Der dunkleren Hälfte der 24 Stunden, der Nacht und ihren Gestirnen, haben Komponisten viele Werke gewidmet.
Nacht, Mond und Sterne
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Bernd hatte diesen Beitrag an anderer Stelle gepostet, wo er nicht passte. Ich nahm ihn zum Anlass, diesen Thread zu eröffnen.
Er schreibt:
Da der Tag hier im Forum für mich schon so war, wird es sicher auch die Nacht sein. Deshalb jetzt Schönberg, dessen Op.4 ich vor gut dreißig Jahren wirklich in der Nacht zum ersten Male hörte und mich seitdem immer wieder neu berührt:
Als Moderator erlaube ich mir, den Text des Gedichtes zu setzen. Arnold Schönberg wurde inspiriert durch die Zeilent von Richard Dehmel.
Verklärte Nacht
Zwei Menschen gehn durch kahlen, kalten Hain;
der Mond läuft mit, sie schaun hinein.
Der Mond läuft über hohe Eichen,
kein Wölkchen trübt das Himmelslicht,
in das die schwarzen Zacken reichen.
Die Stimme eines Weibes spricht:
Ich trag ein Kind, und nit von dir,
ich geh in Sünde neben dir.
Ich hab mich schwer an mir vergangen;
ich glaubte nicht mehr an ein Glück
und hatte doch ein schwer Verlangen
nach Lebensfrucht, nach Mutterglück
und Pflicht – da hab ich mich erfrecht,
da ließ ich schaudernd mein Geschlecht
von einem fremden Mann umfangen
und hab mich noch dafür gesegnet.
Nun hat das Leben sich gerächt,
nun bin ich dir, o dir begegnet.
Sie geht mit ungelenkem Schritt,
sie schaut empor, der Mond läuft mit;
ihr dunkler Blick ertrinkt in Licht.
Die Stimme eines Mannes spricht:
Das Kind, das du empfangen hast,
sei deiner Seele keine Last,
o sieh, wie klar das Weltall schimmert!
Es ist ein Glanz um Alles her,
du treibst mit mir auf kaltem Meer,
doch eine eigne Wärme flimmert
von dir in mich, von mir in dich;
die wird das fremde Kind verklären,
du wirst es mir, von mir gebären,
du hast den Glanz in mich gebracht,
du hast mich selbst zum Kind gemacht.
Er faßt sie um die starken Hüften,
ihr Atem mischt sich in den Lüften,
zwei Menschen gehn durch hohe, helle Nacht.
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Eines meiner Lieblingslieder über die Gestirne ist das Schubert-Lied D. 939: Die Sterne. Er komponierte es in seinem Todesjahr 1828.
Das Gedicht stammt von Karl Gottfried Von Ritter Leitner (1800-1890).
Wie blitzen
Die Sterne
So hell durch die Nacht!
Bin oft schon
Darüber
Vom Schlummer erwacht.
Doch schelt' ich
Die lichten
Gebilde d'rum nicht,
Sie üben
Im Stillen
Manch heilsame Pflicht.
Sie wallen
Hoch oben
In Engelgestalt,
[Und]1 leuchten
Dem Pilger
Durch Heiden und Wald.
Sie schweben
Als Bothen
Der Liebe umher,
Und tragen
Oft Küsse
Weit über das Meer.
Sie blicken
Dem Dulder
Recht mild in's Gesicht,
Und säumen
Die Thränen
Mit silbernem Licht.
[Sie]2 weisen
Von Gräbern
Gar tröstlich und hold
Uns hinter
Das Blaue
Mit Fingern von Gold.
So sey denn
Gesegnet
Du strahlige Schar!
Und leuchte
Mir lange
Noch freundlich und klar.
Und wenn ich
Einst liebe,
Seyd hold dem Verein,
Und euer
Geflimmer
Laßt Segen uns seyn.
1 Schubert: "Sie"
2 Schubert: "Und"
Quelle: lieder.net
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Lieber moderato, warum hast du gerade den nuschelnden Prey ausgesucht, um dieses wunderschöne Lied zu präsentieren?
