Dvorák und seine drei großen Konzerte - Welches ist euer Liebstes?

  • Hallo Taminos und Paminas!


    Ich sitze gerade eben in meinem kleinen Zimmerchen, es läuft Dvoráks Streichquartett Nr.11 und ich hänge meinen Gedanken nach.
    Sie gehen mal dort und mal dort hin. Mein Blick wandert zum CD-Regal - die Gedanken zu einem Thread im Forum, wo ich folgendes schrieb:


    Zitat

    von mir im Thread zu Dvoráks Streichsextett
    Ja, das Streichsextett ist sicherlich nicht so sehr bekannt.
    Aber mal im Ernst, was ist das schon von Dvorák - neben den drei großen Konzerten, den letzten drei Symphonien und den letzten drei Streichquartetten?
    (Mensch, mir fällt gerade diese dreifache Trilogie auf...)


    Mir fiel ein, dass da natürlich noch die Slawischen Tänze sind...
    Aber ich dachte auch daran einfach mal zu fragen, was eure Lieblingssymphonie von Dvorák ist. Kam mir dann aber dumm vor, weil ich ja selbst nur die letzten drei bisher kenne.


    Also kamen mir die drei großen Konzerte in den Sinn:


    Klavierkonzert g-Moll op.33
    Violinkonzert a-Moll op.53
    Cellokonzert Nr.2 h-Moll op.104


    Eine ganz simple Frage: Welches dieser drei Konzerte schätzt ihr am meisten?


    Ich denke so ziemlich jeder Forianer kennt sie alle.
    Es wäre toll, wenn ihr vielleicht zu eurer Wahl einen entsprechenden Kommentar machen könntet, weshalb ausgerechnet dieses Konzert eure Nummer Eins ist und nicht die anderen beiden.


    Vor ein paar Tagen oder Wochen haben Peter und ich das schon einmal per E-Mail gemacht.
    Ich finde das ganz interessant. Wo sind eure Vorlieben...


    Vielen Dank und lieben Gruß, Maik


    PS: Meine Stimme folgt im Verlauf der Wahl. Um die Auswertung kümmere ich mich selbstredend alleine...

    Wie ein Rubin auf einem Goldring leuchtet, so ziert die Musik das Festmahl.


    Sirach 32, 7

  • Zitat

    Original von Maik
    Eine ganz simple Frage: Welches dieser drei Konzerte schätzt ihr am meisten?


    Hier brauch ich überhaupt nicht nachzudenken, die Antwort ist klar:


    Klavierkonzert Op. 33 in der Interpretation des absoluten Dreamteams: Sviatoslav Richter und Carlos Kleiber.


    Begründung? Unnötig. ;)


    Gruß, Cosima

  • Drei weitere sehr bekannte Werke (alle wesentlich bekannter als das Klavierkonzert, was immer noch trotz diesem Forum ein ziemlicher Außenseiter ist) sind die Violinsonatine, das Dumky-Trio und das Klavierquintett A-Dur.
    Und natürlich die "Humoreske ("Eine kleine Frühlingsweise", bevorzugt von den Comedian Harmonists ;)
    Mein Lieblingskonzert ist unoriginellerweise das mit Abstand beste und auch bekannteste, das Cellokonzert h-moll (wobei ich ehrlich zugeben muß, das Klavierkonzert erst ein paar Mal gehört zu haben, ich weiß nicht, ob ich es wiedererkennen würde :O)


    viele Grüße


    JR

    Struck by the sounds before the sun,
    I knew the night had gone.
    The morning breeze like a bugle blew
    Against the drums of dawn.
    (Bob Dylan)

  • Hi,


    "natürlich" das Cello-Konzert (am liebsten in der Version Fournier/Szell).


    :hello:

    Ciao


    Von Herzen - Möge es wieder - Zu Herzen gehn!



  • Jepp, dito: Violoncello-Konzert.


    Das Klavierkonzert gefällt mir sehr wenig, trotz Richter und Kleiber...

    Grüße aus der Nähe von Hamburg


    Norbert


    Das Beste in der Musik steht nicht in den Noten.

