GAZZANIGA, Giuseppe: DON GIOVANNI

  • Giuseppe GAZZANIGA
    DON GIOVANNI
    O sia: Il Convitato di Pietra

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    Dramma giocoso


    Libretto von Giovanni Bertati


    Uraufführung am 5. Februar 1787 im Teatro Giustiniani di San Moisé, Venice


    Seviglia, 17. Jahrhundert



    Die Personen


    Don Giovanni, ein junger Edelmann [Tenor]
    Pasquariello, sein Diener [Bass]
    Il Commendatore [Bass]
    Donna Anna, seine Tochter [Soprano]
    Duca Ottavio, ihr Verlobter [Tenor]
    Donna Elvira, Don Giovannis Verlobte [Soprano]
    Donna Ximenia, eine Edeldame [Mezzo-/Soprano]
    Biagio, ein Bauer [Bass/Bariton]
    Maturina, seine Verlobte [Soprano]
    Lanterna, ein weiterer Diener [Tenor]


    2 Bedienstete, Sklaven [nur handelnd]
    Bürger [Chor]


    Anmerkung: Die Oper ist eine der vielen Vorgängerinnen des auf der gleichen Vorlage basierenden Gemeinschaftswerkes von Mozart/Da Ponte. In der Version Gazzaniga/Bertati sind einige Namen anders besetzt; Marturina entspricht im Mozart-Pendant der Zerlina, Biagio dem Massetto, Pasquariello ist identisch mit Leporello. Wohl aus Gründen der Einheitlichkeit gab Da Ponte Ottavio den Titel Don anstelle von Duca. Da Ponte stärkte die Position der Donna Anna, welche im hiesigen Werk nach ihrem Auftritt in der dritten Szene nicht mehr auftritt, was ihm offenbar unausgenutzt und verschwenderisch erschien, und kombinierte diese Figur mit Donna Ximenia, welche er infolgedessen vollständig herausnahm. Die hier abhanden gekommene Donna Anna wird bei Da Ponte zur Rivalin Don Giovannis ausgebaut; Lanterna, ein Gehilfe Pasquariellos, wurde offenbar für überflüssig erklärt und vollständig eliminiert. Der italienische Text Bertatis ist spitzfindiger und witziger als Da Ponte, was sich aber in der folgenden Synopsis kaum darstellen lässt:



    Erster Akt


    Die Oper beginnt im Vorgarten Donna Annas Domizil mit dem Auftritt des Pasquariello, der singender Weise über seinen Herrn, Don Giovanni, herzieht: La gran bestia è il mio padrone…. Es kommt zum Streit zwischen Donna Anna und Don Giovanni. Der Commendatore, Vater von Donna Anna, wird durch die lautstarke Auseinandersetzung angelockt, mischt sich fataler Weise ein und wird von Don Giovanni während eines Gefechtes tödlich verletzt. Er sackt unter den Worten: Sen’ fugge l’anima… Già vò à spirar… zusammen. Der leblose Körper wird auf Anweisung Duca Ottavios von zwei Bediensteten ins Haus gebracht. Don Giovanni und Pasquariello verlassen nach getaner Arbeit unauffällig das Schlachtfeld. Duca Ottavio hält den blutigen Degen in der Hand und Donna Anna beklagt den Verlust des geliebten Vaters. Danach verlässt sie die Szene und wird im Verlauf der Handlung nicht mehr auftreten. Duca Ottavio beschließt die Szene mit der Arie: Vicin sperai l’istante….


