Klassiktermine im Fernsehen

  • Heute abend
    Freitag, den 13. Februar 2009, 20 Uhr


    In der Digital Concert Hall:


    Robert Schumann:
    Konzertstück für vier Hörner und Orchester F-Dur op. 86
    Klavierkonzert a-Moll op. 54
    Bernd Alois Zimmermann:
    Sinfonie in einem Satz für großes Orchester (2. Fassung von 1953)
    Robert Schumann:
    Symphonie Nr. 4 d-Moll op. 120 (Erstfassung von 1841)


    Berliner Philharmoniker
    Sir Simon Rattle Dirigent
    Radek Baborak Horn
    Stefan Dohr Horn
    Stefan de Leval Jezierski Horn
    Sarah Willis Horn
    Mitsuko Uchida Klavier


    Von der Website der Berliner Philharmoniker:
    Ein symphonisches Frühwerk in revidierter Fassung und – chronologisch nicht ganz streng genommen – die letzte Symphonie eines Komponisten in ihrer Urgestalt: Die Kombination Robert Schumann–Bernd Alois Zimmermann verspricht ein außergewöhnliches Konzerterlebnis.
    Schumann komponierte seine später als Vierte herausgegebene d-Moll-Symphonie 1841, unmittelbar nach der Ersten. Zehn Jahre danach unterzog er das Werk einer neuen Instrumentation, die viele musikalische Schönheiten der Urfassung überdeckte. Schon Johannes Brahms bevorzugte daher die frühe Version von Schumanns Vierter. Erleben Sie die selten gespielte Urfassung des Werkes im spannenden Kontrast mit Zimmermanns 1951 komponierter, zwei Jahre später überarbeiteter Symphonie in einem Satz.
    Abgerundet wird das Programm durch zwei konzertante Werke von Schumann: das klangschöne, zwischen Konzert, Symphonie und Fantasie changierende Klavierkonzert und – Romantik pur! – ein Konzertstück für vier Hörner und Orchester aus dem Jahre 1849.


    Soweit ich weiß, gibt es die Erstfassung der vierten Sinfonie als CD nur mit Gardiner auf historischen Instrumenten. Mir ist diese Aufnahme neben spieltechnischen Mängeln nicht romantisch genug, insofern bin ich sehr gespannt.(Eine Aufnahme desselben Konzertes vom 11.2. gibt am 21 2 im Radio um 20:04 zu hören, RBB Kulturradio)


    arimantas
    :hello:

  • Mo., 16.02.2009 - ARTE - 23.10-0.00 Uhr



    Oper entdecken - Teil 3
    F 2008 - 52:00


    Emmanuel Chabrier (1841-1894):
    L' Étoile (Der Stern) - Opéra Bouffe in 3 Akten 1877



    Interpreten:
    Monteverdi Choir,
    Orchestre Romantique et Révolutionnaire, Sir John Eliot Gardiner



    Eine Produktion der Opéra Comique, Paris, Dezember 2007
    Inszenierung: Jérôme Deschamps und Macha Makeïeff


    Regie: François Roussillon



    Wiederholung: So., 01.03.2009 - ARTE - 6.00-6.50 Uhr


    :hello:
    Johannes

  • Sehr gern geschehen, lieber TB! :D
    Ich kann allerdings nicht sagen, wie interessant diese Opernrarität ist, da ich sie selbst noch nicht kenne. :untertauch: Laß mich einfach mal überraschen. ;)


    :hello:
    Johannes

  • Auch von mir großen Dank für den Hinweis.


    Und ob sich diese Rarität lohnt.


    Schaut mal in diesem Thread nach, in dem ich das Werk eingehend beschrieben habe (leider bislang nur den ersten Akt :untertauch: ): Ein impressionistischer Komet - Emmanuel Chabrier 1841 - 1894


    Die Pariser Inszenierung kenne ich nicht, aber Gardiner hat das Werk schon in Lyon hervorragend dirigiert und eingespielt. Ich würde diese Stunde unbedingt aufnehmen, wenn ich auch nur im geringsten interessiert bin an:


    a) Oper und Operette


    b) französischer Musik


    c) intelligenten Texten


    und vor allem an brillanter und origineller, wenn nicht gar progressiver Musik


    :hello: Jacques Rideamus

  • Herzlichen Dank, lieber Jacques Rideamus, wiederum für Deinen hilfreichen Link und die ausführlichen Beiträge über das originelle Stück! :] :] :]


    :hello:
    Johannes

  • Ich hoffe, dass wenigstens Einige von Euch diese vorzügliche Dokumentation gesehen haben, denn sie gab sehr gute Einblicke in diese herrliche Operette. Leider kam die Musik etwas kurz, so dass zu hoffen steht, dass ARTE irgendwann auch die komplette Inszenierung sendet.


    Wer sie versäumt hat oder noch einmal etwas davon sehen will, kann das Titellied - in einer subotimalen Qualität - bei Youtube sehen und hören:
    "http://www.youtube.com/watch?v=KayhpIWFuog"


    Mehr dazu in Kürze im Chabrier-Thread hier: Ein impressionistischer Komet - Emmanuel Chabrier 1841 - 1894


    :hello: Jacques Rideamus

  • Zugegeben: dieser TV-Hinweis hat nix mit Klassik zu tun - aber mit einem großen Klassiker schon... ;):yes:


    Heute, 20:15 - phoenix


    Bernhard Victor Christoph Carl von Bülow genannt Loriot


    Am 12. November 2008 wurde Loriot 85 Jahre alt. Ein viel begabter Künstler, ein facettenreicher Mensch: In seiner Porträtcollage zeigt Klaus Michael Heinz den Werdegang des gebürtigen Brandenburgers und beleuchtet die unterschiedlichen Seiten des Mannes, der vielen nach wie vor als größter deutscher Humorist unserer Tage gilt. Was inspirierte ihn zu seinen Pointen? Wie arbeitete er? Von welchem Vorbild ließ und lässt er sich leiten? Was würde er ändern, könnte er noch einmal von vorne anfangen? Loriot hat sich zu diesen und anderen Fragen geäußert, in Interviews mit Reinhold Beckmann, Gero von Boehm, Axel Corti, Hellmuth Karasek, Marianne Koch, Lea Rosh, Gerhard Schmitt-Thiel und August Everding.
    Daneben gibt es private Aufnahmen und selbstverständlich zahlreiche Klassiker aus dem Loriot'schen Werk: Cartoons, Filmausschnitte, Ausflüge in die klassische Musik, TV-Sketche. Noch einmal zanken sich Herr Müller-Lüdenscheidt und Herr Dr. Klöbner über die Ente im Badewasser, eine deplazierte Nudel erweist sich als knallharter Romantik-Killer, ein Hund spricht über Talkshows, Frau Hoppenstedt macht ihr Jodeldiplom u.v.m.
    Ist Loriot denn zufrieden mit den ersten 85 Jahren seines Lebens? 'Ich habe zu viel gearbeitet', findet er, das sei auf Kosten seiner Kinder gegangen. Zwei Töchter haben er und seine Frau Rose-Marie, mit der er seit 1951 verheiratet ist. Wie es ausgerechnet er, der in seinen Sketchen doch immer wieder auf die Unvereinbarkeit von Mann und Frau hingewiesen hat, geschafft habe, eine so lange Ehe zu führen? In der Sendung 'Beckmann' musste Loriot darüber erst einmal nachdenken. Loriot schwieg, Beckmann schwieg - ein berührender Fernsehmoment.

