Gänsehautstellen

  • Guten Abend,
    Gänsehautstellen gibt es viele, aber die ergreifendste für mich ist: Puccini, La Boheme, Che gelida manina, gesungen von Richard Tucker. :jubel: :jubel: :jubel:


    Gruß
    Holger

  • Lieber Stefan (oolong)!


    Dazu kann ich nur gratulieren!!! :yes:


    Ja, die St. Pauls-Suite ist schonein hübsches Werk. Du hast es erfasst. Ich würde sie auch nicht zu den wirklich bedeutenden Werken Holsts zählen. Aber jedes mal, sollte ich sie hören, stellt sich bei mir auch ein verdammt gutes Gefül ein. Und: der Mann konnte einfach wundervoll instrumentieren, findest Du nicht auch?


    Wenn ich noch eine kleine Empfehlung aussprechen darf: Probiere es doch bei Holst mal mit folgenden Werken (ich möchte keins davon missen!!):


    Perfect Fool - Ballettsuite - Ende des 2. Satzes ist für mich Gänsehautgarant....das ist zum Sterben schön...


    Choral Hymns from the Rig Veda - höre ich diese Tage rauf und runter (insbesonder Heft 3 hat es mir angetan...Frauenchor und Harfe....göttlich!)


    Savitri - Kammeroper - dauert ne halbe Stunde und trotzdem ist die ganze Geschichte erzählt. Ein wundervolels Werk.


    Tja, Planeten kennste schon, oder??? :D


    :hello:
    Wulf.

  • Hallo Wulf, hallo Johannes!


    ich habe neben " The Planets" und der oben empfohlenen Scheibe noch eine Naxos- Produktion mit der Beni-Mora Suite, Egdon Heath etc.


    Aber Eure Empfehlungen werde ich bei meiner nächsten Bestellung berücksichtigen! Ich kanns nur bestätigen,Holsts Instrumentationskunst ist vom Allerfeinsten!


    Sagt mal, muß ich mir eigentlich langsam Sorgen machen, daß mir als in der Renaissance und im Barock beheimatetem Hörer die spätromantischen Briten so gut gefallen... ? :D
    Aber dieser Farbenreichtum läßt wohl niemanden kalt!


    Herzliche Grüße
    Stefan

    Psalmen sprechen und Tee trinken kann niemals schaden!

  • Zitat

    Original von Oolong
    Sagt mal, muß ich mir eigentlich langsam Sorgen machen, daß mir als in der Renaissance und im Barock beheimatetem Hörer die spätromantischen Briten so gut gefallen... ? :D
    Aber dieser Farbenreichtum läßt wohl niemanden kalt!



    Hallo Stefan,
    nein, brauchst dir keine Sorgen machen. Mich hat es auch schon erwischt (böser Guercoeur :stumm: ).


    Schau mal hier: Oratorien der Hochromantik bis "Neoromantik" und folgende Beiträge. Da haben Guercoeur und klingsor etliche Empfehlungen gegeben, von denen ich bisher schon etliches hören konnte. Und fast immer mit Genuß. Eventuell ist da auch was für dich dabei?



    herzliche Grüße,
    Thomas

    Da freute sich der Hase:
    "Wie schön ist meine Nase
    und auch mein blaues Ohr!
    Das kommt so selten vor."
    - H. Heine -

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  • Zitat

    Original von Oolong
    Sagt mal, muß ich mir eigentlich langsam Sorgen machen, daß mir als in der Renaissance und im Barock beheimatetem Hörer die spätromantischen Briten so gut gefallen... ? :D
    Aber dieser Farbenreichtum läßt wohl niemanden kalt!


    Herzliche Grüße
    Stefan


    Nein. Renaissance-Musik und spätromantische Briten zeugen einfach nur von einem edlen Geschmack :D


    Ja, die Naxos-Scheibe habe ich auch. Die ist ganz nett, aber kaum zu vergleichen mit den vorher genannten - mit IMO einer Ausnahme. Hör Dir mal Egdon Heath an - was für ein fantastisches Werk - ganz zu BEginn, nachdem das Thema das erste mal vorgestellt, kommt diese irisierende Phase in den ganz hohen Streichern nichmal -gespentisch und bei mir gänsehauterregend.
    Eine Pastorale, der jede Wärme abgeht...


