Anna Netrebko - Einzigartig oder nur Marketing?

  • Zitat

    Original von Edwin Baumgartner


    Edwin, der Schlüsselsatz von mir war eigentlich "Audietur...", was ich dachte, dass Du es verstehen würdest: im Klartext: "Audietur et altera pars": man höre (und beherzige) auch die Meinung anderer um sich ein Urteil zu bilden auf gut Deutsch.....


    Micha:hello:

  • Hallo Michael,
    ja verstanden. Als Minderheit in Sachen Netrebko fühle ich mich ja sowieso als "altera pars". :beatnik:
    Also danke für die Schützenhilfe. :hahahaha:
    :hello:

    ...

  • Zitat


    Ich persönlich finde nur, abschließend, dass einige wenige nicht einen gewissen "bon ton" kennen oder wiederum auf gut Deutsch gesagt:
    "Der Ton macht die Musik", was eigentlich in einem Forum über Musik bekannt sein müsste, oder?


  • Hallo Edwin


    Du jammerst, dass die Leute nicht auf deine Argumente eingehen. Das Problem dabei ist, dass du keine Argumente sondern nur Unterstellungen und zurechtgebogene Halbwahrheiten von dir gibst, auf die man nicht sinnvoll eingehen kann.


    Derzeit, d.h. 2006/2007 singt Anna Netrebko Manon, Juliette, Amina, Mimi, Elvira, Donna Anna und Susanna.


    Daraus zu schließen, sie sänge in überproportionalem Maße Edelnutten, ist derartig hanebüchen, dass man eigentlich nur mitleidig den Kopf schütteln kann...


    :hello:

    Ciao


    Von Herzen - Möge es wieder - Zu Herzen gehn!


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  • Hallo, Edwin.


    Deiner Behauptung, dass Anna Netrebko gezielt als Klassik-Erotikstar positioniert wird, möchte ich gar nicht widersprechen, jedoch der in Deinem jetzigen nicht Beitrag geäusserten Folgerung, dass dadurch von ihren vokalen Mängeln abgelenkt werden soll. In dem neuesten Heft der finnischen Zeitschrift Classica findet sich ein Beitrag ueber die Generation junger Geigerinnen von Lisa Batiashvili bis hin zu Janine Jansen - allesamt mit Fotos abgebildet, bei denen ich als Mann gerne zwei Mal hinschaue. Soll damit von der mangelnden Qualität dieser Geigerinnen abgelenkt werden?


    Zu der Behauptung, dass sie sich selber ueber die Sex-Schiene vermarktet, passt die Rollenauswahl der vergangenen und zukuenftigen Jahre auch nicht so recht, es sei denn, Du zählst Donna Anna, Lucia & Co. auch zu den potientiellen Edelnutten.


    Die Tatsache, dass sie sich bei "vielen nicht-kuenstlerischen Auftritten in der Öffentlichkeit betont erotisch kleidet", mag sehr gut zu Deiner These passen, hat aber IMO nichts mit ihrer Leistung am Abend - und nur die hat mich zu interessieren - zu tun.


    Wenn ich Anna Netrebkos Manager wäre, wuerde ich darauf achten, dass sie bei ihren Interviews mehr Wert auf die Auswahl der Presseorgane und auf die Substanz dessen, was sie von sich gibt, legt. Nun kenne ich die Gepflogenheiten am Mariinsky-Theater ganz gut, und deshalb kommt es mir zwar unkuenstlerisch, aber nicht unmöglich vor, wenn ein Sänger zu Beginn der Probenarbeit noch nicht ueber alle Zusammenhänge seiner Partie Bescheid weiss. Aber so etwas sagt man doch nicht in einer angeblichen Opern-Fachzeitschrift!


