"Der Freischütz" wird 200

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    Zweihundert Jahre "Freischütz": Die Oper von Carl Maria von Weber wurde am 18. Juni 1821 im Königlichen Schauspielhaus zu Berlin uraufgeführt. Nach zeitgenössischen Berichten war der Erfolg beispiellos. Ouvertüre und Jungfernkranz mussten wiederholt werden. Alsbald wurde das Werk zu Recht als erste deutsche Nationaloper bezeichnet. Der Pulverdampf der Befreiungskriege war noch nicht ganz verflogen. Die Märzrevolution, die allerdings erst 1848 einsetzen sollte, lag in der Luft. Vor diesem historischen Hintergrund erklärt sich die Bedeutung des Werkes. Es ist davon auszugehen, dass einer neuerliche Beschäftigung mit dem "Freischütz" auf Opernbühnen durch die Pandemie Grenzen gesetzt wurden. Dennoch gibt es Projekte.


    Dresden, wo Weber von 1817 an künstlerisch wirkte, fühlt sich seinem Werk stark verpflichtet. Aus der Semperoper verlautet folgender Text: Das Historische Archiv der Sächsischen Staatstheater lädt ab dem 18. Mai 2021 unter dem Titel "Freischütz im Visier" zum virtuellen Streifzug durch 200 Jahre Rezeptionsgeschichte von Carl Maria von Webers Oper ein. Am Jubiläumstag der Uraufführung, dem 18. Juni 2021, ergänzt die Semperoper Dresden die Spurensuche mit dem Stream ihres Repertoirestücks in der aktuellen Inszenierung. ... Vor zweihundert Jahren, am 18. Juni 1821, kam in Berlin die Oper "Der Freischütz" von Carl Maria von Weber – seit 1817 Kapellmeister und Direktor der deutschen Oper am Dresdner Hoftheater - zur Uraufführung. Wenige Monate später, am 26. Januar 1822, hob sich im Königlich Sächsischen Hoftheater der Vorhang für die Dresdner Premiere unter der Musikalischen Leitung des Komponisten. Als bemerkenswertes Ereignis in der Historie der Sächsischen Staatsoper hat "Der Freischütz" mit seither annähernd 1.500 Vorstellungen einen festen Platz im Semperoper-Repertoire und ist zugleich Dresdens meistgespielte Oper. Anlässlich des 200. Jubiläums der Uraufführung spürt das Historische Archiv der Sächsischen Staatstheater auf einem virtuellen Streifzug der Rezeptionsgeschichte von Webers Oper an authentischen Orten nach. In Anlehnung an die sieben magischen Kugeln des Jägerburschen Max lässt sich ab Dienstag, dem 18. Mai 2021, in sieben Video-Etappen mit Gesprächen, Exponaten, Tonbeispielen und ergänzenden Textbeiträgen die Spur des Werks mit Bezug zur Semperoper nachverfolgen.


    Mehr Informationen, wenn man diesem Link folgt.

    Es grüßt Rheingold1876


    "Was mir vorschwebte, waren Schallplatten, an deren hohem Standard öffentliche Aufführungen und zukünftige Künstler gemessen würden." Walter Legge (1906-1979), britischer Musikproduzent

  • Zitat

    Berlin, den 1. März 1822.

    Haben Sie noch nicht Maria von Weber’s „Freischütz“ gehört? Nein? Unglücklicher Mann! Aber haben Sie nicht wenigstens aus dieser Oper „das Lied der Brautjungfern“ oder „den Jungfernkranz“ gehört? Nein? Glücklicher Mann!

    Heinrich Heine

    ..., eine spezifisch deutsche Kultur ist, jenseits der Sprache, schlicht nicht identifizierbar.
    -- Aydan Özoğuz

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    So will das Konzerthaus in Berlin am authentischen Ort der Uraufführung das Jubilläum begehen: Mit einer neuen Deutung des - wie es heißt - weltweit für ihre avantgardistischen Operninszenierungen gefeierte katalanische Theatergruppe La Fura dels Baus. Auf der Seite des Hauses beschreibt Regisseur Carlus Padrissa die Inszenierung als "Reise zu den Wurzeln der Oper", wo Mythos, Geschichte und aktuelle Realität des Waldes aufeinander träfen: "Leider liegen die Wälder und ihre gesamten Ökosysteme im Sterben. Klimawandel und menschliches Dazutun löschen sie aus, durch Hitze, Dürren, Feuersbrünste, Termitenplagen und Pilzbefall. Deutschland ist zu einem Drittel von Wald bedeckt, das sind 11,4 Millionen Hektar. Seit Jahrhunderten haben sich die Deutschen mit ihren Wäldern identifiziert – in mythologischer und sogar in spiritueller Hinsicht. Die Wälder sterben und mit ihnen ein Teil der deutschen Seele. In unserer neuen Produktion des Freischütz graben wir uns tief in dieses beunruhigende ökologisch-soziale Thema hinein. Dabei wird der Große Saal zu einer mythenerfüllten Installation."


