Roland Hermann - Ein Bariton für Gesangs-Spezialisten

  • Heute Werke von Georg Friedrich Händel, Karl Amadeus Hartmann. Joseph Haydn, Hans Werner Henze, Paul Hindemith und Werner Jacob:



    „Judas Maccabaeus“ (Händel): Beverly Bergen, Sopran (Erste Israelitin) / Marga Höffgen, Alt (Zweite Israelitin) / Alejandro Ramirez, Tenor (Judas Maccabaeus) / Roland Hermann, Bass (Simon) / Der Chor der St. Hedwigs-Kathedrale Berlin / Die Domkapelle Berlin / Chorleiter und Dirigent: Roland Bader (Nürnberg, Meistersingerhalle, 23. 6. 1980). Eine konzertante Aufführung des Oratoriums von 1747 in der deutschen Fassung von Georg Gottfried Gervinus anlässlich der 'Internationalen Orgelwoche Nürnberg 1980'.


    Vorher gab es am 6. 6. 1980 zum 'Deutschen Katholikentag 1980' im Berliner ICC (Internationales Congress Centrum) ebenfalls eine konzertante Aufführung dieses Oratoriums in deutscher Sprache mit den obengenannten Solisten - mit Ausnahme von Werner Hollweg, der die Titelpartie sang. Auch hier wirkten der Chor der St. Hedwigs-Kathedrale Berlin und die Domkapelle Berlin unter Roland Bader mit. Meines Wissens gibt es von diesem Konzert keine Tonaufzeichnung.



    „Sodom und Gomorrha“ (Karl Amadeus Hartmann): Roland Hermann (Bariton) / Das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks / Dirigent: Rafael Kubelik (Wien, Musikverein, 3. 6. 1980). Rafael Kubelik dirigierte in diesem Konzert – einen Mitschnitt gab es bei 'Mr. Tape' – auch Antonin Dvoraks 9. Symphonie. Diese 'Gesangsszene für Bariton und Orchester' (1962/63) auf Texte aus dem Schauspiel „Sodome et Gomorrhe“ von Jean Giraudoux ist die letzte Komposition von Karl Amadeus Hartmann und sie entstand für Dietrich Fischer-Dieskau, der sie 1964 auch als Erster (in einem Frankfurter Rundfunk-Konzert unter Dean Dixon) sang.


    dto.: Roland Hermann (Bariton) / Das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks / Dirigent: Rafael Kubelik (München, Herkulessaal der Residenz, 19. und 20. 6. 1980, Live). Ausserdem sang Roland Hermann dieses Gesangsstück bei Konzerten mit dem New York Philharmonic Orchestra unter Rafael Kubelik im September/Oktober 1983 in Washington und New York.


    dto.: Roland Hermann (Bariton) / Das ORF-Symphonieorchester Wien / Dirigent: Lothar Zagrosek (Wien, Konzerthaus, 13. 11. 1986) (siehe Uraufführung des Oratoriums „Dies“ von Wolfgang Rihm).


    dto.: Roland Hermann (Bariton) / Das Gewandhausorchester Leipzig / Dirigent: Herbert Blomstedt (Leipzig, Neues Gewandhaus, 10. 5. 2001). In diesem Konzert erklang auch die „Alpensymphonie“ von Richard Strauss.



    „Die Jahreszeiten“ (Joseph Haydn): Adele Stolte, Sopran (Hanne) / Johannes Hoefflin, Tenor (Lukas) / Roland Hermann. Bass (Simon) / Der Zürcher Bach-Chor / Das Tonhalle-Orchester Zürich / Chorleiter und Dirigent: Peter Eidenbenz (Zürich, Tonhalle, 24. 9. 1978).



    „Die Schöpfung“ (Joseph Haydn): Arleen Augér, Sopran (Gabriel) / Peter Schreier, Tenor (Uriel) / Walter Berry, Bass (Raphael) / Gabriele Sima, Sopran (Eva) / Roland Hermann, Bariton (Adam) / Der Arnold-Schönberg-Chor Wien / Chorltg.: Erwin Ortner / Das Collegium aureum Wien / Dirigent: Gustav Kuhn / TV-Regie: Franz Kabelka (Wien, Aula der Alten Universität, 27. 3. 1982). (DVD bei 'Arthaus') Eine vom ORF aufgezeichnete Aufführung zum 250. Geburtstag Joseph Haydns; in der Aula der Alten Universität in Wien zeigte sich der Komponist am 27. 3. 1808 letztmals in der Öffentlichkeit, als er einem Festkonzert der „Schöpfung“ beiwohnte, das von Antonio Salieri geleitet wurde. (Das Konzert vom 27. 3. 1982 wurde zwei Tage später im Großen Saal des Wiener Musikvereins wiederholt.)



    „Cinque canzoni napoletane“ ('Fünf neapolitanische Lieder') (Hans Werner Henze): Aggio saputo calamorte vene – A l'acqua de li funtanelle – Amaie 'n nenne pe' tridece mise – Amaie nu ninno cu' sudore e stiente – Arbero piccerillo / Roland Hermann (Bariton) / Das Rundfunk-Sinfonieorchester Saarbrücken / Dirigent: Cristóbal Halffter (Saarbrücken, Studio des Saarländischen Rundfunks, 25. 3. 1988). Die CD der Firma 'Arte Nova' (2001) enthält ferner die Orchester-Kompositionen „Ode an den Westwind“ und „Drei Dithyramben“ von Hans Werner Henze.


    Roland Hermann war als Interpret des Mulatten 'Henri-Charles' in der Uraufführung des Oratoriums "Das Floß der Medusa" von Hans Werner Henze am 29. 1. 1971 im Wiener Musikverein angekündigt (Dirigent: Miltiades Caridis; 'La Mort' - Edda Moser; 'Charon' - Helmut Janatsch), seinen Part übernahm kurzfristig der Bariton William Pearson. Bekanntlich war die vorgesehene Uraufführung dieses 'Oratorio vulgare e militare' am 9. 12. 1968 in Hamburg (Dirigent: Hans Werner Henze, mit Edda Moser, Dietrich Fischer-Dieskau und Charles Regnier) durch tumultuöse Proteste der Studentenbewegung verhindert worden.



    „Als Flieder jüngst mir im Garten blüht“ ('Ein Requiem für die, die wir lieben') (Paul Hindemith): Carol Smith (Mezzosopran) und Roland Hermann (Bariton) / Der Zürcher Bach-Chor / Das Tonhalle-Orchester Zürich / Chorleiter und Dirigent.: Peter Eidenbenz (Zürich, Tonhalle, 18. 10. 1977).



    „Sinfonisches Triptychon“ (Werner Jacob): Gesa Hoppe (Sopran) und Roland Hermann (Bariton) / Der Chor des Norddeutschen Rundfunks Hamburg / Die Bamberger Symphoniker / Dirigent: Ingo Metzmacher (Nürnberg, Kirche St. Sebald, 30. 6. 1995). Dieses 'Memento für Sopran, Bariton, Chor und Orchester nach Texten der Heiligen Schrift' von Werner Jacob (1938-2006) wurde bei der 'Internationalen Orgelwoche Nürnberg 1995' aufgeführt.



    Carlo

  • Heute geht es ausschließlich um Werke von Mauricio Kagel.



    „Sankt Bach Passion“ (Mauricio Kagel); Anne Sofie von Otter (Mezzosopran), Hans-Peter Blochwitz (Tenor) Roland Hermann (Bariton) / Peter Roggisch (Sprecher) / Gerd Zacher (Orgel) / Die Limburger Domsingknaben / Ltg.: Christoph Denoix / Der RIAS- Kammerchor / Ltg.: Uwe Gronostay / Der Südfunk-Chor Stuttgart / Ltg.: Helmut Franz / Die Junge Deutsche Philharmonie / Dirigent: Mauricio Kagel (Berlin, Philharmonie, 9. 9. 1985, Uraufführung).


    dto.: Solisten wie in den Konzerten in Berlin und Frankfurt (siehe oben) / Die Limburger Domsingknaben / Ltg.: Christoph Denoix / Der NDR-Chor Hamburg / Der Südfunk-Chor Stuttgart / Ltg. beider Chöre: Helmut Franz / Das Radio-Sinfonieorchester Stuttgart / Dirigent: Mauricio Kagel (Stuttgart, Liederhalle, 21. 9. 1985). Der Mitschnitt des Süddeutschen Rundfunks Stuttgart vom Konzert beim 'Internationalen Musikfest Stuttgart 1985' wurde 1996 bei 'Disques Montaigne' und 2002 bei 'Naive' auf je zwei CDs in Frankreich veröffentlicht.


    dto.: Lani Poulson (Mezzosopran), Daniel Kirch (Tenor), Oliver Zwarg (Bariton) / Roland Hermann (Sprecher) / Het Nationaal Kinderkoor / Ltg.: Rozemarijn Kalis / Het Groot Omroepkoor / Ltg.: James Wood / Het Radio Filharmonisch Orkest Hilversum / Dirigent: Markus Stenz (Amsterdam, Concertgebouw, 13. 12. 2008).


    Mauricio Kagel schuf dieses 'Oratorium für Soli, Chöre und großes Orchester' ab 1981 im Hinblick auf den 300. Geburtstag Johann Sebastian Bachs im Jahre 1985. Die Uraufführung am 9. 9. 1985 in der Berliner Philharmonie wurde vom RIAS Berlin im Rundfunk übertragen. (Mit denselben Mitwirkenden wurde das Werk auch zwei Tage später in der Alten Oper Frankfurt aufgeführt.)



    „Liturgien“ (Mauricio Kagel): Ian Caley (Tenor), Roland Hermann (Bariton), Boris Carmeli (Bass) / Der Kölner Rundfunkchor / Chorltg.: Herbert Schernus / Der Südfunk-Chor Stuttgart / Chorltg.: Rupert Huber / Das Kölner Rundfunk-Sinfonie-Orchester / Dirigent: Gary Bertini (Köln, Philharmonie, 2. 11. 1990, Uraufführung).


    dto.: Ian Caley (Tenor), Roland Hermann (Bariton), Wout Oosterkamp (Bass) / Der Chor und das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks / Chorltg.: Michael Gläser / Dirigent: Mauricio Kagel (München, Herkulessaal der Residenz, 22. 4. 1999). Das Konzert wurde am 23. 4. 1999 wiederholt.


    Die 'Liturgien für Tenor, Bariton, Bass, zwei Chöre und Orchester' mit Texten in sechs Sprachen (hebräisch, arabisch, griechisch, lateinisch, russisch und deutsch) komponierte Mauricio Kagel in den Jahren 1989/90.



    „...den 24.XII.1931“ (Mauricio Kagel): Roland Hermann (Bariton) / Das 'Ensemble Modern' Frankfurt / Dirigenten: Mauricio Kagel und Arturo Tamayo (Donaueschingen, 19. 10. 1991). Eine Live-Sendung des Südwestfunks (Studio Freiburg) von der Uraufführung bei den 'Donaueschinger Musiktagen 1991'; in Frankreich auf CD erschienen bei 'Disques Montaigne'.


    dto.: Roland Hermann (Bariton) / Das 'Ensemble Modern' Frankfurt (Jagdish Mistry, Violine; Michael Kasper, Violone; Yumiko Noda, Viola; Johannes Nied, Kontrabass; Philipp Vandré und Ueli Wiget, Klavier; Rainer Römer und Rumi Ogawa Helferich, Schlagzeug) / Ohne Dirigent (München, Prinzregententheater, 20. 6. 2000). Ein Konzertbeitrag anlässlich der Verleihung des 'Ernst von Siemens-Musikpreises' an Mauricio Kagel.


    dto.: Roland Hermann (Bariton) / Das Ensemble 'musikFabrik' / Dirigent: Emilio Pomarico (München, Prinzregententheater, 21. 4. und 22. 4. 2009). Ein Konzert im Rahmen der 'musica viva'-Reihe des Bayerischen Rundfunks (Generalprobe und Konzert).


    Eine 'Geburtstags-Kantate' (mit dem Untertitel 'Verstümmelte Nachrichten für Bariton und Instrumente'), bei der Mauricio Kagels eigener Text - in deutscher Sprache - quasi eine Collage von Zeitungsmeldungen vom 24. 12. 1931 ist, dem Tag von Kagels Geburt.



    „Duodramen“ (Mauricio Kagel): Margaret Chalker (Sopran), Roland Hermann (Bariton) / Das Rundfunk-Sinfonie Orchester Saarbrücken / Dirigent: Mauricio Kagel (Saarbrücken, Funkhaus Halberg, 3. - 5. 12. 2001). Erschienen 2006 bei 'Naxos'; die CD ist gekoppelt mit zwei weiteren Stücken Kagels: „Szenario für Streichorchester und Tonband“ (bekannt als Musik zum Stummfilm „Der andalusische Hund“ von Luis Bunuel und Salvador Dali) und „Liturgien“ mit Martyn Hill (Tenor), Romain Bischoff (Bariton), Wout Oosterkamp (Bass) und dem Gulbenkian Chorus, Lissabon.


    Die „Duodramen“ von 1997/1998, lt. Mauricio Kagel 'ein munterer Olymp der frei erfundenen Anzüglichkeiten' sind sechs opernhafte kurze Szenen, in denen sich zehn historische Persönlichkeiten - die aber aus verschiedenen Zeiten stammen - gegenüber stehen: Eine griechische Furie und Oswald von Wolkenstein, Indira Ghandi und Giacomo Casanova, Cosima Wagner und Henry Ford, Alma Mahler und Dschingis Khan, Marie-Antoinette und Erich von Stroheim.



    Carlo

  • Werke von Wilhelm Killmayer, Ernst Krenek, Roland Leistner-Mayer, Carl Loewe und Gustav Mahler:



    „Antiphone“ (Wilhelm Killmayer): Roland Hermann (Bariton) / Der Chor und das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks / Chorltg.: Hans-Peter Rauscher / Dirigent: Wilhelm Killmayer (München, Herkulessaal der Residenz, 25. - 27. 9. 1985). Eine Studio-Produktion des Bayerischen Rundfunks. Wilhelm Killmayer (1927-2017) komponierte 1967 vier „Antiphone“ ('Wechselgesänge') für Bariton-Solo, Männerchor und Orchester nach lateinischen Texten von Meister Eckhart und den Psalmen Nrn. 24 und 40.



    „Symeon der Stylit“ (Ernst Krenek): Eva Csapò (Sopran) / Cornelia Kallisch (Mezzosopran) / Werner Hollweg (Tenor und Sprecher) / Roland Hermann (Bariton) / Der ORF-Chor Wien / Ltg.: Erwin Ortner / Das 'Ensemble Modern' Frankfurt / Dirigent: Lothar Zagrosek (Salzburg, Universitätskirche, 27. 7. 1988, Uraufführung).


    Ernst Krenek, vom Erfolgskomponisten der zwanziger Jahre (Oper „Jonny spielt auf“) durch die Nationalsozialisten zum 'Entarteten Musiker' abgestempelt, schrieb dieses unvollendete Oratorium über den berühmten Säulenheiligen – auf Texte aus dem „Byzantinischen Christenbuch“ von Hugo Ball, kombiniert mit lateinischen Psalmen und Worten der Bergpredigt – 1935/36 vor seiner Emigration in die USA. (Die Uraufführung des ca. 40minütigen Werks bei den Salzburger Festspielen 1988 wurde gekoppelt mit einer Aufführung des Oratoriums „Jephte“ von Giacomo Carissimi in der Fassung von Hans Werner Henze – siehe oben); die deutsche Erstaufführung von „Symeon der Stylit“ war 2013 bei den Kasseler Musiktagen.



    „Das weiße Requiem“ (Roland Leistner-Mayer): Daphne Evangelatos (Mezzosopran) und Roland Hermann (Bariton) / John Edward Kelly (Altsaxophon) / Der Chor und das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks / Chorltg.: Michael Gläser / Dirigent: Arturo Tamayo (München, Herkulessaal der Residenz, 11. 4. 1997, Uraufführung).


