„Zufall ist vielleicht das Pseudonym Gottes, das er verwendet, wenn er nicht unterschreiben will“ gefällt mir noch besser.
Sehr lustig, der Beitrag von Zeilinger! ... und danke für den Hinweis auf Einstein. Das stand also in einem Brief. Das Zitat von Anatole France ist geistreich! Irgendjemand sagte mir mal vor mittlerweile längerer Zeit bei einer Diskussion über Sartre und Heidegger, die Franzosen seien "Hommes de lettres". Dieses Zitat unterstützt das deutlich ![]()
Was mich ärgert, ist der Tritt nach Dawkins und seinem Buch zum Gotteswahn. Zeilinger hat es wahrscheinlich nicht gelesen
. Dawkins argumentiert keineswegs, dass die Naturwissenschaft "einen Gegenbeweis" gegen Gott liefern kann. Er argumentiert wesentlich subtiler für einen Atheismus. Das ist aber vielleicht vor diesem Auditorium das falsche Thema ![]()
Die Invarianzen oder, nach Emmy Noether äquivalent, die der Natur zugrundeliegenden Symmetrien in den Naturwissenschaften sind ein faszinierendes Thema. Die Reduktion auf wenige Gesetze ist keineswegs ein Gedanke, der nur in einer monotheitischen Religion entstehen kann, wie man an der Axiomatik Euklids sofort sehen kann. Übrigens neben der Bibel das menschheitsgeschichtlich weitestverbreitetste Buch
Die Elemente wurden 2000 Jahre lang als akademisches Lehrbuch benutzt und waren bis in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts das nach der Bibel meistverbreitete Werk der Weltliteratur.
Hier wurde dieser zentrale Gedanke geboren, soweit wir das momentan wissen.