Das hier von Ilker Arcayürek und Simon Lepper ist doch wahrlich vieeel schöner!

LG Fiesco
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Der dunkleren Hälfte der 24 Stunden, der Nacht und ihren Gestirnen, haben Komponisten viele Werke gewidmet.
Auch Dichter haben das. Novalis' berühmte Hymnen an die NAcht haben mich seit meiner Jugend immer wieder beeindruckt. Welcher lebendige, Sinnbegabte ...
Schubert hat sich wohl von diesen Texten angezogen gefühlt. Im Jahre 1820 komponierte er die Nachthymne (D. 687), dessen Text in den Hymnen um 1800 erschien.
Zitat von Hymnen an die NachtAlles anzeigenLiedtext zu Nachthymne
Hinüber wall' ich,
Und jede Pein
Wird einst ein Stachel
Der Wollust seyn.
Noch wenig Zeiten,
So bin ich los,
Und liege trunken
Der Lieb' im Schooß.
Unendliches Leben
Wogt mächtig in mir;
Ich schaue von oben
Herunter nach dir.
An jenem Hügel
Verlischt dein Glanz -
Ein Schatten bringet
Den kühlenden Kranz.
O! sauge, Geliebter,
Gewaltig mich an,
Daß ich entschlummern
Und lieben kann.
Ich fühle des Todes
Verjüngende Flut,
Zu Balsam und Aether
Verwandelt mein Blut -
Ich lebe bey Tage
Voll Glauben und Muth,
Und sterbe die Nächte
In heiliger Glut.
Friedrich von Hardenberg (1800)
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Lieber Fiesco
Wunderschön ist dieses Lied. Da gehe ich mit dir einig. Es geht mir zu Herzen. Der von dir gepostete Beitrag mit dem Sänger Ilker Arcayürek sagt mir auch zu, vor allem die Begleitung von Simon Lepper.
Übrigens: Ich stand, als ich den You Tube Beitrag postete, vor der Entscheidung, welche Interpretation ich auswählen soll. Wahrlich: Dir zuliebe habe ich den perfekten Vortrag mit Dietrich Fischer Dieskau und Svjatoslav Richter nicht ausgewählt, weil ich um deine Meinung zu diesem Sänger weiss. Bei anderen Interpreten gefiel mir die Begleitung des Pianisten nicht.
Ich stehe auf dem Standpunkt, dass Hermann Preys Vortragskunst unterschätzt wird. Ich höre nicht, dass er nuschelt. Man verfolge, wie Prey seine Stimme in diesem Schubert-Lied einsetzt. Der samtene Glanz, den er über die Melodielinie legt, gefällt mir.
Es grüsst dich
moderato
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Mit Berlioz' Sommernächten setze ich fort. Régine Crespin singt.
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Lieber moderato, wenn er in deinen Ohren nicht nuschelt dann singt er durch die Nase!

Ich habe noch viele dieser Sänger Live gehört!
Ich danke dir für deine Worte zu DiFiDi, du hast dir das gut gemerkt!

LG Fiesco
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Bernd hatte diesen Beitrag an anderer Stelle gepostet, wo er nicht passte. Ich nahm ihn zum Anlass, diesen Thread zu eröffnen.
Guten Morgen lieber Moderator moderato! Nachdem ich in meiner gestrigen Überempfindlichkeit Deinen Hinweis am Abend fälschlicher Weise als Ironie Deinerseits mir gegenüber missverstanden hatte (entschuldige bitte), merke ich heute, welch lohnenswerten Thread "wir" da ausgelöst bzw. eröffnet haben (Du natürlich!) und möchte die ersten sehr schönen Beiträge mit Mahlers "Lied der Nacht" fortführen. Ich höre seine Siebente gerade. Leonard Bernstein dirigiert die Wiener ( die Aufnahme entstand wohl 1975):
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Lieber Bernd
Ich kann dir versichern, Ironie liegt mir fern, hier im öffentlichen Forum wie im Privatem.