  • Lieber Clemens,


    herzlichen Dank für diesen Hinweis auf Loriot, Deutschlands Komiker Nr. 1


    Das gibt mir Anlass genug, auf Deutschlands Komiker Nr. 2 hinzuweisen, der in diesen Tagen 100 Jahre alt geworden wäre:


    Donnerstag, 19. Februar 2009, 20.15 Uhr - ARD Fernsehen


    100 Jahre Heinz Erhardt
    Die besten Gags, die schönsten Sketche
    Das Erste würdigt den Kabarettist und Schauspieler Heinz Erhardt mit einer Geburtstagsshow.


    Näheres erfahrt ihr hier: Die Zehn-Pfennig-Oper - Heinz Erhardt zum 100. Geburtstag


    LG


    :hello: :hello:

    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)

  • Montag, 23.02., 23:00 - arte


    Oper entdecken
    Lohengrin von Richard Wagner


    'Der Existenzialismus Strindbergs und die Psychoanalyse Freuds sind dem inneren Kern des Dramas 'Lohengrin' enger verwandt als es der nationale Revanchismus der Kaiserzeit und der Führerkult des Nationalsozialismus dem äußeren Rahmen des Historienspektakels 'Lohengrin' sind.' Diese These stellte Regisseur Nikolaus Lehnhoff seiner Neuinszenierung von Wagners romantischer Oper voran. Seine gefeierte Inszenierung, eine Koproduktion des Festspielhauses Baden-Baden mit der Opéra Lyon, unter der musikalischen Leitung von Kent Nagano, ist die Grundlage der vorliegenden Dokumentation, die in Wagners Werk einführt.


    Wagners Oper beginnt mit einer Regierungskrise. Vor dem Kriegsauszug gegen Ungarn muss König Heinrich die Herrschaftsfrage in Brabant lösen. Friedrich von Telramund, ein brabantischer Edelmann, beschuldigt Elsa, die Tochter des verstorbenen Herzogs, des Mordes an ihrem Bruder Gottfried, dem Thronfolger. Sie selbst strebe mit einem unbekannten Liebhaber nach dem Thron.


    Auch Ortrud, Telramunds Ehefrau, fordert den Anspruch auf Macht ein. Elsa solle bei einem Spaziergang ihren Bruder ertränkt haben, lautet die Anklage. In Wirklichkeit ist er von Ortrud durch Zauberei in einen Schwan verwandelt worden. Lohengrin, der Sohn des Gralskönigs Parzival, wird ausgeschickt, die unschuldige Elsa vor falscher Anklage zu retten.


    Als Gralsritter darf er sich allerdings nicht zu erkennen geben, und so verbietet er Elsa, ihn nach Namen und Herkunft zu fragen. Zweifel und Intrige lassen sie jedoch nicht los, und da stellt sie trotz aller Versprechungen in der Hochzeitsnacht die verbotenen Fragen. Lohengrin offenbart, wer er ist und löst die Intrige um Elsas Bruder. Schließlich kehrt er zu den Gralsrittern zurück, da ein Gralsritter nur unerkannt die Kraft besitzt, für das Recht zu streiten. Ortrud gesteht die Verzauberung Gottfrieds und damit hat die Vertreterin alter Magie ausgedient: Der Schwan versinkt, und Gottfried - der wahre Herzog von Brabant - steigt aus den Fluten.


    Richard Wagner komponiert 'Lohengrin' in den Jahren 1845 bis 1848. Die Uraufführung im August 1850 in Weimar kann der Komponist nur aus der Schweiz miterleben, seine Beteiligung am März-Aufstand 1849 in Dresden zwingen ihn, ins Exil zu gehen. Wolfram von Eschenbachs 'Parzival' inspirierte ihn zur Komposition.


    Die großen Auftritte der Solisten Klaus Florian Vogt (Lohengrin), Solveig Kringelborn (Elsa), Waltraud Meier (Ortrud) und Tom Fox (Telramund) bilden das musikalische Gerüst der Dokumentation. Der Regisseur Nikolaus Lehnhoff, und der Dirigent Kent Nagano erläutern ihre persönliche Deutung und machen ihre aktuelle Inszenierung in einem Bühnenbild des Architekten Stephan Braunfels greifbar. Hintergründe zur Entstehung und der Person Richard Wagners runden das Wissenswerte über diese romantische Oper ab.

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  • Sonntag, 1. März 2009
    11.30-11.45 3SAT


    Friedrich Smetana: Die Moldau


    Aus dem Zyklus Sinfonische Dichtungen "Mein Vaterland"
    Aufzeichnung aus der Berliner Philharmonie, 1983


    Interpret:
    Es spielen die Berliner Philharmoniker
    Leitung: Herbert von Karajan

    »Und besser ist's: verdienen und nicht haben,

    Als zu besitzen unverdiente Gaben.«

    – Luís de Camões

  • Sonntag, 15. März 2009
    19.00-19.45 arte


    Menuhin spielt Bruch, Enescu und Beethoven


    Max Bruch: Violinkonzert Nr. 1 / Georges Enescu: "Moderato malinconio" aus der Sonate für Violine und Klavier Nr. 3 op. 25 / Ludwig van Beethoven: Violinkonzert op. 61
    43 min


    Interpret:
    Es spielen das Radio-Symphonieorchester Berlin
    Leitung: Ferenc Fricsay (1961)
    Hephzibah Menuhin (1973) und das London Symphony Orchestra
    Leitung: Sir Colin Davis (1962)


    Aus Anlass seines zehnten Todestages gedenkt ARTE der Geigenlegende Yehudi Menuhin mit einem Programmschwerpunkt. Menuhin wurde 1916 in New York geboren und war einer der größten Gegenvirtuosen des 20. Jahrhunderts. Er setzte sich nicht nur für die Musik ein, sondern auf für Frieden und Völkerverständigung. Nach dem Zweiten Weltkrieg war er - obwohl jüdischer Herkunft - einer der Ersten, der in Deutschland mit deutschen Orchestern auftrat, und der erste, der Werke deutscher Komponisten in Israel spielte.

