Die Ästhetik der Partitur - Schönheit in Noten

  • In einem anderen Thread stiess ich auf den Score eines Klavierstückes, das mir die Musik mit mitlaufendem Notentext zugänglich macht. Auch wenn ich nicht über pianistische Fähigkeiten verfüge, macht es mir das Stück in anderer Form zugänglich. Es ist eine gewisse Schönheit in dieser Ansammlung von Linien und Punkten enthalten. Das hat seinen ästhetischen Reiz.


    Vor Schuberts Musik stürzt die Träne aus dem Auge, ohne erst die Seele zu befragen:
    so unbildlich und real fällt sie in uns ein. Wir weinen, ohne zu wissen warum; Theodor W. Adorno - 1928




  • Ich habe in meiner Partiturensammlung eine Notenausgabe der Partiten und Sonaten für Violine Solo BWV 1001-1006 von Johann Sebastian Bach.

    Das Besondere ist, dass im ersten Teil der moderne Notensatz abgedruckt ist, im zweiten Teil ist ein Faksimile des Autographs aller sechs Werke enthalten. Wenn man die Musik anhand der Handschrift verfolgt, überrascht die Klarheit und Logik des Notenbildes.


    Dieses Beispiel habe ich ausgewählt, weil ich das Werk selber spiele. Die Schönheit einer Notenhandschrift und des modernen Notenbildes erlebt man in diesem You Tube Beitrag der Partita a-Moll BWV 1013 für Flöte Solo von Johann Sebastian Bach. Es wird erlebbar, wie die Noten geschrieben wurden. Zuerst die Notenköpfe, dann die Notenhälse, abschliessend die Verbindung der Noten zu Sechszehntel-Gruppen. Wenn man aufmerksam ist, erkennt man, wie die Artikulation gemeint ist.


    Auf dem YouTube Kanal von gerubach sind weitere Beispiele. https://www.youtube.com/channel/UCNAckPiDYxRWengUlRujs6Q


    Vor Schuberts Musik stürzt die Träne aus dem Auge, ohne erst die Seele zu befragen:
    so unbildlich und real fällt sie in uns ein. Wir weinen, ohne zu wissen warum; Theodor W. Adorno - 1928




  • Krzysztof Penderecki (1933-2020) hat den Opfern von Hiroshima ein Orchesterwerk gewidmet: Threnody. Es dauert 10 min 32 s.


    Das Notenbild, abseits des gewohnten Notentextes, übt auf mich eine Faszination aus.

    Der Score wurde bearbeitet, damit man dem musikalischen Geschehen folgen kann.


    Das unausweichliche Ende mit schwarzem Balken markiert und verklingend im ppp, eine der erschütterndsten Momente in der Musik.


    "https://www.youtube.com/watch?v=HilGthRhwP8&list=PLA48C9BC68E2DAFDF"

    Vor Schuberts Musik stürzt die Träne aus dem Auge, ohne erst die Seele zu befragen:
    so unbildlich und real fällt sie in uns ein. Wir weinen, ohne zu wissen warum; Theodor W. Adorno - 1928




  • Iannis Xenakis' Komposition Pithoprakta hat ein Notenbild, das an ein Werk der bildenden Kunst erinnert. Es dauert 11 min.


    "https://www.youtube.com/watch?v=nvH2KYYJg-o"

    Vor Schuberts Musik stürzt die Träne aus dem Auge, ohne erst die Seele zu befragen:
    so unbildlich und real fällt sie in uns ein. Wir weinen, ohne zu wissen warum; Theodor W. Adorno - 1928




  • Makrokosmos 1, Twelve Fantasy Pieces After the Zodiac for Amplified Piano von John Crump

    ist näher am überlieferten, herkömmlichen Notenbild orientiert. Er hat genaueste Spielanweisungen für die 12 Tierkreiszeichen notiert.

    An drei Stellen ist der Notentext ungewohnt angeordnet:


    als Kreuz im 4. Satz Cruxifixus [SYMBOL] Capricorn: bei 7 min 44 s


    als Kreis im 8. Satz The Magic Cercle of Infinity, (Moto Perpetuo) Luminous [SYMBOL] Leo: bei 19 min 50 s sowie


    als Spirale im 12. Satz Spiral Galaxy [SYMBOL] Aquarius: bei 29 min 40 s


    "https://www.youtube.com/watch?v=pIEUS0-DDcs"

    Vor Schuberts Musik stürzt die Träne aus dem Auge, ohne erst die Seele zu befragen:
    so unbildlich und real fällt sie in uns ein. Wir weinen, ohne zu wissen warum; Theodor W. Adorno - 1928




  • Tamino XBeethoven_Moedling Banner
  • Von Steve Reich gibt es ein Stück Clapping Music von 4 Minuten Dauer für zwei Personen, die ein wiederkehrendes 12/8 Muster in Versetzung um ein Achtel klatschen. Es ist in 8 Wiederholungen angeordnet. Die Versetzung um ein Achtel geschieht 12 Mal, um am Ende wieder gemeinsam zu ertönen.