Seit langem hatte ich die Absicht, einen Thread zu Nacht, Mond und Sterne zu starten. Dein zum Thema passende Beitrag mit Schönbergs Verklärte Nacht war mir daher ein willkommener Anlass.
Herzlich grüsst dich
moderato
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Schubert
Im Freien D 880
Draussen in der weiten Nacht
Steh ich wieder nun,
Ihre helle Sternenpracht
Lässt mein Herz nicht ruhn!
Tausend Arme winken mir
Süss begehrend zu,
Tausend Stimmen rufen hier,
„Grüss dich, Trauter, du!“
O ich weiss auch, was mich zieht,
Weiss auch, was mich ruft,
Was wie Freundes Gruss und Lied
Locket, locket durch die Luft.
Siehst du dort das Hüttchen stehen,
Drauf der Mondschein ruht.
Durch die blanken Scheiben sehn
Augen, die mir gut!
Siehst du dort das Haus am Bach,
Das der Mond bescheint?
Unter seinem trauten Dach
Schläft mein liebster Freund.
Siehst du jenen Baum,
Der voll Silberflocken glimmt?
O wie oft mein Busen schwoll,
Froher dort gestimmt!
Jedes Plätzchen, das mir winkt,
Ist ein teurer Platz,
Und wohin ein Strahl nur sinkt,
Lockt ein teurer Schatz.
Drum auch winkt mir’s überall
So begehrend hier,
Drum auch ruft es, wie der Schall
Trauter Liebe mir.Text Johann Gabriel Seidl
LG Fiesco
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Manuel de Falla (1876-1946)
Noches en los Jardines de España (Nächte in spanischen Gärten)
Alicia de Larrocha, L'Orchestre de la Suisse Romande, Sergiu Comissiona
0:00 En el Generalife
10:22 Danza lejana
15:41 En los jardines de la Sierra de Córdoba
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Franz Schubert (1797-1828)
Matthäus Kasimir von Collin (1779-1824)
Nacht und Träume
Heil'ge Nacht, du sinkest nieder;
Nieder wallen auch die Träume
Wie dein Mondlicht durch die Räume,
Durch der Menschen stille Brust.
Die belauschen sie mit Lust;
Rufen, wenn der Tag erwacht:
Kehre wieder, heile Nacht!
Holde Träume, kehret wieder!
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Gustav Mahler 1860-1911
Friedrich Rückert 1788-1866
Rückert Lieder 5
Um Mitternacht
Um Mitternacht
Hab’ ich gewacht
Und aufgeblickt zum Himmel;
Kein Stern vom Sterngewimmel
Hat mir gelacht
Um Mitternacht.Um Mitternacht
Hab’ ich gedacht
Hinaus in dunkle Schranken.
Es hat kein Lichtgedanken
Mir Trost gebracht
Um Mitternacht.Um Mitternacht
Nahm ich in Acht
Die Schläge meines Herzens;
Ein einz’ger Puls des Schmerzens
War angefacht
Um Mitternacht.Um Mitternacht
Kämpft’ ich die Schlacht,
O Menschheit, deiner Leiden;
Nicht konnt’ ich sie entscheiden
Mit meiner Macht
Um Mitternacht.Um Mitternacht
Hab’ ich die Macht
In deine Hand gegeben!
Herr über Tod und Leben
Du hältst die WachtUm Mitternacht.
LG Fiesco
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Ich stehe auf dem Standpunkt, dass Hermann Preys Vortragskunst unterschätzt wird. Ich höre nicht, dass er nuschelt. Man verfolge, wie Prey seine Stimme in diesem Schubert-Lied einsetzt. Der samtene Glanz, den er über die Melodielinie legt, gefällt mir.
Ohne streiten zu wollen: Der samtene Glanz, sein Timbre haben ihn zu einem Weltstar (bis zur Met, London und an die Scala) gemacht, nicht nur beim Liedgesang. Ich hör in gern.