    Eine Koproduktion von RBB und Accentus Music in Zusammenarbeit mit ARTE.

    Livestream am 18. Juni 2021 um 19.00 Uhr auf ARTE Concert und konzerthaus.de

    Der Termin der TV-Ausstrahlung bei ARTE wird noch bekannt gegeben.


    Hier die genaue Besetzung.

    Es grüßt Rheingold1876


    "Was mir vorschwebte, waren Schallplatten, an deren hohem Standard öffentliche Aufführungen und zukünftige Künstler gemessen würden." Walter Legge (1906-1979), britischer Musikproduzent

  • Vielen lieben Dank für den Sendehinweis, werter Rheingold1876.


    Der Freischütz gehört zu meinen Lieblinhsopern und wird daher nicht verpasst.:)



  • "Der Dresdner Freischütz": So titelte Hänssler eine CD-Produktion, die noch immer zu haben - und meinerseits auch zu empfehlen ist. Gerade im Jubiläumsjahr hätte sie neue Aufmerksamkeit verdient. Sie gelangte 2012 vollständig auf den Markt, nachdem es bereits Veröffentlichungen ohne die Dialoge gab. Die Dialoge aber gehören in dieser oder jener Form für mich dazu. Man kann sie belächeln oder kritisieren, sie bleiben immanenter Bestandteil dieser Oper und sollten respektiert werden. Ich habe mal in meinen Unterlagen digital geblättert und einen Text gefunden, den ich nicht für TAMINO verfasste. Dresdner Freischütz also! Die Verortung im Titel mag ungewöhnlich sein und auch etwas anmaßend anmuten, gerechtfertigt ist sie allemal. Die Produktion von 1951, einem Weber-Jahr (125. Todestag), dürfte zumindest im Osten Deutschlands nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges ein Neubeginn in der Auseinandersetzung mit der berühmten Oper gewesen sein.


    Dresden gilt als eine der wichtigsten Weber-Städte. Obwohl es bereits 1949 Nachkriegs-Aufführungen gab, wurde schon zwei Jahre später eine Neuproduktion auf die Bühne gebracht. Während der "Fidelio" zur Eröffnung des Großen Hauses 1948 (die erhaltenen Fragmente sind ebenfalls bei Hänssler erschienen) live im Rundfunk übertragen und dabei aufgezeichnet wurde, wurde, gingen die Produzenten diesmal ganz neue Wege. Das Ensemble zog ins Aufnahmestudio des Mitteldeutschen Rundfunks, zu dem der Steinsaal des Dresdener Hygienemuseum umfunktioniert worden war. Dort war es technisch auch möglich, ein gewisses Pseudo-Stereo zu erzielen. Aufnahmeleiter war übrigens HANS HENDRYK WEHDING, der auch komponierte und mit seinem Zwischenspiel aus "Der goldene Pavillon" Berühmtheit erlangte. Die Agathe wurde von ELFRIDE TRÖSCHEL gesungen, das Ännchen von IRMA BEILKE. Max war BERND ALDENHOFF, Kaspar KURT BÖHME. Eine der größten Bassbaritonhoffnungen der Nachkriegszeit, WERNER FAULHABER, sang den Kuno. Er sollte bereits 1953 mit 26 Jahren tödlich verunglücken. Am Pult der Staatskapelle stand RUDOLF KEMPE. Hänssler konnte erstmals auf die originalen Bänder bei einer sehr behutsamen Restaurierung zurückgegriffen. Für die Hörer von heute zahlt sich das aus. Über die Jahre geisterte dieser "Freischütz" nämlich immer wieder mal auf dem grauen Markt umher, gelegentlich sogar als Konzertmitschnitt ausgewiesen, was Unsinn ist. Selbst der gewöhnlich sehr zuverlässigen Führer durch Operngesamtaufnahmen von Karsten Steiger geht von einem gekürzten Live-Mitschnitt aus dem Jahre 1950 aus. Die Edition setzt nicht nur die in anderen Veröffentlichungen immer gestrichenen Dialoge wieder ein, die hörspielartig angelegt sind, sie stellt auch die Fakten wieder her. Wie oft bei Hänssler gleicht das Booklet auch diesmal einem kleinen Bildband. Es finden sich viele spannende Texte, historisches Bildmaterial und Fotos aus der Aufführung. Als Bonus gibt es einen Ausschnitt aus einem Interview mit dem Bühnenbildner KARL VON APPEN, der später am Berliner Ensemble eng mit Bertolt Brecht zusammenarbeitete, sowie Ausschnitte aus der Dresdener Freischütz-Aufnahme von 1944. Bereits damals war Böhme der Kaspar, die Trötschel hingegen noch das Ännchen. Auch diese Produktion hält der Markt noch bereit:


