Minimal Music: Was ist das eigentlich .... und kann ich das nicht auch?

  • Der Minimalismus in der Musik oder auch die "Minimal Music" begleiten mich seit ich zum ersten Mal über die Oper Einstein on the Beach von Philip Glass gestoßen bin. Was war das eigentlich? War das überhaupt eine Oper?


    Kennengelernt habe ich dieses Werk so um 1980 herum. Ich kannte bis dahin nur nur klassische Opern mit Übergewicht in der Moderne (ist so passiert) wobei mich eigentlich nur Mozarts Zauberflöte wirklich begeistern konnte. Nun also dieses seltsame musikalische Theater ...


    Hier ein Film über die Oper.




    und hier Prolog und der Anfang von ersten Akt




    damit sich jeder einen Eindruck machen kann. Mittlerweile gehört dieses Werk wohl zu den bekannten Opern und wird wohl auch häufig aufgeführt.

  • Es ist ziemlich schwer im Internet interessante Erklärungen zur Minimal Music zu finden. Die Musikrichtung scheint Bestandteil des modernen Musikunterichtes zu sein, so dass man Hilfen für den Unterricht und das Abitur findet. Ich fand eine Bachelorarbeit, die zwar einige Prinzipien recht gut erklärt, aber nicht wirklich bis zur Musik voranschreitet. Man hat ein wenig den Eindruck, als würde sich das Interesse für die Musik mit der Arbeit erschöpft haben. Sehr schade.


    Sie sei trotzdem hier aufgeführt. Man darf sich am Komponisten Anton Webbern und der Gattung der Streicherquartette nicht stören...



    Deutlich kompetenter, leider aber in Englsch ist dieser Beitrag


    Einmal editiert, zuletzt von astewes ()

  • Origineller Titel, Axel! An Webber und den Streicherquartetten störe ich mich übrigens durchaus, aber Du bist halt ein freundlicher Mensch und unsere Zeit, sie ist wohl so. Deutsch-Studenten beherrschen bisweilen die einfachsten grammatikalischen Prinzipien nicht mehr.


    Können tue ich sie nicht, die Minimal Music - oder allenfalls diejenige, die ich dann selbst erfunden habe.


    Meine wertende Sicht ist nicht ganz ohne Ambivalenz gehalten. Es gibt den Minimalismus wohl in einem unverwechselbaren Sinne, quasi als Klischee respektive als Urkontext der Begriffsbildung, insofern die amerikanische Richtung, würde ich das nennen. Steve Reich hat mich immer angesprochen, Philipp Glass - fast noch unverwechselbarer - oft in Abwehr versetzt. Das scheint mir noch nicht einmal ganz leicht erklärbar, erklärbar aber schon.


    Es dürfte eine gänzlich anders geartete slawische Richtung zu geben - von Pärt bis Silvestrov - Ruhe statt Puls quasi. Ansonsten - auch bei der slawischen Richtung bereits - stellt sich die Frage, was man hinzunimmt, was nicht und warum.


    Soweit ein paar sehr ungeordnete, vielleicht wirre Gedankenansätze von mir. Interesse ist allenthalben schon lange vorhanden, mittlerweile auch mancherlei Werkkenntnis.


    Danke für Deine Materialien!


    :) Wolfgang

    Lieber Fahrrad verpfänden denn als Landrat enden!

  • Pioniere:

    Terry Rileys "In C" (1964) sozusagen als Vorbild sollte man vielleicht auch kennen (insbesondere die historische Einspielung mit ihm selbst und Ensemble).

    Ich habe mittlerweile auch viel Freude mit recht unbekannten Vertretern wie Dennis Johnsons "November" von 1959 (noch früher).

  • ist das eigentlich auch schon so etwas wie Minimal Music?
    Ist jetzt keine Klassik, aber auch teils mit Instrumenten gespielt die in der Klassik vorkommen


  • Ich kenne die Minimal Music schon lange. Das erste Stück war Satyagraha, danach Echnaton (beide von Philipp Glass), die ich auch auf CD habe und ab und zu höre. Einstein on the Beach habe ich im vorigen Jahr in Essen gehört, allerdings nur kurz. 20 Wiederholungen sind gut, aber 500? Die Leute haben reihenweise den Saal verlassen, ich darunter.

