Es wurde in einem anderen Thread (Opernführer) die Frage aufgeworfen, ob nicht speziell im Tamino-Klassikforum gerne mit der Kenntnis über Komponisten und Werken der zweiten und dritten Garnitur, sowie längst Vergessenes ausgegraben und damit geprahlt wird, und man dadurch den Mainstream (auch wenn das Wort nicht gebraucht wurde)vernachlässige.
Solche Gedanken wurden schon in der Vergangenheit gelegentlich geäussert. Sogar gegen meine Person. Ich erinnere mich nicht an den Wortlaut, aber sinngemäss äusserte sich damals ein Mitglied des HIFI Forums.de positiv über meinen Weggang, weil Alfred ja zu jedem ausgefallenen Thema was sagen musste, was eine gewisse Unruhe ins Forum gebracht habe. Nun sei er weg - "und ich trauere ihm nicht nach. Ich kann ganz gut mit weniger Beiträgen im Forum leben - es ist wieder gemütlich hier. - und ich kann wieder bei allen Themen mitreden"
Dieser Einzelfall beschreibt ganz gut eine Anschauung von Foren- glücklicherweise meist in konkurrierenden Foren, die dann meist irgendwann an Themenmangel litten und dichtmachen mussten- oder wollten. Es gibt auch einen "Hass" gegen die "Vielschreiber" - vor allem von jenen, die selber nicht viel schreiben wollen. Aber - und ich sage das dezidiert - die "Vielschreiber" sind die Lokomotiven des Forums, und die "Kenner" ebenfalls
Ich habe hier immer die Meinung vertreten, daß es die "Nischenthemen", die "Raritäten" und das "kaum Bekannte" den Reiz dieses Forums ausmacht, und dass es mir piepegal ist oder ein Komponist "anerkannt" ist oder jahrelang unbeachtet blieb (wie z. B. Schubertts Sinfonien oder Ries oder Raff oder.....) - die Musik muß mir gefallen
Als spezieller Liebhaber von Kompositionen "unbekannter" Komponisten des 18. und frühen 19 Jahrhunderts habe ich hier natürlich einen klaren Standpunkt.
Als "elitäres" Forum mit 22 Jahren Laufzeit sehe ich unsere speziellen Themen als Kernkompetenz und (beinahe) "Alleinstellungsmerkmal" und dieses möchte ich einbetonieren wie die chinesische Mauer.
mfg aus Wien
Alfred