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    "Was mir vorschwebte, waren Schallplatten, an deren hohem Standard öffentliche Aufführungen und zukünftige Künstler gemessen würden." Walter Legge (1906-1979), britischer Musikproduzent

  • Ergänzend kann noch auf eine CD hingewiesen werden, die zum Jubiläum der Uraufführung von Webers „Freischütz“ im heutigen Konzerthaus Berlin erschienen ist:


    Dem bedeutenden romantischen Komponisten ist eine Jubiläums-CD mit Ouvertüren, Arien und seinem brillante Klavierstück f-Moll gewidmet, die am 7. Mai bei Alpha Classics erschien.

    Das Konzerthausorchester Berlin leitet Chefdirigent Christoph Eschenbach, Pianist Martin Helmchen und Sopranistin Anna Prohaska komplettieren als ehemaliger und aktuelle Artist in Residence der Saison 2020/21 die Produktion.


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    Konzerthausorchester Berlin

    Christoph Eschenbach Leitung

    Anna Prohaska Sopran

    Martin Helmchen Klavier


    CARL MARIA VON WEBER

    • Ouvertüren (Oberon, Der Freischütz, Rübezahl)
    • Arien aus Der Freischütz
    • Konzertstück für Klavier und Orchester op. 79


    Caruso41

    ;) - ;) - ;)


    Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!

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    Offenbar aus gegebenem Anlass wurde gestern im tschechischen Rundfunk der Mitschnitt eines Gastspiels der Komischen Oper Berlin 1956 mit dem "Freischütz" in Prag gesendet. Leider ist mein private Aufnahme nicht geglückt. Ich habe zumindest teilweis und etwas nebenbei mitgehört. Den Hinweis hatte Stimmenliebhaber gegeben. Die Besetzung der wichtigsten Rollen:


    Ottokar: Gerhard Niese

    Kuno : Erich Blasberg

    Agathe: Anny Schlemm

    Ännchen: Sonja Schöner

    Kaspar: Gerhard Frei

    Max: Hanns Nocker

    Eremit: Herbert Rößler


    Dirigent: Meinhard von Zallinger


    Offenbar hat das Label Supraphon damals die Gelegenheit ergriffen und einige Szenen unter Studiobedingungen eingespielt. Sie sind bei diversen Anbietern digital verfügbar. Hier "Und ob die Wolke sie verhülle" mit der Schlemm:



    Neben der Single mit den beiden Damen Schlemm und Schöner muss es aber noch eine weitere größere Platte gegeben haben, denn ihn meinem Bestand ist die Überspielung folgender Szenen:


    1 Hier im ird'schen Jammertal


    2 Schweig, damit dich niemand warnt


    3 Schelm, half fest!


    4 Kommt ein schlanker Bursch' gegangen


    5 Wie nahte mir der Schlummer


    6 Und ob die Wolke sie verhülle



    Agathe ANNY SCHLEMM


    Ännchen SONJA SCHÖNER


    Kaspar GERHARD FREI


    Orchester der Komischen Oper Berlin


    Dirigent MEINHARD VON ZALLINGER

    Es grüßt Rheingold1876


    "Was mir vorschwebte, waren Schallplatten, an deren hohem Standard öffentliche Aufführungen und zukünftige Künstler gemessen würden." Walter Legge (1906-1979), britischer Musikproduzent

  • Wer nicht in den Kisten mit Aufnahmen kramen will, die selbst schon historisch sind, kann zu der neuen Aufnahme der Dirigentin Laurence Equilbey greifen. Es handelt sich leider nicht um eine komplette Aufnahme der ganze Oper, sondern nur um die "Höhepunkte" und nennt sich etwas sonderbar "THE FREISCHÜTZ PROJECT". Man bekommt eine CD mit den Tonaufnahmen (79 Minuten). und eine DVD mit Szenen einer Inszenierung des Theatre de Champs-Elysees (die habe ich noch nicht angesehen).