    Gustav Mahler


  • Also ich kenne das Klavierkonzert nicht, aber wie ich in Kritiken und anderen Foren gelesen habe, soll es eher ein drittrangiges Werk sein, Dvorak nicht auf höchsten Niveau.


    Dieses Empfinden habe ich auch beim Violinkonzert, wenn ich es mit Brahms, Beethoven und Tschaikowsky vergleiche.


    Also bleibt nur das Cellokonzert ;)

    "Das Große an der Musik von Richard Strauss ist, daß sie ein Argument darstellt und untermauert, das über alle Dogmen der Kunst - alle Fragen von Stil und Geschmack und Idiom -, über alle nichtigen, unfruchtbaren Voreingenommenheiten des Chronisten hinausgeht.Sie bietet uns das Beispiel eines Menschen, der seine eigene Zeit bereichert, indem er keiner angehört." - Glenn Gould

  • Sagitt meint:


    man höre op. 33 mit Firkusny oder Moravec


    und


    op. 53 mit Zimmermann oder Perlman


    und


    wird sie


    beide !!


    schätzen



    warum sollte man sich entscheiden ? warum ?

  • Hi,


    eine Entscheidung soll ja nur darüber Auskunft geben, welches dieser drei Werke man bevorzugt. Damit ist m.E. keine Negativwertung gegenüber den beiden anderen Werken verbunden, die sicher auch ihre Qualitäten - eben nur andere - haben.


    Liebe Grüße


    tom

  • hallo,


    ich brauch nicht lange zu überlegen !


    das v'cellokonzert ist mir am liebsten. es ist eine symphonie und eine personifikation des v'cellos schlechthin. die dynamik und entwicklung in den sätzen ist einmalig. interpretation: rostropowitsch/karajan. den queyras kenne ich noch nicht.


    mit abstand danach erst das violinkonzert und sehr viel später das klavierkonzert !


    gruß, siamak

    Siamak

  • Hallo,


    ich kann beim besten Willen keinen Qualitätsunterschied zwischen dem Klavierkonzert und dem Cellokonzert feststellen. Ich liebe sie beide, aber nach dem Klavierkonzert habe ich einfach öfter Lust als nach dem Cellokonzert.
    Ich kann nur jedem raten, der sich noch nicht so sehr mit op. 33 beschäftigt hat: Tut es! Mir hat sich einfach traumhaft schöne Musik aufgeschlossen. :jubel:


    Das Violinkonzert wiederum sehe ich als etwas schwächer an. Ich finde es wirklich schön, aber es berührt mich einfach nicht so wie die anderen beiden Konzerte.


    Meine Wertung:


    Op. 33, dicht gefolgt von op. 104. Etwas abgeschlagen dann op. 53.



    Gruß, Peter.

  • Salut,


    bei mir - bzw. bei uns - ist es eher das Violinkonzert. Und zwar so:



    Johanna Martzy.


    :jubel:


    Das Cellokonzert mag ich auch sehr, jedoch empfinde ich das Cello in der Aufnahme immer in den hohen Lagen wie eine bessere Mundharmonika.


    Cordialement
    Ulli

  • Für mich das Cellokonzert, und da gibt es eine fulminante Aufnahme bei APEX (billig) mit Keilberth/Hoelscher.
    Gruß Andi

  • Hallo ihr Lieben!


    Erst einmal danke für eure Statements.
    Einerseits war ich etwas erstaunt, aber andererseits irgendwie auch nicht.
    Sehr häufig op.104...das deckt sich mal überhaupt nicht mit meiner Meinung :D


    Zunächst ein paar Bemerkungen:


    sagitt
    Wie darf ich deinen Beitrag werten? Für's Klavierkonzert oder Violinkonzert?
    Oder gar für's Cellokonzert ?( ;)


    tom

    Zitat

    eine Entscheidung soll ja nur darüber Auskunft geben, welches dieser drei Werke man bevorzugt. Damit ist m.E. keine Negativwertung gegenüber den beiden anderen Werken verbunden, die sicher auch ihre Qualitäten - eben nur andere - haben.


