Sinn oder Unsinn - Regietheater

  • Nur für diejenigen, die das am 1.12.2022 von astewes kommentierte Video der Dame noch nicht gesehen haben:

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    Um sich mit Winifred Wagner und ihrer Rolle in der Geschichte der Bayreuther Festsspiele auseinanderzusetzen, reicht es nach meiner Auffassung nicht, sich eine Minute aus diesem mehr als fünfstündigen Interview herauszupicken.

    Es grüßt Rüdiger als Rheingold1876


    "Was mir vorschwebte, waren Schallplatten, an deren hohem Standard öffentliche Aufführungen und zukünftige Künstler gemessen würden." Walter Legge (1906-1979), britischer Musikproduzent

  • Manchmal frage ich mich, ob die kleine Quintella damals in der Sandkiste neben dem Colosseum das auch immer gesagt hat? Oder ob ihr ein einfaches "Selber doof!" genügt hat :untertauch:

    :hahahaha::hahahaha::hahahaha::hahahaha:

    Was heißt denn "selber doof" auf Lateinisch? Das kann ich doch wohl verlangen. Außerdem war der Sandkasten im Colosseum und wurde von Löwen bewacht. Leider hat das auch die kleine Quintella (die übrigens "Sextella" hieß, soviel Präzision kann man ja wohl verlangen) nicht überlebt, sodass sie jetzt ihren matten Aufguss in Hamburg erlebt.

    Versager versagen, weil sie das am besten können (Heinz Strunk)

  • Um sich mit Winifred Wagner und ihrer Rolle in der Geschichte der Bayreuther Festsspiele auseinanderzusetzen, reicht es nach meiner Auffassung nicht, sich eine Minute aus diesem mehr als fünfstündigen Interview herauszupicken.

    Lieber Rheingold1876! Selbst wenn Du sicherlich Recht hast - mir reicht es! Aber nicht wegen dieser einen Minute des Interviews von 1975, sondern wegen der Verehrung dieser Dame für ihren Freund Adolf: "Einzigartige Persönlichkeit!" Pfui Teufel! Das ist ein Hohn. Das ist eine ungeheure Verunglimpfung der Opfer dieses Verbrechers!

    "Von Herzen - Möge es wieder zu Herzen gehen"

    (Ludwig van Beethoven über den Beginn des "Kyrie" seiner "Missa Solemnis")

  • Allerdings gab es auch damals Stimmen, die sich kritisch geäußert haben. Ich verweise hier einfach mal global auf das literarische Werk von Kurt Tucholsky mit allen seinen Pseudonymen :)

    Gott (wenn es ihn denn gibt) sei es gedankt, dass es auch damals kritische Stimmen gab. Danke Dir für das Video. Freue mich darauf. Nicht gefreut :) habe ich mich, dass Du kein Wort dazu gesagt hast, mit welcher Sicherheit (hoffentlich bleibt es so...) ich Dank auch Deiner Hilfe von gestern inzwischen hier Videos einstellen kann...

    "Von Herzen - Möge es wieder zu Herzen gehen"

    (Ludwig van Beethoven über den Beginn des "Kyrie" seiner "Missa Solemnis")

  • ich Dank auch Deiner Hilfe von gestern inzwischen hier Videos einstellen kann...

    Ich bin sehr beeindruckt und freue mich, dass es damit für Dich auch einfacher wird, sich hier im Forum mit Beispielen zu artikulieren :hello:

  • Ich bin sehr beeindruckt und freue mich, dass es damit für Dich auch einfacher wird, die hier im Forum mit Beispielen zu artikulieren :hello:

    Bedanke mich damit, falls Du es noch nicht kennen solltest:


    "Von Herzen - Möge es wieder zu Herzen gehen"

    (Ludwig van Beethoven über den Beginn des "Kyrie" seiner "Missa Solemnis")

  • Leider nur kleines (gesamtschul-)Latinum; Du verlangst also zuviel ...

    Hallo, Michael, nachträglich betrachtet ist deine Reaktion auf meinen "lupus" doch ziemlich witzig:pfeif:, sodass ich mir das als Idee klauen werde. "Doof" ist ja üblich "taub", lateinisch heißt "doof" wohl "stultus" (Fund aus den Trümmern meines großen Latinums).

