Unbekannte Klavierkonzerte aus dem 19. und 20. Jahrhundert

petemonova · 151 Beiträge · letzte Antwort von axinja

151 Beiträge
  • :hello: @Bernd: Ach i wo, solltest du mal auf den Namen stoßen, kannst du ihn ja hier reinschreiben. Keine unnötigen Mühen...

  • Lieber Bernd,
    auch ich mag das Konzert von Pfitzner sehr.
    Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit besitze ich alle verfügbaren Aufnahmen- auch Rundfunkaufnahmen- dieses Werkes. :yes:
    Wolf Harden ist ziemlich gut, er hat es auch noch unter Beissel für den Rundfunk aufgenommen, mit dem NDR-Sinfonieorchester.


    Aber total umgehauen hat mich folgende Einspielung mit Walter Gieseking:
    http://www.amazon.de/Hans-Pfit…certo-Grieg/dp/B000001OHF


    Diese Aufnahme ist auf Tonband, nicht auf Schellack, aufgenommen.
    Zwar Mono, aber in richtig guter Klangqualität-vor der Bombardierung Hamburgs, logisch.....
    Egal, was auf der CD draufsteht(das Orchester ist falsch beschrieben), es spielt das Reichssender Hamburg Sinfonieorchester unter Albert Bittner.


    Diese Interpretation von Gieseking ist absolut phantastisch, das Klavier klingt toll auf der Aufnahme und Gieseking hat einen derartigen Drive, vor allem im zweiten Satz, das muß man gehört haben ( wenn man dieses Konzert mag, natürlich) :jubel:


    Natürlich darf jetzt das Konzert von Rex Mager nicht fehlen:


    Immer noch, imho, die beste Einspielung dieses Romans, dem man nie mehr entkommt, wenn man sich einmal auf ihn eingelassen hat :D
    http://www.amazon.de/Bach-Vari…sic&qid=1176672347&sr=8-1


    Schlechte Tonqualität, letztendlich als Stereo schlechter als die Gieseking-Pfitzner Mono-Aufnahme, aber was für eine Interpretation! :jubel:


    Der Pfitzner ist natürlich überteuert bei Amazon.
    Wenn er billiger zu finden ist-Glückwunsch, aber selbst diesen horrenden Preis ist diese überwälltigende authentische Interpretation m.e. immer noch wert.


    LG,
    Michael

  • Hallo Ben!


    Schön, daß Du den Bax empfiehlst, obgleich ich gestehen muß, daß ich
    mit den "Winter Legends" so meine Probleme habe. Der Anfang sicher fulminant, dennoch erscheint es mir an mancher Stelle etwas uninspiriert.
    Ich muß gestehen, daß ich mit diesem Werk nicht wirklich warm werden kann.... na ja, sind ja auch WinterLegends :wacky:


    LG
    Wulf.

  • Hallo Wulf,


    geht mir genauso mit den 'Winter Legends'. Die 'Symphonic Variations' finde ich das bei weitem interessantere und fesselndere Werk für Klavier und Orchester von Bax. :yes:


    :hello:
    Johannes

  • Hallo Johannes,


    ja, obwohl auch da....ach, ich muß demnächst einfach mal wieder reinhören. :yes:


    Vielleicht sollte man an dieser Stelle - wenn wir schon bei den Engländern sind - mal das Klavierkonzert in Es von John Ireland erwähnen.
    Es entstand 1930, steht jedoch in einer spätromantischen Tradtion mit irischem Einschlag. Es gehört IMO zu den besten englischen Klavierkonzerten in spätromantischer Tradition.


    Momentan sind zwei Einspielungen ohne weitere Mühe im Handel zu beziehen: eine Chandos-Einspielung, die ich ausdrücklich empfehle und die hyperion-Aufnahme:



    :hello:
    Wulf

  • Hallo Wulf,
    auf der Hyperion CD befindet sich auch die dreisätzige Orginalfassung des Delius-Konzertes.


    Während ich die überarbeitete-einsätzige- spätere Fassung sehr liebe, empfinde ich das Orginal als ausgesprochen furchtbar.
    Delius hatte das Konzert völlig zu Recht überarbeitet und ich meine, daß man ihm mit der Veröffentlichung dieses unausgegorenen Orginals keinen Gefallen getan hat.


    :hello:
    Michael
    P.S.

    Zitat

    irischem Einschlag


    Echt?
    Das ist mir noch nie aufgefallen ?(

  • Hallo!


    Ich möchte hier mal ein Klavierkonzert vorstellen, das sicherlich sehr unbekannt ist, ich aber äußerst gern höre. Es handelt sich um das Zweite Klavierkonzert von Kurt Schwaen (*1909), einem Komponisten, der besonders in der ehemaligen DDR eine nicht unbeträchtliche Popularität genoss. Das Werk stammt aus dem Jahre 1987 und ist als "Vietnamesisches Konzert" betitelt. Schwaen hat es für die vietnamesische Pianistin Tôn Nu Nguyêt Minh, Schülerin von Tatjana Nikolajewa, komponiert - der zweite und dritte Satz basieren auf Stücken aus den "Drei Stücken für Minh", die ein Jahr zuvor entstanden.


