Lautenmusik im Barock

  • Für Lautenmusik in der Renaissance gibt es bereits einen Thread. Lautenlieder und Lautenmusik der Renaissance


    Diesem Zupfinstrument ist im Barock viel Aufmerksam zuteil geworden. Es sind viele Werke in dieser Epoche entstanden.


    Zu den Stücken für Laute des bedeutendsten Komponisten des Barocks gibt es einen Thread. J. S. Bach und die Laute


    Weitere Werke anderer Komponisten verdienen gehört zu werden.


    Eine aufschlussreiche Zusammenstellung ist in dieser Box auf 12 CDs Lautenmusik deutscher Lautenisten und Komponisten enthalten. Die Sammlung beinhaltet Aufnahmen des Labels Glossa.


    Johann Sebastian Bach (1685-1750) , Silvius Leopold Weiss (1687-1750) , Johann Gottfried Conradi , David Kellner (1670-1748) , Adam Falckenhagen (1697-1754) , Bernhard Joachim Hagen (1720-1787) , Johann Friedrich Daube (1733-1797) , Johann Kropffgans (1708-1770) , Ernst Gottlieb Baron (1696-1760) , Johann Michael Kühnel (1670-1728) , Wolff Jacob Lauffensteiner (1676-1754) , Jakob Friedrich Kleinknecht (1722-1794)



  • Einem Teil des Werkes des bedeutendsten Lautenisten des Barocks ist eine Box mit 12 CDs des Labels Brilliant gewidmet. Michel Cardin hat sie interpretiert.


    Silvius Leopold Weiss (1687-1750) und Johann Sebastian Bach (1685-1750) waren gute Bekannte. 1739 war er mit dessen Sohn Wilhelm Friedemann Bach und dem Lautenisten Johann Kropfgans (1708–bis nach 1769) mehrere Male in der Wohnung des Leipziger Kantors zu Gast. Johann Friedrich Reichardt berichtet davon, dass Weiss und Bach miteinander um die Wette improvisierten:


    „Wer die Schwierigkeit der Laute für harmonische Ausweichungen und gut ausgeführte Sätze kennt, der muss erstaunen und es kaum glauben, wenn Augen- und Ohrenzeugen versichern, dass der große Dresdner Lautenist Weisse mit Sebastian Bach, der auch als Klavier- und Orgelspieler groß war, in die Wette phantasiert und Fugensätze ausgeführt hat.“

    – Johann Friedrich Reichardt


    Von Silvius Leopold Weiss erschien in gedruckter Form zu seinen Lebzeiten ein einziges Werk. Der grosse Rest seines Schaffens ist in Manuskripten überliefert, die in Archiven in London, Dresden und Moskau oder wo auch immer schlummern. Die Archiv Situation ist im Booklet beschrieben.


    Der Booklet Text beginnt mit dem Satz: "Hier ist die Veröffentlichung einer der wichtigsten Ausgabe von Musik für Soloinstrumente aller Zeiten."


    Das Londoner Manuskript enthält auf 317 Seiten die Notentabulatur von 237 Werke gruppiert in 26 Sonaten. Michel Cardin hat die Werke für Solo-Laute eingespielt. Auf 10 1/2 Scheiben sind die Solowerke, auf 1 1/2 Scheiben die Ensemble-Stücke enthalten. Hier spielt Christiane Laflamme die Barockflöte.


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  • Die Zwölferbox habe ich mir schon mal komplett und tendenziell am Stück angehört. Ich war dann durchaus erfreut, dass ich der Klänge nicht überdrüssig geworden bin.


    Die Stimmung muss schon passen, meine ich, und natürlich war ich nicht durchwegs konzentriert am Hören, sondern habe auch Dinge nebenbei erledigt, für die ich keine echte Aufmerksamkeit benötigt habe.

    Lieber Fahrrad verpfänden denn als Landrat enden!

