Künstler-Gedenktage Juni 2021

  • 1818 – 203. Geburtstag von Charles Gounod (Komponist)


    122884-004-000591CB.jpgCharles Francois Gounod wurde am 17. Juni 1818 in Paris geboren. Obwohl er schon in jungen Jahren großes Interesse an Musik zeigte, erste Kompositionen schuf und auf Reisen durch Europa auch Felix Mendelssohn-Bartholdy traf, wollte er eigentlich Priester werden und studierte in Paris zunächst Theologie. In dieser Zeit begann er auch erstmalig an einem Requiem zu schreiben, welches er nicht vollendete. Er entschied sich dann gegen eine Priesterkarriere weil er sich doch stärker zur Musik hingezogen fühlte. Vor allem das Genre Oper interessierte ihn.


    Seine erste Oper Sappho (1851) war kein Erfolg. Auch seine folgenden Bühnenwerke blieben erfolglos. 1859 folgte dann mit Faust endlich der große Durchbruch. Eine der meistgespielten französischen Opern überhaupt. Er war von diesem Zeitpunkt an ein geachteter Komponist und wurde mit diversen Ehrauszeichnungen bedacht. Von seinen nachfolgenden Opern war es vor allem die heute kaum noch gespielte Mireille (1864), die größere Beachtung fand. 1867 folgte dann noch einmal ein weiterer großer Wurf: Romeo & Juliette. Eine Oper, die heute auch von den Spielplänen nicht mehr wegzudenken ist. So hat Gounod zwei der bedeutendsten französischen Opern überhaupt geschaffen.


    Da die Religion immer eine wichtige Rolle in seinem Leben gespielt hat - er leitete Kirchenchöre und gründete mit dem Gounod-Chor später seinen eigenen Chor - komponierte er vornehmlich Oratorien, Kantaten und Messen. Somit bilden Kirchenwerke und seine rund ein Dutzend Opern den Hauptteil seines Schaffens, welches aber beispielsweise auch aus Symphonien, Kammer- und Schauspielmusik besteht.


    Charles Gounod starb 75-jährig am 18. Oktober 1893 in Saint-Cloud nahe Paris.



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    Gregor

  • 1898 – 123. Geburtstag von M. C. Escher (Künstler und Grafiker)


    M.C.Escher_Nederlands_tekenaar_vind_je_bij_shop.holland.com-min.jpgM.C. (eigentlich Maurits Cornelis) Escher wurde am 17. Juni 1898 im holländischen Leuwaarden geboren. Obwohl er ein Architektur-Studium nach nur wenigen Tagen abbrach, war es sein Professor, der Escher's außerordentliche Begabung erkannte und ihn weiter förderte. Escher schuf zunächst graphische Arbeiten und brachte es in den Techniken des Holzschnitts, des Holzstichs und der Lithographie zu einer Perfektion, die national und auch international Aufmerksamkeit erregte.


    Die bekanntesten Werke Escher’s sollten natürlich seine Darstellungen von perspektivischen Unmöglichkeiten werden. Kunstwerke, die auf dem ersten Blick ganz natürlich und echt erscheinen, die aber bei genauerem Hinsehen unmöglich sind.


    Da wäre zum Beispiel sein berühmtes Treppauf Treppab auf welchem auf einer Treppe Personen nebeneinander rauf- und runtergehen. Doch die Personen sind auf einer endlosen Treppe gefangen, denn sie kommen trotz der Treppen nicht weiter, gehen nur im Kreis.


    Auch im berühmten Bild Wasserfall offenbart sich Unmögliches, denn das Wasser des Wasserfalles fällt in einem unmöglichen unendlichen Kreislauf.


    Im Bild Belvedere stehen das Ober- und das Untergeschoß eines Pavillions um 90 Grad gegeneinander gedreht. Also die Längsseite des Untergeschoßes ist gleichzeitig die Breitseite des Obergeschoßes und somit stützen die selben Säulen beide Seiten. Natürlich eine architektonische Unmöglichkeit, die aber in Escher's Werk auf den ersten Blick so gleich gar nicht erkennbar ist.


    All das sind wunderbare Beispiele der graphischen Unmöglichkeiten Eschers.


    Berühmt ist auch die Zeichnung die zwei Hände zeigt, die sich gegenseitig zeichnen, oder sein Selbstportrait in einer Glaskugel, oder seine berühmten Metamorphosen in denen beispielsweise Vögel zu Fischen werden.



    Escher widmete sich auch anderen Arbeiten, wie Verzerrungen, Kristallformen oder Spiegelungen. Die Kunstszene weigerte sich zunächst Escher als Künstler zu akzeptieren, während ihn die Naturwissenschafter schon immer hoch schätzten.


    Heute steht sein hoher Rang auch in der Kunstwelt außer Frage. Escher versinnbildlicht heute einen Künstler, der es geschafft hat, Kunst und Wissenschaft zu einer Einheit verschmelzen zu lassen.


    Seine Werke haben bis in die Popkultur Einzug gehalten und dienen auch schon mal als Plattencover und zieren als Poster so manche Wände.



    M.C. Escher starb am 27. März 1972 im Alter von 73 Jahren im holländischen Hilversum.



    Hier als Beispiele seiner Kunst die zuvor beschriebenen "Unmöglichkeiten":


    Treppauf, Treppab


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    Wasserfall

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    Belvedere


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    Zeichnende Hände


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    Selbstportrait in einer Glaskugel


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    Metamorphosen


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    Gregor

  • 1956 – 65. Geburtstag von Albert Dohmen (Sänger)

    Der deutsche Bassbariton Albert Dohmen, geboren am 17. Juni 1956 in Krefeld, feiert heute seinen 65. Geburtstag.