    Vollkommen richtig.
    Es sei denn, man sagt es so ausdrücklich, wie es auch schon getan wurde.
    Man kann aber auch seine Nummer Eins wählen, ohne die Gefühle eines der anderen Konzerte zu verletzen, weil sie alle fantastisch sind :D (natürlich meine Meinung...)



    Nun gut.
    Zu einzelnen Meinungen brauche ich mich nicht äußern.



    Nun zu meiner Mini-Ranglist:
    Scheinbar als absoluter Außernseiter steht für mich das Violinkonzert op.53 von diesen Dreien an der Spitze.
    Danach greife ich am meisten und immer wieder voller Erwartung. Mich nimmt es gefangen...und wie :yes:


    Ganz dicht gefolgt wird das Violinkonzert vom Klavierkonzert. Es als drittrangig zu bezeichnen ist mehr als nur falsch!!!
    Aber gut...alles subjektiv. Wenn ich es mal krass vergleiche, ist für mich das Beethoven VC drittrangig.
    So unterschiedlich sind Geschmäcker ;)


    Jetzt komme ich erst zu eurem Favoriten...Das Cellokonzert op.104 in h-Moll.
    Um es mal so auszudrücken: Es hinkt bei mir ganz stark hinter diesen beiden Konzerten hinterher.
    Ich finde es absolut toll, aber halt nicht so, wie op.33 und 53. Zudem hat bei mir op.104 starke Konkurrenz mit B10...
    Es ist einfach so, dass ich die größte Zeit weniger Lust auf das Cellokonzert habe - wenn ich es dann höre, ist es aber herrlich!!!
    Aber bei den anderen beiden habe ich öfter das Verlangen danach...und das macht einen klaren Unterschied aus...



    Mit einem Zwischenstand warte ich noch etwas, allerdings scheint es derzeit ein eher einsames Rennen zu werden.
    Ich hoffe, dass op.53 auch einmal Anerkennung bekommt, denn das hat das Violinkonzert absolut verdient...natürlich auch op.33, aber das hat ja wenigstens schon ein paar Stimmen.


    Lieben Gruß, Maik

    Wie ein Rubin auf einem Goldring leuchtet, so ziert die Musik das Festmahl.


    Sirach 32, 7

  • bei mir ganz klar und diesmal sogar der mehrheit angehörig (was ist passiert? 8o )


    1. v.cello
    2. violin
    3. klavier-konzert.


    grüße in die nacht

    --- alles ein traum? ---


    klingsor

  • Hallo maik,


    Du siehst, das ist eine reine Geschmacksfrage, welches der drei Dvorak-Konzerte man vorzieht. Ich finde, wie Du alle drei sehr gut, doch ist für mich auch das Cellokonzert op.104 einsam an der Spitze .


    Vielleicht hängt die Wahl auch von der Aufnahme ab !?!
    :] Wenn man das Cellokonzert in der Aufnahme mit Janos Starker, Cello / LSO / Antal Dorati mal gehört hat, dann bleibt alles andere IMO weit wie im Nebelfeld zurück, selbst die tolle Richter - Aufnahme vom Klavierkonzert hat nicht diese Energie; vom Violinkonzert, das bei mir an dritter Stelle steht, ganz zu schweigen.

    Gruß aus Bonn, Wolfgang

  • Hallo, Maik!


    Ich hoffe, Du bist über meine Antwort nicht sauer. Es ist ja lediglich meine bescheidene Meinung.
    Hat Dvorak denn drei große Konzerte komponiert?
    Das Cellokonzert ist für mich Himmelsmusik und hat einen festen Platz im Pantheon musikalischer Meisterwerke. Für dieses eine würde ich auf alle anderen Cellokonzerte verzichten können.
    Auf Dvoraks Klavierkonzert und Violinkonzert könnte ich allerdings auch verzichten (bzw. ich tue es, kann mich nicht mehr erinnern, wann ich sie das letzte Mal gehört habe :O), da gibt es IMO so viele "bessere" Konzerte.