    Auf jeden Fall ist die CD mit den Tonaufnahmen echt eine Bereicherung des Angebots. Das ist an erster Stelle der engagierten Dirigentin und ihrem - auf historischen Instrumenten musizierenden - Insula-Orchester zu danken. Selten klang die Musik Webers so frisch, transparent und lebendig. Zudem sind die Hauptrollen eindrucksvoll gesungen. Vor allem der Senkrechtstarter Stanislas de Barbeyrac ist ein Tenor, der den lyrischen Anforderungen der Partie genau so gerecht wird wie der heroischen. Seine Gestaltung des Max finde ich überzeugender als die von Schager, O'Neill, Wottrich, König und anderen, die dafür zuletzt aufgeboten wurden. Johanni van Oostrum singt die beiden Soli der Agathe mit einem schönen fülligen Sopran und begeistert auch mit einem langen Atem und sinnfälliger Phrasierung. Man vermisst allenfalls den gewohnten deutschen Ton und innigem Ausdruck. Aber glaubhaft und berührend ist ihre Förster-Tochter gleichwohl. Vladimir Baykov fehlt leider die dunkle Farbe und Dämonie für den Kaspar. Dafür imponiert Christian Immler mit einem warmherzigen Eremiten!



    Caruso41

    ;) - ;) - ;)


    Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!

  • Lieber Caruso, Deiner Empfehlung bin ich umgehend gefolgt und habe mir die Aufnahme bei Spotify angehört. Dafür ist diese Plattform genau richtig. So ganz zufrieden war ich aber nicht. Ich fand die Interpretation bis auf einige wunderbare Details - beispielsweiße zu Beginn der Arie des Ännchen vom schlanken Burschen sowie alle Cello-Passagen - insgesamt etwas kraftlos und zu leichtfüßig. Liegt es daran, dass das Orchester auf Originalinstrumenten spielt? Ich weiß darüber viel zu wenig. Man muss schon vergessen, was man an Freischützen so verinnerlicht hat, um Gefallen daran zu finden. Aber darauf zielt dieses Project letztlich wohl auch ab. Sonst hieße es nicht so. Deine Eindrücke von den Sängern teile ich.

    Vor allem der Senkrechtstarter Stanislas de Barbeyrac ist ein Tenor, der den lyrischen Anforderungen der Partie genau so gerecht wird wie der heroischen. Seine Gestaltung des Max finde ich überzeugender als die von Schager, O'Neill, Wottrich, König und anderen, die dafür zuletzt aufgeboten wurden.

    Der Max ist für mich immer die Probe aufs Exempel im "Freischütz". Barbeyrac ist da wirklich eine Entdeckung. Er sollte aber intensiv an der Aussprache arbeiten. Die fand ich zwar ganz gut aber noch nicht gut genug.

    Es grüßt Rheingold1876


    "Was mir vorschwebte, waren Schallplatten, an deren hohem Standard öffentliche Aufführungen und zukünftige Künstler gemessen würden." Walter Legge (1906-1979), britischer Musikproduzent

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  • Ich fand die Interpretation bis auf einige wunderbare Details - beispielsweiße zu Beginn der Arie des Ännchen vom schlanken Burschen sowie alle Cello-Passagen - insgesamt etwas kraftlos und zu leichtfüßig. Liegt es daran, dass das Orchester auf Originalinstrumenten spielt? Ich weiß darüber viel zu wenig. Man muss schon vergessen, was man an Freischützen so verinnerlicht hat, um Gefallen daran zu finden.*

    *Hervorhebung von Caruso41

    Ja, lieber Rheingold, das mag richtig sein. Aber auf die Freischütz-Kenner in unseren Breiten zielt die Veröffentlichung offenbar auch nicht.


    Ich habe ja viel Freunde in den USA und in GB, die ich als wirklich kundige Opern-kenner und -liebhaber sehr schätze, aber mit Webers Freischütz kann keiner von ihnen etwas anfangen. Die beiden Solo-Szenen der Agathe kennen sie alle, und ich habe den Eindruck, dass sie die auch lieben. Manche auch die Max-Arie. Aber da ist denn auch schon Schluss. Warum hat es Weber und vor allem der Freischütz außerhalb des deutschen Sprachraumes so schwer? Ich weiß es nicht, aber zu einem guten Teil hängt es vielleicht auch mit all dem hierzulande "Verinnerlichten" zusammen, das man - wie Du sagst - vergessen muss, um Gefallen an der Aufnahme von Laurence Equilbey zu finden.


    Nur eine Beobachtung: In der MET ist der Freischütz ausgesprochen selten gespielt worden, in 120 Jahren gerade mal 30 mal! Ich habe eine der Aufführungen 1972 live gehört - mit Lorengar, Mathis, Konya und Feldhoff. Das Haus war ziemlich schütter besetzt. Das kam damals schon sehr selten vor.

    Die Ouvertüre und die erwähnten Agathe-Soli sind aber in etlichen Gala-Konzerten gegeben worden.

