung im Conservatoire national supérieur de musique et de danse de Paris studierte sie in Wien bei Alfred Brendel.

    Sie gewann Erste Preise bei den Internationalen Klavierwettbewerben in München (1968) und Leeds (1969), denen eine internationale Karriere folgte. Queffélec trat beispielsweise bei den Proms in London, dem Festival de La Roque-d’Anthéron oder der Folle Journée (Nantes) auf.

    1990 erhielt sie bei den Victoires de la musique classique den Preis als Instrumentaler Solist des Jahres.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Anne_Queff%C3%A9lec





    Heute feiert sie ihren 73. Geburtstag.


    Herzlichen Glückwunsch!


    Willi:jubel::jubel::jubel::jubel::jubel:

    1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
    2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

  • 18. Januar 2021


    1726 – 295. Todestag von Bartolomeo Laurenti (Komponist u.a.)


    1747 – 274. Todestag von Antonio de Literes (Komponist u.a.)


    1751 – 270. Geburtstag von Ferdinand Kauer (Komponist und Dirigent)


    1760 – 261. Todestag von Claudio Casciolini (Komponist)


    1778 – 243 Geburtstag von Franz Weiß (Komponist u.a.)


    1825 – 196. Geburtstag von Léon Carvalho (Sänger und Operndirektor)


    1835 – 186. Geburtstag von Cesar Cui (Komponist u.a.) #267


    1840 – 181. Geburtstag von Ernst Rudorff (Komponist u.a.)


    1841 – 180. Geburtstag von Emmanuel Chabrier (Komponist u.a.) #262


    1850 – 171. Geburtstag von Gaston Sarreau (Komponist)


    1864 – 157. Geburtstag von Marie Renard (Sängerin)


    1873 – 148. Geburtstag von Alfred von Bary (Sänger u.a.)


    1875 – 146. Geburtstag von Julián Carrillo (Komponist)


    1880 – 141. Geburtstag von Robert Pollack (Geiger)


    1882 – 139. Geburtstag von Lazare Lévy (Dirigent u.a.)


    1886 – 135. Todestag von Joseph Tichatschek (Sänger) #266


    1894 – 127. Geburtstag von Robert Bréard (Komponist)


    1902 – 119. Todestag von Filippo Marchetti (Komponist)


    1903 – 118. Geburtstag von Berthold Goldschmidt (Komponist) #260, 263


    1905 – 116. Geburtstag von Herbert de Castro (Komponist und Dirigent)


    1907 – 114. Geburtstag von János Ferencsik (Dirigent) #270


    1909 – 112. Todestag von Robert Hausmann (Cellist)

    1909 – 112. Todestag von Ernest Lavigne (Komponist u.a.)


    1911 – 110. Geburtstag von Gabor Darvas (Komponist)


    1914 – 107. Geburtstag von Marianne Schech (Sängerin)


    1916 – 105. Geburtstag von Erika Pelikowsky (Schauspielerin)

    1916 – 105. Todestag von Česlovas Sasnauskas (Komponist u.a.)


    1918 – 103. Todestag von Bohuslav Jeremiáš (Komponist u.a.)

    1918 – 103. Todestag von Amalie Materna (Sängerin) #268


    1930 – 91. Geburtstag von Horst Mühlbradt (Komponist u.a.)


    1934 – 87. Todestag von Otakar Ševčík (Geiger)


    1935 – 86. Geburtstag von Clemens Ganz (Organist u.a.)


    1938 – 83. Todestag von Alexandre Georges (Organist)


    1943 – 78. Geburtstag von Rolf Haunstein (Sänger) #269


    1947 – 74. Geburtstag von John O’Conor (Pianist)


    1951 – 70. Geburtstag von Andreas Scheibner (Sänger) #261


    1956 – 65. Geburtstag von Christoph Prégardien (Sänger) #264, 265


    1964 – 57. Geburtstag von Elena Moşuc (Sängerin)


    1976 – 45. Todestag von Friedrich Hollaender (Komponist)


    2000 – 21. Todestag von Eduard Pütz (Komponist)


    2005 – 16. Todestag von Donald Hadfield (Organist u.a.)


    2007 – 14. Todestag von August Humer (Organist u.a.)


    2008 – 13. Todestag von Hans Herbert Jöris (Dirigent u.a.)