    Wie eindeutig zu hören ist, hat die Musik Vietnams das Konzert geprägt. Die Tonsprache ist eher gemäßigt modern, im Grunde genommen erweitert tonal - man könnte für die drei Sätze eigentlich sogar Grundtonarten angeben (A-Dur, fis-moll, a-moll). Schwaen strebt in seiner Musik nach Klarheit und Konzentration. Der Ausdruck ist eher gezügelt, romantische Ekstase und emotionaler Überschwang werden vermieden. Schwaen ist mal als "Neoklassizist par excellence" bezeichnet worden. Dennoch vermag seine Musik zu fesseln und auch eine starke emotionale Wirkung hervorzurufen.


    Wie schon angedeutet, besteht das gut viertelstündige Konzert aus drei Sätzen:
    1. Le ton la (Andante molto)
    2. Les deux tons (Durchgehend still)
    3. Deux-trois-trois (Vivo)
    Die Titel geben schon wesentliche Informationen zu den herausstechenden Merkmalen der Sätze.


    Im einzelnen: Le ton la, der Ton A, bezieht sich auf die zentrale Rolle des "A"s im ersten Satz. Das Konzert beginnt etwa mit einer brodelnden Orchestereinleitung, die 40 Sekunden lang nichts weiter als rhythmisierte, an- und abschwellende, unterschiedlich orchestrierte und akzentuierte "A"s bietet (einzige Ausnahme: teilweise Triller auf A). Darauf folgt das ebenfalls sehr simple Hauptthema, das aus vier Noten (a, h, d, e) besteht. Bis zum Einsatz des Klaviers macht die Musik auf mich den Eindruck, als höre man mit, wie sie langsam "entsteht", sich aus den einzelnen Elementen und Motiven hervorschält. Mit dem Einsatz des Klaviers kommt es zu einem kraftvollen, konzertanten Wechselspiel zwischen Klavier und Orchester, die Musik gewinnt an Kontur, wird weiterentwickelt, allerdings immer mit Bezug zum "A". Schwaen stellt dem Viertonmotiv erstaunlicherweise ein (ziemlich prägnantes) Zwölftonthema zur Seite, das allerdings nicht im Sinne der Zwölftontechnik gehandhabt wird. Schließlich findet die Musik zum Ton A und zum ersten Thema zurück und verklingt leise und unspektakulär.


    Der zweite Satz ist für mich persönlich einer der schönsten langsamen Sätze in Klavierkonzerten, und das, obwohl er ganz anders als die meisten mir bekannten Mittelsätze ist, überhaupt kein Klangschwelgen oder üppige Melodik. Das Konzept lautet hier "Les deux tons", womit fis-gis gemeint sind. Als kleine Sekunde durchziehen diese zwei Töne nahezu ohne Unterbrechung den ganzen (allerdings recht kurzen Satz, 3 1/2 Minuten). Die Orchestrierung ist sehr apart: zum Soloklavier gesellen sich zwei Flöten, ein Marimbaphon und die Streicher. Der Satz macht laut Beiheft (von Ina Iske, Schwaens Ehefrau, geschrieben) den Eindruck einer fernasiatischen Meditation, was ich ziemlich treffend finde. Eigentlich passiert die ganze Zeit über nichts, als dass zusätzlich zu den beiden Tönen benachbarte, leicht dissonierende Töne erklingen. Die Dynamik bleibt dabei stets sehr leise. Das wirkt ungemein ruhig und statisch. Der Satz klingt für mich ziemlich karg und fremd im Sinne vom faszinierend, vielleicht auch weltfremd. Ein Hauch von tiefer Trauer und stiller Klage schwingt in diesem Stück ebenfalls mit. Irgendwie hört sich das an wie Einsamkeit in Musik gesetzt (so jedenfalls mein subjektiver Eindruck).


    Der dritte Satz ist ganz anders geartet: Deux-trois-trois bezieht sich auf den vorherrschenden Rhythmus 2+3+3. Die vorwärtstreibende Motorik wird gleich zu Beginn in einem Schlagzeugsolo in Szene gesetzt. Es handelt sich hier um eine Art Toccata, wobei wiederem weniger auf die melodische Komponente geachtet wird: diesmal ist es der Rhythmus, der absolut im Vordergrund steht. Es gibt allerdings ein paar Ruhepausen, kurz vor dem Ende erklingen zum Beispiel einige schon im ersten Satz zu hörende markante, dissonante Akkorde im Klavier. Danach folgt allerdings ein schneller, energischer und kraftvoller Schluss.


