Komponisten karikiert:
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Etienne Carjat
Grotesques de la Musique
Die Worte muss man im Bild suchen. Sie stehen im Schattenwurf des Komponisten, der sich wie ein ausbreitender Gestank zeigt.
Die wenigsten dürfen dem Komponisten begegnet sein. Zum Vergleich mit der karikierten Physiognomie eine Fotografie von Nadar.
Auffällig ist der Lockenkopf. Bérloz scheint nicht zum Teil der männlichen Bevölkerung gehört zu haben, die an Glatzenbildung leiden.
Die in den Partituren geforderten Klangmassen werden bei seinen Zeitgenossen Widerspruch ausgelöst haben.
Ein Beispiel: Eine Aufführung der Grande Symphonie funèbre et triomphale aus unseren Tagen.
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nicht zu vergessen Franz Liszt, der Popstar des 19. jahrhunderts

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Mozart betreffend sind Karikaturen meist naiv, infantil oder peinlich.
Diese ist süß:

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Ähnlich beim King-of-Fragments:

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Hier eine Karikatur aus dem Jahre 1877. "Die Zukunft der Musik"
Wagner wird hier weniger bösartig dargestell als sonst in Karikaturen üblich. Bemerkenswert ist die Brille.
Es gibt kein einziges Photo wo er mit Brille dargestellt wird. Wir müssen abr davon ausgehen, daß er - wenn auch nur gelegentlich - ein solche getragen hat. Eine Karikatur soll das typisch hervorstreichen, nicht etwas hinzufügen, das keinen Aussagewert hat.
mfg aus Wien
Alfred
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Der Katze auf den Schwanz getreten; das trifft's wohl ...

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Anonymus
Niccolo Paganini, 1827
links unter der Abbildung steht 'Ego. Del.ᵗ '
Ego = Pseudonym für den britischen Illustrator M. Egerton, dessen Vorname nicht eindeutig bekannt ist.
Del. = delineavit
Also sollte die Darstellung von M. Egerton sein.
https://collection.sciencemuse…people/cp125076/m-egerton
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Anton Bruckner auf einer Fahrt nach Klosterneuburg 1885 (von Ludwig Grande 1865-1940)
mfg aus Wien
Alfred
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Eine schöne Anton-Bruckner-Karikatur ist diese von Otto Böhler (1847-1913).
Der Meister wird von seinen Kritikern verfolgt: den "Tintenbuben" Eduard Hanslick, Max Kalbeck und Richard Heuberger.
In diesem Fall ist es eine Karikatur, weil der Komponist gezeichnet wurde und eine Anspielung auf eine berühmte Vorlage ist.
Zu Otto Böhler gibt es einen Thread im Tamino Klassikforum. Dort findet man noch weitere Arbeiten und eine Erklärung zu diesem Bild.
Böhlers Scherenschnitte sind in meiner Einschätzung keine Karikaturen, sondern geben die Physiognomie der dargestellten Personen im Schattenriss wieder.
Scherenschnitte von Otto Böhler
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Diese Karikatur schuf Pier Leone Ghezzi
Der Name des Porträtierten wird zwar nicht erwähnt, geht aber aus der Anmerkung hervor: "Il Prete rosso Compositore di Musica che fece L’opera a Capranica del 1723".
Ins Deutsche übersetzt: Der rote Priester, Musikkomponist, der 1723 die Oper im [Teatro] Capranica schuf.
"Il Prete rosso" war der allseits bekannte Spitzname von Antonio Vivaldi, da er katholischer Priester war und auffallend rote Haare hatte.
„L’opera a Capranica“: Ghezzi bezieht sich auf Vivaldis Aufenthalt in Rom, wo er für die Karnevalssaison 1723 die Opern Ercole su'l Termodonte und Il Giustino im römischen Teatro Capranica zur Uraufführung brachte.








