Haydnhaus und Schubert-Wohnung in Wien müssen erhalten bleiben.
Hier geht's zur Online-Petition. Jede (virtuelle) Unterschrift zählt!
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Das hört sich ja auf den ersten Blick etwas ignorant von der Stadt Wien an. Wo kann man denn lesen, was die Stadt vorhat und warum?
Sparmassnahmen genügen den Verantwortlichen der Stadt Wien als Argument für die Schliessung. Steht in der Petition. Wenn man bedenkt, dass Touristen Geld in die Stadt bringen (Hotel, Verpflegung, Steuern usw.) profitiert das Gemeinwesen beträchtlich davon, wenn die Gedenkorte offen bleiben.
https://www.diepresse.com/2040…hliesst-mehrere-standorte
Bei meinen zahlreichen Aufenthalten in Wien habe ich oft das Haus Kettenbrückengasse 6 besucht, in dem Schubert gestorben ist. Besagte Wohnung seines Bruders fand ich hinsichtlich ihrer Lage sehr authentisch. Man bekommt eine Vorstellung, wie im Wien des 19. Jahrhunderts gewohnt wurde. In der Literatur finden sich zudem viele anschauliche Beschreibungen und Zeitzeugenberichte. Die Stufen, über die Schuberts sterbliche Hülle nach unten getragen wurde, dürften noch dieselben sein. Immer war ich auf Neue sehr bewegt. Zu unterschiedlichsten Jahreszeiten fand ich das Museum selbst nicht überfüllt. Und nicht immer gaben sich die Besucher nach meiner Beobachtung als „Schubert-Verehrer:innen“ – wie sich die Initiatorin der Petition gegen die Schließung auszudrücken pflegt – zu erkennen. In der "Presse" finde ich den oben verlinkten Beitrag über Hintergründe. Selbst habe ich schon manche Schließung von prominenten Wohnstätten erlebt. Das ging so weit, dass mir vor langer Zeit hier in meiner Heimatstadt Berlin der Schreibtisch des Dichters der DDR-Nationalhymne Johannes R. Becher aus seinem Pankower Haus angeboten wurde. Auf Dauer sind solche Orte wohl nirgends sicher, was ich sogar nachvollziehen kann. Es sei denn, sie sagen viel aus, was über die einstigen Bewohner und deren Lebensgewohnheiten hinaus geht – wie das Goethe-Haus in Weimar, das durch Thomas Mann seinerseits sogar zur Kunst geworden ist. Die Gefahr, zum Heimatmuseum zu mutieren, lauert allerorten.
Zitat aus dem Bericht von Deutschlandfunk Kultur über die angebliche Schließung des Wiener Johann-Strauß-Museums: "Jetzt hat das erst 2024 eröffnete Museum Insolvenz angemeldet."
Ein Insolventsverfahren muss nicht zwangsläufig mit der Schließung enden.
