CD & LP versus Streaming

  • Da scheint bei der Konvertierung bei Christian etwas schiefgegangen zu sein.

    Ja allerdings! Gehörig! :D


    Ich vergleiche gerade op. 79 - da habe ich sogar die UHQCD. Da wird die FLAC-Datei von Christian regelrecht deklassiert. Mit FLAC hört sich das an nicht wie deftiger Beethoven, sondern eher wie ein zarter Mozart. Mit der UHQCD ist schon der Anfang wirklich aufregend: da spürt man das alla tedesca, diese gewisse bäuerliche Derbheit im Zugriff. Das ist mit der FLAC-Datei wie weggefegt!


    Schöne Grüße

    Holger

  • Wie schon mehrmals gesagt gab es beim Konvertieren eine Warnung, die ich ignoriert habe.

    Die Meldung lautete: "foobar does not support DSD passthrough"

    Ich hätte noch ein plugin installieren müssen.

    Vernichte doch einfach diese Files.

    Vielleicht kann Dir ja astewes seine Files zukommen lassen, dann habt ihr die gleiche Gesprächsgrundlage.


    Noch eine Frage an astewes : Hast Du beim Konvertieren eigentlich die Lautstärke nachbearbeitet? Kann das Dein Programm? SACDs sind ja immer etwas leiser (im Durchschnitt ca. 6DB). War das bei Dir auch so?

  • Wie schon mehrmals gesagt gab es beim Konvertieren eine Warnung, die ich ignoriert habe.

    Die Meldung lautete: "foobar does not support DSD passthrough"

    Ich hätte noch ein plugin installieren müssen.

    Vernichte doch einfach diese Files.

    Lieber Christian,


    wir haben alle dadurch glaube ich viel gelernt! Solche Erfahrungen helfen uns, mehr aufzupassen mit dem Kopieren, wo wir glauben, da kann nichts Böses passieren. Es gibt eben tausend Fallen bei dieser so scheinbar easy nutzbaren Technik, die wir nicht verstehen und auch nicht beachten. So mancher Warnhinweis ist auch so kryptisch, dass wir ihn ignorieren, weil es in der Regel doch funktioniert. Tut es ja auch, nur irgendwie, und das ist bei Hörgeschichten dann nicht so erquicklich. ^^


    Vielleicht hast Du richtige Hi-Res, die Du mir schicken kannst (wie Argerich oder ABM), die ich dann vergleichen kann? Das würde ich gerne mal tun. :hello:


    Schöne Grüße

    Holger

  • Noch eine Frage an astewes : Hast Du beim Konvertieren eigentlich die Lautstärke nachbearbeitet? Kann das Dein Programm? SACDs sind ja immer etwas leiser (im Durchschnitt ca. 6DB). War das bei Dir auch so?

    Da ich diese Dinge ja so gut wie nie mache, habe ich mir eine freie Version des Programmes besorgt (Normalpreis etwa 400 Euro) und nichts an den Einstellungen gemacht. Der Nachteil der freien Version ist, dass die Erzeugnisse in der Mitte der Tracks für 2 Sekunden unterbrochen sind. Die Files sind also zum Musikgenießen nicht geeignet, aber für den Vergleich reicht das aus.


    Bei mir klingen beide Formate gleich laut. Wahrscheinlich gleicht das Programm das in den Standardeinstellungen schon aus, wobei vermutlich der PCM File bearbeitet wurde, weil das dort wesentlich einfacher ist. (Multiplikation der Amplitude)

  • Kann mir Jemand von Euch in Kopiersachen Versierten vielleicht sagen, wie ich Hi-Res von einer BlueRay auf die Festplatte kopiert kriege (Kopierschutzproblem!)? Ich habe ja z.B. ABM den Debussy, neu remastert von den Emil Berliner Studios, da ist so eine BlueRay dabei.

  • Frage eines Deppen: lassen sich solche Dateien nicht direkt für die Festplatte kaufen? Und wieso ist das Speichermedium Festplatte dem Speichermedium CD überlegen? Was ich aus eurer Diskussion noch verstanden habe ist, daß zum gedeilichen Streamen ein gut funktionierendes W-Lan nötig ist. Also dann doch physische Tonträger (auch downloads auf Festplatte?