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    Ich habe Dohmen doch einige Male live erlebt. Am 20. März 1990 war er an der Deutschen Staatsoper Berlin mein erster Escamillo in "Carmen". 1999 erlebte ich ihn im Dresdner Kulturpalast in einem konzertanten "Lohengrin" (mit Klaus König in der Titelpartie) als König Heinrich. 2003 erlebte ich ihn als Wotan/Wanderer im "Ring" an der Deutschen Oper Berlin unter Thielemann an der Deutschen Oper Berlin. Ebenfalls unter Thielemann dann auch 2007 im Bayreuther "Ring". 2014 elrebte ich ihn als Jochanaan in der letzten Wiederaufnahmeserie der Kupfer-Inszenierung an der Staatsoper Berlin bzw. im Ausweichquartier Schiller-Theater. 2018 erlebt ich ihn dann nochmal als Rocco in der legendären Mielitz-Inszenierung an der Semperoper Dresden. Davor und dazwischen sicher auch noch mit einigen anderen Auftritten, die mir jetzt aber nicht mehr alle so erinnerlich sind. Ich hatte ihn wohl auch mal als Alberich, aber nicht im "Rheingold". Auf alle Fälle hat er eine jahrzehntelanlang anhaltende Hauptrollenkarriere hingelegt und war noch in den letzten Jahren gut im Geschäft. Er war zwar kein absoluter Lieblingssänger von mir, aber seine Qualitäten (etwas bezügich stimmlicher und sprachlicher Präsenz) habe ich dennoch zu schätzen gewusst.


    Hier ein paar offizielle Aufnahme mit ihm:





    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

  • 18. Juni 2021


    1757 – 264. Geburtstag von Ignaz Joseph Pleyel (Komponist)


    1799 – 222. Todestag von Johann André (Komponist u.a.)


    1850 – 171. Geburtstag von Richard Heuberger (Komponist u.a.) #95


    1904 – 117. Geburtstag von Manuel Rosenthal (Komponist und Dirigent)


    1905 – 116. Geburtstag von Eduard Tubin (Komponist)


    1922 – 99. Geburtstag von Claude Helffer (Pianist)


    1927 – 94. Geburtstag von Róbert Ilosvalvy (Sänger)

    1927 – 94. Geburtstag von Lutz Jahoda (Schauspieler u.a.)


    1929 – 92. Geburtstag von Jörg Faerber (Dirigent)


    1936 – 85. Todestag von Maxim Gorki (Schriftsteller)


    1941 – 80. Geburtstag von Nelly van der Spek (Sängerin)


    1942 – 79. Geburtstag von Hans Vonk (Dirigent) #98


    1943 – 78. Geburtstag von Eva Marton (Sängerin) #96


    1951 – 70. Geburtstag von Gregory Reinhart (Sänger)


    1952 – 69. Todestag von Heinrich Schlusnus (Sänger)


    1955 – 66. Todestag von Willy Burkhard (Komponist)


    1957 – 64. Geburtstag von Georgi Nelepp (Sänger)


    1962 – 59. Todestag von Volkmar Andreae (Dirigent)


    1972 – 49. Geburtstag von Anu Tali (Dirigentin)


    1989 – 32. Todestag von Johannes Winkler (Dirigent) #97


    2018 – 3. Todestag von Barry McDaniel (Sänger)

    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

    Einmal editiert, zuletzt von Stimmenliebhaber ()

  • 1850 – 171. Geburtstag von Richard Heuberger (Komponist u.a.)


    A-843347-1285070744.jpeg.jpgRichard Heuberger wurde am 18. Juni 1850 in Graz geboren.

    Nach dem Besuch des Konservatoriums seiner Heimatstadt ging er nach Wien und leitete dort zunächst den Akademischen Gesangsverein. Später übernahm er die Leitung der Wiener Singakademie.

    Zudem arbeitete er als Musikkritiker für verschiedene Zeitungen. So war er unter anderem Nachfolger des legendären Eduard Hanslick bei der Wiener Neuen Freien Presse.


    Er komponierte einige Opern, Operetten, Ballette, Lieder, Chöre und Instrumentalwerke. Seinen größten Erfolg hatte er mit der Operette "Der Opernball", die sich bis heute auf den Spielplänen findet.


    Ursprünglich sollte Heuberger auch "Die lustige Witwe" komponieren. Aber nachdem ihm über drei Jahre hinweg keine wirklichen Ideen für den ersten Akt kamen, wurde das Projekt an Franz Lehár übergeben.


    Heuberger schrieb aber auch Kurzgeschichten, Feuilletons oder Sketches und er schrieb eine Biographie über Franz Schubert.


    Richard Heuberger starb am 28. Oktober 1914 in Wien.



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    Gregor

  • 1943 – 78. Geburtstag von Eva Marton (Sängerin)


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    Eva Marton wurde am 18. Juni 1943 in Budapest geboren. 1968 debütierte die Sängerin an der Ungarischen Nationaloper, der sie trotz ihrer phänomenalen Weltkarriere bis zu ihrem Karriereende die Treue hielt und oft dorthin als Gast zurückkehrte.

    1972 trat sie dem Ensemble der Oper in Frankfurt bei. 1973 folgte ihr Debüt an der Wiener Staatsoper, 1976 an der New Yorker MET.

    Sie trat an allen großen Opernhäusern der Welt auf und reüssierte dabei in einem breitgefächerten Repertoire von Mozart über Verdi und Verismo bis hin zu Strauss und Wagner. Alle ihre Erfolge und Partien aufzuzählen würde den Rahmen hier sprengen.

    Zu ihren wichtigsten Rollen gehörten Tosca, Turandot und Elektra. Ihre große Stimme, die mühelos jedes Opernhaus füllen konnte, ist auch auf unzähligen CD- und DVD-Aufnahmen dokumentiert.




    Gregor

  • 1942 – 79. Geburtstag von Hans Vonk (Dirigent)

    Heute vor 79 Jahren wurde der niederländische Dirigent Hans Vonk (18.06.1942 - 2908.2004) in Amsterdam geboren.


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    Von 1985 bis 1990 war er Chefdirigent der Staatskapelle Dresden und der Semperoper.






    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

  • 19. Juni 2021


    1717 – 304. Tauftag von Johann Stamitz (Komponist u.a.)


