Dieser Thread ist einem Bereich der bildenden Kunst gewidmet, der uns täglich begegnet und selten gewürdigt wird. Dem Comic-Strip, Comic, dem Cartoon.
Comic-Strip - Comic - Cartoon - der lachende Blick auf die Welt
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Ich beginne mit einem Vertreter dieser Gilde, der in Europa wenig bekannt ist.
Richard Thomson (1957-2016) war ein begnadeter Comic-Zeichner aus den Vereinigten Staaten mit einem besonderen Blick auf die Welt, der im Thread Titel aufscheint.
https://de.wikipedia.org/wiki/…d_Thompson_(Comiczeichner)
https://www.lambiek.net/artists/t/thompson_richard.htm
Die im You Tube Beitrag gewählte Musik gefällt mir sehr.
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Ein paar Einfälle.
1. Ich unterscheide bei meinen Sammlungen die Cartoons von den Comic Strips. Ich habe neuerdings wieder den New Yorker abonniert und bin ein wenig enttäuscht, dass die Cartoons nicht mehr so gut sind wie vor 20 Jahren (Autoren wie sipress, Chas Addams und viele weitere). Zum Glück habe ich viele davon ausgeschnitten.
2. Es gab und gibt viele Autoren, die nicht zeichnen können, wie etwa die Frau im SZ-Magazin mit "Notizen an mich selbst" und früher Ivan Steiger.
3. Meine Tageszeitung gibt es in zwei Editionen, die WAZ und die NRZ. Ich wähle immer die WAZ, weil sie jeden Tag drei Strips abdruckt: Blondie, Peanuts und Calvin und Hobbes. Das sind auch (ohne sonntags) die Comics, die an diesem Tag in den USA gedruckt werden.
4. In meiner Satireseite (Satiregruft) gibt es Hinweise auf amerikanische Webseiten, die weitere Klassiker anbieten (die englischen Texte sind immer leicht zu verstehen).
-Andy Capp (bei uns früher Willi Wacker), ein echter englischer Proletarier
-Beetle Bailey (Armee)
-The Wizard of Id
-Pickles
5. Mein Dr. Pingel ist eine sekundäre Entwicklung. Ursprünglich war es Charly Brown, dann veröffentlichte F.K. Wächter seine Prof.- Göttlich-Cartoons. Der Mix wurde Dr. Pingel.
In meiner alten Schule kannten ihn alle Schüler und Kollegen.
6. Sehr schade ist es, dass ich meine Beiträge hier nicht mit Comics würzen kann. Aber da sind natürlich die Copyright-Bestimmungen. Ich plane daher im Winter wieder eine eigene Seite einzurichten, allerdings nur über E-Mail. Das ist dann begrenzte Post an Privat, da kann ich Comics zitieren und eigene Photos einstellen, deren Rechte ich sowieso habe. Auch politische Satire ist dann wieder dabei. Ich werde hier noch mal darauf hinweisen.
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Lieber Dr. Pingel
Vielen Dank für deinen wertvollen Beitrag. Eine Bereicherung und Weitung des Themas.
Es grüsst dich
moderato
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Bei Lasagne denke ich an die leckere italienische Speise und an den Kater Garfield, dem sie ebenfalls sehr, sehr zusagt.
Jim Davis (*1945) ist sein Schöpfer.
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-Andy Capp (bei uns früher Willi Wacker), ein echter englischer Proletarier
Bei uns in Österreich hieß er damals "Charlie Kappl"


