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LG Fiesco
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LG Fiesco
Endlich komme ich zum Hören dieser noch ziemlich jungen CD, darauf habe ich mich schon länger gefreut:
Erkki Melartin
Sinfonie Nr. 5 a-Moll, Op. 90 "Sinfonia brevis"
Sinfonie Nr. 6, Op. 100
Turku Philharmonic Orchestra
Ari Rasilainen
Aufgenommen vom 3.-5. März 2022 (Nr. 5) und vom 26.-29. Oktober 2022 (Nr. 6).
Liebe Grüße
Amdir
LG Fiesco
Manche Sänger würde ich hören, selbst wenn sie Stimmübungen machen. Jose van Dam ist definitiv einer davon! Unglaublich schöne Stimme!
Manche Sänger würde ich hören, selbst wenn sie Stimmübungen machen. Jose van Dam ist definitiv einer davon! Unglaublich schöne Stimme!
Lieber Provence, ich habe ihn sehr oft gehört und gesehen, eine meiner liebsten Erinnerungen war sein Simon Boccanegra . ![]()
Und viele viele Aufnahmen stehen im Regal! ![]()
LG Fiesco
Die höre ich auch gerade. Und frage mich, warum Brahms eine Transkription der Chaconne für linke Hand erstellt hat. Insgesamt mag ich die Platte, das Spiel der Vinnitskaa gefällt mir sehr gut.
Liebe Grüße vom Thomas
Brahms zu seiner Bearbeitung:
„Die Chaconne ist meiner Meinung nach eines der wunderbarsten und unverständlichsten Musikstücke. Mit der Technik, die für ein kleines Instrument geeignet ist, schreibt der Mann eine ganze Welt der tiefsten Gedanken und mächtigsten Gefühle. Wenn ich mir vorstellen könnte, ein solches Stück zu schreiben oder auch nur zu konzipieren, bin ich sicher, dass die extreme Aufregung und emotionale Anspannung mich in den Wahnsinn getrieben hätte. Wenn man keinen überaus großen Geiger zur Hand hat, ist die exquisiteste Freude wahrscheinlich einfach, die Chaconne in seinem Geist erklingen zu lassen. Aber das Stück inspiriert einen sicherlich, sich irgendwie damit zu beschäftigen…. Es gibt nur eine Möglichkeit, wie ich ungetrübte Freude an dem Stück gewinnen kann, wenn auch in kleinem und nur annäherndem Maßstab, und das ist, wenn ich es nur mit der linken Hand spiele…. Dieselbe Schwierigkeit, die Art der Technik, die Wiedergabe der Arpeggien, alles verschwört sich, um mich wie einen Geiger fühlen zu lassen!“
Ich höre sie mir in der Interpretation von Anatol Ugorski an.
CDs 1 & 3:
Richard Wagner (arr. Henk de Vlieger)
Der Ring - An orchestral adventure
Parsifal - An orchestral quest
Netherlands Radio Philharmonic Orchestra
Edo de Waart
Aufgenommen im April 1992 (Ring) und im Mai 1994 (Parsifal).
Es handelt sich bei diesem 3-CD-Set von Challenge Classics um eine Wiederveröffentlichung von drei damals bei RCA erschienenen CDs mit so unbeschreiblich hässlichen Covern, dass sie schon eine kleine Berühmtheit geworden sind. Die CDs sind auch damals schon einmal als 3-CD-Box erschienen, Challenge Classics hat ihnen aber 2010 noch ein Remastering spendiert.
Auch David Hurwitz hat sich schon einmal darüber lustig gemacht (ab 6:48 im unten verlinkten Youtubevideo):
"Dissonanter" Schostakowitsch ohne Dirigent. Mal hören, wie das klingt.
Hätte man es nicht gewusst, man wäre nicht auf ein dirigentenloses Orchester gekommen. Eine Live-Darbietung mit wenigen Nebengeräuschen. Hie und da vernimmt man Kleinigkeiten, die neu anmuten. Insgesamt wird für die Transparenz allerdings ein wenig die Wuchtigkeit geopfert, die Schostakowitschts Fünfte eben auch unweigerlich besitzt. Summa summarum gut, angesichts der Konkurrenz aber für meine Begriffe nicht herausragend.