    1747 – 274. Todestag von Alessandro Marcello (Komponist u.a.)


    1792 – 229. Geburtstag von Gustav Schwab (Schriftsteller) #102


    1842 – 179. Geburtstag von Carl Zeller (Komponist)


    1854 – 167. Geburtstag von Alfredo Catalani (Komponist)


    1891 – 130. Geburtstag von John Heartfield (Maler, Fotomontagekünstler u.a.)


    1905 – 116. Geburtstag von Mildred Natwick (Schauspielerin)


    1915 – 105. Todestag von Sergej Tanejew (Komponist)


    1921 – 100. Geburtstag von Louis Jourdan (Schauspieler) #103


    1924 – 97. Geburtstag von Anneliese Rothenberger (Sängerin) #100


    1930 – 91. Geburtstag von Gena Rowlands (Schauspielerin)


    1932 – 89. Geburtstag von Pier Angeli (Schauspielerin)

    1932 – 89. Geburtstag von Marisa Pavan (Schauspielerin)


    1936 – 85. Geburtstag von Marisa Galvany (Sängerin)


    1951 – 70. Geburtstag von Alois Brandhofer (Klarinettist)


    1954 – 67. Geburtstag von Kathleen Turner (Schauspielerin)


    1957 – 64. Geburtstag von Michael Riessler (Klarinettist und Komponist)


    1966 – 55. Geburtstag von Barbara Cramm (Sängerin)


    1972 – 49. Todestag von Helge Rosvaenge (Sänger)


    1973 – 48. Geburtstag von Jörg Widmann (Komponist und Klarinettist) #104

    1973 – 48. Geburtstag von Sasha Mäkilä (Dirigent) #101


    1979 – 42. Geburtstag von Monika Medek (Sängerin)


    1984 – 37. Todestag von Wladimir Rudolfowitsch Vogel (Komponist)


    1985 – 36. Geburtstag von Tibor Brouwer (Sänger)


    1995 – 26. Todestag von Murray Dickie (Sänger und Regisseur)


    2007 – 14. Todestag von Klausjürgen Wussow (Schauspieler)


    2016 – 5. Todestag von Götz George (Schauspieler)

    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

  • 1924 – 97. Geburtstag von Anneliese Rothenberger (Sängerin)


    rothenberger-anneliese-4-rcm500x500u.jpgAnneliese Rothenberger wurde am 19. Juni 1924 (einige Quellen benennen das Geburtsjahr 1919) in Mannheim geboren.


    Vor allem in Partien von Mozart und R. Strauss gilt sie als maßstabsetzend. Ihr Mozart-Repertoire war umfangreich (Konstanze, Susanna, Zerlina, Fiordiligi, Despina, Ilia, Pamina, Papagena, Königin der Nacht). Ihre Rosenkavalier-Sophie als auch ihre Zdenka in Arabella gelten bis heute als unerreicht.


    Zu ihrem deutschen Repertoire gehörten mit Der Wildschütz oder Undine auch Opern von Lortzing.

    Als Überraschung und Sensation galt ihre Lulu von Alban Berg.


    Sie war aber auch erfolgreich mit italienischen Rollen wie Mimi, Musetta, Liù, Violetta, Gilda oder Oscar.


    Operette sang sie auf der Bühne kaum, nahm aber viel davon auf Platten auf. Sie widmete sich auch intensiv dem Liedgesang. Ihre Diskographie ist sehr umfangreich, und alle ihre wichtigen Rollen sind auf CD erhältlich.


    Ihre Opernkarriere beendete sie relativ früh und startete eine zweite, neue Karriere beim Fernsehen. Durch ihre Opernsendungen erreichte sie ein neues Publikum und wurde die bekannteste Sängerin der Klassik überhaupt.


    Anneliese Rothenberger starb am 24. Mai 2010 im schweizerischen Münsterlingen.






    Gregor

  • 19. Juni 2021


    1973 – 48. Geburtstag von Sasha Mäkilä (Dirigent)

    Sasha Mäkilä begann als Cellist, studierte dann aber Dirigieren am St. Petersburger Rimsky-Korsakov-Konservatorium bei Leonid Korchmar und an der Sibelius-Akademie in Helsinki bei Leif Segerstam. Von 2007 bis 2010 war er Assistent von Kurt Masur beim Orchestre de Paris und von 2010 bis 2012 Assistent von Franz Welser-Möst beim Cleveland Orchestra. Von 2012 bis 2016 leitete er die St. Michel Strings, das Kammerorchester im finnischen Mikkeli, mit dem er Tourneen bis hin nach Süd-Korea unternahm und einige Male bei Valery Gergievs Mikkeli Musik-Festival gastierte.


    Dort kam es zu einer denkwürdigen Begegnung. Als Gast-Künstler war er zu Gergievs Lieblingsevent eingeladen, der traditionellen finnischen Rauch-Sauna. In der Dunkelheit der Sauna kamen beide miteinander ins Gespräch (Mäkilä spricht sehr gut Russisch), und als Gergiev erfuhr, dass Mäkilä bei Leonid Korchmar studiert hatte, der "grauen Eminenz" des Mariinsky-Theaters, war das Interesse des russischen Pult-Stars geweckt, und er lud den jungen Finnen ein, das Mariinsky-Orchester in St. Petersburg mit einem finnischen Programm zu dirigieren. Dies erste Konzert fiel so zufriedenstellend aus, dass Mäkilä noch zwei weitere Male an die Neva eingeladen wurde. Bei Gergievs Mikkeli-Festival stand 2019 Sibelius' 2. Sinfonie auf dem Programm des Eröffnungskonzerts, und als Gergiev wieder einmal recht "zeitnah" vor Konzertbeginn eintraf, bat er Mäkilä, die Probe zu leiten. Er selber übernahm dann das Konzert.


    Sasha Mäkilä gründete 2017 das Helsinki Metropolitan Orchestra und ist seit diesem Jahr ständiger Gastdirigent beim Krasnoyarsk Symphony Orchestra. Daneben leitet(e) er gut besuchte Meisterklassen in Mikkeli und im estnischen Pärnu. Mäkilä promovierte über die Sinfonien des finnischen Komponisten Leevi Madetoja.