    Liebe Grüße vom Thomas :hello:

    Früher ist gottseidank lange vorbei. (TP)
    Wenn ihr werden wollt wie eure Väter waren werdet ihr so wie eure Väter niemals waren.

  • Vermutlich ist das Mastering der ABM-Blue Ray indentisch mit dieser HiRes-Neuauflage aus dem Jahr 2020:


    https://www.qobuz.com/de-de/al…ichelangeli/oql3u5rm3a7kb

    Ich habe die Michelangeli Files der Preludes Heft 1 in dieser Qualität. Ausgezeichnet! Diese Veröffentlichung kam zusammen mit dem Remastering auf BluRay heraus. Deswegen dürfte Deine Vermutung zutreffen.


    Was ich aus eurer Diskussion noch verstanden habe ist, daß zum gedeilichen Streamen ein gut funktionierendes W-Lan nötig ist.

    Du musst eine Verbindung von Deinem Internet-Router zum Streamer hinbekommen. Da Du wahrscheinlich keine Unterputz-Verkabelung in der Wohnung haben wirst :), musst Du entweder die Verbindung mit DLAN (oder PowerLAN oder so ähnlich) und Kabel oder eben mit WLAN machen. Sollte der Router im selben Zimmer stehen wie der Streamer, ist WLAN in aller Regel unproblematisch (jeder ordentliche Router kann WLAN) Sonst muss man meshen. Das werden aber die Jungs bei MSP aus dem Gebetbuch für häusliches Streaming ablesen können :)


    Also dann doch physische Tonträger (auch downloads auf Festplatte?

    So ein Streaming Verstärker wird mit einer angeschlossenen USB-Festplatte umgehen und dort die heruntergeladenen Files ablegen und abspielen können. Aber auch hier ist eine Verbindung zum Internet wichtig.


    Thomas Pape Ist für Dich WLAN ein Problem?


    Und wieso ist das Speichermedium Festplatte dem Speichermedium CD überlegen?

    Ohne jetzt in diese fruchtlosen Diskussionen einsteigen zu wollen, ob ein optischer Speicher einem magnetischen vorzuziehen ist. Die Bits werden auf beiden Medien unterschiedlich gepflegt werden müssen.... :)


    1. Gibt es ein Platzargument. 6000 Alben finden auf einer Festplatte handelsüblicher Größe Platz. Das alles auf CD zu haben, kann sich jeder Sammler wahrscheinlich ziemlich realistisch vorstellen.


    2. Du kannst auf einer Festplatte so ziemlich jedes Digital-Format ablegen, insbesondere bei Interesse viele sogenannte HiRes Formate. Solange Du einen Player (Software) dafür hast, können die Files abgespielt werden. Auf der CD liegen die Daten in PCM 44,1 kHz und 16 Bit unkomprimiert vor. Eine CD hat eine Speicherkapazität um die 700 MB. Damit ist die mögliche Länge der Aufzeichnung festgelegt. Auf einer Festplatte können problemlos zwischen 4 und 8 TB Daten abgelegt werden....


    Für die Umrechnung 1024 MB = 1 GB, 1024 GB = 1 TB. Eine CD belegt PCM 44,1/16 kodiert im FLAC Format ~300 MB auf der Festplatte. Höhere Auflösungen verlangen natürlich mehr Speicherplatz. Streichquartett-Aufnahmen neigen dazu, in der FLAC Komprimierung deutlich mehr Platz (~330 MB) zu verbrauchen als Klaviermusik derselben Spiellänge (~280 MB) :)

  • Es gibt eben tausend Fallen bei dieser so scheinbar easy nutzbaren Technik, die wir nicht verstehen und auch nicht beachten.


    Vielleicht ein Narrativ aus meinem Berufsbereich. Für die Telekommunikations-Carrier (Telekom, Vodafone, etc.) war die Umstellung von ISDN auf All-IP okonomisch gesehen wunderbar, weil jetzt alle Traffic wie Fernsehen, Radio, Email aber eben auch die Telefonie nur noch über ein Netz lief. So einfach es sich anhörte, waren im Hintergrund viele Protokollerweiterungen zu implementieren, damit alles reibungslos verlief. Die Anforderungen von Video mit Bild und Tonsynchronisation, zur bidirektionalen Verbindung wie Telefonie unterscheiden sich erheblich von denen für einen zügigen Aufbau einer Webseite.



