Wie erstelle ich meine eigene digitale Audiothek?

  • Ich benötige Hilfe. Denn ich streame zwar wie ein Weltmeister, aber ich speichere nicht. Damit habe ich auch keine eigene digitale Audiothek. Natürlich habe ich Lieblingsalben bei Qobuz in der dortigen "Bibliothek" abgelegt, aber damit stehen sie mir eben auch nur solange zur Verfügung, wie Qobuz sie zum Streamen anbietet - und ich Qobuz überhaupt nutze.


    In der Vergangenheit hatte ich immer mal CDs über ein externes CD-Laufwerk in meine Apple Music Mediathek gespeichert. Aber dies ohne Plan. Es waren vor allem CDs, die nicht zu streamen sind. Aber eine echte Idee steckte und steckt nicht dahinter.


    Eigentlich hatte ich mit einem Naim Uniti Core geliebäugelt, Der kleine dunkle Kasten sah gut aus und hätte mir Arbeit abgenommen. Aber das Gerät gibt es nicht mehr. Vermutlich weil alle - bis auf mich - eigene, weit günstigere Speichermöglichkeiten nutzen. Nur wie?


    Erschwerend kommt übrigens noch hinzu, dass ich seit meinem ersten Computer und in fester Treue beim Mac bin. Schon das Wort NAS macht mich nervös.


    Also: Wie habt ihr eure Audiotheken erstellt? Wie und womit rippt ihr?


    Und ja, bestimmt kann man die Antworten auf meine Fragen ganz problemlos im Netz finden. Leider tendiert das Netz auch in dieser Hinsicht zur Uferlosigkeit. Deshalb wäre ich für eure Erfahrungen und gezielten Hinweise dankbar.

    "Jein".

    Fettes Brot

  • Ich bin ja nach wie vor Anhänger von der eigenen DVD, BluRAY, SACD und CD. 8) Ich will die Aufnahmen grundsätzlich selber besitzen !!!


    Wenn ich Downloade - auf YT, dann nur zum Anhören - wenn mir die Darbietung gefällt, dann nehme ich das Konzert mit dem YT-Downloader auf und höre es erst dann ganz. Dann habe ich auch keine störende Werbung dabei.


    Ich arbeite auch gerne mit dem PC-Programm Mediathek View. Da kann man unendlich viele Konzerte die im TV waren in FullHD-Quali laden ... man gibt zum Beispiel ARTE Konzerte ein und bekommt alle Konzerte angezeigt, die in den letzten Jahren im TV waren; das Gleiche zum Beispiel mit ARD, ZDF und 3SAT ... unendliche Auswahl an LIVE Konzerten.


    Solche Streamingdienste, wo man nicht selber direkt mitschneiden/aufnehmen kann, kämen für mich gar nicht Frage. Dafür soll man auch noch Geld löhnen ... ? ...

    Von mir aus haltet das für Altmodisch, aber die ganz "Striimerei" ist nix für mich :P


    Diese Woche war ich beim Tamino NICO zu Besuch, der aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr aktiv sein kann. Er hatte bisher das Abo

    Digital Concert Hall | Berliner Philharmoniker. Das ist jetzt noch einmal weit über 160,-€ teurer geworden und von ihm gecancelt.

    Da man dort wegen der digitalen Sperre nicht aufnehmen kann, würde das ohnehin für mich nicht in Frage kommen !


    :cheers: Meine Audiothek ist mein Regal im WZ-Schrank mit den anfassbaren Medien und auf den PC-FP alles in übersichliche Ordner nach Komponisten in Video-Konzerte, Audio-Konzerte, Klassik und Elektronik eingeteilt !

    Gruß aus Bonn, Wolfgang

  • Lieber lohengrins,

    wenn das Wort "NAS" dich schon nervös macht, wird es schwer ;)

    Du kannst natürlich auf deinem PC in einer Orderstruktur deine eingelesenen CDs und gekauften Inhalte von Qobuz ablegen, bist aber dann immer in der Regel auf eine Lokation (dein PC) zum Abhören begrenzt und lebst mit der Gefahr, dass auf einen Schlag alles weg ist, wenn der Speicher deines Rechners ein Problem hat.


    Abhilfe könnte man hier mit regelmäßiger Sicherung auf einen externen Datenträger schaffen, was aber einen gewissen Aufwand und vor allem Disziplin erfordert.