  • Interessant insbesondere zum Thema „Laute“ ab Minute 35:



    Der Vergleich mit dem mp3-Player lässt vermuten, daß die Doku bereits >20 Jahre alt ist; ist sie aber nicht.

    „Dem Klavier erzähle ich das, was ich Dir oft sagen würde.“
    (F. Chopin an Tytus)

  • Aufschlussreicher Film über das geheimnisvolle Gemälde des Hans Holbein. Nur lebte der Maler von 1497/98-1543, somit nicht im Barock sondern in der Renaissance.


    Die Barock-Epoche dauerte ungefähr von 1600 bis 1750 und hatte ihren Ursprung in Italien. In Deutschland begann der Stil als Spätbarock in den 1650er Jahren und dauerte bis ca. 1720. Europaweit wird der Barock teilweise bis 1770 datiert und in Frühbarock (bis ca. 1650), Hochbarock (ca. 1650–1720) und Spätbarock/Rokoko (ca. 1720–1770) unterteilt.


  • Der Überlieferung nach ließ sich der französische König Ludwig XIV. jeden Abend von seinem Lautenisten Robert de Viseé eine Stunde lang Lautenmusik vorspielen.


    Heute geht das einfacher mit dieser CD Musique Pour Le Roi - Französische Lautenmusik des Barock.


    Gallot: Suite fis-Moll

    Robert Visee: Suite G-Dur

    Charles Mouton: Suite a-Moll

    François Couperin: Les Silvaines

    Ennemond Gaultier: Suite d-Moll


    Joachim Held, Laute




  • Johann Sebastian Bach (1685-1750)


    links: Suite g-Moll BWV 995, Präludium c-Moll BWV 999, Fuge g-Moll BWV 1000, Suite für Laute c-Moll BWV 997 (Partita)


    rechts: Suite e-Moll BWV 996, Präludium, Fuge & Allegro Es-Dur BWV 998; Suite E-Dur BWV 1006a


    Jadran Duncumb, Laute


  • Bernhard Hofstötter hat zwei der über 600 Lautenwerke von Silvius Leopold Weiss (1687-1750) eingespielt. Die Lautensonaten Nr. 42 a-moll & 44 A-Dur


    Das Cover verwirrt beim ersten Blick: Was hält der Interpret in der Hand? Es ist das abgewinkelte Griffbrett mit den Stimmwirbeln der Laute.



  • Von Bernhard Hofstetter gibt es ein schönes Album mit Werken eher wenig bekannten oder anonymen Komponisten.

    Achaz Casimir Hültz (1658-1723), Esaias Reusner der Jüngere (1636-1679), Germain Pinel (1600-1661), Ennemond Gaultier (1575-1651) , Johann Heinrich Schmelzer (1623-1680), Jean Berdolde Bernard Bleystein de Prague


    Es ist eine Weltersteinspielung.


    Auf dem Cover erfährt man mehr:


    Es enthält Lautenwerk aus der 1928/29 versteigerten Manuskriptsammlung von Dr. Werner Wolffheim. Unter den unzähligen Schätzen befanden sich Originalausgaben Johann Sebastian Bachs Kunst der Fuge und des Musikalischen Opfers sowie ein Album für die Laute, eine exquisite Sammlung von Musik für die 11-chörige Barocklaute. Diese heute in Melbourne aufbewahrte Handschrift enthält fast ausschliesslich Unika, die hier zum ersten Mal eingespielt wurden.


    Das Cover hatte ich hier bereits einmal verwendet: Das knifflige Coverbildratespiel - Unterhaltung für Kunstkenner



  • Jacob Lindberg besitzt eine Theorbe, die einen Klang besitzt, die gefangen nimmt mit ihrer Tiefe. Sie ist der Nachbau eines historischen Instrumentes. Für das Recital dieser SACD des Labels BIS hat er Werke von Robert de Visée (1650-1725) ausgewählt.



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