    Schöne Sachen gibt es bei Steve Reich, besonders Music for 18 Musicians. Wie WolfgangZ es sagt, bin ich eher ein Fan von Steve Reich. Aber insgesamt ist es doch eine Mode, die vorübergeht oder sich wandelt, etwa bei John Adams, dessen Harmonielehre ich ab und zu höre.

    Minimal Music nicht direkt, aber doch Elemente davon scheinen mir auch in der Klassik aufzutauchen, etwa bei Bach und Händel und auch in der italienischen Barockoper mit ihren endlosen Koloraturketten. Z.B. das Vorspiel zum ersten Chor der Johannespassion (Herr, unser Herrscher...). Auch bei Janacek hatte ich solche Wiederholungen gefunden, die sind mir im Moment nicht präsent.

    Das Steak beim Discounter ist nun alarmgesichert (Fifty/Fifty, Düsseldorfer Obdachlosenzeitung)

  • ist das eigentlich auch schon so etwas wie Minimal Music?

    Es erscheint mir etwas zu kompliziert, obwohl da sicherlich minimalistische Elemente zu hören sind. Viel deutlicher wird der Einfluss bei Oldfields Erstlingswerk Tubular Bells, das in einer Fassung für Elektronik und auch für akustische Instrumente gibt, die Oldfield auf der Aufnahme selbst spielt.


    Hier die elektronische Fassung. Ich finde aber, dass der Kollege den minimalistischen Ansatz durchbricht, weil ihm die Methode alleine nicht genug Musik liefert. Besonders deutlich beim Einsatz der E-Gitarre, die dann den Charakter ziemlich ins "Kitschige" ändert ....



    Bei einer Rockgruppe, in speziellen Fall Pete Townsend, haben ein indischer Guru und Terry Riley gewaltigen Eindruck hinterlassen. Das ist dokumentiert in dem Titel Baba O'Riley von The Who auf dem eigentlich leicht verstümmelten Album Who's Next.


  • Schöne Sachen gibt es bei Steve Reich, besonders Music for 18 Musicians.

    Na, nu kommt er dann doch noch. Reich habe ich etwas später kennengelernt. Auch mit seiner Music for 18 Musicians



    Damals hatte sich das Label ECM mit dieser Musik einen neuen Anstrich gegeben. Reich war zu der Zeit ziemlich unbekannt. Mittlerweile gehört er zu den bekanntesten Komponisten der USA ... Was so vierzig Jahre ausmachen können ;)


    Hier eine Liveeinspielung (1,8 Mio Aufrufe in 9 Jahren!)



    Und hier ein Interview zu seinem 80. Geburtstag!


  • Hallo astewes, ich höre ja Musik Querbeet, mit div. Vorlieben.

    Da man ja im Forum weiß was meine musikalischen Vorlieben sind, die Opern!


    Angefangen hat es beim mir mit besuchen der Internationalen Ferienkurse für Neue Musik in Darmstadt, wohin mich ein Freund mitgenommen hat, dort lernte ich Musik von Fortner/ Bluthochzeit (Köln) und Zimmermann / Soldaten (Frankfurt unter Gielen) kennen.

    Fortan war das der Einstieg für vieles weitere, nicht nur Oper, z.B. Steve Reich, John Adams, John Cage!

    Dann kam Philip Glass >>>>Satyagraha, gesehen als Deutsche Erstaufführung in Stuttgart am 3.10.1981, dann Akhnaten, ebenfall in Stuttgart, aber als Uraufführung 30.März 1984.

    Das letzte was ich Live erlebt habe war Europeras 1 & 2 von Cage in Frankfurt 12.12.1987.


    Ja, dann kam Monteverdi dazwischen und ich habe mich dann viel weniger mit der M.M beschäftigt!