    Ansonsten gibt es die Werke wohl auch in etwas besserer Einspielung (ob auf CD weiß ich nicht), mir reicht aber die Naxos-Scheibe.


    Thomas:


    So ist es brav ;)

  • Von Thomas Quasthoff gesungen: Letztes Lied aus der Winterreise Der Leiermann " Willst zu meinen Liedern deine Leier drehn?"

    Freundliche Grüße Siegfried

  • Zitat

    Original von Wulf



    Nein. Renaissance-Musik und spätromantische Briten zeugen einfach nur von einem edlen Geschmack :D


    Wenn Du es sagst, MUSS es einfach die Wahrheit sein! :D :lips: :angel:




    Thomas: Dieser Thread scheint mir eine Fundgrube zu sein! Ich glaube,die britische Spätromantik hat in meinem Player eine nicht zu unterschätzende Zukunft vor sich!


    Gruß
    Stefan

    Psalmen sprechen und Tee trinken kann niemals schaden!

  • Hallo Stefan,


    da die englische Spätromantik bei Dir im Moment offenbar hoch im Kurs steht, möchte ich Dich auf einen Konzertmitschnitt aus dem Gewandhaus Leipzig mit einem traumhaft schönen chorsymphonischen Programm mit Werken von Holst und Vaughan Williams hinweisen, der am dieswöchigen Freitag, 09.02. von mehreren Radiosendern ausgestrahlt wird:


    Heute im Radio


    Und ich wünsche Dir, daß Dir die Werke genauso intensiv zu Herzen gehen wie neulich die St. Paul's Suite von Holst! :yes:


    LG
    Johannes

  • Danke SEHR Johannes!


    Da ich am Freitagabend voraussichtlich zu Hause sein werde,möchte ich dieser Empfehlung gern folgen: auf " The Perfect Fool" und die " Five Mystical Songs" bin ich gespannt - die Sea Symphonie kenn ich mittlerweile schon ein wenig ( 2 Aufnahmen im Schrank)


    Gruß
    Stefan

    Psalmen sprechen und Tee trinken kann niemals schaden!

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  • Ich weiß eine Stelle zu benennen, die momentan meine Gemütslage sehr sehr gut widerspiegelt.


    Es handelt sich um zwei Töne. Im ersten Satz der Trisonate BWV 526. Dort gibt es ein Thema, was vom Haupthema im ersten Satz abweicht. Es wird auch nur einmal gespielt. Dort werden zwei Töne lang ausgehalten. Da erzittere ich jedesmal, weil dies momentan sehr genau meinen Gemütszustand widerspiegelt.

    29.08.1958 - 25.06.2009
    gone too soon

  • Für mich absolut herausragende Momente boten:
    Bruckner, 4. Sinfonie, Coda des Finale unter Celibidache MPO
    Tschaikowsky, 6. Sinfonie Durchführung erster Satz Celibidache MPO


    Manche mögen das als schmalzig ansehen, die Partiturtreue mag sich auch in Grenzen halten - dafür empfinde ich das Resultat als überwältigend.


    Bemerkenswert: Mahler, 10. Sinfonie (Adagio) unter Sinopoli. Wenn einem da die dissonante Kulmination in breitestem Tempo um die Ohren gespült wird - das hat schon was. :-)



    Unabhängig vom Dirigenten: Beethoven, 7. Sinfonie 1. Satz. Wundervolle Musik. Einleitung, die Themen, Einsätze, die Coda - da gefällt mir einfach alles. Und der Rest der Sinfonie ist ebenfalls toll. :]

  • Zitat

    Original von Oolong
    Danke SEHR Johannes!


    Da ich am Freitagabend voraussichtlich zu Hause sein werde,möchte ich dieser Empfehlung gern folgen: auf " The Perfect Fool" und die " Five Mystical Songs" bin ich gespannt - die Sea Symphonie kenn ich mittlerweile schon ein wenig ( 2 Aufnahmen im Schrank)


    Gruß
    Stefan


    Grüß Dich Stefan,


    na hoffentlich wird es denn auch eine ordentliche Interpretation....


    LG
    Wulf.

  • Ich habe gerade eine weitere Gänsehautstelle erfahren.