    »Und besser ist's: verdienen und nicht haben,

    Als zu besitzen unverdiente Gaben.«

    – Luís de Camões

  • Heute abend


    Sonntag, den 1.März 2009, 20 Uhr
    In der Digital Concert Hall (via Internet):


    Berliner Philharmoniker
    Heinz Holliger Dirigent
    Thomas Zehetmair Violine


    Bernd Alois Zimmermann:


    Alagoana (Caprichos Brasileiros)
    Violinkonzert


    Robert Schumann:


    Fantasie für Violine und Orchester C-Dur op. 131
    Symphonie Nr. 1 B-Dur op. 38 »Frühlingssymphonie«


    arimantas


    :hello:


    P.S. Zum letzten Konzert: Es versteht sich von selbst, dass es eine reine Freude war, das selten gespielte Konzertstück für vier Hörner zu hören. Zumal es wohl nur wenige Orchester gibt, die über solch souveräne Hornisten verfügen. Interpretatorisch wäre wohl mehr heraus zu holen gewesen, aber dazu müßte man das Werk wohl öfter aufführen.


    Das Klavierkonzert von Schumann war für mich das zentrale Werk des Abends. Man merkte deutlich, daß das Werk den Philharmonikern vertraut ist. Mitsuko Uchida war vor allem, wie zu erwarten, in den Eusebius-Passagen äußerst überzeugend. Natürlich kam auf ihrem Niveau auch Florestan nicht zu kurz, da störte es es dann auch nicht sonderlich, daß Uchida in virtuossen Passagen souverän daneben griff (Kadenzen). Seltsamerweise schien mir die rechte Hand manchmal nicht pointiert genug. Obwohl die fast kammermusikalische Auffassung des Konzerts durch Rattle sympathisch ist, fiel mir der Dialog des zweiten Satzes von Seiten des Orchesters manchmal zu zurückhaltend aus.


    Die vierte Sinfonie kenne ich in der Erstfassung nur mit Gardiner. Rattle und die Berliner sind in allen Belangen überlegen, was vielleicht an meinem Vorurteil gegenüber originalem Instrumentarium liegt. Gardiner: Sehr flott, wenig Dynamik, nur laut und leise (ich weiß, ich übertreibe), keine Farben. Klar, daß die Strukturen hervortreten, eben Musik für Schwerhörige, die keine Nuancen hören wollen. Das mag, wie seinerzeit von der Kritik gefeiert, ein neuer Schumann sein, für mich eine kärgliche, um die blühende Romantik, Sehnsucht und Innigkeit, beraubte Version. Rattle nahm die Sinfonie sehr schnell, dadurch ging m.E. einiges an Poesie und Zerrissenheit verloren, trotz brillanter Philharmoniker, die in der Romanze mit Daniel Stabrawas (Violinsolo), Georg Fausts (Cellosolo) und Albrecht Mayer (Solooboe) reinster Poesie zu ihrem Recht verhalfen. Das Finale wirkte auf mich etwas gehetzt, was selbstverständlich auch eine Interpratationsicht sein kann. Allerdings sind dann Steigerungen kaum darstellbar. Ich denke dennoch, Brahms wäre zufrieden gewesen sein, der von der Urfassung von 1841 meinte, sie habe weit mehr "Charme, Leichtigkeit und Klarheit".

    Zu Zimmerman sollten sich Berufenere äußern. Ich habe das Werk erst einmal gehört.

  • Im Monat März bringt der ZDF-Theaterkanal einige Sendungen, die Robert Schumann gewidmet sind.
    Hier ist der Programmablauf:


    1) Robert Schumann: Frühlingssinfonie
    David Zinman leitet das Tonhalle Orchester Zürich
    Schweiz 2004
    Regie: Thomas Grimm


    Zitat

    Der Komponist hatte die "Frühlingssymphonie" geradezu in einen Schaffensrausch geschrieben. Nach einem für ihn sehr erfolgreichen "Jahr der Lieder" folgte 1841 ein "Jahr der Symphonie". In nur vier Tagen skizzierte er das vier Sätze umfassende Werk, das er in weniger als einem Monat am 20. Februar bereits fertig instrumentiert hatte. Als Motto wählte Schumann zwei Zeilen aus einem Gedicht des populären Zeitgenossen Adolph Böttger aus: "O wende, wende deinen Lauf / Im Tale blüht der Frühling auf". Die Uraufführung fand am 31. März im Gewandhaus Leipzig statt, vorgestellt von Felix Mendelssohn Bartholdy.


    Termine im ZDF-Theaterkanal:
    Fr, 06.03.2009 09:00 Uhr (45 min.)
    Mi, 11.03.2009 09:00 Uhr
    Sa, 14.03.2009 14:00 Uhr
    Mo, 16.03.2009 09:00 Uhr
    Do, 19.03.2009 14:00 Uhr
    Di, 24.03.2009 14:00 Uhr
    Sa, 28.03.2009 09:00 Uhr
    So, 29.03.2009 14:00 Uhr


    2) Anschließend der Film gleichen Namens:
    Frühlingssinfonie
    Film von Peter Schamoni

    Fernsehfilm, BR Deutschland 1985


    Clara Wieck - Nastassja Kinski
    Friedrich Wieck - Rolf Hoppe
    Robert Schumann - Herbert Grönemeyer
    Clara als Kind - Anja-Christine Preussler
    Mutter Schumann - Edda Seipel
    Felix Mendelssohn - André Heller
    Nicolo Paganini - Gidon Kremer
    Baron von Fricken - Bernhard Wicki
    Baronin von Fricken - Gisela Rimper
    Ernestine von Fricken - Sonja Tuchmann
    u.a. -


    Buch: Hans A. Neunzig
    Buch: Peter Schamoni


    Zitat

    "Frühlingssinfonie" erzählt die Liebesgeschichte zwischen Clara Wieck und Robert Schumann, aber auch die Geschichte der Haßliebe zwischen Schumann und Friedrich Wieck, dem Vater Claras, der seiner Tochter in mehr als väterlicher Liebe verbunden ist. Indem er ihre Karriere betreibt, will er sich selbst als Künstler verwirklichen. Der Kampf, den die beiden Männer um Clara führen, ist zugleich ein Kampf verschiedener Kunst- und Lebensstile, ein Kampf der Generationen. Höhepunkt des Films ist der Prozess, der um Schumanns und Claras Eheerlaubnis geführt werden muss. Für Wieck bricht eine Welt zusammen, er ist die tragische Figur der Geschichte. Schumann gewinnt Clara. Seine "Frühlingssinfonie" ist Ausdruck seiner Liebe, seiner Leidenschaft für Clara und Ausdruck eines nach vielen Rückschlägen errungenen Sieges. Der Schluß des Films lässt anklingen, dass es ein Sieg auf Zeit ist.