    Insgesamt für meinen Geschmack ein großartiges, lohnendes Werk. Es gibt davon eine CD-Einspielung (Label ist Hastedt) mit der Widmungsträgerin am Klavier, begleitet von der Halleschen Philharmonie unter Olaf Koch. Es handelt sich dabei um den Mitschnitt der Uraufführung vom 18. Februar 1989. Gibt es bei jpc für 14,99 Euro:



    [tip]8114460[/tip]


    Das günstigste Abgebot bei Amazon Marketplace ist, drei Euro Porto mit einberechnet, nicht wesentlich günstiger als bei jpc. Der Amazon-Preis (34 Euro!) ist ziemlich absurd. Mit eingespielt ist übrigens Schwaens erstes Klavierkonzert sowie sein (ebenfalls sehr empfehlenswertes) Violinkonzert.


    Viele Grüße
    Holger

  • Hallo Holger,


    Um den Dirigenten Olaf Koch ist es nach dem Mauerfall sehr, sehr ruhig geworden.
    Aus gutem Grunde.
    Hier ein Zitat von Hartmut Haenchen:


    "Mein Problem in Halle hieß Olaf Koch, er war mein Chef. Und an ihm wäre ich fast zugrunde gegangen, gesundheitlich und als Dirigent. Er hat mir Knüppel zwischen die Beine geworfen, wo es nur ging, er versuchte meine Karriere zu knicken.
    Er hat mir vier politische Prozesse an den Hals gehängt. Das war eine sehr harte Lehrzeit für mich. "


    Das soll nichts gegen Deine Klavierkonzertentdeckung und Herrn Schwaen , sondern nur eine Ergänzung sein.
    Mit Schwaen werde ich mich mal befassen-danke für Deinen Bericht.


    Gruß,
    Michael

  • Hallo Michael, hallo pieter,


    erst mal danke für die Rückmeldungen! Werde hier in nächster Zeit eventuell noch ein paar andere unbekanntere Klavierkonzerte präsentieren.


    Zu Olaf Koch: Ich bin schön öfters über diesen Namen gestolpert und habe auch ein paar (ich muss sagen: sehr gute) Aufnahmen mit ihm und der Halleschen Philharmonie. Er hat sich wohl sehr stark für moderne Musik aus der DDR engagiert, hierbei offensichtlich für solche Komponisten wie Schwaen oder Kochan (beide auch nicht gerade der politischen Opposition in der DDR zugehörig). Natürlich habe ich in diesem Zusammenhang schon mal nach ihm recherchiert, was nicht so ganz einfach ist. Offenbar ist er nach der Wende von seinem Orchester, der Halleschen Philharmonie (heute Staatskapelle Halle), die er von 1967 bis 1990 leitete, mehr oder weniger vor die Tür gesetzt worden. Danach hat er teilweise im Ausland dirigiert. Am 22. August 2001 ist er dann im Alter von 69 Jahren verstorben. Irgendwo hatte ich mal einen Artikel über ihn gefunden, der müsste auf einem anderen Laptop gespeichert sein, im Internet kann ich ihn gerade nicht wiederfinden. Das Haenchen-Zitat habe ich in diesem Zusammenhang auch mal gelesen.


    Schwaen ist ein ziemlich interessanter Komponist, er dürfte mit seinen 98 Jahren wohl nach Harald Genzmer der zweitälteste lebende deutsche Komponist sein. Er hat sogar eine eigene Homepage: http://www.kurtschwaen.de. Sein Werkverzeichnis umfasst weit über 600 verschiedene Werke, davon viel "Gebrauchsmusik", Werke für Laien und Amateure, er hat auch z.B. für Musikschüler komponiert (meine ehemalige Cellolehrerin, aus Ost-Berlin stammend, kennt ihn als "Hauskomponisten" ihrer alten Musikschule). Vielleicht stelle ich ihn an anderer Stelle mal ausführlicher vor.


    Viele Grüße
    Holger

  • Banner Strizzi
  • Zitat

    Original von raphaell
    Zitat von seiner Website:


    "Was Du nicht mit drei Tönen n sagst, das sagst du auch nicht mit hundert."


    Tintinnabuli? ?( :D


    Hallo Raphael,


    auch wenn ich schon verstehe, dass du das eher scherzhaft meinst: ich kann versichern, dass Schwaen und Pärt nur sehr wenig stilistische Gemeinsamkeiten haben. An Tintinnabuli habe ich bei Schwaens Musik noch nie gedacht, und ich kenne schon eine ganze Menge (habe mir auch Noten gekauft etc.). Das Zitat spielt eher darauf an, dass Schwaen seine kompositorischen Mittel sehr ökonomisch einsetzt: hinsichtlich der Besetzung, der verwendeten Motive, der Länge (in seinem Klaviertrio Nr.5 "en miniature" gibt es 40-Sekunden-Sätze!) usw. Zum Beispiel mit Pärts religiösem Bezug hat der Atheist Schwaen gar nichts zu tun. Ich kenne nur wenig von Pärt, aber das ist schon eine ganz andere kompositorische Welt. Schwaens Musik ist im Allgemeinen eher spielerisch, vital, rhythmisch und klar.


