Was hört ihr gerade jetzt? (Klassik 2021)

  • Echt jetzt?=O Ich empfand die beiden Konzerte kompositorisch als höchstens mittelmäßig gelungen, also mit erheblichen Längen. Die Interpretationen und die Aufnahmetechnik überzeugten mich ebenfalls nicht.

    Natürlich kann man sie nicht z.B. mit Schumann vergleichen. Ich habe sie als hörenswert bezeichnet, das sind sie für mich allemal. Das muss man nicht abwerten, lieber Garaguly. Ich finde es gut, dass cpo sich auch den Nischen widmet.

    :hello:

    Wenn schon nicht HIP, dann wenigstens TOP

  • Natürlich kann man sie nicht z.B. mit Schumann vergleichen. Ich habe sie als hörenswert bezeichnet, das sind sie für mich allemal. Das muss man nicht abwerten, lieber Garaguly. Ich finde es gut, dass cpo sich auch den Nischen widmet.

    :hello:

    Was muss man nicht abwerten? Es hat nix mit Abwertung zu tun, wenn ich sage, dass mich weder die Werke selbst noch die Interpretationen und auch nicht die Aufnahmetechnik überzeugen. Es ist für mich einfach so. Ich empfinde diese Produktion als misslungen. Das ist aus meiner Sicht keine Abwertung, sondern Beschreibung des Ist-Zustandes. Und ich habe die Platte zweimal laufen lassen!

    Und mit Klavierkonzerten, die nicht in die erste Reihe gehören, habe ich sehr viel Erfahrung. Und genau diese Werke aus der zweiten Reihe sind in Sachen der Eduard-Franck-Konzerte meine Vergleichsebene gewesen - nicht Robert Schumanns Dauerbrenner. Dass Schumanns Konzert in anderer Liga spielt, war klar, bevor ich die Franck-Konzerte auch nur einmal gehört hatte. Vom Label AUDITE habe ich einige CD's mit Kammermusik von Eduard Franck, die ordentlich gearbeitet ist, aber auch nicht die Niveau-Ebene der Großen erreicht. Ich ahnte, dass das bei den Klavierkonzerten ähnlich werden würde. Aber wie gesagt: gut gemachte "Zweite-Reihe-Musik" begeistert mich. Ich orientiere mich da eher an den Konzerten, die in der Reihe "Romantische Klavierkonzerte" bei HYPERION seit jetzt dreißig Jahren erscheinen. Da sind auch nur wenige Repertoire-Schlachtrösser dabei. Die meisten der dort vorgestellten Werke stammen von weniger bedeutenden Komponisten - und genau an deren häufig ziemlich gelungene Werke musste ich beim Abhören der Franck-Aufnahme denken - und das löste dann bei mir eine gewisse Enttäuschung aus.


    Grüße

    Garaguly

  • Schon eine ganze Weile...



    Sergei Prokofiev (1891-1953)


    Concerto for Piano and Orchestra No.2 in G minor, op.16

    Concerto for Piano (Left Hand) and Orchestra No.4 in B-flat major, op.53

    Overture on Hebrew Theme for Clarinet, String Quartet and Piano, op.34


    Yefim Bronfman, piano

    Israel Philharmonic Orchestra

    Zubin Mehta

    1994

  • Mahlzeit allerseits. Dann werden wie mal sehen, wie ich die beiden Franckschen Klavierkonzerte finde :



    Eduard Franck

    Klavierkonzerte Nr 1 & 2


    Georg Michael Grau, Klavier

    Württembergische Philharmonie Reutlingen

    Fawzi Haimor

    Schenke deinen Mitmenschen ein Lächeln, und du bekommst ein Lächeln zurück.
    The Smiler

  • Mehta dirigiert weiter...



    Sergei Prokofiev (1891-1953)


    Violin Concertos No.1 & 2


    Isaac Stern, violin

    New York Philharmonic

    Zubin Mehta

    1983

  • Hier schon länger mitten im Getümmel ...



    Georg Friedrich Händel


    Messiah


    Nicole Heaston, Lynne Dawson, Magdalena Kožená, Charlotte Hellekant, Brian Asawa, John Mark Ainsley, Russell Smythe, Brian Bannatyne-Scott

    Cheour des Musiciens du Louvre

    Les Musiciens du Louvre

    Marc Minkowski

    (AD: 1997)


    Grüße

    Garaguly

  • Also, ich stehe damit zwar jetzt quer zu Freund Garaguly, aber das hat mir ausgesprochen gut gefallen. Ich hatte da nichts zu bemängeln.