    Der sehr produktive Komponist Roland Leistner-Mayer (Jahrgang 1945) schuf seine 'Symphonie Nr. 3, op. 81' mit einem darin eingewobenen Gesangsteil für zwei Solisten und Chor (Text von Rudolf Mayer-Freiwaldau) in den Jahren 1991 bis 1994. Die Uraufführung erfolgte im Rahmen der Konzertreihe 'musica viva' des Bayerischen Rundfunks, wobei an diesem Abend noch Werke von Sylvano Bussoti („Souvenirs d'Italie“ von 1996, Uraufführung) und Hubert Stuppner („Salomes Tanz“ von 1933, Orchesterfassung) erklangen.



    „Zwei Balladen“ (Carl Loewe): 'Odins Meeresritt', op. 118 – 'Der Erlkönig', op. 1 Nr. 3 (Instrumentierungen beider Lieder: Hans Pfitzner) / Roland Hermann (Bariton) / Das Münchner Rundfunkorchester / Dirigent: Heinz Wallberg (München, Funkhaus, Studio 1, 9. 11. 1978). Aufgenommen als Studio-Produktion und einen Tag später als 'Funkkonzert' live vor Publikum wiederholt. (Siehe auch die Aufnahmen von Liedern von Hugo Wolf.)



    „Zwei Balladen-Zyklen“ (Carl Loewe): 'Kaiser Karl V.' (Vier historische Balladen, op. 99): Das Wiegenfest zu Gent; 1844 – Kaiser Karl V. in Wittenberg; 1844 – Der Pilgrim vor St. Just; 1832 – Die Leiche zu St. Just; 1844 / 'Gregor auf dem Stein' (Legende in fünf Teilen, op. 38; 1834): Herolde ritten von Ort zu Ort – Im Schloss, da brennen der Kerzen viel – Der junge König und sein Gemahl – Ein Klippeneiland liegt am Meer – Wie bräutlich glänzt das heilige Rom / Roland Hermann (Bariton) / Geoffrey Parsons (Klavier) (Gstaad, März 1981). Eine Produktion der schweizerischen Firma 'Claves'. Ich habe noch die LP-Ausgabe von 1981, die auf dem Cover das Abbild Karls V. auf einer Silbermedaille nach dem Entwurf Albrecht Dürers zeigt, während auf dem CD-Cover von 1990 Tizians berühmtes Portrait des Kaisers aus der Alten Münchner Pinakothek zu sehen ist (siehe Beitrag Nr. 6).



    „Lieder und Gesänge aus der Jugendzeit“ (Gustav Mahler): 'Frühlingsmorgen' – 'Erinnerung' – 'Hans und Grete' – 'Serenade' – 'Phantasie ' - 'Um schlimme Kinder artig zu machen' – 'Ich ging mit Lust durch einen grünen Wald' – 'Aus! Aus!' - 'Starke Einbildungskraft' – 'Zu Straßburg auf der Schanz' – 'Ablösung im Sommer' – 'Scheiden und Meiden' – 'Nicht wiedersehen!' - 'Selbstgefühl' – 'Revelge' – 'Der Tambourg'sell' / Roland Hermann (Bariton) / Geoffrey Parsons (Klavier) (London. Studio No. 1, Abbey Road, 12. und 13. 8. 1974). Zuerst erschienen diese Lieder 1975 auf einer LP der 'EMI'; 1990 wurde bei 'Claves' in der Schweiz eine CD davon herausgegeben.


    Im Klavierlieder-Zyklus „Lieder und Gesänge aus der Jugendzeit“ stammen die ersten fünf Lieder aus den Jahren 1880 bis 1883 ('Frühlingsmorgen' und 'Erinnerung' sind Gedichte von Richard Leander recte Richard von Volkmann; 'Hans und Grete' ist Gustav Mahlers eigene Textfassung des Volksliedes; die Texte der Lieder 'Serenade' und 'Phantasie' sind ebenfalls von Gustav Mahler nach dem „Don Juan“ von Tirso de Molina), gefolgt von neun zwischen 1887 und 1890 komponierten Liedern auf Texte aus der Sammlung „Des Knaben Wunderhorn“ (herausgegeben von 1805 bis 1808 von Achim von Arnim und Clemens Brentano). Angehängt sind die nicht von Gustav Mahler stammenden Klavierfassungen seiner Orchesterlieder 'Revelge' (1899) und 'Der Tambourg'sell' (1901), ebenfalls nach Gedichten aus der „Wunderhorn-Lieder“-Sammlung.



    „Lieder eines fahrenden Gesellen“ (Gustav Mahler): 'Wenn mein Schatz Hochzeit macht' – 'Ging heut' Morgen über's Feld' – 'Ich hab' ein glühend' Messer' – 'Die zwei blauen Augen von meinem Schatz' / Roland Hermann (Bariton) / Symphonica of London / Dirigent: Wyn Morris (London, November 1973). Veröffentlicht 1974 als Doppel-LP bei 'Symphonica Music' (gekoppelt mit Mahlers Symphonie Nr. 5) und 1995 auf CD bei 'IMP' – International Music Publications - als Ergänzung zu der Aufnahme von Mahlers „Wunderhorn-Liedern“ mit Janet Baker und Geraint Evans unter Wyn Morris am Pult des London Philharmonic Orchestra.



    „Achte Symphonie“ (Gustav Mahler): Ute Vinzing, Sopran (Magna Peccatrix) / Judith Blegen, Sopran (Una poenitentium) / Gilah Yaron, Sopran (Mater gloriosa) / Julia Hamari, Alt (Mulier Samaritana) / Birgit Finnilä, Alt (Maria Aegyptiaca) / Werner Hollweg, Tenor (Doctor Marianus) / Roland Hermann, Bariton (Pater ecstaticus) / Harald Stamm, Bass (Pater profundus) / Die Limburger Domsingknaben – Ltg.: Matthias Breitschaft / Der Chor des Bayerischen Rundfunks – Ltg.: Gordon Kember / Der Kölner Rundfunkchor – Ltg.: Herbert Schernus / Der Chor des Norddeutschen Rundfunks – Ltg.: Werner Hagen / Der Südfunk-Chor Stuttgart – Ltg.: Heinz Mende / Das Radio-Sinfonie-Orchester Frankfurt / Dirigent: Eliahu Inbal (Frankfurt, Alte Oper, 10. 6. 1983). Eine Live-Übertragung des Hessischen Rundfunks. Dieser Rundfunk-Mitschnitt ist nicht identisch mit der Aufnahme Eliahu Inbals aus der Alten Oper Frankfurt im Oktober 1986, die von 'Denon' in Japan veröffentlicht wurde; hier sind Faye Robinson, Teresa Cahill, Hildegard Heichele, Livia Budai, Jane Henschel, Kenneth Riegel, Hermann Prey und Harald Stamm die Solisten.



    Carlo

  • „Mathis der Maler“ (Paul Hindemith): Mathias Grünewald, genannt 'Mathis', Hofmaler des Erzbischofs – Roland Hermann / Albrecht von Brandenburg, Kardinal und Erzbischof von Mainz – Josef Protschka / Lorenz von Pommersfelden, Domdechant von Mainz– Victor von Halem / Wolfgang Capito, Rat des Kardinals – Hermann Winkler / Riedinger, ein reicher Mainzer Bürger – Harald Stamm / Ursula, seine Tochter – Sabine Hass / Der Truchsess von Waldburg, Befehlshaber des Bundesheeres – Ulrich Hielscher / Sylvester von Schaumberg, einer seiner Offiziere – Ulrich Reß / Hans Schwalb, Führer der aufständischen Bauern – Heinz Kruse / Regina, seine Tochter – Gabriele Rossmanith / Die Gräfin von Helfenstein – Marilyn Schmiege / Der Pfeifer des Grafen – John Cogram / Der Chor des Norddeutschen Rundfunks Hamburg / Chorltg.: Werner Hagen / Der Kölner Rundfunkchor / Chorltg.: Godfried Ritter / Das Kölner Rundfunk-Sinfonie-Orchester / Dirigent: Gerd Albrecht (Köln, Westdeutscher Rundfunk, Studio Stolberger Straße, 30. 4. - 9. 5. 1990). Die Oper wurde anschließend auch konzertant am 11. 5. 1990 in der Kölner Philharmonie aufgeführt. (Die Studio-Aufnahme erschien 1994 bei 'Wergo' auf drei CDs.)

    Diese Aufnahme kann man hier hören:

    https://m.bilibili.com/video/BV1Er4y1F7UP

    Alles Gute und einen Gruß von Orfeo

  • Und hier kaufen:


    Es grüßt Rüdiger als Rheingold1876


    "Was mir vorschwebte, waren Schallplatten, an deren hohem Standard öffentliche Aufführungen und zukünftige Künstler gemessen würden." Walter Legge (1906-1979), britischer Musikproduzent

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  • Hallo Carlo, von Ihrer Zusammenstellung der Aufnahmen Roland Hermanns auf Schallplatten, CDs, DVDs bin ich sehr beeindruckt und bedanke mich herzlich dafür. Ich habe noch eine Ergänzung zu Kagel, falls ich es nicht übersehen habe: auch auf der DVD "Süden" von Gastón Solnicki über Mauricio Kagel ist Roland Hermann zu hören und sehen mit "..., den 24.Xii.1931" (DVD, 2011, Kairos).

    Übrigens kann man Hermann auch als Gesangslehrer an der Musikhochschule in Karlsruhe mit einem finnischen Schüler erleben auf der DVD "Talvinen matka - Visa Koiso-Kanttila hallitse" (2007 Guerilla Films)

    Dann noch eine Korrektur zu Ihren Bemerkungen über Hermann zu Beginn Ihrer Ausführungen. Der schwere Autounfall war nicht 1972, sondern passierte am 6. Juni 1971, wie mir Roland Hermann 2020 schrieb.

    Alles Gute und ich hoffe auf weitere Beiträge von Ihnen

    gattina

  • In dem finnischen Dokumentarfilm "Talvinen Matka" (Winterreise) unternimmt ein Musiker eine emotionale Reise in der Hoffnung, sich als Künstler zu verbessern. Kalle Koiso-Kanttila ist ein aufstrebender klassischer Sänger, der an einer angesehenen Musikschulen studiert hat. Obwohl Kalle davon träumt, Solist in einem professionellen Opernensemble zu werden, lief sein Vorsungen nicht so gut, wie er es gerne gehabt hätte. Kalle studiert bei mehreren erfahrenen Gesangslehrern, die ihn ähnlich beurteilen – dass er sich nicht emotional mit seiner Musik verbinden kann und dass er seine persönlichen Probleme lösen muss, die bis in seine Kindheit zurückreichen, wenn er jemals vorankommen und sich im Lied vollständig offenbaren will. Kalle beginnt mit Tom Krause und Roland Hermann zu arbeiten, die ihm helfen, die Turbulenzen seiner Vergangenheit zu erschließen, während Kalle ein besonders anspruchsvolles Musikstück, Schuberts „Winterreise“, einstudiert.

    "Talvinen matka" wurde im Wettbewerb des Hot Docs International Film Festival 2007 gezeigt.

    Die DVD ist im Handel erhältlich.

    Alles Gute und einen Gruß von Orfeo

  • Hallo, gattina!



    Herzlich willkommen im "Tamino Klassikforum"! Vielen Dank für die Ergänzungen zur Diskographie von Roland Hermann! (Dieser Dank geht auch an Orfeo!) Leider war ich für zwei Monate wegen des Totalausfalls meines noch nicht vier Jahre alten Notebooks zu einer 'Zwangspause' gezwungen, doch nun hoffe ich, zügig weiter meine Beiträge schreiben zu können.



    Hier folgen Werke von Frank Martin, Bohuslav Martinu, Felix Mendelssohn-Bartholdy, Wolfgang Amadé Mozart und Carl Orff. (Mein neues Schreibprogramm enthält nicht die Möglichkeit, fremde Schrift- und Akzentzeichen zu setzen.)



    „In terra pax“ (Frank Martin): Regina Klepper (Sopran), Cornelia Kallisch (Alt), Peter Bartels (Tenor), Roland Hermann (Bariton), Peter Lika (Bass) / Der Kammerchor Stuttgart / Die Bamberger Symphoniker / Chorleiter und Dirigent: Frieder Bernius (Nürnberg, Kirche St. Sebald, 29. 6. 1986). Ein Konzert anlässlich der Internationalen Orgelwoche Nürnberg 1986, mitgeschnitten vom Bayerischen Rundfunk (Studio Franken).



    „Polni Mse“ ('Feldmesse') (Bohuslav Martinu): Roland Hermann (Bariton) / Der Akademiechor Luzern / Chorltg.: Alois Koch / Das Schweizerische Festspielorchester / Dirigent: Jirí Belohlávek (Luzern, Kunsthaus, 15. 8. 1984). Ein Mitschnitt der SRG von den ‚Internationalen Musikfestwochen Luzern‘ (seit 2001 ‚Lucerne Festival’). Ursprünglich sollte Rafael Kubelik das Konzert dirigieren.



    „Vier Geistliche Kantaten“ (Felix Mendelssohn-Bartholdy): 'Ach Gott, vom Himmel sieh' darein'*+ – 'Jesu, meine Freude'+ – 'Wer nur den lieben Gott lässt walten'°+ – 'Christe, du Lamm Gottes'+ / Krisztina Laki° (Sopran) und Roland Hermann* (Bariton) / Der Kammerchor Stuttgart+ / Das Württembergische Kammerorchester Heilbronn / Chorleiter und Dirigent: Frieder Bernius (Stuttgart, September 1980). Eine Schallplatte der 'EMI' von 1981.



    „Per questa bella mano, KV 612“ (Wolfgang Amadé Mozart): Roland Hermann (Bass) / Georg Hörtnagel (Kontrabass) / Das Mozarteum-Orchester Salzburg / Dirigent: Leopold Hager (Salzburg, Mozarteum, Januar 1973). Die Aufnahme dieser Konzertarie wurde zusammen mit dem Konzert für Fagott und Orchester (KV 191) und den Symphonien Nrn. 10 (KV 74) und 35 „Haffner-Symphonie“ (KV 385) auf einer LP der 'BASF' veröffentlicht.



    „Requiem, KV 626“ (Wolfgang Amadé Mozart): Leonore Kirschstein (Sopran), Kaja Borris (Alt), Horst Laubenthal (Tenor), Roland Hermann (Bass) / Der Berliner Konzertchor / Das Radio-Symphonie-Orchester Berlin / Chorleiter und Dirigent: Fritz Weisse (Berlin, Philharmonie, 15. 11. 1975) (Siehe Anton Bruckner: Te Deum)


    dto.: Jutta-Renate Ihloff (Sopran), Barbara Egel (Alt), Dieter Ellenbeck (Tenor), Roland Hermann (Bass) / Der Münchner Motettenchor / Mitglieder der Münchner Philharmoniker und des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks / Chorleiter und Dirigent: Hans Rudolf Zöbeley (München, Herkulessaal der Residenz, 14. 11. 1976). Ein Konzert 'In memoriam Rudolf Kempe’. (Siehe Benjamin Britten: „Cantata Misericordium“).



    „Carmina burana“ (Carl Orff): Ruth-Margret Pütz (Sopran), Michael Cousins (Tenor), Roland Hermann und Barry McDaniel (Bariton) / Chorsolisten: Marlies Jacobs, Barbara Dommer, Marita Janssen-Scheeben, Werner Becker, André Peysang, Toni Maxen, Ferdinand Schnelle, Nikolaus Hillebrand und Dietrich Satzky / Der Tölzer Knabenchor / Ltg.: Gerhard Schmidt-Gaden / Der Kölner Rundfunkchor / Chorltg.: Herbert Schernus / Das Kölner Rundfunk-Sinfonie-Orchester / Dirigent: Ferdinand Leitner (Köln, WDR-Funkhaus, März 1971) Erschienen auf LP bei 'BASF' (1973) bzw. 'Acanta' (1976) sowie auf CD bei ‚Allegria‘ (2003) und ‚Arts Archives‘ (2008). Aus den Angaben zu der Schallplatten-Veröffentlichung geht nicht hervor, welchen Part die beiden Baritone interpretieren. Meiner Meinung nach singt Roland Hermann im 1. Teil („Der Frühling“), während Barry McDaniel der Bariton in den beiden anderen Teilen („In Taberna“ und „Cour d' Amour“) ist.