    Termine im ZDF-Theaterkanal:


    Fr, 06.03.2009 09:45 Uhr(103 min.)
    Mi, 11.03.2009 09:45 Uhr
    Sa, 14.03.2009 14:45 Uhr
    Mo, 16.03.2009 09:45 Uhr
    Do, 19.03.2009 14:45 Uhr
    Di, 24.03.2009 14:45 Uhr
    Sa, 28.03.2009 09:45 Uhr
    So, 29.03.2009 14:45 Uhr


    Anschließend ein Intermezzo: Die Pianistin Hélène Grimaud und Albrecht Mayer an der Oboe spielen Romanzen von Robert Schumann.


    Robert Schumann: Romanzen op. 94
    Deutschland 2006
    Mayer, Albrecht (Oboe)
    Grimaud, Helene (Klavier) (12 min.)


    3) Dann noch eine Erzählung von Helene Grimaud:
    Robert Schumann - Clara Wieck - Johannes Brahms
    Eine Künstlerbeziehung erzählt von Hélène Grimaud


    Dokumentation, Deutschland 2006


    Clara Schumann - Elsa Hanewinkel
    Robert Schumann - Volker J. Ringe
    Johannes Brahms - Sebastian Mirow
    Arzt - Norbert Funken
    Pfleger - Clemens Wallmeier
    Magd - Rita Lilienbecker
    Reiter - Dennis Lilienbecker
    Kind - Eline Sickmann
    Regie: Benedict Mirow


    Zitat

    Clara Schumann (1819 - 1896) ist eine der interessantesten Künstlerpersönlichkeiten des 19. Jahrhunderts, ein Star ihrer Zeit. Gespeist wurde die Kreativität der Pianistin und Komponistin durch den geistigen Austausch mit ihrem Mann Robert und ihrem langjährigen Weggefährten Johannes Brahms. Die drei Musiker verband eine enge künstlerische und menschliche Beziehung. Die international renommierte französische Pianistin Hélène Grimaud erzählt die Geschichte von Clara Schumann und ihren beiden Wegbegleitern. Das Filmporträt untermalt die Ausführungen und Musikinterpretationen Grimauds durch ausgewählte Szenen aus dem Leben Clara Schumanns, die die unterschiedlichen Facetten dieser lebenslangen Künstlerfreundschaft beleuchten.



    Termine im ZDF-Theaterkanal:
    Fr., 06.03.2009 11.45 Uhr (45 min.)
    Mi, 11.03.2009 11:45 Uhr
    Sa, 14.03.2009 16:45 Uhr
    Mo, 16.03.2009 11:45 Uhr
    Do, 19.03.2009 16:45 Uhr
    Di, 24.03.2009 16:45 Uhr
    Sa, 28.03.2009 11:45 Uhr
    So, 29.03.2009 16:45 Uhr


    LG


    :hello:

    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)

  • Heute abend in der Digital Concert Hall (via Internet)
    Sa. 7. März 2009, 20 Uhr


    Berliner Philharmoniker
    Gustavo Dudamel, Dirigent
    Viktoria Mullova, Violine


    Sergej Rachmaninow
    Die Toteninsel op. 29


    Igor Strawinsky
    Concerto en Ré für Violine und Orchester


    Sergej Prokofjew
    Symphonie Nr. 5 B-Dur op. 100


    Aus der Werbung der Berliner Philharmoniker:
    „Was die Vereinigten Staaten von Amerika, Venezuela, das unermesslich riesige russische Reich und die Kunst der schönen Klänge miteinander verbindet? Ganz einfach: unser Mann aus Caracas, Gustavo Dudamel. Der hochbegabte, junge Dirigent nämlich ist längst hinausgewachsen über reine Fiesta-Stimmung. Er dirigiert das klassische, das romantische und postromantische Repertoire wie ein alter Hase. Nicht zuletzt deswegen hat ihn das Los Angeles Philharmonic an seine Spitze berufen. Und so verwundert es nicht, dass Dudamel natürlich in der Lage ist, an einem Abend die Werke dreier russischer Komponisten zu dirigieren, von denen es jedes fürwahr in sich hat. Denn wer wollte behaupten, dass die Deutung der Symphonischen Dichtung Die Toteninsel von Sergej Rachmaninow auf das gleichnamige Bild Böcklins eine leichte sei? Wer Igor Strawinskys außerordentlich sprödes, aber gerade deswegen reizvolles Concerto en Ré für eine leichte Übung halten? Und wer Sergej Prokofjews furiose Fünfte Symphonie als eine ansehen, die man mal eben so in den Saal schmettert? Eben. Darum bergen Dudamels Auftritte an der Spitze der Berliner Philharmoniker und mit der fabelhaften Geigerin Viktoria Mullova als Solistin garantiert genügend Diskusssionsstoff. Das Anhören lohnt sich – bestimmt!“


    Auf jeden Fall dürfte es interessant anzuhören sein, wie sich Dudamel weiter entwickelt hat. Mit den bisherigen Veröffentlichungen auf CD hat ihm die DGG, bis auf „Fiesta“, keinen so großen Gefallen getan, indem sie den doch relativ jungen Dirigenten größter Konkurrenz ausgesetzt hat.


    arimantas


    :hello:


    P.S. Das letzte Konzert aus der Digital Concert Hall hat bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Beide Werke von Zimmerman kannte ich vorher nicht, deswegen hat es wenig Sinn sich über die Stücke oder die Interpretation zu äußern. Nur soviel, es ist mir endgültig klar geworden, welch genialer Komponist Bernd Alois Zimmermann war. Vor allem die für die Mitte des vorigen Jahrhunderts in Deutschland außerordentliche Sinnlichkeit dieser Musik hat es mir angetan. Die brasilianischen Capriccios "Alagoana" haben die Berliner zum ersten Mal gespielt und sie waren umwerfend, was sicher auch ein wesentliches Verdienst Holligers war. Wer mehr zum Werk hören will, sollte sich das Interview mit ihm anhören. Das Violinkonzert von Zimmerman, ein Frühwerk, wurde in einer Kritik als Leichtgewicht bezeichnet. Diese Einschätzung kann ich nicht teilen. In diesem dreisätzigen Werk ragt der erste Satz (Sonata) mit sehr lyrischen sowie tänzerischen Themen und vor allem der zweite Satz (Fantasia) hervor. Zimmerman wagt hier tiefes Pathos. Nach kurzem Aufruhr, Dies-irae-Zitat, entschwebt die Geige, ganz wunderbar einfühlsam Zehetmair, als einziges warmes Licht in einsame, unbehauste Höhen.