    Das Werk ist gedruckt simpel, als You Tube Score hat es seinen ästhetischen Reiz als ein bewegter, flackernder Film.

    Es ist eine Konzentrationsübung für Percussionisten und solche, die es werden wollen. ;)


    "https://www.youtube.com/watch?v=lzkOFJMI5i8&list=PLA48C9BC68E2DAFDF&index=3"

    Vor Schuberts Musik stürzt die Träne aus dem Auge, ohne erst die Seele zu befragen:
    so unbildlich und real fällt sie in uns ein. Wir weinen, ohne zu wissen warum; Theodor W. Adorno - 1928




  • Diese Seite stammt aus dem Autograph von Ludwig van Beethovens Klaviertrio D-Dur Nr. 1 Op. 70. Vermutlich hat er es 1808 zu Papier gebracht.


    Sie zeigt, wie der Komponist verworfen und Alternativen seiner musikalischen Gedanken notiert hatte. Sie hat in ihrer Wildheit und dem ungeordnetem Ausdruck ihren ästhetischen Reiz. Das einzig Konstante sind die Notenlinien, über die Beethovens Ideen gelegt sind.


    Die Morgan Library in New York, zu deren Sammlungsbestand das Manuskript gehört, macht es im Internet zugänglich.

    Zum Ansehen der 70 Seiten die rote Schaltfläche "Browse manuscript" anklicken. Man kann sie auch als PDF downloaden.


    https://www.themorgan.org/musi…-and-printed-music/114206



    Vor Schuberts Musik stürzt die Träne aus dem Auge, ohne erst die Seele zu befragen:
    so unbildlich und real fällt sie in uns ein. Wir weinen, ohne zu wissen warum; Theodor W. Adorno - 1928




  • Snowdrift ( = Schneeverwehung) für Klavier von Michael Finnissy hat im eindeutig, penibel geschriebenen Notentext den Eindruck von Schneeflocken und Ballungen der Schneemassen.


    Ein Kommentar beschreibt die Wirkung der Komposition mit diesen Worten:


    Ich verstehe diese Art von Musik nicht wirklich, aber ab und zu höre ich sie mir gerne an und sie fasziniert mich immer wieder. Es ist so viel los. Der Schwierigkeitsgrad für den Spieler ist herausragend und ich glaube, dass dies einer der Gründe für diese Art von Komposition ist, um zu sehen, wie weit der Interpret gehen kann. Natürlich kann ich nicht sagen, ob es genau gespielt wird, aber es macht mir nichts aus. Und das ist für mich das Wichtigste. Die Texturen sind erstaunlich! Zumindest für mich sind sie das. Und für mich sind es die Texturen, die ein Musikstück ausmachen. Rhythmus und Harmonie. Die Wahl der Noten, hoch und tief. Schnelle und langsame Passagen, es ist sehr spannend! In meinem Kopf beginnt alles einen Sinn zu ergeben und ich kann es genießen. Vielleicht kann ich ein ähnliches Ergebnis erzielen, indem ich zufällig auf meinem Klavier spiele, wie einige Leute sagen, aber je mehr ich zuhöre, desto mehr fühlt es sich überhaupt nicht zufällig an, nicht nur, weil es geschrieben ist, sondern weil das Stück eine Geschichte hat. Es ist alles verrückt, was da steht, wie Worte einer Sprache, die ich nicht verstehe, aber es macht Spaß, ihnen zuzuhören. Wie auch immer, es ist großartig, verschiedene Arten von Musik zu hören. Es gibt soooo viel da draußen! Sehr inspirierend!


    Was zu hören ist, findet im Notentext eine optische Entsprechung. Man kann die Partitur als ästhetischen Ausdruck auf sich wirken lassen. Ich habe den Versuch gemacht, den Ton auf stumm zu schalten und nur die Notenzeichen anzusehen.