    „Carmina burana“ (Carl Orff): Krisztina Laki (Sopran), Zeger Vanderstene (Tenor), Roland Hermann (Bariton) / Der Chor der Wiener Volksoper / Die Chorvereinigung 'Jung-Wien' / Der Wiener Schubertbund / Die Wiener Symphoniker / Dirigent: Gustav Kuhn (Wien, Musikverein, 30. 6. 1983).



    Carlo

  • Nachfolgend Kompositionen von Penderecki, Prokofiev, Ravel, Reger, Reutter, Rihm und Rossini:



    „Te Deum“ (Krysztof Penderecki): Kathrin Graf (Sopran), Glenys Linos (Alt), Richard Decker (Tenor), Roland Hermann (Bass) / Der Zürcher Bach-Chor / Die 'basel sinfonietta' / Chorleiter und Dirigent: Peter Eidenbenz (Basel, Casino, 13. 9. 1986, Schweizerische Erstaufführung). In diesem Konzert erklang auch die Chor-Kantate 'Nun ist das Heil und die Kraft, BWV 50 ' von Johann Sebastian Bach und Arthur Honeggers Symphonie Nr. 5.



    „Leutnant Kijé“ (Sergej Prokofiev): Roland Hermann (Bariton) / Die Bamberger Symphoniker / Dirigent: Moshe Atzmon (Bamberg, Dominikanerbau, 21. 2. 1968). Eine Aufnahme vom Studio Franken des Bayerischen Rundfunks.



    „Don Quichotte à Dulcinée“ (Maurice Ravel): Roland Hermann (Bariton) / Das Radio-Symphonie-Orchester Berlin / Dirigent: Jonathan Sternberg (Berlin, Hochschule für Musik, 4. 11. 1964). Roland Hermann sang die drei Lieder nach Gedichten von Paul Morand in französischer Sprache. In der Live-Übertragung dieses Konzerts durch den RIAS Berlin war der Sänger auch mit den drei „Gesängen des Harfners“ von Hugo Wolf zu hören und wurde in der Pause interviewt.



    „Hymnus der Liebe“ (Max Reger): Roland Hermann (Bariton) / Die Bamberger Symphoniker / Dirigent: Rudolf Alberth (Bamberg, Kulturraum, 25. 9. 1973, Live). In diesem Konzert sang Roland Hermann auch Rudi Stephans „Liebeszauber“ (siehe dort).



    „Der große Kalender“ (Hermann Reutter): Annabelle Bernard (Sopran) und Roland Hermann (Bariton) / Ein Kinderchor / Der Philharmonische Chor Stuttgart / Der Südfunk-Chor Stuttgart / Das Sinfonie-Orchester des Süddeutschen Rundfunks Stuttgart / Dirigent und Chorleiter: Heinz Mende (Stuttgart, Liederhalle, 17. 6. 1970, Uraufführung der Neufassung). Dieses Konzert zum 70. Geburtstag Hermann Reutters wurde gleichzeitig im Süddeutschen Rundfunk und im Bayerischen Rundfunk live übertragen. Den Text zu diesem Oratorium - ein musikalischer Kalender in 24 Teilen - schrieb der durch Werner Egks „Die Zaubergeige“ bekannte Ludwig Andersen; die Uraufführung war am 22. 6. 1933 in Dortmund.



    „Dies“ (Wolfgang Rihm): Agnes Habereder (Sopran), Klára Takács (Alt), Robert Gambill (Tenor), John Brandstetter (Bariton), Roland Hermann (Bass-Bariton) / Alexander Goebel und Jost Meyer (Sprecher) / Die Wiener Sängerknaben / Der ORF-Chor Wien / Das ORF-Symphonieorchester Wien / Dirigent: Lothar Zagrosek (Wien, Konzerthaus, 13. 11. 1986, Uraufführung). Wolfgang Rihm komponierte dieses 'Oratorium nach Texten von Leonardo da Vinci, aus dem Graduale und der Vulgata für Soli, Sprecher, Kinderchor, Sprechchor, großen gemischten Chor, große Orgel, Fernorchester und großes Orchester' 1984 im Auftrag des Landes Rheinland-Pfalz.


    dto.: Edith Wiens (Sopran), Cornelia Kallisch (Alt), Josef Protschka (Tenor), Sebastian Reinthaller (Tenor), Roland Hermann (Bass-Bariton) / Peter Pikl und Georg Schuchter (Sprecher) / Die St. Florianer Sängerknaben / Chorltg.: Franz Farnberger / Der Salzburger Bachchor / Chorltg.: Howard Arman / Der Chor des Ungarischen Rundfunks und Fernsehens / Chorltg.: Ferenc Sapzszon / Das Mozarteum-Orchester Salzburg / Dirigent: Lothar Zagrosek (Salzburg, Universitätskirche, 15. 8. 1990). Am Beginn dieses Konzertes stand Anton Bruckners „Messe Nr. 3 in f-Moll“ (siehe dort).



    „Stabat Mater“ (Gioachino Rossini): Pilar Lorengar (Sopran), Barbara Scherler (Alt), Dieter Ellenbeck (Tenor), Roland Hermann (Bass-Bariton) / Der Chor der St. Hedwigs-Kathedrale, Berlin / Das Radio-Symphonie-Orchester Berlin / Chorleiter und Dirigent: Anton Lippe (Berlin, Philharmonie, 28. 3. 1971). Ein Mitschnitt des RIAS Berlin.



    Carlo

  • Roland Hermann mit Werken von Giacinto Scelsi, Heinz Schnitzler, Othmar Schoeck, Arnold Schönberg, Franz Schubert und Robert Schumann:



    „Yamaon“ (Giacinto Scelsi): Roland Hermann (Bass-Bariton) / Mitglieder des 'Klangforums Wien': Lorelei Dowling (Fagott), Pierre-Stéphane Meuge und Gerald Preinfalk (Saxophon), Uli Fussenegger (Kontrabass), Lukas Schiske und Adam Weisman (Schlagzeug) / Dirigent: Hans Zender (Wien, Casino Zögernitz, 11. 2. 1998). Dieses Werk (über den Untergang der Maya-Kultur) aus den Jahren 1954-1958 erschien 1999 auf einer CD der Firma „Kairos“, gekoppelt mit weiteren Werken des Grafen Scelsi (1905-1988): „Anahit“ für Violine und 18 Instrumente (1965); „I presagi“ für ein Kammerensemble (1958); „Tre pezzi“ für Sopran-Saxophon (1956) und „Okanagon“ für Harfe,Kontrabass und Tam-Tam (1968).



    „Lieder und Chorlieder“ (Heinz Schnitzler): Roland Hermann (Bariton). Es gab eine Schallplatte der Düsseldorfer Firma 'Life Records' mit Liedern des aus Essen gebürtigen Komponisten und Chorleiters Heinz Schnitzler (1907-2002). Leider habe ich diese LP nie gesehen oder Teile daraus gehört, so dass ich dazu keine Einzelheiten mitteilen kann. Auch im ‚Bielefelder Katalog‘ war sie nicht gelistet.



    „Elegie“ (Othmar Schoeck): Roland Hermann (Bass) / Die Festival Strings Lucerne / Dirigent: Rudolf Baumgartner (Luzern, Kunsthaus, 17. 8. 1986). „Elegie“ ist ein Zyklus von 24 Liedern nach Gedichten von Nikolaus Lenau und Joseph von Eichendorff für Bariton und Kammerorchester, komponiert in den Jahren 1915 – 1922. Roland Hermann sang hier in einem Konzert während der Luzerner Musikfestwochen 1986.



    „Kol Nidre“ (Arnold Schönberg): Roland Hermann (Sprecher) / Der ORF-Chor und das ORF-Symphonieorchester Wien / Chorltg.: Roman Ortner ? / Dirigent: Michael Gielen (Wien, Musikverein, 27. 1. 1989). Die Vertonung – für einen Sprecher, einen gemischten Chor und Orchester - des traditionellen, am Abend des Jom Kippur ('Versöhnungsfest') gesprochenen, Gebetes trägt in Schönbergs Werkverzeichnis die Opuszahl 39 und sie entstand 1938 in Los Angeles. Allerdings änderte Arnold Schönberg den jahrhundertealten Text unter dem Eindruck der ihn aus Deutschland erreichenden schlimmen Nachrichten ab, so dass die Freisprechung nur für die frevelhaften Gelübde und Schwüre gegen den Glauben an Gott gilt.



    „Ode an Napoleon Buonaparte“ (Arnold Schönberg): Roland Hermann (Sprecher) / Tim Vogler und Frank Reinecke (Violine), Stefan Fehlandt (Viola), Michael Sanderling (Violoncello) und Frank-Immo Zichner (Klavier) (Aufgenommen 1994 und ein Jahr später veröffentlicht auf CD in der ‚Edition Abseits‘.) Eingespielt wurde das 1942 in den USA komponierte Werk (op. 41) - mit einem Text von Lord Byron in Schönbergs eigener deutscher Übersetzung - in der Fassung für Streichquartett und Klavier. (Die CD enthält ferner „Sechs kleine Klavierstücke, op. 19“ von Arnold Schönberg und von Viktor Ullmann die „Variationen und Doppelfuge über ein Thema von Arnold Schönberg für Klavier, op. 3a“ sowie „Die Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke, für Sprecher und Klavier“ mit Gert Westphal.)



    „Ein Überlebender aus Warschau“ (Arnold Schönberg): Roland Hermann (Sprecher) / Der Chor des Bayerischen Rundfunks / Das Münchner Rundfunkorchester / Dirigent: Marc Albrecht (München, Herz-Jesu-Kirche, 7. 2. 2003). Dieses Konzert der Reihe ‚Paradisi gloria‘ brachte neben diesem Melodram für Sprecher, Männerchor und Orchester (1947) von Arnold Schönberg auch die Chorkomposition „Friede auf Erden“ (1907) sowie das Adagetto ‚Als Jakob erwachte‘ aus der Oper „Paradise Lost“ von Krzysztof Penderecki (1978) und den „Psalmus hungaricus“ für Tenor, Chor und Orchester (1923) von Zoltán Kodály; der Solist war hier Zoran Todorovich. (Das komplette Konzert wurde am 15. 2. 2003 im Bayerischen Rundfunk gesendet.)



    „Fünf Lieder“ (Franz Schubert): 'An die Leyer, D 737' - 'Orest auf Tauris, D 548' - 'Der entsühnte Orest, D 679' - 'Philoktet, D 540' - 'Freiwilliges Versinken, D 700' / Roland Hermann (Bariton) / Klavier: Rolf Reinhardt (Köln, Funkhaus, 1962). Eine Sendung des WDR vom 6. 11. 1962; m. E. die frühesten Aufnahmen Roland Hermanns.



    „Winterreise, D 911“ (Franz Schubert): Roland Hermann (Bariton) / Klavier: Roman Ortner (Wien, Musikverein, Brahmssaal, 30. 1. 1977). Roland Hermann sprang für den erkrankten Ulrik Cold ein; vermutlich existiert ein Mitschnitt.



    „Faust-Szenen“ (Robert Schumann): Pamela Coburn, Sopran (Gretchen, Una Poenitentium) / Sylvia Greenberg, Sopran (Sorge) / Silvia Herman, Sopran (Not, Magna Peccatrix) / Marga Schiml, Alt (Marthe, Schuld, Maria Aegyptiaca, Mater Gloriosa) / Ursula Kunz, Alt (Mangel, Mater Samaritana) / Endrik Wottrich, Tenor (Ariel, Pater Ecstaticus) / Wolfgang Schöne, Bariton (Faust, Doctor Marianus) / Roland Hermann, Bass-Bariton (Mephistopheles, Böser Geist, Pater Seraphicus) / Franz-Josef Selig, Bass (Pater Profundus) / Die Wuppertaler Kurrende / Chorltg.: Heinz Rudolf Meier / Der Chor des Städtischen Musikvereins Düsseldorf / Chorltg.: Hartmut Schmidt / Die Düsseldorfer Symphoniker / Dirigent: Salvador Mas Conde (Düsseldorf, Tonhalle, 16., 17. und 19. 6. 1994). Der Mitschnitt eines der drei Konzerte befindet sich im Archiv des Städtischen Musikvereins Düsseldorf. Meine Aufteilung der Gesangspartien ist spekulativ, da im Programmheft die Sänger nur mit ihrem Stimmfach genannt wurden. (Ich habe leider keines dieser Konzerte besucht, weil ich verreist war.)



    Carlo

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  • Hallo Carlo, es ist für mich immer eine große Freude, wenn ich sehe, was Sie wieder zu Roland Hermann gefunden haben und es uns allen zur Verfügung stellen. Haben Sie ganz herzlichen Dank dafür.

    Kennen Sie auch die CD bei DIVOX (1995): René Leibowitz "Chamber Music" mit dem Ensemble Aisthesis, auf der Roland Hermann in der Serenade op. 38 als Bariton zu hören ist und Vier Lieder nach Gedichten von Paul Celan, op. 86, singt. Die Aufnahme stammt aus den Jahren 1987, 88 und 1993, wobei nicht klar ist - zumindest nicht für mich, wann welches Werk auf der CD aufgenommen worden ist.

    Am 4. Januar 2022 schrieb ich an die Gesellschaft der Musikfreunde in Wien und fragte nach einer Tonaufaufnahme von Schuberts "Winterreise", die Roland Hermann am 30. Januar 1977 im Brahmssaal des Musikvereins Wien (Jeunesse), begleitet von Roman Ortner gesungen hat. Daraufhin antwortete mir eine Frau Ilse Kosz (Gesellschaft der Musikfreunde in Wien - Archiv, Bibliothek, Sammlungen), dass sie keine Tonaufnahmen dieses Konzertes besitzen. Ob man sich damit zufrieden geben muss, weiß ich nicht. Ich bedaure das sehr, denn ich hätte Hemann zu gerne einmal mit der Winterreise gehört, die er meines Wissens mehrfach, u.a. bei Tourneen in Australien gesungen hat.

    Vielleicht interessiert es Sie, dass ich Ihre vielen Informationen in einen schon vorhandenen Lebenslauf von Roland Hermann "eingebaut" habe, d.h. also sie chronologisch einsortiert habe; inzwischen sind es 13 Seiten geworden und zeigen ein beeindruckendes und vielfältiges musikalisches Leben!

    Ciao gattina

  • Liebe gattina,


    vielen Dank für den Hinweis auf die mir nicht bekannte CD mit Werken des als Dirigent wie auch als Komponist unterschätzten René Leibowitz. Wieder ein Beweis für die enorme sängerische Spannweite im Repertoire von Roland Hermann!



    Im nachfolgenden Beitrag geht es um Kompositionen von Dmitri Shostakovich, Rudi Stephan, Igor Stravinsky, Anton Webern und Gerhard Wimberger.



    „Symphonie Nr. 14“ (Dmitri Shostakovich): Elena Prokina (Sopran) und Roland Hermann (Bass-Bariton) / Das Münchner Kammerorchester / Dirigent: Christoph Poppen (München, Herkulessaal der Residenz, 14. 5. 1998). Diese ‚Symphonie für Sopran, Bass, Streichorchester und Schlagzeug‘ aus dem Jahre 1969 gliedert sich in elf Sätze mit Texten von Guilleaume Apollinaire, Federico Garcia Lorca und Rainer Maria Rilke sowie einem russischen Gedicht von Wilhelm Küchelbecker.



    „Liebeszauber“ (Rudi Stephan): Roland Hermann (Bariton) / Die Bamberger Symphoniker / Dirigent: Rudolf Alberth (Bamberg, Kulturraum, 24. 9. 1973). In diesem Konzert, das vom Bayerischen Rundfunk übertragen wurde, sang Roland Hermann neben Max Regers „Hymnus der Liebe“ (siehe dort) auch diese 'Ballade für Bariton und Orchester nach Friedrich Hebbel' des 1915 im 1. Weltkrieg mit 28 Jahren gefallenen Rudi Stephan.



