Wer kauft wo und warum!?!

Richard · 426 Beiträge · letzte Antwort von Perikles

426 Beiträge
  • Ich habe hier eine Frage:


    Ich möchte bei einem US-amerikanischen Webshop (http://www.cduniverse.com) CDs bestellen. Bei der finalen Zusammenstellung der CDs im Warenkorb und zugerechneter Versandgebühr wird auch eine "zu erwartende Steuer" angezeigt. :wacky:


    Daher meine Frage: Müssen CDs, die ich im Ausland kaufe, bei der Einfuhr nach Deutschland / die EU versteuert werden? Wenn ja: wieviel macht das in etwa aus?


    Liebe Grüße, der Thomas. :hello:

  • Hallo,


    bei Einfuhren aus den USA zahlst Du neben Zoll auch noch Einfuhrumsatzsteuer (19 %).


    :hello:


    GiselherHH

    "Mache es besser! (...) soll ein bloßes Stichblatt sein, die Stöße des Kunstrichters abglitschen zu lassen."


    (Gotthold Ephraim Lessing: Der Rezensent braucht nicht besser machen zu können, was er tadelt)

  • Ist bei mir persönlich aber in meinem ganzen Sammlerleben nur geschehen, wenn ich bei http://www.broinc.com bestellt habe. Alle anderen Bestellungen aus den USA kamen so durch den Zoll (die verzollen ja nur stichprobenweise). Wie viele CDs sind es denn, große Pakete werden nämlich eher untersucht als kleine, so meine Erfahrung als Empfänger.

  • Sollte es nun dazu kommen, dass Steuern erhoben werden: wie ist dann der weitere Ablauf? Bekomme ich ein Schreiben? Werden die CDs zurückbehalten? Muss ich sie gar irgendwo abholen?


    Liebe Grüße, der Thomas. :hello:

  • Zitat

    Original von Chorknabe
    Sollte es nun dazu kommen, dass Steuern erhoben werden: wie ist dann der weitere Ablauf? Bekomme ich ein Schreiben? Werden die CDs zurückbehalten? Muss ich sie gar irgendwo abholen?


    Kommt darauf an: Befestigt der Händler eine Plastikhülle mit korrekter Rechnung außen an der Sendung, können Zoll und EUst problemlos berechnet werden ohen die Sendung zu öffnen. Der Postbote wird dann beides von Dir in bar kassieren.


    Andernfalls erfolgt eine schriftliche Benachrichtigung vom nächstgelegenen Zollamt (wahrscheinlich in der Kreisstadt). Dort mußt Du hin, Sendung öffnen, Rechnung vorlegen, (zB Ausdruck der Online-Rechnung oder des Bestätigungsemails), Steuern und Abgaben in bar entrichten und zum Schluß die Sendung mitnehmen.

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  • Ist mir schon mehrfach bei ebay-Lieferungen passiert (USA und Japan). Du bekommst dann einen grünen Zettel mit der Aufforderung, die Sachen beim zuständigen Zollamt abzuholen und die entsprechende ebay-Rechnung mitzubringen. Das kann dann die Preise von ohnehin teuren Sammelstücken nochmals nach oben treiben.


    Liebe Grüße vom Thomas :hello:

    Früher ist gottseidank lange vorbei. (TP)
    Wenn ihr werden wollt wie eure Väter waren werdet ihr so wie eure Väter niemals waren.

  • Neues aus Wien.
    Nein nicht wirklich neu - aber fast.


    Vor einigen Monaten entschloss sich ein Wiener Tonträgergeschäft zu "rationalisieren: Die Jazz- und die Klassikabteilung wurden zusammengelegt, Personal reduziert.


    Einer dieser Mitarbeiter Herr Hans Edlauer hat mit dem Inhaber eines anderen bekannten Wiener Tonträgerhauses gemeinsam ein neues Tonträgergeschäft eröffnet - im "Haus der Musik"


    GRAMOLA DA CAPO
    Edlauer & Winter OG
    Seilerstätte 30 /Ecke Krugerstraße
    1010 Wien



    Ich habe den Erstbesuch schon seit langem geplant - aber irgendwas kam immer dazwischen. Gestern Nachmittag war es dann so weit.