    Beste Grüße aus Finnland


    Peter Schünemann

  • 1792 – 229. Geburtstag von Gustav Schwab (Schriftsteller)

    Der deutsche Pfarrer, Gymnasialprofessor und Schriftsteller Gustav Schwab (19.09.1792 - 04.11.1850) wurde heute vor 229 Jahren in Stuttgart geboren.


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    Seine "Sagen des klassischen Altertums" habe ich in meiner Kindheit viel gelesen. Das Cover meiner Ausgabe, die ich noch immer in meiner Wohnung habe, sah bzw. sieht so aus:


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    Eine heute erwerbbare Ausgabe sieht so aus:


    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

  • 1921 – 100. Geburtstag von Louis Jourdan (Schauspieler)


    40416_v9_ba.jpgLouis Jourdan wurde am 19. Juni 1921 in Marseille geboren. Sein Spielfilmdebüt gab er 1939. Im Film war er dank seines guten Aussehens und eleganten Auftretens immer auf die kultivierten, charmanten und weltmännischen Rollen abonniert.


    1947 folgte er einem Ruf aus Hollywood. Hitchcock verpflichtete ihn für eine Nebenrolle in der Fall Paradin (1947). Auch nach den Dreharbeiten blieb er in den USA und drehte dort eine Vielzahl von Filmen.

    Zu seinen bekanntesten Filmen gehören Madame Bovary (1949) mit Jennifer Jones, Drei Münzen im Brunnen (1954), Der Schwan (1956) mit Grace Kelly, die Musical-Verfilmung Gigi (1958) mit Leslie Caron, Der Graf von Monte Christo (1961) und Hotel International (1963) mit Elizabeth Taylor und Richard Burton. 1983 übernahm er eine Rolle im James-Bond-Film Octopussy.


    Er arbeitete auch viel für das Fernsehen. So spielte er unter anderem in der Columbo-Folge "Murder under Glass" einen Gourmetkritiker der zum Mörder wird.

    Seinen letzten Filmauftritt gab Jourdan 1992 in Das Jahr des Kometen.


    Auch seinen Ruhestand verlebte der französische Schauspieler in den USA. Er lebte zuletzt sehr zurückgezogen in der Gegend um Los Angeles. Nur ein Jahr nach dem Ableben seiner Ehefrau, mit der er 68 Jahre verheiratet gewesen ist, verstarb Louis Jourdan am 14. Februar 2015 im Alter von 93 Jahren in Beverly Hills.






    Gregor

  • Zitat von Stimmenliebhaber

    1973 – 48. Geburtstag von Jörg Widmann (Komponist und Klarinettist)

    Jörg Widmann, * 19. Juni 1973 München, ist ein deutscher Klarinettist, Dirigent
    und Komponist.


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    L2R: Jörg Widmann, Serge Nakariakov

    Für den Trompetensolisten Serge Nakariakov kompononierte Jörg Widmann
    ad absurdum - Konzertstück für Trompete und kleines Orchester
    - eine fast bis zur Unspielbarkeit virtuose Hetzjagd. Lassen Sie sich überraschen,
    wie das Rennen ausgeht.


    Links:

    fb

    https://www.joergwidmann.com/


    :):):)

  • 20. Juni 2021


    1687 – 334. Geburtstag von Giovanni Battista Pittoni (Maler und Zeichner)


    1756 – 265. Geburtstag von Joseph Martin Kraus (Komponist)


    1787 – 234. Todestag von Carl Friedrich Abel (Komponist u.a.)


    1819 – 102. Geburtstag von Jacques Offenbach (Komponist u.a.) #112


    1846 – 175. Geburtstag von Riccardo Drigo (Komponist und Dirigent)


    1874 – 147. Geburtstag von Georg Göhler (Komponist und Dirigent)


    1891 – 130. Geburtstag von Gianna Arangi-Lombardi (Sängerin)


    1896 – 125. Geburtstag von Wilfrid Pelletier (Dirigent und Pianist)


    1897 – 124. Geburtstag von Elisabeth Hauptmann (Schriftstellerin)


    1899 – 122. Geburtstag von Helen Traubel (Sängerin) #106


    1920 – 101. Geburtstag von Heiner Horn (Sänger)


    1926 (a.Q. 1929) – 95. (92.) Geburtstag von Ingrid Haebler (Pianistin)


    1929 – 92. Geburtstag von Alois Kottmann (Geiger)


    1931 – 90. Geburtstag von Olympia Dukakis (Schauspielerin)


    1932 – 89. Todestag von Franz Ries (Geiger und Komponist)


    1933 – 88. Geburtstag von Hatto Beyerle (Bratscher und Dirigent)


    1934 – 87. Geburtstag von Cornel Țăranu (Komponist und Dirigent)


    1941 – 80. Geburtstag von Dieter Mann (Schauspieler und Intendant) #107, 109, 110, 111

    1941 – 80. Geburtstag von Stephen Frears (Regisseur) #108


    1944 – 77. Geburtstag von Ilse Ritter (Schauspielerin)


    1945 – 76. Geburtstag von Wolfgang Neumann (Sänger)


    1946 – 75. Geburtstag von Brent Ellis (Sänger)

    1946 – 75. Geburtstag von André Watts (Pianist)


    1948 – 73. Geburtstag von Anne-Marie Barat (Organistin)


    1949 – 72. Geburtstag von Lionel Richie (Sänger)


    1950 – 71. Geburtstag von Gudrun Landgrebe (Schauspielerin)


    1953 – 68. Geburtstag von Ulrich Mühe (Schauspieler) #113


    1956 – 65. Geburtstag von Ethna Robinson (Sängerin)


    1958 – 63. Todestag von Elfride Trötschel (Sängerin)


    1963 – 58. Geburtstag von Uwe Steimle (Schauspieler u.a.)


