VIVALDI - Die Fagottkonzerte

  • 37 vollendete (darunter 4 Bearbeitungen eigenener Oboen- resp. Violoncellokonzerte) und 2 unvollendete (reine) Fagottkonzerte werden im RV gelistet:


    C-Dur RV 466

    C-Dur RV 467

    C-Dur RV 468 (unvollendet)

    C-Dur RV 469

    C-Dur RV 470 (nach RV 447 resp. 448)

    C-Dur RV 471

    C-Dur RV 472

    C-Dur RV 473

    C-Dur RV 474

    C-Dur RV 475

    C-Dur RV 476

    C-Dur RV 477

    C-Dur RV 478

    C-Dur RV 479

    c-moll RV 480

    d-moll RV 481 (nach RV 406)

    d-moll RV 482 (unvollendet)

    Es-Dur RV 483

    e-moll RV 484

    F-Dur RV 485 (nach RV 457)

    F-Dur RV 486

    F-Dur RV 487

    F-Dur RV 488

    F-Dur RV 489

    F-Dur RV 490

    F-Dur RV 491

    G-Dur RV 492

    G-Dur RV 493

    G-Dur RV 494

    g-moll RV 495

    g-moll RV 496

    a-moll RV 497

    a-moll RV 498

    a-moll RV 499

    a-moll RV 500 (nach RV 463)

    B-Dur RV 501

    B-Dur RV 502

    B-Dur RV 503

    B-Dur RV 504


    Hinzu gesellen sich etliche Concerti, in denen das Fagott eine solistische Rolle spielt.


    Diese Concerti hat inzwischen Sergio Azzolini eingespielt:


    RV 471, 477, 484, 488, 493, 495, 503



    RV 470, 472, 483, 490, 496, 499, 504


    RV 481, 498, 501

    Oboenkonzerte RV 451 & 461; Konzert für Oboe & Fagott RV 545



    RV 469, 473, 491, 492, 498, 500



    RV 467, 476, 479, 481, 486, 489, 497




    RV 402, 466, 478, 487, 501, 468 / 399 & 482 / 406 (vervollständigt)


    Begleitet wird er vom Ensemble L'Aura Soave Cremona, die unter Diego Cantalupi leiden(schaftlich aufspielen) bzw. L'Onda Armonica. Aufgeflippter, virtusoer, musikalischer, künstlerischer geht es wohl kaum: diese Einspielungen verdienen das Prädikat trés gai oder very gay (an dieser Stelle bedauere ich, daß das Fagott im Englischen/Französischen Basso(o)n und nicht fagot heißt...).


    Einfach grandios!


    Besonders das g-moll-Konzert RV 495 möchte ich empfehlen: allein der zweite Satz mit diesem mark- und beinerschütternden Eingangston des Fagotts nach den Streichertakten, dessen Übergang zum Finalsatz, dessen An- und Abschwellen und Verhallen. Nie zuvor wurde ein Schlußton so dermaßen ausgekostet. Das Werk verschwindet einfach im Nichts, als sei nie etwas gewesen, als habe man die zuvor gehörte Musik einfach nur geträumt ...





    Hier ist nix mit Zuckerwatten-Toni; zumindest bei RV 495 handelt es sich um eines jener wenigen tiefgründigen Werke, die ich so sehr liebe - und das kann auch gleich neben KV 495 gestellt werden ...

    „Dem Klavier erzähle ich das, was ich Dir oft sagen würde.“
    (F. Chopin an Tytus)

  • Eine bislang wohl nicht beachtete Fagöttin am Vivaldi-Firmament:



    Konzerte RV 473, 474, 481, 484, 497, 501



    Konzerte RV 477, 485, 488, 493, 498, 500, 502



    Konzerte RV 479, 480, 483, 489, 496, 499


    Sophie Dervaux
    La Folia Barockorchester




    „Dem Klavier erzähle ich das, was ich Dir oft sagen würde.“
    (F. Chopin an Tytus)

  • Auch bereits vier Alben bietet an:



    RV 472, 482, 495, 498, 501



    RV 480, 497, 499, 502

    Oboenkonzert RV 450; Konzert für 2 Oboen RV 534; Konzert für Oboe & Fagott RV 545



    RV 494 & 500 u.a.