    Zitat

    Original von Maik


    Also, wie gesagt, ich finde, die drei Konzerte bilden keine gleichberechtigte Trias.
    Eine Symphonien-Trias sehe ich auch nicht, es gibt für mich keinen Grund, Nr. 6 gegenüber Nr. 7-9 zurückzustellen. Nr. 6-8 bilden eher eine Trias, nämlich die der unverdientermaßen im Schatten der Nr. 9 stehenden.
    Die drei letzten Streichquartette sind auf jeden Fall herausragend, wobei ich op. 105 und op. 106 allerdings immer als Duo ohne op. 96 betrachtet habe.
    Alternativ sehe ich op. 95-97 als "Amerikanische Trilogie".


    Viele Grüße,
    Pius.

  • Hallo Wolfgang und Pius!


    Wolfgang, natürlich ist es eine reine Geschmacksfrage, welches der drei Konzerte ihr als euren Liebling nennt.
    Genau das wollte ich ja auch einmal herausfinden.


    Es mag schon sein, dass es auch an den Aufnahmen liegt, die man besitzt, allerdings kann ich mich bei KEINEM der Konzerte beklagen.
    Beim Cellkonzert besitze ich TOP-Aufnahmen mit Tortellier, Fournier oder auch Sadlo.
    Das Klavierkonzert unter anderem mit Richter und beim Violinkonzert stehen mir geniale Aufnahmen mit Perlman und Suwanai zur Verfügung.
    Die genannten waren jetzt eigentlich nur die Herausragenden in meiner bescheidenen Sammlung.


    Der von dir genannte Starker steht auch auf meiner Liste, allerdings habe ich ihn noch nicht geholt, weil ich mittlerweile sechs Aufnahmen von op.104 besitze und das reicht auch erst mal. Es gibt einfach auch zu viel anderes zu entdecken.
    Später, denke ich, kommt Starker aber auch noch dazu, weil die CD einfach so gut von einigen eingeschätzt wird und mir schon an anderer Stelle ans Herz gelegt wurde...



    Pius, natürlich bin ich nicht sauer mit dir...
    Wie schon gesagt, irgendwie hatte ich damit gerechnet, dass das Cellokonzert gewinnt, allerdings nie so deutlich (Zwischenstand folgt heute Abend - ich denke, dass heute noch ein paar Stimmen hinzukommen werden...).


    Zitat

    Hat Dvorak denn drei große Konzerte komponiert?


    Soll das eine ernst gemeinte Frage sein???


    Zitat

    Original von Pius


    Also, wie gesagt, ich finde, die drei Konzerte bilden keine gleichberechtigte Trias.
    Eine Symphonien-Trias sehe ich auch nicht, es gibt für mich keinen Grund, Nr. 6 gegenüber Nr. 7-9 zurückzustellen. Nr. 6-8 bilden eher eine Trias, nämlich die der unverdientermaßen im Schatten der Nr. 9 stehenden.
    Die drei letzten Streichquartette sind auf jeden Fall herausragend, wobei ich op. 105 und op. 106 allerdings immer als Duo ohne op. 96 betrachtet habe.
    Alternativ sehe ich op. 95-97 als "Amerikanische Trilogie".


    Ich glaube wir betrachten diese "Trilogie" aus zwei verschiedenen Richtungen.
    Nicht welche charakterlich oder rein theoretisch besser zusammenpassen würden habe ich hier zusammengefasst, sondern lediglich welche Werke überhaupt so bekannt von Dvorák sind oder es sein könnten.
    Es geht dabei um die Allgemeinheit, nicht hier um das Forum oder um dich oder mich...Diese drei "Trilogien" habe ich in dem Sinne aufgeschrieben, was denn eigentlich überhaupt von Dvorák im 'allgemeinen Gedankengut' vorhanden sein KÖNNTE. Ich bin mir ziemlich sicher, dass es nicht einmal das alles ist. Diese Konzerte sind eher einem Klassikhörer bekannt, der sich nicht intensiv mit Dvorák befasst/befassen will und nur einen groben Überblick haben will. (meine bescheidene Einschätzung...)