    Der Max ist für mich immer die Probe aufs Exempel im "Freischütz". Barbeyrac ist da wirklich eine Entdeckung. Er sollte aber intensiv an der Aussprache arbeiten. Die fand ich zwar ganz gut aber noch nicht gut genug.

    Ich denke nicht, dass er die Partie öfter singen wird. Ich werde ihn im Oktober in Paris als Pelleas unter Francois-Xavier Roth hören und hoffe, dass ich ihn auch 2022 als Licinius und Spontinis VESTALE hören kann. Bisher habe ich ihn nur als Hylas live gehört.

    Obwohl ich auf Stanislas de Barbeyrac im NEUE-STIMMEN-Thread immer wieder hingewiesen habe, eine ordentliche Vorstellung dieses vielversprechenden Tenors habe ich nicht gemacht. Ich wollte abwarten, bis ich ihn in einer größere Partie live gehört habe. Dann kam die Vereisung der Opernszene durch die Corona-Maßnahmen. Zu Glucks ALCESTE im letzten Jahr konnte ich nicht nach München reisen. Er hat aber - soviel ich weiß - auch nicht nach München reisen können. .... ....



    Liebe Grüße

    Caruso41

    ;) - ;) - ;)


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  • Ich habe mir diese neue Aufnahme grade angehört. Ich mag solche Aufnahmen auf Originalinstrumenten ja sehr gerne und auch diese finde ich sehr gut. Kraftlos finde ich sie ganz und garnicht, grade die Passagen auf den alten Hörnern klingen doch viel schmetternder. Und transparent finde ich diese Aufnahme auch, hörte ich im Orchester doch einige neue Sachen heraus.

    Einzig mit Ännchen kann ich mich nicht anfreunden. Im Booklet wird vermerkt, dass man mit Absicht eine fülligere Stimme genommen hat um das „Autoritätsverhältnis aufzulösen, dass das Libretto zwischen den beiden Frauen suggeriert.“ Warum bemüht man sich um historische alte Instrumente, um dann bei den Sängerinnen an der Historie vorbei zu besetzen ? Die Figur heißt doch Ännchen und nicht Anne. Sie soll eine junge Verwandte sein, bei Chiara Skerath denke ich eher an älterer Tante, tut mir leid….

    Ansonsten finde ich die Sänger aber gut besetzt.


  • Christian Thielemenn hat viel zu sagen über den "Freischütz" im Gesräch mit einem nervenden Frager, der aus seiner Unbildung kein Geheimnis macht.

    Es grüßt Rheingold1876


    "Was mir vorschwebte, waren Schallplatten, an deren hohem Standard öffentliche Aufführungen und zukünftige Künstler gemessen würden." Walter Legge (1906-1979), britischer Musikproduzent

  • Auch Wilhelm Furtwängler trat energisch für Webers "Freischütz" ein - wie hier eindrucksvoll nachzuhören ist:



    Enthalten in diesem wunderbaren Album:


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    Es grüßt Rheingold1876


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  • Aus gegebenem Anlass hat Deutschlandfunk Kultur einen ganz besonderen "Freischütz" ins Programm genommen - eine Fassung in knapp 40 Minuten:


    Der Freischütz

    Elektrisch aufgenommen – in knapp 40 Minuten

    Als Kurzoper bearbeitet für die Heimbühne von Hermann Weigert und Hans Maeder in einer Aufnahme von 1928


    Ottokar, regierender Fürst – Armin Weltner

    Kuno, gräflicher Erbförster – Deszö Ernster

    Agathe, seine Tochter – Elfriede Marherr

    Ännchen, eine junge Verwandte – Tilly de Garmo

    Kaspar, 1. Jägerbursche – Eduard Kandl

    Max, 2. Jägerbursche – Fritz Soot

    Ein Eremit – Rudolf Watzke

    Kilian, ein reicher Bauer – Albert Reiss

    Samiel, der schwarze Jäger – Waldemar Henke

    Brautjungfer – Hertha Klust


    Ein Orchester

    Leitung: Hermann Weigert


    Man übersehe und überhöre die Brautjungfer nicht: Hertha Klust. Die spätere Pianisten, die viele Sänger bei Liedaufnahmen begleitet hat, begann ihre künstlerische Tätigkeit als Sängerin in Berlin. In der Mediathek kann die Aufnahme nachgehört werden. Einleitend gibt es ein informatives Gerspräch mit Verweis auf bestimmte Stellen - danach dann die komplette Produktion als Übernahme von Schelllack.