    Vorteile eines NAS:

    - eine zentrale Stelle zur Musikablage, die von Streamern im ganzen Haus (Wohnung) abgerufen werden kann

    - bei Konfiguration mit zwei Festplatten eine automatische Sicherung der Musikbibliothek

    - Speicherplatz wesentlich günstiger, als beim Mac


    Ich persönlich habe meine ganzen CDs und die digitalen Käufe auf einem solchen NAS liegen und rufe dann die Musik wahlweise mit dem DAP oder einem der vorhandenen Streamer im Haus auf - da auf dem NAS auch ein (kostenloser) Musikserver läuft, kann auch bequem nach Interpreten, Komponisten o.ä. gesucht werden.

    Obendrein kommt mein Mac dann auch mit 512GB Speicher locker aus.


    Wenn man jetzt noch ein Sicherheitsfanatiker wie ich ist, stellt man ein zweites, kleineres NAS in einen anderen Raum und kopiert hier wöchentlich die Sachen nochmal rüber (natürlich automatisiert:))


    Grüße aus Mainz,

    Peter

  • Apple Music (ich verwende über Windows noch itunes) ist doch eine gute Lösung: Du kannst die Daten auf einer externen Festplatte verwalten und beliebige Listen erstellen und die Musik nach eigenen Vorstellungen editieren. Du kannst dort nach Komponisten, Werken und Künstler sortieren. Was braucht man mehr? Ich habe dort sehr viel Alben gespeichert. Allerdings verwende ich das Apple Format, Flac kann nicht eingelesen werden, das ist ein Nachteil.

  • Von mir aus haltet das für Altmodisch, aber die ganz "Striimerei" ist nix für mich

    Volles Verständnis. Ich habe auch keinen Kindle zum Lesen und habe mir manche BluRays ganz gezielt geholt, weil ich manche Filme auch ganz einfach "haben" will. Ich denke auch an meine Sammlung von bastille musique-CDs – also grundsätzlich bin ich bei dir. Andererseits weiß ich die Annehmlichkeiten und klanglichen Vorteile des Streamens und der Downloads einfach sehr zu schätzen.

    wenn das Wort "NAS" dich schon nervös macht, wird es schwer

    Ich weiß.

    Wenn man jetzt noch ein Sicherheitsfanatiker wie ich ist, stellt man ein zweites, kleineres NAS in einen anderen Raum und kopiert hier wöchentlich die Sachen nochmal rüber (natürlich automatisiert:))

    Natürlich;). (Als wenn ein NAS mich nicht schon überfordern würde.) Ich suche dann für mich vermutlich doch nach einer anderen Lösung mit einer Server oder oder oder

    Apple Music ist doch eine gute Lösung

    Jein. So sehr ich ein Mac-User bin, so wenig überzeugte mich Apple Music bislang. Beim Streamen nutzt es mir eh wenig, weil es über Airplay nur komprimierte Daten bereitstellt.

    Vielleicht muss ich ja auch den großen Aufschlag riskieren und mich mit Roon befassen.


    Danke für eure Anregungen!

    "Jein".

    Fettes Brot

  • Vielleicht muss ich ja auch den großen Aufschlag riskieren und mich mit Roon befassen.

    Wenn man ernsthaft eine rein digitale Sammlung anlegen will, ist das meines Erachtens erste Wahl. Man sollte aber die Kosten und die benötigte Zeit nicht unterschätzen und einen kleinen Invest in eine vernünftige IP Infrastruktur vor Ort wagen.


    Angefangen habe ich allerdings vor 20 Jahren (?) auch mit itunes unter Windows noch. Für 300 Alben reicht das allemal. Itunes kann mittlerweile das verlustfreie Fromat ALAC (Das FLAC der Veräppelten :P) womit man doch gut hören kann.

  • ... eine vernünftige IP Infrastruktur vor Ort ...

    Das hast du nur geschrieben, um mich zu vergraulen;). (Ich musste den Begriff natürlich googlen.)

    Man kann in itunes auch problemlos 5-10 tausend Alben verwalten.

    Ja. Damit sollte ich mich, was das Sortieren betrifft, wirklich intensiver befassen. Ich bräuchte dann aber auch eine Lösung (vielleicht über einen MacMini) dafür, dass ich die gespeicherten Alben direkt abgreifen könnte und nicht erst streamen müsste - weil ich auf letzterem Weg allerhöchstens CD-Qualität bekomme.

    "Jein".

    Fettes Brot

  • Das hast du nur geschrieben, um mich zu vergraulen ;) . (Ich musste den Begriff natürlich googlen.)

