• Hallo


    Im Film Heaven von Tom Tykwer gibt es einige Musik von Arvo Pärt. In langen Einstellungen kann man wunderbar Spiegel im Spiegel auf sich wirken lassen.


    Starke Musik, noch stärkerer Film!

    Ciao


    Von Herzen - Möge es wieder - Zu Herzen gehn!



  • Zitat

    Original von raphaell
    Hallo,


    Gerade sah ich auf DVD Oceans Eleven und musste feststellen, dass auch hier am ende Debussys "Clair de lune" in einer wundervollen - (wenn auch etwas kitschigen) Orchesterbearbeitung erklang.


    Kennt jemand zufällig eine Aufnahme mit der Orchesterfassung?!?


    Hallo Raphael,


    in besagtem Film hörst du das Philadelphia Orchestra mit Eugene Ormandy. Mir selbst bekannt sind noch Fassungen mit Ansermet und mit Dutoit.


    Gruß
    B.

  • Hallo,


    Vielen Dank - :jubel:...ich fühlte mich schon unerhört... :D!


    Komme gerade aus der Spätvorstellung des unglaublich witzigen Sipson-Films.


    Gleich zu beginn kommt eine Art "Odyssee 2001 - Parodie" mit Straussens Schlager "Also sprach Zarathustra...


    LG
    Raphael

  • Zitat

    Original von raphaell


    Gerade sah ich auf DVD Oceans Eleven und musste feststellen, dass auch hier am ende Debussys "Clair de lune" in einer wundervollen - (wenn auch etwas kitschigen) Orchesterbearbeitung erklang.


    Kennt jemand zufällig eine Aufnahme mit der Orchesterfassung?!?
    l


    Liebe Raphael,


    ein wenig suchen musste ich schon, aber dann wurde ich in befriedigender Weise fündig:


    http://tinyurl.com/2lww78


    Das Cover ist leider nicht in abrufbarer Form auf der Amazon-Seite. The Fantastic Stokowski - eine Stokowski-Transkription, was willst Du mehr? Ich habe mal gleich nachgesehen, in meinen beiden Stokowski-Boxen ist diese Transkription nicht enthalten (immerhin La Cathédrale engloutie).


    Gute Nacht Peter

  • Hallo Peter,


    Danke für den tollen Tip - Ich hatte das Suchen nach erfolglosem jpc-versuch aufgegeben. Die CD ist bestellt! Die tolle bearbeitung von BWV565 ist sogar auch drauf... :D...ich mag eigentlich als Purist keine Bearbeitungen, vor allem, wenn sie auf komerzielle Zwecke abzielen. Aber Stokowski-Bearbeitungen sind einfach: :jubel:


    LG
    Raphael

  • Zitat

    Original von raphaellAber Stokowski-Bearbeitungen sind einfach: :jubel:


    Lieber Raphael,


    da freue ich mich, Dir geholfen zu haben! Mir geht es wie Dir: bei Bearbeitungen ist Stokowski eine Welt für sich ...


    Liebe Grüße Peter

  • Ich habe mir gestern einen der diesjährigen Oscar-Favoriten angeschaut: There will be Blood von Paul Thomas Anderson mit dem Berserker Daniel Day-Lewis als angehender Ölbaron in der Hauptrolle. Der eigentliche Soundtrack stammt von Jonny Greenwood, einem Mitglied der Band Radiohead, der allerdings auch schon "Composer in Residence" der BBC war und 2006 den BBC Listeners Award bei den British Composer Awards gewann. Für There will be Blood schuf er die in meinen Ohren ungewöhnlichste, verstörendste aber auch schönste Filmmusik, die ich in letzter Zeit gehört habe.


    Eine Schlüsselszene - die Inbetriebnahme des ersten großen Förderturms - wird begleitet von Brahms' Violinkonzert. Auch der Abspann ist mit dem Konzert unterlegt. Es handelt sich hierbei um die Aufnahme Karajans mit den Berliner Philharmonikern. Den Solisten konnte ich im Abspann auf die Schnelle nicht erkennen, ich denke aber es handelt sich um Anne-Sophie Mutter.


    LG
    B.

