Die Orchester der Welt — Tschechien

  • Tschechische Philharmonie

    Die Tschechische Philharmonie (tschech. Česká filharmonie) ist ein tschechisches (ehemals tschechoslowakisches) Sinfonieorchester mit Sitz in Prag.


    Die Orchestergeschichte beginnt im Jahre 1896. Bis 1901 war die Tschechische Philharmonie noch nicht völlig unabhängig vom Prager Nationaltheater. Die internationale Bekanntheit setzte während der Amtszeit von Václav Talich ein, unter dem 1929 auch die erste Schallplatteneinspielung des Orchesters gemacht wurde. Seit langem gilt die Tschechische Philharmonie als einer der führenden Klangkörper weltweit.


    Hauptspielstätte ist das Rudolfinum in Prag (zwischen 1948 und 1989 Dům umělců, Haus der Künstler, genannt).


    Chefdirigenten:


    Ludvík Čelanský (1901-1902)

    Vilém Zemánek (1903-1918)

    Václav Talich (1919-1931 und 1933-1941)

    Rafael Kubelík (1942-1948)

    Karel Šejna (1950)

    Karel Ančerl (1950-1968)

    Václav Neumann (1968-1990)

    Jiří Bělohlávek (1990-1992, 1. Amtszeit)

    Gerd Albrecht (1993-1996)

    Vladimír Válek (1996-1998)

    Wladimir Aschkenasi (1998-2003)

    Zdeněk Mácal (2003-2007)

    Eliahu Inbal (2009-2012)

    Jiří Bělohlávek (2012-2017, 2. Amtszeit)

    Semjon Bytschkow (seit 2018)

    Jakub Hrůša (ab 2028, designiert)


    »Und besser ist's: verdienen und nicht haben,

    Als zu besitzen unverdiente Gaben.«

    – Luís de Camões

  • Sinfonieorchester der Tschechischen Rundfunks

    Das Sinfonieorchester der Tschechischen Rundfunks (tschech. Symfonický orchestr Českého rozhlasu, SOČR; internat. auch Prague Radio Symphony Orchestra, PRSO) ist ein tschechisches (ehemals tschechoslowakisches) Sinfonieorchester mit Sitz in Prag.


    Die Wurzeln liegen im 1926 gegründeten Radiojournal-Orchester. Zeitweise gab es sogar zwei Orchester, die dem Rundfunk zugeordnet waren: Das Sinfonieorchester des Tschechoslowakischen Rundfunks sowie das Prager Radio-Orchester. Letzteres wurde 1964 aufgelöst. Mit Ende der ČSSR 1992 firmiert es seit 1. Jänner 1993 als Sinfonieorchester des Tschechischen Rundfunks.


    Die Hauptspielstätte befindet sich im Rudolfinum (1948-1989 Haus der Künstler) in Prag.


    Chefdirigenten:


    Jožka Charvát (1927-1945)

    Josef Hrnčíř (1946)

    Karel Ančerl (1947-1950)

    Alois Klíma (1952-1971)

    Jaroslav Krombholc (1975-1981)

    František Vajnar (1982-1985)

    Vladimír Válek (1985-2011)

    Ondrej Lenárd (2011-2017)

    Alexander Liebreich (2018-2022)

    Petr Popelka (seit 2022)


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    »Und besser ist's: verdienen und nicht haben,

    Als zu besitzen unverdiente Gaben.«

    – Luís de Camões

  • Prager Sinfoniker

    Die Prager Sinfoniker (tschech. Symfonický orchestr hlavního města Prahy FOK; internat. auch Prague Symphony Orchestra, PSO) ist ein tschechisches (ehemals tschechoslowakisches) Sinfonieorchester mit Sitz in Prag.


    Seine Wurzeln gehen zurück bis ins Jahr 1934. Es trat als FOK-Orchester (Orchestr F.O.K.; Abkürzung für ""Film-Opera-Koncert"") in Erscheinung. Zunächst betätigte man sich vor allem als Film- und Rundfunkorchester. 1952 wurde es zum offiziellen Klangkörper der Hauptstadt Prag, behielt aber das Kürzel FOK als Anhängsel bei und heißt seither Sinfonieorchester der Hauptstadt Prag FOK, im Deutschen meist abgekürzt als Prager Sinfoniker oder Prager Sinfonieorchester.


    Die Hauptspielstätte befindet sich im Prager Gemeindehaus mit dem berühmten Smetana-Saal.