    Ein Bild sagt mehr als 100 Worte



    .


    ca 18000 CDs stehen zur Auswahl - Das Repertoire wendet sich auch an spezialisierte Kunden ............


    Zudem ist auf Grund daß Herr Winter (Gramola) seit vielen Jahren der Naxos Generalimporteur ist auch dieses Label vollständig (?) vertreten - nicht unbedingt eine Selbstverständlichkeit in Wien


    mfg aus Wien


    Alfred

    SPARE IN DER NOT - DA HAST DU ZEIT DAZU



  • Nicht schlecht!


    Jetzt hat das "Haus der Musik" wenigstens einen Sinn erhalten... :pfeif:


    Nach den CD-Einkäufen kann man sich dann gegenüber im 1516 [Schwarzenbergstr. 2a] den Kontostand schönsaufen.


    Da freu ich mich aber auf den nächsten Wienbesuch!


    :hello:


    Ulli

    „Heute ist Tag des Deutschen Butterbrots.“
    „Kannst Du das auch belegen?“

  • Wenn Naxos wirklich komplett vertreten ist, dann ist die Zahl von 18000 CDs allerdings nicht mehr verwunderlich. 3500-3600 Plätze sind dann schon mal billig belegt :D
    Und anscheindend ist auch Eloquence in großer Zahl vertreten...
    Ich geb's zu: ich bin neidisch!


    Eine Frage noch, lieber Alfred: ich entdecke auf den Bildern keine Hörstationen oder CD-Player. Ist der Laden noch ein wenig größer als die beiden Gänge? Und (reines Händlerinteresse): wie viele Mitarbeiter sind dort gleichzeitig anzutreffen? Ich nehme mal an, daß in Wien Schichtdienst im Einzelhandel herrscht - ihr habt bestimmt etwas längere Öffnungszeiten als Koblenz.


    :pfeif:Jürgen

    Ich brauche keine Millionen, mir fehlt kein Pfennig zum Glück...


  • Und die sind noch genauso muffelig und überschaubar chrmant wie in der Untergangszeit des "Phonohaus"; die dauerte ein paar Jahre.
    Darüber könnte ich mich als früherer langjähriger Stammkunde dieses Hauses jetzt richtig in Rage schreiben, das lasse ich aber lieber...
    Abgesehen vom Preisniveau, das ggf. dank der Nähe Goethes einen Tourismuszuschlag zu beinhalten scheint, ist das Angebot selber sicherlich ok.


    Wahrscheinlich seit langem besser sortiert ist Saturn auf der Berger Str. Zwei wackere Angestellte kämpfen seit langem um Regalmeter und Quadratmeter für Klassik und Jazz.
    Die Ansprache ist kaufhaustypisch und liegt damit bei meiner Erwartung - ganz im Gegensatz zu manch anderm Geschäft des sog. Facheinzelhandels...


    Grüße in die Heimat (noch ein Hesse!)
    Accuphan

    „In sanfter Extase“ - Richard Strauss (Alpensinfonie, Ziffer 135)

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  • Mir fällt in diesem Zusammenhang gerade ein Erlebnis im nahen M...markt ein.


    Ich suchte ziellos nach Einspielungen die mich interessieren könnten und stöbert so durch die Angebote. Da sprach mich doch tatsächlich ein Verkäufer an, das wir mir noch nie passiert, und fragte ob er helfen könne. Aha, dachte ich Du hast einen Gleichgesinnten getroffen. Da ich mich vorsichtig rantasten wollte sagte ich schüchtern wie ich bin :rolleyes: "Ich schau mal was sie so haben." Dienstbeflissen bot er mir gleich die neusten CDs an. Villazon - nein danke habe ich schon, Florez - ebenfalls. Jetzt nahm sein Gesicht ratlose Züge an. Aha, dachte ich doch kein Gleichgesinnter. Um ihm ein Erfolgserlebnis zu verschaffen fragte ich nach einer Einspielung von Wunderlich von der ich wußte das sie nicht im Regal stand. Sofort rannte er zu dem nächsten PC und gab die Suchworte die ich ihm nannte ein. Als das Ergebnis seiner Suche auf dem Bildschirm erschien sah er mich mit großen Augen an und sagte: " Oh das ist aber ein ganz schöner Brocken". Die CD kostete ein kleines Vermögen. Ich danke in mich grinsend und ging ohne etwas gekauft zu haben.