    RV 471, 483, 484, 490, 496 u.a.


    Miho Fukui, Barockfagott

    Amy Power, Barockoboe

    Dominik Wörner, Baß


    Ensemble F





    Mir gefällt, daß hier auch die Laute ihrem Namen alle Ehre macht. :S


    „Dem Klavier erzähle ich das, was ich Dir oft sagen würde.“
    (F. Chopin an Tytus)


  • Sergio Azzolini

    L'Aura Soave Cremona


    So besessen, wie Azzolini spielt, wundert der Beiname der folgenden Boygroup nicht ...



    Seung Joon Lee & Kumpels („I demoni“)

    „Dem Klavier erzähle ich das, was ich Dir oft sagen würde.“
    (F. Chopin an Tytus)

  • Zunächst einmal: Danke für diesen verdienstvollen Thread. Er hat mir (an sich im Besitz einer recht respektabelen Vivaldi-Sammlung) aufgezeigt, wie viele Lücken in meinen Beständen es noch gibt.

    Die meisten CDs in meiner Sammlung sind nicht nach Instrumenten des Solisten geordnet, sondern eher bunt durcheinandergewürfelt.

    Die einzige CD die sich speziell auf Fagottkonzerte spezialisiert hat ist diese hier:

    Ich habe sie vor rund 20 Jahren gekauft.

    OK, die ist nicht HIP. Im Gegenzug dafür ist sie nicht rabiat und rau, sondern nur klangschön. Ich habe soeben gesehen, daß Naxos damals eine ganze Serie veröffentlicht hat - und die noch alle lieferbar sind. Mal sehen....

    Die Aufnahmen mit Azzolini sind teilweise bereits gestrichen, jene mit Sophie Dervaux nicht Fisch und nicht Fleisch: Zwar ist "La Folia" ein Orchester mit zeitgenössischen Instrumenten, indes spielt die Interpretin auf einem modernen Instrument.........

    Wie ich es derzeit sehe, werde ich die Naxos Edition allmählich ausbauen und gelegentlich die eine oder andere HIP Einzelveröffentlichung erwerben....


    mfg aus Wien

    Alfred

    SPARE IN DER NOT - DA HAST DU ZEIT DAZU



  • Zunächst einmal: Danke für diesen verdienstvollen Thread. Er hat mir (an sich im Besitz einer recht respektabelen Vivaldi-Sammlung) aufgezeigt, wie viele Lücken in meinen Beständen es noch gibt.

    Vielleicht sind Fagottkonzerte etwas speziell, aber gerade sie machen für mich einen bedeutenden Teil von Vivaldis Œuvre aus - gleichwertig neben den Cellokonzerten: ich mag in beiden Fällen das tiefe Timbre der Instrumente und ziehe es jedwedem Gefiedel oder Gepfeife vor (Ausnahme: die quattro stagioni und RV 558). Schade indes, daß Vivaldi keine reinen Konzerte für die Gambe (Viola da Gamba) schrieb; gleichwohl hatte Jordi Savall mal eine CD herausgegeben, bei denen alle Werke inkludiert sind, bei denen die Viola da Gamba solistisch tätig ist (jedoch nie allein). Dazu in einem separaten Thread zu einem anderen Zeitpunkt.


    Ich kann verstehen, wenn einem Azzioli nicht liegt; er verschmilzt mit seinem Instrument und übt dadurch eine Faszination aus, die auf mich eine ähnliche Sogwirkung hat wie Roel Dieltiens mit seiner Schenkelgeige; da nutzt auch Exorzismus bei mir rein gar nichts.