    1968 – 53. Geburtstag von Ruth Killius (Bratscherin)


    1973 – 48. Geburtstag von Tom Wlaschiha (Schauspieler)


    1980 – 41. Todestag von Allan Pettersson (Komponist und Bratschist)


    1991 – 30. Todestag von Malcolm Frager (Pianist)


    1992 – 29. Todestag von Charles Groves (Dirigent)


    2010 – 11. Todestag von Helmut Straßburger (Schauspieler und Regisseur)


    2017 – 4. Todestag von Herbert Hriberschek Ágústsson (Komponist und Hornist)


    2019 – 2. Todestag von Peter Matić (Schauspieler)

    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

  • 1941 – 80. Geburtstag von Dieter Mann (Schauspieler und Intendant)

    Der langjährige DT-Schauspieler und mehrjährige DT-Intendant Dieter Mann, geboren am 20. Juni 1941 in Berlin, wird heute 80 Jahre alt.


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    Von 1964 bis 2006 war der Schauspieler festes Ensemblemitglied am Deutschen Theater Berlin, von 1984 bis 1991 war er zudem der Intendant dieses Hauses. Gewollt hatte er letzteres nicht. Er war ins Kulturministerium und hatte sich dort über die aus seiner Sicht unhaltbaren Zustände am damaligen DT beschwert. Die Reaktion der DDR-Oberen traf ihn unerwartet: er wurde zum Intendanten des Hauses befördert. Nach der Wende gab er die Intendanz an seinen Freund und Kolegen Thomas Langhoff ab und konzentrierte sich wieder ganz auf die Schauspielerei.

    Ich habe Dieter Mann in den Neunzigern häufig und gerne am DT live erlebt, u.a. als Truffaldino in Goldonis "Diener zweier Herren" und als Odysseus in "Der Kyklop", vor allem aber mehrfach als Amtsvorsteher Wehrhahn in "Der Biberpelz" von Gerhart Hauptmann.



    Natürlich trat er auch in Film und Fernsehen auf. Etwas unglücklich fand ich ihn als Herricht-Nachfolger in Sketchen mit Hans-Joachim Preil, das kommte er im direkten Vergleich mit seinem Vorgänger Rolf Herricht nur verlieren. Sehr eindrucksvoll fand ich ihn hingegen im Film "Glück im Hinterhaus" und im Polizeitruf "Auskünfte in Blindenschrift" von 1983.


    Hier ein paar Defa-Filmszenen mit ihm:



    Natürlich haben die großen Berliner Tageszeitungen Artikel zu seinem heutigen 80. Geburtstag veröffentlicht.


    https://www.tagesspiegel.de/ku…enen-buehne/27303036.html


    https://www.berliner-zeitung.d…rtstag-li.162223?pid=true


    Aber auch Irene Bazinger in der FAZ gratuliert:


    https://www.faz.net/aktuell/fe…ird-achtzig-17396775.html


    Seine unheilbare Parkinson-Erkrankung hat der Schauspiler schon vor 5 Jahren öffentlich geacht:


    https://www.bz-berlin.de/leute…nn-ich-leide-an-parkinson


    Im letzten Jahr bekam Dieter Mann (in Abwesenheit) den deutschen Schauspielpreis für sein Lebenswerk:



    Bereits vor 7 Jahren hat der Schauspieler sein Resümee so gezogen:


    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

  • 1941 – 80. Geburtstag von Stephen Frears (Regisseur)


    gefhrliche-liebschaften-stephen-frears-set-1-rcm350x450u.jpgStephen Frears wurde am 20. Juni 1941 im englischen Leicester geboren. Nachdem er zuerst als Regieassistent beim Theater und beim Film gearbeitet hat, begann er in den frühen 70er-Jahren selbst Spielfilme zu inszenieren.

    Nach fast zwei Jahrzehnten Arbeit in seiner britischen Heimat gelang ihm gleich mit seiner ersten Hollywood-Produktion, der Verfilmung von Choderlos de Laclos' Briefroman Gefährliche Liebschaften (1988) ein Kinohit, der für den Oscar als "Bester Film" nominiert und mit insgesamt drei Oscars ausgezeichnet wurde.

    Es folgten Filme wie Ein ganz normaler Held (1992) mit Dustin Hoffman, Mary Reilly (1996) mit Julia Roberts, Chéri (2009) mit Michelle Pfeiffer oder Victoria und Abdul (2017), in welchem Dame Judi Dench als alte Queen Victoria aufgetreten ist.


    Frears führte einige seiner Hauptdarstellerinnen zu glanzvollen, für den Oscar nominierten schauspielerischen Leistungen wie Glenn Close als auch Michelle Pfeiffer in Gefährliche Liebschaften, Anjelica Huston sowie Annette Bening in The Grifters (1990), Judi Dench in Philomena (2013) oder Meryl Streep in Florence Foster Jenkins (2016). Helen Mirren gewann unter seiner Regieanweisung den Oscar für ihre Darstellung von Königin Elizabeth II. in The Queen (2006).


    Frears selbst wurde zweimal für den Regie-Oscar vorgeschlagen. Das erste Mal für The Grifters, das zweite Mal für The Queen.

    Für Hi-Lo Country (1998) erhielt er bei der Berlinale 1999 den Silbernen Bären für die Beste Regie. Hinzu kommen eine Reihe anderer Filmauszeichnungen.






    Gregor

  • 20. Juni 2021

    1941 – 80. Geburtstag von Dieter Mann (Schauspieler und Intendant) #107

    Lieber Stimmenliebhaber, Du hast Dieter Mann schon gewürdigt.

    Neben allen großen Rollen, die er gegeben hat, denke ich auch gerne an einige andere, die er unverwechselbar gestaltet hat, wie etwa seinen Derwisch im Nathan, oder seinen Wirt in der Minna. Im Nathan hat er im Laufe seiner Karriere den Tempelherren, die Titelrolle und eben auch den Derwisch gespielt.