    Das für dich die drei großen Konzerte keine Trias bilden, schließt allerdings nicht aus, dass man sie so sieht...


    Zitat

    Das Cellokonzert ist für mich Himmelsmusik und hat einen festen Platz im Pantheon musikalischer Meisterwerke. Für dieses eine würde ich auf alle anderen Cellokonzerte verzichten können.


    Kannst du auch auf die Schätze verzichten, die du nicht kennst?
    Ich weiß, man muss nicht alles kennen, um eine solche Aussage zu treffen ;)



    Lieben Gruß, Maik



    PS: Mir fehlt bei den Beteiligten übrigens ein ganz wichtiger Akteur...Ich will ja keinen Namen nennen, aber wir sind in gewisser Hinscht verwandt :rolleyes:

    Wie ein Rubin auf einem Goldring leuchtet, so ziert die Musik das Festmahl.


    Sirach 32, 7

  • Hi Maik,


    ich glaube, dass du als Dvorak-Fan die Bedeutung seines Klavier- und Violinkonzertes doch deutlich überschätzt. Wenn diese Werke schon in einem von Experten bevölkerten Forum wie diesem hier relativ unbekannt sind, denke ich nicht, dass man in irgendeiner Form von "allgemeinem Gedankengut" sprechen kann. Sieht man auch an der vergleichsweise geringen Zahl der Einspielungen...


    Das Cello-Konzert dagegen würde wohl jeder Cellist in die Top 5 (3? 1?) dieser Gattung einreihen


    Gruß, flo

    "Das Leben ist zu kurz für schlechte Musik"


    Wise Guys 2000

  • Hallo Flo,


    dann scheinst du mich eben nicht richtig verstanden zu haben.
    Oder nicht korrekt gelesen, denn ich habe ausdrücklich geschrieben, dass diese Werke zu diesem Gedankenhgut zählen KÖNNTEN. Zudem habe ich sofort danach eine Einschränkung getroffen: Es trifft eher nur auf die Klassikhörer zu, die sich mehr oder weniger intensiv mit Dvorák beschäftigen...
    Und Klassikhörer gehören zwar wieder zur Allgemeinheit, allerdings ja als 'gesonderte Gruppierung'.


    Ich denke nicht, dass ich das Violinkonzert und Klavierkonzert überschätze...
    Auch hätte ich nicht gesagt, dass diese beiden Konzerte hier unbekannt sind, eher nicht so beliebt.


    Außerdem ist es nun einmal so, dass mich diese beiden Konzerte viel mehr bewegen, als op.104.
    Wenn es bei dir nicht so ist, okay, aber wie intensiv hast du dich schon mit den anderen beiden Konzerten beschäftigt, um deren Wertigkeit zu beurteilen?
    Ich will nicht sagen, dass ich das für die Allgemeinheit machen kann, aber für mich schon. Und wie du vieleicht nach meiner obigen Einschätzung gelesen hast: MEINE BESCHEIDENE EINSCHÄTZUNG.



    Dass das Cellokonzert deiner Meinung nach zu hoch eingeschätzt wird, stört mich nicht - im Gegenteil: es freut mich!
    Ich habe doch nichts gegen das Konzert, nur weil ich die anderen beiden besser finde. Das darf man, darum bitte ich, so keinesfalls sehen! Auch das Cellokonzert schätze ich sehr...
    Aber es kann eben nicht alles ganz oben stehen ;) Und von Dvorák stehen bei mir auch noch andere Werke über op.104...



    Lieben Gruß, Maik



    Nachtrag:
    Flo, nur mal so am Rande, dass heißt bestimmt, du stimmst auch für op.104 ?( ;)

    Wie ein Rubin auf einem Goldring leuchtet, so ziert die Musik das Festmahl.