    Szenenwechsel: Ein kleiner Platz mit rustikalen Häusern, einem Casino und der Stadtmauer. Don Giovanni bietet Pasquariello an, seine Freiheiten zu behalten, sofern er über das Gewesene schweigen wird. Man sinniert über das angenehme Leben, welches die beiden führen. Während man so daher plaudert, kommt Donna Elvira mit zwei Bediensteten. Der Padrone und sein Servitore ziehen sich unauffällig zurück und lauschen der Cavatina von Donna Elvira: Povere femmine, noi siam chiamante… Don Giovanni springt plötzlich aus seinem Versteck hervor und Donna Elvira zeigt sich sichtlich überrascht. Sie möchte den Grund für Don Giovannis Erscheinen erfahren. Dieser drückt die unangenehme Frage an Pasquariello ab, der wiederum ins Stottern gerät. Schließlich flüstert Don Giovanni ihm ins Ohr, er wisse schon, was er ihr zu sagen habe - und macht sich vom Acker. Pasquariello und Donna Elvira betreten das Casino. Donna Elvira lässt nicht locker und bringt Pasquariello in Verlegenheit. Während eines erbärmlichen Erklärungsversuches rutscht es Pasquariello heraus, dass sein Beschützer einige hundert Frauen unterhält… Wie interessant! Sogleich inspizieren beide gemeinsam die Liste von Don Giovannis Liebschaften. Die „Registerarie“ wird man hier vergeblich erwarten, jedoch ein schönes Pendant, ein Duett: Dell’Italia, ed Alemagna ve n’ho scritte cento, e tante. Della Francia, e della Spagna ve ne sono non so quante… Nachdem Pasquariello das Casino verlassen hat, erscheint Don Giovanni mit Donna Ximena.


    [Da in meiner Ausgabe die Scena VIII nicht enthalten ist, kann ich nicht rekonstruieren, ob Donna Elvira die nachfolgende Szene miterlebt]:


    Er führt seine Dolcezza ein wenig herum und spricht von sich als Ihrem Ehemann. Als Donna Ximena seine Worte als Humor abtut und auch noch behauptet, er habe ja wohl noch einige andere Damen zur Hand, ist Don Giovanni beleidigt. Er beteuert, dass es keine andere Frau auf der Welt neben ihr gäbe – die entsprechende Aria darf nicht fehlen: Per voi nemmeno in faccia io guarderò le belle… Während dieser Treue- und Liebesarie singt er allerdings auch in Klammern, dass er offenbar vergaß, die Gute in seinem Katalog zu verewigen…


    Szenenwechsel: Die Bürger der Stadt feiern tanzend die Hochzeit Maturinas und Biagios und es wird fröhlich gesungen: Tarantella con tarantà. Sù via, allegri balliamo, e saltiamo. Pasquariello tritt hinzu und beobachtet verzückt das fröhliche Treiben, dann nimmt er Maturinas Hände und tanzt mit ihr. Don Giovanni tritt scheinheilig hinzu und schafft es scherzend, Biagio, der sich mit einer Arie: A me schiaffi sul mio viso! verabschiedet, zu vertreiben. Nun macht sich Don Giovanni, ganz in seinem Fache daheim, an Maturina heran und unterbreitet ihr sogleich einen Heiratsantrag. Maturina jedoch kann es nicht glauben, was Don Giovanni da sagt und fühlt; das Angebot ist schon verlockend, doch liebt sie ja Biagio. Der erste Akt endet folglich mit einer verzweifelten Arie der Maturina: Se pur degna voi mi fate, bevor Don Giovanni mit ihr in ihrem Haus verschwindet.


    [In der mir vorliegenden Ausgabe endet der erste Akte an dieser Stelle. Die Oper wird jedoch vielfach lediglich als Einakter geführt. Sofern eine Unterteilung in zwei Akte überhaupt als notwendig erachtet wird, sollte der zweite Akt meines Erachtens erst bei dem folgenden Szenenwechsel – von mir mit * markiert - einsetzen.]


    [Zweiter Akt]


    Donna Elvira kommt ins Geschehen. Don Giovanni wirkt leicht überrascht und versucht nervös, Herr der Lage zu werden. Ein kleiner Kampf zwischen Maturina und Donna Elvira entsteht. Don Giovanni versucht Donna Elvira auf seine Seite zu ziehen, indem er Maturina als kleines Dummchen darstellt und lässt die beiden mit ihrem Schicksal allein. Es folgt ein köstliches Duett Donna Elvira/Maturina, in dem es um diverse Eheversprechen Don Giovannis geht. Das wird Folgen haben.