    Eine seiner großen Rollen in den späten neunziger Jahren war der heimkehrende Odysseus in Botho Strauss' Ithaka in der Inszenierung von Thomas Langhoff. Die Vorstellungen des Stücks habe ich ziemlich regelmäßig besucht, grundsätzliche Fragen darin behandelt gefunden. An das Ensemble, das damals auf der Bühne stand, denke ich mit einer Spur Wehmut zurück. Unwiederholbar - und genau so soll es im Theater sein!


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    ..., eine spezifisch deutsche Kultur ist, jenseits der Sprache, schlicht nicht identifizierbar.
    -- Aydan Özoğuz

  • Eine seiner großen Rollen in den späten neunziger Jahren war der heimkehrende Odysseus in Botho Strauss' Ithaka in der Inszenierung von Thomas Langhoff.

    Lieber Hans Heukenkamp,

    stimmt, das war ich auch 2 oder 3x drin.

    Im Nathan hat er im Laufe seiner Karriere den Tempelherren, die Titelrolle und eben auch den Derwisch gespielt.

    Ich habe ihn live im "Nathan" nur noch als Derwisch erlebt. Die Titelpartie hat er nicht am DT gemacht, oder? :hello:

    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

  • Lieber Hans Heukenkamp,

    stimmt, das war ich auch 2 oder 3x drin.

    Ich habe ihn live im "Nathan" nur noch als Derwisch erlebt. Die Titelpartie hat er nicht am DT gemacht, oder? :hello:

    Lieber Stimmenliebhaber, ja, ich auch. Nur als Derwisch. Die anderen Rollen habe ich nur genannt, weil ich es immer bemerkenswert finde, wenn Künstler in verschiedenen Phasen verschiedene Rollen bzw. Partien in ein und demselben Stück oder Oper geben. Es grüßt Hans

    ..., eine spezifisch deutsche Kultur ist, jenseits der Sprache, schlicht nicht identifizierbar.
    -- Aydan Özoğuz

  • 1953 – 68. Geburtstag von Ulrich Mühe (Schauspieler)

    Heute vor 68 Jahren wurde der grandiose deutsche Schauspieler Ulrich Mühe (20.06.1953 - 22.07.2007) im sächsischen Grimma geboren.


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    Ich hatte das Glück, Mühe noch als Egmont, Hamlet und Philotas auf der Bühne des Deutschen Theaters Berlin zu erleben. Besonders eindrücklich und gleich 7x live erlebt war freilich sein Oswald Alwing an der Seite seiner Bühnenmutter Inge Keller in der Thomas-Langhof-Inszenierung in den DT-Kammerspielen.


    220px-Bundesarchiv_Bild_183-1983-1118-005%2C_Berlin%2C_%22Gespenster%22.jpgGespenster-DT-2-300x225.jpgGespenster-DT-1-300x225.jpg


    Sehr gut gefiel er mir auch als Sprecher von "Der kleine Prinz" (auf CD, inzwischen auch auf Youtube) und in dem Film "Das Leben der anderen", der ihn kurz vor seinem Tod auch über das Theaterpublikum hinaus populär machte.



    Hier einige Filme bzw. Seiren mit ihm:



    Und hier noch Theateraufzeichnungen mit ihm:



    Die meisten Menschen können ihren 68. Geburtstag ja erleben und feiern - es ist tragisch, dass gerade diese begnadete Schauspieler viel zu früh, mit nur 54 Jahren, aus dem Zenit seiner Kunst gerissen wurde.


    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

  • 21. Juni 2021


    1661 – 260. Todestag von Andrea Sacchi (Maler)


    1732 – 289. Geburtstag von Johann Christoph Friedrich Bach (Komponist)


    1790 – 231. Geburtstag von Wilhelm Speyer (Komponist)


    1865 – 156. Geburtstag von Paul Knüpfer (Sänger)


    1885 – 136. Geburtstag von Heino Kaski (Komponist)


    1891 – 130. Geburtstag von Hermann Scherchen (Dirigent und Komponist) #118


    1892 – 129. Geburtstag von Hilding Rosenberg (Komponist und Dirigent)


    1893 – 128. Geburtstag von Alois Hába (Komponist)


    1899 – 122. Geburtstag von Pavel Haas (Komponist)


    1908 – 113. Todestag von Nikolai Rimski-Korsakow (Komponist) #115


    1909 – 112. Geburtstag von Kurt Schwaen (Komponist)


    1911 – 110. Todestag von Robert Radecke (Komponist)


    1928 – 93. Geburtstag von Judith Raskin (Sängerin)


    1929 – 92. Geburtstag von Traugott Buhre (Schauspieler)


    1931 – 90. Geburtstag von Erik Neutsch (Schriftsteller)


    1932 – 89. Geburtstag von Lalo Schifrin (Dirigent, Komponist u.a.)


    1936 – 85. Geburtstag von John Wakefield (Sänger)

    1936 – 85. Geburtstag von Jerzy Ostapiuk (Sänger)

    1936 – 85. Geburtstag von Charles Burles (Sänger)


    1941 – 80. Geburtstag von Harald Vogel (Organist)


    1946 – 75. Todestag von Heinrich Kaminski (Komponist)


    1948 – 73. Geburtstag von Matthias Husmann (Dirigent, Komponist u.a.)


    1949 – 72. Geburtstag von Thomas Schmidt-Kowalski (Komponist)


    1952 – 69. Geburtstag von Martin Stephan (Organist u.a.)


    1958 – 63. Geburtstag von Jennifer Larmore (Sängerin) #117


    1967 – 54. Geburtstag von Albert Pesendorfer (Sänger) #119

    1967 – 54. Todestag von Emanuel List (Sänger) #119


    1987 – 34. Geburtstag von Khatia Buniatishvili (Pianistin)


    1997 – 24. Todestag von Karl Ridderbusch (Sänger) #116


    1998 – 23. Todestag von Gerhard Gundermann (Liedermacher)


    2000 – 21. Todestag von Alan Hovhaness (Komponist)


    2020 – 1. Todestag von Jürgen Holtz (Schauspieler)

    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

  • 21. Juni 2021


    1997 – 24. Todestag von Karl Ridderbusch (Sänger)

    Was ich 2012 im Karl Ridderbusch gewidmeten Thread geschrieben hatte, entspricht auch heute noch meiner Einschätzung. Ich bitte daher um Verständnis, wenn ich dies aus Anlass von dessen 24. Todestag wiederhole.


