Quo vadis, Orgelmusik

Thomas Pape · 126 Beiträge · letzte Antwort von Gerhard Calaminus

126 Beiträge
  • Natürlich ist der HIP-Gedanke interessant,

    Und bei der Orgel nicht ganz von der Hand zu weisen. Albert Schweitzer war es, der bereits in den 1930er Jahren die Bachschen Orgelwerke vorzugsweise in seiner Kirche in Günsbach spielte (auch für die Schallplatte) weil er dieses Instrument für die Bachwerke am Geeignetsten hielt. Und der Mann hate durchaus Ambitionen in Richtung der französischen Orgelkunst.

    Das ist eben die Frage, ob man mit einer so modernen Orgel nicht verschiedene Klangeigenschaften (auch ohne Sampling) nachbauen kann.


    Dazu claude Fable 5.1



    Auf der anderen Seite gibt es vom reinen Imitieren abgesehen (was bei einer Orgel viel sinnhafter erscheint als das Nachmachen eines Cembalos auf einem modernen Flügel) immer noch den Aspekt, dass die erweiterte Disposition das Stück noch einmal so erscheinen lassen kann, wie man es bisher noch nicht gehört hat.


    Allein die modernen und ggf. technisch erweiterten Dispositionen der Orgeln machen noch keine HIP.

    Umgekehrt wird ein Schuh draus. HIP spielt man auf alten Instrumenten (oder deren Nachbauten) nicht auf modernen. Deine Ausführungen oben geben dich als HIP-Anhänger des Orgelspiels zu erkennen.

  • Albert Schweitzer war es, der bereits in den 1930er Jahren die Bachschen Orgelwerke vorzugsweise in seiner Kirche in Günsbach spielte (auch für die Schallplatte) weil er dieses Instrument für die Bachwerke am Geeignetsten hielt. Und der Mann hate durchaus Ambitionen in Richtung der französischen Orgel


    Ich habe mir in der heutigen Zeit abgewöhnt, zu sagen: Gibts nicht, also gehts nicht.

    Bin neugierig, ob das nicht doch nur Unwissenheit ist.

    Zitat von Claude Fable 5.1 - siehe #121


    Danke lieber astewes für die Lückenfüllung meiner Unwissenheit per KI - jedenfalls ist sie ein Versuch, aber....


    Nach dem Lesen gestern abend habe ich erst mal Kloppos kickende Buben gebraucht - sozusagen als Kontrastprogramm:)

    Aber weder dort, noch bei Claude Fables geballter Theorie aus den Quellen des www. ist mir nach Mitreden.

    Ich tue mich immer noch schwer mit der Verwendung KI generierter Texte als Lieferer für Argumente oder gar persönliche Vorlieben.

    Zu leicht beenden solche Texte Dialoge, auch hier im Forum - möglicherweise - gerade bei solch trockenem Thema "Zukunft der Orgelmusik".

    Ohne KI kann man spinnen, während das Netz einen beim Spinnen eher stoppt (um im Bild zu bleiben).

    Die Orgel als Bindeglied zwischen Sakral-Musik, Zukunftstechnik der Klang-Erzeugung, der weltweiten Vernetzungs-Möglichkeit in Echtzeit,

    der Musikstil-Entwicklerin oder gar im Cross-Over als Gegensatz zur Strobo-überfluteten Rock- und Pop-Szene - alles das ist für mich hochspannend. Das ist für mich Thema. Gleichwohl aus Altersgründen nicht mehr erlebbar.

    Vielleicht aber auch zuviel der Komplexität.

    Zum Trost: Im Zweifel verlasse ich mich auf das Gehörte.

    Und dabei schafft mir noch so viel neue Technik keine neuen Erkenntnisse, sondern nur Urteile, obs m i r gefällt oder nicht.


    Meint

    GC

  • Ich tue mich immer noch schwer mit der Verwendung KI generierter Texte als Lieferer für Argumente oder gar persönliche Vorlieben.

    Zu leicht beenden solche Texte Dialoge, auch hier im Forum - möglicherweise - gerade bei solch trockenem Thema "Zukunft der Orgelmusik".

    Der Text beantwortet nur die Frage, welche Orgelmodelle sich gut auf der digitalen Klais Orgel simulieren lassen. Ich hatte auch mal untersuchen lassen, mit welcher Methodik man die Klais Orgel im Bonner Münster simulieren müsste.


    Über die Zukunft der Orgelmusik war da nichts zu finden. In diesem Sinne liefert hier die KI auch keine Argumente oderv gar "persönliche" Vorlieben. Es ist einfach Know-How, was die KI in geringer Zeit zusammenbauen kann aus den verfügbaren Information zur neuen Klais-Orgel.


    Meine. Vorlieben bleiben meine ... :P oder wie der Hesse sagt (meine neue Heimat) Mainz bleibt Mainz

  • Nachtrag zur HIP-Diskussion:


    Franz Liszt hat in seiner Weimarer Zeit wiederholt die berühmte, von Tobias Heinrich Gottfried Trost erbaute Barockorgel (1735–1739) in der Schlosskirche zu Altenburg (Thüringen) in Konzerten bespielt. Er war begeistert von den Klangmöglichkeiten dieser großen Barockorgel.

    Denkt Ihr, er hätte dort nur barocke Orgelwerke gespielt oder im barocken Stil improvisiert? Ich denke, dass er die Orgel ganz nach seiner Manier traktiert hat. Liszt bewies damit, dass sich dieses barocke Instrument auch für hochromantische Musik eignet.


    https://www.greifenberger-inst…chland/altenburg_text.php

    Wer Leid und Unrecht tut, der ist an seiner Seele der Arme.

    (Louis Spohr)

    Ein Großteil der Mehrheitsgesellschaft zeigt kein Gesicht.

    (Igor Levit)

  • die Klais Orgel im Bonner Münster

    Hast du dazu einen Bezug? Meine Heimat!

    Hubert Brings war dort mein Lehrer - dito im Kapitelsaal - nebst Wolfgang Bretschneider, der vor wenigen Jahren starb und vom berüchtigten Kardinal Wölki hochamtmäßig aus der kath.Kirche verabschiedet wurde, nachdem er der oberste Kirchenmusikbeauftragte in D. war.

    Meine Wohnung war 20 Jahre neben dem Bonner Münster. Die Klais-Orgel - mir ist nicht erinnerlich, wann die kam. Werde es recherchieren

    Der Onkel von Philipp war Klassenkamerad, der Kontakt zu Philipp (anlässlich WÜ) besteht auch noch, ggf. werde ich ihn diesbezüglich anschreiben können. Aber der hat doll zu tun.

    Eine Ausweitung des Themas ist mir vorläufig krankheitsbedingt noch zu aufwändig.


    Frei nach Elke Heidenreich (war meine Tanzpertnerin in Bonn); "Quo vadis, watt heiss datt, wo geh`sse.....

    GC

  • Danke für den Hinweis zu Bonn, Münsterorgel, astewes!

    Habe recherchiert, jetzt weiss ich nach über 60 Jahren endlich, warum der Unterricht in der Namen-Jesu-Kirche in der Bonngasse stattfinden musste (Orgelumbau im Münster) - dort war ebenfalls eine Klais-Orgel. Zum Üben musste ich mir immer erst.den Kirchenschlüssel abholen. Die war nämlich geschlossen. So hat auch keiner mitbekommen, welche ganz unchristlichen Stücke und Improvisationen dort erklangen.

    Ich sage nur Carmina Orff....

    Aber jetzt, weiter im Text:


    Quo vadis, Orgelmusik

    GC

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