    Schumanns "Fantasie für Violine und Orchester" reicht sicherlich nicht an sein Violinkonzert heran, aber es war gut, an dieses elegische, unaufgeregte späte Werk Schumanns (ein halbes Jahr vor seinem Selbstmordversuch), erinnert zu werden. Die Frühlingssinfonie hat Holliger relativ zurückhaltend interpretiert. Ich vermute, daß die klangliche Emphase wie auch der dem Werk innewohnende Vorwärtsdrang unter dem Bemühen gelitten hat, die Sinfonie schlank zu halten. Beim zweiten Anhören hat mich diese Auffassung schon mehr überzeugt, denn Holliger macht erfahrbar, wie die Sinfonie in ihrer Vielstimmigkeit funktioniert. Es zeigt die Qualität der Berliner, daß sie Holligers Auffassung, dessen Zeichengebung, sagen wir mal, eigenwillig ist, so perfekt umsetzen konnte. Dennoch könnte ich mir vorstellen, daß die romantische Emphase der Sinfonie von Holliger, geschweige von den Berlinern, auch ohne Verdicklichung des Orchesterklangs zu realisieren möglich gewesen wäre.

  • Wer kennt sie nicht, die "Lucia"-Verfilmung mit Anna Moffo?


    Experten streiten sich noch heute, wer schöner ist: Die Diva Moffo als Lucia oder der Tenor Lajos Kozma als Edgardo....


    Und wenn es jemand nicht kennt, nochmal sehen will oder aufzeichnen - 3sat wiederholt den Film nächste Woche:


    Sonntag, den 15.03.2009 01:50 Uhr (also schon Montagmorgen!)

    Lucia di Lammermoor

    (in italienischer Sprache)
    Teatro dell'Opera in Rom, 1971
    Tragische Oper in 3 Akten von Gaetano Donizetti nach dem
    Roman "The Bride of Lammermoor" von Sir Walter Scott


    Lucia - Anna Moffo
    Ashton - Giulio Fioravantie
    Raimondo - Paolo Washington
    Edgardo - Lajos Kozma
    Alisa - C. Manzini
    u. a.
    Musikalische Leitung: Carlo Felice Cillario
    Inszenierung: Mario Lanfranchi
    Chor: Coro di Roma
    Libretto: Salvatore Cammarano
    Orchester: Symphonieorchester Rom


    Zitat

    Die Familie Lord Henry Ashtons, des Herrn von Lammermoor, ist mit der Familie Edgardo Rawenwoods seit langem verfeindet. Edgardo und Lucia, Henrys Schwester, lieben einander aber heimlich. Als Edgardo in diplomatischer Mission nach Frankreich geschickt wird, gelingt es Henry mit Hilfe von gefälschten Briefen, Lucia von Edgardos Untreue zu überzeugen. Nur so kann er seine Schwester zur Ehe mit dem reichen Lord Buclaw bewegen, die ihn vor dem Ruin rettet. In der Hochzeitsnacht tötet Lucia erst ihren Gatten, dann sich selbst. Als Edgardo den wahren Sachverhalt erfährt, erdolcht er sich, um im Tod mit der Geliebten vereint zu sein.
    Für das Textbuch zu Gaetano Donizettis Oper hat der Librettist Salvatore Cammarano die dramatischsten Stellen aus Walter Scotts Roman "DieBraut von Lammermoor" verwendet. Für die Regie zeichnet Mario Lanfranchi verantwortlich.


    LG


    :hello:

    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)


  • Anlässlich des 75. Geburtstages von Sir Roger Norrington sendet der SWR heute und am kommenden Sonntag die folgenden Beiträge:


    Sonntag, 08. März:




    Sonntag, 15. März:




    Freundlliche Grüße von Andrew

    „Nichts auf Erden ist kräftiger, die Traurigen fröhlich, die Ausgelassenen nachdenklich, die Verzagten herzhaft, die Verwegenen bedachtsam zu machen, die Hochmütigen zur Demut zu reizen, und Neid und Hass zu mindern, als die Musik.“

  • Leider eben erst entdeckt: gleich auf ARTE:


    Sonntag, 8. März 2009 um 09.45 Uhr
    Wiederholungen:
    Keine Wiederholungen
    Wolf
    (Deutschland, 2004, 130mn)
    ZDF
    Regie: Peter Schönhofer
    Bearbeitung: Sylvain Cambreling
    Choeographie: Gabriela Carrizzo
    Komponist: Wolfgang Amadeus Mozart
    Ausstattung: Bert Neumann
    Dramaturgie: Hildegard de Vuyst
    Interpret: Franck Chartier, Gregory Kamoun Sonigo, Juliana Neves, Klangforum Wien, Kurt Vanmaeckelberghe, Michael Lumana,
    Inszenierung: Alain Platel


    :hello: Jacques Rideamus

  • Heute abend
    Samstag, den 14. März 2009, 20 Uhr


    Berliner Philharmoniker
    Michael Boder, Dirigent
    Anja Kampe, Sopran


    Elliott Carter
    A Celebration of Some 100 x 150 Notes


    Robert Schumann
    Symphonie Nr. 3 Es-Dur op. 97 »Rheinische«


    Richard Wagner
    Wesendonck-Lieder


    Witold LutosBawski
    Konzert für Orchester


    Von der Website der Berliner Philharmoniker:


    "Ein bisschen ist das Jubiläum untergegangen im ganzen Messiaen-Wirbel. Deswegen sei an dieser Stelle noch einmal daran erinnert, dass im Dezember vergangenen Jahres ein Mann seinen 100. Geburtstag gefeiert hat, dessen Bedeutung für die Musikgeschichte wahrlich nicht zu unterschätzen ist. Das Loblied gilt dem amerikanischen Komponisten Elliott Carter, der hierzulande von vielen nach wie vor unterschätzt wird. In diesem Konzert besteht Anlass und Gelegenheit, dieses Vorurteil, das einem Fehlurteil gleichkommt (so man nicht ganz und gar glühender Anhänger des seriellen Dogmas und damit etwas engstirnig veranlagt ist), einer klingenden Überprüfung zu unterziehen. So ist beispielsweise Carters A Celebration of Some 100 x 150 Notes, ein vor Ideen nur so funkelndes Opus. Gleiches Lob kann ohne Wenn und Aber auch für die beiden anderen Orchesterwerke gelten, die an diesen Abenden zur Aufführung gelangen: Robert Schumanns Dritte Symphonie, die so genannte Rheinische, trifft auf Witold LutosBawskis Konzert für Orchester. Und dann wäre da noch ein Gesamtkunstwerker, nämlich Richard Wagner. Doch keine Angst, nicht der gesamte Ring wird hier gegeben, sondern seine Wesendonck-Lieder, ein Kleinod, das, zumal wegen der Solistin Anja Kampe, wärmstens empfohlen sei."


    Vor allem freue ich mich auf Anja Kampe, eine Stimme, die Wagner, Beethoven, Verdi, Puccini meistern soll - da bin ich doch sehr gespannt.


    arimantas


    :hello:


    P.S. Zum letzten Konzert mit Gustavo Dudamel:


    Natürlich ist es gut, daß junge talentierte Dirigenten Gelegenheit erhalten, mit erstklassigen Klangkörpern zusammenzuarbeiten, aber man sollte auch nicht zuviel erwarten. In der Regel sind auch begabte Dirigenten, erst ab Mitte vierzig wirklich interessante Interpreten. Das ist ganz gut bei Bernstein zu beobachten, dessen Werdegang auf Tondokumenten ganz gut dokumentiert ist oder heute bei Paavo Järvi. Eine ganz andere Ebene ist der Wunsch der Klassikindustrie mit Exotik (Venezuela) und Jugend volle Säle anzustreben.