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Am 3. November 1781 schilderte Wolfgang Amadeus Mozart seinem Vater, wie er zum Theresientag die Serenade KV 375 komponiert hatte, und zwar als Namenstagsmusik für die Schwägerin des kaiserlichen Hofmalers Joseph Hickel.
„auf die Nacht um 11 Uhr bekam ich eine NachtMusick von 2 Clarinetten, 2 Horn, und 2 Fagott – und zwar von meiner eigenen komposition. – … die 6 Herrn die solche exequirn sind arme schlucker, die aber ganz hüpsch zusammen blasen; besonders der erste Clarinettist und die 2 Waldhornisten … – sie hat auch allen beyfall erhalten. – Man hat sie in der theresia nacht an dreyerley örter gemacht. – denn wie sie wo damit fertig waren, so hat man sie wieder wo anders hingeführt und bezahlt. – die Herrn also haben sich die Hausthüre öffnen lassen, und nachdem sie sich mitten im Hof rangirt, mich, da ich mich eben entkleiden wollte, mit dem ersten Accord auf die angenehmste art von der Welt überrascht.“
Es war die Sextett Urfassung, die Mozart hörte. Er fügte die beiden Oboenstimmen hinzu.
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Wolfgang Amadeus Mozart trug in sein Werkverzeichnis ein:
„Eine kleine Nachtmusik, bestehend in einem Allegro.Menuett und Trio.-Romance.Menuett und Trio, und Finale.-2 violini, viola e bassi.“
Der Titel Nachtmusik stammt somit vom Komponisten und ist keine Erfindung eines Verlegers. Warum fünf Instrumente? Mozart schreibt "bassi", die Mehrzahl von basso. Violoncello und Kontrabass teilen sich ihre Stimmen. So hatte es Mozart in der Partitur vermerkt.

Wir kennen sie als Serenade Nr. 13 für Streicher in G-Dur KV 525
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Igor Strawinsky (1882-1971)
Le rossignol (Die Nachtigall) nach Hans Christian Andersen
STRAWINSKY, Igor Fjodorowitsch: LE ROSSIGNOL
Eine bezaubernde Inszenierung, unbedingt ansehen.
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Paul Hindemith (1895-1963) hat eine Suite für Klavier komponiert. Sie hat die Jahreszahl 1922 als Titel. Der dritte Satz ist mit Nachtstück überschrieben.
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Es gibt auch große Nachtmusik. Sie ist für Klavier und von Elliott Carter geschrieben.
"Night Fantasies" für Klavier solo aus dem Jahre 1980. Anders als bei seiner noch neoklassischen Sonate, leben die Fantasien von einem freien Gedanken-(Traum-) fluss.
Carter schreibt zu seinem Werk
Zitat von Jeremy Grimshaw"Night Fantasies," explains Carter in the preface to what is arguably one of his most delightfully intractable works, "is a piano piece of continuously changing moods, suggesting the fleeting thoughts and feelings that pass through the mind during a period of wakefulness at night....In this score, I wanted to capture the fanciful, changeable quality of our inner life at a time when it is not dominated by strong, directive intentions or desires."
Wir hören Ursula Oppens mit diesem Werk. Die Noten können verfolgt werden.
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Kurt Weill hat zu einer Pantomime für Kinder eine Musik komponiert. Er gab ihr den Titel Die Zaubernacht. Eine Spielzeugfee erweckt mit einem Lied zur nächtlichen Stunde diverse Spielzeuge im Kinderzimmer eines Geschwisterpaars zum Leben.
Daraus der 1. Satz Andante non troppo
Die weiteren 24 Sätze findet man auf You Tube.
Die Aufnahme des Labels cpo ist beim Werbepartner nicht mehr erhältlich.
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Richard Strauss' Eine Alpensinfonie Op. 64 beginnt und endet mit zwei Sätzen, die mit "Nacht" betitelt sind.
I. Nacht (I)
XXII. Nacht (II)
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Johannes Brahms hat das Gedicht von Georg Friedrich Daumen O schöne Nacht in seinem Opus 92 für gemischten Chor gesetzt. Es ist die Nummer 1. Nacht, Mond und Sterne kommen vor.