    Die so genannte Heimbühne der Deutschen Grammophon war einspannendes Kapitel der Schallplattengeschichte kurz vor 1930. Opern sollten nach den damaligen technischen Möglichkeiten als Ganzes erfasst und wiedergegeben werden. Das ist für uns heute gewöhnungsbedürftig. Seinezeit war es der erste Versuch, eine Art Gesamtaufnahmen auf den Markt zu bringen. Kein Potpourri, keine Fantasie – sondern das ganze Werk, sinngemäß gekürzt, aber inhaltlich und chronologisch in seinen wertvollsten Teilen vollständig erhalten, wie es dazu beim Sender heißt. Die Idee ging auf den Dirigenten Hermann Weigert zurück, der auch die Fassungen erarbeitete und bei der Aufnahme leitete.


    Erst dieser Tage hatte Carlo dankenswerterweise auf die Sendung einer Heimbühnen-"Fledermaus" verwiesen, in der die Klust ebenfalls mitwirkt. Außerdem als Frosch dabei Eduard Kandl, der im "Freischütz" den Kaspar gibt. Er war gleichzeitig als Sänger und Schaspieler tätig, was man auch aus beiden Aufnahme so heraushört. Großartige altmodische Wirkung! :)

    Es grüßt Rheingold1876


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  • Das Tiroler Landestheater Innsbruck hat eine interessante "Freischütz"-Version erarbeitet die noch auch im Netz zu sehen ist. Was macht sie so besonders? Einmal wurden die von Berlioz für Paris komponierten Rezitativ aus dem Französischen ins Deutsche rückübertragen und entsprechend eingebaut. Schließlich wird die Aufführung von einer gesprochenen Szene eingeleitet. Sie hat den Besuch Agathes beim Eremiten zu Inhalt, auf den später in der Opernhandlung kurz Bezug genommen wird. Friedrich Kind hatte sein Libretto für den "Freischütz" mit dieser Begegnung begonnen, die ziemlich ausführlich ist. Weber wollte das so nicht komponieren sondern gleich ins pralle Volksleben einsteigen. Der Erfolg am ihm Recht. Der Text aber ist vorhanden. Nun wurde er - wenn ich mich nicht irre - erstmals auf einer Bühnen mit einbezogen.

    Es grüßt Rheingold1876


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  • Zitat von Rheingold 1876:


    Nun wurde er - wenn ich mich nicht irre - erstmals auf einer Bühnen mit einbezogen.


    Lieber Rheingold 1976,


    die Berlioz`sche Nachkomposition kam sicher das erste Mal auf eine Bühne. Das war sicher sehr interessant. Den einleitenden gesprochenen Dialog zwischen dem Eremiten und Agathe gab es allerdings schon zu sehen , so in Stuttgart 1981 von Achim Freyer und in der alten Karlsruher Produktion.


    Herzliche Grüße


    Lustein

  • Lieber Lustein, danke für die Hinweise auf Stuttgart und Karlsruhe. Mich dünkt, dass ich den Freyer mal im TV sah. An die gesprochene Einleitungsszene kann ich mich aber nicht erinnern. :(


    Inzwischen habe ich die Inszenierung noch auf DVD erwischt und bestellt. Also darf ich gespannt sein.


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    Einmal editiert, zuletzt von Rheingold1876 ()

  • In der Mediathek von Deutschandfunk Kultur ist ein - wie ich finde - sehr gutes und ausführliches Gespräch zwischen dem Moderator Michael Dasche und Jürgen Kesting - Musikbeispiele und Interpretationsvergleich inklusive - nachzuhören:


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    Der Freischütz hat ins Schwarze getroffen

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  • Vielen Dank!

    Interessant, aber mit Kesting vielleicht wenig überraschend sehr stark auf die Interpretationen der Sänger fokussiert. Zwar auch einiges zum Werk selbst, aber für mich fehlt ein relativ wichtiger Aspekt: Instrumentation, der "romantische" Klang, den Weber hier quasi erfindet oder auch die "Leitmotive". Kann natürlich sein, dass das als allgemein bekannt vorausgesetzt wurde.

    Was mir noch auffiel: Das Trinklied Kaspars ist besser als die "Schweig, damit dich niemand warnt"-Arie, die ist ein bißchen flach, finde ich.

    Struck by the sounds before the sun,
    I knew the night had gone.
    The morning breeze like a bugle blew
    Against the drums of dawn.
    (Bob Dylan)

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  • Das sind sehr interessante Anmerkungen von Johannes Roehl.