    Viele Grüße
    Holger

  • Zitat

    Original von Holger Sambale
    Schwaen ist ein ziemlich interessanter Komponist, er dürfte mit seinen 98 Jahren wohl nach Harald Genzmer der zweitälteste lebende deutsche Komponist sein. Er hat sogar eine eigene Homepage: http://www.kurtschwaen.de. Sein Werkverzeichnis umfasst weit über 600 verschiedene Werke, davon viel "Gebrauchsmusik", Werke für Laien und Amateure, er hat auch z.B. für Musikschüler komponiert (meine ehemalige Cellolehrerin, aus Ost-Berlin stammend, kennt ihn als "Hauskomponisten" ihrer alten Musikschule). Vielleicht stelle ich ihn an anderer Stelle mal ausführlicher vor.


    Wie ich vorhin gelesen habe, ist Kurt Schwaen gestern verstorben.
    Vielleicht sollte man sich anlässlich dessen einmal etwas mit seinem Werk beschäftigen.



    Gruß, Peter.


  • Hallo Peter,
    habe ich auch schon gehört bzw. gelesen (stand heute so gegen 20 Uhr in der Wikipedia), das finde ich sehr traurig! Ich höre seine Musik nämlich wirklich gerne, nicht nur das zweite Klavierkonzert... Werde mal für die nächsten Tage eine kleine Würdigung in Angriff nehmen und in unserem Thema über DDR-Komponisten veröffentlichen. Übrigens habe ich im WDR-Programm gelesen, dass morgen nachmittag ohnehin sein Nocturne lugubre für Klavier gesendet werden sollte, und vorgestern habe ich selbst gerade mal wieder seine Promenaden-Suite für Orchester laufen gehabt...
    Viele Grüße
    Holger

  • Hallo,


    Zitat

    Original von petemonova
    Wie ich vorhin gelesen habe, ist Kurt Schwaen gestern verstorben.
    Vielleicht sollte man sich anlässlich dessen einmal etwas mit seinem Werk beschäftigen.


    Wie Arthur Honegger einmal zu sagen pflegte:


    "Das Wichtigste, was das Publikum von einem Komponisten verlangt, ist, daß er tot ist."


    LG
    Raphael


    :angel:

  • &raphaell
    Interessante These...
    Manchmal möchte ich allerdings bei "moderner Musik" selber lieber in diesem Zustand sein...


    &alle
    Was Schwaen angeht:
    Bei Fragen bitte an mich wenden. Ich war in letzter Zeit einer seiner Mitarbeiter, habe Stücke redigiert und durfte auch bei der privaten Trauerfeier dabeisein. Dort hat übrigens u.a. auch die Widmungsträgerin dieses Klavierkonzertes gespielt. Witzigerweise kenne ich sie noch aus der Hochschulle, wo wir mal zusammen musiziert haben.
    Alles andere würde jetzt dieses Thema Klavierkonzerte verlassen. Deshalb warte ich mal auf die von Holger angekündigte Würdigung. Dann gibts mehr!!!

  • Hallo Musikfreunde,


    bei unserem gestrigen Tamino-Treffen haben wir ein paar doppelte CD´s getauscht.
    ;) Da kommen so einige Neuheiten zu Tage. Wer nicht da war hats verpaßt - selber Schuld !


    Eine doppelte CD (kein Absetzschrott) von Frank hat dabei meine Person glücklicherweise erreicht:


    Aarre Merikanto (1893-1958):
    Klavierkonzerte Nr. 2(1935-37) - UA 1954 und Nr.3 (1955)



    Matti Raekollio, Klavier
    Tampere PO, Tuoms Ollila

    ONDINE, 1997, DDD


    Zunächst die Frage:
    Warum bleiben solche Meister-Werke so unbekannt ?


    Ohne diesen Tausch hätte ich den Komponisten Merikanto vermutlich nie kennengelernt oder Interesse an diesem Namen verspürt (Beim letzten Taminotreffen habe ich das Anbebot dieser CD noch auseschlagen, da mir der Name Mericanto nicht in mein Konzept paßte !)


    Die Klavierkonzerte Nr. 2 und 3 knüpfen rein gefühlsmäßig, stimmungsmäßig und zeitgemäß an die Prokofieff-KK an, (auch Gedanken an die Villa-Lobos-KK, wie Frank selber meinte, kommen auf) und haben zudem noch einen Touch Romantik in den langsamen, teils elegischen Mittelsätzen.
    Sie sind klassisch Dreisätzig aufgebaut und "sauber"= tonal..... Sie bieten pianistisch ein virtuoses Feuer, der auch im Orchestersatz farbig zu überzeugen vermag.


    Die unbekannten Ausführenden zeigen sich auf der CD als absolut überzeugende Formation mit höchstwertiger Interpretionsqualität (Ja, das kann man auch erkennen, wenn man keine Interpretationsvergleiche hat!).
    Das Orchester Tampere PO "tampert" nicht rum, sondern erweißt sich als Präzisionsklangkörper, der den großen TOP-Orchestern nicht nachstehen würde. Hörbar wird diese begeisterungswürdige Musik durch eine fabelhafte ONDINE-Tontechnik, die keinerlei Wünsche offen läßt.