    "Durch eine damalige Freundin, die Anfang der 60er Jahre in Münster lebte und mir von ihrer Entdeckung Karl Ridderbusch vorschwärmte, hörte ich erstmals von diesem Sänger. Persönlich erlebte ich ihn 1967 als Daland in der Wiener B-Premiere vom "Fliegenden Holländer", bei der er die A-Besetzung Oskar Czerwenka weitaus überragte. Darauf folgten viele Aufführungen in Bayreuth (Fasolt, Hunding, Hagen, König Heinrich, Titurel, Pogner, Sachs, Daland), später auch Hamburg (vor allem Ochs) und Kiel (Sachs 1982).


    Für mich war Ridderbusch Besitzer einer der schönsten Baß-Stimmen nicht nur dieser Zeit, ein herrlich sattes Baßtimbre mit großer Höhenexpansion. Auch als Hagen fand ich ihn stimmlich hervorragend, obwohl mir vom Stimmtyp ein Gottlob Frick lieber war. Meine Einschränkungen gegenüber Ridderbusch beziehen sich vor allem auf seine Künstlerpersönlichkeit als Darsteller. Ich weiß, viele der Taminos werden anderer Meinung sein, aber als Sachs habe ich Theo Adam bei weitem vorgezogen, obwohl dieser nicht über Ridderbuschs balsamisches Stimm-Material verfügte. Aber Ridderbusch war mir in dieser Partie immer zu eindimensional, zu sehr lediglich Schuster als vielmehr Schuster und Poet, doch das ist letzten Endes eine Frage des eigenen Geschmacks. Auch als Ochs, den er zudem (welch' Frevel damals) mit Bart spielte, war er mir zu polternd, zu wenig delikat. Hier zog ich Hans Sotin und Kurt Moll bei weitem vor, obwohl die Mühelosigkeit, mit der er diese Partie bewältigte, staunen machte.


    Ich habe damals (1976) in Bayreuth miterlebt, wie Ridderbusch sich negativ über Chéreau ausließ, was seinerzeit meinen Beifall fand, weil auch ich nicht gerade zu den Fans dieser Inszenierung zählte. Heute sehe ich dies viel differenzierter. Einerseits Hut ab vor einem Sänger, der einmal öffentlich äußerte, was viele seiner Kollegen ansonsten nur in der Kantine verlauten lassen (auch ein Theo Adam sagte einmal in Hamburg seine Mitwirkung als Sachs ab, weil Herbert Wernickes Sicht auf das Stück und vor allem die Hauptfigur des Werkes nicht mit der seinen in Einklang zu bringen waren). Auf der anderen Seite war Ridderbusch offenbar nicht aufgegangen, wie Chérau, der ja für seine einfühlsame Personenregie gelobt worden war, Ridderbuschs Persönlichkeit in die Figur des Hagen eingehen ließ. Ridderbuschs Verzicht auf Bayreuth (oder sein Rausschmiß) waren jedenfalls ein großer Verlust für die Bayreuther Festspiele.


    Was Ridderbusch in seiner Freizeit tat, was er sammelte, habe ich nicht in mein Fazit einfließen lassen, ihn für einen großen Sänger zu halten, an dessen beste Partien ich gerne zurückdenke."










    Beste Grüße aus Finnland

    Peter Schünemann

  • 1958 – 63. Geburtstag von Jennifer Larmore (Sängerin)


    Die am 21. Juni 1958 in Atlanta, Georgia geborene Mezzosopranistin Jennifer Larmore zählt zu den faszinierendsten Sängerdarstellerinnen ihrer Generation. Zu Beginn ihrer Karriere spielten Opern von Mozart, Rossini oder Bellini eine bedeutende Rolle. Ganz besonders als Rosina in Il barbiere die Siviglia feierte Jennifer Larmore an Opernhäusern weltweit (New York, Paris, London, Mailand, Wien, Berlin u. a.) große Erfolge. Zu ihrem Repertoire gehören unter anderem die Isabella in L'italiana in Algeri, Dorabella in Cosi fan tutte, Sesto in La clemenza di Tito, Romeo in I Capuleti e i Montecchi, Charlotte in Werther oder die Titelrollen in Giulio Cesare, La cenerentola und Carmen.


    In den letzten Jahren nahm die Künstlerin vermehrt dramatischere Partien in ihr Repertoire auf. Rollen, die sie auch schauspielerisch stark fordern und in denen sie ihr Potential als hervorragende Sängerdarstellerin voll ausleben kann. So war sie beispielsweise in Genf eine packende Lady Macbeth, in New York eine fulminante Gertrud in Hamlet und in Berlin eine faszinierende Küsterin in Jenufa.


    Die ausdrucksstarke Stimme von Jennifer Larmore ist auf vielen Solo-CDs und Operngesamtaufnahmen zu finden. Sie hat sowohl gängiges Repertoire als auch Opernraritäten aufgenommen.







    Gregor

  • 1891 – 130. Geburtstag von Hermann Scherchen (Dirigent und Komponist)

    Es ist erst wenige Tage her, dass ich in dieser Rubrik den Dirigenten Hermann Scherchen anlässlich seines 55. Todestages in einem Beitrag gewürdigt habe, der auch ein paar Tage später anlässlich seines 130. Geburtstages noch aktuell ist:


    Künstler-Gedenktage Juni 2021



    https://www.br-klassik.de/aktu…igiert-beethoven-100.html

    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

  • 1967 – 54. Geburtstag von Albert Pesendorfer (Sänger)

    1967 – 54. Todestag von Emanuel List (Sänger)

    21. Juni 1967 - ein Ochs ging und einer kam. Heute vor 54 Jahren wurde im oberösterreichischen Regau der österreichische Bassist Albert Pesendorfer geboren - und heute vor 54 Jahren starb der österreichische Bassist Emanuel List 79-jährig in seiner Geburtsstadt Wien.


