Die Klaviersonate Nr 4 D 537 ist die erste von drei Klaviersonaten die Schubert im Jahre 1817 schrieb. Er hat sie selbst als "Erste Sonate" bezeichnet - und es ist die erste, welche als "vollwertige" Sonate gesehen wird. Ich find,e, daß insbesondere der erste Satz sehr "schubertisch" klingt - oder was man immer darunter verstehen mag. Ich habe dies Sonate nun dreimal gehört. Zuerst mit Kempff, dessen Interpretation sehr ausgewogen, aber insgesamt einen Touch neutral ist. Er vermeidet allzu starke Kontrastem was insbesondere dann auffällt wenn man anschliessend eine Aufnahme mit Paul Badura Skoda hört, den man gelegentlich auch mit "klassischer Ausgewogenheit" in Verbindung bringt, was sich indes bei diversen Aufnahmen Lügen straft. Als Dritte im Bunde meiner Hörsitzungen war Ingrid Habler mit dabei. Auch sie spielt - wieder entgegen ihrem Ruf ,- nicht verzärtelt, sondern tendenziell energisch.
Schubert scheint die Sonate gemocht zu haben, denn er verwendete Themen aus dem 2. Satz später im Finalsatz von D 959 erneut.
Ausser Kempff sind die hier erwähnten Aufnahmen bereits gestrichen
mfg aus Wien
Alfred