  • Im Rahmen einer Ostasien-Tourne haben die Berliner Philharmoniker einen Dokumentarfilm inszenieren lassen, der bald unter dem Titel "Trip to Asia - auf der Suche nach dem Einklang" in die Kinos kommt.


    Ich bin so neugierig wie skeptisch ("Rhythm is it" war mir für einen "Dokumentarfilm" zu inszeniert.)


    Zu hören sein wird das Heldenleben und die Eroica mit Rattle.


    http://www.triptoasia.de/


    :hello:

  • Zitat

    Original von Barbirolli
    Ich habe mir gestern einen der diesjährigen Oscar-Favoriten angeschaut: There will be Blood von Paul Thomas Anderson mit dem Berserker Daniel Day-Lewis als angehender Ölbaron in der Hauptrolle. Der eigentliche Soundtrack stammt von Jonny Greenwood, einem Mitglied der Band Radiohead, der allerdings auch schon "Composer in Residence" der BBC war und 2006 den BBC Listeners Award bei den British Composer Awards gewann. Für There will be Blood schuf er die in meinen Ohren ungewöhnlichste, verstörendste aber auch schönste Filmmusik, die ich in letzter Zeit gehört habe.


    Eine Schlüsselszene - die Inbetriebnahme des ersten großen Förderturms - wird begleitet von Brahms' Violinkonzert. Auch der Abspann ist mit dem Konzert unterlegt. Es handelt sich hierbei um die Aufnahme Karajans mit den Berliner Philharmonikern. Den Solisten konnte ich im Abspann auf die Schnelle nicht erkennen, ich denke aber es handelt sich um Anne-Sophie Mutter.


    LG
    B.


    Hallo Barbirolli —


    ja, es war Anne-Sophie Mutter, die dort spielte. Die Musikmischung in There Will Be Blood fand ich ausgesprochen interessant: Den (wie ich finde) phantastischen Score von Greenwood, dazu das Brahms-Violinkonzert und Teile aus Avro Pärts Padre, hier in der Version für Cello und Piano. Nicht, daß in den letzten Jahren im Kino irgendwie ein Mangel an Pärt-Kompositionen zu bemerken gewesen wäre, *kicher* — aber, wie gesagt, die Mischung fand ich ausgesprochen interessant.


    Gruß,
    ^_^J.


  • Hallo,
    mit etwas Verspätung habe ich mir erst jetzt "Vier Minuten" angesehen. Vielleicht weil ich mich so sehr auf diesen Film gefreut habe, bin ich am Ende ziemlich enttäuscht gewesen. Die Geschichte ist sehr überfrachtet, kein Klischee wurde ausgelassen. Die Bilder sind grau und trostlos (wie das Cover). Leider nuscheln die Darsteller an manchen Stellen so leise und schnell, dass von den Dialogen kaum etwas zu verstehen ist.


    Allerdings muss ich dem Film zugestehen, dass er es geschafft hat, über die volle Länge die Aufmerksamkeit meines Sohnes (7 Jahre alt) aufrecht zu halten. Das hat mich dann doch ziemlich überrascht.


    Viele Grüße
    Frank

  • Hallo,


    In der tollen dramatisch-komischen Gangsterballade "In Bruges" (der leider einen umständlichen deutschen Verleihtitel gefunden hat) fügt sich der Leiermann aus Schuberts Winterreise ganz wunderbar in die Handlung ein. Die Aufnahme, die im Film Verwendung findet, ist mit Andreas Schmidt.



    LG
    B.

  • Hallo,


    ich versuche schon seit längerem die Musik für eine Doku von Simon Schama - "The Power of Art" - herauszufinden. Ich weiss, nicht, ob die auch im deutschsprachigen Fernsehen gezeigt wurde. In dem Beitrag über den Maler Jacques Louis David war eine wirklich wunderschöne Musik zu hören. Die DVD verrät nichts über die Musik. Habt Ihr diese Doku zufällig gesehen und die Musik erkannt?


    LG,
    Christoph

    "Das Leben ohne Musik ist einfach ein Irrtum" - Nietzsche

  • Ich wollte herausfinden, wie oft Musik von welchem Komponisten in Kinofilmen jeweils Verwendung fand (1. Zahl). Die zweite Zahl gibt an, wie viele verschiedene Stücke des jeweiligen Komponisten Verwendung fanden.