    Der komplette zweite Satz der 3. Orchestersuite von Bach. Ich musste im Zug auf weiter drücken, weil mir die Tränen kamen und ich nicht wollte, dass man das sieht.


    Das ist wie ein Wiegenlied auf meiner eigenen Seele gespielt. Wenn ich mich dann genug ausgeweint hab, schlaf ich ein. ;(

    29.08.1958 - 25.06.2009
    gone too soon

  • Aus Schumanns Dichterliebe nach Texten von Heine (aus dem Buch der Lieder):


    16. Lied, letzter Vers:


    Wisst ihr, warum der Sarg wohl so gross und schwer mag sein?
    Ich legt auch meine Liebe und meinen Schmerz hinein.
    ;(

    Freundliche Grüße Siegfried

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  • Zitat

    Original von honigschlecker
    Für mich absolut herausragende Momente boten:
    Bruckner, 4. Sinfonie, Coda des Finale unter Celibidache MPO
    Tschaikowsky, 6. Sinfonie Durchführung erster Satz Celibidache MPO


    Manche mögen das als schmalzig ansehen, die Partiturtreue mag sich auch in Grenzen halten - dafür empfinde ich das Resultat als überwältigend.


    volle kongruenz meinerseits!
    v.a. bei der 4., diese tickende lebens/totenuhr...

  • Rigolettos Arie: Cortigiani,vil razza dannata, oder: Feile Sklaven,Ihr habt sie verhandelt.
    Insbesondere der Schluss bringt den ganzen Schmerz des Vaters über die verlorengeglaubte Tochter zum Ausdruck.

    Freundliche Grüße Siegfried

  • Häufig sind's nur kurze Sätze - aber die sitzen:


    Rheingold - wenn Alberich den Ring zückt, vor allem beim 2. MAl, wo er geknebelt ist


    Eugen Onegin - Der 1. Dialog zwischen Tatjana und Onegin "Und fühlen Sie sich nicht gelangweilt hier?"


    Rigoletto - Das Ende "Ach,jener Fluch des Alten"


    Rusalka - "Warum musst ich Dein eigen sein?"


    Königskinder - Der Todestraum, und da vor allem "Gestern? Ach nein - die Wolken lagen grau auf dem Moos. Im Höhlengestein"


    Traviata - "Doch jetzt nicht." "Anina. Bring mir den Mantel. Ich muss mit Dir gehen." BuHuHu!


    Hänsel und Gretel - Die Szene, wo sie im Spiel die Beeren aufessen und nicht merken, dass es dunkel wird. Hat irgendwas von Hitchcock: Drohende Gefahr und die Helden merken's nicht, nur die Zuschauer - und der Komponist :D


    Bohème - Der Beginn des 3. Aktes in der Winterkälte, diese Akkorde sind schneidend


    Norma - Finale


    Ivan Susanin - Finale


    Rosenkavalier - "Mir ist die hohe Ehre"
    - "Sigst es, da geht die alte Fürstin Resi?"


    Zauberflöte - "Wann also wird das Dunkel schwinden?"


    Mann, bin ich gefühlsdusselig. Mir fallen immer noch neue Szenen ein.


    Hoffmann - Das Motiv der Bösewichte
    - Tot! Oh mein Gott! Mein teures Kind! Antonia!


    Faust - Cèst une croix, qui de l'enfer nous garde
    - Beschwörung der Nacht


    Walküre - Wälse. Wälse. Wo ist Dein Schwert?


    Siegfried - Schmiedelieder


    Holländer - 1. Treffen Senta und Holländer, wenn sie noch die letzten Takte der Ballade summt und der Holländer plötzlich im türrahmen steht


    So, das soll jetzt erst mal genügen. Ich klappere schon mit den Zähnen.