    2017 – 4. Todestag von Roberta Peters (Sängerin)



    Die ausführlichen Erinnerungen des 18. Januar 2020 kann man hier nachlesen:


    Erinnerungen an Verstorbene und Geburtstags-Glückwünsche an lebende Musiker, Buch II

    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

  • 1903 – 118. Geburtstag von Berthold Goldschmidt (Komponist)

    Der Komponist Berthold Goldschmidt (18.01.1903 - 17.10.1996) wurde heute vor 118 Jahren in Hamburg geboren.


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    Nach vielversprechendem Beginn seiner Koponistenlaufbahn (so 1932 in Darmstadt seine Oper "Der gewaltige Hahnrei" uraufgeführt) musste Goldschmidt in den Dreißigern aufgrund der neuen nationalsozialistischen Machthaber als Jude sein deutsches Heimatland verlassen. Er emigrierte nach England, wo er bis zu seinem Tode (mit 93!) wohnhaft blieb.


    Hochbetagt erlebte er auch noch seinen vielleicht größten Triumph vor Ort mit: die szenische Wiederaufführung seiner Oper "Der gewaltige Hahnrei" an der Komischen Oper Berlin mit. Als Dirigent Yakov Kreizberg und Regisseur Harry Kupfer den 91-jährigen Komponisten auf die Bühne holten, erhob sich der ganze Saal, in welchem ich zuvor auch gesessen und diese Premiere mitverfolgt hatte.


    Hier die damalige Fernsehübertragung mit Yvonne Wiedstruck und Günter Neumann in den Hauptpartien:


    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

  • 1951 – 70. Geburtstag von Andreas Scheibner (Sänger)

    Der deutsche Bariton Andreas Scheibner feiert heute seinen 70. Geburtstag.



    Bei meinem ersten Opernbesuch in der Semperoper Dresden am 29.12.1992 sang er die Titalpartie in "Eugen Onegin".


    Hier eine Auflistung seiner bislang von mir erfassten Dresdner Rollen (der "Figaro"-Graf und der Don Giovanni werden von mir im Laufe dieses Jahres hinzugefügt werden):


    Besetzungen ausgewählter Dresdner Inszenierungen


    Hier kann man ihn als Guglielmo in der Fernsehaufzeichnung der Herz-Iszenierung von Mozarts "Così fan tutte" sehen und hören:


    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

  • 1841 – 180. Geburtstag von Emmanuel Chabrier (Komponist u.a.)

    Heute vor 180 Jahren wurde der französische Komponist und Pianist Emmanuel Chabrier (18.01.1841 - 13.09.1894) geboren.


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    Seine Oper "L'étoile" hat mich vor einigen Jahren an der Staatsoper Berlin sehr überzeugt.


    Hier eine französische Aufführung aus dem Vorjahr:



    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

  • 1903 – 118. Geburtstag von Berthold Goldschmidt (Komponist)

    Im Jahr 1992 kam der gebürtige Hamburger - wohl zum ersten Mal nach seiner Emigration - in seine Heimatstadt zurück. Anlass war eine Aufführung von Mahlers 10. Sinfonie, an deren Vervollständigung durch Deryck Cooke Goldschmidt beteiligt war, zudem hatte er 1964 auch die Uraufführung dieser Version dirigiert. Als Begleitprogramm fand eine Podiumsdiskussion über den grundsätzlichen Sinn (oder auch Nichtsinn) dieser Vervollständigung statt, an der auch Goldschmidt teilnahm, ein phänomenal agiler alter Herr, der interessant zu erzählen wußte und seinen Standpunkt durchaus energisch und streitbar vertreten konnte - und ganz nebenbei lebende Zeitgeschichte war. Es war irgendwo irreal, im Jahr 92 einem Menschen gegenüber zu sitzen, der bei der "Wozzeck"-Uraufführung 1925 im Orchestergraben gesessen hatte; ein Nachmittag, den ich sicher nie vergessen werde.


    Es gibt nichts Gutes, außer man tut es! (Erich Kästner)


  • 1956 – 65. Geburtstag von Christoph Prégardien (Sänger)


    Christoph Prégardien (*18. Januar 1956) ist ein lyrischer Tenor.