    Zweiter Akt


    [*] Szenenwechsel: Ein von Zypressen umgebener Platz, in dessen Mitte sich ein kleines Mausoleum – das Grabmahl des Commendatore – befindet, geziert von einer Statue des Verstorbenen. Don Giovanni nebst seinem Gefolgsmann Pasquariello betreten den Ort der Ruhe. Nach einem Herumgealbere Don Giovannis entdecken sie die Statue, auf der sich die Inschrift


    DI COLUI CHE MI TRASSE A MORTE RIA, DAL CIEL QUI ASPETTO LA VENDETTA MIA


    befindet. Sie bedeutet: „Jener, welcher mich in den Tod beförderte, erwarte meine Rache vom Himmel.“ Zunächst etwas überrascht, hält Don Giovanni diese Inschrift für lächerlich. Pasquariello jedoch bekommt es mit der Angst zu tun, was sein Padrone wiederum lächerlich findet. Er befiehlt Pasquariello spöttisch, die Statue zum Essen einzuladen. Diese Einladung erfolgt innerhalb eines dramatisch-komischen Duettes, in dem die Statue ganz beiläufig mit „Ci veniro“ [Ich werde kommen] antwortet. Pasquariello ist durch diese Antwort völlig gestört und Don Giovanni tut das Geschehene als eine Illusion ab.


    Szenenwechsel: Die Gemächer Don Giovannis. Lanterna ist gerade dabei, die Tafel einzudecken und ist sehr überrascht, plötzlich Donna Elvira zu erblicken, welche sogleich angibt, nicht ohne Grund zu erscheinen und er möge bitte seinen Herrn rufen. Vorgetäuscht erfreut kommt Don Giovanni blitzschnell herbei und lädt die offenbar Entrüstete zum Mahl ein. Donna Elvira lehnt dankend ab und wirft ihrem Verlobten die Wahrheiten vor, die sie jüngst in Erfahrung gebracht hat. Sehr erbost macht Donna Elvira nach ihrer Arie: Sposa più a voi non sono… [frei: Deine Frau bin ich längstens gewesen…] den Abgang. Don Giovanni ist sein leerer Magen offenbar wichtiger, als der Verlust der Geliebten und er begibt sich zu Tische. Lanterna und Pasquariello bedienen ihren Herrn. Immer wieder fragt sich Don Giovanni, was Pasquariello wohl habe, da er sich so merkwürdig aufführt? Der Diener versichert ihm, dass nichts sei, er vermute lediglich, das Essen sei ein wenig versalzen. Don Giovanni bittet Pasquariello zu Tisch und darum, nach der Beendigung seiner Tafel mit Musik aufzuwarten, was sogleich im Anschluss geschieht. Während der Musik wird eifrig gespeist, getrunken und herumgealbert. Nach einer Arie des Pasquariello auf die venezianischen Frauen wird der quirlige Abend durch den turbulenten Auftritt von Lanterna gestört: Jemand pocht lautstark an die Türe! Wer mag das sein? Don Giovanni schickt Lanterna aus, die Türe zu öffnen. Dieser folgt und kommt entsetzt zurück… „Na, welche Hübsche besucht uns an diesem wunderschönen Abend?“, fragt Don Giovanni. Lanterna bringt nur Rufe des Entsetzens aus sich heraus, so dass Don Giovanni nun Pasquariello ausschickt, nach dem unerwarteten Besuch zu schauen: Ach, Du Scheiße! Es ist tatsächlich die Statue des Commendatore. Pasquariello verkriecht sich unter dem Tisch. Nun denn, er wurde geladen: Hier ist er! Don Giovanni nimmt die Situation nicht für voll und bittet seinen Diener wieder an den Tisch – nein, er verspüre derzeit absolut keinen Hunger. Die Statue des Commendatore meint, sie habe die Einladung Don Giovannis befolgt – ob denn nun auch er bereit sei, einer Gegeneinladung zu folgen? Pasquariello empfiehlt seinem Chef geistesgegenwärtig, abzulehnen. Don Giovanni jedoch zeigt keine Anzeichen von Furcht und sagt spitz, er komme in Geleit seines Dieners. Pasquariello glaubt, sich verhört zu haben…. Die Statue möchte zum Ehrenwort Don Giovannis Hand – der greift einwilligend zu… und erstarrt ob der Kälte! Der Aufforderung der Staue, sich zu bessern, begegnet Don Giovanni mit einem „Laß mich in Ruhe, alter Irrer!“ [Lasciami, vecchio insano!] Doch der denkt gar nicht daran und reißt Don Giovanni unter einem Flammeninferno in die Tiefe.