    Ich empfand, daß Dudamel zu Rachmaninov den besten Zugang fand. Die sinfonische Dichtung wurzelt noch stark im vorigen Jahrhundert und kam als „Gefühlsmusik“ Dudamel entgegen. Dem Violinkonzert von Strawinsky kann man m.E. nicht mit der gleichen, „romantischen“ Einstellung begegnen. Hinzukommt, dass Viktoria Mullova das Stück gewiß technisch bewältigte, aber ihm keine Glanzlichter aufsetzte, wie es Stern in seiner schon klassische Aufnahme oder Vengorov in der Aufnahme mit Rostropowich gelang. Die 5.Sinfonie von Prokofjew, eigentlich seine klassische, gelang vor allem in seinen virtuosen Momenten (Allegro marcato), was bei diesem Orchester kein Wunder ist. Indes hat Karajan seinerzeit dem Orchester mehr Differenzierung bei Farben und Dynamik abgerungen, allerdings hat er sich bis zur seiner berühmten Aufnahme auch zehn Jahre Zeit gelassen. Warten wir also zumindest ab, was Dudamel in 10 Jahren zu sagen hat. – Inwiefern das heroische Pathos des letzten Satzes dieser „sowjetischen“ Sinfonie gebrochen ironisch zu nehmen ist, ist eine Frage, die Musiker dieses Jahrhunderts wahrscheinlich nicht mehr beantworten können.

  • Sonntag, 5. April 2009
    11.15-12.15 3SAT


    Franz Schubert: Messe Nr. 6 Es-Dur D 950
    Aufzeichnung aus der Hofburgkapelle Wien, 1976


    Interpreten:
    Peter Schreier und Werner Krenn (Tenor)
    Walter Berry (Baß)
    Herrenchor der Hofmusikkapelle
    Wiener Sängerknaben
    Hofmusikkapelle Wien
    Leitung: Karl Böhm


    In der Pfarrkirche Lichtental in Wien, nur zwei Gehminuten von Franz Schuberts Geburtshaus entfernt, lernte der Komponist als Schüler und Chorknabe früh die Kirchenmusik kennen. Schuberts Es-Dur-Messe entstand kurz vor seinem Tod im Jahr 1828 und wurde erst postum veröffentlicht. - 3sat zeigt eine Aufführung der Messe zum 80. Geburtstag des Sängers Walter Berry (1929-2000).

    »Und besser ist's: verdienen und nicht haben,

    Als zu besitzen unverdiente Gaben.«

    – Luís de Camões

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  • Freitag, 10. April 2009
    8.35-10.00 WDR


    Giuseppe Verdi


    Messa da Requiem
    Aufzeichnung aus der Kölner Philharmonie, 2007


    Interpreten:
    Violeta Urmana (Sopran)
    Olga Borodina (Alt)
    Ramón Vargas (Tenor)
    Ferruccio Furlanetto (Baß)
    dem Chor des Teatro Regio Turin und dem WDR Sinfonieorchester Köln
    Leitung: Semyon Bychkov

    »Und besser ist's: verdienen und nicht haben,

    Als zu besitzen unverdiente Gaben.«

    – Luís de Camões

  • Freitag, 10. April 2009
    22.50-1.25 ORF2


    Messiah


    Oratorium in drei Teilen von Georg Friedrich Händel
    aus dem Theater an der Wien


    Inszenierung:
    Claus Guth


    Händel hatte sich nach einer schweren beruflichen und gesundheitlichen Krise dem Oratorium zugewandt, als er 1741 von Charles Jennes einige Bibelstellen zugeschickt bekam. Der Messiah-Text beflügelte den Musiker: Er komponierte das Werk in nur 24 Tagen. In einer Koproduktion mit der Opéra National de Lorraine Nancy zeigt das Theater an der Wien eine szenische Inszenierung von Claus Guth.

    »Und besser ist's: verdienen und nicht haben,

    Als zu besitzen unverdiente Gaben.«

    – Luís de Camões

  • Sonntag, 5. April 2009
    9.50-11.00 SWR
    und
    Montag, 6. April 2009
    0.00-1.30 SWR


    Alcina


    Oper von Georg Friedrich Händel
    Aufzeichnung aus der Staatsoper Stuttgart, 2000


    Inszenierung:
    Josse Wieler und Sergio Morabito


    Das SWR Fernsehen sendet die Aufzeichnung von Händels 'Alcina' in zwei Teilen: Teil 1 wird von 9.50 - 11.00 Uhr, Teil 2 von Mitternacht bis 1.30 Uhr ausgestrahlt.

    »Und besser ist's: verdienen und nicht haben,

    Als zu besitzen unverdiente Gaben.«

    – Luís de Camões

  • Samstag, 11. April 2009
    0.00-2.55 MDR


    Johann Sebastian Bach: Matthäus-Passion BWV 244
    Aufzeichnung aus der Thomaskirche Leipzig


    Interpreten:
    Thomanerchor Leipzig
    Gewandhaus-Kinderchor Leipzig
    Gewandhausorchester Leipzig
    Monika Frimmer (Sopran)
    Bogna Bartosz (Alt)
    Martin Petzold (Tenor)
    Andreas Schmidt (Baß)
    Olaf Bär (Baß)
    Leitung: Thomaskantor Georg Christoph Biller


    Die "Matthäus-Passion" von Johann Sebastian Bach gehört zum Weltkulturerbe. Als das Werk am 11. April 1727 in der Leipziger Thomaskirche zur Uraufführung kam, war es für Bach zwar ein Höhepunkt, für die Gotteshausbesucher aber nur eine jener Musiken, die der Thomaskantor zu jedem kirchlichen Feiertag neu zu komponieren hatte. Deswegen waren Wiederholungen nur zufälliger Art. Für die wenigen späteren Aufführungen zu Lebzeiten des Komponisten nahm er vereinzelt Änderungen vor. So entstand die überlieferte autographe Partitur 1736. In dieser Fassung ist das Werk heute bekannt und erklingt auch so am Ort ihrer Uraufführung. Nach dem Tode Bachs 1750 geriet auch seine Musik in Vergessenheit, nur zu Studienzwecken erinnerte man sich ihrer. Mit der Wiederaufführung der "Matthäus-Passion" am 11. März 1829 durch Felix Mendelssohn Bartholdy rückte nicht nur die Musik Bachs wieder in den Mittelpunkt, sondern die Musik einer ganzen Epoche.