    Versager versagen, weil sie das am besten können (Heinz Strunk)

  • Was heißt denn "selber doof" auf Lateinisch?

    Mein Latinum liegt nun 44 Jahre zurück und wurde lediglich während meine Studiums reaktiviert (auch schon wieder 34 Jahre her). Wir können die Frage ja Rom vorlegen, da der Vatikan die lateinische Sprache als lebendige Sprach pflegt und erhält. Sextella hätte ihre Freundin wohl mit "ipsa stupida" angemaunzt, wenn Michael den pingeligen Doktor meint, dann müsste er wohl "ipso stupido" blaffen. Oder liege ich da jetzt ganz schief? (Gott, hoffentlich liest mein Lateinlehrer hier nicht mit, oder, noch schlimmer, Helmut Plechl, der angeblich 102 ist und noch lebt).


    Liebe Grüße vom Thomas :hello:

    Früher ist gottseidank lange vorbei. (TP)
    Wenn ihr werden wollt wie eure Väter waren werdet ihr so wie eure Väter niemals waren.

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  • .... Könnte es sein, daß es etwas mit gesundem Menschenverstand zu tun hat?

    Gibt es denn so etwas wie allgemein gültigen "Gesunden Menschenverstand"?


    Vor Jahrhunderten sagte der gesunde Menschenverstand, dass die Erde eine Scheibe ist. In dem Fall hat sich der Gesunde Menschenverstand (wie schon öfter) also geirrt.


    Es gab Zeiten in Deutschland da war der große Bruder des gesunden Menschenverstands bekanntlich das gesunde Volksempfinden.



    Immanuel Kant in "Kritik der reinen Vernunft"

    äusserte sich dazu: ... "Denn was ist der gesunde Verstand? Es ist der Gemeine Verstand, so fern er richtig urtheilt."



    Heute wird der gesunde Menschenverstand vor allem dann bemüht, wenn andere Argumente fehlten.



    Für Albert Einstein ist „Der gesunde Menschenverstand [...] die Summe aller Vorurteile, die sich bis zum 18. Lebensjahr im Bewusstsein festgesetzt haben“.


    Papst Franziskus bittet Gott über "Radio Vaticana" "Der Herr befreie uns von der Versuchung des gesunden Menschenverstands.“[


    Verkehrsminister Scheuer fand Tempolimits nicht gut und begründet das mit dem gesunden "Menschenverstand".


    Hubert Aiwanger (Vize MP in Bayern) dagegen wünscht sich bekanntlich mehr gesunden Menschenverstand in der Politik, den er nach Berlin schicken will.

    Ich bin dann mal weg.

  • [...], wenn Michael den pingeligen Doktor meint, dann müsste er wohl "ipso stupido" blaffen.

    Nur damit keine Missverständnisse entstehen, es ging mir tatsächlich um eine allgemeine Überlegung, die nicht gegen Dr. Pingel gerichtet gewesen sein sollte.

  • Heute wird der gesunde Menschenverstand vor allem dann bemüht, wenn andere Argumente fehlten.

    Für mich als neues Mitglied ist es ausgesprochen interessant, wie sich aus einem zunächst sehr sachbezogenen Thema in einem Klassik-Forum immer wieder "Nebenthemen" entwickeln und mit welcher Leidenschaft dann darüber diskutiert wird - und auch kaum mit der Chance einer Annäherung der unterschiedlichen Standpunkte: Gestern war es das "Gendern", heute ist es der sogenannte "Gesunde Menschenverstand". Dabei sind alle Argumente zu beiden Themen längst genannt - nur noch nicht von Jedem eben...

    "Von Herzen - Möge es wieder zu Herzen gehen"

    (Ludwig van Beethoven über den Beginn des "Kyrie" seiner "Missa Solemnis")

  • wie sich aus einem zunächst sehr sachbezogenen Thema in einem Klassik-Forum immer wieder "Nebenthemen" entwickeln und mit welcher Leidenschaft dann darüber diskutiert wird -

    Das konzentrierte Argumentieren liegt nicht jedem ... :). Mir kommt es oft so vor, als meinte man die Dinge als Phänomen eines allgemeinen "Zerfalls" anzusehen, als so eine Art "Untergang des Abendlandes", allerdings im Gegensatz zu Spengler immer im moralisierenden Sinne.