    Zum Anderen wuerde ich dazu raten, von den Koloraturpartien wie Lucia, Olympia & Co. Abstand zu nehmen, wo AN sich doch nur dem Vergleich mit Koloratursopranistinnen aussetzt, dem sie nicht stand halten kann. Meine Empfehlung wuerde lauten : Ausbau des französischen Faches mit z.B. Marguerite, Mélisande, Blanche; bei den Russen Iolanta, Tatyana (wenn die duennstimmigere Irina Mataeva das kann, kann AN dies schon längst); bei Puccini Liù; bei Verdi vielleicht in 5 Jahren Desdemona.


    Sehr positiv finde ich es, wenn Netrebko sich auch heute noch immer wieder dem Mariinsky-Theater zur Verfuegung stellt. So singt sie während der Weißen Nächte dort (unter Gergijevs Leitung) Mimi und in einem Tshaikovski-Konzert. Bemerkenswert ist es fuer mich auch, wenn sie dort - wie kuerzlich geschehen - Mimi singt, und zwar nicht in Star-Umgebung, sondern mit den Namenlosen des Opernstudios! Oder wuerdest Du, Edwin, sagen, das tut sie nur, um somit besser glänzen zu können?


    Mikko

  • Es lohnt sich doch sehr, jemanden im Forum zu haben, der russisch versteht. Ich hörte, dass man sich mit Frau Netrebko in Russland über ihre Vermarktung im westlichen Ausland als Sex-Symbol amüsiert und das für dekadent hält Man hat dort durch die Erziehung offensichtlich einen unverstellteren Zugang zu diesen Dingen und weiß um die bedingten Reflexe.

  • Kann man denn diesen Thread nicht mal abwürgen ?


    Der ist doch langsam total uninformativ und


    uninteressant. :rolleyes: :rolleyes:


    :hello:Herbert.

    Tutto nel mondo è burla.

  • Hallo Mikko,

    Zitat

    hat aber IMO nichts mit ihrer Leistung am Abend - und nur die hat mich zu interessieren - zu tun.


    Du rührst an den wunden Punkt.
    Hat uns wirklich nur das zu interessieren?
    Ich glaube, wir Klassikfans können da mit unserer gewohnten Lust an der Differenzierung gar nicht mitkommen.


    Für mich ist Anna Netrebko der erste gelungene Fall, eine/n Klassik-Künstler/in wie einen Popstar zu vermarkten. Nun kann Dir jeder, der mit der Popbranche zu tun hat, sagen, daß die erotische Ausstrahlung schlicht und einfach Geld ist. Kurz: "Sex sells".


    Diesem Rezept folgend, wurde Anna Netrebko nicht als die sympathische Russin verkauft, die ein tolles Material und gelegentliche Intonationsmängel hat, sondern als der Erotikstar aus dem Osten, der zufällig Klassik singt.
    Soll heißen: Sie ist ein Gesamtprodukt, wie es das in der Klassik noch nicht gegeben hat.
    Bei diesem Gesamtprodukt ist eben nicht nur die Stimme wesentlich, sondern ebenso die erotische Ausstrahlung, die gesellschaftlichen Auftritte, die mitunter gewagte Kleidung im sogenannten "Privatleben" (wobei dieses zumindest nach jetzigem Stand weitgehend ausgeblendet ist.)


    Wenn wir nun beurteilen, ob die Intonation wackelt oder die Wortdeutlichkeit zu wünschen übrig läßt oder die Stimme einfach hinreißend klingt, ist das eine Differenzierung, die seitens des Managements nie intendiert war. Das Gesamtprodukt Anna Netrebko nämlich verkauft sich auf der Basis der Kompensation: Schwächelt eine Facette, wird sie durch eine andere ausgeglichen.


    Beispiel:
    Anna Netrebko intoniert unsauber - ja, aber welch schöne Beine.
    Anna Netrebko ist wortundeutlich - aber welch eine erotische Ausstrahlung. etc. etc.