    Für den Interessierten lohnt sich ein kleiner Besuch im Museum für Kommunikation in Frankfurt. Dort kann man noch alte elektromagnetische Vermittlungsanlagen von Siemens & Halske aus den Jahren 1912 bewundern. Die Vermittlungsleistung ist an diesen Geräten ausgewiesen. Auch ISDN Anlagen kann man sehen. Man bekommt einen realistischen Eindruck vom technischen Fortschritt.


    https://www.mfk-frankfurt.de/


    Mittlerweile ist wohl auch KI vertreten. Diesen Teil kenne ich allerdings nicht. Dafür ist mein Besuch zu lange her.



    Musikinstrumente und Tele-fone/-grafen waren im 19. Jahrhundert noch sehr verwandt, bevor sich die Zweige trennten ... ;):P


    Hier ein HIPper Nachbau eines Telegrafen von Siemens und Halske aus dem 19. Jahrhundert. Die Technik der Telefone konnte bedeutend verkleinert und im Leistungsumfang erweitert werden. Aber wer ausreichend Platz in der Wohnung hat und Sinn für Retrodesign, hat hier sicherlich eine haptisch attraktive Alternative zu seinem Smartphone. :hello:



    telegraf-von-siemens-halske-19-jh-13.jpg


    Anhänger der "Slow Living"-Bewegung sollten sich das Gerät einmal in Ruhe anschauen ;)

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  • Kann mir Jemand von Euch in Kopiersachen Versierten vielleicht sagen, wie ich Hi-Res von einer BlueRay auf die Festplatte kopiert kriege (Kopierschutzproblem!)? Ich habe ja z.B. ABM den Debussy, neu remastert von den Emil Berliner Studios, da ist so eine BlueRay dabei.

    Du brauchst ein Blu-ray-Laufwerk für Deinen PC (intern oder extern) und ein Programm, das den Kopierschutz aushebelt. Ich werde das hier nicht verlinken, um keinen Ärger mit Alfred zu bekommen, aber wer suchet, der findet...

    Der Traum ist aus, allein die Nacht noch nicht.

  • Du brauchst ein Blu-ray-Laufwerk für Deinen PC (intern oder extern) und ein Programm, das den Kopierschutz aushebelt. Ich werde das hier nicht verlinken, um keinen Ärger mit Alfred zu bekommen, aber wer suchet, der findet...

    ich möchte darauf hinweisen, dass das Umgehen eines Kopierschutzes in Deutschland als Verletzung des Urheberrechtes angesehen wird und damit illegal ist.


    Ich würde in diesem Sinne auch darum bitten, Tipps dahingehend zu vermeiden. Sonst müsste ich sie löschen.

  • Du brauchst ein Blu-ray-Laufwerk für Deinen PC (intern oder extern) und ein Programm, das den Kopierschutz aushebelt. Ich werde das hier nicht verlinken, um keinen Ärger mit Alfred zu bekommen, aber wer suchet, der findet...

    Besten Dank! ^^ Was die DGG macht, ist einfach absurd. Ich habe ja ein Blue-Ray fähiges Abspielgerät von Panasonic für den Fernseher, das diese Blue-Ray der DGG, die ich mit den CDs ja käuflich erworben habe mit den Hi-Res, abspielen können sollte, es aber schlicht nicht tut wegen des Kopierschutzes. Warum machen die sowas, wenn man es praktisch nicht verwenden kann? :hello:

  • Vielleicht ein Narrativ aus meinem Berufsbereich.

    :) Wir haben ja immer noch einen extra Telefonanschluss, den wir bezahlen, also kein Telefon via Internet und also auch nicht die Probleme, die damit verbunden sind. ^^

    Für den Interessierten lohnt sich ein kleiner Besuch im Museum für Kommunikation in Frankfurt.

