Opernsaison 2026/27

  • Überrascht habe ich festgestellt, dass die Berliner Staatsoper das Programm für die kommende Saison schon sehr pünktlich veröffentlicht hat. Man kann es auf der Homepage einsehen. Fünf Premieren, sechs wenn man den Kinder-Freischütz mitrechnet, ist relativ wenig. Aber es sind interessante Premieren dabei: Humperdincks "Königskinder", Cavallis "La Calisto" oder Spontinis "La Vestale". Thielemann nimmt wieder den "Tristan" in Angriff (KFV, Nylund, Pape). Mich wundert, dass nur je zwei Wagner und Strauss auf dem Plan stehen.

    Beste Grüße von Tristan2511


    "Glaubt er, dass ich an seine elende Geige denke, wenn der Geist zu mir spricht?"

    (Beethoven zu Schuppanzigh)

  • Auch die Komische Oper hat das Programm veröffentlicht. Fünf Premieren, darunter "Madama Butterfly", "Krol Roger" von Szymanowski und Gershwins "Porgy and Bess". Im Repertoire kehren 13 Produktionen wieder u.a. "Akhnaten", "Eugen Onegin", "Zauberflöte" oder Händels "Semele". Besonders empfehlen kann ich Rimski-Korsakows "Der goldene Hahn". Die Inszenierung von Barrie Kosky hatte mir vor drei Jahren hervorragend gefallen.

    Beste Grüße von Tristan2511


    "Glaubt er, dass ich an seine elende Geige denke, wenn der Geist zu mir spricht?"

    (Beethoven zu Schuppanzigh)

  • Die Bayerische Staatsoper München ist wie immer unter den frühen Vögeln: Programm 2026/27

    Beim aktuellen Kratzer-Ring haben beide, "Siegfried" und "Götterdämmerung" Premiere. Insgesamt sind es satte 10 Premieren, darunter die seltene Tschaikowsky-Oper "Mazeppa", Brittens "Death in Venice", "Werther" und ein Projekt aus einem Monteverdi-Madrigal und einer modernen Oper namens "Koma/Il combattimento di Tancredi".

    Über 30 Repertoire-Produktionen kommen hinzu. Darunter natürlich "Rheingold" und "Walküre" für zwei Ring-Zyklen im Juli (also in etwa anderthalb Jahren).

    Beste Grüße von Tristan2511


    "Glaubt er, dass ich an seine elende Geige denke, wenn der Geist zu mir spricht?"

    (Beethoven zu Schuppanzigh)

  • Die Semperoper Dresden hat ebenfalls schon bekannt gegeben, wie die nächste Saison aussehen wird.

    8 Premieren (incl. Kinderoper) und ins Auge fällt sofort ein Pflichttermin für Wagnerianer: "Rienzi" wird zum Ende der Spielzeit in Dresden zu erleben sein. In der Titelrolle einmal mehr KFV (der seine Wagner-Sammlung damit erweitert).

    Im Repertoire sind über 20 mehr oder weniger Klassiker versammelt, darunter wieder "Die tote Stadt", der bunte "Rosenkavalier" von Laufenberg, "Der Wildschütz", "Fidelio", "Tosca" und Co.

    Beste Grüße von Tristan2511


    "Glaubt er, dass ich an seine elende Geige denke, wenn der Geist zu mir spricht?"

    (Beethoven zu Schuppanzigh)

  • Überrascht habe ich festgestellt, dass die Berliner Staatsoper das Programm für die kommende Saison schon sehr pünktlich veröffentlicht hat. Man kann es auf der Homepage einsehen. Fünf Premieren, sechs wenn man den Kinder-Freischütz mitrechnet, ist relativ wenig. Aber es sind interessante Premieren dabei: Humperdincks "Königskinder", Cavallis "La Calisto" oder Spontinis "La Vestale". Thielemann nimmt wieder den "Tristan" in Angriff (KFV, Nylund, Pape). Mich wundert, dass nur je zwei Wagner und Strauss auf dem Plan stehen.

    Es kommen wieder viele berühmte Sängerinnen u. Sänger an die Staatsoper. Du hast auf den Tristan verwiesen. Interessant finde ich, daß die Kupfer-Inszenierung wiederbelebt wird. Sie wurde ja durch die von Tscherniakow abgelöst.