mfg aus Wien
Alfred
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Dr. Pingel und Alfred Schmidt schreiben von Andy Capp. Reggie Smythe ist sein Schöpfer. Verry British.
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Dr. Pingel und Alfred Schmidt schreiben von Andy Capp. Reggie Smythe ist sein Schöpfer. Very British.
Es ist immer interessant, die englischen Untertitel mitzuverfolgen. Hier wird Andy Capp als 'andycap bezeichnet. Nicht überrascht war ich, dass Andy aus dem englischen Norden stammt. Deswegen passte Willi Wacker auch so gut ins Ruhrgebiet.
Bei der Europameisterschaft in Deutschland mokierten sich die englischen Zeitungen über die Misere der Ruhrgebietsstädte. Das war ein wunderbares Eigentor, denn Reportagen und Cartoons wiesen nach, dass der ganze englische Norden noch schlimmer war - Andy Capp- like!
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"The Yellow Kid" oder Mickey Dugan war einer der ersten moderne Comics, der ab 1895 in der New York World erschien. Er wurde von Richard F. Outcault erfunden und gezeichnet.
Erstmals war er vorher bereits in der Reihe "At the circus in Hogan’s Alley" aufgetaucht. Die Figur Mickey Dugan ist ein Kind, das in ein gelbes Nachthemd gekleidet ist, wodurch der Spitzname The Yellow Kid entstand und sich bald durchsetzte. Seine Äußerungen erschienen nicht in den typischen Sprechblasen. -
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The Peanuts feiern 2025 ein Jubiläum. 1950 erschien der erste Strip mit Charlie Brown, dem ewigen Verlierer. Mit den Jahren erweiterte Charles M. Schulz die Truppe: den Beethoven-Fan Schroeder, die rechthaberische Lucy und ihren intellektuellen Bruder Linus. Und nicht zuletzt den Hund Snoopy, der mit seinem Freund dem Vogel Woodstock über die grossen und kleinen Fragen des Lebens sinniert. Und den Drachen fressenden Baum.
Charles M. Schulz wurde 1922 in Minneapolis, USA geboren. Beinahe wäre er nicht zum Zeichner geworden. Er traute sich nicht zu die perfekten Strips in den Tageszeitungen zeichnen zu können. Erst als er mit seiner Mutter eine Ausstellung mit Vorstudien und Skizzen anderer Zeichner sah, erkannte er, dass viel Vorarbeit nötig ist, um in wenigen Bildern eine ganze Geschichte darzustellen.
1950 zeichnete er den ersten Peanuts-Strip, der zunächst in 7 Tageszeitungen erschien. Richtig erfolgreich wurde die Serie Ende der 50er Jahre. Zeichentrickfilme und ein Broadway-Musical folgten. Als der vielfach preisgekrönte US-Amerikaner seine Arbeit Ende 1999 niederlegte, war "Peanuts" der erfolgreichste Comicstrip aller Zeiten. Charles M. Schulz starb am 12. Februar 2000. Einen Tag darauf erschien sein letzter Strip in den Sonntagszeitungen. Posthum wurde dem Zeichner der "Lifetime Achievement Award" verliehen.
Als grosser Fan von Charles M. Schulz habe ich als einen besonderen Schatz in meiner Bibliothek die 26 Bände mit allen Strips.
Die Peanuts haben es bis zu Reclam geschafft.
Dem Drachen-fressenden Baum wird wenig Beachtung geschenkt. Schulz betrachtete ihn als eines der wichtigsten Elemente der Serie und betonte seine Bedeutung für die Geschichte der Peanuts. Der Baum wird zur Metapher für die Herausforderungen des Lebens und veranschaulicht, dass selbst in Momenten der Niederlage eine Chance auf zukünftigen Erfolg besteht. Der Humor der Peanuts entsteht aus dem extremen Pech, mit dem die Charaktere konfrontiert sind.
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Mein erster Peanut-Comic tauchte 1965 auf, Charlie Brown noch etwas linkisch gezeichnet. Danach, in meiner Lehrerzeit, konnte ich ihn selbst malen, aber nur in einer einzigen Gestalt. Er war vor allem dazu bestimmt, frisch gemalt, Unterstufen-Kindern zum Geburtstag zu gratulieren. Mit der Zeit entwickelte sich aus dem Charlie Brown der Dr. Pingel, und die Kinder konnten zwischen Charlie und Pingel wählen. Im Lauf der Zeit habe ich nur den Pingel behalten. Den kannten an meiner Schule alle Kollegen und die meisten unserer Schüler (1000). Hier sicher auch.
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In wenigen Tagen erscheint der XLI. Band
In Australien waren die Herren ja auch noch nicht. Könnte auch ethisch heute verwerflich werden, wenn - analog zu „Die große Überfahrt“ - anstelle der Guru-Gurus die Kän-Gurus auf dem Grill landen.
Weitere potentielle Reiseziele: Japan, China (nicht der blöde Film, wiewohl der Potential hatte ...) - allein das Essen mit Stäbchen könnte einige Gags hergeben: z.B. der entfernte Verwandte Chopstix ...
In „Ausrtria“, speziell Vindobona, könnte sich auch Spaßiges ergeben ...
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Beneidenswert – ich war damals nicht schnell genug, meine Sammlung weist daher erhebliche Lücken auf.
Aber der Band mit diesem Strip von 1953
ist glücklicherweise vorhanden!
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Genial!

Und ein ganz klein wenig Kenner muss man schon sein.

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Beneidenswert – ich war damals nicht schnell genug, meine Sammlung weist daher erhebliche Lücken auf.
Aber der Band mit diesem Strip von 1953
ist glücklicherweise vorhanden!
Sehr schön ist hier zu sehen, wie Schulz die Figuren entwickelt. Diese Zeichnung zeigt ein sehr frühes Bild der Peanuts, die Zeichnungen wirken doch gegenüber heute relativ unbeholfen.
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Zitat
Sehr schön ist hier zu sehen, wie Schulz die Figuren entwickelt. Diese Zeichnung zeigt ein sehr frühes Bild der Peanuts, die Zeichnungen wirken doch gegenüber heute relativ unbeholfen.
Das kann ich mir vorstellen, auch wenn ich, offen gestanden, nicht gar so viele Cartoons aus der Serie kenne. Aber der Pianist wirkt in der Tat unbeholfen, man kann kaum erkennen, ob das ein Knabe oder ein Mädchen sein soll, ob er fünf ist oder elf. Ist auch wurscht, solange er die Sonate spielen kann. Ich hab sie auch zu meinen besten Zeiten mit 19 nie probiert ...
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unbeholfen
Das war bei Asterix & Co. nicht anders ...
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Luis Murschetz, der politische Cartoonist der Süddeutschen, ist gestorben. Sein besonderes Merkmal: er konnte richtig zeichnen, was man von einigen Cartoonisten nicht sagen kann.
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In Die Zeit war eine Todesanzeige auf der zweiten Seite, die der Verlag zum Andenken von Luis Murschetz gesetzt hatte.
Dem einen oder anderen ist vielleicht sein Bilderbuch Der Maulwurf Grabowski bekannt. Entweder hat man es als Kind sich angeschaut oder als Eltern den Kindern oder als Grosseltern den Enkeln vorgelesen.
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Entweder hat man es als Kind sich angeschaut oder als Eltern den Kindern oder als Grosseltern den Enkeln vorgelesen.
So isses. Und Grabowski wird noch immer, häufig, mit dem tschechischen Kollegen Krtek verwechselt.