    »Und besser ist's: verdienen und nicht haben,

    Als zu besitzen unverdiente Gaben.«

    – Luís de Camões

  • Im April bringt der ZDF-Theaterkanal u.a. Händels Oratorium "Israel in Egypt" des Edinburgh Festival 1982:


    Israel in Ägypten
    Oratorium von Georg Friedrich Händel

    (Israel 1982)
    Irene Drummond, Sopran,
    Llyndall Trotman, Sopran
    Christine Cairns, Alt
    Stewart Paterson, Tenor
    John Hearne, Bass
    Stephan Roberts, Bass
    Regie: Elon Goitein
    Chor: Schottischer Nationalchor
    Chor: Edinburgh Festival-Chor
    Musikalische Leitung: John Currie
    Orchester: Jerusalem Sinfonie Orchester


    Zitat

    Bei der Uraufführung des Werkes am 4. April 1739 in England fühlten sich Händels Zeitgenossen überfordert. Die Resonanz auf das in jeder Beziehung barocke Werk, das eine mehrstündige Aufführungsdauer beanspruchte, war gering. Auch die daraufhin von Händel vorgenommene Anreicherung um einige Opernarien bescherte seinem Oratorium nicht den gewünschten Erfolg. Daraufhin entschloss sich der Komponist zu einer radikalen Kürzung bei der Drucklegung des Werks. Das israelische Fernsehen hat dieses Oratorium aus Anlass des Rückzuges der Israelis aus dem Sinai im Frühjahr 1982 am Ufer des Roten Meeres gegenüber der Pharaonen-Insel aufgezeichnet.


    Termine im ZDF Theaterkanal:


    Mi, 01.04.2009 14:00 Uhr (80 min.)
    So, 05.04.2009 09:00 Uhr
    Fr, 10.04.2009 09:00 Uhr
    Mo, 13.04.2009 14:00 Uhr
    Mi, 15.04.2009 09:00 Uhr
    Sa, 18.04.2009 14:00 Uhr
    Do, 23.04.2009 14:00 Uhr
    Mo, 27.04.2009 09:00 Uhr


    LG


    :hello:

    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)

  • Ostern bringt der ZDF-Theaterkanal Händels Oratorium "Saul":


    Saul
    Oratorium von Georg Friedrich Haendel

    Staatstheater Mainz, 2001


    Saul - James Moellenhoff
    Jonathan - John Pierce
    David - Jörg Waschinski
    Merab - Simone Kermes
    Michal - Janice Creswell
    u.a. -


    Bühnenbild: Roland Aeschlimann
    Inszenierung: Georges Delnon
    Kostüme: Marie Therese Jossen
    Musikalische Leitung: Catherine Rückwardt


    Zitat

    Charles Jennens, ein Freund Händels, nahm die Geschichte von König Saul aus dem Buch Samuel im Alten Testament als Vorlage. Mit einer differenzierten Zeichnung der Personen arbeitete Jennens den biblischen Stoff zu einem packenden Drama um. An dieser Stelle des Alten Testaments findet sich auch eine der ältesten Erzählungen über die heilende Kraft der Musik: Durch das Harfenspiel Davids wird König Saul von seiner Schwermut erlöst. Doch David vermag nicht nur mit seiner Musik die Herzen zu bewegen, sondern er ist auch ein ausgezeichneter Kämpfer: David besiegt die Philister und tötet den Riesen Goliath. Die Bewunderung des Volkes ist grenzenlos. König Saul dagegen beginnt David zu fürchten und ist voller Neid. Jonathan, Sauls Sohn, versucht seinen Vater davon abzubringen, David zu töten. Zum Schein lenkt Saul ein und vermählt David mit seiner jüngsten Tochter Michal. Doch der Friede ist trügerisch. Die Eifersucht des Königs auf David ist nicht zu zügeln. Sauls Mordversuchen entgeht David nur durch Flucht. Saul, am Beginn eines neuen Krieges mit den Philistern und von seinem Gott verlassen, sucht Rat bei der Hexe von Endor. Sie beschwört den Geist Samuels. Dieser prophezeit Sauls Untergang in der bevorstehenden Schlacht und die Krönung Davids zum König des Volkes Israel. Mit seinem Oratorium "Saul" schrieb Händel 1738 eines der großartigsten musikalischen Dramen der Barockzeit. In ihrer unkonventionellen, hochwirksamen Beziehung zur dramatischen Aktion und Charakterisierung der Figuren unterscheidet sich Händels Musik von den meisten zeitgenössischen Oratorien und nimmt opernhafte Züge an.


    Die Sende-Termine im ZDF-Theaterkanal:


    Di, 07.04.2009 19:40 Uhr(125 min.)
    So, 12.04.2009 19:40 Uhr
    Fr, 17.04.2009 19:40 Uhr
    Mi, 22.04.2009 19:40 Uhr


    LG


    :hello: :hello:

    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)

  • Sir Rogers Geburtstag geht noch weiter und beschwert uns auf SWR am Sonntag diese Sendungen. Ein Kompliment an den SWR, der sein orchester und seinen Dirigenten wirklich sehr schön aus diesem Anlass präsentiert.



    09.15
    Edvard Grieg: Peer Gynt Suite Nr.1 op.23
    9.15-9.30 Uhr: Die 'Peer-Gynt-Suite' gehört zu den bekanntesten Orchesterstücken der Romantik. Sie basiert auf dem gleichnamigen dramatischen Gedicht von Henrik Ibsen. Norrington dirigierte sie im Festspielhaus Baden-Baden, im Stuttgart Sound.



    09.30
    Die Brüder Capuçon spielen Brahms' Doppelkonzert
    9.30-10.05 Uhr: Der Geiger Renaud Capuçon und sein Bruder Gautier Capuçon, Violoncello, gehören zu den gefragtesten Konzertsolisten der jungen Generation. Neben ihrer Solokarriere zählt das Doppelkonzert von Brahms zu ihren Spezialitäten. Mit dem Radio-Sinfonieorchester Stuttgart des SWR, Dirigent: Sir Roger Norrington



    10.05
    Anton Bruckner: Sinfonie Nr. 6 A-dur
    10.05-11.00 Uhr: Majestätisch wie Bruckners Musik: der Dom zu Speyer. Dort fand während der Schwetzinger Festspiele 2001 eine Aufführung von Bruckners sechster Sinfonie statt. Mit dem RSO Stuttgart unter Sir Roger Norrington. Bruckner ohne Weihrauch!


    00.00 (Iss ja eigentlich schon Montag ...)
    Sir Roger Norrington: Wege zu Wagner
    0.00-1.00 Uhr: Sir Roger Norrington hat sich einen Namen gemacht mit der Aufführung von Musik des Barock und der Wiener Klassik in historischer Spielweise. Auch für bei Richard Wagner kommt er zu überraschenden Ergebnissen.