    Ich liebe solche Museen! Das in Frankfurt kenne ich leider nicht, aber habe, als ich meine Frau zum Soziologiekongress begleitete, das äußerst eindrucksvolle Science an Industry-Museum in Manchester besucht (wie in GB üblich ohne Eintrittsgeld, staatliche Museen sind generell kostenlos!). Das sollte man nicht verpassen!


    Home | Science and Industry Museum




    :hello:

  • :) Wir haben ja immer noch einen extra Telefonanschluss, den wir bezahlen, also kein Telefon via Internet und also auch nicht die Probleme, die damit verbunden sind. ^^

    Die Telekom hat, wenn ich das noch richtig in Erinnerung habe, spätestens 2022 die letzte ISDN Leitung abgeschaltet. Schon viel länger geht der Inter-Carrier-Connect nur noch über IP. Selbst ein alter klassischer Hausanschluss wird spätestens ab dem ersten Hauptverteiler in IP gewandelt. Die Backbones aller Carrier verwenden nur noch IP Technologie.

  • Die Telekom hat, wenn ich das noch richtig in Erinnerung habe, spätestens 2022 die letzte ISDN Leitung abgeschaltet. Schon viel länger geht der Inter-Carrier-Connect nur noch über IP. Selbst ein alter klassischer Hausanschluss wird spätestens ab dem ersten Hauptverteiler in IP gewandelt. Die Backbones aller Carrier verwenden nur noch IP Technologie.

    Wir wohnen hier seit September 2022, und "Telefon" gehört zu unserem Vodaphone-Paket. Wie das technisch geht, damit habe ich mich natürlich nicht beschäftigt. Wenn das Internet ausfällt, fällt allerdings auch das Telefon aus. Das habe ich schon bemerkt. ^^ :hello:

  • Wenn das Internet ausfällt, fällt allerdings auch das Telefon aus.

    Das ist natürlich ein schwieriges Kapitel, je nachdem, welche Leitungen betroffen sind.


    Aber auch Vodafone kennt nur noch Carrier-Connects mit IP. Grundsätzlich ist das stabiler und technisch einfacher zu bewerkstelligen als früher im ISDN Netz. Wir hatten früher so >20 Interconnects mit der Telekom um Redundanzen und geografische Zuführungen aus allen gebieten Deutschlands zu ermöglichen. Das hat sich seit der Umstellung auf zwei reduziert. Zudem ist die Logik automatisiert und greift wesentlich schneller. Wenn früher ein Netzknoten ausfiel, musste viel händisch umgeschaltet werden, was natürlich seine Zeit dauerte. Der Überlauf geht im IP Protokoll heute smart und automatisch von einem Standort zum anderen ... :)

  • Vielleicht noch ein interessanter un d hilfreicher Artikel für das Streaming zuhause.

    Vielen Dank! Sehr gut! Das lese ich mir durch! :)


    Ich habe jetzt die Hi-Res auf FLAC von ABM Debussy Preludes Heft I und Pollini Chopin-Polonaises zur Verfügung.


    Eben habe ich ganz kurz reingehört - zum ausgiebigen Vergleichen komme ich wohl erst morgen: Prelude Heft I Nr. 1, was ich selbst auch spiele. :) Der Hochtonbereich ist unglaublich klar, da klingt die gerippte CD (auch als FLAC gespeichert) in den Höhen etwas "stumpfer". Von der Dynamik und der Abbildung her ist nach meinem ersten Eindruck beim Reinhören kein nachvollziehbarer Unterschied. Die Hi-Res FLAC-Datei ist also offenbar "perfekt". ^^ Meine gerippte FLAC-Datei ist allerdings die Erstausgabe auf CD, die damals erschein, 1986 gekauft, eine meiner beiden ersten CDs, die Nr. 1 in meiner CD-Sammlung, die inzwischen über 3000 CDs groß ist. Die CD hat also einen gewissen Nostalgiewert bei mir, ist aber klanglich wirklich gut. :) Die Überspielung ist AAD und für die damalige Zeit erstaunlich gut, sehr ausgewogen und natürlich. Das Remastering von 2020 ist natürlich besser, aber es ist da nicht so im Vergleich wie bei anderen CDs aus dieser Frühzeit der CD-Erstveröffentlichungen, dass die CD-Erstausgabe merkliche Schwächen hätte. :) Um eine wirklich genaue Vergleichbarkeit zu haben, werde ich das neue Remastering von 2020 auch noch rippen und als FLAC speichern wie auch den Pollini. :hello:

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  • Hörbericht:


    Gerade gehört einmal mit den JBL-Monitoren und dem North Star Design Essensio DAC.