    In jüngster Zeit hatte ich mich wieder verstärkt hörend und sehend mit dem "Freischütz" beschäftigt und bin dabei für mich zu dem Schluss gelangt, dass die Oper bis in die Gegenwart zwar sehr gut dokumentiert ist. Eine rundum ideale Einspielung aber habe ich nicht gefunden. Es fehlt immer etwas. Man müsste sie sich aus verschiedenen Aufnahmen zusammensetzen, was in der Praxis aber nicht möglich ist. Insofern fand ich die Fokussierung auf die Interpretation durch die Sänger in dieser Sendung sehr anregend, wenn auch nicht eigentlich neu. Andere mögen das ganz anders bewerten. Außerdem gab es eine zu starke westliche Hinwendung. Als die Frage aufgeworfen wurde, ob es eine Sängerin gebe, die sowohl Agathe als auch Ännchen interpretiert hat, kam man zu keiner Antwort. Und doch gibt es ein sehr prominentes Beispiel aus Dresden: Elfride Trötschel. Die hat beide Rollen in Gesamtaufnahmen gestaltet.

    ... aber für mich fehlt ein relativ wichtiger Aspekt: Instrumentation, der "romantische" Klang, den Weber hier quasi erfindet oder auch die "Leitmotive". Kann natürlich sein, dass das als allgemein bekannt vorausgesetzt wurde.

    So allgemein bekannt sind diese Aspekt vielleicht nun auch nicht. Zuletzt war ja eine CD erschienen, auf die noch Caruso aufmerksam gemacht hatte. Sie wurden von der Dirigentin Laurence Equilbey geleitet, die für sich in Anspruch nimmt, den originalen Klang Webers neu zu beschwören. Wie das nun praktisch genau geschah, findet sich im Booklet nicht dargestellt. Und es ist auch nicht überzeugend zu hören. Nur die Naturhörner klingen heraus, was mir sehr gut gefällt. Welche Saiten nun bespielt wurden und welches Holz, das ist nicht erwähnt. Kam ein historisches Instrumentarium zu Einsatz oder waren die Instrumente teils nur nachgebaut? Als der "Freischütz" erstmal aufgeführt wurde, war es ja um die Qualität des Orchesters nicht sehr gut bestellt. Dem Publikum schien das auch nicht so wichtig. Ehr glaube ich, dass Webers musikalische Idee erst mit einem modernen Orchester umzusetzen sind. Leider starb er ja so früh, dass vieles im Absatz stecken blieb.

    Es grüßt Rheingold1876


    "Was mir vorschwebte, waren Schallplatten, an deren hohem Standard öffentliche Aufführungen und zukünftige Künstler gemessen würden." Walter Legge (1906-1979), britischer Musikproduzent

  • Es ist nachvollziehbar, dass man bei ca. anderthalb Stunden Sendung, wenn man den Kesting als Gast hat, die Sänger in den Vordergrund stellt. Kesting deutet, als er Berlioz Lob für Agathes "Wie nahte mir der Schlummer" zitiert, an, wie hoch Berlioz das gesamte Werk und eben auch die Instrumentierung geschätzt hat.


    Die offenkundigsten Sachen wie die tiefen Klarinetten für das "Samiel"-Motiv und die hohe Klarinette für den "Blick in die Wolfschlucht" und dann das "Agathe-Motiv" in der gesanglich besten Lage des Instruments sind ja relativ bekannt, zumal das alles schon in der Ouvertüre drin ist. "Einst träumte" hatten sie nicht dabei, aber mir fiel beim Hören der Sendung auf, wie die Bratschen ebenfalls für die "unheimliche Musik" eingesetzt werden und in besagtem Lied gibt es ein Bratschensolo. Die groteske Piccoloflöte im Trinklied (evtl. auch wg. Kaspars Militärvergangenheit), quasi konzertante Oboe in "Kommt ein schlanker Bursch" u.v.a sind weitere Details, auf die zu achten sich lohnt.

    Man wird für vieles davon vereinzelte Vorbilder finden, zB. Fidelio Kerkerszenen, vermutlich auch Zeitgenossen, von denen ich praktisch nichts kenne (Cherubini, Spontini...)


    Durch den Fokus auf die Einzelszenen kamen auch die Ensembles etwas zu kurz. Das Finale des ersten Aktes (O diese Sonne etc.) wäre da m.E. besonders hervorzuheben


    Die Wiederkehr der Motive wäre nochmal eine andere Sache; klar ist das noch nicht wie bei Wagner (und es gibt bei Wagner selber natürlich eine Entwicklung dieser Technik) und angeblich geht Euryanthe (kenne ich nur oberflächlich) schon einen erheblichen Schritt weiter. Aber meines Wissens ist es eine Neuheit, die es, abgesehen von "Vorzitaten" in Ouvertüren (wie beim Don Giovanni), vorher so nicht gegeben hat und die für den Hörer auch recht gut nachvollziehbar (im Ggs. zu manchen Transformationen der Motive bei Wagner) und wirkungsvoll ist.