    Wenn man nun dieses Spiel, das vom Management vorgegeben wird, nicht mitmacht, schließt man die Augen vor einer Realität. Vor der realität nämlich, daß die Stimme in Zukunft nur noch einen Teil eines Gesamtprodukts ausmachen wird und die Figur und die erotische Ausstrahlung mindestens ebenso wichtig wird. Kurz: Da das Klassikgeschäft gelahmt hat, ist die Klassik auf den Sex als Motor gekommen. Und als erster dieser neuen Motoren läuft Anna Netrebko wie der eines Rennwagens.


    Ich konstatiere das einmal völlig wertfrei.


    Jetzt kommt meine Wertung: Ich finde das nicht gut. Nicht weil ich prüde wäre (das bin ich nicht), sondern weil für mich die musikalische Komponente die der Optik überwiegt.


    Soll heißen: Natürlich sehe ich lieber eine fesche Sängerin als einen Pottwal. Wenn ich aber die Wahl habe zwischen einem fulminant singenden Pottwal und einem mittelklassig singenden Mannequin, ist mir der Pottwal lieber. Er hat nämlich eine längere Lebensdauer.


    Oder sollen wir unsere Wegwerfgesellschaft auch auf die Oper übertragen? - Das ehemalige Sopran-Mannequin xy ist etwas zu rundlich geworden und hat ein paar unschöne Falten - weg mit ihr, nächstes Sopran-Mannequin her!


    Deshalb noch einmal: Ich habe nichts gegen Anna Netrebko selbst, sondern gegen das Erotik-Kunstprodukt als das sie verkauft wird.


    Nebenbei finde ich es schade, daß sie es geschehen läßt, denn meiner Meinung nach hat sie ein größeres Potential als in immer kürzeren Röckchen oder Höschen immer noch mehr Haut zu zeigen.


    :hello:

    ...

  • Hallo Theophilus,

    Zitat

    auf die man nicht sinnvoll eingehen kann.


    Besser differenzieren! Du kannst nicht darauf eingehen, Austria, Severina und Mikko (um nur drei zu nennen) können.
    Das Problem scheint also weniger allgemein als Theophilus-spezifisch. :hahahaha:


    ---------------


    Hallo Brighella,

    Zitat

    Ich hörte, dass man sich mit Frau Netrebko in Russland über ihre Vermarktung im westlichen Ausland als Sex-Symbol amüsiert und das für dekadent hält Man hat dort durch die Erziehung offensichtlich einen unverstellteren Zugang zu diesen Dingen und weiß um die bedingten Reflexe.


    Ganz so einfach ist es nicht, zumal sich die Altersgruppe von Anna Netrebko (und der Jüngeren) im Denken wesentlich unterscheidet von denen, die in ihrem Denken noch stärker vom (Spät-)Kommunismus geprägt sind. Auch in Rußland ist mittlerweile eine Spaßgesellschaft entstanden, in der man sich nimmt, was man will und in der der Erotik-Faktor extrem hoch steht.


    Der Unterschied ist nur, daß Anna Netrebko aufgrund ihres Berufs zu einer Schicht gehört, die man früher Intelligenzija genannt hätte - und daß sie in Rußland mit einer ähnlichen Positionierung Erfolg hätte wie in Europa, ist abseits des Pop-Bereichs marktbedingt eher unwahrscheinlich.


    Daß es im Westen funktioniert, wird nun von der gehobenen russischen Gesellschaft belacht, aber primär, weil man primär die eigenen Vorurteile gegen die westliche Gesellschaft (Sex, Geld und Erfolg in Wechselbeziehung) bestätigt sieht.


    Dadurch ist es auch logisch, daß Anna Netrebko in Rußland anders auftritt. Ich nehme sogar an, daß das eher ihre wirkliche Identität ist, während sie im Westen dessen Spielarten quasi eklektisch anhäuft und auf die Spitze treibt.


    :hello:

    ...