    „Pulcinella“ (Igor Stravinsky): Kari Lövaas (Sopran), Horst Laubenthal (Tenor), Roland Hermann (Bariton) / Het Koninklijk Concertgebouw Orkest / Dirigent: Eugen Jochum (Luzern, Kunsthaus, 7. 9. 1972). Ein Mitschnitt der SRG von den Musikfestwochen in Luzern.



    „Abraham and Isaac“ (Igor Stravinsky): Roland Hermann (Bariton) / Das Sinfonieorchester des Südwestfunks Baden-Baden / Dirigent: Hiroshi Wakasugi (Baden-Baden, Studio des SWF, 22. 4. 1982). 'A Sacred Ballad for Baritone and Chamber Orchestra' (1962/1963) in hebräischer Sprache!



    „Kantate Nr. 2, op. 31“ (Anton Webern): Catherine Gayer (Sopran) und Roland Hermann (Bariton) / Der RIAS-Kammerchor / Chorltg.: Uwe Gronostay / Die Berliner Philharmoniker / Dirigent: Hans Zender (Berlin, Philharmonie, 26. 2. 1977). Diese letzte Komposition Anton Weberns (1883-1945) wurde erst fünf Jahre nach seinem Tod uraufgeführt; der Gesangstext – beginnend mit den Worten 'Schweigt auch die Welt' – stammt von Hildegard Jone. Weitere Werke des Konzerts in der Berliner Philharmonie waren: „Muji no kyo“ von Hans Zender (mit Roland Hermann, siehe unten); „Ecuatorial“ von Edgar Varèse und „Siglied“ von Lorenzo Ferrero.



    „Ars amatoria“ (Gerhard Wimberger): Joan Carroll (Sopran) und Roland Hermann (Bariton) / Der RIAS-Kammerchor / Ltg.: Günther Arndt / Das Radio-Symphonie-Orchester Berlin / Dirigent: Gerhard Wimberger (Berlin, Hochschule für Musik, 27. 6. 1969, Uraufführung). Kantate für Sopran, Bariton, Chor, Combo und Kammerorchester (1967). Eine Aufnahme des RIAS Berlin, die sich heute im Archiv von DeutschlandradioKultur befindet. Die der Kantate zugrunde liegenden Texte sind dem „Ars amatoria“ des römischen Dichters Ovid entnommen; der ungeheure Erfolg dieses recht freizügigen ‚Lehrbuches der Liebe’ trug wohl auch zur Verbannung des Dichters durch Kaiser Augustus im Jahre 8 n. Chr. bei. Gerhard Wimberger (1923-2016) vertonte folgende Gedichte: 1. Siquis in hoc artem populo non novit amandi – 2. Cera vadum temptet – 3. Sed tibi nec fero placeat – 4. Blanditiis animum furtim deprendere nunc sit - 5. Non obstet reverentia, velle moveri.



    Carlo

  • Bei mir hat sich inzwischen ein ehemaliger Gesangsstudent von Roland Hermann gemeldet, der durch die bekannte Sopranistin Sunhae Im – ebenfalls eine Schülerin Roland Hermanns – zu ihm gekommen ist und auch seine Meisterkurse in Karlsruhe und Rom besucht hat. Er ist noch heute vom pädagogischen Einfühlungsvermögen und der herzlichen Ausstrahlung seines Lehrers tief beeindruckt und sagt über ihn: „Er war einer der Besten!“.



    Heute folgen Lied-Interpretationen von Roland Hermann mit Kompositionen von Franz Schubert und Hugo Wolf:



    „Zwei Lieder“ (Franz Schubert): ‚Liebesbotschaft, D 957 (aus dem Zyklus „Schwanengesang“)‘ – ‚An die Leier, D 737‘ / Roland Hermann Bariton) / Klavier: Aribert Reimann (München, Hochschule für Musik, 20. 9. 1961). Eine Live-Aufnahme vom Internationalen Musikwettbewerb der ARD 1961, bei dem Roland Hermann den 1. Preis errang. Dies ist nun definitiv die erste Rundfunkaufnahme des Sängers.



    „Sechs Lieder“ (Franz Schubert): ‚Des Fischers Liebesglück, D 933‘ – ‚An die Entfernte, D 765‘ – ‚Liebesbotschaft, D 957‘ – ‚Erster Verlust, D 226‘ – ‚Rastlose Liebe, D 138‘ – ‚Szene aus „Faust“, D 126b’ / Roland Hermann (Bariton) / Klavier: Magda Rusy (München, Funkhaus, 27. 1. 1966). Eine Live-Aufnahme des Bayerischen Rundfunks.



    „Neun Lieder“ (Franz Schubert): ‚Philoktet, D 540‘ – ‚Dem Unendlichen, D 291‘ – ‚An die Laute, D 905‘ – ‚Orest auf Tauris, D 548‘ – ‚Rastlose Liebe, D 138‘ – ‚Der entsühnte Orest, D 699‘ – ‚Der Zwerg, D 771‘ – ‚Freiwilliges Versinken, D 700‘ – ‚Erster Verlust, D 226‘ / Roland Hermann (Bariton) / Klavier: Rolf Reinhardt (München, Funkhaus, 2. 6. 1969). Eine Studio-Produktion des Bayerischen Rundfunks.



    „Fünf Lieder“ (Hugo Wolf): 'Der Freund' - 'Der Musikant' – 'Verschwiegene Liebe' – 'Das Ständchen' – 'Der Schreckenberger' / Roland Hermann (Bariton) / Klavier: Rolf Reinhardt (Köln, Funkhaus, 16. 4. 1964). In diesem vom WDR live gesendeten Liederabend sang Roland Hermann auch Wolfgang Fortners „Hölderlin-Lieder“ (siehe dort).



    „Harfner-Lieder I-III“ (Hugo Wolf): Roland Hermann (Bariton) / Das Radio-Symphonie-Orchester Berlin / Dirigent: Jonathan Sternberg (Berlin, Hochschule für Musik, 4. 11. 1964). Neben den drei Gesängen des Harfners aus Goethes „Wilhelm Meister“ ('Wer sich der Einsamkeit ergibt' – 'An die Türen will ich schleichen' – 'Wer nie sein Brot mit Tränen aß') sang Roland Hermann in diesem Konzert – mit Live-Übertragung durch den RIAS Berlin – auch den Zyklus „Don Quichotte à Dulcinée“ von Maurice Ravel (siehe dort).



    „Fünf Mörike-Lieder“ (Hugo Wolf): 'Zur Warnung' – 'Abschied' – 'Auftrag' – 'Bei einer Trauung' – 'Storchenbotschaft' / Roland Hermann (Bariton) / Klavier: Rolf Reinhardt (München, Funkhaus, 28. 5. 1968).



    „Michelangelo-Lieder“ (Hugo Wolf - Instrumentierung: Wolfgang Fortner) / Roland Hermann (Bariton) / Het Rotterdams Philharmonisch Orkest / Dirigent: Ferdinand Leitner (Rotterdam, De Doelen, 7. 11. 1975, Uraufführung). Die drei Lieder nach Gedichten von Michelangelo Buonarroti haben die folgenden Titel: 'Wohl denk ich oft an mein vergangnes Leben' – 'Alles endet, was entstehet' – 'Fühlt meine Seele das ersehnte Licht'.


    dto.: Roland Hermann (Bariton) / Das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks / Dirigent: Rafael Kubelik (München, Herkules-Saal der Residenz, 15. 12. 1977, live).



    „Fünf Orchesterlieder“ (Hugo Wolf): 'Und willst du deinen Liebsten sterben sehen' (Instrumentierung: Max Reger) – 'Gesang Weylas' – 'Der Freund' (Instrumentierung: Günter Raphael) – 'Der Rattenfänger' – 'Auf ein altes Bild' / Das Münchner Rundfunkorchester / Dirigent: Heinz Wallberg (München, Funkhaus, 9. 11. 1978). Einen Tag nach der Aufnahme im Studio des Bayerischen Rundfunks sang Roland Hermann diese Lieder auch vor Publikum im Rahmen der 'Funkkonzerte' (siehe Carl Loewe).



    Carlo

  • Zum Abschluss der Liste mit den Konzert-Aufnahmen Roland Hermanns folgen Werke von Isang Yun (1917-1995), Friedrich Zehm (1923-2007), Alexander von Zemlinsky (1871-1942), Hans Zender (1936-2019), Bernd Alois Zimmermann (1918-1970) und Udo Zimmermann (1943-2021).



    „Om mani padme hum“ (Isang Yun): 'Zyklus für Soli, Chor und Orchester nach Texten Buddhas' / Gloria Davy (Sopran) und Roland Hermann (Bariton) / Der Chor und das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks / Chorltg.: Wolfgang Schubert / Dirigent: Bruno Maderna (München, Herkules-Saal der Residenz, 29. 11. 1968). Dieses Werk des aus Korea stammenden deutschen Komponisten wurde 1965 bei den ‚Tagen der Neuen Musik‘ in Hannover erstmals aufgeführt; hier wie auch 1968 in München benutzte man eine deutsche Übersetzung der Texte des Religionsstifters Siddharta Gautama.



    „Lyrische Kantate“ (Friedrich Zehm): Roland Hermann (Bariton) / Philharmonisches Orchester Freiburg / Dirigent: Leopold Hager (Freiburg i. Br., Städtische Bühnen, 11. 6. 1967, Uraufführung). Friedrich Zehm schrieb diese Kantate für Bariton und Orchester nach Worten vonJulius Bissier in den Jahren 1964-1965; der Südwestfunk (Studio Freiburg) übertrug dieses Konzert. (Die Kammermusikfassung – für Bariton, zwei Flöten, Violoncello und Klavier – wurde mit dem Caryevschi-Quartett 1981 vom Westdeutschen Rundfunk Köln und 1982 von Radio Hilversum aufgenommen; in beiden Fällen sang auch hier auch Roland Hermann.)



    Sechs Lieder“ (Friedrich Zehm): Roland Hermann (Bariton) / Klavier: Rolf Reinhardt (Köln, Funkhaus, 1977). Eine Studio-Produktion des Westdeutschen Rundfunks Köln. Die sechs Lieder auf Gedichte von Marie-Luise Kaschnitz stammen aus dem Jahre 1976 und haben die Titel: ‚Nicht gesagt‘ – ‚Morgen‘ – ‚Obertöne‘ – ‚Am Strande‘ – ‚Abgesang‘ – ‚Gloria‘.



    „Lyrische Symphonie, op. 18“ (Alexander von Zemlinsky): Karan Armstrong (Sopran) und Roland Hermann (Bariton) / Das ORF Symphonieorchester Wien / Dirigent: Michael Gielen (Wien, Musikverein, 27. 1. 1989). Die „Lyrische Symphonie in sieben Gesängen nach Gedichten von Rabindranath Tagore“ stammt aus dem Jahre 1923. Der Konzertmitschnitt des ORF wurde 2021 bei ‚Orfeo‘ veröffentlicht, gekoppelt mit Franz Schrekers „Vorspiel zu einem Drama“ (1914). Roland Hermann sang in diesem Konzert auch Arnold Schönbergs Vertonung des „Kol Nidre“-Gebets (siehe dort). Ferner erklangen die Chorwerke „Schicksalslied, op. 54“ und „Warum ist das Licht gegeben den Mühseligen?, op. 74 Nr. 1“ von Johannes Brahms und das „Prélude, op. 44“ von Arnold Schönberg.



    „Frühlingsbegräbnis“ (Alexander von Zemlinsky): Edith Mathis (Sopran) und Roland Hermann (Bariton) / Der Chor und das Symphonieorchester des Norddeutschen Rundfunks Hamburg / Chorltg.: Werner Hagen / Dirigent: Antony Beaumont (Hamburg, Funkhaus, 28. - 30. 11. 1995 und 16. - 18. 4. 1997). „Frühlingsbegräbnis“ ist ein Zyklus von sechs Liedern auf Gedichte von Paul Heyse für Sopran, Bariton, Chor und Orchester, komponiert 1896/97, der hier in der Fassung von 1902 aufgenommen wurde. Eine CD von 'Capriccio' (1997), ergänzt mit weiteren Werken Zemlinskys: die Ballade „Waldgespräch“, das Lied „Maiblumen blühten überall“ und die Symphonie in d-moll.



    „Muji no kyo“ (Hans Zender): Roland Hermann (Bariton) / Das Sinfonie-Orchester des Südwestfunks Baden-Baden / Dirigent: Ernest Bour (Donaueschingen, 18. 10. 1975, Uraufführung). Der Titel dieser Komposition (in englischer Sprache) für Gesangsstimme und variables Kammerorchester auf einen mittelalterlichen japanischen Text bedeutet soviel wie „Das Lied von der leeren Schrift“.


    dto.: Roland Hermann (Bariton) / Die Berliner Philharmoniker / Dirigent: Hans Zender (Berlin, Philharmonie, 26. 2. 77). Weitere Werke des vom RIAS Berlin aufgezeichneten Konzerts waren die „Kantate Nr. 2, op. 31“ von Anton Webern (siehe oben), das Chorwerk „Ecuatorial“ von Edgar Varèse und die Komposition für Kammerorchester „Siglied“ von Lorenzo Ferrero.



    „Jours de Silence“ (Hans Zender): Roland Hermann (Bariton) / Das Radio-Symphonie-Orchester Berlin / Dirigent: Hans Zender (Berlin, Philharmonie, 9. 9. 1988, Uraufführung).‚Die Tage der Stille‘ sind ein Auftragswerk der Berliner Festwochen (für Bariton und großes Orchester auf Texte von Henri Michaux), das Roland Hermann und Hans Zender u. a. auch im Wiener Konzerthaus (ORF Radio-Symphonieorchester Wien, 6. 10. 1988), im 'Kunstcampus De Singel' in Antwerpen (Symfonie-Orkest van de Munt, Brussels, 16. 4. 1989), in der Musikhochschule Freiburg am 1. 2. 1990 und einen Tag später im Kurhaus Baden-Baden (beide Male mit dem Sinfonie-Orchester des Südwestfunks) zur Aufführung brachten. Am 10. 3. 1990 sang Roland Hermann diese Komposition unter der Leitung von Sylvain Cambreling (mit dem Radio-Sinfonieorchester Stuttgart) in der Villa Berg in Stuttgart. Die Konzerte in Berlin, Wien und Stuttgart wurden im Rundfunk übertragen; doch bereits 1988 gab es beim Südwestfunk Baden-Baden (mit Roland Hermann und Hans Zender) eine Studio-Aufnahme, die auf einer CD des Labels 'Amati', gekoppelt mit Gustav Mahlers „Totenfeier“ und Olivier Messiaens „Les offrandes oubliées“, zu hören ist.



    „Canto VI“ (Hans Zender) (Für Bass-Bariton und gemischten Chor) / Roland Hermann (Bass-Bariton) / Der Chor des Bayerischen Rundfunks / Chorltg.: Michael Gläser / Dirigent: Hans Zender (München, Herz-Jesu-Kirche, 19. 7. 2002). Ein Konzert der 'Paradisi Gloria’-Reihe in hebräischer Sprache.



    „Requiem für einen jungen Dichter“ (Bernd Alois Zimmermann): Phyllis Bryn-Julson (Sopran), Roland Hermann (Bariton), Hans Franzen und Lutz Lansemann (Sprecher) / Der Chor des Norddeutschen Rundfunks Hamburg (Ltg.: Helmut Franz) / Der Kölner Rundfunkchor (Ltg.: Herbert Schernus)/ Der Chor des Österreichischen Rundfunks Wien (Ltg.: Erwin Ortner) / Das Manfred-Schoof-Quintett / Das Kölner Rundfunk-Sinfonie-Orchester / Dirigent: Gary Bertini (Köln, Funkhaus, 1986). Erschienen bei 'Wergo' 1989 (1 CD). Der Komponist nannte sein Werk „Lingual für zwei Sprecher, Sopran- und Bariton-Solo, drei Chöre, elektronische Klänge, Jazz-Combo, Orgel und großes Orchester mit Texten verschiedener Dichter, Berichten und Reportagen''. Zu den zitierten Dichtern zählen Vladimir Maiakovskii, Sergei Esenin und Konrad Bayer, die wie B. A. Zimmermann durch Selbstmord aus dem Leben schieden. In der Musik verarbeitete er u. a. Motive aus „Tristan und Isolde“ (Richard Wagner), „La Création du monde“ (Darius Milhaud), „L'ascension“ (Olivier Messiaen) und „Hey Jude“ (The Beatles).