    In diesem Sinne lohnt dann die Detailargumentation nicht, da sind dann RT, Rechtschreibreform (die wievielte eigentlich?), Political Correctness und Probleme im öffentlichen Rundfunk "irgendwie alles dasselbe", wobei dann bei der Indentifizierung der durchaus umstrittene "Gesunde Menschenverstand" zu Hilfe kommt. ;)

  • Mir kommt es oft so vor, als meinte man die Dinge als Phänomen eines allgemeinen "Zerfalls" anzusehen, als so eine Art "Untergang des Abendlandes", allerdings im Gegensatz zu Spengler immer im moralisierenden Sinne.

    So kommt es mir auch vor. Natürlich hat Spengler nicht moralisiert. Hier wird es aber munter getan. Dabei ist, wie gesagt, bei beiden Themen eigentlich alles ausgetauscht. Doch niemand will sich überzeugen lassen. Ich befürchte nur, dass derartige "Allgemeinplätze" letztlich denen Auftrieb geben, die wir eigentlich aufgrund unserer schlimmen Vergangenheit nicht mehr haben wollen sollten, haben sollten dürften - oder wie soll ich das nun sagen? Aber lassen wir die Politik - Nicht diese Töne, sondern lasst uns angenehmere anstimmen! Kanntest du das Klemperer-Interview der BBC von 1961?

    "Von Herzen - Möge es wieder zu Herzen gehen"

    (Ludwig van Beethoven über den Beginn des "Kyrie" seiner "Missa Solemnis")

  • Gibt es denn so etwas wie allgemein gültigen "Gesunden Menschenverstand"?


    Vor Jahrhunderten sagte der gesunde Menschenverstand, dass die Erde eine Scheibe ist. In dem Fall hat sich der Gesunde Menschenverstand (wie schon öfter) also geirrt.


    Es gab Zeiten in Deutschland da war der große Bruder des gesunden Menschenverstands bekanntlich das gesunde Volksempfinden.

    Also hier muss dann doch mal der Fachphilosoph sprechen. ^^ Der "gesunde Menschenverstand" ist altgriechisch die phronesis, lateinisch übersetzt mit prudentia, bei Kant heißt das "reflektierende Urteilskraft", deutsch wörtlich "Klugheit". Auf Aristoteles geht zurück, dass man die verschiedenen intellektuellen Fähigkeiten differenziert und insbesondere zwischen theoretischer und praktischer Vernunft unterscheidet. Die Klugheit ist kein theoretisches Wissen - also ist auch die Vorstellung, dass die Erde eine Scheibe ist, keine Frage der Klugheit. (In der Antike schon gab es Vorstellungen, dass die Erde eine Kugel ist!) Der "gesunde Menschenverstand" spielt auch eine nicht unbedeutende Rolle bei der Begründung der Demokratie, weil er - im Unterschied zu überragender Intelligenz - etwas ist, was jeder Mensch in gleichem Maße besitzt, also Politik damit nicht nur einem esoterischen Häuflein von Fachleuten vorbehalten bleibt, die intellektuelle Fähigkeiten haben, die Andere nicht besitzen. In der Demokratie kann und darf jeder Kraft seines gesunden Menschenverstandes, den man schlechterdings keinem Menschen prinzipiell absprechen kann, mitreden. "Gesund" heißt: "nicht krankhaft" im Sinne von "nicht überspannt". Auf den "gesunden Menschenverstand" rekurriert man z.B. gegen verkopfte Theorien, die den Bogen überspannen, wenn sie offensichtlich der Erfahrung und der Praxis widersprechen. Mit dem "gesunden Volksempfinden" hat der "gesunde Menschenverstand" von daher nichts zu tun. Da ist bezeichnend "Verstand" durch "Empfindung" ersetzt. Dahinter steht ein betont irrationaler Intuitionismus, mit dem sich dann ein Populismus und populistische Vorurteile rechtfertigen.