    LG Fiesco

    Il divino Claudio
    "Wer vermag die Tränen zurückzuhalten, wenn er den berechtigten Klagegesang der unglückseligen Arianna hört? Welche Freude empfindet er nicht beim Gesang seiner Madrigale und seiner Scherzi? Gelangt nicht zu einer wahren Andacht, wer seine geistlichen Kompositionen anhört? … Sagt nur, und glaubt es, Ihr Herren, dass sich Apollo und alle Musen vereinen, um Claudios vortreffliche Erfindungsgabe zu erhöhen." (Matteo Caberloti, 1643)

  • Minimal Music nicht direkt, aber doch Elemente davon scheinen mir auch in der Klassik aufzutauchen, etwa bei Bach

    Ich glaube auch, dass Bachsche Kontrapunktik und minimalistische Phasenverschiebungen ähnliche Probleme stellen was Motivik und Rhythmik angeht. Ich hatte aber noch nie Schwierigkeiten Werke von Bach und Glass auseinanderzuhalten ...


    Wie so häufig, wird es natürlich auch hier sein. Jünger der reinen Lehre sterben aus oder aber wandeln sich, aber die Technik findet Eingang in neuere Kompositionen

  • Ich glaube auch, dass Bachsche Kontrapunktik und minimalistische Phasenverschiebungen ähnliche Probleme stellen was Motivik und Rhythmik angeht. Ich hatte aber noch nie Schwierigkeiten Werke von Bach und Glass auseinanderzuhalten ...


    Wie so häufig, wird es natürlich auch hier sein. Jünger der reinen Lehre sterben aus oder aber wandeln sich, aber die Technik findet Eingang in neuere Kompositionen

    Also ich sehe bei Bach wie bei Riley und Reich das Bemühen, dass auf jeder Sechzehntel (oder Achtel) jemand einen "Anschlag" hat, das ist bei Bach ja sogar bei den Chorälen so, mit dem Resultat einer kontinuierlichen Impuls- oder Informations-Fortsetzung, während es sonst üblich ist, dass nicht ständig das Raster "befüllt" wird. Das "Problem" wäre insofern dasselbe: Der Komponist will auf jede Sechzehntel/Achtel irgendeine "Action". Ich muss zugeben, dass mich das bei Bach mitunter genervt hat, wieso hatte er diese Marotte?

  • Hallo astewes

    Du meinst bei Tulur Bells den Anfang des Stücks , oder ?
    Das klingt schon "minimalistisch". Und wird dann immer wieder durch den Gitarrenriff unterbrochen.


    Bitte, sag mir mal, wo man die akustische Version von TB hören kann ?


    Ich kenne nur die normale (elektrische) Version

    Und dann gibt es noch eine für Orchester


  • Bitte, sag mir mal, wo man die akustische Version von TB hören kann ?

    Ich habe mich jetzt erinnert, dass damals (~1974?) die akustische Version auf der Rückseite des Albums war. Hier hat Oldfield mithilfe von Overdubbing alle Instrumente selbst gespielt. Ich habe mir die Länge des obigen Videos noch einmal angeschaut. Ab etwa 25'25'' findest Du diese akustischen Version ... :).



    Ich habe noch eine schöne Live-Version gefunden


    Mike Oldfield and friends bei der BBC 1973 im Studio (remastered)


  • Kommen wir noch einmal auf Steve Reich zurück und sein berühmtes Streichquartett Different Trains. Es ist ein sehr persönliches Werk, wie er oben im Interview bekundet und kein politisches Statement. Es beruht einfach auf der Idee, dass es nur ein Zufall der Geographie ist, dass er zu der Zeit in einem Zug von New York nach Chicago saß und nicht in einem nach Auschwitz. Alles ist ganz nah!


  • Zitat von Fiesco

    Ja, dann kam Monteverdi dazwischen und ich habe mich dann viel weniger mit der M.M beschäftigt!


    Jaja, ich hatte schon einmal irgendwo geschrieben, dass mich der Orfeo hat irgendwo stehen und lauschen lassen. Da muss ich sicher noch einmal ran!


    Orpheus, das ist zusätzlich noch eine schöne Geschichte!


    Eine Empfehlung für einen Monteverdi-Total-Anfänger?