    Durch diese Turbulenzen werden Maturina, Donna Elvira, Donna Ximena und Duca Ottavio angelockt. Sie sehen nur noch Staub und Asche… Pasquariello erzählt die unglaubliche Geschichte und zunächst macht sich Betroffenheit breit. Dann aber stimmen alle ein in ein fröhliches Liedchen, zu dem sie tanzen:


    Che bellissima pazzia!
    Che sreanissima armonia!
    Così allegri si va a star.


    ***Ende der Oper***




    ©2005 by “Only for Engelbert” Ltd. • Ulrich Blees für TAMINO-Klassikforum, Wien


    Haftungsausschluss
    Ich habe mich um eine möglichst dem italienischen Originaltext folgende Synopsis bemüht. Meine ohnehin unbefriedigenden Italienischkenntnisse wurden jedoch durch den Gebrauch eines [offenbar Venezianischen?] Dialektes eingeschüchtert.

    Ist das HIP oder kann das weg?

  • Don Giovanni tenorino
    o sia Il convitato di pietra
    (Don Giovanni oder Der steinerne Gast),
    Oper in 1 Akt von Giuseppe Gazzaniga,
    Text von Giovanni Bertati,
    Uraufführung: 5.2.1787 Teatro San Moise Venedig,
    Wiederaufnahme: 1979 Heidelberg.



    LG


    :hello:

    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)

  • „DON GIOVANNI o sia IL CONVITATO DI PIETRA“ (‚Don Giovanni oder Der steinerne Gast‘) (Giuseppe Gazzaniga)


    Es gab/gibt folgende Aufnahmen:


    Don Giovanni – Herbert Handt / Pasquariello – Carlo Cava / Il Commendatore – Leo Pudis / Donna Anna – Aida Hovnanian / Il duca Ottavio – Antonio Pirino / Donna Elvira – Rosanna Carteri / Donna Ximena – Aida Hovnanian / Biagio – Guido Mazzini / Maturina – Anna Maria Rota / Lanterna – Mario Carlin / Il Coro e l’Orchestra di Milano della RAI / Chorltg.: Roberto Benaglio / Dirigent: Nino Sanzogno (Mailand, L’Auditorium della Radiotelevisione Italiana, Oktober 1956). Die Oper wurde – erstmalig in der Revision von Guido Turchi - am 27. 11. 1956 gesendet und am 31. 1. 1970 wiederholt. Sie ist 2006 auf zwei CDs bei ‚Andromeda‘ (ANDRCD 5077) erschienen. Guido Torchi stellte der Oper – die keine Ouvertüre hat, da die ursprünglich einleitende ‚Theater im Theater‘-Szene bruchlos in die Aufführung des „Don Giovanni“ übergeht – Gazzanigas „Sinfonia in Re maggiore“ aus dem Jahr 1722 voran.



    Don Giovanni – Fernando Jacopucci / Pasquariello – James Loomis / Il Commendatore – Alfonso Nanni / Donna Anna – Luciana Ticinelli / Il duca Ottavio – Rodolfo Malacarne / Donna Elvira – Maria Luisa Giorgetti / Donna Ximena – Maria Minetto / Biagio – Laerte Malaguti / Maturina – Maria Grazia Ferracini / Lanterna – Adriano Ferrario / Il Coro e l’Orchestra della Radiotelevisione della Svizzera Italiana / Dirigent: Herbert Handt (Lugano, Funkhaus, November 1963). Eine Veröffentlichung von ‚Nuova Era‘ (NE 1222) auf zwei CDs in der Serie ‚Edwin Loehrer Edition‘ (1999).



    Don Giovanni – Pietro Bottazzo / Pasquariello – Claudio Desderi / Il Commendatore – Giorgio Tadeo / Donna Anna – Jeda Valtriani / Il duca Ottavio – Carlo Gaifa / Donna Elvira – Carmen Lavani / Donna Ximena – Edith Martelli / Biagio – Giorgio Lormi / Maturina – Adriana Martino / Lanterna – Giorgio Marelli / Il Coro e l’Orchestra del Teatro alla Scala / Chorltg.: Vittorio Rosetta / Dirigent: Piero Bellugi / Choreographie: Carola Zingarelli / Bühnenbild: Mino Maccari / Regie: Luciano Alberti (Mailand, Piccola Scala, 5. 1. 1974). Eine Übernahme einer Produktion aus Siena zur ‚Settimana Musicale Senese‘ im August 1973; die Mailänder Aufführung wurde vom Fernsehen aufgezeichnet und ist auf YouTube zu sehen.



    Don Giovanni – Werner Hollweg / Pasquariello – Helmut Berger-Tuna / Il Commendatore – Kurt Rydl / Donna Anna – Sona Ghazarian / Il duca Ottavio – Claes-Håkan Ahnsjö / Donna Elvira – Ulrike Steinsky / Donna Ximena – Monica Lenz / Biagio – Anton Scharinger / Maturina – Marie McLaughlin / Lanterna – Josef Köstlinger / Der Salzburger Kammerchor / Chorltg.: Karl Kamper / Das Mozarteum-Orchester Salzburg / Dirigent: Ralf Weikert (Salzburg, Mozarteum, 30. 1. 1985). Eine konzertante Aufführung während der ‚Salzburger Mozartwoche 1985‘, die live vom ORF übertragen wurde. ‚House of Opera‘ hat davon einen Mitschnitt im Programm.



    Don Giovanni – Donald Litaker / Pasquariello – Jean-Luc Chaignaud / Il Commendatore – Philippe Deldi / Donna Anna – Rachel Yakar / Il duca Ottavio – Noël Velasco / Donna Elvira – Franҫoise Pollet / Donna Ximena – Eleanor Oldham / Biagio – Peter Harvey / Maturina – Rachel Yakar / Lanterna – Jean-Paul Boyt (statt Michel Zévaco) / Le Choeur de l'Opéra de Montpellier / Chorltg.: Catherine Guingal / L’Orchestra da Camera di Padova e Venezia / Dirigent: Philippe Herreweghe (Montpellier, Cour Jacques Coeur, 26. 7. 1988). Eine Freilichtaufführung (Regie: René Koering) beim ‚Festival de Radio France et Montpellier Languedoc-Roussillon 1988‘. Die Rundfunkübertragung aus Montpellier wurde u. a. auch vom ORF am 24. 6. 1989 gesendet.



    Don Giovanni - Miroslav Kopp / Pasquariello - Balázs Póka / Il Commendatore - Norman Bailey / Donna Anna - Malmfrid Sand / Don Ottavio - Finbar Wright / Donna Elvira - Andrea Bolton / Donna Ximena - Joan Davies / Biagio - Alan Cemore / Maturina - Alison Browner / Lanterna - Philip Dogan / The Wexford Festival Chorus / Chorltg.: Roy Laughlin / The RTÉ (Raidió Teilifis Éireann) Symphony Orchestra / Dirigent: Simon Joly / Ausstattung: Joe Vanek / Inszenierung: Patrick Mason / TV-Regie: Louis Lentin (Wexford, Theatre Royal, 22. 10. 1988). Eine DVD von ‚NVC Arts‘ (D4444) aus dem Jahr 2009.


    Gazzanigas „Don Giovanni“ wurde von Patrick Mason ähnlich wie bei der Uraufführung 1787 als 'Theater im Theater' inszeniert: Der Impresario Alonso Grundbach (Norman Bailey) hat versäumt, die Sänger zu informieren, dass nicht Mozarts Oper, sondern die unbekannte Version von Gazzaniga aufgeführt werden soll. Zuerst protestieren die Künstler, weil aber die Zeiten (Winter 1917) schlecht und die Engagements rar sind, schickt man sich darein, ja man findet sogar Gefallen an dieser Oper. (Dieser „Don Giovanni“ wurde im kleinen Theater von Wexford an einem Abend zusammen mit Ferruccio Busonis „Turandot“-Vertonung von 1917 aufgeführt und vom Fernsehen aufgezeichnet.)



    Don Giovanni – John Aler / Pasquariello – Jean-Luc Chaignaud / Il Commendatore – Günter von Kannen / Donna Anna – Eva Steinsky / Il duca Ottavio – Robert Svensen / Donna Elvira – Pamela Coburn / Donna Ximena – Margit Kinzel / Biagio – Anton Scharinger / Maturina – Julie Kaufmann / Lanterna – Anton Rosner / Anthony Spyri (Cembalo) / Der Chor des Bayerischen Rundfunks / Chorltg.: Michael Gläser / Das Münchner Rundfunkorchester / Dirigent: Stefan Soltesz (München, Funkhaus, Studio 1, 26. 5. - 6. 6. 1990). Eine Studio-Produktion von ‚Orfeo‘ (C 214 902 H) auf zwei CDs, die auch in einer CD-Box (C 200 081 / 10 CDs) mit fünf weiteren Opern – „Djamileh“ (Bizet), „Armida“ (Dvořák), „Šárka“ (Fibich), „Thérèse“ (Massenet) und „La Bohème“ (Leoncavallo) - enthalten ist, die 2020 zum 40. Geburtstag von ‚Orfeo‘ veröffentlicht wurde. Eva Steinsky ist die ältere Schwester von Ulrike Steinsky (siehe oben).



    Don Giovanni – Dénes Gulyás / Pasquariello – Boje Skovhus / Il Commendatore – Johann Tilli (statt Kurt Rydl) / Donna Anna – Eva Steinsky / Il duca Ottavio – Volker Vogel / Donna Elvira – Margaret Marshall (statt Brigitte Poschner-Klebel) / Donna Ximena – Edith Schmid-Lienbacher / Biagio – Claudio Otelli / Maturina – Julie Kaufmann / Lanterna – Boiko Zvetanov / Giancarlo Andretta (Cembalo) / Der ORF-Chor / Chorltg.: Erwin Ortner / Das ORF-Symphonieorchester Wien / Dirigent: Pinchas Steinberg (Wien, Konzerthaus, 15. 12. 1990). Eine konzertante Aufführung des ORF.



    Don Giovanni – Douglas Johnson / Pasquariello – Ferruccio Furlanetto / Il Commendatore – Johann Tilli / Donna Anna – Elzbieta Szmytka / Il duca Ottavio – Carlo Allemano / Donna Elvira – Luciana Serra / Donna Ximena – Edith Schmid-Lienbacher / Biagio – Anton Scharinger / Maturina – Elzbieta Szmytka / Lanterna – Helmut Wildhaber / Mitglieder des Kammerchors Stuttgart / Chorltg.: Frieder Bernius / The ‚Tafelmusik‘ Baroque Orchestra, Toronto / Dirigent: Bruno Weil (Stuttgart, 1991). Diese Aufnahme in der ‚Vivarte‘-Serie bei ‚Sony‘ (SK 46 693) auf nur einer CD – Dauer: 68,22 Minuten – verzichtete auf die Einspielung sämtlicher Rezitative. Auch sind keine Angaben zum Aufnahmedatum und -ort festzustellen.



    Don Giovanni – Roberto Iuliano / Pasquariello – Maurizio Leoni / Il Commendatore – Alberto Rota / Donna Anna – Cristina Montese / Il duca Ottavio – Giorgio Trucco / Donna Elvira – Linda Campanella / Donna Ximena – Claudia Grimaz / Biagio – Dario Giorgelè / Maturina – Paola Valentina Molinari / Lanterna – Luca Tamani / Il Coro del Teatro Donizetti di Bergamo / La Fondazione Orchestra Stabile Gaetano Donizetti / Dirigent: Pierangelo Pelucchi / Bühnenbild: Michele Ricciarini / Kostüme: Cristina Aceti / Regie: Alessio Pizzech (Bergamo, Teatro Donizetti, 21. 10. 2005). Eine DVD von ‚Bongiovanni‘ (AB 20002), erschienen 2006. Der Aufführung – Dauer: 114 Minuten – geht ein Prolog (‚Capriccio Drammatico‘) des Librettisten Giovanni Bertati voraus, gesprochen von Alessio Pizzech; als Ouvertüre wird Gazzanigas ‚Sinfonia in D-dur‘ aus dem Jahre 1722 gespielt.



    Don Giovanni – Eduardo Ayas / Pasquariello – Leonardo Estévez / Il Commendatore – Juan Barrile / Donna Anna – Gisela Barok / Il duca Ottavio – Gabriel Renaud / Donna Elvira – Daniela Tabernig / Donna Ximena – Vanesa Mautner / Biagio – Sebastián Sorarrain / Maturina – Graciela Oddone / Lanterna – Carlos Sampredo / El Coro y la Orquesta de Cámara del Teatro Colón / Dirigentin: Susana Frangi / Ausstattung: Gastón Joubert / Regie: Claudio Gallardou (Buenos Aires, Teatro Colón, 26. 4. 2006). Die im besten Sinn konventionelle Inszenierung ist im Internet zu sehen.



    Carlo