    Das war wirklich nicht meine Absicht! Durch meinen Beruf ist das zum Gebrauchsdeutsch mutiert. Sorry dafür! Ich wollte nur darauf aufmerksam machen, dass anders, als bei konventionellem Aufbau, hier der IP-Transport besonders bedacht werden muss. Dafür kann man sich viele Kopfschmerzen im Bereich CD-, SACD- und was weiß ich für Playern einfach sparen ... :)


    Ein Anfang mit itunes ist sicherlich sinnvoll. Man sollte aber von Anfang an darauf achten, die Files sinnvoll zu taggen. Das habe ich später bereut und musste alles nachholen ..

    ch bräuchte dann aber auch eine Lösung (vielleicht über einen MacMini) dafür, dass ich die gespeicherten Alben direkt abgreifen könnte und nicht erst streamen müsste - weil ich auf letzterem Weg allerhöchstens CD-Qualität bekomme.

    Der Mac Mini scheint mir nur nötig bei einer zentralen Lösung (setze ich für roon ein) Die Musikdateien würde ich immer auf einem NAS sichern.

  • Sorry dafür!

    Alles gut, wie das Zwinker-Smiley signalisierte, weiß ich, wie's gemeint war. Ist für mich eben kein Gebrauchsdeutsch. Aber ich bin auch immer wieder aufrichtig erschüttert, wenn ich in einem Forum für Aktiv-Lautsprecher mitbekomme, welchen Aufwand manche Experten betreiben, bei dessen sanfter Beschreibung ich nurmehr mit den Ohren schlackern kann – und umgehend weiß, dass ich diese Mühen gar nicht auf mich nehmen will, da sie für mich nicht mit dem Ertrag übereinkommen.


    Aber ich denke, dass es ja immer gut ist, über Fragen wie die vorliegende mal nachzudenken, weil man sich am Ende glücklichenfalls darüber klar wird, was man eigentlich will. Bei mir geht es darum, dass ich auf Musik, die mir wichtig ist, nicht verzichten möchte, sie verfügbar halten möchte. Das ist der Kern.


    Bei den CDs, die ich besitze, ist das Verfügen dank physischer Anwesenheit unproblematisch. Da ich mir unlängst einen CD-Player kaufte, und mich das gelegentliche Einwerfen von CDs auch nicht stört, fühle ich mich insofern safe. Eine andere Frage ist, ob ich vorhandene CDs rippen möchte, um die übliche Ebene des Musikhörens – hier das Streamen – nicht verlassen zu müssen. Da kommt mir dann vermutlich meine Faulheit oder vielleicht besser: meine Prioritätensetzung in die Quere. Ich verschiebe derlei lieber auf einsame Winterabende, und selbst dann finde ich vermutlich ein, zwei Dinge, die ich noch lieber erledigte. Also: mal sehen.


    Nur was ist mit Aufnahmen, die ich derzeit streame? Was, wenn diese aus dem Programm genommen werden, oder mein Streaming-Anbieter Pleite geht? Da wäre es ratsam, sie vorher downzuloaden. Ich habe das jetzt mal bei Bandcamp mit bastille musique-Alben praktiziert, was gut funktioniert. Diese Alben sind jetzt in meiner Apple Mediathek. Einige unverzichtliche Aufnahmen werde ich mir über Qobuz auf diesem Wege sichern.


    Dann geht es um den nächsten Schritt: verlustfreie Wiedergabe. Das ist mit Apple Music (iTunes) ein Problem, da man Apple üblicherweise nicht lossless streamt. Aber damit beschäftige ich mich dann im nächsten Schritt (bin auch insofern für Tipps dankbar). Wenn ich mein MacBook per usb-Kabel mit meinem DAC verbinde, bekomme ich derzeit nur CD-Qualität. Also auch da muss ich noch werkeln.


    Naja, und dann muss ich meine Mediathek auch noch etwas besser sortieren. Derzeit bin ich immer wieder überrascht, was ich da alles finde. Das kann auch interessant sein, ist auf Dauer aber etwas zu chaotisch. Also ist auch da noch zu tun.

    "Jein".

    Fettes Brot

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  • Danke. So ein Gerät steckt ja voller Überraschungen. Ich habe die (bereits installierte) App Audio-MIDI-Setup ins Spiel gebracht und konnte dann auch lossless hören. Funktioniert laut Adi-Dac problemlos. Sehr schön. Damit hilft mir Apple Music also entscheidend weiter, was mich freut.

    "Jein".

    Fettes Brot