Von dieser Sinfonie gibt es 7 Versionen, die sich vor allem in den Schlusssätzen und einer vorhandenen oder nicht vorhandenen Einleitung im ersten Satz unterscheiden. Einer dieser Schlusssätze wurde vermutlich für eine nicht mehr existierende Oper geschrieben und wurde von Haydn ein weiteres Mal, im ersten Satz der Sinfonie Nr 62.
Es gibt aber auch Versionen des Schlusssatzes, die mit Sicherheit nicht von Haydn stammen. Die Version, die Harnoncourt auf der in meinem Besitz befindlichen Aufnahme verwendt stammt vermutlich von einem Haydn-Schüler („unter Haydns Aufsicht“) P???!!!)
Besonders geschätzt wurde die Sinfonie in England, wegen ihres gefälligen Tonfalls. Die Engländer des späten 18. Jahrhunderts liebten keine "herausfordernden" und spröden Werkr
Wikipedia zitiert indes aus einem Führer durch Haydns Sinfonien den Musikwissenschaftler Michael Walter (*1958) „ Die Sinfonie Nr. 54 ist von einem gefälligen, dem Hörer weder Anstrengungen noch Verständnisschwierigkeiten zumutenden Charakter und bleibt im Gehalt deutlich hinter anderen Sinfonien der siebziger Jahre zurück“
Ich würde sagen: Eine typisch deutsch Einstellung wo be jedem Werk verlangt – oder zumindes geschätzt wird wird, dass sie dem Hörer arbeit und unangenehme Gefühle vermittelt (nicht nur bei Haydn)
Dieser Unterschied zwischen deutschen und englischen (und letzlich auch österreichischen) Musikkritikern ist bis heute existent…
Die Sätze:
1)Largo majestoso - Vivace
2) Andante
3) Menuet – Trio
4) Finale, Capriccio, Moderato (Version A)
mfg aus Wien
Alfred