    Sirach 32, 7

  • Dann liefere ich doch mal eine Begründung nach:


    Der Thread-Titel fragt nach den liebsten Konzerten, nicht nach der jeweiligen „Bedeutung“. In der jeweiligen Musikgattung ist das Klavierkonzert sicher unbedeutender als das Cellokonzert. Ist ja auch kein Wunder, denn Dvorak war selber kein Klaviervirtuose wie die anderen Schöpfer der großen Klavierkonzerte. Aber trotzdem er eben keine Spielwiese für Tastenakrobaten geschaffen hat, gefällt es mir sehr gut. Sicherlich spielt auch in meinem Falle die Interpretation durch meine favorisierten Künstler eine große Rolle (soweit mir bekannt, ist es das einzige Mal gewesen, dass Richter und Kleiber etwas zusammen einspielten), außerdem die Tatsache, dass mir Klavierkonzerte generell besser gefallen als Cellokonzerte. Das Violinkonzert spielt für mich nur eine untergeordnete Rolle.


    Gruß, Cosima

  • Bei so quälender Wahl geb ich dem Cellokonzert den Vorzug.Interpretenfavo hab ich nicht,aber gehört habe ich das Konzert schon mit Jaqueline du Pré,Pablo Casals,Yo-Yo Ma,Mstislav Rostropovich und Pierre Fournier.Auf der Wunschliste steht noch Mischa Maisky mit den Berlinern unter Zubin Mehta.

    Freundliche Grüße Siegfried

  • Hi Maik,


    ich habe keine persönliche Wertung über diese drei Konzerte abgegeben in meinem posting unten. Kann sein dass ich deinen Beitrag nicht aufmerksam genug gelesen habe, auf jeden Fall denke ich, dass aus "globaler" Sicht dem Cellokonzert ganz klar die größte Bedeutung zukommt. Ich habe nur festgestellt, dass dieses hoch eingeschätzt wird, ich denke auch nicht, dass es zu hoch eingeschätzt wird, die Konkurrenz auf dem Gebiet der Cellokonzerte ist halt auch nicht so groß wie bei den beiden anderen Konzerten.


    Ich habe auch nirgends gesagt, dass die beiden anderen Konzerte schwach wären oder etwas in der Richtung, und beschäftigt habe ich mich zumindest mit dem Klavierkonzert schon ausführlich, es ist ein Spitzenwerk, keine Frage, nur gibt es eben doch viele KKs, die mir wichtiger erscheinen.


    Das Violinkonzert hat bei mir weniger bleibenden Eindruck hinterlassen.


    Also, wenn ich wählen müsste, wären op. 104 und op. 33 etwa gleich auf, op. 53 deutlich dahinter.


    :hello:, Flo

    "Das Leben ist zu kurz für schlechte Musik"


    Wise Guys 2000

  • Hallo Flo :hello:


    ja, da kann ich dir zustimmen. Dem Cellokonzert kommt von diesen Dreien die größte Bedeutung zu.
    Ganz entscheidend ist eben dort die Konkurrenzanwesenheit.


    Wegen dem Klavierkonzert, dass es im Vergleich zu anderen eher in den Hintergrund tritt, stimmt auch.
    (Sieht man ja auch an dem Thread für die Lieblingsklavierkonzerte...)
    Nur auch das sieht jeder anders - jeder erstellt sich ja selbst diese Liste. Zudem kommt es bei einem jeden Einzelnen auch darauf an, was er denn überhaupt schon kennt...


    Hier, in diesem Thread, soll es aber eben nicht um die Stellung der einzelnen Konzerte im 'globalen' Sinne gehen, sondern untereinander.
    Somit spielt die Konkurrenz mit anderen Konzerten der jeweiligen Gattung überhaupt keine Rolle. Es geht nur darum, wie man die Konzerte nebeneinander (oder untereinander) stellt.
    Es soll das Werk betrachtet werden im Vergleich zu Dvoráks Schaffen auf der Ebene der Solokonzerte.


    Wählen ist gut.
    Man hätte die Frage ja auch so formulieren können: Welches Konzert würdet ihr von diesen Dreien wählen, wenn ihr euch entscheiden müsstet?!


    Darf ich denn jetzt bei dir wählen, ob ich op.33 oder 104 zählen lasse :baeh01:


    Lieben Gruß, Maik

    Wie ein Rubin auf einem Goldring leuchtet, so ziert die Musik das Festmahl.