    :pfeif:


    Ich gebe zu, ab und an finde ich etwas im besagtem Markt, aber leider immer seltener. Aus diesem Grund kaufe ich zumeist bei unseren Werbepartner.


    LG


    Maggie

  • Sodele, der Antwort zweiter Teil: Das Positive!


    Neben den unerreichten Häusern in München (Beck) und Berlin (Dussmann) - weitere so geile (sorry!) Plattentempel kenne ich in Deutschland leider nicht - habe ich vor ca. fünf Jahren mein Geschäft in Stuttgart entdeckt: EINKLANG.
    Für mich die Nr. Drei im deutschen Fachhandel.


    Sehr gut sortiert bei Klassik und Jazz, mit freundlichem und kompetentem Personal, ca. sechs im Laden verteilten CD-Spielern (ein Kopfhörerverstärker von Musical Fidelity) und zwei schalldichten Hörkabinen (eine mit Surroundsound und Monitor für DVD) und einem Ergänzungsrepertoire quer durch den Gemüsegarten: Rock, Pop, New Age, Märchen, Kinder-CDs, Hymnen, Tango, Humor/ Kabarett, Klezmer etc., wird man eigentlich immer fündig. Leider... ;)


    Eine große Wand mit Opern, um die Ecke DVDs, ein eigenes kleines "Brilliant Classics"-Regal, Regale mit Aktionsware und Spartenangebot sortiert nach Solisten, Dirigenten etc. runden das Angebot ab.


    Angenehm ist ein hauseigenes "Treueprogramm" für Stammkunden, bei dem es je nach Umsatz einen prozentualen Sofortrabatt auf den Einkaufspreis gibt - keine weitere Plastikkarte, keine Treuepunkte und wertlose Pay-weg-Easy-Happy-schießmichtot-Meilen-Klebeheftchen.


    Es gibt einen Haushund (bellt udn beißt wirklich nicht) und der Chef nimmt sich heraus, im eigenen Laden zu rauchen (im Büro, gegen Abend auch mal vorne) - wer also extreeem sensibel ist und gerade aus dem Sauerstoffzelt kommt, könnte hier etwas auszusetzen haben.


    Ach ja, im Unterschied zu meinem früheres Stammgeschäft in Hessen sucht man bei EINKLANG auch im Internet nach Aufnahmen, engagiert sich für eigene Importe und hat auch immer mal wieder Schmankerl da, die es anderswo nicht oder noch nicht gibt (VÖ für Deutschland sechs Wochen später, nur bei Decca Italien erhältlich o.ä.).


    Wer also nach Stuttgart kommt, der mache sich auf den Weg zu EINKLANG, hinter der Eberhardpassage (mit Parkhaus). Es lohnt sich.
    Beste Grüße
    Accuphan

    „In sanfter Extase“ - Richard Strauss (Alpensinfonie, Ziffer 135)

  • Hallo zusammen,


    die Rhein-Ruhr-Schiene sollte aufgrund ihrer vielen Menschen eigentlich eine Menge anständige und spezialisierte CD-Geschäfte bieten, aber nach meinen Stichproben ... Pustekuchen.
    Hier in Dortmund geht Saturn, und Karstadt ging mal, beides hat aber in den letzten zwei Jahren sehr abgebaut.
    Dann haben wir noch einen Klassik-CD-Shop im Konzerthaus, der ist aber sehr teuer und verwendet eine Menge seines begrenzten Platzes auch auf Klassikfremdes. Daher nur selten eine Alternative!
    Aber zum Glück haben wir ja Saturn in Köln in erreichbarer Nähe. Also führen wir immer Listen und fahren dann viermal im Jahr dorthin, um unsere Vorräte an Klassik, Jazz und Blues zu ergänzen. Toll ist auch an Köln, dass man in der Klassikabteilung jederzeit Reinhörgeräte frei hat.