  • Terry Rileys "In C" (1964) sozusagen als Vorbild sollte man vielleicht auch kennen (insbesondere die historische Einspielung mit ihm selbst und Ensemble)

    Das kriegen wir hin:


    Personnel:
    Composed By Terry Riley

    Terry Riley - saxophone
    Jon Hassell - trumpet
    Edward Burnham - vibraphone
    David Rosenboom - viola
    Darlene Reynard - bassoon
    Jerry Kirkbride - clarinet
    David Shostac - flute
    Jan Williams - marimba
    Lawrence Singer - oboe
    Stuart Dempster - trombone
    Margaret Hassell - piano

    Produced by David Behrman
    Engineered by Fred Plaut, Russ Payne




  • Es dürfte eine gänzlich anders geartete slawische Richtung zu geben - von Pärt bis Silvestrov - Ruhe statt Puls quasi. Ansonsten - auch bei der slawischen Richtung bereits - stellt sich die Frage, was man hinzunimmt, was nicht und warum.

    Das wird gerne "Holy Minimalism" genannt. Siehe auch Holy Minimalism


    Ich hatte mir noch ganz früh die Platte mit Jarrett und Kremer geholt. Das war zur Zeit der Neuorientierung von ECM. Die gibt es immer noch. Sehr schönes Scheibchen. Für mich damals etwas überraschend, aber man gewöhnt sich ja an allem. (Auch an dem Dativ ;))



    Tabula rasa ist ja ein sehr bezeichnender Titel. Ein Werk für zwei Violinen, präpariertes klavier und Streichorchester aus dem Jahr 1977. Ein Werk des sogenannten Tintinnabulismus (?)



  • Alfred Schweizer (*1941)


    Aton für vier Klarinetten


    CD_C2.jpg


    Swiss Clarinet Players spielen Minimal Music. Hinter diesem Satz stehe ich voll und ganz: Das verrückteste Stücke Musik, das ich kenne. Da fällt mir die Kinnlade runter. Irres Tempo, absolute Präzision im Zusammenspiel der vier Klarinettisten. Alles andere in dieser Sparte der Musk ist kalter Kaffee.


    Kann ich nicht spielen, um gleich die Frage im Titel des Threads zu beantworten. Die spiel-technische Herausforderung ist enorm und übersteigt meine Fähigkeiten. Meine Bewunderung für die Musiker ist gross..


    Die CD kann man beim Label des Komponisten erwerben: https://classic2000.ch/produkt/aton/

    Humor und Geduld sind die beiden Kamele, mit denen man durch jede Wüste kommt.


    marokkanisches Sprichwort

  • Als ausführender Musiker muss man über eine Präzision verfügen, die ich schon als beängstigend empfinden würde, müsste ich sie umsetzen. Minimalste Abweichungen können im Zeitverlauf des Spiels nicht ausgeglichen werden. Ich könnte sie niemals minutenlang vom Blatt spielen. Das unterscheidet den ambitionierten Amateur vom Vollprofimusiker.


    Als Hörer gerät man in einen Trance ähnlichen Zustand.


    Beim Durchhören des Threads bin ich neben den im Thread bereits genannten auf etliche Beispiele gestossen, die ich in meiner Sammlung habe.






    Zuweilen gehen Minimal Music und Film eine sich ergänzende Verbindung ein.


    Der Film Koyaanisqatsi mit Musik von Philip Glass ist berauschend und zeigt den Zustand unseres Planeten und Zivilisation.




    Michael Nymann hat für den Film von Jane Campion Das Piano die Musik komponiert.


    .

    Humor und Geduld sind die beiden Kamele, mit denen man durch jede Wüste kommt.


    marokkanisches Sprichwort

  • Im Produktbeschrieb einer der oben gezeigten CDs, bin ich über diesen Satz gestolpert:


    Musik, die sich für viele Zwecke eignet: Entspannung, Sport, Hintergrundmusik, Meditation u.s.w.



    Minimal Music kann eine schöne Oberfläche ohne Tiefe haben.

    Wiederholungen von Tonfolgen wird auf die Spitze getrieben.

    Die Klanglichkeit besitzt in ihrer Perfektion etwas Unverbindliches.

    Pointiert: Schöner Schein und nichts dahinter.

    Als Tonsprache rauscht sie am Hörer vorbei.