Es muss nicht immer ganz so bedeutungsschwer sein, daher nun:
Dmitri Schostakowitsch
Sinfonie Nr. 9 Es-Dur op. 70
Berliner Philharmoniker
Dirigent: Kirill Petrenko
Aufnahme: Philharmonie, Berlin, 31. Oktober 2020
Im Einführungstext schreibt der Dirigent zutreffend, dass die Neunte vielfach als Gegenstück zur Achten zu deuten sei. Schostakowitsch habe dem Jubel auf den aus sowjetischer Sicht gewonnenen Krieg misstraut und aus Trotz gerade keine Triumphalsinfonie komponiert. Petrenko beschreibt die Neunte als "eine Fratze, eine große Grimasse", versehen mit einer "grotesken, sarkastischen Fröhlichkeit". Da ist etwas dran. Es wäre zu wünschen, dass Petrenko mit den Berlinern noch weitere DSCH-Sinfonien vorlegen würde.
Franz Schubert (1797-1828)
Markus Schäfer, Tenor
Zvi Meniker auf einem historischen Hammerklavier
Singen wie vor 200 Jahren
Michael Wersin*
*Von ihm halte ich sehr viel!
LG Fiesco
** Ist z.Z.beim Werbepartner sehr sehr preiswert!
Alles anzeigenEndlich komme ich zum Hören dieser noch ziemlich jungen CD, darauf habe ich mich schon länger gefreut:
Erkki Melartin
Sinfonie Nr. 5 a-Moll, Op. 90 "Sinfonia brevis"
Sinfonie Nr. 6, Op. 100
Turku Philharmonic Orchestra
Ari Rasilainen
Aufgenommen vom 3.-5. März 2022 (Nr. 5) und vom 26.-29. Oktober 2022 (Nr. 6).
Liebe Grüße
Amdir
Lieber Amdir,
ich hoffe, Deine Vorfreude war berechtigt. Seitdem ich die Aufnahmen letztes Jahr kennengelernt hatte, nimmt zumindest die 6. Sinfonie einen festen Platz in meinem Hör-Repertoire ein. Das ist für mich erstklassige Musik aus der "zweiten Reihe".
Ich bleibe heute mal in der Kammer und höre gerade:
Franz Schubert (1797-1828)
Streichquartett Nr. 14 "Der Tod und das Mädchen"
+Robert Schumann (1810-1856)
Klavierquintett op.44
Svjatoslav Richter, Borodin Quartet
Apex, 1996
Der Name Schostakowitsch taucht gerade so häufig auf, da muss ich jetzt auch mein Scherflein beitragen ![]()
Dmitri Schostakowitsch
Streichquartett Nr. 5 in B-Dur, Op. 92 (1952)
Streichquartett Nr. 6 in G-Dur, Op. 101 (1956)
Quatuor Danel
AD: 2022, Mendelssohn Saal, Gewandhaus zu Leipzig
Allen Taminos einen schönen Abend! ![]()
Lieber Amdir,
ich hoffe, Deine Vorfreude war berechtigt. Seitdem ich die Aufnahmen letztes Jahr kennengelernt hatte, nimmt zumindest die 6. Sinfonie einen festen Platz in meinem Hör-Repertoire ein. Das ist für mich erstklassige Musik aus der "zweiten Reihe".
Lieber Norbert,
absolut, ich hatte viel Spaß beim Hören! Ich besitze die GA der sechs Sinfonien mit Leonid Grin bei Ondine seit einigen Jahren und habe sie schon oft gehört, ich mag diese Musik sehr! Insofern freue ich mich sehr, dass mit dieser CD hoffentlich eine zweite GA entsteht, denn mittlerweile gibt es kritische, ungekürzte Ausgaben der Sinfonien, die Grin nicht benutzen konnte. Auch traf Grin einige fragwürdige Entscheidungen wie etwa Kürzungen oder das extrem schnelle Finale der 3. Sinfonie (meiner Lieblingssinfonie von Melartin), das zwar einen mitreißenden Zug entwickelt, aber absolut nicht das von Melartin gewünschte Largo ist. Laut cpo-Booklet hat Rasilainen die kritischen Editionen genutzt (der Verleger Fennica Gehrma wird genannt), ob im Falle der 6. Sinfonie jedoch wirklich die letzte korrigierte Version genutzt wurde, weiß ich leider nicht (letzte Korrektur vom 4. August 2022, Aufnahme vom 26.-29. Oktober 2022). Ich müsste Grins und Rasilainens Aufnahmen der 5. und 6. Sinfonie noch einmal direkt vergleichen, um die genauen Unterschiede der beiden Aufnahmen zu benennen, die neuen Aufnahmen klingen für mich aber sehr stark. Eine höchst willkommene Veröffentlichung, ich hoffe auf die Fortsetzung der GA ![]()
Liebe Grüße
Amdir
Man sollte gar nicht glauben, wie frisch, jugendlich und farbenfroh man Bach spielen kann. Der Mix aller Konzert tut sein Übriges: Nicht immer die gleich erwartbare Reihenfolge. Es ist eigentlich verwunderlich warum die Aufnahmen schon gestrichen sind, auch die reine Auskoppelung der Brandenburgischen Konzerte auf 2 CDs. Ich habe den dunklen Verdacht und die Befürchtung, daß es an der mangelnden Nachfrage lag.