    :hello: Klavierkonzerte, die man unbedingt kennenlernen sollte !
    Die Werke machen Appetit auf mehr von Merikanto.
    Wie ist seine Sinfonie Nr.1 ?




    @Hallo Frank,


    wie bist Du auf Merikanto gekommen ? Irgendetwas muß doch den Anstoß gegeben haben ?
    :hello: Nochmals Danke !

    Gruß aus Bonn, Wolfgang

  • Hallo!


    Falls hier jemand etwas von den Klavierkonzerten von Joao Domingos Bomtempo weiß und/oder gar Einspielungen kennt:


    Ich wäre interessiert!


    :hello:


    Ulli

    „Heute ist Tag des Deutschen Butterbrots.“
    „Kannst Du das auch belegen?“


  • Das ist meine Schuld - der folgende Thread und Aufdringlichkeit ...


    Merikanto: Klavierkonzert Nr. 2 / Villa-Lobos


    Es lohnt sich aber wirklich!


    Gruß an die Bonner Gemeinde von der fränkischen!


    Wolfgang

    Lieber Fahrrad verpfänden denn als Landrat enden!

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  • Auf CD 25 der Jubiläums-Box “Herbert von Karajan - The complete EMI recordings 1946-1984“ finden sich als wahre Raritäten zwei Klavierkonzerte des Pianisten und Komponisten Kurt Leimer (1920 – 1974), nämlich zunächst sein 4. Klavierkonzert in c-moll und sodann auch sein 3. Klavierkonzert für die linke Hand.


    Der Entstehungszeit durchaus nicht untypisch lassen sich die Werke am ehesten wohl einer epigonal-eklektischen Postmoderne mit persönlicher Einfärbung (ähnlich Korngold, Tippett, Britten, Khatchaturian) zuordnen. Es ist in beiden Werken zunächst einmal eine deutliche Orientierung an den Klängen der Klavier- bzw. Violinkonzerte Khatchaturians oder Korngolds zu erkennen. Sodann gibt es auch Prisen von Gershwin und Rachmaninov. Kurt Leimer war eben auch ein hochvirtuoser Pianist, und auch das merkt man seinem Komponierstil an. Es ist bemerkenswert in welchem Maße es Leimer in beiden Werken "krachen" lässt - aufgewühltes Passagenwerk, grelle dynamische, rhythmische und klangliche Kontraste.


    Neben Karajan hat sich auch Stokowski dem 4. Klavierkonzert angenommen und es in der Carnegie Hall zur Aufführung gebracht. Richard Strauss schätzte das 4. Klavierkonzert sehr und bezeichnete es als „hervorragend“.


    Wer es einmal einmalig motorisch-fetzig und mitreißend-rhythmisch haben möchte, der höre sich nur das „Allegro ritmico“ aus dem 4. Klavierkonzert an. Da geht die Post ab! Das dürfte die Allermeisten aus dem Ohrensessel reißen!


    Das Konzert für die linke Hand klingt zum einen wild und archaisch (-> Khatchaturian, Rachmaninov), zum anderen auch ein wenig nach Jazz und Hollywood (-> Gershwin, Korngold). Höchst erstaunlich, dass hier nur eine Hand spielt!


    Fazit: Wer auf der Suche nach spätromantisch-postmodernen Klavierkonzerten am Rande oder außerhalb des Repertoires ist und etwa das Violinkonzert von Korngold sowie das Klavierkonzert von Khatchaturian schätzt, dürfte auch von diesen Klavierkonzerten Kurt Leimers nicht enttäuscht werden.


    Loge

  • Hallo Loge,


    Zitat

    finden sich als wahre Raritäten zwei Klavierkonzerte des Pianisten und Komponisten Kurt Leimer (1920 – 1974), nämlich zunächst sein 4. Klavierkonzert in c-moll und sodann auch sein 3. Klavierkonzert für die linke Hand.


    ich habe gerade die orginalen Schallplatten vor mir liegen:


    Es handelt sich im Falle der Karajan-Aufnahmen um die Klavierkonzerte c-moll und Nr.3 b-moll für die linke Hand.


    Das c-moll- Konzert dürfte das 2.Konzert sein, da das 1.Konzert in Des-Dur steht.


    Zitat

    Neben Karajan hat sich auch Stokowski dem 4. Klavierkonzert angenommen


    Karajan hat niemals das 4.Konzert aufgenommen oder aufgeführt, dies hat Stokowski zusammen mit der "Symphony of the Air" für die Schallplatte und später auch mit dem RSO Saarbrücken für den Rundfunk gemacht.