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    Ich bin sicherlich nicht geeignet, um über seine gesanglichen Kompetenzen zu berichten. Für mich war er vor kurzem der erste Sänger, den ich nach langer Zeit wieder neben Dietrich Fischer-Dieskau mit Freude gehört habe. Er feiert heute seinen 65. Geburtstag, zu dem ich herzlich gratuliere. :hello:



    Hier nun das erste Lied aus dem Zyklus Dichterliebe von Robert Schumann, das mir unter anderem diese Freude bereitet hat. Michael Gees begleitet ihn.





    Es wäre natürlich schön, wenn noch Berufenere gratulieren würden.

  • 1956 – 65. Geburtstag von Christoph Prégardien

    Ich möchte Christoph Prégardien ganz herzlich zu seinem Geburtstag gratulieren. In der Oper habe ich ihn eher ganz selten gehört aber wenn ein Liederabend von ihm in der Nähe angekündigt wird, lasse ich den nicht aus! Mich hat jede seiner Interpretationen in diesen Konzerte bereichert! Ich hatte immer den Eindruck, dass die gründlich durchdacht und musikalisch absolut überzeugend ausgeführt waren.
    In diesen Corona Zeiten ist man ja leider mehr seine Aufnahmen verwiesen. Mit einer Aufnahme, die ich besonders liebe, möchte ich ihn hier ehren.



    Caruso41

    ;) - ;) - ;)


    Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!

  • 1886 – 135. Todestag von Joseph Tichatschek (Sänger)

    Aufnahmen von Joseph Tichatschek kann ich nicht einstellen. Das soll mich aber nicht hindern, seinen Todestag zum Anlass zu nehmen, an ihn zu erinnern. Er war der Lieblingstenor Richard Wagners. Wagners Postulat, dass in seinen Werken mit Belcanto gesungen werden sollte, ist ohne die Erfahrung, die er mit Tichatschek in Dresden gemacht hat, überhaupt nicht vorstellbar!


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    ;) - ;) - ;)


    Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!

  • Cesar Cui, * 18. 1. 1835 - + 13. 3. 1918, war ein russischer Komponist, Musikkritiker und Offizier (Militäringenieur) der russischen Armee mit französischen Vorfahren väterlicherseits.

    Cui war der Sohn des französischen Offiziers Antoine Cui (russifiziert Anton Leonardowitsch Cui), der nach dem Rückzug Napoleons aus Moskau in Russland geblieben war, und der polnisch-litauischen Adeligen Julia Gucewicz aus der Familie des Architekten Laurynas Gucevičius (polnisch Wawrzyniec Gucewicz, nach einigen Quellen dessen Tochter).[1] Da er schon früh Interesse an der Musik zeigte, erhielt er ab dem Alter von zehn Jahren Musikunterricht, unter anderem 1850/1851 bei Stanisław Moniuszko, der sich damals in Vilnius aufhielt. 1851 trat er in die Sankt Petersburger Ingenieurschule ein; vier Jahre später wechselte er an die dortige Militärische ingenieurtechnische Universität, wo er bis 1857 Befestigungswesen studierte. Anschließend wurde er an der Ingenieursakademie Dozent für dieses Fach und 1878 Professor. In späteren Jahren wurde er zum Generalleutnant ernannt. Neben seiner Militärkarriere beschäftigte sich Cui jedoch weiterhin mit Musik: 1856 traf er mit Mili Balakirew zusammen, der ihn in den folgenden Jahren musikalisch anleitete, und setzte mit diesem den Grundstein für die so genannte Gruppe der Fünf, die auch als „das mächtige Häuflein“ bezeichnet wird. Besonders tat er sich als Musikkritiker hervor, der zunächst vehement die Ästhetik des Mächtigen Häufleins propagierte.

    https://de.wikipedia.org/wiki/C%C3%A9sar_Cui




    Cui_CuiIP_Frontispiece_600.jpg


    Heute ist sein 186. Geburtstag.


    Liebe Grüße


    Willi:)

    1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
    2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

  • 1918 – 103. Todestag von Amalie Materna (Sängerin)

    Wie der Name von Josef Tichatschek so ist auch derjenige von Amalie Materna dem heutigen Musikliebhaber vor allem in Zusammenhang mit Richard Wagner geläufig, obwohl die 1844 geborene Sängerin in den 25 Jahren ihrer Karriere an der Wiener Hofoper ein breites Repertoire von Mozart bis zu zeitgenössischen Komponisten gesungen hat, so war sie die Amneris in der ersten Wiener "Aida" und die Königin von Saba in der Uraufführung von Goldmarks Oper.