mfg aus Wien
Alfred
So frech, frisch und farbenfroh es bei Bach klingt, fällt das bei Cafe Zimmermann bei Mozart nicht weiter auf. Trotzdem eine Aufnahme die Freude macht. Bei meiner langen Liste von Lieblingsstücken von Mozart gehört der 2. Satz (Andante) des Divertimento KV 138 definitiv dazu. Es ist lieblich, ohne süss zu sein und trotzdem von raffinierter Komplexität. Man ahnt zwar oft was als nächstes kommt (besonders beim Hauptmotiv), und das kommt dann auch - aber dann gibt es wieder Stellen, wo das Ohr überrascht wird. Es ist als wenn musikalische Schönheit auf "replay" gestellt wurde. Man mag, dass es nie endet.
Cellokonzert Nr.1 Op. 107
Nikolai Miaskowsky (1881-1950)
Cellokonzert c-Moll Op. 66
Peter Tschaikowsky (1840-1893)
Rokoko-Variationen Op. 33
Mstislav Rostropovich, Cello
Philadelphia Orchestra *, Philharmonia Orchestra +, Leningrad Philharmonic Orchestra ",
Eugene Ormandy *, Malcolm Sargent +, Gennadi Roshdestvensky "
Guten Morgen und einen schönen Sonntag! Leider wird es bei uns heute draußen etwas laut vor der Tür werden. Da muss man dann vom offenen System zum geschlossenen wechseln ![]()
Zwei Cellokonzerte in der bewährten Kombination Dutilleux und Dusapin
Henri Dutilleux
Tout un monde lointain..., Konzert für Cello und Orchester (1967-70)*
Pascal Dusapin
Outscape für Cello und Orchester (2015)
Victor Julien-Laferrière, Cello
Orchestre national de France
David Robertson, Ltg.*
Kristiina Poska, Ltg.
AD: *2022, 2021, Auditorium de Radio France
Jetzt etwas aus meinen neuesten Erwerbungen
Morton Feldman
Piano and String Quartet, für Klavier und ... (1985)
Florence Millet, Klavier
JACK Quartet
AD: 2022, Immanuelskirche Wuppertal
Eines meiner Lieblingsstücke von Feldman, von mir momentan als Protest gegen kommenden Krawall eingesetzt! Neben dem tollen Programm von bastille musique sollte man auf jeden Fall den Aufwand des Labels mit seinen Booklet-Texten erwähnen. Michael Struck-Schloen, den ich sehr schätze, schreibt einen schönen Aufsatz.