    Schöne Grüße

    Holger

  • Muß man wirklich, lieber Holger? Wenn sich die Zuständigen alle einig gewesen wären und sich der Initiative von P.E.N. und etlichen namhaften Autoren, Zeitungsverlegern und Journalisten angeschlossen hätten, so wäre dieses neue Regelwerk nie in Kraft getreten.

    Ich bin bekannt dafür, daß ich Neuerungen grundsätzlich erst einmal skeptisch gegenüberstehe, doch wenn ich zur Einsicht komme, daß sie sinnvoll und hilfreich sind, so akzeptiere ich sie.

    Doch wem hat die Einführung dieser "Rechtschreibreform" genützt? Sind die Deutschnoten in den Schulen besser geworden?

    Lieber Nemorino,


    das ist ein komplexes Thema. Als Leser von historischen Texten aus verschiedenen Jahrhunderten weiß ich natürlich, dass sich die Schreibweise immer wieder ändert. Das alles ist sehr unübersichtlich, nicht zuletzt, weil man die Rechtschreibung verschieden begründen kann und sich das dann alles in ziemlich verworrener Weise mischt. Besonders deutlich wird das bei Wörtern, die lateinischem oder griechischem Ursprungs sind. Im 18. Jhd. schreibt man (C. F. Wolff) "excerniren" - entsprechend als Eindeutschung des Lateinischen, also mit "c" und kurzem "i". Später liest man "exzernieren" - d.h. da hat man die Schreibweise dem angepasst, wie man das spricht ("ie" mit Dehnungs-"e", weil man das "i" lang und nicht kurz spricht). Diese beiden Methoden gibt es. Und sie mischen sich in oft ziemlich unlogischer, rein historisch begründeter Weise. Der Anlass der Rechtschreibreform war eigentlich der Versuch einer Kanonisierung, worauf nicht zuletzt die Schulbuchverlage und die Schulen gedrängt haben. Wenn sich die Schreibweise ständig ändert (der Duden gibt dafür viele Beispiele), dann muss man die Schulbücher andauernd überarbeiten und hat alle Nase lang hohe Produktionskosten und neu entstehende Kosten auch für die Käufer für die fälligen Neuauflagen. Das entfällt, wenn die Schreibweise einmal festgelegt ist. Zwangsläufig musste man da Kompromisse machen, die auch in vielen Fällen anfechtbar sind. Pädagogisch hilfreich ist eine solche Regel aber schon. Wenn man wie ich u.a. Deutsch als Fremdsprache unterrichtet, erleichtert dies das Bemühen nicht unerheblich... ^^


    Was mir gar nicht gefällt ist, dass unser Enkel in der Schule keine Schreibschrift mehr lernt. Das wird abgelehnt mit der Begründung, die Kinder hätten heute ja alle einen PC und brauchten das nicht. Aber da soll demnächst eine Regelung kommen. Es stimmt - die Rechtschreibekompetenz nimmt ab. Schon zu meiner Studienzeit fielen Germanistikstudenten, angehende Lehrer (!), damit auf, dass ihre Klausuren voll von Fehlern waren.... :D :hello:


    Schöne Grüße

    Holger

  • Lieber Holger,


    vielen Dank für Deine Ausführungen zu dem sensiblen Thema.

    Es mag vielfältige Gründe für eine Reform der Rechtschreibung gegeben haben, aber ob es wirklich der Mühe wert war, einen "Rat" von 40 Mitgliedern aus sieben Ländern jahrelang darüber diskutieren zu lassen, bei dem doch recht fragwürdigen Endergebnis, da habe ich meine Zweifel.


    Ich schlage vor, daß wir uns gelegentlich an anderer Stelle zu diesem Thema einmal ein wenig Zeit nehmen. Da ich Deinen letzten Einträgen entnommen habe, daß Du momentan zeitlich sehr in Anspruch genommen bist, werden wir später einmal darauf zurückkommen.


    Ich wünsche Dir einen schönen Abend und eine gute Zeit (mit möglichst wenig Stress)


    Nemorino :hello:

    Die Welt ist ein ungeheurer Friedhof gestorbener Träume (Robert Schumann).