    Dass man da alte Instrumente benötigte, halte ich eher für "Werbung". Ich besitze die etwas ältere, meiner Erinnerung nach eher kritisch rezipierte historisierende Einspielung mit Bruno Weil in einer Sammelbox, habe die aber noch nie gehört... (die Box wg. anderer Stücke gekauft).

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    (Bob Dylan)

  • Zitat von Rheingold 1876:


    Als die Frage aufgeworfen wurde, ob es eine Sängerin gebe, die sowohl Agathe als auch Ännchen interpretiert hat, kam man zu keiner Antwort.


    Ich hätte noch zwei Beispiele: Am Theater Pforzheim hat vor einigen Jahren Katja Bördner in der Freischütz-Premiere Ännchen gesungen, und später dann auch Agathe übernommen. Beide Partien hat sie ganz phantastisch gesungen. Dasselbe tat eine Sängerin mit Namen Neumann - Vornamen weiß ich nicht mehr genau, ich glaube Manuela - vor über 10 Jahren am Landestheater Coburg. Auch sang beide Rollen ganz hervorragend.


    Herzliche Grüße


    Lustein

  • Könnte es sich bei der Sängerin in Coburg eventuell um Manja Neumann handeln?


    Zumindest bei der Baronin Freimann hattest du sie im letzten Jahr als Lieblingsrolleninterpretin nominiert:


    Spiel: Meine drei Lieblings-Rolleninterpreten


    Ich habe Manja Neumann freilich nur als Brautjungfer im "Freischütz" erlebt, im Oktober 2000 in Berlin, aber warum sollte sie ein paar Jahre später nicht die Hauptrollen in dieser Oper gesungen haben? In Coburg war sie ja offensichtlich engagiert.


    Heute wird sie sicherlich mit Mann und Kindern ihren Vater, Kammersänger Günter Neumann, besuchen , der heute seinen 83. Geburtstag feiert.


    Die Sendung selbst fand ich interessant, danke für den Link. Vieles war wenig überraschend (etwa die Preisung der Grümmer und die Kritik an Schreiers Max, obwohl immerhin auch dessen Vorzüge genannt wurden), anderes überraschte dann doch, etwa Kestings Aussage, er wisse gar nicht, ob je ein Heldentenor den Max gesungen oder gar eingespielt hätte (ich könnte Dutzende Namen nennen) oder dass wohl keine Sängerin Agathe und Ännchen gesungen hätte. In großer zeitlicher Nähe ist letzteres sicherlich selten, aber dass Sängerinnen zuerst Ännchen und Jahre später Agathe gesungen haben, ist gar nicht so selten. Das dürfte schon auf die von Kesting geleugnete Rita Streich zugetroffen haben, ganz sicher auf Edith Mathis und auch auf die geleugnete Helen Donath, die ich in den Neunzigern selbst in Berlin als Agathe erlebt habe. Jüngstes Beispiel, das ich (in beiden Rollen) erlebt habe, war Frau Röschmann, die in den Neunzigern das Ännchen und in den 2010er Jahren die Agathe sang. Ob ehemalige Ännchen dann immer besonders gute Agathen sind, darüber kann man freilich unterschiedlicher Meinung sein.


    Bemerkenswert fand ich (weil das hier von einigen geleugnet wurde) Kestings Preisung von Kurt Böhme als Kaspar und die Begründung dafür, die er nicht schuldig blieb. Hier teile ich (mal) seine Meinung. Warum in Zusammenhang mit Kurt Molls Eremit ausgerechnet der vielleicht schlechteste eingespielte Ottokar ever erklang, hat mich hingegen ratlos gemacht. Es hätte andere, alternative Einspielungen mit Molls Eremiten und besseren Ottokars gegeben.

    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

  • Zitat von Stimmenliebhaber:


    Könnte es sich bei der Sängerin in Coburg eventuell um Manja Neumann handeln?


    Genau, das war Manja Neumann! Danke für den Tipp. Manchmal vergisst man mal einen Namen. Sie war in Coburg eine der besten Sängerinnen, bis sie das Haus verlies. In der Tat war sie auch als Baronin Freimann ganz hervorragend.


    Weiteres Zitat von Stimmenliebhaber:


    aber dass Sängerinnen zuerst Ännchen und Jahre später Agathe gesungen haben, ist gar nicht so selten.


    Die von mir vorhin aufgeführte Katja Bördner hat in Pforzheim Ännchen und Agathe sogar parallel gesungen. Und das ganz phantastisch!


    Herzliche Grüße


    Lustein