Die Kopie muss vom PC oder einem anderen Gerät ausgelesen, über ein Kabel zum DAC transportiert und wiederum vom DAC verarbeitet werden. In diesem komplexen Vorgang gibt es jede Menge Stellen, wo sich Störungen einmischen können.
Da hast Du recht, aber das digitale Problem lässt sich ziemlich einfach zusammenfassen. Beim DAC müssen die Bits vorliegen, wenn der DAC sie verarbeiten will. (Wir hatten ja schon über Sampling Tiefe und Sampling Rate gesprochen) Das ist das Latenzproblem, was ausreichende Rechenleistung beim versendenden Rechner erwartet (sehr wenig!) und schnelle Wege im LAN. Dass Rechner bei der benötigten Leistung schwächeln, sollte eigentlich heute nicht mehr vorkommen (ein Raspberry Pi genügt auch für FLAC Formate), für den Transport im LAN gibt es sogenannte "Jitter-Buffer", die den Transport abfedern und die Latenz in den Griff bekommen sollten. Moderne Router erlauben auch die Einrichtung einer sogenannten "Quality of Service", also die Priorisierung von Paketen, wenn das ein wirkliches Problem darstellen sollte. Wenn auf dem Transportweg TCP benutzt wird (kein Bluetooth, kein Airplay) wissen wir ja schon, dass es keinen Bit-Verlust geben kann
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Die Clock ist noch ein Problem, das eine Rolle spielt. Gute Taktung sollte den Jitter (also die Streuung um den korrekten Taktwert) klein halten (Dazu gibt es Untersuchungen) Der RME adi-2 DAC hat eine andere Clock als der CA DACmagic.
Ab Verlassen des DAC reden wir über Analogtechnik, die IMO wesentlich anfälliger ist. Hier habe ich ja schon gesagt, dass ich gerne auf Aktivboxen von Dynaudio vertraue. Da hat Dynaudio alles im Griff. Wenn ich das richtig gelesen habe, setzen die bei ihren Consumer-Class-D Verstärkern [dieselbe Technik | denselben Hersteller] ein, wie in ihren professionellen Monitoren. Auf jeden Fall bin ich sehr zufrieden.