  • Der gesunde Menschenverstand, ist das nicht der kleine Bruder des gesunden Volksempfindens?

    Es gab Zeiten in Deutschland da war der große Bruder des gesunden Menschenverstands bekanntlich das gesunde Volksempfinden.

    Der scheinbar zwangsläufige Versuch, honorige Mitglieder ins extreme rechte Eck zu drängen und sie mit Faschisten gleichzusetzen, wird hier zunehmend zum Ärgernis. :no::thumbdown:

    »Und besser ist's: verdienen und nicht haben,

    Als zu besitzen unverdiente Gaben.«

    – Luís de Camões

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  • Mein Latinum liegt nun 44 Jahre zurück und wurde lediglich während meine Studiums reaktiviert (auch schon wieder 34 Jahre her). Wir können die Frage ja Rom vorlegen, da der Vatikan die lateinische Sprache als lebendige Sprach pflegt und erhält. Sextella hätte ihre Freundin wohl mit "ipsa stupida" angemaunzt, wenn Michael den pingeligen Doktor meint, dann müsste er wohl "ipso stupido" blaffen. Oder liege ich da jetzt ganz schief? (Gott, hoffentlich liest mein Lateinlehrer hier nicht mit, oder, noch schlimmer, Helmut Plechl, der angeblich 102 ist und noch lebt).


    Liebe Grüße vom Thomas :hello:

    Der Vatikan hat vor vielen Jahren ein Lexikon des Lateinischen herausgebracht, das vor allem moderne Neuschöpfungen enthält, wie z.B. "portus helicopterorum".

    Das gleiche Problem gab es bei der Neugründung Israels. Da hatte man sich auf modernes Hebräisch geeinigt, obwohl die alte Quadratschrift nur große Buchstaben kennt, die alle einzeln von rechts nach links geschrieben werden

    (und in der alten Form auch ohne Vokale). In meiner Biblia Hebraica sind zum Glück die Vokale dabei (diese Art nennt sich "plene", also "voll").

    Der Jeep heißt demnach im neuen Hebräisch"hadschiep", wobei ha der Artikel ist.

    Ich plane immer noch, die schönsten Stellen aus dem AT hier einzustellen, ich brauchte nur jemand, der mir erklärt, wie man Hebräisch als Sprache eingerichtet bekommt (das gibt es!).

    Versager versagen, weil sie das am besten können (Heinz Strunk)

  • Die Tochter einer Freundin, die selber Grundschullehrerin ist, studiert Kunst und Germanistik in Köln. Eines Tages frug (darf man das noch?) die Professorin die Gruppe, wie viele Fehler Lehrer in einem Elternbrief machen dürfen. Die einzig richtige Antwort "KEINEN" war nicht überall die Lösung. Daher startete die Professorin ein paar Tage später ein gutes altes Diktat, mit dem denkbaren Ergebnis.

    Im letzten Jahr brauchte ich eine kleine Reparatur des PC und ging in einen Laden, der das konnte. Die Firma hatte gerade einen mehrseitigen Flyer als Werbung entworfen, den ich mir aus Langeweile auch angeguckt habe. Die Zahl der Rechtschreibfehler plus falsche, meist fehlende, Satzzeichen bewegte sich eher hin nach 20 als nach 10. Da wurde sofort der Chef geholt und wir machten dann die Korrektur zusammen. Als Dankeschön wurde die Reparatur billiger.

    Versager versagen, weil sie das am besten können (Heinz Strunk)

  • Eines Tages frug (darf man das noch?) die Professorin die Gruppe,


    Jaja das "frug". Hier ein hilfreiches Gedicht aus dem Jahr 1900



    Da frägt man sich so manches ;) Aber Die Erlärung ist ja "so nett"

  • Der Jeep heißt demnach im neuen Hebräisch"hadschiep", wobei ha der Artikel ist.

    Ich plane immer noch, die schönsten Stellen aus dem AT hier einzustellen, ich brauchte nur jemand, der mir erklärt, wie man Hebräisch als Sprache eingerichtet bekommt (das gibt es!).