    Die Aufnahmen mit Azzolini sind teilweise bereits gestrichen, jene mit Sophie Dervaux nicht Fisch und nicht Fleisch

    Bleibt noch Mihu Fukui mit ihrem Barockfagott und dem Ensemble F: das klingt alles sehr frisch und blumig und - wie w.o. erwähnt - sticht hier die Laute zuweilen ein wenig hervor, was ich klanglich sehr hübsch finde.

    „Dem Klavier erzähle ich das, was ich Dir oft sagen würde.“
    (F. Chopin an Tytus)

  • Besonders mag ich jene Concerti, die einen den „vier Bushaltestellen“ ähnlichen Erzählstil verfolgen:





    Einfach hinreißend! Besonders das Largo *kiss*

    „Dem Klavier erzähle ich das, was ich Dir oft sagen würde.“
    (F. Chopin an Tytus)

  • Auch hier zum Dahinschmelzen (falls die aktuellen Temperaturen nicht reichen sollten)



    Ich frage mich oft, welcher Teufel den venezianischen Pumuckl geritten haben mag, das Fagott aus seinem Schattendasein als Continuoinstrument so herauszureißen und quasi bloßzustellen ...


    Das Narrative - wenn nicht in den langsamen Sätzen - zeigt sich mitunter in den schnellen Sätzen; dieser hier könnte einer Barockoper entnommen sein, als seien die Gebrüder Broschi am Werk gewesen:



    Außerdem begegnet man mitunter Bekanntem:


    „Dem Klavier erzähle ich das, was ich Dir oft sagen würde.“
    (F. Chopin an Tytus)

  • Am Dienstag (siehe Beitrag Nr 5) habe ich Folge 1 der Naxos Serie mit Fagottkonzerten gehört und war wider Erwarten begeistert.

    Eigentlich war ich skeptisch. Ein eher unbekanntes Kammerorchester mit modernen Instrumenten, eine Aufnahme von 2003 wo sich inzwische stilistisch vieles geändert haben dürfte. Aber alles in allem eine gelungene Aufnahme einer insgesamt 5 Cds umfassenden Serie. Das Orchester, die "Nicolaus Esterhazy Sinfonia wurde 1992 gegründet, und zwar (wie ich vermutet hatte) als Orchester für die Aufnahmen von Naxos. Es spesite sich aus Mitgliedern große ungarischer Orchester, und hat keine betimmte Größe, die Zusammensetzung schwankt von Aufnahmeprojekt zu Aufnahmeprojekt. Geleitet wird das Orchester vom Flötisten und Dirigenten Bela Drahos (Es gibt auch eine Serie mit Flöptenkonzerten. Durch etliche gute Kritiken hat es sich dann aber gefügt, daß das Orchester auch öffentlich auftrat. Der gesamtklang ist warm, aber gleichzeitig durchsichtig und temperamentvoll, der Klang des Soloinstruments kommt über meine Lautspreche frappierend naturnah.. So war es nur logisch, daß ich eine weiter CD der genannten Serie erwarb. Und soeben habe ich sie mit Begeisterung gehört. Sie enthält sechs Konzerte, nämlich die Nummern RV 486, RV 475, RV 501, RV 488, RV 504 und RV467.


    Allerdings gibt es nur einen Videclip mit einem Konzert der Folge 3. Den ersten Satz von RV 472

    Um sich einen Eindruck zu verschaffen sollte das indes genügen.....;)



    mfg aus Wien

    Alfred

    SPARE IN DER NOT - DA HAST DU ZEIT DAZU



  • Einzelstück:



    Konzerte RV 472, 474, 480, 481, 483, 484, 500


    Alberto Grazzi, Barockfagott

    Ensemble Zefiro


    „Dem Klavier erzähle ich das, was ich Dir oft sagen würde.“
    (F. Chopin an Tytus)

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