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  • Hallo Edwin, also dann in die nächste Runde! 8) :D
    ad 1) Welche Rolle jetzt genau einen AN-Hype ausgelöst hat, könnte ich dir nicht einmal sagen, weil ich mich von medialen Hysterien selten beeindrucken lasse. Das hörst du wahrscheinlich nicht gerne, aber seit ich Internet habe, kaufe ich mir so gut wie nie eine Tageszeitung, denn die Themen aus Politik und Kultur, die mich interessieren, hole ich mir online, bevorzugt aus FAZ, NZZ . Das heißt, der ganze Seitenblickequatsch geht spurlos an mir vorüber, mein Wissen über das Privatleben von Künstlern ist minimal und interessiert mich auch gar nicht, Interviews etc. lese ich höchstens hin und wieder in der Opernwelt. (Ob du's glaubst oder nicht, aber bis gestern wusste ich gar nicht, dass und mit wem AN verlobt ist.)
    Weiß du, wann ich AN für mich entdeckt habe? Nicht als Adina (Da ging mir RV so auf den Wecker, dass ich AN nur am Rande wahrgenommen habe), nicht als Violetta, sondern als Juliette an der Seite von Villazon, und da war von einem Hype weit und breit nichts zu bemerken. Und ich streite auch gar nicht ab, dass dabei die Optik einen Teil der Faszination ausgemacht hat, und zwar bei beiden, denn zum ersten Mal erlebte ich ein Sängerpaar, das Romeo und Julia absolut glaubhaft verkörperte, ohne einen einzigen peinlichen Moment.
    ad 2) Du irrst, Edwin, ich finde es gar nicht sooooo schrecklich, dass du AN als "Erotikstar der Klassik" bezeichnest. Erotik ist für mich nicht negativ besetzt, und dass AN zweifellos über eine erotische Austrahlung verfügt, ist auch für mich als Frau evident. Dass sie dieses erotische Potenzial in ihre Rollen einbringt, empfinde ich als großes Plus - sie wäre dumm, wenn sie's nicht täte, und vor allem wäre es schade. ;) Was mich allerdings stört und nervt, ist dein Versuch, AN auf den Erotikfaktor zu reduzieren und ihre Karriere einzig und alleine ihren langen Beinen zuzuschreiben, denn das ist schlicht und einfach ungerecht. Dass im Zeitalter von DVDs und TV-Übertragungen das Aussehen eines Sängers eine größere Rolle spielt als früher, ist eine Tatsache, die aber nicht nur an der Person von AN festzumachen ist. (Warum wohl gibt es eine Flut alter Aufnahmen mit Domingo, aber kaum welche mit Pavarotti, obwohl er sängerisch höher eingestuft wurde? Weil Big P. als glühender amante bestenfalls Erheiterung auslöste, aber sonst schon gar nix....)
    Zu deinem ewigen Vorwurf, AN träte der eindimensionalen Berichterstattung in den Medien nicht entschieden entgegen, kann ich nur sagen: Recht hat sie! Ich täte einem Schmierblatt wie der Bild-Zeitung auch nicht die Ehre an, gegen sie zu prozessieren und damit die Auflagenzahlen zu steigern. Mir wäre es an ANs Stelle herzlich wurscht, was die Medien über mich schreiben, denn falsch ist es sowieso in 99% der Fälle. (Du hast ja selbst gestern zugegeben, dass man als Journalist die Sensationsgier der Leute befriedigen muss! Und meist geschieht das halt auf Kosten der faden Wahrheit.... :rolleyes:) Und was das "Marketingprodukt AN" betrifft:
    In Zeiten wie diesen, wo Künstler gnadenlos verheizt werden, weil jeder mit ihnen nur möglichst viel verdienen will und die Medien alle paar Jahre ein neues "Traumpaar" lancieren (spätestens wenn mit dem alten Traumpaar alles eingespielt ist, was einzuspielen geht), wäre doch jeder Sänger dumm, nicht möglichst effizient am pekuniären Kuchen mitzunaschen. AN ist eine gute Sängerin und eine äußerst attraktive Frau, und sie nützt ALLE ihre Talente, um ein Optimum für sich herauszuholen - bravo!! :D :D :D
    Irgendwie erinnert mch dieses entrüstete Wehklagen um die hehren Ideale der Kunst immer so ein bisschen an die Fabel mit dem Fuchs und den sauren Trauben..... :pfeif:
    lg Severina :hello:

  • Bravo Severina,
    ich weiss nicht, ob ich deine Zähigkeit oder deine Kampfeslust mehr bewundern soll... :hello:

    Freundliche Grüße Siegfried

  • Hallo allerseits,


    folgendes Foto habe ich gerade auf Anna Netrebkos offizieller Homepage gefunden:



    Sollte das ihren Kritikern nicht zu denken geben? Dass eine Opernsängerin eine Ausbildung an der Waffe macht, ist doch wohl wirklich einzigartig :D


    :hello: Andreas


  • Aber es ist ein gutes Gegengift zum Edelnuttenimage von dem Edwin unaufhörlich spricht. So gesehen vielleicht wiederum geschicktes Kalkül.
    Aber vielleicht handelt es sich auch nur um ein Still aus einer Probe zu einer absolut abgefahrenen Open-Air-Inszenierung der Walküre, in der AN die Schwertleite gibt und das Szenario für den Walkürenritt in Tschetschenien situiert ist... Sorry... ;)
    Herzlichst,
    Medard

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  • Die russische Frau ist wehrhaft! Ich weiß, wovon ich rede ;)
    Übrigens: Was ANs Stil in der Kleidung pp angeht sollte man auch bedenken, dass eine russische Frau viel mehr Wert auf einen betont weiblichen Auftritt legt, als die durchschnittliche Deutsche, darin vergleichbar nur ihren französischen und italienischen Geschlechtsgenossinen.
    Man kann den zentraleuropäischen ""Stil", sich zu kleiden als Emanzipation ansehen - man kann darin aber auch einen bedauerlichen Kulturverlust erblicken.
    Wer mal einen Sonntag z.B. in Sirmione verbracht hat, wir sich an die Italienerinnen aus wohlhabenden Familien erinnern, die zum Wochenend Ausflug mit einem "outfit" (brrr!) dort auflaufen, gegen das ANs Kleidung nahezu klosterlich wirkt.

    res severa verum gaudium


    Herzliche Grüße aus Sachsen
    Misha

  • Zitat

    Original von Fugato
    Sollte das ihren Kritikern nicht zu denken geben? Dass eine Opernsängerin eine Ausbildung an der Waffe macht, ist doch wohl wirklich einzigartig :D



    Hallo Andreas,


    das muss ein Missverständnis sein: Man sieht hier AN in den Proben zur neuen Bieito-Inszenierung von Puccinis "Bohème". Dirigieren soll der zu diesem Zweck kurzfristig wieder zum Leben erweckte Karajan.


    Endlich eine Gelegenheit, die Netrebko-, Karajan- und Regietheater-Threads zu einem großen Megathread zusammenzulegen. :D


    Viele Grüße


    Bernd

  • Das steht doch alles außer Zweifel, Herr Baumgartner. Und das war bei berühmten Opernsängerinnen schon immer so, s. Mary Garden und die "schönste Frau der Welt", die Cavalleri, der um die Jahrhundertwende die Fürsten zu Füßen lagen. Die Oper "Tosca" handelt ja auch von so etwas. Schließlich ist die Stimme ein sekundäres Geschlechtsmerkmal. Und da kenne ich aber erotischere Stimmen als die von Frau Netrebko, z.B. die ihrer Landsfrau Borodina, die von Kiri, die von Inva Mula, die von der Freni und die einer bekannteren Sängerin, die in Düsseldorf engagiert ist und deren bloßes Timbre mich jedes Mal hinreißt (wie heißt sie nur noch? Es gibt auch CDs).