    „Pax Questuosa“ ('Der klagende Friede') (Udo Zimmermann): Mechthild Gessendorf und Edith Wiens (Sopran), William Cochran (Tenor), Roland Hermann (Bariton) und Siegmund Nimsgern (Bass-Bariton) / Der Chor und das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks / Chorltg.: Jörg-Peter Weigle / Dirigent: Udo Zimmermann (München, Herkulessaal der Residenz, 6. 7. 1984). Weitere Programmpunkte des Konzerts im Rahmen des 'Deutschen Katholikentages München 1984': „Vier Motetten“ von Orlando di Lasso, „Monumentum pro Gesualdo di Venosa“ von Igor Stravinsky und die Uraufführung des Chorwerks „Pater noster“ von Ernst Ludwig Leitner. (Der Mitschnitt von Udo Zimmermanns dreiteiligem 'Oratorium auf Texte des Franz von Assisi, von Czeslaw Milosz und deutschsprachigen Dichtern des 20. Jahrhunderts' ist 2003 auf einer CD bei der Firma 'col legno' erschienen.)



    Carlo

  • Hier folgen noch Opernarien und -szenen sowie ein Rundfunkportrait und Filme mit Roland Hermann:



    „Münchner Sonntagskonzert“: Hannelore Bode, René Kollo (statt Rüdiger Wohlers) und Roland Hermann / Ausschnitte aus Opern von Wolfgang Amadé Mozart, Carl Maria von Weber, Heinrich Marschner, Richard Wagner u. a. / Das Münchner Rundfunkorchester / Dirigent: Heinz Wallberg (München, Kongress-Saal des Deutschen Museums, 24. 11. 1974).


    Roland Hermann singt folgende Arien: a) „Le nozze di Figaro“ (Rezitativ und Arie des Grafen 'Hai già vinta la causa... Vedrò mentr'io sospiro'); b) „Don Giovanni“ ('Champagnerarie' des Don Giovanni 'Finch' han del vino'); c) „Cosi fan tutte“ (Arie des Guglielmo 'Rivolgete a lui lo sguardo'); d) „Euryanthe“ (Rezitativ und Arie des Lysiart 'Wo berg ich mich? Wo fänd' ich Fassung wieder?... So weih' ich mich den Rach'gedanken') und e) „Hans Heiling“ (Arie des Hans Heiling aus dem 1. Akt 'An jenem Tag, da du mir Treue hast versprochen').



    „Münchner Sonntagskonzert“: Linda Esther Gray, Siegfried Jerusalem und Roland Hermann / Ausschnitte aus Opern von Wolfgang Amadé Mozart, Ludwig van Beethoven, Carl Maria von Weber, Heinrich Marschner, Georges Bizet, Piotr Ilich Chaikovskii, Erich Wolfgang Korngold u. a. / Das Münchner Rundfunkorchester / Dirigent: Lamberto Gardelli (München, Kongress-Saal des Deutschen Museums, 21. 11. 1982).


    Roland Hermann singt aus folgenden Opern: a) aus „Don Giovanni“: die 'Champagner-Arie' 'Finch' han del vino'; b) aus „Der Vampyr“: Rezitativ und Arie des Lord Ruthven 'Ha, noch einen ganzen Tag... Welche Lust aus schönen Augen'; c) aus „Les pecheurs de perles“ (‚Die Perlenfischer‘): das Duett Nadir-Zurga 'Im Tempel Brahmas kniet am gold'nen Götterbild' mit Siegfried Jerusalem; d) aus „Pikovaia dama“ (‚Pique Dame‘): die Arie des Fürsten Eletski 'Vi tak pekhalnii dorogaia' (Als deine Liebe du mir schenktest) und e) aus „Die tote Stadt“: die Szene Frank-Paul 'Das also war das Wunder' mit Siegfried Jerusalem.



    „Kehraus-Veranstaltung“: Duett Penthesilea-Achill aus „Penthesilea“ von Othmar Schoeck mit Carol Smith (Mezzosopran) und Roland Hermann (Bariton) / Das Tonhalle-Orchester Zürich / Dirigentin: Marie Jeanne Dufour (Zürich, Opernhaus, 27. 6. 1982). Diese Schallplatte – eine Eigenproduktion des Zürcher Opernhauses - enthält neben einer einleitenden Rede des Intendanten Claus-Helmut Drese Ausschnitte aus dem Konzert anlässlich der Schließung dieses Theaters wegen Umbauarbeiten.


    Ferner sind auf dieser LP enthalten: a) die Ouvertüre zu Webers „Oberon“; b) der Schlussmonolog des Morosus aus „Die schweigsame Frau“ von Richard Strauss mit Matti Salminen; c) das Couplet der Gräfin aus Chaikovskiis „Pikovaia dama“ (‚Pique Dame‘) mit Martha Mödl; e) der Monolog des Otello 'Dio! Mi potevi scagliar' aus Verdis „Otello“ mit James McCracken; f) das Lied 'Ol' Man River' aus Jerome Kerns „Show Boat“ mit Simon Estes; g) das Lied der Iduna 'O mein Papa' aus „Feuerwerk“ von Paul Burkhard mit Ingeborg Fanger: h) der „Italienische Salat“ von Richard Genée mit dem Herrenchor des Opernhauses Zürich (Klavier: David Aronson); i) eine Bearbeitung des „Alten Grenchnerliedes“ mit dem Extra- und Lehrerchor des Opernhauses sowie j) das Finale „Aus diesen heil'gen Hallen zieh'n wir heute ins Exil“ (frei nach Mozarts „Die Zauberflöte“) mit allen Opernhaus-Mitgliedern und dem Publikum. Die Dirigenten sind Ferdinand Leitner (a, b und c), Ralf Weikert (e), Charly Schneider (g) und Erich Widl (f, h, i und j).



    „Musik meiner Wahl: Roland Hermann“: In dieser Gesprächs-Reihe des Bayerischen Rundfunks wurde auch der Bariton Roland Hermann zu seiner Arbeit und seinen musikalischen Präferenzen befragt. Das Interview mit ihm führte Gabriele Weiner am 29. 6. 1992; ein weiterer Teilnehmer war der Komponist Wilfried Hiller. Die Sendung (Dauer: 85 Minuten) folgte am 19. 7. 1992.



    „L'Orfeo“ – Ein Film von Jean-Pierre Ponnelle nach seiner Inszenierung der Monteverdi-Oper am Opernhaus Zürich 1978. Die Mitwirkenden: La Musica – Trudeliese Schmidt / Orfeo – Philippe Huttenlocher / Euridice – Rachel Yakar / La Messaggiera – Glenys Linos / La Speranza – Trudeliese Schmidt / Caronte – Hans Franzen / Proserpina – Glenys Linos / Plutone – Werner Gröschel / Apollo – Roland Hermann / Una Ninfa – Suzanne Calabro / Quattro Pastori - Peter Keller, Francisco Araiza, Christian Boesch und József Dene / Tre Spiriti – Francisco Araiza, Rudolf A. Hartmann und József Dene / Der Chor, das Ballett und das Monteverdi-Ensemble des Opernhauses Zürich / Chorltg.: Erich Widl / Dirigent: Nikolaus Harnoncourt / Choreographie: Max Natiez / Kostüme: Pet Halmen / Inszenierung, Bühnenbild und Filmregie: Jean-Pierre Ponnelle / (Wien, Studio der Wien-Film GmbH, Mai 1978). (Die Rolle der Euridice wird von Dietlinde Turban gespielt; Roland Hermann ist am Beginn des Films als Fürst von Mantua zu sehen, der am Ende als 'Deus ex machina' die Rolle des Apollo übernimmt.). Erschienen auf Video, Laser Disc und DVD.



    „Das blinde Ohr der Oper“ – Ein Film von Hans und Benedict Neuenfels aus dem Jahre 1989. Lt. Pressetext des ZDF zur Sendung am 13. 2. 1990 ‚ein Film mit der Oper, über die Oper und von der Oper‘. Zu sehen sind auch einige Sänger: Karan Armstrong, Elizabeth Laurence, Werner Hollweg, Andreas Jäggi, James Johnson und auch Roland Hermann (der einen Russen spielt), doch - Achtung! - sie singen nicht und agieren nur stumm, während ihr Dialog von Schauspielern gesprochen wird. In typischer ‚Neuenfels-Manier‘ wird ziemlich verwirrend und verklausuliert erzählt, wie ein Dichter namens Franz einem Regisseur sein Opern-Libretto ‚aufdrängt‘, der sich aber nur damit beschäftigen wird, wenn der Librettist für diese Oper einen entsprechenden Komponisten findet. Franz begibt sich in Moskau, Paris und Berlin auf die Suche…



    Auf die folgenden zwei Dokumentarfilme machte ‚Gattina‘ in ihrem Beitrag Nr. 36 aufmerksam:



    „Süden“ von Gastón Solnicki (2008). Der Komponist Mauricio Kagel (1931-2008) wird bei seinem letzten Besuch 2006 in seinem Heimatland Argentinien mit der Kamera begleitet. Er ist u. a. bei der Einstudierung der ‚Geburtstagskantate‘ „...den 24. XII. 1931“ mit Roland Hermann und dem ‚Ensamble Süden‘ zu sehen. (Dieses Werk aus dem Jahre 1991 schuf Kagel auf eigene deutsche Texte, in denen er Zeitungsmeldungen vom 24. 12. 1931, dem Tag seiner Geburt, verarbeitete.) Der Film wurde von ‚Kairos‘ auf DVD veröffentlicht.



    „Talvinen matka“ (‚Winterreise‘) von Visa Koiso-Kanttila (2007). Der Dokumentarfilmer porträtiert hier seinen Bruder Kalle, einen Tenor, der trotz jahrelangen Gesangsstudiums - u. a. in Zürich und Karlsruhe bei Roland Hermann – zweifelt, ob er jemals auf der Opernbühne stehen wird; die nicht verarbeiteten Ereignisse seiner Jugend sind zu stark in seiner Erinnerung verankert. Als er auf den Rat Roland Hermanns beginnt, sich seinen psychischen Problemen zu stellen, begegnet er dem berühmten Sänger Tom Krause, der ihn weiter ausbildet und ihn ermutigt, seinem Traum zu folgen. Kalle Kanttila (Jahrgang 1976) war seit seinem Debüt 2003 hauptsächlich an deutschen Opernhäusern engagiert, darunter längere Zeit in Regensburg und Nürnberg.



    Mittlerweile habe ich noch eine ganze Anzahl von Tondokumenten mit Roland Hermann gefunden, die ich demnächst hier nennen werde.



    Carlo

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  • Lieber Carlo, herzliche Gratulation zu den 'Roland Hermann'-Zusammenstellungen und Recherchen. Das ist wirklich fabelhaft! Herzlichen Dank für diese minutiöse Arbeit und beste Grüsse von Buralicchio:jubel:

  • Hallo Carlo, wann ist bei Dir demnächst? Ich bin neugierig auf die Fortsetzung von Tondokumenten von Roland Hermann. Ich habe auch bei youtube noch zwei gefunden:

    das Lachtrio mit Hermann als Don Alfonso aus "Così fan tutte"

    "Der Herr ist König ewiglich" aus Bachs Kantate "Lobe meine Seele", angeblich eine Aufnahme von vor 1964 (?)


    herzlich Gattina

  • Liebe 'gattina',


    da muss ich mich entschuldigen! Ich war so mit den Discographien von Kerstin Meyer und Marcel Cordes beschäftigt, dass ich total vergessen habe, die Aufnahmen mit Roland Hermann zu ergänzen. In der kommenden Woche bekommt das Kätzchen sein Futter!


    Carlo

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  • Hallo, ‚gattina‘!



    Die Aufnahme der Kantate „Lobe den Herrn, meine Seele, BWV 143“ von Johann Sebastian Bach habe ich schon im Beitrag Nr. 26 vom 14. 4. 2022 genannt, allerdings mit dem Jahr 1966, als die Aufnahme vom WDR (noch einmal?) gesendet wurde.



    Hier beginne ich nun mit den Ergänzungen, zunächst aber mit den Konzertaufnahmen Roland Hermanns. Er war mit der großen stilistischen Bandbreite seines Repertoires eine feste Größe im Konzertleben Berlins, was auch die folgende Aufstellung (in drei Teilen) zeigt :



    „Hohe Messe in h-moll, BWV 232“ (Johann Sebastian Bach): Edith Mathis (Sopran), Emmy Lisken (Alt), Theo Altmeyer (Tenor), Roland Hermann (Bass) / Der Süddeutsche Madrigalchor / Die Solisten der Ulmer Konzerte / Chorleiter und Dirigent: Wolfgang Gönnenwein. (Ulm, Münster, 1964). Ein Konzert-Mitschnitt des Süddeutschen Rundfunks Stuttgart, gesendet am 16. 2. 1964.



    „Johannes-Passion, BWV 245“ (Johann Sebastian Bach): Horst Laubenthal, Tenor (Evangelist und Tenor-Arien), Barry McDaniel, Bariton (Jesus), Ursula Buckel (Sopran-Arien), Marga Schiml (Alt-Arien), Roland Hermann (Bass-Arien) / Der Philharmonische Chor Berlin / Das Radio-Symphonie-Orchester Berlin / Chorleiter und Dirigent: Hans Chemin-Petit (Berlin, Philharmonie, 23. 3. 1975).



    „Der glorreiche Augenblick“ (Ludwig van Beethoven): Rotraud Hansmann (Sopran), Ursula Gust (Alt), Horst Laubenthal (Tenor), Roland Hermann (Bass) / Der RIAS-Kammerchor / Chorltg.: Günther Arndt / Das Radio-Symphonie-Orchester Berlin / Dirigent: Marcel Couraud (Berlin, Haus des Rundfunks, 15. 2. 1970). Im selben Konzert erklang auch das Requiem, das Antonio Salieri 1804 für seine eigene Beerdigung komponierte (siehe die folgenden Beiträge). Ludwig van Beethoven schrieb seine ‘Kantate für Soli, Chor und Orchester, op. 136‘ zur Eröffnung des Wiener Kongresses am 1. 11. 1814, uraufgeführt wurde sie allerdings erst vier Wochen später, zusammen mit Beethovens „Wellingtons Sieg oder die Schlacht bei Vittoria“ und seiner Siebten Symphonie.



    „Ein deutsches Requiem“ (Johannes Brahms): Annegeer Stumphius (Sopran) und Roland Hermann (Bariton) / Der Städtische Chor Kiel / Das Philharmonische Orchester der Landeshauptstadt Kiel / Dirigent: Lothar Zagrosek (Kiel, Schloss, 19. 11. 1989).



    „War Requiem“ (Benjamin Britten): Jane Marsh (Sopran), Jean van Ree (Tenor), Roland Hermann (Bariton) / Die Wiener Sängerknaben (Chorltg.: Uwe Christian Harrer) / Der ORF-Chor Salzburg (Chorltg.: Ernst Hinreiner) / Der ORF-Chor Wien (Chorltg.: Gottfried Preinfalk) / Das ORF-Symphonieorchester Wien / Dirigent: Leif Segerstam (Salzburg, Felsenreitschule, 31. 7. 1976). Die Wiener Aufführung am 24. 11. 1977 mit Jane Marsh, Ian Partridge und Roland Hermann – ebenfalls unter der Leitung von Leif Segerstam - wurde bereits im Beitrag Nr. 27 vom 21. 4. 2022 genannt.