    Vom 4.Klavierkonzert existiert noch eine der gesuchtesten und teuersten frühen Stereo-Deccas, dort wurden die Wiener Philharmoniker von Robert Wagner (dem damaligen Chef des Innsbrucker S.O. und vormaligen GMD von Münster's S.O. ) geleitet.
    Diese Decca- LP besitze ich nicht, weil zu teuer und aus anderen Gründen, welche ich nun darlege:



    Diese Aufnahmen sind alle recht selten- oder besser waren recht selten, da sie nun auf CD(bis auf die Robert Wagner-Decca) vorliegen- und Kurt Leimer war ein fantastischer Pianist. :jubel:


    Das hier ist meine persönliche Meinung:


    Für mich sind das die grauenvollsten Klavierkonzerte, welche im 20.Jhdt. komponiert wurden.
    Ich kann beim besten Willen keine Anklänge an von mir geliebte Komponisten wie Korngold, Khatschaturian, Britten, Rachmaninoff, Gershwin usw. erkennen.


    Diese Konzerte dienen ausschließlich dem Zweck, Leimers grandiose Technik vorzuführen, wogegen ich nichts einzuwänden hätte, wenn es sich um interessante Musik handeln würde.


    Es wuselt und drischt und donnert in diesen Konzerten ohne jedweden Ansatz von Inspiration und Geschmack.


    Das Klavierhauptthema des 4.Klavierkonzertes (des "richtigen" 4.Konzertes, welches Loge nicht kennt) hört sich an wie "Old Macdonald had a Farm" auf Speed, für mich unerträglich.


    Fazit:
    Mir sind im Klavierkonzertsektor des 20.Jhdts. keine nichtssagendere und überflüssigere Konzerte als diese bekannt.


    Leimer war ein toller Pianist, aber als ernstzunehmenden oder gar lohnenden Komponisten sehe ich Ihn nicht.


    Das war meine persönliche Meinung, sie sollte nicht als allgemeingültig gemeint verstanden werden.


    Michael

  • Übrigens:


    Die Vergleiche und Zitate sind u.a. von der Leimer- Homepage und anderen Internet- Quellen übernommen.


    Vielleicht stehen diese auch im CD-Booklet?


    Keine Ahnung, denn diese CD's besitze ich nicht.


    Vielleicht sollte man mitteilen, woher man sein Wissen hat?


    Zitat

    Richard Strauss schätzte das 4. Klavierkonzert sehr und bezeichnete es als „hervorragend“.


    Das ist falsch zitiert: Strauss äußerte sich lobend über "sein" (Leimers)Klavierkonzert, es ist wohl das erste gemeint(da es zu der Zeit von Strauss's Lob anscheinend noch keine weiteren gab).
    Der Brief von Strauss ist übrigens auf der mir vorliegenden LP-Hülle abgedruckt.


    Als das 4.Konzert geschrieben wurde(1955), war Strauss schon lange unter der Erde.


    Wie können solche Verwechslungen passieren?


    Ist das CD-Booklet vielleicht fehlerhaft?


    Auch wenn mir diese Konzerte überhaupt nicht gefallen, so würde ich trotzdem nicht davon abraten, sie zu kaufen:


    Zum einen ist Leimers Klavierspiel außerordentlich und zum anderen sind dies echte Raritäten, vielleicht gefällt's dem einen oder anderen ja auch.


    Hier übrigens ein aufschlussreiches Zitat von der Leimer-Seite:


    "Er trat in zahlreichen grossen Konzerthäusern der Welt auf und machte sich vor allem als Interpret seiner vier Klavierkonzerte einen Namen, die Kurt Overhoff (1902-1986) in Leimers Auftrag und nach dessen Ideen auskomponierte und instrumentierte."


    Kurt Overhoff also, das war mir bis eben selber neu.


    Meines Wissens nach dirigierten sowohl Karajan wie auch Stokowski in Leimer's Auftrag. :stumm:


    Hier kann man sich legal einen Ausschnitt aus dem b-moll Konzert für die linke Hand anhören:


    http://www.kurtleimer.ch/sound/leimer_concerto1.wma


    Und hier einen legalen Ausschnitt aus dem 4.Klavierkonzert:


    http://www.kurtleimer.ch/sound/konzert_nr4.wma




    Michael


    P.S.

    Zitat

    Fazit: Wer auf der Suche nach spätromantisch-postmodernen Klavierkonzerten am Rande oder außerhalb des Repertoires ist und etwa das Violinkonzert von Korngold sowie das Klavierkonzert von Khatchaturian schätzt, dürfte auch von diesen Klavierkonzerten Kurt Leimers nicht enttäuscht werden.


    Äh, aber hallo........genau aus diesem Grunde habe ich mir damals die LP's zugelegt und kann versichern, noch niemals derartig enttäuscht gewesen zu sein.


    Zitat

    Das Konzert für die linke Hand klingt zum einen wild und archaisch (-> Khatchaturian, Rachmaninov


    Rachmaninoff ist wild und archaisch?
    Ist mir neu, ehrlich.
    Was soll an dem Gestampfe bei Leimer bitte an Rachmaninoff erinnern?


    Zitat

    zum anderen auch ein wenig nach Jazz und Hollywood (-> Gershwin, Korngold).


    Und was bitte an den amerikanischen Hollywood-Komponisten Eric Wulfgäng Korngold?


