• Ich werde es noch näher ausarbeiten (mein Rechner hat wieder Tücke), aber Ton Koopman hat erklärt "Er könnte nach Bordeaux übersiedeln. Samt seinen Orchester".


    Die Gründe: zu wenig Subvention (er bekommt jährlich 300.000 Euro).


    Hoffentlich kann ich noch heute diesen Bericht ergänzen.


    Schändlich unsere Behörde.


    LG, Paul

  • Der Dirigent Ton Koopman droht mit seinem Orchester die Niederlande zu verlassen wegen "Unfriedens mit dem Subventionspolitik".
    Koopman ist im Gespräch mit Bordeaux, um sein Ensemble dort unterzubringen.


    Jährlich bekommt Koopman für seinen Amsterdam Baroque Orchestra fast 300.000 Euro niederländische Subvention. "Zu wenig", sagt er in einer Zeitung (Volkskrant). 2003 beendete Warner Classics das lukrative Bachkantatenprojekt. "Nur weil wir gut bezahlte Aufführungen im Ausland geben, sind wir noch in der Lage uns übers Wasser zu halten".


    Das Kulturministerium sagt "In alle Sporten passiert es das niederländische Kulturprofis zum Ausland übersiedeln". Mit Koopman wird als "Subventionsrelation" geredet werden über seine "Wünsche und Ambitionen".


    Und der Kulturrat, der empfehlt über die Verteilung der Subventionen? "Vorläufig können wir nichts für ihm tun. Koopman kan extra Geld fragen für die nächste Kulturnota (Periode 2009-2012). Die Prozedur fängt an in 2007".


    Die französische Behörden in Bordeaux sind bereit zu investieren, falls das Orchester sich entschließt ein "orchestre régional" zu werden.


    Offenbar haben unsere Behörden nichts gelernt, als Bernard Haitink sich damals verabschiedete. Auch wegen mangelnde Subventionen. Und Chaillys Wünsche wurden auch nicht alle erfüllt.


    Ich weigere mich stellvertretend zu schämen, denn diese Kulturbarbaren sind wie Ungeziefer. Was man auch versucht, dieses Unkraut das immer den Preis kent, aber nichts vom Wert weißt, ist dafür verantwortlich daß komplette Generationen keine Bildung mehr bekommen.


    LG, Paul

  • Lieber Paul,

    da muss ich dir (leider) Recht geben, dass sogenannte Kulturräte und Kultusministerien ihrem Grundwert "Kulturpflege" nicht gerecht werden und es zu solchen bedauernswerten Entschlüssen von hochklassigen Solisten und Musikern kommen "muss". Es ist sehr traurig, dass ein Kulturamt nicht Kultur pflegen kann/will. Was soll denn dann Folgen, wenn nicht einmal mehr die Kultur unterstützt wird?
    Leidtragende sind am Ende wieder die jene, die Kultur schätzen und pflegen. Dass es sich ausgerechnet um Musik-Experten wie Koopman aus ihrem Heimatland verabschieden wollen/müssen, verschärft nur die Situation. Ich persönlich bin sehr enttäuscht von dieser "Kulturpflege", die betrieben wird - oder auch nicht.

    Gruß und K...
    Der Dux