    ABM Debussy Preludes Heft I Nr. 1 und Nr. 10 (La cathedrale engloutie)


    Die Unterschiede zwischen den HiRes und den geripptem CDs (FLAC-Dateien) sind wirklich nur "homöopathische Dosen". Das neue Remastering ist eine Spur klarer in den Höhen - die HiRes in den Bässen und Höhen noch einen Hauch präziser. Die Unterschiede sind aber so gering, dass sie keinen nennenswerten Hörvorteil bringen.


    Dann habe ich den Focal Clear gehört mit dem Cambridge DAC Magic Plus. Da schmelzen die sowieso kaum hörbaren Unterschiede noch einmal zusammen - weil der Cambridge DAC eben etwas schwächer ist vom klanglichen Niveau als der Italiener.


    Anschließend habe ich die HiRes am Marantz CD 60 (via USB) mit der CD verglichen (Remastering 2020). Der Klang ist besser, weil der Marantz und auch der Kopfhörerverstärker (Lehmann Audio Linear) deutlich besser sind. Der Cambridge weicht die Bässe leicht auf. Eindeutig am besten ist die CD mit dem Marantz CD 60. Sie klingt vielleicht nicht ganz so ausgewogen wie die HiRes über USB, aber die Bässe sind "realistischer", haben mehr Härte, Farbe und Substanz.


    Der Pollini: Da sind die HiRes wohl ein anderes Mastering als die CD, die ich habe. Die CD (auch die gerippte) klingt härter und metallischer, auch wuchtiger. Kann man deshalb nicht wirklich vergleichen.


    Fazit: Die Unterschiede sind so gering, dass die HiRes keinen Vorteil bringen, von dem man sagen könnte, dass sie einen spürbaren Hörgewinn brächten. Im Vergleich sucht man mehr oder weniger krampfhaft nach Unterschieden...


    Bestätigt wird meine These, dass die theoretischen Vorteile von HiRes zwar da sind, aber wirklich nur auf einer sehr teuren, highendigen Anlage spürbar werden.


    (Bemerkt habe ich bei dem Test, dass das kurze Kabel des Focal Clear einen Wackelkontakt hat. Das muss in die Werkstatt.) :hello:

  • Die Unterschiede zwischen den HiRes und den geripptem CDs (FLAC-Dateien) sind wirklich nur "homöopathische Dosen". Das neue Remastering ist eine Spur klarer in den Höhen - die HiRes in den Bässen und Höhen noch einen Hauch präziser. Die Unterschiede sind aber so gering, dass sie keinen nennenswerten Hörvorteil bringen.

    Mir geht das so, dass bei längerem Hören, die HiRes-Aufnahmen mir mehr Spaß bereiten. Im direkten Vergleich sind das zwar nur Nuancen, auf meinen langen Hörsessions ergibt sich ein aber anderer Höreindruck von der Musik.


    Dann habe ich den Focal Clear gehört mit dem Cambridge DAC Magic Plus. Da schmelzen die sowieso kaum hörbaren Unterschiede noch einmal zusammen - weil der Cambridge DAC eben etwas schwächer ist vom klanglichen Niveau als der Italiener.

    Diese Kombi ist meine meistgehörte (ich höre sehr viel über Kopfhörer) und ich nehme bei den meisten Aufnahmen den Unterschied schon deutlich wahr.


    Aber von der Art des Unterschiedes teile ich Deinen Eindruck. So höre ich das auch.

    Fazit: Die Unterschiede sind so gering, dass die HiRes keinen Vorteil bringen, von dem man sagen könnte, dass sie einen spürbaren Hörgewinn brächten. Im Vergleich sucht man mehr oder weniger krampfhaft nach Unterschieden...