    LG,


    Knuspi

  • Gustav Mahler: 1.Teil aus "Das Lied von der Erde"
    Das Trinklied vom Jammer der Erde (nach Li-Tai-Po)


    Schon winkt der Wein im gold'nen Pokale,
    Doch trinkt hoch nicht, erst sing' ich euch ein Lied!
    Das Lied vom Kummer
    Soll auflachend in die Seele euch klingen.
    Wenn der Kummer naht,
    Liegen wüst die Gärten der Seele,
    Welkt hin und stirbt die Freude, der Gesang.
    Dunkel ist das Leben, ist der Tod.
    Herr dieses Hauses!
    Dein Keller birgt die Fülle des goldenen Weins!
    Hier, diese Laute nenn' ich mein!
    Die Laute schlagen und die Gläser leeren,
    Das sind die Dinge, die zusammen passen.
    Ein voller Becher Weins zur rechten Zeit
    Ist mehr wert, als alle Reiche dieser Erde!
    Dunkel ist das Leben, ist der Tod.
    Das Firmament blaut ewig, und die Erde
    Wird lange fest steh'n und aufblühn im Lenz.
    Du aber, Mensch, wie lang lebst denn du?
    Nicht hundert Jahre darfst du dich ergötzen
    An all dem morschen Tande dieser Erde!
    Seht doch hinab! Im Mondschein auf den Gräbern
    Hockt eine wild-gespentische Gestalt!
    Ein Aff ist's! Hört ihr, wie sein Heulen
    Hinausgellt in den süssen Duft des Lebens!
    Jetzt nehmt den Wein! Jetzt ist es Zeit, Genossen!
    Leert eure gold'nen Becher zu Grund'
    Dunkel ist das Leben, ist der Tod!


    Gänsehaut pur!

    Freundliche Grüße Siegfried

  • Eine meiner "Gänsehautstellen" ist definitiv das Duett Philipp-Großinquisitor aus Don Carlos, gesungen von Nicolai Ghiaurov und Martti Talvela.


    Austria


    Danke Antracis ;-)

    Wir lieben Menschen, die frisch heraus sagen, was sie denken - vorausgesetzt, sie denken dasselbe wie wir (Mark Twain)

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  • Mir fallen spontan zwei "Erlebnisse" ein:


    1. Live, Verdis Requiem unter Abbado. Nicht die auf DVD und CD erhältliche Aufnahme, sondern eine Aufführung davor, Mitte der Neunziger Jahre in der Berliner Philharmonie, besetzt mit Studer, Lipovsek,Shicoff und Scandiuzzi.


    Nicht Gänsehaut, aber ich bekam ganz plötzlich echtes Herzklopfen (hatte ich noch nie in meinem Leben gehabt und auch seitdem nicht mehr! 8o)
    Und zwar genau beim Beginn des Kyrie durch den Tenor. Nicht etwa, weil Shicoff so überwältigend sang, sondern durch die Wirkung der Komposition. Erst dieses Crescendo und dann der Rhythmuswechsel plötzlich zusammen mit dem Schock des Tenoreinsatzes . Das hat mich echt umgehauen und ich kam in einen Rausch, der auch wirklich bis zum letzten Ton des Stückes dauerte. Merkwürdigerweise habe ich das nie mehr weder live noch auf Platte so empfunden. Aber solche Momente sind wohl auch rar im Leben.


    2. Auf CD: Der erste Akkord des Walhall-Themas in der Schlussmusik der Götterdämmerung unter Boulez. Ich hörte dass das erste Mal und es traf mich wie ein Blitz. Aus dem Rheinthema und diversen Bühnengeräuschen, vor allem Meeresrauschen und Wassergeplätscher zaubert der feinhörige Herr Boulez da plötzlich einen Zauberakkord, der so eindrucksvoll klingt, wie ich es sonst nie gehört habe. Da bekam ich eine echte Gänsehaut.



    Gruß
    Sascha


    gern geschehen, Austria ;-)

  • Warum entsteht eigentlich Gänsehaut beim Hören von Musik?

    "Play, man, play!" (M. Davis)
    "We play energy!" (J. Coltrane)

  • Im an Gänsehautstellen wahrlich nicht armen War Requiem von Benjamin Britten bewegt mich eine Passage im Offertorium ganz besonders: Wilfred Owen, dessen Gedichte Britten mit dem lateinischen Text des Requiems kombiniert, erzählt in einem der Gedichte die Geschichte von Abraham und Isaak nach. Der Ausgang in der Bibel ist bekannt: Abraham opfert am Ende den Widder und nicht seinen Sohn. Bei Owen geht die Geschichte anders aus. Er schlägt den Hinweis auf den Widder aus und opfert seinen Sohn:


    But the old man would not so, but slew his son, -


    ... and half the seed of Europe one by one ...