    Zitat

    Es ist in beiden Werken zunächst einmal eine deutliche Orientierung an den Klängen der Klavier- bzw. Violinkonzerte Khatchaturians oder Korngolds zu erkennen.


    Bitte um Aufklärung!


    Das verschließt sich mir absolut, wobei ich zugeben muß, daß ich diese Werke erst seit relativ kurzer Zeit, also seit 25 -30 Jahren kenne.


  • Gut möglich. Ich kann nicht mehr sagen, wodurch ich mich zu der Annahme verleiten ließ, dass das c-moll Klavierkonzert das 4. sei. Im Booklet der EMI-Box ist keine Nummerierung aufgeführt.


    R. Osborne nennt als mögliche Gründe, die Karajan zur Einspielung der beiden Klavierkonzerte Leimers bewogen haben könnten, das ausgesprochen virtuose Klavierspiel in Leimers Kompositionen sowie den Umstand, dass Leimer gut mit Walter Gieseking bekannt war, mit dem wiederum Karajan seinerzeit eng zusammenarbeitete.


    Unter die weniger bekannten Konzerte mediokrer Komponisten aus dem 19. und 20. Jahrhundert, wie die von Moscheles, Stenhammer, Raff, Rubinstein, Korngold, Delius u. a., lassen sich Leimers c-moll Konzert und das Konzert für die linke Hand - wer auch immer mitkomponiert hat - gut einreihen. Sie sind hörenswert und bereiten geradezu Freude. Das Finale des c-moll Konzerts etwa ist schwungvoll, ausgelassen und mitreissend wie wenige sonst.


    Und sehr wohl klingt da einiges nach Khatchaturian oder Korngold.


    Und sehr wohl - und an sich selbstverständlich - klingt vieles bei Rachmaninov oder bei Khatchaturian archaisch.


    Zitat


    Es wuselt und drischt und donnert in diesen Konzerten ohne jedweden Ansatz von Inspiration und Geschmack.


    Ja, gut möglich, dass über geheimnisvolle Wege auch ein wenig Mahler eingeflossen ist.


    Loge

  • Wenn jemand behauptet, Korngold und Delius seien mediokre Komponisten gewesen, gehe ich davon aus, daß er von Korngold und Delius zu wenig gehört hat, weshalb sein Urteil undifferenziert und damit irrelevant ist.
    :hello:

    ...

  • Noch viel köstlicher ist ja die letzte Bemerkung. Auf jeden Fall deutlich geschmackloser als die Alphornpassage in der 3. Symphonie (die IMO "geschmackloseste" Stelle, die man bei Mahler finden kann) und fast so geschmacklos wie einige Verwirrungen des großen Ludwig van. Aber es kommt meinem Sinn für geschmacklosen (häufig derben) Witz sehr entgegen. :hahahaha::hahahaha::jubel::hahahaha::hahahaha:
    Sollte es - wider Erwarten - doch nicht ironisch gemeint gewesen sein....nein, das mag ich einfach nicht glauben. :O



    Nichtsdestotrotz: Moscheles (der ein bezauberndes, von Schumann bewundertes 3. Klavierkonzert schrieb, das ich durchaus schätze) und Korngold in einen Topf zu werfen, ist absurd. Dasselbige mit Delius. Letzterer wurde v.a. von Komponsiten seiner Generation sehr bewundert. Delius zeigt in vielen seiner Werken eine Qualität, die deutlich mehr ist als medioker - z.B. A Village Romeo & Juliet, Violinkonzert, Cellosonate, Brigg Fair, A Life Mass etc.


    :hello:
    Wulf

  • Lieber Wulf,
    danke für den Hinweis. Ich hatte es glatt überlesen. Wahrscheinlich, weil ich wegen der albernen Bemerkung ad Delius und Korngold so sehr den Kopf schüttelte und nicht jede Eintragung ein zweites Mal lese.
    Aber wir sind natürlich wieder bei der Olympier-Diskussion, mit der sich manche Kleingeister so gerne beschäftigen, zumeist in der Annahme, durch solche Urteile selbst größer zu erscheinen.
    Die ganze Aufzählung ist insoferne absurd, als es sich um außerordentlich tüchtige Komponisten handelte (manche davon sogar mehr als tüchtig), deren einziges Manko es war, nicht bahnbrechend neue Ideen eingebracht zu haben.


    Es gibt, um zum Thread-Thema zurückzukommen, manch anderes Entdeckenswertes, das nicht von den ganz großen Genies stammt, wohl aber durchaus hörenswert ist.


    Jüngst etwa kamen mir zwei Klavierkonzerte des Engländers Alan Rawsthorne (1905-1971) unter: Das ist ein durchaus vergnüglicher Neoklassizismus, ziemlich französisch angehaucht, manchmal meint man, Poulenc oder Milhaud zu hören. Das Klavier hat auch allerhand zu spielen, obwohl es keine Tastentiger-Konzerte à la Rachmaninow sind. Insgesamt sehr sympathische Werke.