    Das ist IMO das Problem von Direktvergleichen. Wenn Du ein Stück häufiger als CD gehört hast und dann die HiRes Variante hörst, ergibt sich auf Dauer ein klarer Hörunterschied und Du wirst nicht mehr zurück wollen ... :)

  • Der größte Vorteil von Downloads (und des Streamens) ist ja auch nicht unbedingt der Klanggewinn, zumindest für mich nicht, sondern die einfache und platzsparende Verfügbarkeit auf kleineren Geräten, die sehr gut klingen können.


    Und wie so oft geht mit der technischen Weiterentwicklung ein qualitativer Sprung einher: Denn die neuen Remasterings werden auch in Hinblick auf eine neue Käuferschicht produziert. Und Pollinis Chopin Polonaisen haben dadurch bspw. gewonnen, finde ich. Die Ausgabe der Emil Berliner Studios gibt es alternativ auch als teure SACD (wobei es eher selten vorkommt, dass die sehr teuren SACDs von Emil Berliner alternativ als Downloads zur Verfügung gestellt werden, ich hatte das oben mal verlinkt, man findet die Aufnahmen bei Qobuz unter DG und dann DSD. Sehr stark ist auch das Remastering von Mahlers NEUNTER unter C.M. Giulini).


    Und vor allem: jeden Freitag über Spotify oder Qobuz oder welchen Service auch immer neue Intertpreten und neue Aufnahmen zu entdecken oder alte Aufnahme wiederzuentdecken - das ist einfach wunderbar.

  • Was die DGG macht, ist einfach absurd. Ich habe ja ein Blue-Ray fähiges Abspielgerät von Panasonic für den Fernseher, das diese Blue-Ray der DGG, die ich mit den CDs ja käuflich erworben habe mit den Hi-Res, abspielen können sollte, es aber schlicht nicht tut wegen des Kopierschutzes.

    Ich musste mir einige CDs ein zweitesmal als Download besorgen, weil die in meinem Laufwerk nicht lauffähig waren. Ich erinnere mich an die Krenek Streichquartette mit dem Petersen Quartett. Eine Scheibe machte keine Problem, die andere war kopiergeschützt.


    Ich sehe da als Ursache immer Panik, die in den Folge-Handlungen meist wenig Hirn aufweist. Die technische Entwicklung werden die Labels mit derlei Praktiken kaum aufhalten können

  • Mir geht das so, dass bei längerem Hören, die HiRes-Aufnahmen mir mehr Spaß bereiten. Im direkten Vergleich sind das zwar nur Nuancen, auf meinen langen Hörsessions ergibt sich ein aber anderer Höreindruck von der Musik.

    Das kann ich gut nachvollziehen und mir ginge es wohl auch so. Besonders mit den großen Lautsprechern, die das Klangbild noch einmal ganz anders auffächern, wird der Vorteil dann hörbar.

    Diese Kombi ist meine meistgehörte (ich höre sehr viel über Kopfhörer) und ich nehme bei den meisten Aufnahmen den Unterschied schon deutlich wahr.

    Es ist natürlich auch erfahrungsgemäß immer so, dass es von der jeweiligen Aufnahme abhängt - bei der einen fällt der Unterschied mehr auf, bei der anderen weniger. Mich würde deshalb der Vergleich mit einer Orchesteraufnahme interessieren. Ich habe ja nur Klavier verglichen.

    Das ist IMO das Problem von Direktvergleichen. Wenn Du ein Stück häufiger als CD gehört hast und dann die HiRes Variante hörst, ergibt sich auf Dauer ein klarer Hörunterschied und Du wirst nicht mehr zurück wollen ...

    Wohl wahr...