O schöne Nacht
Am Himmel märchenhaft
Erglänzt der Mond in seiner ganzen Pracht;
Um ihn der kleinen Sterne liebliche Genossenschaft.
O schöne Nacht
Es schimmert hell der Tau
Am grünen Halm; Mit Macht
Im Fliederbusche schlägt die Nachtigall.
Der Knabe schleicht zu seiner Liebsten sacht.
O schöne Nacht!
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Ein Nachtstück besonderer Art ist das Nocturne, das Benjamin Britten (1913-1976) für Gitarre 1963 komponiert hatte. Gewidmet ist es Julian Bream. Es trägt die Opuszahl 70.
Das Besondere: Es ist ein Variationensatz, dessen Thema am Schluss der Komposition steht, das vom englischen Renaissancekomponisten John Downland stammt.
I. Musingly 0:05
II. Very Agitated 2:05
III. Restless 2:52
IV. Uneasy 4:38
V. March-like 5:44
VI. Dreaming 7:11
VII. Gently Rocking 9:00
VIII. Passacaglia 10:11
IX. Slow and Quiet 14:07
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john Ireland (1879-1962) komponierte 1930 seine „Ballade of London Nights“ für Klavier, leider nicht zu Ende. Das tat dann erst Alan Rowlands nach seinem Tode. Das Stück beschreibt eine nächtliche Wanderung durch London.
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Dann darf aus Korngolds Liedern des Abschieds das dritte nicht fehlen: "Mond, so gehst du wieder auf" von Ernst Lothar, dem Bruder von Hans Müller-Einigen.
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Es erstaunt mich, dass diese vier Stücke nicht bekannter sind. Drei Interpreten mit unbegrenzten pianistischen Fähigkeiten spielen
Robert Schumann (1810-1856)
4 Nachtstücke, op. 23
Die Tempowahl ist bei den beiden Interpreten unterschiedlich.
00:00 1. Mehr langsam, oft zurückhaltend
04:19 2. Markiert und lebhaft
11:43 3. Mit großer Lebhaftigkeit
15:36 4. Einfach
Wer spielt? Emil Gilels.
Wilhelm Kempff interpretiert auf andere Weise.
00:00 - 1. Mehr langsam, oft zurückhaltend
05:28 - 2. Markiert und lebhaft
10:20 - 3. Mit großer Lebhaftigkeit
14:07 - 4. Einfach
Der dritte im Bunde der Interpreten ist Claudio Arrau.
00:00 1. Mehr Langsam, oft zurückhaltend
05:08 2. Markiert und lebhaft
10:04 3. Mit grosser Lebhaftigkeit
13:50 4. Einfach
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Robert Schumann (1810-1856)
Friedrich Rückert (1788-1866)
An die Sterne, aus: Lieder op. 141 Nr. 1-4 (doppelchörige Gesänge)
Sterne,
In des Himmels Ferne!
Die mit Strahlen bessrer Welt
Ihr die Erdendämmrung hellt;
Schaun nicht Geisteraugen
Von euch erdenwärts,
Dass sie Frieden hauchen
Ins umwölkte Herz?
Sterne,
ln des Himmels Ferne!
Träumt sich auch in jenem Raum
Eines Lebens flücht’ger Traum?
Hebt Entzücken, Wonne,
Trauer, Wehmut, Schmerz,
Jenseit unsrer Sonne
Auch ein fühlend Herz?
Sterne,
In des Himmels Ferne!
Winkt ihr nicht schon Himmelsruh
Mir aus euren Fernen zu?
Wird nicht einst dem Müden
Auf den goldnen Au’n
Ungetrübter Frieden
In die Seele taun?
Sterne,
In des Himmels Ferne!
Bis mein Geist den Fittich hebt
Und zu eurem Frieden schwebt,
Hang’ an euch mein Sehnen
Hoffend, glaubevoll!
O, ihr holden, schönen,
Könnt ihr täuschen wohl?