    Und dann setzt der Chor mit dem "Quam olim Abrahae promisisti..." ein.


    Ja, da bekomme ich Gänsehaut. Oder laufen mir Schauer über den Rücken?


    Christian

  • Gänsehaut z. B. immer bei Mozarts Adagio aus dem 23. Klavierkonzert, wenn das Orchester einsetzt.
    Bei Beethovens 6. dagegen, Anfang 5. Satz (4. muss natürlich davor erklingen) fängt man eher an zu weinen.

    "Das Große an der Musik von Richard Strauss ist, daß sie ein Argument darstellt und untermauert, das über alle Dogmen der Kunst - alle Fragen von Stil und Geschmack und Idiom -, über alle nichtigen, unfruchtbaren Voreingenommenheiten des Chronisten hinausgeht.Sie bietet uns das Beispiel eines Menschen, der seine eigene Zeit bereichert, indem er keiner angehört." - Glenn Gould

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  • Gerade eben:
    4. Satz aus Mahlers 9. unter Abbado. Und ausnahmsweise bin ich mal dankbar, dass der (beginnende) Applaus mal auf der Aufnahme belassen wurde. So bleibt man auch noch in der Spannung der letzten versiegenden, transzendenten Klänge, die sich später im Applaus entlädt.
    Da bekomme ich Gänsehaut.


    :hello:


    Gruß, l.

    "Jein".

    Fettes Brot

  • Das sind alles wunderbare enthusiastische Beschreibungen subjektiver Befindlichkeiten. Mich würde interessieren, welche psychovegetativen, vielleicht kollektiv unterbewussten (C.G.Jung) oder was immer reproduzierbare allgemein gültige menschliche Befindlichkeiten durch die Komponisten/Interpreten berührt worden sind, die in uns Gänsehaut auslösen. Ich weiss es ja selbst nicht, darum bediene ich mich der sokratischem Mäeutik (Hebammentechnik), um ein bissl weiterzukommen. Bitte um Hilfe - intellektuell, musikalisch und emotionell. Das soll im besten Wortsinn "provokativ" sein.

    "Play, man, play!" (M. Davis)
    "We play energy!" (J. Coltrane)

  • Zitat

    Original von klaus
    Warum entsteht eigentlich Gänsehaut beim Hören von Musik?


    Guten Abend,
    man weiß es noch nicht, warum z.B. Musik diese Reaktionen auslöst. Mir gefällt`s trotzdem. :yes:
    Hier 'http://www.wissenschaft-online.de/artikel/591742' steht es beschrieben.


    Holger

  • Ich persönlich habe es noch nie erlebt, "Gänsehaut" beim Hören von Musik zu bekommen.
    Gänsehaut wird ja üblicherweise eher mit negativen Gefühlen in Verbindung gebracht.
    Ich nehme am ehesten an, daß es sich um eine vegetative FEHLSTEUERUG handelt, ähnlich dem "hysterischen Lachen" (der terminus technicus ist obsolet- aber allgemein verwendet), das Nervensystem ist einfach überreizt...


    THEORETISCH sollte bei Eintreten angenehmer Gefühle der subjektive Eindruck der WÄRME entstehen, was "Gänsehaut" automatisch ausschliesst.


    Vielleich liegt es aber am bevorzugten Programmaterial mancher Forianer: Ich hab es noch nicht ausprobiert, aber bei "zeitgenössischer Musik" könnte ich mir einen Gänsehautschauer sehr wohl vorstellen ...... :baeh01:


    mfg
    aus Wein
    Alfred

    SPARE IN DER NOT - DA HAST DU ZEIT DAZU



  • Hallo allerseits,


    des öfteren habe ich miterlebt, dass Musikhörende fast so etwas wie Gänsehaut bekommen. Ich vermute, dass das keine vegetative Fehlsteuerung ist - ganz im Gegenteil. Sehr sensible Menschen empfinden nach meiner Ansicht sehr viel mehr als andere und sie reagieren deshalb vielleicht eher mit Gänsehaut. Große Sensibilität mag manchesmal nicht unbedingt positiv sein; aber beim Mitempfinden von Musik können so Hörende, denke ich, mehr genießen, als andere.


    Freundliche Sonntagsgrüße
    Belkanta

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