    Und wie so oft geht mit der technischen Weiterentwicklung ein qualitativer Sprung einher: Denn die neuen Remasterings werden auch in Hinblick auf eine neue Käuferschicht produziert. Und Pollinis Chopin Polonaisen haben dadurch bspw. gewonnen, finde ich. D

    Ja, finde ich gerade bei Pollinis Polonaises auch. Das originale Mastering klirrt ganz schön, weil Pollini damals extrem dynamisch spielte und die Technik an ihre Grenzen brachte. Bei der Hi-Res ist das Klirren weg. Wirklich gut gemacht, muss man da einfach sagen! Sehr natürlich und ausgewogen dagegen ist die Debussy-Preludes Heft I CD-Erstveröffentlichung, gekauft von mir 1986 (meine CD 1), wo sie ohne herumzumischen einfach die originale Analogaufnahme digital überspielt haben. Das fällt auch im Vergleich mit der Hi-Res immer noch positiv auf. :)


    Hättest Du vielleicht noch eine Hi-Res mit Orchester zum Vergleichen, etwa ABM Beethoven KK, die ich auch gerippt habe?


    Schöne Grüße

    Holger

  • Die drei Beethoven Klavierkonzerte (inkl. op 7!) mit ABM/Giulini gibt es nicht als HiRes, sondern 'nur' als DSD. Die Datenmenge ist hier wesentlich kleiner. Allerdings geht die Ausgabe meines Erachtens zurück auf ein exzellentes Emil Berliner Remastering der Originalbänder. Ich hatte weiter oben schon darauf hingewiesen, dass es bei Qobuz von DG einige sehr interessante DSD-Downloads gibt. Das zeigt auch, dass HiRes gar nicht so entscheidend ist, den hörbaren Unterschied macht vor allem das neue Mastering.


    Hier die SACD:

    https://www.discogs.com/de/rel…k9tj_m3DBaEayzaS9s5j6CITJ


    Und hier die DSD-Download-Variante:

    https://www.qobuz.com/de-de/al…symphoniker/i4ztk0dz6n6gc

  • Das zeigt auch, dass HiRes gar nicht so entscheidend ist, den hörbaren Unterschied macht vor allem das neue Mastering.

    Das zeigt aber finde ich genau das Problem. Das Mastering ist letztlich wichtiger als das Format. Auf CD habe ich ja meine sogenannten "Lieblingsaufnahmen" alle mit verschiedenen Masterings, also mehrfach.


    Was immer noch unterschätzt wird und worauf gar nicht eingegangen wird, auch in dem von Axel verlinkten Low Beats-Artikel nicht, ist der Verlust bei digitalen Kopien. Es herrscht nach wie vor der Glaube vor, dass es 1:1 Kopien gäbe. Dann heißt es: bitidentisch. Also keine Probleme! So einfach ist das aber nicht. Es gibt deutlich hörbare Unterschiede bei CDs, was nicht nur am Mastering, sondern auch der Überspieltechnik liegt. In der Anfangszeit der CD konnte man die volle 16bit-Auflösung noch gar nicht nutzen, da ging einiges für Steuerbefehle und dgl. weg. Man hört es vor allem im Bassbereich, der weniger substanzreich ist, und einem Verlust an Klarheit. Ich dachte mir mal: Um das leichter zu demonstrieren, kopiere einen Track von den verschiedenen CDs derselben Aufnahme auf CD-R. Der "Erfolg": Man hat keine Unterschiede mehr gehört in der CD-R-Kopie, sie waren ganz einfach weg! Auch bei ABMs Debussy, neu remastert 2020, hört man trotz Hi-Res einen Substanzverlust im Vergleich mit der CD. Immer, wenn ich auf verschiedenen Anlagen den Vergleich hatte CD - CD-Format von der Festplatte, war der Eindruck: Von der Festplatte klingt es ungemein luftig und vielleicht etwas klarer, aber die Wiedergabe von der CD hat dafür mehr "Körper". Klar, ein mechanisches Laufwerk (wo es zudem auch noch Qualitätsunterschiede gibt) hat auch seine Nachteile. Nur gibt es immer noch Störquellen bei der Wiedergabe von der Festplatte, die offenbar einen merklichen Unterschied machen. Als Hifi-Perfektionist würde ich tatsächlich daran arbeiten, eine störungsfreie Wiedergabe auch vom PC zu haben, wenn ich das wollte. Es gibt auch Lösungen. Technics bietet diese Kombi an mit 600 Euro Rabatt zum 60ten Jubiläum:


    Technics-SU-G700M2-SL-G700M2-Test-02.jpg


    Test: Technics SU-G700M2 Verstärker & SL-G700M2 (G700 PACK)


    Schöne Grüße

    Holger

  • Was immer noch unterschätzt wird und worauf gar nicht eingegangen wird, auch in dem von Axel verlinkten Low Beats-Artikel nicht, ist der Verlust bei digitalen Kopien.