    Sirach 32, 7

  • Hi Maik,


    nimm mal op. 33, mir ist das Klavier dann doch näher als das Cello, immerhin ist mein nickname ja pianoflo und nicht celloflo...


    :D

    "Das Leben ist zu kurz für schlechte Musik"


    Wise Guys 2000

  • Hallo allerseits,


    ich denke dieser Zwischenstand dürfte niemanden hier verwundern, der den Thread gelesen hat.




    Cellokonzert Nr.2 h-Moll op.104


    12 Stimmen




    Klavierkonzert g-Moll op.33


    3 Stimmen


    Violinkonzert a-Moll op.53


    2 Stimmen



    Ich hoffe, dass sich noch weitere Taminos und Paminas hier beteiligen :yes:
    Denn ich denke, dass die drei Konzerte bei mehr als nur 17 Forianern bekannt sind, zumal hier noch mindestens drei Leute fehlen, von denen ich eine Teilnahme erwarte :hello: Ich hoffe die jenigen fühlen sich ermuntert auch ihre Stimme abzugeben.



    Lieben Gruß, Maik

    Wie ein Rubin auf einem Goldring leuchtet, so ziert die Musik das Festmahl.


    Sirach 32, 7

  • Zitat

    Original von Maik
    ...zumal hier noch mindestens drei Leute fehlen, von denen ich eine Teilnahme erwarte :hello: Ich hoffe die jenigen fühlen sich ermuntert auch ihr Stimme abzugeben.


    Ja, ja. Ich komm ja schon, nun hetz die gesetzteren Herrschaften nicht so, mit Deiner jugendlichen Ungeduld. :D


    Also, auch an der Anzahl der vorhandenen Einspielungen abzulesen, auf dem ersten Platz das Cellokonzert, am liebsten mit Fournier oder mit Feuermann. Gar nicht so gern mit du Pré.


    Auf dem zweiten Platz haben wir dann das Klavierkonzert. und schließlich auf dem zweiten Platz :yes: das Violinkonzert.

    Einer acht´s - der andere betracht´s - der dritte verlacht´s - was macht´s ?
    (Spruch über der Eingangstür des Rathauses zu Wernigerode)

  • Hallo zusammen,


    Dann will ich mal eine Lanze für das Klavier- und Violinkonzert brechen. Beide und vorallem das Klavierkonzert sind sicherlich nicht klassische Virtuosenkonzerte, weshalb sie sich nicht in der Form in dem Konzertbetrieb durchgesetzt haben, wie es mit mehr Effekten versehene Werke. Das ist gar nicht negativ gemeint, sondern einfach nur feststellend.


    Trotz, oder vielleicht gerade wegen, diesen fehlenden "Effekten", sind die beiden Konzerte besonders, Reinkultur von Dialog sozusagen. Beim Violinkonzert geht es mir so, daß man wirklich jedesmal mitgenommen wird mit der Musik, es geht eine so ungemeine Spannung von dem Werk aus, und gerade in dieser langsamen Entwicklung innerhalb des Konzertes liegt auch seine Ausdruckskraft, herrlich die verschiedenen Klimaxe.


    Das Klavierkonzert ist nur deshalb so unbekannt, weil es wirklich fast vollkommen auf Virtuosenkunststücke verzichtet, was ich auch als Dvorak-atypisch empfände. Ich mag es sehr gerne, die Melodien sind doch einfach nur schön, und sie sind überaus originell verarbeitet. Und ich denke, es ist auch sehr lohnenswert für Pianisten.


    Das Cellokonzert h-moll ist - keine Frage - ein wirklich großes Werk. Die wohl größten symphonischen Dimensionen dieser drei Werke und auch eines meiner Lieblingswerke.


    Ich mag sie alle drei, deshalb kann ich mich nicht entscheiden.


    Maik: Du kannst meine Stimme dort werten, wo sie gebraucht wird. :D ;)


    Viele Grüße,
    Daniel :hello: