Cipriani POTTER - Sinfonien - Orchesterwerke

Alfred_Schmidt · 18 Beiträge · letzte Antwort von Ulli

  • Cipriani POTTER 1838



    Das wird vermutlich ein interessantes - aber auch schwieriges Thema.Es gab schon einst diverse Aufnahmen mit dem BBC Ulster Orchestra und auch mit dem Milton Keynes Chamber Orchestra (Ich besitze von letzterem eine CD eines chinesischen Labels mit 2 Sinfonien*) Alles inzwischen seit langem gestrichen und zur Zeit der Forengründung (2004) gab es weder eine Aufnahm mit Werken von Potter, noch irgendeinen Hinweis auf dessen Existenz - auch nicht bei Wikipedia. Das hat sich inzwischen geändert, wir verfügen über einen Lebenslauf, im Rahmen der Hyperion Serie "Das Romantischde Klavierkonzert eine CD mit Aufnahmen des KK Nr 2 und 4


    Das romantische Klavierkonzert - Hyperions Megaserie - Vol 1 - 80

    Das romantische Klavierkonzert - Hyperions Megaserie - Vol 1 - 80


    und seit kurzem eine Aufnahme der Sinfonie Nr 1, über die ich in den nächsten Tagen ein paar Zeilen schreiben werde.


    Wir sind hier nun bei der Übersicht über alle Sinfonien angelangt.

    Überliefert sind davon 9 Stück.

    Auf Grund der Nummerierung schliesst man, daß eine verloren gegangen ist, denn es existiert eine Nr. 10

    Ich halte das nicht für zwingend, wenn man die Nummern genauer betrachtet, sondern ich halte die "verlorene" 10. Sinfonie für ein Phantom, etwa vergleichbar mit Schuberts "Gasteiner" Sinfonie, der man über Jahrzehnte nachjagte, die es aber nach heutigen Erkenntnissen nie gegeben hat.


    Im Falle von Potter Sinfonien gibt es 3 Typen:


    a) Sinfonien, die von Potter keine Nummer zugewiesen bekommen haben. Die Nummerierung erfolgte vermutlich bei der Veröffentlichung

    b) Sinfonien die von Potter eine Nummer zugewiesen bekommen haben, die dann nachträglich übernommen wurde

    c) Sinfonien, die von Potter eine Nummer zugewiesen bekommen haben, die später indes umnummeriert wurden.....


    Wie man sieht ein ziemliches Durcheinander - was mich zu der Annahme veranlasst hat, daß - bedingt durch die ziemlich willkürliche Nummerierung - einfach eine Nummer ausgelassen wurde, die nun als verloren gilt, die es aber vielleicht nie gegeben hat....


    Ich gehe davon aus (kann mich aber irren), daß cpo eventuell eine Gesamtausgabe der Sinfonien plant (eigentlich sind es erneut BBC Aufnahmen) und werde daher aus pragmatischen Gründen deren Zählung folgen.


    mfg aus Wien

    Alfred



    *) hier folgt ein Nachtrag im nächsten Beitrag.

    SPARE IN DER NOT - DA HAST DU ZEIT DAZU



  • Hier nun, bevor ich mich im nächsten Beitrag der Neuaufnahme der 1. Sinfonie widme, ein Interessanter Nachtrag.

    Die hier gezeigte Aufnahme besitze ich seit etwa 1990. Etwa um 2004 begann sie zu vergilben und ich habe im Internet gesucht ob man sie wo erneut kaufen kann und ob sie Teil einer Gesamtaufnahme oder zumindest Seiesei. -Negativ.

    Das Label sei erloschen etc..

    HEUTE, im Rahmen einer Recherche für diesen Thread fand ich sie völlig überraschend gelistet, mit Originalcover und -firma mit dem Vermerk: erschienen 2016. Lieferzeit mehr als 4 Wochen.