    Das Motorische wird zum maschinenhaften Selbstzweck.


    *. *. *. *. *


    Bei einigen Stücken, wie Terry Rileys "In C" aus Beitrag 17 (es dauert 42 Minuten) fällt mir als Gestaltungsprinzip der Begriff der Interferenz ein, die Überlagerung beim Zusammentreffen zweier oder mehrerer Wellenzüge, die Muster bildet. Hier auf einem Ölfilm. Oder die Muster die entstehen, wenn man durch zwei Lagen von Gardinenstoff blickt, die sich gegeneinander bewegen.


    Auf die Minimal Music übertragen: Rhythmische Muster überlagern sich und werden im zeitlichen Verlauf mit kleinen Verschiebungen der Notenwerte verändert. Das kann eine phaszinierende Wirkung erzeugen.


    Dieselrainbow.jpg

    Humor und Geduld sind die beiden Kamele, mit denen man durch jede Wüste kommt.


    marokkanisches Sprichwort

  • Von einem Holy Minimalism hatte ich noch nichts gehört, aber da kann ich schon mitgehen. Danke an Axel!


    Die von moderato charakterisierte Interferenz ist mir hingegen bekannt, wenn auch vor allem in anderen Kontexten. Ebenso einen Dank fürs Aufwärmen!


    :) Wolfgang

    Lieber Fahrrad verpfänden denn als Landrat enden!

  • Auch in Amerika gibt es die Richtung "Ruhe statt Puls", schon seit 1959 mit dem oben benannten "November" von Dennis Johnson, oder den frühen Stücken von Peter Garland auf der CD-Box, die ich oben verlinkt habe. Das ist allerdings weniger "heilig" als im Osten. Die Zentralfigur am Beginn des Minimalismus ist wohl La Monte Young, der von Cage ausgehend bekannte FLUXUS-Stücke schrieb, die "Compositions", in denen z.B. eine Quint lange auszuhalten ist (das ist das ganze Stück).


    FLUXUS (Alfred ist uns Wurscht)


  • Keimzellen der Minimal Music wären #7 und #9, vielleicht auch #15?

  • Auch in Amerika gibt es die Richtung "Ruhe statt Puls", schon seit 1959 mit dem oben benannten "November" von Dennis Johnson, oder den frühen Stücken von Peter Garland auf der CD-Box, die ich oben verlinkt habe. Das ist allerdings weniger "heilig" als im Osten. Die Zentralfigur am Beginn des Minimalismus ist wohl La Monte Young, der von Cage ausgehend bekannte FLUXUS-Stücke schrieb, die "Compositions", in denen z.B. eine Quint lange auszuhalten ist (das ist das ganze Stück).


    FLUXUS (Alfred ist uns Wurscht)

    Danke Dir für die Information! Freut mich, dass meine Sprachprägungen jetzt schon zitierfähig geworden sind. Da darf dann gerne ein Hauch Ironie mitschwingen ... so wie bei mir eben. ;):)


    :hello: Wolfgang

    Lieber Fahrrad verpfänden denn als Landrat enden!

  • Eine Frage, die hier noch nicht aufgeworfen wurde, ist die, wo man denn den Minimalismus vom Postminimalismus abgrenzen möchte. Für mich ist "Piano Phase" (Reich, 1967) das ideale Beispielwerk für den Minimalismus, während "Harmonielehre" (Adams, 1985) klar postminimalistisch ist. Dazwischen gibt es viel Grauzone. Das ist natürlich bei allen "ismen" so ...

  • Dann wollen wir mal! Auch der Minimalismus kann in seiner reinsten Form zu Skandalen führen :) Piano Phase von Steve Reich



    Ersteinmal wundert mich die Dummheit des Publikums, wie auf etwas reagiert wird, was man nicht kennt ... und hören die überhaupt hin? Das Publikum kann man doch in der Pfeife rauchen! Dann aber noch zusätzlich die Verzerrung in den Zeitschriften! <X


    Esfahani hat einfach recht. Man sollte sich freuen, diese Musik im Konzert hören zu können ....


    Esfahani folgt dem Vorschlag von Reich und spielt die Musik auf dem Cembalo