Ein paar Zitate:
Zitat von Michael Struck-Schloen aus dem Booklet
Doch auf Heinz-Klaus Metzgers Frage, ob seine Musik »eine Art Trauerepilog für die ermordete Jiddischkeit in Europa« darstelle, lenkte Feldman das Augenmerk von der Shoah auf das Trauern um den Tod der Kunst: »In gewisser Weise trauere ich über etwas, das damit zu tun hat, dass — sagen wir — Schubert mich verlassen hat. [...] Was ich versucht habe, in meiner Musik festzuhalten, sind nur sehr wenige, mir wirklich wesentliche Dinge.«
oder eine kleine Anekdote
Zitat von Michael Struck-Schloen aus dem Booklet
Als seine wichtigsten Kompositionslehrer bezeichnete er den Berliner Emigranten Stefan Wolpe und den Franzosen Edgar Varèse. Eines Tages blätterte der engagierte Kommunist Wolpe eine der hermetischen Partituren von Feldman durch und fragte seinen Schüler: »Denkst du nie an den Mann auf der Straße? « Dann blickten beide aus dem Fenster und sahen unten den Maler Jackson Pollock. Die berühmte Anekdote diente Feldman gern als Beweis dafür, dass er seine Musik nicht für bestimmte Adressaten schreiben und beim Publikum nichts Bestimmtes erreichen wollte — nicht einmal mit den provokant langen Werken, die seit 1979 entstanden. »Meine Absicht ist es, sehr lange Stücke zu schreiben, die sehr schwierig zu spielen und zu hören sind — und in denen es um das Leben der Stücke geht, was immer das heißt, und nicht um das Leben der Ausführenden oder die Wirkung auf das Publikum beim Hören.«
Guten Morgen. Ich starte hiermit:
Das ist ungemein spannend - wenn man sich denn darauf einlassen will, oder kann.
Das Trio Dell-Lillinger-Westergaard erscheint mittlerweile zum dritten Mal auf bastille musique. Diesmal sind es Live-Aufnahmen. Die Besetzung lässt auf ein Jazz-Trio schließen - Christopher Dell (Vibraphon), Stefan Lillinger (Percussion), Jonas Westergaard (Bass). Und so werden DLW denn auch angesiedelt zwischen Post-Jazz und Neuer Musik.
Dazwischen also und mittendrin.
Die Stücke haben stets einen quasi vorgegebenen Kern, aus dem und über den improvisiert wird. Oder, wie Dell es via Booklet sagt: Es ging mir darum, eine Matrix zu erstellen, die es erlaubt, diese Komposition im Prozess weiterzuschreiben." So sind die drei Musiker denn auch Performer-Composer, es geht um Materialgerechtigkeit und zugleich Materialverarbeitung. Dell sagt am Ende des Interviews: "Man muss sich das vorstellen wie einen Bildungsroman: Eine Person trifft im Laufe des Lebens immer wieder auf bestimmte Themen, die für sie wichtig sind, die aber jedesmal aus einer neuer Perspektive durchleuchtet werden, beispielsweise durch bestimmte Begegnungen."
Auch interessant: Im Booklet findet sich ein Essay von Gregor Dotzauer über "Einmaligkeit und Wiederholung", der sich mit der Arbeit von DLW, mit "den trügerischen Imperativen reiner Spontaneität" und "dem Diktat eines fixen Werks" befasst.
P.S.: Die #39 ist heute Nachmittag dran.
astewes
Heute ist der letzte Sonntag vor der Passions Zeit
Wochenspruch:
Seht, wir gehen hinauf nach Jerusalem, und es wird alles vollendet werden, was geschrieben ist durch die Propheten von dem Menschensohn. (Lk 18, 31)
Herr Jesus Christus, dein Weg führt durch das Leiden zur Herrlichkeit. Wir bitten dich: stärke uns, wenn wir versuchen, deinen Weg mit zu gehen. Lass uns auf deine Nähe vertrauen, damit wir nicht verzagen. Hilf, dass wir am Ende mit einstimmen können in den Lobgesang deiner Engel. Das bitten wir dich, der du mit dem Vater und dem Heiligen Geist lebst und regierst von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen
Bach Kantate
BWV 23 - Du wahrer Gott und Davids Sohn
Midori Suzuki (soprano), Yoshikazu Mera (counter-tenor), Gerd Türk (tenor), Peter Kooij (bass)
Bach Collegium Japan, Masaaki Suzuki
Ich wünsche allen einen schönen Sonntag.
LG Fiesco
Ludwig Güttler und seine Virtuosi Saxoniae, die mal einen großen Bekanntheitsgrad genossen, sind mittlerweile schon sehr weit in den Hintergrund gerückt. Ich mochte die Aufnahmen, die meist bei CAPRICCIO oder BERLIN CLASSICS rauskamen, eigentlich immer ziemlich gerne. Heute höre ich mal diese Platte:
Johann Georg Pisendel
Sinfonia B-Dur
Violinconcerto D-Dur
Doppel-Oboenconcerto Es-Dur
Georg Philipp Telemann
Violinconcerto F-Dur
Virtuosi Saxoniae
Ludwig Güttler
(AD: Dresden, Lukaskirche, 1986 und 1987)
Grüße
Garaguly