    Sicher kein zweiter Schumann oder Beethoven, aber die Konzerte hatten Substanz und waren auch gut gespielt. Und vielleicht liegt es an meinen tauben Ohren, aber auch das Klangbild hat mir gefallen.

    Und ich bleibe bei der Gattung :



    Anton Rubinstein

    Klavierkonzert Nr 2 F-dur op 35

    Klavierkonzert Nr 4 d-moll op 70


    Schaghajegh Nosrati, Klavier

    Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin

    Róbert Farkas

    Schenke deinen Mitmenschen ein Lächeln, und du bekommst ein Lächeln zurück.
    The Smiler

  • Tschaikowsky Sinfonie Nr.4 F-Moll Op.36

    Takashi Asahina

    Osaka Philharmonic Orchestra

    Live:The Symphony Hall, 5.10.1990

    s-l500.jpg

    Bruckner+Wand So und nicht anders :)

  • Opernnachmittag bei mir...



    Julius Bittner (1874-1939)


    Der Bergsee

    Oper in einem Vorspiel und 2 Akten


    Eric Majkut - Kanzler des Erzbischofs von Salzburg

    Karl Kamann - Feldhauptmann von Werfen

    Alois Pernerstorfer - Oberhofer

    Julius Patzak - Grünhofer

    Günther Treptow - Steinlechner

    Eberhard Waechter - Fischer vom Bergsee

    Hilde Konetzni - Gundula


    Der Tonkünstler Chor Wien

    Das Wiener Rundfunkorchester

    Felix Prohaska

    (1953)

  • Höre mich gerade durch diese Doppel-CD. Mit der g-Moll-Symphonie gerade durch ...



    Wolfgang Amadeus Mozart


    Symphonie Nr. 39 Es-Dur KV 543

    Symphonie Nr. 40 g-Moll KV 550

    Symphonie Nr. 41 C-Dur KV 441 "Jupitersymphonie"

    Fagottkonzert B-Dur KV 191


    Anima Eterna

    Jos van Immerseel

    (AD: 18. - 20. September 2001)


    Grüße

    Garaguly

  • Amateurfilm forum und -Produktion sucht Darsteller jeden Alters und technische Mitarbeiter aus Wien

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  • Also, ich stehe damit zwar jetzt quer zu Freund Garaguly, aber das hat mir ausgesprochen gut gefallen. Ich hatte da nichts zu bemängeln.

    Das man unterschiedlicher Auffassung hinsichtlich einer Aufnahme ist, ist ja nichts Ungewöhnliches. Aber da Du nun nach nach timmiju schon der zweite hier bist, der diese spezielle Aufnahme gut findet, werde ich mir diese CD nochmal vornehmen, um mein Urteil ein drittes Mal zu überprüfen.


    Verwirrte Grüße

    Garaguly

  • Derzeit befindet sich in meinem CD-Spieler:


    Grüße aus der Nähe von Hamburg


    Norbert


    Das Beste in der Musik steht nicht in den Noten.

    Gustav Mahler


  • Brahms Sinfonie Nr.3 F-Dur Op.90

    Ein historischer Konzertmitschnitt des damaligen NDR Sinfonieorchesters (heute: NDR Elbphilharmonie Orchester) aus dem Jahr 1985. Chefdirigent Günter Wand führt Brahms' Sinfonie Nr. 3 F-Dur op. 90 in der Hamburger Musikhalle auf.


    Günter Wand, Dirigent
    NDR Elbphilharmonie Orchester
    Live-Mitschnitt vom 6. Oktober 1985 aus der Hamburger Musikhalle (heute: Laeiszhalle)


    Bruckner+Wand So und nicht anders :)

  • Ich bleibe beim Klavier und schmeiße das Orchester raus :



    Wolfgang Amadeus Mozart

    Klaviersonaten KV 282, 283 & 284


    Ronald Brautigam, Fortepiano

    Schenke deinen Mitmenschen ein Lächeln, und du bekommst ein Lächeln zurück.
    The Smiler

  • Gut - dann also auf ein Drittes! Beschränke mich aber jetzt erstmal auf das erste Klavierkonzert ...



    Eduard Franck


    Klavierkonzert Nr. 1 d-Moll, op. 13


    Georg Michael Grau, Klavier

    Württembergische Philharmonie Reutlingen

    Fawzi Haimor

    (AD: 2018)


    Grüße

    Garaguly

  • Was muss man nicht abwerten? Es hat nix mit Abwertung zu tun, wenn ich sage, dass mich weder die Werke selbst noch die Interpretationen und auch nicht die Aufnahmetechnik überzeugen. Es ist für mich einfach so. Ich empfinde diese Produktion als misslungen. Das ist aus meiner Sicht keine Abwertung, sondern Beschreibung des Ist-Zustandes. Und ich habe die Platte zweimal laufen lassen!

    Und mit Klavierkonzerten, die nicht in die erste Reihe gehören, habe ich sehr viel Erfahrung. Und genau diese Werke aus der zweiten Reihe sind in Sachen der Eduard-Franck-Konzerte meine Vergleichsebene gewesen - nicht Robert Schumanns Dauerbrenner. Dass Schumanns Konzert in anderer Liga spielt, war klar, bevor ich die Franck-Konzerte auch nur einmal gehört hatte. Vom Label AUDITE habe ich einige CD's mit Kammermusik von Eduard Franck, die ordentlich gearbeitet ist, aber auch nicht die Niveau-Ebene der Großen erreicht. Ich ahnte, dass das bei den Klavierkonzerten ähnlich werden würde. Aber wie gesagt: gut gemachte "Zweite-Reihe-Musik" begeistert mich. Ich orientiere mich da eher an den Konzerten, die in der Reihe "Romantische Klavierkonzerte" bei HYPERION seit jetzt dreißig Jahren erscheinen. Da sind auch nur wenige Repertoire-Schlachtrösser dabei. Die meisten der dort vorgestellten Werke stammen von weniger bedeutenden Komponisten - und genau an deren häufig ziemlich gelungene Werke musste ich beim Abhören der Franck-Aufnahme denken - und das löste dann bei mir eine gewisse Enttäuschung aus.

    Lieber Garaguly, danke für deine sehr ausführliche Antwort zu meinem mehr lapidaren Statement. Wir sind uns einig, das sind keine Meisterwerke, aber ich finde sie interessant und dieser Ausdruck ist wertneutral. Der Komponist ist völlig unbekannt und wird es wohl auch bleiben. Das erste Konzert ist Clara Schumann gewidmet, sie hat sich dazu allerdings nicht geäußert. Lässt tief blicken... Allerdings gefällt mir ihr Klavierkonzert gar nicht. Damit sollten wir das Thema beenden, soviel Aufmerksamkeit hat der gute Eduard Franck nun auch nicht verdient.


    Eben habe ich Musik von bekanntem Komponisten und bekannten Ausführenden gehört:

    Richard Strauss

    Till Eulenspiegels lustige Streiche

    Les Préludes

    Wiener Phiharmoniker

    Dirigent. Wilhelm Furtwängler

    :hello:

    Wenn schon nicht HIP, dann wenigstens TOP

  • Das erste Konzert ist Clara Schumann gewidmet, sie hat sich dazu allerdings nicht geäußert. Lässt tief blicken... Allerdings gefällt mir ihr Klavierkonzert gar nicht.

    Wie die Dinge doch unterschiedlich gelagert sind! - Clara Schumanns Klavierkonzert, das Dir nicht zusagt, ist bei mir positiv konnotiert. Auch dieses Werk muss ich mir kurzfristig wieder einmal zu Gemüte führen, wenn Du es schon ansprichst ..


    Grüße

    Garaguly

  • Wie die Dinge doch unterschiedlich gelagert sind! - Clara Schumanns Klavierkonzert, das Dir nicht zusagt, ist bei mir positiv konnotiert. Auch dieses Werk muss ich mir kurzfristig wieder einmal zu Gemüte führen, wenn Du es schon ansprichst ..


    Grüße

    Garaguly

    Gerade läuft ja einer der hiesigen Fäden zu den romantischen Klavierkonzerten recht ordentlich. Ich glaube, dass solche Wertungen sehr schwierig sind, sehr subjektiv und vielleicht auch stimmungsabhängig, sobald wir die Ebene der unumstrittenen Meisterwerke verlassen. Stehe ich auf einfache Melodik oder auf big tunes, wie der Amerikanist sagt - und inwieweit sind gerade big tunes durchaus einfach? Wie viel Virtuosität erwarte ich mir und wieviel Leerlauf darf dabei sein, wie viel Eigenständigkeit im Stil, wie viel Originalität der Durchführungsarbeit? Welche Rolle spielen für mich Harmonik und Rhythmik und regionale Färbung? Welches überzeitlich wichtige Konzert geht mir gerade oder schon länger auf die Nerven - und sei es noch so wichtig? Und der Überlegungen mehr.