    "https://www.youtube.com/watch?v=tWwhWec9VQg&t=5s"

    Vor Schuberts Musik stürzt die Träne aus dem Auge, ohne erst die Seele zu befragen:
    so unbildlich und real fällt sie in uns ein. Wir weinen, ohne zu wissen warum; Theodor W. Adorno - 1928




  • Ich habe mal irgendwo gelesen und kann es mir auch sehr gut vorstellen, dass die Partitur von Louriés "Formes en l'air" ein wichtiger Vorläufer grafischer Partituren war. Nicht zufällig widmet Lourié das Werk Pablo Picasso


    https://imslp.org/wiki/File:PMLP743368-Лурье_А._-_Формы_в_воздухе_-_1993.pdf


    Aus urheberrechtlichen Gründen wurde das Bild entfernt und eine Verlinkung gesetzt.


    moderato in seiner Funktion als Moderator



    Das Notenbild an sich gibt eine Vorstellung von Formen in der Luft. Eine Komposition, die mittlerweile über einhundert Jahre alt ist


    Hier hören wir sie live eingespielt von Ivan Buffa aus dem Jahre 2020



    Die Studioeinspielung von Christophe Sirodeau enthält alle Noten.


    "https://www.youtube.com/watch?v=EaaF6N8LVzg"

  • Partitur Pour Piano (1971) von Roman Haubenstock-Ramati ist eine musikalische Grafik, die durch ihren Titel als Klavierstück ausgewiesen ist. Der Bildaufbau geht von horizontal angeordneten Notensystemen aus, die links oben durch die in der Klaviernotation typische geschweifte Klammer zusammengehalten werden.


    http://www.see-this-sound.at/drucken/werk/123.html


    Aus urheberrechtlichen Gründen wurde das Bild entfernt und eine Verlinkung gesetzt.


    moderato in seiner Funktion als Moderator



    Mehr Informationen zum grafischen Notationssystem findet man in "Partituren zum Lesen und Schauen, Bildlichkeit als Merkmal graphischer Notation" von Gesa Finke.

    https://www.gmth.de/zeitschrift/artikel/1001.aspx

    Alles Gute und einen Gruß von Orfeo

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  • Iannis Xenakis' Komposition Pithoprakta hat ein Notenbild, das an ein Werk der bildenden Kunst erinnert. Es dauert 11 min.


    "https://www.youtube.com/watch?v=nvH2KYYJg-o"

    Tatsächlich haben Frequenz und Dynamikwerte etwas mit stochastischen Prozessen zu tun. Es geht um Molekülgeschwindigkeitsverteilungen bei Gasen z.B. in geschlossenen Räumen. Was Xenakis beschäftigt hat, ist eine Realisierung der Lösung der sogenannten Maxwell-Boltzmann-Verteilung. Ein wenig erinnert die Partitur auch an Brownsche Molekularbewegungen ...;)


    Fantastisch ist allerdings das Ergebnis und wohl auch die Streicherbehandlung. Pithoprakta ist einer der ersten Stücke von Xenakis und Komponisten wie Ligeti und Penderecki haben später versucht, den Streicherklang für ihre Kompositionen fruchtbar zu machen...


    Pithoprakta


    Die von moderato gezeigte Einspielung des Orchestre Philharmonique du Luxemboug unter Leitung von Arturo Tamayo findet sich auf der folgenden CD


  • Eine schöne Thread-Idee! :)


    Karlheinz Stockhausen:


    Sehr schön! Welches Stück ist das?


    (Mal ganz nebenbei: Ich möchte hier gewiss nicht den Party Poop geben, aber wie risikolos ist es denn, nicht-gemeinfreie Partiturbilder hier einzustellen?)


    LG :hello:

    "Was Ihr Theaterleute Eure Tradition nennt, das ist Eure Bequemlichkeit und Schlamperei." Gustav Mahler

  • Ich muss wieder einmal darauf hinweisen, dass Bilder, deren Urheber leben, durch ©-Right geschützt sind. Das gilt auch für diejenigen Werke von Verstorbenen, deren Erben für 70 Jahre das ©-Right für sich beanspruchen.


    Sie dürfen im Forum nicht gezeigt werden. Eine Verlinkung ist erlaubt.


    moderato

    Vor Schuberts Musik stürzt die Träne aus dem Auge, ohne erst die Seele zu befragen:
    so unbildlich und real fällt sie in uns ein. Wir weinen, ohne zu wissen warum; Theodor W. Adorno - 1928




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    Die Darstellung links spricht für sich. Sie stammt aus dem Mittelalter und zeigt ein Lied von Baude Cordier (1380-1440): Belle, bonne, sage aus dem Chantilly Manuskript. Es wird im Musée Condé mit der Nummer 564 geführt.