    ..., eine spe*ifisch deutsche Kultur ist, jenseits der Sprache, schlicht nicht identifi*ierbar.
    -- Aydan Ö*oğu*

  • Die Oper Leipzig war auch so freundlich ihr Programm zu veröffentlichen. Gemeinsam mit Musikalischer Komödie sind elf Premieren, darunter "Eugen Onegin", "Il Trittico", "Figaro", "Die lustige Witwe" oder "Die Großherzogin von Gerolstein" zu bewundern. Dazu u.a. ein Mischabend unter dem Titel "O Fortuna" mit einer Verschränkung von Leoncavallos "Pagliacci" und Orffs "Carmina Burana", sowie die finnische Oper "Innocence" von Kaija Saariaho.

    12 Wiederaufnahmen (+ weitere 11 in der Musikalischen Komödie) versprechen ein recht abwechslungsreiches Programm!


    Nun warte ich gespannt auf Hamburg kurz nach Ostern und auch auf die DOB, die hoffentlich nicht so spät wie auch schon dran ist.

    Beste Grüße von Tristan2511


    "Glaubt er, dass ich an seine elende Geige denke, wenn der Geist zu mir spricht?"

    (Beethoven zu Schuppanzigh)

  • Die Staatsoper Hamburg hat das Programm heute bekannt gegeben. Wegen der Sanierung des Orchestergrabens findet die Spielzeit nur bis April im Stammhaus statt und klingt dann im Mai/Juni in der sog. Kuppel Hamburg aus. 9 Premieren, davon 7 größere Produktionen und ziemlich interessante noch dazu. Ich freue mich sehr auf Verdis "MacBeth". Auch "Dido and Aeneas", eine neue Produktion von "Eugen Onegin", "Guillaume Tell" und Humperdincks "Dornröschen" werde ich mir gerne anschauen. Dazu kommt eine interessante Doppelproduktion: Strawinskys "Petruschka" trifft auf Ravels "L'enfant et les sortilèges". Außerdem haben wir noch Henzes "El Cimarrón" als Premiere.


    Im Repertoire gibt es - wegen der kürzeren Spielzeit (in der Kuppel werden nur sehr wenige Stücke dargeboten) 'nur' 15 Stücke. Mozart scheint der größte Fokus zu sein: "Entführung", "Don Giovanni" und "Figaro" sind zu erleben. "Lucia di Lammermoor", das Doppel aus "Cavalleria Rusticana/Pagliacci", "Il Turco in Italia", "Un ballo in maschera" und "Carmen" sind zurück, nachdem sie in dieser Saison nicht auf dem Plan stehen. Das gilt auch für die einzige Wagner-Oper, "Die Walküre", in der Inszenierung von Claus Guth.


    Insgesamt ein abwechslungsreiches Programm, mit vielen Stücken auf die ich mich freue und interessanten Premieren. Viele Stärken, aber auch eine sehr deutliche Schwäche: Nur ein Wagner und kein einziger Strauss! Das ist schon ziemlich übel. So wie ich das verstanden habe, soll in der übernächsten Spielzeit, die wieder komplett an der Dammtorstraße stattfindet, der Fokus wieder eher auf Wagner/Strauss gelegt werden. Für die deutsche Spätromantik muss man als Hamburger also viel reisen...


    Programm Hamburgische Staatsoper

    Beste Grüße von Tristan2511


    "Glaubt er, dass ich an seine elende Geige denke, wenn der Geist zu mir spricht?"

    (Beethoven zu Schuppanzigh)

  • Das Opernhaus Zürich hat das Programm 2026/27 veröffentlicht.


    Progammbuch, 274 Seiten

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    Spannendes Projekt mit den drei Rachmaninow-Opern. "Aleko", "Der geizige Ritter" und "Francesca da Rimini" an einem Abend. Ich kenne die drei einstündigen Opern von CD-Einspielungen, habe aber keine je auf der Bühne gesehen.

    Beste Grüße von Tristan2511


    "Glaubt er, dass ich an seine elende Geige denke, wenn der Geist zu mir spricht?"

    (Beethoven zu Schuppanzigh)

  • "Francesca da Rimini" werde ich am Sonntag im Gelsenkirchener Musiktheater sehen. Gekoppelt mit Gianni Schicchi.

    What was the old saying? "If you think you might be drinking too much, then you are". (John Grisham,The Widow)

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