    „Messe Nr. 3, f-Moll“ und „Te Deum“ (Anton Bruckner): Elke Andiel (Sopran), Gisela Pohl (Alt), Aldo Baldin (Tenor), Roland Hermann (Bass-Bariton) / Der Chor der St. Hedwigs-Kathedrale Berlin / Die Berliner Philharmoniker / Dirigent und Chorleiter: Roland Bader (Berlin, Philharmonie, 10. 4. 1983).



    „Magnificat, H 78“ (Marc-Antoine Charpentier): Pilar Lorengar und Christa-Sylvia Gröschke (Sopran), Barbara Scherler (Alt), Dieter Ellenbeck (Tenor), Roland Hermann (Bass) / Der Chor der St. Hedwigs-Kathedrale Berlin / Das Radio-Symphonie-Orchester Berlin / Chorleiter und Dirigent: Anton Lippe (Berlin, Philharmonie, 28. 3. 1971). Von den zehn Magnificat-Vertonungen Charpentiers ist dies die siebte, auch als ‚Großes Magnificat für fünf Solisten, achtstimmigen Doppelchor und zwei Instrumentalchöre‘ bezeichnet. (In diesem Konzert erklang auch Gioachino Rossinis „Stabat Mater“, siehe Beitrag Nr. 39 vom 21. 8. 2022.)



    „Der Traum des Gerontius“ (‚The Dream of Gerontius‘) (Edward Elgar): Doris Soffel (Alt), Thomas Herndon (Tenor), Roland Hermann (Bariton) / Der Chor der St. Hedwigs-Kathedrale Berlin / Die Berliner Philharmoniker / Chorleiter und Dirigent: Roland Bader (Berlin, Philharmonie, 21. 1. 1979). Edward Elgar schuf dieses Oratorium auf Schriften des katholischen Kardinals John Henry Newman für das Birmingham Festival des Jahres 1900; der Dirigent der Uraufführung war Hans Richter. Schon 1901 folgte in Düsseldorf die deutsche Erstauffühung (in Anwesenheit Elgars) mit der deutschen Textfassung von Julius Buths, die auch in dem Berliner Konzert von 1979 verwendet wurde.



    Der zweite Teil folgt in einer Woche.



    Carlo

  • Ergänzungen zu den Konzerten von Roland Hermann (2. Teil):



    „Herbstfeier“ (Gerhard Frommel): Roland Hermann (Bariton) / Der Essener Musikverein / Der Opernchor und der Extra-Chor des Theaters Essen / Chorltg.: Konrad Haenisch / Die Essener Philharmoniker / Dirigent: Heinz Wallberg (Essen, Philharmonie, 19. 11. 1988). Die dreiteilige ‚Kantate „Herbstfeier“ für Bass-Bariton, Chor und Orchester, op. 8‘ des aus dem Badischen stammenden Komponisten Gerhard Frommel (1906-1984) entstand in den Jahren 1932/1933 auf Texte aus dem ‚Fränkischen Koran‘ von Ludwig Derleth. (Ferner kamen in diesem Konzert die Ouvertüre zu Carl Maria von Webers Oper „Euryanthe“ und die „Alt-Rhapsodie“ von Johannes Brahms - mit Doris Soffel als Solistin - zur Aufführung.)



    „Der Messias“ (Georg Friedrich Händel): Regina Schudel (Sopran), Marga Schiml (Alt), Horst Laubenthal (Tenor), Roland Hermann (Bass-Bariton) / Der Philharmonische Chor Berlin / Das Symphonische Orchester Berlin / Dirigent und Chorleiter: Uwe Gronostay (Berlin, Philharmonie, 6. 3. 1983).



    „Samson“ (Georg Friedrich Händel): Samson – Ernst Haefliger / Dalilah und Eine Israelitin – Sheila Armstrong / Mikah - Marga Höffgen / Harapha - Roland Hermann / Manoah - Peter Lagger / Der Chor der St. Hedwigs-Kathedrale Berlin / Das Radio-Symphonie-Orchester Berlin / Chorleiter und Dirigent: Anton Lippe (Berlin, Philharmonie, 1. 2. 1970). Da die Ankündigung des Konzerts ohne nähere Angaben erfolgte und ich auch keine Rezension dazu fand, sind die Rollenzuschreibungen des Manoa (Samsons Vater) und des Philisters Harapha spekulativ, da sie beide auch nur von einem Sänger interpretiert werden können. (Ein Mitschnitt dieses Konzerts – in deutscher Sprache - befindet sich im Archiv des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin, einst das Radio-Symphonie-Orchester Berlin.)



    „Galgenlieder-Kantate“ (Heinz Friedrich Hartig): Roland Hermann (Bariton) / Der RIAS-Kammerchor / Das Radio-Symphonie-Orchester Berlin / Chorleiter und Dirigent: Günther Arndt (Berlin, Hochschule für Musik, 27. 6. 1969). Die Texte zu dieser ‚Kantate für Bariton, Chor und ein Instrumental-Ensemble‘ stammen von Christian Morgenstern, vertont von Heinz Friedrich Hartig (1907-1969). In dem genannten Konzert kamen noch die Kantate „Ars amatoria“ von Gerhard Wimberger – siehe Beitrag Nr. 42 – und die Chorwerke „Nonsense“ von Goffredo Petrassi und „Omaggio – Canto dalla commedia“ von Branimir Sakač zur Aufführung.



    „Sodom und Gomorrha“ (Karl Amadeus Hartmann): Roland Hermann hat diese „Gesangsszene zu Worten aus ‚Sodom und Gomorrha‘ von Jean Giraudoux für Bariton und Orchester“ – zusätzlich zu den Aufnahmen unter Rafael Kubelik, Lothar Zagrosek und Herbert Blomstedt im Beitrag Nr. 31 - sehr oft vorgetragen, wie die folgenden Beispiele zeigen:


    Roland Hermann (Bariton) / Die Bochumer Symphoniker / Dirigent: Eberhard Kloke (Bochum, Audi-Max der Ruhr-Universität, 16. 10. 1988);


    dto.: Roland Hermann (Bariton) / Die Duisburger Sinfoniker / Dirigent: Peter Gülke (Duisburg, Mercatorhalle, 20. 12. 1989);


    dto.: Roland Hermann (Bariton) / Das Radio-Symphonie-Orchester Berlin / Dirigent: Ingo Metzmacher (Berlin, Haus des Rundfunks, 10. 11. 1990);


    dto.: Roland Hermann (Bariton) / Das Philharmonische Staatsorchester Halle / Dirigent: Wolf-Dieter Hauschild (Halle/Saale, Georg-Friedrich-Händel-Halle, 27. 5. 2002).



    „Missa Sancti Nicolai“ (‚Nicolai-Messe’) (Joseph Haydn): Urszula Koszut (Sopran), Brigitte Fassbaender (Alt), Manfred Schmidt (Tenor), Roland Hermann (Bass) / Der RIAS-Kammerchor / Das Radio-Symphonie-Orchester Berlin / Chorleiter und Dirigent: Günther Arndt (Berlin, Hochschule für Musik, 14. 12. 1967).



    „Die Schöpfung“ (Joseph Haydn): Gerti Zeumer, Sopran (Gabriel und Eva) / Horst Wilhelm, Tenor (Uriel) / Roland Hermann, Bass (Raphael und Adam) / Der Philharmonische Chor Berlin / Das Radio-Symphonie-Orchester Berlin / Chorleiter und Dirigent: Hans Chemin-Petit (Berlin, Philharmonie, 13. 5. 1973).



    „Die Jahreszeiten“ (Joseph Haydn): Gerti Zeumer, Sopran (Hanne) / John van Kesteren, Tenor (Lukas) / Roland Hermann, Bass (Simon) / Der Chor der St. Hedwigs-Kathedrale Berlin / Das Radio-Symphonie-Orchester Berlin / Chorleiter und Dirigent: Anton Lippe (Berlin, Hochschule für Musik, 14. 2. 1971).



    Carlo

  • Ergänzungen zu den Konzerten von Roland Hermann (3. Teil):



    „Requiem, KV 626“ (Wolfgang Amadé Mozart): Monika Frimmer (Sopran), N. N. (Alt), Thomas Schulze (Tenor), Roland Hermann (Bass) / Das Vocalensemble Kassel / Das Kammerorchester Schloss Werneck / Chorleiter und Dirigent: Klaus Martin Ziegler (Kassel, Stadthalle, 29. 10. 1989). Bei diesem Konzert im Rahmen der ‚Kasseler Musiktage 1989‘ sang Roland Hermann auch die Bass-Arien KV 612 und KV 621a sowie die „Freimaurer-Kantate, KV 623“.



    „Te Deum“ (Otto Nicolai): Regine Gebhardt und Christiane Berggold (Sopran), Gabriele Schreckenbach (Alt), Aldo Baldin (Tenor), Roland Hermann und Klaus Thiem (Bass) / Der Chor der St. Hedwigs-Kathedrale Berlin / Das Radio-Symphonie-Orchester Berlin / Chorleiter und Dirigent: Roland Bader (Berlin, Philharmonie, 8. 1. 1988). In diesem Konzert erklang auch Franz Schuberts „Messe Nr. 5, D 678“ (siehe unten).


    Es sei daran erinnert, dass es von diesem sehr schönen Werk – 1832 für die Berliner Singakademie komponiert - auch eine Aufnahme gab, die von der ‚Deutschen Grammophon Gesellschaft‘ 1966 als Benefizplatte zu Gunsten der Berliner Singakademie zum Preis von DM 10,-- angeboten wurde; die habe ich natürlich gekauft und ich habe sie noch, zumal sie bis heute nicht komplett als CD wiederveröffentlicht wurde. Die Solisten sind Evelyn Lear und Marina Türke (Sopran), Raili Kostia und Kathleen Basler (Alt), Heinz Hoppe und Martin Vantin (Tenor), Thomas Stewart und Manfred Schenk (Bass); die Singakademie zu Berlin und das Radio-Symphonie-Orchester Berlin werden geleitet von Mathieu Lange.



    „Requiem“ (Antonio Salieri): Rotraud Hansmann (Sopran), Ursula Gust (Alt), Horst Laubenthal (Tenor), Roland Hermann (Bass) / Der RIAS-Kammerchor / Chorltg.: Günther Arndt / Das Radio-Symphonie-Orchester Berlin / Dirigent: Marcel Couraud (Berlin, Haus des Rundfunks, 15. 2. 1970). 1804 komponierte der Italiener Antonio Salieri, der seit seinem 16. Lebensjahr in Wien lebte und fünf Jahre älter als Wolfgang Amadé Mozart war, für sich selbst eine Totenmesse, die bei seiner Beerdigung aufgeführt werden sollte, was dann 1825 auch geschah. Pushkins literarischer Rufmord an Salieri als Mozarts Mörder gilt heute erwiesenermaßen als (neudeutsch) ‚Fake News‘.



    „Die glückliche Hand“ (Arnold Schönberg): Roland Hermann (Bariton) / The BBC Singers / The BBC Symphony Orchestra / Dirigent: Lothar Zagrosek (London, Royal Festival Hall, 10. 10. 1988). Dieses sehr komplexe musikalische ‚Drama‘ aus dem Jahre 1924 wird wegen der von Arnold Schönberg genau festgelegten – und in dieser Kürze (vier Szenen bei einer Spieldauer von ca. 20 Minuten) geradezu ausufernden - Bühnenaktion heutzutage fast immer nur konzertant gegeben. Zur Aufführung kamen neben Arnold Schönbergs „Filmmusik“ auch folgende Werke von Johannes Brahms: die „Altrhapsodie, op. 53“ (Solistin: Brigitte Fassbaender), das „Schicksalslied, op. 54“ und der „Gesang der Parzen, op. 89“. Am 13. 10. 1988 wurde dieses Konzert mit denselben Ausführenden in der Berliner Philharmonie wiederholt.



    „Messe Nr. 5, D 678“ (Franz Schubert): Regine Gebhardt (Sopran), Gabriele Schreckenbach (Alt), Aldo Baldin (Tenor), Roland Hermann (Bass) / Der Chor der St.-Hedwigs.Kathedrale Berlin / Das Radio-Symphonie-Orchester Berlin / Chorleiter und Dirigent: Roland Bader (Berlin, Philharmonie, 8. 1. 1988). Siehe Otto Nicolais "Te Deum" in diesem Beitrag.



    „A Refusal to Mourn the Death, by Fire, of a Child in London“ (Peter Westergaard): Roland Hermann (Bass-Bariton) / Ein Instrumentalensemble (Freiburg im Breisgau, 1958). Die Uraufführung dieser Vertonung eines Gedichtes von Dylan Thomas durch den amerikanischen Komponisten Peter Westergaard (1931-2019) sang Roland Hermann in einem Konzert der Freiburger Musikhochschule während seines dortigen Gesangsstudiums bei Margarethe von Winterfeld (die bekanntlich auch Fritz Wunderlich ausbildete). Die ‚Elegie in vier Stanzen‘ des mit 39 Jahren verstorbenen Walisers Dylan Thomas fordert dazu auf, den Tod eines kleinen Mädchens bei einem deutschen Luftangriff auf London nicht wie gewöhnlich zu betrauern, damit die Würde und Erhabenheit ihres Todes nicht banalisiert wird.



    In der kommenden Woche folgen die Ergänzungen zu Roland Hermanns Opernauftritten.



    Carlo

  • Ab heute nenne ich wöchentlich noch einige Opernauftritte von Roland Hermann, wie immer in der alphabetischen Reihenfolge der Komponistennamen.



    Um zu zeigen, wie schwierig es ist, an verlässliche und genaue Angaben zu Opernaufführungen (mit detaillierten Sängerbesetzungen bis in die Nebenrollen) aus weiter zurück liegenden Jahren zu kommen, hier zuerst ein Beispiel:


    Zum Ende seiner Tätigkeit als Chefdirigent des BBC Symphony Orchestra dirigierte Pierre Boulez am 16. 4. 1975 in der Royal Festival Hall in London die konzertante Aufführung von zwei Opern des frühen 20. Jahrhunderts in ihrer Originalsprache: Igor Stravinskys „Soloveii“ (‚Die Nachtigall‘) und Maurice Ravels „L’enfant et les sortilèges“ (‚Das Kind und der Zauberspuk‘) mit einer lt. Ankündigung beeindruckenden Sängerriege: Jane Berbié, Teresa Cahill, Anne Howells, Patricia Kern, Mady Mesplé, Edda Moser, Gabriel Bacquier, Jules Bastin, Philip Langridge, Michael Rippon, Michel Sénéchal und auch Roland Hermann. Dieses Konzert wurde von der BBC in ihrem 3. Programm live übertragen. Eine aktuelle Kritik zu diesem Konzert habe ich nicht gefunden, doch Alan Blyth schrieb im Magazin „Opera“ (Juni 1975) eine sehr positive Rezension der Rundfunksendung von „L’enfant et les sortilèges“, wobei aber nur die folgenden Interpreten hervorgehoben wurden: Jane Berbié (Das Kind), Mady Mesplé (Die Prinzessin und Das Feuer), Patricia Kern (Die Katze), Philip Langridge (Das alte Männchen) und Roland Hermann (Der Kater und Die Standuhr). Im Internet ist darüber nichts zu finden und die BBC hüllt sich in Schweigen….