    Es nützt mir selber gerade nichts, dass Schumann ein wirklich bedeutendes Konzert verfasst hat - ich mag's nicht hören zur Zeit. Das völlig zweitrangige Konzert einer Lydia Auster gefällt mir, so dass ich es dreimal am Tag hören könnte - bis wann auch immer. Und auf Joseph Marx stehe ich schon lange - den Einwänden zum Trotze, die ich sogar selbst durchaus so empfinde. Und Brahms zwei könnte ich eigentlich auch immer hören ...


    Allmählich reizt auch mich der Francks Eduard diesbezüglich zum "Abchecken", wie der Liebhaber der deutschen Sprache sagt :pinch:. Ginge vermutlich auch über die Tube !?


    Ergänzen will ich noch, dass Klavierkonzerte mein Kerninteresse darstellen seit Langem. Denn ansonsten könnte man ja mein Geschwätz von soeben ziemlich beliebig generalisieren.


    Musik, die mir so gar nicht gefällt, gibt es nur wenig - das könnte ich mit Garaguly gemeinsam haben.


    Gestern habe ich ein Klavierkonzert entdeckt, das ich Euch zur Aufheiterung verlinken möchte. Sonst sage ich nichts. Vielleicht habt Ihr Lust - hast Du Lust, Meister Garaguly -, was dazu zu sagen. ;)




    :) Wolfgang

    Lieber Fahrrad verpfänden denn als Landrat enden!


  • Richard Wagner
    Vorspiel und Karfreitagszauber aus "Parsifal"


    Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks
    Eugen Jochum
    Aufnahme: Herkulessaal, München, 12/1957








    Das war ursprünglich die "Beigabe" zur Ersterscheinung der LP von Bruckners Fünfter und sah so aus:


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    »Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid

  • Aus dem Paket meiner Bestellung mit günstigen Restposten unseres Werbepartners jpc wähle ich diese Scheibe:


    Michael Haydn (1737-1806) gab mit dieser Serendade in D-Dur MH 68 im Jahr 1764 seinen Einstand in Salzburg, als Familie Mozart auf Europa-Tournee war. 58 Minuten lang ist dieses Werk.


    Der Booklett-Text verdient ein grosses Lob, denn man erfährt viel über Salzburg, den Komponisten, die Dienstherren Haydns, sein Verhältnis zur Familie Mozart und die abwechslungsreiche Serenade der Aufnahme.


    Dieter Klöcker spielt die Klarinette, das Prague Chamber Orchestra wird durch Gernot Schmalfuss in dieser Weltersteinspielung aus dem Jahr 2006 geleitet.


    .

    I think laughter is preferable to tears. John Cage


    Jede Hörerin und jeder Hörer des öffentlich-rechtlichen Rundfunks hat Anspruch darauf, wenigstens einmal am Tag überfordert zu werden. Hans Winking

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  • Wolfgang

    Lieber Wolfgang. Dieses (Dritte) Klavierkonzert des Georgiers Djabadarys erschien 1980 auf LP, 1991 wurde es vom Label QUANTUM auf CD wieder veröffentlicht. Leider ist auch diese letztere Ausgabe zur Rarität geworden.

    Man hätte diesem Werk gelegentlich gedient durch etwas mehr Drive und stärkeren Kontrasten in der Interpretation...

    Ein faszinierendes, mitreissendes Werk; die beiden Ecksätze können z.B. mit dem Klavierkonzert Khachaturians verglichen werden - durch ihre folkloristische Kolorierung. Khachaturian wurde übrigens in Tbilisi (Georgien) geboren.

    Der zweite Satz (Adagio-Romance) ist einfach wundervoll; noch in der Chopin-Tradition konzipiert.

    Uraufgeführt wurde das Konzert in Paris 1925; 1927 folgte eine weitere Aufführung durch das Orchestre Lamoureux unter der Leitung von Paul Paray...

    Rezensent David Hurwitz (in seiner üblichen selbstherrlichen Arroganz) nennt es "Das käsigste Klavierkonzert der Welt".


    Auf der erwähnten CD befinden sich auch eine "Georgische Rhapsodie" (für Klavier und Orchester) und zwei kürzere Orchesterstücke.


    Alles spontane unkomplizierte Musik, die das Herz erfreuen kann - nichts für Philister!

  • Musik aus dieser feinen Box...