    Chefdirigenten:


    Rudolf Pekárek (1934-1942)

    Václav Smetáček (1942-1972)

    Ladislav Slovák (1972-1976)

    Jindřich Rohan (1976-1977)

    Jiří Bělohlávek (1977-1989)

    Petr Altrichter (1990-1992)

    Martin Turnovský (1992-1995)

    Gaetano Delogu (1995-1998)

    Serge Baudo (2001-2006)

    Jiří Kout (2006-2013)

    Muhai Tang (2013-2014)

    Pietari Inkinen (2015-2020)

    Tomáš Brauner (2020-2025)

    Tomáš Netopil (seit 2025)


    »Und besser ist's: verdienen und nicht haben,

    Als zu besitzen unverdiente Gaben.«

    – Luís de Camões

  • Orchester des Tschechischen Nationaltheaters Prag

    Das Orchester des Tschechischen Nationaltheaters Prag (tschech. Orchestr Národního divadla), internat. Prague National Theatre Orchestra, ist ein tschechisches (ehemals tschechoslowakisches) Sinfonieorchester mit Sitz in Prag.


    Das Orchester ist der älteste noch aktive Klangkörper in Tschechien, dessen Wurzeln in der Zeit des Prager Interimstheaters (1862-1881/83) liegen. Bedřich Smetana war in den Jahren zwischen 1866 und 1874 federführend bei der Etablierung eines festen Opernorchesters. Die Eröffnung des Nationaltheaters erfolgte 1881, doch führte ein schwerer Brand im selben Jahr zu einer Verzögerung und zweiten Eröffnung 1883. Das Orchester zeichnete veranwortlich für die Premiere zahlreicher Opern und sinfonischer Werke von Smetana, Dvořák, Janáček und Martinů. Das 1886/87 erbaute Neue Deutsche Theater (so bezeichnet 1888-1939, danach Deutsches Opernhaus Prag 1939-1945, Theater des 5. Mai 1945-1949, Smetana-Theater 1949-1992, Staatsoper Prag seit 1992) wurde 2012 dem Nationaltheater eingegliedert; sie sind seither eine Institution.


    Spielstätte ist - selbstredend - das Prager Nationaltheater.


    Chefdirigenten:


    Adolf Čech (1881-1900)

    Karel Kovařovic (1900-1920)

    Otakar Ostrčil (1920-1935)

    Václav Talich (1935-1945)

    Jaroslav Krombholc (1948-1953 und 1961-1968)

    Zdeněk Chalabala (1953-1955 und 1959-1961)

    Bohumil Gregor (1955-1958 und 1970-1977)

    Zdeněk Košler (1979-1985 und 1988-1991)

    František Vajnar (1985-1987)

    Oliver Dohnányi (1992-1995 und 2003-2007)

    Jaroslav Kyzlink (2012-2013 und 2016-2022)

    Robert Jindra (2013-2014 und seit 2022)


    »Und besser ist's: verdienen und nicht haben,

    Als zu besitzen unverdiente Gaben.«

    – Luís de Camões

  • Philharmonie Brünn

    Die Philharmonie Brünn (tschech. Filharmonie Brno), internat. Brno Philharmonic Orchestra, ist ein tschechisches (ehemals tschechoslowakisches) Sinfonieorchester mit Sitz in Brünn.


    Die Gründung erfolgte im Jahre 1956 als Staatliche Philharmonie Brünn (tschech. Státni filharmonie Brno) infolge der Zusammenführung des Radio-Orchesters Brünn und des Regionalorchesters Brünn. Zum Jahresbeginn 2006 wurde die offizielle Bezeichnung in Philharmonie Brünn geändert.


    Die Hauptspielstätte befindet sich im Vereinshaus Brünn (Besední dům).


    Chefdirigenten:


    Břetislav Bakala (1956-1958)

    Jaroslav Vogel (1959-1962)

    Jiří Waldhans (1962-1978)

    František Jílek (1978-1983)

    Petr Vronský (1983-1991)

    Leoš Svárovský (1991-1995)

    Otakar Trhlík (1995-1997)

    Aldo Ceccato (1997-2000)

    Petr Altrichter (2002-2009)

    Aleksandar Marković (2009-2015)

    Dennis Russell Davies (seit 2018)


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    »Und besser ist's: verdienen und nicht haben,

    Als zu besitzen unverdiente Gaben.«

    – Luís de Camões