  • Zitat

    Original von Siegfried
    Bravo Severina,
    ich weiss nicht, ob ich deine Zähigkeit oder deine Kampfeslust mehr bewundern soll... :hello:


    Ich habe gehört, das soll jung erhalten! ;) Wenn ich meinen AN-Fight mit Edwin ausgestanden habe, brauche ich vermutlich wieder einen Schnuller :D :D
    lg Severina :angel:

  • Hallo Fugato,

    Zitat

    Dass eine Opernsängerin eine Ausbildung an der Waffe macht, ist doch wohl wirklich einzigartig


    Eine gute Vorbereitung auf den Umgang mit Menschen wie mir...? :D
    Im Ernst: Ich nehme an, sie hat eine Pionier-Ausbildung gemacht. In Rußland durchaus keine Seltenheit.


    ----------------


    Hallo Misha,

    Zitat

    Ich weiß, wovon ich rede


    Nicht nur Du...! :pfeif:


    ----------------


    Hallo Severina,
    (das beste hebe ich mir immer zum Schluß auf.)


    Zitat

    Du irrst, Edwin, ich finde es gar nicht sooooo schrecklich, dass du AN als "Erotikstar der Klassik" bezeichnest.


    Dann haben wir eine Meinungsverschiedenheit weniger. :angel:


    Zitat

    Was mich allerdings stört und nervt, ist dein Versuch, AN auf den Erotikfaktor zu reduzieren und ihre Karriere einzig und alleine ihren langen Beinen zuzuschreiben, denn das ist schlicht und einfach ungerecht.


    Liebe Severina, hier irrst Du: Nicht ich reduziere sie darauf, sondern das Management führt den Erotikfaktor gezielt ins Treffen. Ich sage dazu lediglich, daß sie besser aussieht als sie singt.


    Zitat

    Zu deinem ewigen Vorwurf, AN träte der eindimensionalen Berichterstattung in den Medien nicht entschieden entgegen, kann ich nur sagen: Recht hat sie! Ich täte einem Schmierblatt wie der Bild-Zeitung auch nicht die Ehre an, gegen sie zu prozessieren und damit die Auflagenzahlen zu steigern.


    Die entsprechenden Artikel sind das Resultat der von Anna Netrebko gespielten Rolle, in der eben die Erotik als Element der Persönlichkeit hervorgekehrt wird. Die meisten Richter mit Spezialisierung oder Erfahrung im Medienrecht würden aus diesem Grund wohl eine Klage abweisen. Dennoch wäre es ein Zeichen, daß Anna Netrebko nicht auf diese Weise dargestellt werden will. Motto: Wer schweigt, stimmt zu.


    Zitat

    rgendwie erinnert mch dieses entrüstete Wehklagen um die hehren Ideale der Kunst immer so ein bisschen an die Fabel mit dem Fuchs und den sauren Trauben....


    Okay, schmeißen wir alle Ideale über Bord! Es geht um Kohle, Kohle und nichts als Kohle.
    Als ich das anmerkte, wurde ich geprügelt. Schön, dass wenigstens Du meine Einschätzung teilst. :D


    :hello:

    ...

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  • Lieber Edwin, ich frage mal ganz ketzerisch: was hast Du gegen EDELnutten??????
    Bist Du etwa einer von der Sorte Vater Germont????
    Hier laeuft gerade seit vorgestern ein sehr aufschlussreicher Thread ueber diesen Herren...
    Ich habe da z.B. den Verdacht geaeussert, dass er in Wirklichkeit selbst in Violetta verliebt ist und sein spaeter Sinneswandel auch davon mit-motiviert sein koennte...... Ony soit qui mal y pense :D
    Im alten Griechenland und barocken Frankreich waren Edelnutten sprich Hetaeren und Maetressen eine hochangesehene Klasse.
    Warum soll Anna N. sich also nicht in diesen Rollen tummeln?????