    Die Daten stammen von Naxos. Die Liste beinhaltet unter anderem 44 Filme aus 2019 - sie scheint also recht aktuell zu sein. Ich habe die Liste mit Excel ausgewertet, um an die 'Statistik' zu kommen.

    Es gibt noch eine weitere Liste von der UB Braunschweig. die basiert zum Teil aber auch auf der Liste von Naxos. Wie vollständig beide Listen sind, weiß wohl niemand. Sie repräsentieren aber schon eine große Stichprobe internationaler Filme.

    Ich habe nicht alle Komponisten in die Liste übernommen - mehr als zweimal sollten sie schon im Kino vorkommen. Trotzdem umfasst die Liste unten (als Bild) über 2.600 Einträge - wobei man berücksichtigen muss, dass ein Film mehrfach vorkommen kann. Zum Beispiel gehen die 10 verschiedenen Janáček-Einträge auf einen Film zurück (Unbearable Lightness of Being (1988).

    Die meisten Albinoni-Nennungen gehen auf das Adagio zurück, das er gar nicht selbst komponiert hat (sondern ein Herr Giazotto Remo).

    Die ersten drei (Mozart, Bach und Beethoven) führen die Beliebtheit bei den Filmemachern mit großen Abstand an. Bruckner wurde der Liste zufolge überraschend selten verwendet. Die Pianisten Liszt, Chopin und Satie sind auch gut vertreten.

    Ich möchte noch gerne die im diesen Thread genannten Filme überprüfen, ob sie in der Liste von Naxos auch tatsächlich vorkommen, wie zum Beispiel in diesem Beirag. Ich habe in der Liste "Lieben Sie Brahms" vermisst und durfte dann feststellen, dass er in der Liste unter "Goodby again" geführt wird.

    Ich möchte die Liste auch noch dahingehend auswerten, welches Stück besonders oft verwendet wurde. Beliebt ist zum Beispiel von Boccherini vom String Quintet in E major, G. 275 das Menuett (15 Filme).

    In der Liste von Naxos gibt es auch die Links, um sich die Musik gleich anhören zu können (Ausschnitte davon).



    jenUiA.jpg

  • Wenn man die Liste mit Klassik in Movies daraufhin auswertet, welche Stücke (und nicht welche Komponisten) von den Filmemachern bevorzugt wurden, ergibt sich die Tabelle, die weiter unten zu sehen ist. Dabei habe ich nur Musikstücke berücksichtigt, die mindestens 10mal in Filmen eingesetzt wurden - sofern sie in der Liste von Naxos überhaupt berücksichtigt wurden. Wie repräsentativ die Liste ist, müsste man noch überprüfen.

    Es handelt sich bei dieser Auswertung um mehr Handarbeit als bei de Tabelle im vorigen Beitrag, wo ich Excel-Formeln zu Zählen verwenden konnte. Es können sich also kleine Fehler eingeschlichen haben. Ich habe alles noch einmal überprüft.

    Ich konnte mich nicht entscheiden, ob ich nun ganze Sinfonien, Opern oder ganze Werkzyklen zählen sollte, oder ob ich nur jeweils eine Arie, einen Sinfoniesatz oder einen Ausschnitt aus einem Werkzyklus zählen sollte. Ich habe versucht, beides zu kombinieren (1. bzw. 4. Spalte). In vielen Fällen ist in der Liste von Naxos tatsächlich angegeben, welcher Satz oder welche Arie in einem Film vorkommen. Ich bin mir nicht sicher, ob das Fehlen dieser Angabe bedeutet, dass zum Beispiel die ganze "Kleine Nachtmusik" im Film gespielt wird. Deshalb sind die Zahlen in der letzten Spalte mit einer gewissen Unsicherheit behaftet. Manchmal sind die Zahlen in der ersten und der vierten Spalte gleich wie in dem Fall von Boccherini, wo von dem betreffenden Streichquartett nur der dritte Satz jeweils verwendet wurde.


    Jedenfalls stehen bei dieser Art der Auswertung nicht mehr Mozart, Bach und Beethoven ganz oben, sondern Wagner, Mendelssohn und Johann Strauss II.



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