    Das Manuskript ist eines der klassischen Beispiele der Ars subtilior, die rote Noten oder „Färbung“ erfordert, um Änderungen der Notenlängen gegenüber den normalerweise geschriebenen Werten anzuzeigen. Dieses Chanson, ein Widmungsstück in Form eines Herzens über die Liebe einer Dame und ihres Verehrers.





    Vom gleichen Musiker stammt das Chanson rechts: Tout par compas, das in Kreisform den Notentext darstellt:



    Vor Schuberts Musik stürzt die Träne aus dem Auge, ohne erst die Seele zu befragen:
    so unbildlich und real fällt sie in uns ein. Wir weinen, ohne zu wissen warum; Theodor W. Adorno - 1928




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  • Über die Lebensdaten des im 15. Jahrhundert lebenden Harfenisten Jacob de Senleches ist nichts bekannt. Die Melodie dieses Liedes ist ebenfalls der Ars subtilior zugeordnet. Das Chicago-Manuskript gehört zum Sammlungsbestand der Newberry Library, Chicago [US-Cn], MS 54.1 f. 10r..


    Kunstvoll hat der Buchkünstler die Noten des zweistimmigen Gesanges in die Lyra eingesetzt, dass die Notenlinien die Saitenbespannung darstellt. Sie entstand um 1395.


    HarpeJacobSenleches.jpg


    La Harpe de melodie,

    Faite sanz merancholie

    Par plaisir,

    Doit bien chescun resjoïr

    Pour l'armonie

    Oïr sonner et veïr.


    Et pour ce je sui d'acort,

    Pour le gracieux deport

    De son douz son,


    De faire sanz nul discort

    Dedens li, de bon acort,

    Une chanson,


    Pour plaire une compagnie,

    Pour avoir plaisanche lie

    De me vir,

    Pour desplaisance fuïr,

    Qui trop anuie

    A ceulz qui plaist a oïr.


    La harpe de melodie,

    Faite sans merancholie

    Par plaisir,

    Doit bien chescun resjoïr

    Pour l'armonie

    Oïr sonner et veïr.



    Vor Schuberts Musik stürzt die Träne aus dem Auge, ohne erst die Seele zu befragen:
    so unbildlich und real fällt sie in uns ein. Wir weinen, ohne zu wissen warum; Theodor W. Adorno - 1928




  • Für elektronischen Tonerzeuger hat Györgi Ligeti Artikulation komponiert, das eine besondere Notation aufweist.


    Informationen gibt es in diesem Blog.


    https://blogthehum.com/2016/04…ion-with-score-and-audio/



    Artikulation ohne Partitur




    Artikulation mit Partitur


    "https://www.youtube.com/watch?v=71hNl_skTZQ"

    Vor Schuberts Musik stürzt die Träne aus dem Auge, ohne erst die Seele zu befragen:
    so unbildlich und real fällt sie in uns ein. Wir weinen, ohne zu wissen warum; Theodor W. Adorno - 1928




  • Maurice Ravel war in den vergangenen Tagen im Fokus. Verfolgt man die Partitur von Gaspard de la Nuit hat der Notentext einen besonderen ästhetischen Reiz.


    Man kann kann für sich den Versuch machen mit und ohne Ton den Notentext zu verfolgen.


    Vor Schuberts Musik stürzt die Träne aus dem Auge, ohne erst die Seele zu befragen:
    so unbildlich und real fällt sie in uns ein. Wir weinen, ohne zu wissen warum; Theodor W. Adorno - 1928




  • Karlheinz Stockhausen hat 1956 Gesang der Jünglinge für Kinderstimmen und Elektronik komponiert.


    Part 1


    "https://www.youtube.com/watch?v=s7HD-95knVQ"




    Part 2 (hat eine Überschneidung)


    "https://www.youtube.com/watch?v=KNhUPTIQAHE&t=0s"

    Vor Schuberts Musik stürzt die Träne aus dem Auge, ohne erst die Seele zu befragen:
    so unbildlich und real fällt sie in uns ein. Wir weinen, ohne zu wissen warum; Theodor W. Adorno - 1928




  • Im Stück für Orgel Volumina hat György Ligeti eine Notation mit zusätzlichen schriftlichen Erklärungen ergänzt.