    Zunächst noch ein Wort zu Roland Hermanns Bariton-Kollegen an der Zürcher Oper: Howard Nelson. Der 1930 in North Dakota geborene Amerikaner begann sein Engagement in Zürich im August 1967, der Deutsche Roland Hermann (sechs Jahre jünger) folgte ihm ein Jahr später in einer Reprise der neuen Produktion von Albert Lortzings „Der Wildschütz“, in deren Premiere Howard Nelson den Grafen gespielt hatte. Beide kannten sich aus den USA, wo sie z. B. an der Uraufführung der Oper „A Fisherman called Peter“ von Richard Owen beteiligt waren (siehe Beitrag Nr. 16 vom 16. 2. 2022). Sie teilten sich in Zürich zahlreiche Rollen ihres Stimmfachs, standen aber auch häufig gemeinsam auf der Bühne, z. B. in „Cosi fan tutte“ (Don Alfonso und Guglielmo), „Lohengrin“ (Telramund und Heerrufer), „Ariadne auf Naxos“ (Musiklehrer und Harlekin), „Das schlaue Füchslein“ (Förster und Haraschta), „Capriccio“ (Graf und Olivier), „Karl V.“ (Karl V. und Luther), „Bomarzo“ (Silvio de Narni und Maerbale) und „Elisabeth Tudor“ (Norfolk und Leicester). Beide Männer sahen sehr gut aus. Während Howard Nelson eine etwas leichtere Baritonstimme besaß und ein temperamentvoller Darsteller war, so war die Stimme Roland Hermanns dunkler gefärbt – was ihm, vor allem im Konzertbereich, auch den Vortrag von Basspartien ermöglichte – und seine Bühnengestalten wirkten schwerblütiger und distinguierter. Howard Nelson ging 1995 in die USA zurück, arbeitete als Gesangslehrer und starb am 21. 5. 2017 im Bundesstaat Washington; Roland Hermann blieb in Zürich, wurde Schweizer Staatsbürger und starb am 17. 11. 2020.



    Zu der nachfolgenden Aufstellung mit den Opern-Auftritten von Roland Hermann ist zu berücksichtigen, dass es vermutlich nicht in jedem Fall eine Tonaufzeichnung gibt. Die Generalproben bzw. Premieren am Opernhaus Zürich wurden nach einer Information eines früheren Mitarbeiters zu Dokumentationszwecken ab ungefähr 1970 fast alle über eine Hausanlage mitgeschnitten.



    „Lucio Silla“ (Johann Christian Bach): Lucio Silla – Josef Protschka / Giunia – Gabriela Benačková / Cecilio – Hildegard Heichele / Lucio Cinna – Roland Hermann / Celia – Elaine Woods / Die Frankfurter Kantorei / Chorltg.: Wolfgang Schäfer / Das Kammerorchester der ‚Jungen Deutschen Philharmonie‘ / Dirigent: Wolfgang Scheidt / Sprecher der Zwischentexte: Peter Lieck (Frankfurt/Main, Alte Oper, 16. 4. 1983). Am 9. 6. 1985 wurde die Oper im Wiener Konzerthaus von der ‚Jungen Deutschen Philharmonie‘ unter der Leitung von Wolfgang Scheidt ebenfalls konzertant aufgeführt, allerdings ohne die Mitwirkung Roland Hermanns (siehe den Beitrag Nr. 38 im Thread „Johann Christian Bach – Der Opernmacher“).



    „Fidelio“ (Ludwig van Beethoven): Don Fernando – Roland Hermann / Don Pizarro – Hubert Hofmann / Florestan – Robert Ilosfalvy / Leonore – Hildegard Behrens / Rocco – Hans Franzen / Marzelline – Renate Lenhart / Jaquino – Harald Ek / Zwei Gefangene – Paul Späni und René Rohr / Der Chor des Opernhauses Zürich / Chorltg.: Hans Erismann / Das Tonhalle- und Theaterorchester Zürich / Dirigent: Ferdinand Leitner (Zürich, 20. 6. 1976).


    Mit einer „Fidelio“-Neuinszenierung gab Claus Helmut Drese am 10. 9. 1975 seinen Einstand als neuer Intendant (und Regisseur) des Zürcher Opernhauses (in der obengenannten Rollenreihenfolge sangen Howard Nelson, Rolf Kühne, Robert Ilosfalvy, Gwyneth Jones, Hans Franzen, Renate Lenhart und Harald Ek; der Dirigent war Ferdinand Leitner). Am 8. 10. 1975 gastierte Hildegard Behrens in Zürich mit ihrem Rollendebüt als Leonore (hier wirkten Roland Hermann, Hubert Hofmann, Glade Peterson, Werner Gröschel, Ruth Rohner und Martin Schomberg mit; Matthias Aeschbacher dirigierte). Bei den ‚Juni Festwochen 1976‘ gab es die obengenannte Vorstellung, von der ein verstorbener Freund von mir einen Mitschnitt hatte.



    „Dantons Tod“ (Gottfried von Einem): Deputierte: Georg Danton - Norman Mittelmann, Camille Desmoulins – Ticho Parly, Hérault de Séchelles – Paul Späni / Mitglieder des Wohlfahrtsausschusses: Robespierre - Nigel Douglas, St. Just – József Dene / Herrmann, Präsident des Revolutionstribunals - Roland Hermann / Simon, ein Souffleur – Arwed Sandner / Ein junger Mensch – Rolando Riva / Zwei Henker – Renato Premoli und René Rohr / Julie, die Gattin Dantons – Ingeborg Fanger / Lucile, Gattin des Camille Desmoulins – Marilyn Zschau / Die Frau Simons – Anneliese Fackler / Eine Dame – Ruth Rohner / Der Chor des Opernhauses Zürich / Chorltg.: Hans Erismann / Das Tonhalle- und Theaterorchester Zürich / Dirigent: Armin Jordan (Zürich, Opernhaus, 28. 6. 1970, Schweizerische Erstaufführung). Eine Inszenierung von Otto Schenk für die ‚Juni-Festwochen 1970‘ mit den Bühnenbildern von Günther Schneider-Siemssen und den Kostümen von Hill Reihs-Gromes.



    Carlo

  • Opern von Leoš Janáček und Ernst Krenek:



    „Katja Kabanova“ (‚Kát‘a Kabanová’) (Leoš Janáček): Sawjol Prokofjewitsch Dikoi, Kaufmann – Roland Hermann / Boris Grigorjewitsch, sein Neffe – Peter Straka / Marfa Ignatjewa Kabanova, eine reiche Kaufmannswitwe – Cornelia Kallisch / Tichon Iwanytisch Kabanow, ihr Sohn – Volker Vogel / Katja, seine Frau – Gabriela Benačková / Barbara, Pflegetochter bei Kabanow – Jitka Saparová / Wanja Kudrjasch, ein Lehrer – Martin Zysset / Kuligin, Kudrjaschs Freund – Howard Nelson / Glascha und Fekluscha, Dienstmädchen – Renate Lenhart und Charlotte Berthold / Der Chor und das Orchester der Oper Zürich / Chorltg.: Ernst Raffelsberger / Dirigent: Ralf Weikert (Zürich, Opernhaus, 8. 10. 1994). Eine Aufführung in tschechischer Sprache in der Regie von Ruth Berghaus.



    „Das schlaue Füchslein“ (‚Příhody lišky Bystroušky‘) (Leoš Janáček): Der Förster – Roland Hermann / Die Frau des Försters – Charlotte Berthold / Der Schulmeister – Peter Straka / Der Pfarrer – Hans Franzen / Háraschta, ein Landstreicher – József Dene / Der Gastwirt Pásek – Fritz Peter / Die Gastwirtin – Alicija Luka / Sepp, der Sohn des Försters – Dominique Rocamora / Franzl, sein Freund – Monique Volery / Füchslein Schlaukopf – Margaret Chalker / Der Fuchs – Peter Keller / Der Dackel – Chandler Cudlipp / Der Hahn – Robert Ciesla / Die Schopfhenne – Kimberly Justus / Die Grille – Päivi Saastamoinen / Die Heuschrecke – James Broussard / Der Frosch – Claudia Hagen / Die Fliege – Diana Mürner / Der Dachs – Hans Franzen / Die Eule – Meg Leake / Der Eichelhäher – Elizabeth Hagedorn / Der Specht – Theodora Carlson / Die Libelle – Evelyne Züllig / Das junge Füchslein Schlaukopf – Deborah Spiegel / Der Kinderchor und der Chor der Oper Zürich / Chorltg.: Erich Widl / Das Orchester der Oper Zürich / Dirigent: Bohumil Gregor (Zürich, Opernhaus, 4. 1. 1989). Der Regisseur dieser Neuinszenierung, Peter Brenner, schrieb eine neue deutsche Textfassung unter Verwendung der Übersetzung von Max Brod.


    In den Jahren von 1969 bis 1977 gab es an meiner ‚Heimatbühne‘ - die Deutsche Oper am Rhein in Düsseldorf – einen Janáček-Zyklus mit sechs Opern („Jenufa“, „Das schlaue Füchslein“, „Katja Kabanova“, „Die Sache Makropoulos“, „Die Ausflüge des Herrn Broucek“ und „Aus einem Totenhaus“), die alle von Bohumil Herlischka inszeniert wurden. Einige dieser Opern habe ich mehrfach gesehen, „Das schlaue Füchslein“ vier Mal, wobei Brigitte Dürrler und Trudeliese Schmidt in der Titelrolle alternierten. In der Vorstellung am 19. 1. 1973 wurden die Partien der Gastwirtin und der Schopfhenne von einer Sängerin dargestellt, die kurze Zeit später ein Weltstar war: Hildegard Behrens!



    „Aus einem Totenhaus“ (‚Z mrtvého domu‘) (Leoš Janáček): Alexander Petrowitsch Gorjantschikow – Roland Hermann / Alej – Peter Keller / Filka Morosow (alias Luka Kusmitsch) – Hermin Esser / Der große Sträfling – Arley Reece / Der kleine Sträfling – Christian Boesch / Der Platzkommandant – Hans Franzen / Ein ganz alter Sträfling – Ernst-August Steinhoff / Skuratow – Sven Olof Eliasson / Tschekunow – Rudolf A.. Hartmann / Ein betrunkener Sträfling – Martin Finke / Der Koch – René Rohr / Der Schmied – Jonathan Prescott / Der Pope – Howard Nelson / Ein junger Sträfling – Howard Haskin / Eine Dirne – Marie-Thérèse Mercanton / Ein Sträfling (als Don Juan und Brahmine) – Werner Gröschel / Ein Sträfling (als Kedril) – Christian Boesch / Schapkin – Fritz Peter / Schischkow – József Dene / Tscherewin – Paul Späni / Eine Stimme hinter der Szene – Arley Reece / Zwei Wachposten – Giorgio Aristo und Gejza Zelenay / Der Chor des Opernhauses Zürich und der Extra- und Theater-Lehrerchor / Chorltg.: Erich Widl / Das Tonhalle- und Theaterorchester Zürich / Dirigent: Bohumil Gregor / Regie: Götz Friedrich (Zürich, Opernhaus, 11. 11. 1978). Bei ‚Mr. Tape‘ in den USA wurde ein Mitschnitt angeboten, bei dem das Aufnahmedatum nicht klar ist: entweder die hier genannte Premiere von 1978 oder die Aufführung bei den ‚Juni-Festwochen 1979‘ am 26. 5. 1979. (Götz Friedrich inszenierte die Oper in einer neuen deutschen Textfassung von Pavel Eckstein und ihm selbst, basierend auf der Übersetzung von Max Brod.)



    „Karl V.“ (Ernst Krenek): Kaiser Karl V. - Roland Hermann / Juana, seine Mutter – Erika Wien / Eleonore, seine Schwester – Susan Wold / Ferdinand, sein Bruder – Andor Kaposy / Isabella, Karls Gemahlin – Ruth Rohner / Juan de Regla, ein junger Mönch – Wolfgang Warncke / Henri Mathys, Leibarzt des Kaisers – Ernst-August Steinhoff / Francisco Borgia, ein Jesuit – Nigel Douglas / Hauptleute des Kaisers: Alarcon – Gottlieb Zeithammer, Alba – Paul Späni, Frundsberg – Werner Ernst / König Franz I. von Frankreich – Glade Petersen / Frangipani, ein italienischer Adeliger – Fritz Peter / Papst Clemens VII. - Ralph Telasko / Ein Kardinal – Paul Späni / Martin Luther – Howard Nelson / Kurfürst Moritz von Sachsen – Ralph Telasko / Ein Anhänger Luthers – Renato Premoli / Sultan Soliman – Howard Nelson / Dessen Hofastrolog – Fritz Peter / Der Geist des Fluchs – Anneliese Fackler / Der Geist der Leichtigkeit – Costanza Cuccaro / Der Geist des völkischen Stolzes – Renate Lenhart / Der Geist des tiefsten Leids – Marga Schiml / Vier Uhren (Die Stimmen der ablaufenden Zeit) – Costanza Cuccaro, Renate Lenhart, Anneliese Fackler, Marga Schiml / Der Chor des Opernhauses Zürich / Chorltg.: Hans Erismann / Das Tonhalle- und Theaterorchester Zürich / Dirigent: Ferdinand Leitner (Zürich, Opernhaus, 21. 3. 1970, Schweizerische Erstaufführung). Ferdinand Leitner und der Regisseur Imo Moszkowicz entschieden sich für die Zweitfassung der Oper, die am 11. 5. 1958 an der Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf uraufgeführt wurde.



    Carlo

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  • Opern von Albert Lortzing, Wolfgang Amadé Mozart, Maurice Ravel, Gioachino Rossini, Arnold Schönberg und Franz Schubert:



    „Zar und Zimmermann“ (Albert Lortzing): Zar Peter der Große – Roland Hermann / Peter Iwaniow – Peter Keller / Bürgermeister van Bett – Günter von Kannen / Marie – Helga Thieme / Marquis von Chateauneuf – Rüdiger Wohlers / Admiral Lefort – René Rohr / Lord Syndham – Jonathan Prescott / Witwe Browe – Erika Wien / Ein Offizier – Walter Hesse / Der Chor des Opernhauses Zürich / Chorltg.: Erich Widl / Das Tonhalle- und Theaterorchester Zürich / Dirigent: Ferdinand Leitner (Zürich, Opernhaus, 21. 4. 1979).



    "Le nozze di Figaro" ('Die Hochzeit des Figaro') (Wolfgang Amadé Mozart): Il Conte di Almaviva - Roland Hermann / La Contessa - Mari Anne Häggander / Susanna - Adelina Scarabelli / Figaro - Stafford Dean / Cherubino - Delores Ziegler / Don Curzio - Jaroslav Kachel / Dottor Bartolo - Günter Schneider / Marcellina - Ida Kirilova / Antonio - Mircea Radu Simpetrean / Barbarina - Aixa Maria Rodriguez / Don Curzio - Alois Perl / Due ancelle - Liesel Abels und Maximiliane Mühldorfer / Der Chor der Bühnen der Stadt Bonn / Chorltg.: Georg-Achim Földes / Das Orchester der Beethovenhalle Bonn / Dirigent: Arnold Östman (Bonn, Bühnen der Stadt Bonn, 4. 1. 1983). Die Premiere war am 25. 12. 1982 (Regie: Nikolaus Lehnhoff).



    „Cosi fan tutte“ (Wolfgang Amadé Mozart): Fiordiligi – Marilyn Zschau / Dorabella – Charlotte Berthold / Despina – Costanza Cuccaro / Ferrando – Rüdiger Wohlers / Guglielmo – Howard Nelson / Don Alfonso – Roland Hermann / Der Chor des Opernhauses Zürich / Chorltg.: Hans Erismann / Das Tonhalle- und Theaterorchester Zürich / Dirigent: Ferdinand Leitner (Zürich, Opernhaus, 25. 6. 1972). Eine Inszenierung von Leopold Lindtberg.



    „L’Enfant et les sortilèges“ (‚Das Kind und der Zauberspuk‘) (Maurice Ravel): Jane Berbié, Teresa Cahill, Anne Howells, Patricia Kern, Mady Mesplé, Jules Bastin, Roland Hermann und Philip Langridge / The BBC Singers / The BBC Symphony Orchestra / Dirigent: Pierre Boulez (Royal Festival Hall, 16. 4. 1975). Siehe Beitrag Nr. 54 vom 17. 3. 2023.



    „Die Italienerin in Algier“ (‚L‘Italiana in Algeri’) (Gioachino Rossini): Mustapha – Bodo Schwanbeck / Suleika – Renate Lenhart / Zulma – Aidyl Grim / Haly – Roland Hermann / Lindoro – Henryk Grychnik / Isabella – Britt Bern / Taddeo – John Modenos / Der Chor des Operhauses Zürich / Chorltg.: Karl Rickenbacher / Das Tonhalle- und Theaterorchester Zürich / Dirigent: Frank Egermann (Zürich, Stadthof 11, 1. 3. 1969).