    ג'יפ = Jeep


    „Regions- und Sprachoptionen“ im Reiter „Sprachen“ die Option „Komplexe Schriftzeichen“ aktivieren. Danach kann man Hebräisch als zusätzliche Eingabesprache installieren. Ich habe das mit Arabisch gemacht und es funktioniert. Übersetzungen sind mit Google Translate im Computer und Android möglich, und werden vielleicht sogar von in Tamino erkannt.


    https://support.microsoft.com/…WindowsVersion=Windows_10

    Ich bin dann mal weg.

  • Papst Franziskus bittet Gott über "Radio Vaticana" "Der Herr befreie uns von der Versuchung des gesunden Menschenverstands


    Scheinbar ist ihm da etwas entgangen: der Herr hat seiner Bitte doch längst entsprochen.


    Nemorino

    Die Welt ist ein ungeheurer Friedhof gestorbener Träume (Robert Schumann).

  • Der scheinbar zwangsläufige Versuch, honorige Mitglieder ins extreme rechte Eck zu drängen und sie mit Faschisten gleichzusetzen, wird hier zunehmend zum Ärgernis. :no::thumbdown:

    Wo setzt hier denn jemand honorige Mitglieder mit Faschisten gleich? Das ist eine Unterstellung.


    Schnitzlers Theaterstück Der Reigen, das 1900 publiziert und 1903 uraufgeführt wurde, würde laut einigen Kritikern „jedem gesunden Volksempfinden Hohn“ sprechen. Über das "Gesunde Volksempfinden" als rechtskonservativer Wert wurde schon 1913, also zu Kaisers Zeiten und schon vor den Nazis im Wiener "Deutschen Volksblatt" geschrieben.


    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Gesundes_Volksempfinden

    Ich bin dann mal weg.

  • Papst Franziskus bittet Gott über "Radio Vaticana" "Der Herr befreie uns von der Versuchung des gesunden Menschenverstands.“

    Scheinbar ist ihm da etwas entgangen: der Herr hat seiner Bitte doch längst entsprochen.

    ^^ Chapeau! Die unfreiwillige Wiederkehr des päpstlichen Pluralis majestatis. Die bestmögliche Replik hierauf, lieber nemorino.

    »Und besser ist's: verdienen und nicht haben,

    Als zu besitzen unverdiente Gaben.«

    – Luís de Camões

  • ^^ Chapeau! Die unfreiwillige Wiederkehr des päpstlichen Pluralis majestatis. Die bestmögliche Replik hierauf, lieber nemorino.

    Eher die dümmste Replik!


    Wer Italienisch versteht, kann hier nachlesen, wer mit dem "uns" gemeint ist: alle Christen.

    "Preghiamo per la Chiesa, perché continui a crescere, a consolidarsi, a camminare nel timore di Dio e con il conforto dello Spirito Santo. Che il Signore ci liberi dalla tentazione di quel 'buon senso', tra virgolette, dalla tentazione di mormorare contro Gesù"

    https://www.lastampa.it/blogs/…i-tiepidi-1.37285343/amp/


    Darin einen pluralis majestatis zu erkennen ist reinste Willkür.

    Ich bin dann mal weg.

  • Hallo Orfeo,


    wenn Franziskus sich äußert:

    "Der Herr befreie uns von der Versuchung des gesunden Menschenverstands.“[

    so schließt er sich doch selber mit ein, also will er zusammen mit einer imaginären Menge (Christen) von der "Versuchung des gesunden Menschenverstands", was immer das auch sein mag, befreit werden. Pluralis majestatis hin oder her. Den gebraucht er natürlich nicht mehr (da würde Uns ja auch groß geschrieben), aber umso mehr gebärdet er sich so. Es ist hier nicht der Platz, darüber zu streiten, aber ich empfehle Dir mal diese Lektüre:

    Der Diktatorpapst: Aus dem Innersten seines Pontifikats : Colonna,  Marcantonio, Janszen, Benjamin, Liehs, Philipp: Amazon.de: Bücher

    Ich bleibe bei meiner Aussage: Bei ihm hat die Befreiung längst stattgefunden. Und damit sollte das Thema durch sein.


    Nemorino

    Die Welt ist ein ungeheurer Friedhof gestorbener Träume (Robert Schumann).

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