    Es gibt keinen Verlust beim Kopieren. Typische Kopier- und Transportprogramme wie sftp oder scp basieren auf TCP und sorgen für exakte Identität. Solltest Du also Unterschiede hören, liegt es nicht daran, dass beim Kopieren ein Bit verloren ging oder verändert wurde.


    Es gibt einen Verlust von digitalen Kopien. Darauf wird aber in dem Low Beats Artikel eingegangen.


    BTW: Das kann man übrigens selbst testen. Ich kann ja die Daten zehn- oder zwanzigmal kopieren, indem du iterativ jeweils eine neue Kopie der vorhergehenden erstellst, und danach den Vergleich wiederholen. Die erste Kopie klingt genauso wie die zwanzigste. Oder anders gesagt: Den Unterschied, den ich bei der ersten Kopie im Verhältnis zur CD höre, ist der derselbe, den ich bei der zwanzigsten Kopie höre.

  • Es gibt keinen Verlust beim Kopieren. Typische Kopier- und Transportprogramme wie sftp oder scp basieren auf TCP und sorgen für exakte Identität. Solltest Du also Unterschiede hören, liegt es nicht daran, dass beim Kopieren ein Bit verloren ging oder verändert wurde.

    Das Kopieren an sich ist auch nicht unbedingt das Problem. Dann erkläre man mir mal das Testergebnis, das wir mit meinem Sohn gehabt haben: Wieso klingt eine Bit-identische Kopie abgespielt vom Handy schlechter als vom USB-Stick und der USB-Stick wiederum schlechter als dieselbe Kopie abgespielt vom Laptop? Die Kopie muss vom PC oder einem anderen Gerät ausgelesen, über ein Kabel zum DAC transportiert und wiederum vom DAC verarbeitet werden. In diesem komplexen Vorgang gibt es jede Menge Stellen, wo sich Störungen einmischen können. Das Thema haben Techniker auch erkannt. Deswegen gibt es Bridges, gibt es eine Klock bei manchen Geräten, die das Signal komplett neu takten wie z.B. im oben abgebildeten Gerät von Technics.

  • Wieso klingt eine Bit-identische Kopie abgespielt vom Handy schlechter als vom USB-Stick und der USB-Stick wiederum schlechter als dieselbe Kopie abgespielt vom Laptop?

    Man muss den Aufbau genau kennen, um an Ende ein Urteil fällen zu können. Wenn Du vom iPhone streamst, erlaubt Apple nur den AAC Codec, der datenreduziert arbeitet, ganz egal, wie die Datei vorliegt. Dann wird konvertiert. Ich vermute, dass Du den USB Stick im Marantz CD 60 hast und nicht im Laptop?


    Man kann zum Beispiel chatGPT nach Unterschieden vom Abspielen über CD und HD fragen und erhält eigentlich ganz vernünftige Antworten


    Man sieht zum Beispiel, dass das Auslesen von einer CD mit einer Fehlerkorrektur arbeitet, die wohl sehr gut ist, aber natürlich schon Eingriffe in das ursprünglich Bitmuster macht. (Reed-Solomon-Fehlerkorrektur), Festplatten können aber im allgemeinen deutlich mehr Fehler korrigieren. Auch hier eine Abfrage an chatGPT (in diesen Dingen kannst Du ziemlich sicher sein, dass keine Fake-News einfließen :))


    Je älter also die CD ist, umso wahrscheinlicher klingen CD und Download-File anders... :)


    Werden verschiedene DACs verwendet, kann es Klangunterschiede geben, etc.


    Auch ein USB Stick kann Daten verlieren. Du siehst, dass es ein komplexes Thema ist. Wie relevant das klanglich alles ist, mag dann das eigene Ohr entscheiden.

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