    CD21

    Manuel de Falla (1876-1946)

    Noches en los jardines de España


    Boshuslav Martinu (1890-1959)

    Piano Concerto No.5 "Fantasia concertante"


    Margit Weber, piano

    Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks

    Rafael Kubelik

    (1966)


  • Diese Preiser-CD habe ich in diesen Tagen mehrfach gehört. Sie ist noch lieferbar und enthält Aufnahmen des Baritons Hermann Prey aus den Jahren 1954 bis 1957 - und damit aus seiner frühen Zeit. Er ist 1929 geboren. In diesen Zeiten der erzwungenen Abgeschiedenheit greift wohl mancher tiefer in die Vorräte. Ich habe es getan und diese CD hervorgeholt. Ich ließ sie mit großem Gewinn auf mich wirken. Obwohl sich dieser Sänger bis zum Ende seiner Karriere eine gewisse Jugendlichkeit in der Stimme bewahrt hatte, sind mir seine ersten Aufnahmen die allerliebsten geblieben. Er hatte für das Fach, dem die CD gewidmet ist, die besten Voraussetzungen. Diese Eleganz, diese Leichtigkeit, diese Wortverständlichkeit! Für den Höhepunkt der Zusammenstellung erachte ich die Szenen aus dem "Nachtlager von Granada" und aus dem "Trompeter von Säckingen" - Opern, die heute ein Schattendasein führen. :(

    Es grüßt Rheingold1876


    "Was mir vorschwebte, waren Schallplatten, an deren hohem Standard öffentliche Aufführungen und zukünftige Künstler gemessen würden." Walter Legge (1906-1979), britischer Musikproduzent

  • Musik, die mir so gar nicht gefällt, gibt es nur wenig - das könnte ich mit Garaguly gemeinsam haben.

    Da hast Du völlig Recht, lieber Wolfgang - gut erkannt! Auch die Klavierkonzerte von Eduard Frsnck verabscheue ich ja nicht. Schon in meinem ersten Posting nach dem Ersthören der Franck-Konzerte gestand ich beiden Werken ja zu, über schöne Stellen zu verfügen. Nur leider läsdt Franck die Stimmung immer wieder erlahmen, es fehlt der Musik der richtige Fluss.


    Aber grundsätzlich gilt: Ich höre mir alles Mögliche an. Es gibt natürlich Schwerpunkte, die auch bei mir - wie bei so vielen anderen Taminos - im orchestralen Bereich rund um die Romantik liegen. So hege auch ich eine klare Vorliebe für die Gattung des Klavierkonzertes. Die Solo-Klaviermusik zum Beispiel spielte über viele Jahre in meiner "Hörbiografie" kaum eine Rolle - ich hatte ein paar Beethoven- und Mozartsonaten im Regal stehen und einmal im Monat hörte ich dann so ungefähr eine "Mondscheinsonate". Im Bereich des Soloklaviers hat sich erst in den letzten zehn Jahren einiges entwickelt - aber gleichziehen mit dem Klavierkonzert wird dieser Bereich bei mir noch lange nicht.


    Und jetzt zu Deiner Empfehlung, Wolfgang!


    Heraclius Djabadary (1891 - 1937)


    Klavierkonzert, op. 10


    Henri Goraieb, Klavier

    Radio-Symphonieorchester Luxemburg

    Luis de Froment

    (AD: unbekannt)


    Da Du mich so direkt auffordertest, zu diesem Konzert Stellung zu beziehen, hab ich's mir gerade nach dem Aufwachen aus den quäkenden Billig-Lautsprechern meines sechs Jahre alten Samsung-Tablets angehört (sowas mache ich wirklich nicht gerne). Der Eröffnungssatz erinnerte mich sofort an Michail Ippolitov-Iwanov und seine "Kaukasischen Skizzen". Dieser Satz hat mir aufgrund der hineinkomponierten Zitate aus - vermutlich - der Volksmusik aus der Region des Kaukasus ganz gut gefallen. Es werden recht attraktive Effekte erzielt. Für mich ist der Satz auch der Schwerpunkt des Werkes. Der langsame Satz weist einige aparte Lyrismen auf und der letzte perlte als fröhlicher Rausschmeißer vorüber. Aber das müsste ich alles in besserem Klanggewande nochmal hören. Die Interpreten schienen mir ihre Sache ziemlich gut zu machen. Andere Interpreten würde ich mir zunächst gar nicht msl wünschen. Mir würde es schon reichen, diese Aufnahme - auch wenn mir der Pianistenname gar nichts sagt - auf CD über eine meiner Anlagen mal "richtig" anhören zu können.


    Grüße

    Garaguly


  • Wie Hermann Prey, den ich weiter oben hörte, singt auch Theodor Scheidl die Szene aus dem "Nachtlager von Garanda". Anders aber nicht weniger eindrucksvoll. Scheidl verdient es durchaus, öfter gehört zu werden. Er verfügt über eine sehr kulturvolle Stimme.

    Es grüßt Rheingold1876


    "Was mir vorschwebte, waren Schallplatten, an deren hohem Standard öffentliche Aufführungen und zukünftige Künstler gemessen würden." Walter Legge (1906-1979), britischer Musikproduzent

  • Bleibe bei Kubelik...



    Antonin Dvorak (1841-1904)


    Ouvertüren

    Mein Heim, Op.62.

    Husitska, Op.67

    In der Natur, Op.91

    Karneval, Op.92

    Othello, Op.93


    Symphonische Dichtungen

    Der Wassermann, Op.107

    Die Mittagshexe, Op.108

    Das goldene Spinnrad, Op.109

    Die Waldtaube, Op.110


    Symphonische Variationen, Op.78


    Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks

    Rafael Kubelik

    (1975/76)

  • Vielen Dank an adriano und Garaguly für Eure Kommentare und Informationen!


    Es ist eine ganz eigenwillige Komposition mit einem gewissen Hang zweifellos zur Stilmelange. Mozart steht neben östlicher Folklore - völlig zwanglos. Allein das finde ich schon reizvoll und in gewisser Weise auch humoristisch - aber da mögen die Meinungen auseinandergehen. Über Hurwitz höre ich immer mal wieder mehr oder minder Seltsames; ich kenne bislang aber seine Beiträge nicht und werde es wohl dabei belassen.


    :) Wolfgang

    Lieber Fahrrad verpfänden denn als Landrat enden!

  • Jetzt habe ich mir auch Francks Zweites nochmal angehört. Fazit: Wenn schon, dann gefällt mir das Erste doch noch besser. Das zweite Konzert besitzt auch nach nun drittem Hören für mich wenig Attraktion, wenig, was meine Aufmerksamkeit fesseln könnte. Im ersten Konzert ist es vor allem der langsame Mittelsatz, der mir in seiner dunkel-romantischen Melancholie doch etwas gibt. Der erste Satz des Ersten hat so ein dramatisch-stürmisch aufrauschendes Hauptthema, das immer wiederkehrt und das mir ebenfalls gefällt - nur legt der Komponist dem Ganzen immer wieder Zügel an und bremst das, was da sich interesssnt anbahnt und Hoffnung auf einen anderen Verlauf macht, leider immer wieder aus. Und dieses "Stop-and-Go" nervt mich. Mit der Aufnahmetechnik komme ich nach wie vor nicht ganz klar. Ich kann sowas nicht so gut beschreiben, aber mir scheint, dass erstens das Orchester zu pauschal und zu wenig tiefengestaffelt eingefangen wurde und ich finde auch, zweitens, den Klang des Klaviers nicht richtig überzeugend - ob das am Instrument selbst liegt, an der Art, wie Pianist Grau es traktiert oder an der Arbeit der Tontechniker ist mir auch nicht klar. Aber in meinen Ohren stimmt da etwas nicht.



    Eduard Franck


    Klavierkonzert Nr. 2 C-Dur


    Georg Michael Grau, Klavier

    Württembergische Philharmonie Reutlingen

    Fawzi Haimor

    (AD: 2018)


    Grüße

    Garaguly

  • Hier aber nun schon mitten in Schumanns Cellokonzert ...



    Robert Schumann


    Cellokonzert a-Moll, op. 129

    Symphonie Nr. 2 C-Dur, op. 61


    Jan Vogler, Cello

    Dresden Festival Orchestra

    Ivor Bolton

    (AD: 27. - 31. Mai 2016)


    Grüße

    Garaguly

  • So, timmijus gestern formulierte Ablehnung des Clara-Schumann-Konzertes ließ in mir den Wunsch entstehen, es mir auch mal wieder anzuhören. Mir liegen mehrere Einspielungen dieses Werkes vor. Ich greife zu einer ganz neuen aus den Stapeln der Ungehörten.



    Clara Schumann


    Klavierkonzert a-Moll, op. 7


    Gabriela Montero, Klavier

    National Arts Centre Orchestra Canada

    Alexander Shelley

    (AD: 2019)


    Grüße

    Garaguly

  • Banner Interviebanner 1 Gelbe Rose