    „Die glückliche Hand“ (Arnold Schönberg): Der Mann – Roland Hermann / The BBC Singers / The BBC Symphony Orchestra / Dirigent: Lothar Zagrosek (London, Royal Festival Hall, 10. 10. 1988). Siehe Beitrag Nr. 53 vom 10. 3. 2023.



    „Fierrabras“ (Franz Schubert): König Karl – Roderick Kennedy / Emma, seine Tochter – Anne Dawson / Roland und Ogier, zwei fränkische Ritter – Roland Hermann (statt Sergey Leiferkus) und Hugh Hetherington / Eginhard, ein Ritter an Karls Hof – John Graham-Hall / Boland, der Fürst der Mauren – Nicholas Folwell / Fierrabras, sein Sohn – Thomas Moser / Florinda, Bolands Tochter – Mari Anne Häggander / Maragond, ihre Vertraute – Eirian James / Brutamonte, ein maurischer Anführer – Peter Knapp / The Tallis Choir / Chorltg.: Philip Simms / The English Chamber Orchestra / Dirigent: Jeffrey Tate (London, Queen Elizabeth Hall, 18. 8. und 20. 8. 1988). Das war eine halbszenische Aufführung des Festivals ‚Summerscope‘ - in deutscher Sprache mit Dialogen - im Stil von ‚Let‘s make an opera’ mit Franz Schubert persönlich (Charles Metcalfe) auf der Bühne.



    Carlo

  • Opern von Richard Strauss, Igor Stravinsky, Giuseppe Verdi und Richard Wagner:



    „Capriccio“ (Richard Strauss): Die Gräfin – Marilyn Zschau / Der Graf – Roland Hermann / Olivier – Howard Nelson / Flamand – Rüdiger Wohlers / La Roche – Manfred Jungwirth / Clairon – Charlotte Berthold / Monsieur Taupe – Paul Späni / Eine italienische Sängerin – Maria-Despina Koromantzou / Ein italienischer Tenor – Fritz Peter / Der Haushofmeister – Werner Ernst / Das Tonhalle- und Theaterorchester Zürich / Dirigent: Ferdinand Leitner (Zürich, Opernhaus, 15. 9. 1973).


    dto.: Die Gräfin – Gabriele Lechner / Der Graf – Roland Hermann / Olivier – Olaf Bär / Flamand – Salvatore Champagne / La Roche – Robert Holl / Clairon – Cornelia Kallisch / Monsieur Taupe – Peter Keller / Eine italienische Sängerin – Isabel Rey / Ein italienischer Tenor - Boiko Zvetanov / Der Haushofmeister – Jakob Will / Das Orchester der Oper Zürich / Dirigent: Ralf Weikert (Zürich, Opernhaus, 14. 6. 1992). Bei der Neuinszenierung 1973 führte der Direktor des Wiener ‚Theaters in der Josefstadt‘ - Rudolf Steinboeck - die Regie, während 1992 der Regisseur Cesare Lievi hieß. Diese „Capriccio“-Premiere war das Debüt der Sopranistin Gabriele Lechner als Zürcher Ensemble-Mitglied; sie ist - geboren 1961 in Wien - am 28. 11. 2022 in ihrer Vaterstadt gestorben.



    „Oedipus Rex“ (Igor Stravinsky): Oedipus – Wolfgang Neumann / Jokaste – Shirley Close / Kreon – Roland Hermann / Tiresias – Alexander Vassiliev / Der Hirte – Julio Fernandez / Die Stuttgarter Philharmoniker / Dirigent: Carlos Kalmar (Stuttgart, Altes Schloss, 7. 7. 1995). Das war die erste von vier Freiluftaufführungen des Opern-Oratoriums „Oedipus Rex“ durch das ‚Bread and Puppet Theater‘ aus Glover (Vermont/USA) im Schlosshof Stuttgart während der ‚Stuttgarter Hofkonzerte 1995‘. Das international bekannte Puppentheater (mit meterhohen bewegbaren Puppen) wurde 1961 von dem Deutschen Peter Schumann in New York gegründet.



    „Simon Boccanegra“ (Giuseppe Verdi): Simon Boccanegra – Juan Pons / Jacopo Fiesco – Ruggero Raimondi / Paolo Albiani – Roland Hermann / Pietro – Giuseppe Scorsin / Amelia Grimaldi – Elena Prokina / Gabriele Adorno – Vincenzo La Scola / Un capitano dei balestrieri - David Corman / Der Chor und das Orchester der Oper Zürich / Chorltg.: Jürg Hämmerli / Dirigent: Nello Santi (Zürich, Opernhaus, 8. 12. 1995).



    „Tannhäuser“ (Richard Wagner): Landgraf Hermann – Thomas Thomaschke / Tannhäuser – Richard Cassilly / Wolfram von Eschenbach – Roland Hermann / Walther von der Vogelweide – Robert Schunk / Biterolf – George Ionescu / Heinrich der Schreiber – Kurt Spanier / Reinmar von Zweter – Alfred Burgstaller / Elisabeth – Gundula Janowitz / Venus – Montserrat Caballé / Ein junger Hirte – Gudrun Sieber / Edelknaben – Marta Rivas, Àngels Prats, María Rosa Soler und Anna Maria Velando / Cor y Orquestra Simfònica del Gran Teatre del Liceu / Chorltg.: Romano Gandolfi und Vittorio Sicuri / Dirigent: Heinrich Hollreiser (Barcelona, Gran Teatre del Liceu, 3. 6. 1983).


    Das Gran Teatre del Liceu in Barcelona plante im Rahmen des dritten ‚Festival d‘ Òpera – Patronat Pro Música‘ drei Aufführungen von Wagners „Tannhäuser“ und borgte sich dafür das Bühnenbild und die Kostüme von der Wiener Staatsoper aus. Wegen einem Streik französischer Landwirte, die die Bahnstrecken durch Frankreich blockierten, kam die Ausstattung nicht rechtzeitig in Barcelona an und man gab die Oper semi-konzertant mit einigen szenischen Versatzstücken auf der Bühne. Für eine kleine Sensation sorgte die Nachricht, dass Montserrat Caballé kurzfristig für die erkrankte Klára Takács die Partie der Venus übernehmen würde und die drei Vorstellungen waren im Nu ausverkauft. (Die Caballé sang ihre Rolle mit einem versteckten Notenpult ‚vom Blatt‘ und bewegte sich nicht von der Stelle.)


    In der ersten Vorstellung am 1. 6. 1983 sang Bernd Weikl den Wolfram, in der zweiten Vorstellung (3. 6. 1983) wurde er von Roland Hermann ersetzt und drei Tage später sang Wolfgang Brendel diese Partie. Man kann davon ausgehen, dass die Hardcore-Fans von ‚Montsi‘ alle ihre Vorstellungen mitgeschnitten haben und es deshalb auch eine weitere Aufnahme von Roland Hermann als Wolfram im „Tannhäuser“ gibt.



    Carlo

  • Roland Hermann in Opern von Richard Wagner und Carl Maria von Weber:



    „Lohengrin“ (Richard Wagner): Heinrich der Vogler – Werner Gröschel / Lohengrin – Herbert Schaefer / Elsa von Brabant – Jeannine Altmeyer / Friedrich von Telramund – Roland Hermann / Ortrud – Carol Smith / Der Heerrufer – Howard Nelson / Der Chor des Opernhauses Zürich / Chorltg.: Hans Erismann / Das Tonhalle- und Theaterorchester Zürich / Dirigent: Ferdinand Leitner (Zürich, Opernhaus, 26. 9. 1976). Die Premiere dieser Inszenierung von Hans-Peter Lehmann war am 18. 9. 1976 – siehe den Beitrag Nr. 24 vom 29. 3. 2022. Herbert Schaefer wurde im März 2020 ‚Tamino‘-Mitglied und hat seitdem in vielen Beiträgen aus seinem Berufsalltag berichtet. Von diesem „Lohengrin“-Gastspiel in Zürich hat er einen Mitschnitt (Beitrag Nr. 145 im Thread „Herbert Schaefer - ein wahrer Held der Oper“.)


    dto.: Heinrich der Vogler – Karl Helm / Lohengrin – Siegfried Jerusalem / Elsa von Brabant – Sabine Hass / Friedrich von Telramund – Roland Hermann / Ortrud – Ingrid Bjoner / Der Heerrufer – Wolfgang Brendel / Pražský filharmonický sbor (Philharmonischer Chor Prag) / Chorltg.: Josef Veselka / L’ Orchestra dell’ Accademia di Santa Cecilia, Roma / Dirigent: Wolfgang Sawallisch (Perugia, Teatro Morlacchi, 20. 9. 1978). Eine konzertante Aufführung von der 33. ‚Sagra Musicale Umbria‘.




    „Götterdämmerung“ (Richard Wagner): Siegfried – George Gray / Gunther – Roland Hermann / Hagen – Matti Salminen / Alberich – Günter von Kannen / Brünnhilde – Jeannine Altmeyer / Gutrune – Penelope Thorn / Waltraute – Reinhild Runkel / Erste Norn – Anne Pellekoorne / Zweite Norn – Vesselina Kasarova / Dritte Norn – Ruth Rohner / Woglinde – Margaret Chalker / Wellgunde – Vesselina Kasarova / Flosshilde – Anne Pellekoorne / Der Chor und das Orchester der Oper Zürich / Chorltg.: Erich Widl / Dirigent: Ralf Weikert (Zürich, Opernhaus, 9. 9. 1989. Mit dieser Premiere beschloss Claus Helmut Drese, der auch als Regisseur tätige Intendant der Zürcher Oper, seine Inszenierung von „Der Ring des Nibelungen“.



    „Der Freischütz“ (Carl Maria von Weber): Ottokar – Roland Hermann / Kuno - Arwed Sandner / Agathe – Gerlinde Lorenz (statt Jeannine Altmeyer) / Ännchen – Renate Lenhart / Max – Sven Olof Eliasson / Kaspar – Hubert Hofmann / Ein Eremit – Werner Gröschel / Kilian – Richard van Vrooman / Der Chor des Opernhauses Zürich / Chorltg.: Hans Erismann / Das Tonhalle- und Theaterorchester Zürich / Dirigent: Ferdinand Leitner (Zürich, Opernhaus, 1. 6. 1975).



    Als Ergänzung zum Beitrag Nr. 14 vom 31. 1. 2022 nachfolgend die komplette Besetzung der Uraufführung von York Höllers Oper „Der Meister und Margarita“ 1989 in Paris:


    „Der Meister und Margarita“ (York Höller): Der ‚Meister’, ein Schriftsteller – Roland Hermann / Margarita, Geliebte des ‚Meisters‘ – Karan Armstrong / Woland, der ‚Schwarze Magier‘ – James Johnson / Behemoth, Korowiew und Asasello, die Gehilfen Wolands – Elizabeth Laurence, Nicholas Folwell und Andreas Jäggi / Besdomni, ein junger Dichter – Ian Caley / Berlioz, der Chefredakteur – Pierre-Yves Le Maigat / Dr. Strawinski, ein Irrenarzt – Christian Tréguier / Stjopa, der Varietédirektor – Klaus Schneider / Frau Stjopa – Doris Lamprecht / Sofia Pawlowna – Marie-Christine Porta / Archibald Archibaldowitsch, ein Restaurantbesitzer – Jean-Louis Soumagnas / Nastassja, eine Schriftstellerin – Beatrice Uria-Monzon / Die Mitglieder des Schriftstellerverbandes: Poprichin – Marcel Quillevéré, Dubratski – Philippe Duminy, Deniskin – Michel Philippe, Abachow – Yves Cochois, Beskudnikow – Paul Sherrel, Sagriwow – Daniel Ottevaere / Vier Beobachter – Beatrice Uria-Monzon, Yves Cochois, Philippe Duminy und Paul Sherrel / Ein Delegierter – Klaus Mende / Ein medizinischer Assistent und Ein Schreiber – Jürgen Berner / Eine Zauberin – Carla Gaida / In den ‚Pontius Pilatus‘-Szenen: Pontius Pilatus, römischer Prokurator – Richard Angas; Jeschua (Jesus von Nazareth) – Roland Hermann; Levi Matthäus, ein Schüler Jeschuas – Werner Hollweg / Choeurs et Orchestre du Théâtre National de l’Opéra, Paris / Chorltg.: Jean Laforge / Dirigent: Lothar Zagrosek / Inszenierung: Hans Neuenfels / Ausstattung: Reinhard von der Thannen und Dirk von Bodisco (Paris, Palais Garnier, 20. 5. 1989, Uraufführung). Ursprünglich sollten Richard Salter (Der ‚Meister‘), Tom Krause (Woland), Barry McCauley (Besdomni), Ruthild Engert (Frau Stjopa) und Donald McIntyre (Pontius Pilatus) in der Uraufführung mitwirken.



    Das ist vorerst mein letzter Beitrag in diesem Thread. Ich bin aber überzeugt, dass es noch mehr zu Roland Hermann zu sagen und zu schreiben gibt.



    Carlo

  • NACHTRAG


    Hier sind noch drei weitere Aufnahmen mit Roland Hermann, die bisher nicht genannt wurden:


    „Tannhäuser“ (Richard Wagner): Landgraf Hermann – Matti Salminen / Tannhäuser – Jean Cox / Wolfram von Eschenbach – Roland Hermann / Walther von der Vogelweide – Alva Tripp / Biterolf – Hans Günter Nöcker / Heinrich der Schreiber – Erlingur Vigfusson / Reinmar von Zweter – Francisco Vergara / Elisabeth – Hannelore Bode / Venus – Maura Moreira / Ein junger Hirt – Ingrid Würtz-Rattunde / Der Chor der Städtischen Bühnen Köln / Chorltg.: Hans Wolfgang Schmitz / Das Gürzenich-Orchester Köln / Dirigent: Hans Wallat (Köln, Opernhaus, 1. 1. 1976). Ein privater Livemitschnitt.


    „Lieder von Ludwig van Beethoven, Hugo Wolf und Harald Genzmer“: Roland Hermann (Bariton) / Rolf Reinhardt (Klavier) / Eine Aufnahme des WDR Köln, gesendet am 30. 7. 1964. Ludwig van Beethoven: Der Kuss, op. 128 – Zärtliche Liebe, WoO 123 – Der Wachtelschlag, WoO 129 / Hugo Wolf: Drei Lieder nach Gedichten von Eduard Mörike (Auf ein altes Bild – Zur Warnung – Bei einer Trauung) / Harald Genzmer: Fünf Lieder nach Texten des Camoens (Kling auf, mein Lied – Ihr Bildnis – Treulose Augen – Abschied – Nicht mehr mein Lied). Dies scheinen die einzigen Aufnahmen von Liedern Harald Genzmers (1909-2007) zu sein, die er auf die deutschen Übersetzungen von Gedichten des portugiesischen Dichters Camoens (Luiz Vaz de Camōes) komponierte.


    „Ein Überlebender aus Warschau“ (Arnold Schönberg): Roland Hermann (Sprecher) / Die Frankfurter Singakademie / Chorltg.: Ljubomir Romansky / Das Sinfonieorchester des Saarländischen Rundfunks / Dirigent: Hans Zender (Saarbrücken, Kongresshalle, 19. 1. - 22. 1. 1977). Die CD der Firma ‚cpo‘ (Classic Produktion Osnabrück) von 1997 enthält außer diesem „Melodram für einen Sprecher, einen Männerchor und Orchester, op. 46“ (in deutscher Sprache) von Arnold Schönberg noch die ‚Fünf Orchesterstücke, op. 16“ und die „Begleitmusik zu einer Lichtspielszene“ sowie von Olivier Messiaen die „Hymne au Saint Sacrément“ und die „Poèmes pour Mi“ (mit der Sopranistin Judith Beckmann).


    Carlo

  • Es ist ja kaum zu fassen! Der Carlo ist ja immer noch an diesem Thema dran, das ist echter Fleiß.
    Aber Roland Hermann ist praktisch spurlos verschwunden und war für mich in Zürich vor zwei Jahren nicht auffindbar ...

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