    "https://www.youtube.com/watch?v=wbLcI9-Js0U"

    Vor Schuberts Musik stürzt die Träne aus dem Auge, ohne erst die Seele zu befragen:
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  • Eine handschriftliche Partitur hinterlässt Spuren des Komponierprozesses. Ein Beispiel ist die Partiturseite des Pianotrios Op. 70 von Ludwig van Beethoven in Beitrag 7.


    Gloria Coates vermittelt in ihrem Streichquartett Nr. 7 "Angels" für Streichquartett und Orgel in ihrem Autograph eine klare klare Vorstellung wie es zu klingen hat. Teile der Konzeption sind auf dem Blatt mit dem gezeichneten Engel. Es hat keine Streichungen oder alternative Teile.


    "https://www.youtube.com/watch?v=UEPl-PEEzaM"

    Vor Schuberts Musik stürzt die Träne aus dem Auge, ohne erst die Seele zu befragen:
    so unbildlich und real fällt sie in uns ein. Wir weinen, ohne zu wissen warum; Theodor W. Adorno - 1928




  • Schönheit in Noten aus dem 17. Jahrhundert. Louis Couperins berühmte Préludes sans measures


    das d-Moll Prélude


  • Sehr schön! Welches Stück ist das?


    (Mal ganz nebenbei: Ich möchte hier gewiss nicht den Party Poop geben, aber wie risikolos ist es denn, nicht-gemeinfreie Partiturbilder hier einzustellen?)


    LG :hello:

    Finde ich auch! :) Das ist aus einem Buch, wo Partituren graphisch bearbeitet wurden. (Im Link zu sehen.) Da ich das Buch nicht habe, kann ich nicht sagen, welche Partitur das ist und wer sie so gemacht hat (ich habe einige Stockhausen-Partituren, aber nicht diese). Die Graphik ist im Netz frei verfügbar. Insofern glaube ich nicht, dass da ein Risiko besteht. Gilt da nicht dieselbe Regel wie beim Zitieren? Ausschnitte darf man als Zitat veröffentlichen, nur nicht ganze Bücher (Werke) kopieren. Hier handelt es sich ja nicht um die ganze Partitur, sondern nur um eine einzige Seite daraus. ;)


    Schöne Grüße

    Holger

  • Ausschnitte darf man als Zitat veröffentlichen, nur nicht ganze Bücher (Werke) kopieren. Hier handelt es sich ja nicht um die ganze Partitur, sondern nur um eine einzige Seite daraus. ;)

    Ich bin da auch nicht wirklich sicher, ob man nicht eine einzige Partiturseite einfach zeigen darf. Das machen die Notenverlage und andere Anbieter ja auch gerne als Appetizer ..


    Das Buch heißt "Notations21", ist herausgegeben von Theresa Sauer und hat diese Notengrafik auf dem Deckblatt. Leider kenne ich es auch nicht. Es ist eine Hommage an John Cage und seine einflussreiche Sammlung "Notations". Cage war ein sehr stark grafisch beeinflusster Komponist.


    Beide Bücher finde ich leider nicht beim Werbepartner.


    Aber das Deckblatt des Buches glaube ich dann doch zeigen zu dürfen


    91tBQ-TzIhL._AC_UF894,1000_QL80_.jpg


    Notations selbst habe ich antiquarisch für nur wenig über 400 Euro gesehen ... :) Teurere Versionen gibt's allemal ...

  • Das Buch heißt "Notations21", ist herausgegeben von Theresa Sauer und hat diese Notengrafik auf dem Deckblatt. Leider kenne ich es auch nicht. Es ist eine Hommage an John Cage und seine einflussreiche Sammlung "Notations".

    .....

    Notations selbst habe ich antiquarisch für nur wenig über 400 Euro gesehen

    Notations von John Cage/Alison Knowles

    mit Hunderten Abbildungen gibt es sogar als kostenloses PDF-Download

    https://monoskop.org/images/9/92/Cage_John_Notations.pdf

    Alles Gute und einen Gruß von Orfeo

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  • Sorry -Aber das ist mir zu heiss !!!


    LG

    Alfred

    Wenn ich schon als Vorbild nicht tauge - lasst mich wenigstens ein schlechtes Beispiel sein !



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    moderato in seiner Funktion als Moderator

    Vor Schuberts Musik stürzt die Träne aus dem Auge, ohne erst die Seele zu befragen:
    so unbildlich und real fällt sie in uns ein. Wir weinen, ohne zu wissen warum; Theodor W. Adorno - 1928