Concentus Musicus Wien - Originalklang Vorreiter

  • Da klingt eine gewisse Selbstsicherheit Mahlers mit durch den Blumenstrauß: wer würde es schon wagen - und warum? - Mahler umzuinstrumentieren? Wenn ich natürlich genau weiß, daß es nichts zu verbessern gibt, kann ich das auch problemlos mal anbieten ...

    Mahler hat ja selbst an seinen Partituren immer wieder herumgebessert nach verschiedenen Aufführungen... ;)

  • Aufgrund der Diskussion in einem anderen Thread höre ich gerade erstmals diese Aufnahme:



    Erster Eindruck, bezogen auf die Sinfonien Nr. 39 und 40: Vieles gefällt mir durchaus, aber die Temporelationen in der g-moll-Sinfonie muss man nicht verstehen. Durch den dritten Satz (ein "Allegretto") rast Harnoncourt ziemlich bissig durch, um dann den vierten Satz (ein "Allegro assai") als eher betuliches Allegro moderato (wenn überhaupt) runterzubuchstabieren.


    Welche revolutionäre angebliche HIP-Erkenntnis verbirgt sich denn hinter diesem Kuriosum? :)


    Nachher geht es dann noch an den Jupiter...


    LG :hello:

    "Was Ihr Theaterleute Eure Tradition nennt, das ist Eure Bequemlichkeit und Schlamperei." Gustav Mahler

  • Welche revolutionäre angebliche HIP-Erkenntnis verbirgt sich denn hinter diesem Kuriosum?

    Ich habe nur reingehört in die Hörschnipsel. Typisch Harnoncourt. Für mich hier zu extrem. Er spielt das, wie er darüber auch schreibt: Die Empfindsamkeit und Schönheit bei Mozart empfindet er als platt und glatt und sieht ihn als den klassischen Vertreter der barocken Klangrede. Da wird dann rhetorisiert und dramatisiert was das Zeug hält. Was dabei komplett verloren geht, ist die gerade bei Mozart so einnehmende Natürlichkeit. Ich kann mir nicht helfen: Das wirkt für mich einfach zu knallig, manieriert und affektiert. Davon abgesehen ist die Qualität des Orchesterspiels natürlich hervorragend. ^^