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    Emanuel List war einer der führenden Bassisten seiner Zeiit und gilt als einer der bedrohlichsten "schwarzen" Bässe überhaupt, wie man nicht nur bei seinem Hunding in der Jahrhundert-Aufnahme des 1. Aktes der "Walküre" unter Bruno Walter nachhören kann. 1923 kam er an die Städtische Oper Berlin, schon 1924 wurde er Mitglied der Berliner Staatsoper, debütierte 1931 bei den Salzburger Festspielen und sang bis einschließlich 1933(!) bei den Bayreuther Festspielen. 1934 musste er aufgrund seiner jüdischen Abstammung Deutschland verlassen. Danach sang er noch bis zum "Anschluss" 1938 in Wien, gastierte viel in London (Covent Garden), sang auch in Buenos Aires und jahrelang am berühmtesten Opernhaus Amerikas: der New Yorker MET. 1950 kehrte er für zwei Jahre an die Städtische Oper Berlin zurück, bevor er sich in seiner Heimatstadt Wien zur Ruhe setzte.


    Zahlreiche Aufnahmen und Vorstellungsmitschnitte belegen seinen Rang:






    Am Tag, als dieser berühmte österreichische Bassist starb, wurde ein anderer österreichischer Bassist geboren, der zwar nicht so berühmt wurde wie sein älterer Kollege, der aber noch eines mit ihm gemeinsam hatte: Wie Emanuel List hat auch Albert Pesendorfer die drei wohl anspruchsvollsten Partien im deutschen Bass-Fach bewältigt und häufig gesungen: Osmin, Hagen und Ochs. Es gibt zwar einige Bassisten, die das geschafft haben, aber auch sehr viel berühmte Bassisten des deutschen Faches, denen mindestens eine Rolle fehlte, etwa Gottlob Frick und Fritz Hübner der Ochs oder Kurt Moll der Hagen. Der von mir hochgeschätzte Siegfried Vogel sang von diesen dreien nur den Ochs - und der berühmteste deutsche Bassist der Gegenwart, René Pape, hat KEINE dieser drei besonders anspruchsvollen Bass-Partien in seinem Repertoire! :D

    Pesendorfer schon! :yes:


    Hier einige Aufnahmen mit Pesendorfer (immerhin auch als Sachs, mit dem ich ihn auch mal erlebt habe):



    Lange gehörte Pesendorfer nicht zu meinen favorisierten Sängern, aber 2017 oder 2018 erlebte ich ihn als Ochs an der Deutschen Oper Berlin und war sehr angetan von ihm in dieser Rolle. Er war einfach ein Ochs! Neben Groissböck und Fischesser ist Pesendorfer wohl der beste Ochs der Gegenwart. Und vielleicht hätten sowohl List als auch Pesendorfer auf die Frage nach ihrer Lieblingsrolle den Ochs genannt - auf alle Fälle waren bzw. sind sie große Vertreter dieser Rolle.





    Um nun aber abschließend ehrlicherweise noch eine weitere Gemeinsamkeit in meiner Wahrnehmung von List und Pesendorfer zu verraten: Meine absoluten Lieblinge in ihrem Fach - rein vom Stimmklang her - sind die beide nicht! :P

    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

  • 22. Juni 2021


    1684 – 337. Geburtstag von Francesco Manfredini (Komponist und Geiger)


    1741 – 280. Todestag von Joseph Hector Fiocco (Komponist und Geiger)


    1754 – 267. Todestag von Nicolas Siret (Komponist, Organist u.a.)


    1763 – 258. Geburtstag von Étienne-Nicolas Méhul (Komponist)


    1872 – 149. Geburtstag von Clara Faisst (Komponistin, Pianistin u.a.)


    1905 – 116. Geburtstag von Walter Leigh (englischer Komponist und Pianist)


    1906 – 115. Geburtstag von Billy Wilder (Regisseur, Autor u.a.)


    1910 – 111. Geburtstag von Peter Pears (Sänger)


    1919 – 102. Todestag von Julian Alexandrowitsch Skrjabin (Komponist, Pianist u.a.)


    1926 – 95. Geburtstag von Ruth Zechlin (Komponistin, Cembalistin u.a.)

    1926 – 95. Todestag von Hermann Suter (Komponist und Dirigent)


    1930 – 91. Geburtstag von Klaus Gendries (Schauspieler und Regisseur)


    1932 – 89. Geburtstag von Ingrid Czerny (Sängerin)


    1933 – 88. Geburtstag von Libor Pešek (Dirigent)


    1936 – 85. Geburtstag von Vern Shinall (Sänger)


    1943 – 78. Geburtstag von Klaus Maria Brandauer (Schauspieler und Regisseur) #122


    1944 – 77. Geburtstag von Helmut Dietl (Regisseur und Autor)


    1949 – 72. Geburtstag von Pierre Amoyal (Geiger und Dirigent)

    1949 – 72. Geburtstag von Meryl Streep (Schauspielerin) #123


    1969 – 52. Todestag von Judy Garland (Schauspielerin und Sängerin)


    1971 – 50. Geburtstag von Michio Woirgardt (Komponist und Gitarrist)


    1974 – 47. Todestag von Darius Milhaud (Komponist)


    1984 – 37. Todestag von Gerhard Frommel (Komponist u.a.)


    1987 – 34. Todestag von Fred Astaire (Tänzer, Sänger u.a.)


    1989 – 32. Todestag von Henri Sauguet (Komponist)

    1989 – 32. Todestag von Anton Dermota (Sänger)


    1990 – 31. Todestag von Elizabeth Harwood (Sängerin)


    1998 – 23. Todesstag von Klaus Piontek (Schauspieler) #121


    1999 – 22. Todestag von Ruth Keplinger (Sängerin)


    2002 – 19. Todestag von Conrad Hansen (Pianist)

    Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"