    So etwas wünschte ich mir auch für den NDR ... Anlässe gibt es doch eigentlich immer - denkt Andrew

    „Nichts auf Erden ist kräftiger, die Traurigen fröhlich, die Ausgelassenen nachdenklich, die Verzagten herzhaft, die Verwegenen bedachtsam zu machen, die Hochmütigen zur Demut zu reizen, und Neid und Hass zu mindern, als die Musik.“

  • ZDF Theaterkanal :


    Gustav Mahler Das Lied von der Erde :jubel: :jubel: :stumm:


    Israel Philharmonic Orchestra unter Leonard Bernstein
    BR Deutschland 1974
    Konzert


    Mi.04.2009 09:00 Uhr(66 min.)
    Sa 04.04.2009 14:00 Uhr(66 min.)
    Do, 09.04.2009 14:00 Uhr(66 min.)
    Mo, 13.04.2009 09:00 Uhr(66 min.)
    Sa, 18.04.2009 09:00 Uhr(66 min.)
    Di, 21.04.2009 14:00 Uhr(66 min.)
    Do, 23.04.2009 09:00 Uhr(66 min.)
    So, 26.04.2009 14:00 Uhr(66 min.)
    Diese Wiedergabe unterscheidet sich sehr deutlich von Lennys mit den Wienern und weist darauf hin, dass sich Lenny – wie auch bei anderen Mahler-Wiedergaben - nicht mit einer einzigen Lesart zufrieden gab.


    (Nebenbei im ZDF-Theater-Kanal wird endlich wieder mal „Heldenplatz“ gesendet. Das ist Bernhard vom Feinsten und eines der fetzigsten Theaterstücke. Hier die Termine:
    Fr, 03.04.2009 19:00 Uhr(195 min.)
    Mi, 08.04.2009 19:00 Uhr(195 min.)
    Mo, 20.04.2009 19:00 Uhr(195 min.)
    Sa, 25.04.2009 19:00 Uhr(195 min.)
    Do, 30.04.2009 19:00 Uhr(195 min.))



    :hello:

  • Montag, 13. April 2009
    8.40-10.05 HR


    Konzert im Vatikan für Papst Benedikt XVI.


    Werke von Wolfgang Amadeus Mozart und Antonín Dvorák
    Aufzeichnung aus Rom, 2007


    Interpret:
    Hilary Hahn (Violine) und dem Radio-Sinfonieorchester Stuttgart des SWR
    Leitung: Gustavo Dudamel


    Im April 2005 war die Sensation perfekt: Der deutsche Kardinal Josef Ratzinger wurde zum ersten Papst aus Deutschland seit 480 Jahren gewählt. Am 16. April 2007 feierte Papst Benedikt XVI. seinen 80. Geburtstag - ein Ereignis, das besonders in Deutschland, aber auch in der ganzen Welt wahrgenommen wurde. Dem weltweit renommierte Radio-Sinfonieorchester Stuttgart des SWR kam die Auszeichnung zuteil, das Geburtstagskonzert zu Ehren Papst Benedikts XVI. auszurichten. Es fand in der päpstlichen Audienzhalle im Beisein von 7.000 Gratulanten aus aller Welt statt. Als Dirigenten konnte das neunzigköpfige Orchester für diesen Höhepunkt in seiner Orchestergeschichte den 25-jährigen Gustavo Dudamel aus Venezuela gewinnen. Dudamel gehört zur Weltelite der musikalischen Newcomer. Im Mittelpunkt der Darbietung steht der Lieblingskomponist des Papstes: Wolfgang Amadeus Mozart mit seinem Konzert für Violine und Orchester in G-Dur KV 216. Solistin ist die junge amerikanische Star-Geigerin Hilary Hahn. Doch auch das zweite Werk - Antonín Dvorák 9. Sinfonie "Aus der neuen Welt" - ist für den Papst, der Tradition mit Moderne verbindet, nicht ohne Bedeutung.

    »Und besser ist's: verdienen und nicht haben,

    Als zu besitzen unverdiente Gaben.«

    – Luís de Camões

  • Sonntag, 26. April 2009
    11.15-12.00 HR


    Deutschland, deine Künstler


    Thomas Quasthoff
    Dokumentarreihe, Deutschland, 2008


    Autor:
    Film von Reinhold Jaretzky


    Thomas Quasthoff beherrscht das gesamte Repertoire vom Schubert-Lied bis zum Bach-Oratorium, singt Opern auf der großen Bühne, gibt Gastspiele auf der ganzen Welt. Der Bassbariton ist ein vitaler, virtuoser Gesangskünstler, mit und trotz seiner körperlichen Behinderung. Publikum und Kritiker schätzen ihn als besten deutschen Konzertsänger seiner Generation. Dirigenten wie Daniel Barenboim, Claudio Abbado, Kurt Masur und Sir Simon Rattle arbeiten regelmäßig mit ihm zusammen. Der Bassbariton mit Professur für Gesang an der Berliner Musikhochschule "Hanns Eisler" ist zudem ein begeisterter Jazz-Hörer und inzwischen auch Jazz-Interpret. In dem Filmporträt ist Quasthoff zusammen mit Simon Rattle und den Berliner Philharmonikern zu sehen, in Salzburg bei der Aufführung von Joseph Haydns "Schöpfung" sowie bei Konzerten in Wien und Hannover. Als Jazz-Sänger präsentiert er sich auf der Dresdener Aids-Gala sowie in der Komischen Oper Berlin. In der "Fitzoblong"-Show seines Bruders Michael fungiert er als Kabarettist und Entertainer. Der Film zeigt auch den privaten Alltag des Sängers, der, 1959 im niedersächsischen Hildesheim als ein so genanntes Contergan-Kind geboren, durch seine körperliche Konstitution nicht für eine Bühnenkarriere prädestiniert war. In seiner hannoverschen Villa erzählt er von seinem Contergan-Schicksal und von dem Wunder seiner Sängerkarriere. In Hannover begleitet ihn die Kamera an die Orte seiner Vergangenheit: zur Klinik, wo er die ersten zwei Lebensjahre verbrachte, an die Universität, wo er Jura studierte, ins NDR-Hörfunkstudio, wo er als Radiomoderator tätig war. Schließlich ist Quasthoff auch als Professor beim Gesangsunterricht zu sehen. Zu Wort kommen Freunde, Kollegen und Wegbegleiter, darunter Sir Simon Rattle, seine Frau Claudia, die Freundin und Schriftstellerin Felicitas Hoppe, der Bruder und Journalist Michael Quasthoff, der Künstler und Jugendfreund Andy Arbeit sowie die Quasthoff-Bewunderer Anna Netrebko, Udo Jürgens, Bill Clinton und Gerhard Schröder.

    »Und besser ist's: verdienen und nicht haben,

    Als zu besitzen unverdiente Gaben.«

    – Luís de Camões

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