    Noch überraschter war ich vom Dritten Klavierkonzert des Australiers Malcolm Williamson (1931-2003). Ich kannte Williamson als Komponisten zweier etwas süßlicher Kinderopern ("The Happy Prince" und "Julius Cesar Jones"). Das Klavierkonzert ist eine eigentümliche Angelegenheit: Da gibt es Abschnitte, die eine völlige tonale Unbekümmertheit an den Tag legen mit Melodien, die man so vor sich hin summt oder pfeift. Dann schleicht sich die Chromatik ein, demontiert das Gefüge und ballt es zu herb dissonanten Klängen bis hin zum Cluster zusammen. Geht fast in die Schnittke-Richtung.


    Unbedingt aufmerksam machen möchte ich auf das Klavierkonzert von Richard Rodney Bennett (*1936): Ein unglaublich brillantes Stück mit einem applaustreibenden Reißer-Finale. Gesamteindruck: Gelenkiger Neoklassizismus mit romantisierenden Kantilenen - aber das Ding ist konsequente Zwölftonmusik! Und zwar ohne besondere Freiheiten. Bennett gestattet sich nichts, was sich nicht auch der späte Schönberg gestattet hätte. Instrumentierung und ein feines Gefühl für Akkordbalancen machen den Rest, also die scheinbar konservative Färbung.


    :hello:

    ...

  • Schon im April 2008 hatte ich durch den CD-Tausch mit Frank mit zwei Klavierkonzerten von Aare Mericanto (ONDINE) einen einen überraschend hervorragenden Neuzugang zu verbuchen.


    Gestern hörte ich zum ersten Mal meine neue CD der
    Klavierkonzerte Nr.1 und 2 vom Finnen
    Einar Englund (1916 - 1999) und bin noch mehr fastziniert, welch herausragende Musik aus dem Norden mir bisher verborgen blieb.
    Es muß wirklich nicht immer Nielsen - Sibelius - Grieg sein.



    Einar Englund:
    Klavierkonzerte Nr. 1 (1955), Nr. 2 (1974), Epinikia (1947)

    Matti Raekallio, Klavier / Tampere PO / Eri Klas
    ONDINE, 2003, DDD



    Das Klavierkonzert Nr.1 (1955) gehört (laut CD-Heft) zu den beliebtesten Werken Englunds, was ich mir nach nach meiner eigenen Begeisterung für das Werk bestens vorstellen kann. Denn auch Englund bietet (wie Mericanto) erfreulicherweise keine ungenießbaren "Neutönerexperimentalgeräusche". Sein Stil ist qausi eine Weiterentwicklung zu Prokofieff, Bartok und Khatchaturian, an dem sein KK Nr.1 besonders stark angelehnt ist.
    Seine Musik ist voll motorischer Energie, tonal und höchstsympatisch.


    Das Klavierkonzert Nr.2 (1974) ist etwas ernster und hat nicht diese "Kampfeslust". Es baut auf thematisch auf Quatensprünegn auf, die eine übermäßige Quarte voneinanbder entfernt sind. In allen Sätzen befindet sich Material dieser keimzelle. Es wurde im Auftrag des finischen Rundfunks komponiert - auch ein beachtliches Werk.


    :] Die unbekannten Ausführenden (Orchester, Dirigent und Pianist), sind genau wie bei Merikantos KK bestens disponiert und bieten sagenhaftes, genau wie der Klang der ONDINE-CD spitze ist.


    Ich habe gesehen das Englund auch 6Sinfonien geschrieben hat.
    Leider ist (zum Beispiel bei amazon) zum Teil nur für horrormäßige Höchstpreise (Sinf.Nr.1,2 für über 50,-€) an diese CD´s heranzukommen.
    :yes: Aber ich werde Englund und die CD-Angebote im Auge behalten.


    :hello: Welche Erfahrungen habt ihr mit Englund und weiteren Werken gemacht ?

    Gruß aus Bonn, Wolfgang

  • Zitat

    Welche Erfahrungen habt ihr mit Englund und weiteren Werken gemacht ?


    U.a., daß er bei jpc offenbar preisgünstiger zu haben ist... :hahahaha:


    Ich kenne eigentlich nur die Symphonien, in denen er mir als Schostakowitsch-Nachahmer erschienen ist. Handwerklich tadellos gemacht, einfallsreiche Thematik, aber etwas wenig Persönlichkeit.
    :hello:

    ...

  • Zitat

    Original von Edwin Baumgartner


    Ich kenne eigentlich nur die Symphonien, in denen er mir als Schostakowitsch-Nachahmer erschienen ist. Handwerklich tadellos gemacht, einfallsreiche Thematik, aber etwas wenig Persönlichkeit.
    :hello:


    Wobei die 2. (Blackbird) doch ein wenig heraussticht und m.E. deutlich weniger nach Schostakowitsch schmeckt als die übrigen Symphonien. David Hurwitz hat sie immerhin als eine der symphonischen Meisterwerke des 20. Jhd. bzeichnet.


    :hello:
    Wulf

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