    Fairy Queen :angel:

  • Hallo Siegfried,

    Zitat

    ich weiss nicht, ob ich deine Zähigkeit oder deine Kampfeslust mehr bewundern soll...


    Meine Zähigkeit und Kampfeslust sollst Du bewundern. Zwei Gegnerinnen wie Austria und Severina bedeuten einen Kampf, den Du im besten Fall nur wenigstens heldenhaft verlieren kannst. :D


    :hello:

    ...

  • Och, armer Edwin, soll ich Austria bitten, dass sie dir ein paar Vitaminpillen aufhebt? Mit einem Gläschen Vöslauer hinuntergespült - du machst dir keine Vorstellung, wie das belebt! :baeh01:
    Aber im Ernst: Deine Einschätzung, dass es nur um Kohle geht, habe ich immer geteilt - ganz besonders bei diesem unerträglichen Hallenstadion-Tingeltangel mit RV. Nicht dass ich das goutieren würde, aber es ist nun einmal die Realität, daran werden wir mit noch so hehren Idealen nichts ändern. OK, wir können die Spaß-events boykottieren (Was ich auch tue!), aber ausverkauft sind die Stadien trotzdem, trotz horrender Kartenpreise.
    Aber auch das darfst du nicht AN (oder ihrem bösen Management) in die Schuhe schieben, die Wurzel dieses Übels musst du bei "The three Tenors" suchen, die haben diese Goldgrube als erste entdeckt und hemmungslos ausgebeutet.
    lg Severina :hello:

  • ich bin übrigens überzeugt, dass anna netrebko, mittels der medien, bevölkerungs-
    schichten erstmals näher mit klassischer musik bekannt macht. ich kenne z.b. aus
    meinem arbeitskollegenkreis zwei, die eine einzige opern-DVD besitzen und diese
    auch schätzen. es ist - überraschung ,-) - die salzburger la traviata.


    faun

    die kritik ist das psychogramm des kritikers (will quadflieg)

  • Hallo Faun,


    ja und der andere große Teil, der nun zur Klassik gefunden hat, verdanken wir André Rieu. Was für eine Offenbarung!



    Herzliche Grüße
    von LT :hello:

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  • Zitat

    Original von Liebestraum
    ja und der andere große Teil, der nun zur Klassik gefunden hat, verdanken wir André Rieu. Was für eine Offenbarung!


    kann man aus deinem statement folgern, dass nach deiner persönlichen
    einschätzung, die musikalische qualität von netrebko und rieu vergleichbar ist?


    faun

    die kritik ist das psychogramm des kritikers (will quadflieg)

  • Ich würde eher zu behaupten wagen, dass ein größerer Teil des Publikums identisch ist...


    :untertauch:


    Ulli

    Die Oper muss Tränen entlocken, die Menschen schaudern machen und durch Gesang sterben lassen.
    (Vincenzo Geilomato Hundini)

  • Zitat

    Original von Ulli
    Ich würde eher zu behaupten wagen, dass ein größerer Teil des Publikums identisch ist...


    :untertauch:


    Ulli


    Salut


    Und würdest du es nicht begrüßen, wenn Leute von Rieux zu Verdi aufsteigen? Zum Schluss landen sie noch beim Figaro (muss ja nicht gleich der Salzburger sein ;) ).


    :hello:

    Ciao


    Von Herzen - Möge es wieder - Zu Herzen gehn!


  • Zitat

    Original von Theophilus
    Und würdest du es nicht begrüßen, [...]


    ...nö... eigentlich fehlt mir nichts.


    :hello:


    Ulli

    Die Oper muss Tränen entlocken, die Menschen schaudern machen und durch Gesang sterben lassen.
    (Vincenzo Geilomato Hundini)

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