    Das Label ist übrigens aus London und heisst UNOCORN-CANCHANA (was mich vermuten liess, es sei aus China)

    Zitat

    Rezensionen

    Gramophone 3 / 90: "Diese CD empfehle ich wärmstens jedem Hörer mit einem Sinn für musikalische Raritäten. Auch wenn es keine 'große Musik' ist, ist sie dessenungeachtet doch sehr attraktiv und lohnenswert; das Spiel des Milton Keynes Chamber Orchestra (...) ist bewunderungswürdig ... . Möglicherweise
    bevorzugt die Aufnahmebalance ein wenig die Bläser, aber das trifft gleichermaßen auch auf Potters Orchestrierung zu."

    Mir persönlich gefällt der Klang sogar besser als jener der Sinfonie Nr 1 (Kurzbericht folgt vermutlich morgen)

    Aber durch die Möglichkeit des Hineinhörens in die jeweiligen clips kann sich jeder selbst ein Urteil bilden....

    SPARE IN DER NOT - DA HAST DU ZEIT DAZU



  • Hier nun ein erster Eindruck der neuen Aufnahme der Sinfonie Nr 1 von Cipriani Potter, die am 29.Mai 1826 uraufgeführt wurde. Andere Quellen nnen 1819 als das Jahr der Komposition. Sie ist indes unbestritten die erste voll durchkomponierte Sinfonie Potters


    Es gab auch Vorübungen. Generell ist- ich deutete es schon im Einführungsbeitrag an - es schwierig, Jahre und Numnmerierungen bei Potter fix zu nennen, denn es gab zahlreiche Umnummerierungen und - letzteres habe ich erst heute nachlesen können - zahlreiche Revisionen. Dazu wird gelegentlich angenommen, daß MEHRERE Sinfonien verlorengegangen sind. Sollte diese These Stimmen so wären es ursprümglich mehr als 9 oder 10 gewesen. Es ist aber auch möglich, daß es sich dabei vom Komponisten verworfene Stadien der Umarbeitungen gehandelt hat (?)


    Und ich gestehe, daß mein Gesamteindruck zwiespältig ist. Das Booklet spricht über den Beginn des ersten Satzes von einem "furiosen Allegro con spirito Auftakt" - und natürlich kann man es auch so sehen. Ich empfand es eher als lärmendes Tohowabohu, plärrend und schreiend, als ob das Orchester überfordert wäre.

    Etwas blechern im Klang - vor allem bei den Forte -Stellen.

    Hier muß man allerdings einschränken sagen, daß dies die "Schattenseite" meines ansonst heiss geliebten Röhrenverstärkers in Cerbindung eines Canon Vento 809 LS-Paares, welche Eigenheiten einer Aufnahme leicht betont, was üblicherweise zu eine frappant natürlichen Wiedergabe führt, aber auch Fehler, wie zu schnell ausgeblendete Aufnahmen und künstlicher Nachhall und sonstige Verfärbungen betont. Im youtube Clip über KH sind die von mir beanstandeten Eigenschaften wesentlich milder...

    Als Ausgleich folgt ein eingängies Andante, quasi Allegretto und auch der dritte Satz Tempo di Menuetto und Trio sind betörend. Der Finalsattz ist dan wieder etwas dramatischer (Allogro con tanto), ähnlich dem ersten , aber doch nicht so ausgeprägt - oder ich habe mich schon eingewöhnt.

    Beethoven, den Potter (1817) in wien besuchte (dessen Bewunderer er war) hatte übrigens eine hohe Meinung von Potters Kompositionstalent und meinte in einem Brief an Ferdinand Ries, Potter sei vermeintlich "ein guter Mensch"

    Allen Einwänden zum Trotz hoffe ich, daß es zu eine Gesamtaufnahme der Sinfonien kommt, denn Potter ist bis heute weit unterschätzt...


    Der Ordnung halber halte ich fest, daß man die Tontechnik dieser Aufnahme durchwegs lobt............


    mfg aus Wien

    Alfred

    SPARE IN DER NOT - DA HAST DU ZEIT DAZU



  • Und ich gestehe, daß mein Gesamteindruck zwiespältig ist. Das Booklet spricht über den Beginn des ersten Satzes von einem "furiosen Allegro con spirito Auftakt" - und natürlich kann man es auch so sehen. Ich empfand es eher als lärmendes Tohowabohu, plärrend und schreiend, als ob das Orchester überfordert wäre.

    Hallo Alfred,


    ich habe mir gerade auf YT die Sinfonie Nr.1 angehört und war positiv überrascht, dass es zu Beethovens Zeiten auch mal einen Komponist gibt, der ähnlich zupackend komponiert und keine frühklassische Säuselstunde abliefert. Besonders den 1.Satz fand ich sehr kurzweilig und angemessen (alles andere als "lärmendes Tohibabohu"). Es dürfte auch nicht verwundern, dass ich den letzten Satz Allgegro non tanto dann auch wieder ganz gut fand.


    Howard Griffiths ist mir als ganz ausgezeichneter Dirigent bekannt, der das Beste aus Partituren herausholt. Gute sehr ausgewogene Aufnahme von cpo.

    Nur auf YT sind Störungen zu hören, die sich wie von Kratzware (LP) abgespielt anhören.



    Ich habe auch mal kurz in die Sinfonie Nr.3 reingehört. Nach einem düsteren Anfang ging es dort auch :thumbup: ordentlich zur Sache.

    Es spielt das Ulter Orchestra / Jerzy Maksymiuk (Aufnahme von 1995)

    Gruß aus Bonn, Wolfgang

  • Damit man sich selbst einen Eindruck verschaffen kann:




    Konnte nur in den Anfang reinhören, würde aber bestätigen, dass es durchaus zupackende Musik ist

  • Die Ähnlichkeit mit Beethoven habe ich auch festgestellt, sie wird allerdings nicht erwähnt, es werden Vorgriffe auf Mendelssohn, Schubert und Spohr beschrieben (wobei ich Spohr bislang meist als langweilig empfunden habe.)


    Es ist IMO gut, daß man so unterschiedliche Eindrücke haben kann.

    Im Booklet wird beispielsweiser der "verhängnisvoll-einflußreiche" Musikkritiker John Alexander Fuller Maitland genannt, der in seinem Buch "English Music of the 19. Gentury" sich auf die Erwähnung Potters in Bezug auf seine akademischen Funktionen beschränkt....


    mfg aus Wien

    Alfred

    SPARE IN DER NOT - DA HAST DU ZEIT DAZU



  • Ich höre Potter nur sehr selten. Sein Kompositionsstil höre ich dabei stets als an Beethoven geschult, aber oft auch ähnlicher zu Mendelssohn. Interessant ist sein Werk schon, als eine unbekannte Stimme dieser Zeit von Beethoven über Spohr bis Mendelssohn und Schumann.

    Wenn ich das richtig sehe, hat cpo noch nicht alle Sinfonien, sondern lediglich fünf (Nr. 1-3 & 7-8 nach Wikipedia-Nummerierung) veröffentlicht. Ob das noch zu Ende geführt wird...?


    Beste Grüße von Tristan2511


    "Glaubt er, dass ich an seine elende Geige denke, wenn der Geist zu mir spricht?"

    (Beethoven zu Schuppanzigh)

  • Für ihre Entstehungszeit 1819 (revidiert 1826) klingt das Teil doch schon recht kurios modern im Vergleich zu Beethoven und Schubert - man könnte meinen, das Werk sei weit nach 1828 entstanden (?). Dem stellt sich entgegen, daß es „noch“ ein Menuett gibt.

    „Dem Klavier erzähle ich das, was ich Dir oft sagen würde.“
    (F. Chopin an Tytus)

  • Ja und die gelegentlichen Anflüge von Italianata, die bei Potter in der Familie liegen, klingen auch irgendwie nach Rossini bzw. rossinigeküssten Schubert.

    Eine sehr vielseitige Mischung jedenfalls!

    Beste Grüße von Tristan2511


    "Glaubt er, dass ich an seine elende Geige denke, wenn der Geist zu mir spricht?"

    (Beethoven zu Schuppanzigh)

  • Ob das noch zu Ende geführt wird...?

    Schaut doch ganz gut aus. Die BBC ist mit im Spiel, ebenso Howard Griffiths

    Zudem lässt cpo (und das ist ein Kompliment!!) nicht locker, wenn sie sich einmal an einem Komponisten festgefressen haben.


    Cypriani Potter. Da gibts eine "persönliche" Geschichte. Ich erwarb vor gefühlten 30 Jahren die hier gezeigte CD (und ich glaub das war schon ein Abverkauf - in Wien gabs damals einen "Ramschladen" der ausschliesslich CDs mit unbekannten Komponisten im Programm hatte, die im allgemeinen aus "unverkäuflich" galten - dort hab ich mich gelegentlich eingedeckt - und das zum Billigstpreis)

    Ich fand damals es klingt wie eine Mischung aus unbekanntem Schubert und unbekanntem Beethoven (???) - und als ich (2002) Internetanschluss hatte suchte ich verzweifelt nach Label und Komponisten, da die CD unter dem berüchtigten Bronzing litt.

    Es gab damals keinen Wikipedia-Eintrag zu Potter, der Komponist schien ein Phantom zu sen, ditto das Label Unicorn (eigenlich: Unicorn-Kanchana) Inzwischen gibt es für beide einen Wikipedia-Eintrag......


    mfg aus Wien

    Alfred

    SPARE IN DER NOT - DA HAST DU ZEIT DAZU



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  • Soeben habe ich mir die Sinfonie Nr 8 (nach Zählung des Komponisten), (Nr 5 nach WIKIPEDIA Nummerierung)

    nach jahrelanger Pause wieder angehört und leite hiermit ein über etlich Wochen geplantes Hörprogramm der Sinfoninen Potters ein.

    Die Wahl gerade dieser Sinfonie hat zwei Gründe: Zum ersten wollte ich mich vergewissern ob meine seinerzeitige Begeisterung für das Werk noch gegeben ist, zum zweiten wollte ich über prüfen ob, die CD (sie begann - wie viele englische CDs der 1990er Jahre - durch eine Fertigungsfehler des Presswerks zu "bräunen) überhaupt noch abspielbar ist. In der Tat: Sie ist es - und das ohn irgendeine klangliche Beeinträchtigung.

    Den einstigen Vergleich mit Beethoven lasse ich noch - allerdings sehr bedingt - gelten, eher unterschwellig als auffällig.

    Besser wäre hier "Zwischenstufe zwischen später Wiener Klassik und Frühromantik" Potter hatte ja während seines achtmonatigen in Wien (1817) Wiener Aufenthalts Beethoven bein Fürsten Lichnovsky kennengelernt. Dieser lehnte ab, ihm Kompositionsunterricht zu geben und verwies ihn an den von ihm geschätzen und allgemein Berühmten Komponisten und Musikpädagogen Emanuel Aloys Foerster (1748-1823) Ob Potter den Rat befolgt hat ist mir nicht bekannt. Ungeachtet dessen sah Beethoven einige seiner Werke durch und gab ihm Kommentare.


    Zur Aufnahme. Das heute offensichtlich nicht mehr existierende Milton Keynes Chamber Orchestra unter seinem Dirigenten (und Orchestergründer ?)Hilary Dawan Wetton* hat einen warmen ausgewogenen Klang. Die Sinfonie wird überzeugend dargestellt. Mein Lieblingssatz ist der dritte mit seinen betörenden Bläserpassagen. (Hier emanzipiert sich Potter endgültig von jeglichen potentiellen Vorlagen)


    Auch wenn die CD längst gestrichen ist, können Interessierte die Sinfonie via youtube anhören:



    mfg aus Wien

    Alfred


    *Hilary Dawan Wetton (*1943) war unter anderem 34 Jahre lang Artistic Director and Principal Conductor of the City of London Choir und gin 2023 in Pension.- https://www.hilarydavanwetton.co.uk/

    SPARE IN DER NOT - DA HAST DU ZEIT DAZU



  • Heute habe ich mit die Sinfonie angehört, welche auf dieser CD als Nr 10 bezeichnet ist. Eine Nummerierung vom Kpmponisten, aus einer Zeit wo, noch 10 Sinfonien erhalten waren (eine ist verloren)Ich habe sie seit Ewigkeiten (Jahrzehnten) nicht mehr gehört, und ich wollte prüfen, aber der Zauber von dereinst (auf mich) noch vorhandens ist. Das Erggebnis: Ja und nein. Die zuvor gehörte Nr 8 gefällt mir besser. 'Ich habe dereinst mit Beethoven und Schubert verglichen. Im Kern ist da was dran. Aber es fehlt etwas , das sowohl Schubert und (insbesondere) Beethoven beherrschen: Dramatischen Klang zu erzeugen ohne spröde zu werden. Es gibt Versuche Potters in diese Richtung - aber sie gelingen IMO nur halbherzig. Wie viele seiner Zeitgenossen, erreichen sie den polternden "Beethoven-Ton" - allerdings unter teilweiser Einbusse des schönen Klanges. Eine Ausnahme macht hier der Finalsatz, Auch er ist stellenweise feurig aufbrausend, aber das ohwurmartige tänzerisch beschwingte Grundthema ist hier eine ideale Ergänzung - oder , wenn man so will - ein korrektiv.

    Bei allen Einschränkungen: Potters Sinfonien sind es wert gehört zu werden.


    mfg aus Wien

    Alfred

    SPARE IN DER NOT - DA HAST DU ZEIT DAZU



  • Eine heutige Hörsitzung bestätigte meine subjektive Meinung zu Potters Sinfonie Nr 1: Vor allem im ersten Satz ziemlich chaotisch, danach gepflegter. Gute Ware von der Stange.Vollig anders hingegen

    Introduzione e Rondo (alla militaire) in E-flat major for Piano & Orchestra.
    Hier ist Potter, der ein ausgezeichneter Pianist war, in seinem Element.Ein knapp 20 minütiges Stück in zwei Sätzen, das mit Pseudo-Pomp und spielerisch perlenden Passagen aufwartet und sofort ins Ohr geht. Angeblich hat Potter bei seinen Konzertauftritten solche Werke gern mit eingebaut.

    Ich war jedenfalls ganz hingerissen: Spielerische Leichtigkeit ohne ins Seichte abzugleiten.

    Hirt ein Sample diese Stücks:



    mfg aus Wien

    Alfred

    SPARE IN DER NOT - DA HAST DU ZEIT DAZU



  • Hier kommt etwas Neues:



    Sinfonie g-moll (1832)
    Sinfonie D-Dur (1834)

    Duo concertant A-Dur op. 14 für Violine, Klavier & Orchester


    BBC National Orchestra of Wales
    Howard Griffiths

    „Dem Klavier erzähle ich das, was ich Dir oft sagen würde.“
    (F. Chopin an Tytus)

  • Verdienstvoll. Und doch frage ich mich mittlerweile, wieso cpo bei einem Komponisten mit diesem Jahrgang (1792) kein authentisch besetztes Orchester für diese Serie genommen hat.

    »Das ist sehr groß, ganz toll! Man möchte sich fürchten, das Haus fiele ein.«

    – Goethe über den Kopfsatz der 5. Sinfonie von Beethoven

  • Und doch frage ich mich mittlerweile, wieso cpo bei einem Komponisten mit diesem Jahrgang (1792) kein authentisch besetztes Orchester für diese Serie genommen hat.

    Das frage ich mich auch; deswegen werden sie auf dem Kram sitzen bleiben.

    „Dem Klavier erzähle ich das, was ich Dir oft sagen würde.“
    (F. Chopin an Tytus)

  • Das frage ich mich auch; deswegen werden sie auf dem Kram sitzen bleiben.

    Das glaube ich nicht. Schließlich bleiben "die" auch nicht auf den heute aufgenommenen Mozart Sinfonien und Konzerten sitzen - ebensowenig wie auf Beethoven. Es gibt ja auch zahlreiche Leute die "HIP" eher abschreckt. HIP ist ja izwischen weitgehend akzeptiert - nicht aber von allen geliebt.

    Dass Aufnahmen nicht verkauft werden, nur weil sie sich nicht dem "HIP Diktat" unterwerfen - war en (un)frommer Winsch der "Hardliner" unter den Hip-Anhängern. Aber das hat es nicht gespielt und wird es auch nicht spielen. die Zeiten sind vorbei.


    mfg aus Wien

    Alfred

    SPARE IN DER NOT - DA HAST DU ZEIT DAZU



  • Wir werden sehen. Steter Stein höhlt den Tropfen.

    „Dem Klavier erzähle ich das, was ich Dir oft sagen würde.“
    (F. Chopin an Tytus)