    Wagner, den sie 1874 kennengelernt hatte, übertrug ihr nicht nur die Brünnhilde im ersten Bayreuther Ring sondern auch die Kundry in der Uraufführung des "Parsifal", zudem war sie die "Walküren"- und "Siegfried"-Brünnhilde in den Wiener Erstaufführungen und verkörperte die Rolle auch in der ersten Gesamtaufführung des "Ringes" in Berlin, die im nur etwas mehr als 30 Jahre existierenden Victoria-Theater stattfand. Von 1882-1885 unternahm sie Tourneen in die USA und sang 1884/85 auch an der Met, wo sie nicht nur als Wagner-Sängerin sondern auch als Meyerbeer's Valentine und als Rachel in der dortigen Erstaufführung der "Jüdin" auftrat (beide Werke wurden in deutscher Sprache gesungen!).


    Theatermuseum: Rollenporträt: Amalie Materna

    Es gibt nichts Gutes, außer man tut es! (Erich Kästner)

  • 1943 – 78. Geburtstag von Rolf Haunstein (Sänger)

    Der Bariton Rolf Haunstein feiert heute seinen 78. Geburtstag.



    Zu DDR-Zeiten sang er an unzähligen Bühnen des Landes von der Provinz bis hin zu beiden Ost-Berliner Opernhäusern. In den 1970er und 1980er Jahren gehörte er zu den drei Solisten, die im Ensemble der Staatsoper Dresden auf den Namen Rolf hörten (neben Rolf Wollrad und Rolf Tomaszewski). Schon dort bewies eine ungeheure Repertoirebandbreite, die große italienische Fachpartien (Rigoletto, Germont, Posa, Ford, Scarpia, Michele) ebenso umfasste wie die Wagnerschen Heldenbaritonpartien (Holländer, Telramund, Kurwenal, Klingsor), aber auch Richard Strauss (Faninal) und zeitgenössisches Repertoire. Als seine beste Partie galt vielen der Beckmesser, den er auch (neben Klingsor, Faninal, Musiklehrer u.a.) häufig in Berlin sang.


    Eine Auflistung seiner bislang von mir recherchierten Dresdner Rollen findet sich hier:


    Besetzungen ausgewählter Dresdner Inszenierungen


    Nach der Wende verließ er (aus guten nichtkünstlerischen Gründen) das Ensemble der Semperoper Dresden und wurde (aus guten künstlerischen Gründen) Ensemblemitglied der Zürcher Oper, wo er noch mehr ins Charakterfach ging und alles bis hoch zum Alberich sang, und das bis weit ins 21. Jahrhundert hinein.


    Hier kann man ihn als Musiklehrer im "Ariadne"-Vorspiel an der Staatsoper Berlin hören und sehen:


    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

  • Janos Ferencsik, * 18. 1. 1907 - + 12. 6. 1984, war ein ungarischer Dirigent.

    Ferencsik studierte an der Franz-Liszt-Musikakademie in Budapest und begann 1927 als Assistent an der Budapester Staatsoper. Dort erlebte er zahlreiche Gastdirigate von Dirigenten wie Bruno Walter, Wilhelm Furtwängler und Arturo Toscanini, der ihn von der musikalischen und stilistischen Herangehensweise am meisten prägte. Nach dem Zweiten Weltkrieg leitete er 1948–1950 die Wiener Staatsoper und 1957–1974 die Budapester Staatsoper. Er war ebenfalls einer der Mitbegründer des Ungarischen Staatsorchesters und langjähriger Hauptdirigent der Budapester Philharmoniker. Mit diesen war er einerseits auf die Pflege des nationalen musikalischen Erbes bedacht, gab er sich andererseits auch seiner Liebe für die deutsch-österreichische Musik des 19. Jahrhunderts hin.

    Ferencsik erhielt 1951 und 1961 den Kossuth-Preis.

    https://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%A1nos_Ferencsik




    Heute ist sein 114. Geburtstag.


    Liebe Grüße


    Willi:)

    1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
    2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).