    Wir haben dort schon manche frohen Finderstunden verbracht und brauchen danach Wochen, um uns durch die ergatterten CD-Stapel durchzuhören.


    Ansonsten bereichere ich, wie andere hier, meine Bestände gerne mit Exoten von Zweitausendeins.


    Grüße


    tukan

  • Hallo Accuphan!


    Zitat

    Original von Accuphan
    Neben den unerreichten Häusern in München (Beck) und Berlin (Dussmann) - weitere so geile (sorry!) Plattentempel kenne ich in Deutschland leider nicht -


    Ich kenne Beck und Dussmann, aber gegen den Saturn in Köln kommen sie nicht an, der ist quasi der Obertempel! :jubel:
    Da ich vergangenes Jahr in recht kurzem Abstand in Köln, Berlin und München war, konnte ich die gut vergleichen. Und der Saturn in Köln ist für mich klarer Sieger.


    Viele Grüße,
    Pius.

  • Hallo Pius,


    den Kölner Saturn kenne ich bisher auch nur vom Hören - er sei, so hört man, jetzt auch bei Dir, legendär.
    Also, diese Herausforderung nehme ich an. ;) Beim nächsten Besuch in Köln ist Saturn dran. Ich bin sehr gespannt!


    Neben der schieren Menge ist es auch ein bisschen die Atmosphäre. Die finde ich bei Beck bisher am besten.
    Bei Dussmann habe ich die Klassik erst gar nicht gefunden, musste fragen und folgte dem Hinweis auf das eigentlich nicht zu übersehende Klassik-Schild an der Rolltreppe nach unten.
    Dort angekommen blieb ich auf dem Absatz stehen..., blickte mich um... und war baff. Wow, das gibt's doch gar nicht. Das Klassikkäuferkinderparadies! Besser als Bällchenbad früher bei IKEA. Hinter der Rolltreppe drei Wände, geschätzte vierzehn (?) Wandmeter Operngesamtaufnahmen. Also nur *Gesamt*-aufnahmen... Ich war völlig platt. Und dort: Keeping Score aus San Francisco. In einem deutschen Laden!!! Und Bernstein, und.... Hastig, überfordert und gierig stapelte ich die DVDs in meinen Armen, bis ich sie nicht mehr richtig halten konnte, merkte, dass das teuer würde, sehr teuer, merkte dann, dass ich noch nicht bei den geschätzten siebenhundertachtunddreißig Regalmetern CDs war und hatte eine kurze Krise. Wie soll das weitergehen? Wieviel Geld kann ich denn hier ausgeben, ohne auf der langen Heimfahrt nach Stuttgart völlig von einem schlechten Gewissen zerfressen zu werden? Wie viele CDs kann ich noch unerhört ungehört in mein Hifi-Rack stellen, ohne dass es mir allmählich selber peinlich wird? Kaufrausch? Kaufsucht? Brauche ich Hilfe? Kallwass-Shopping-Nanny hilf, bevor mich Herr Zwegat besucht!!!
    Am Ende des genussvollen Wechselbads zwischen warm-lustvollem Schwelgen und Aussuchen und dem kalt-gewissenhaften Selbstbeschränken und Vernunftreflex musste ich fragen, ob man mit Kreditkarte bezahlen kann. Kann man! Mist, dann muss ich nix zurücklegen! Zum Glück, dann muss ich nix zurücklegen!! Herrlich, was für ein Erlebnis. Die Kaufreue minderte sich, als ich beim Juwelier beschloss, auf die Rolex langfristig zu verzichten und mir über Jahre lieber immer wieder CDs zu gönnen. So eine grüne Lünette langweilt sicherlich auch nach zwei Jahren...
    Soviel zu meinem Besuch bei Dussmann. Vor gut einem Jahr.
    Vor drei Monaten war ich bei Beck. Da war es nicht ganz so schlimm, aber die Freundin, die sich drei günstige Pop-CDs kaufte, war erstaunt, dass man so hohe Beträge für nur eine CD ausgeben kann. Nun, es waren fünf in der neuen Beethoven-Box von Abbado - sie hat es dann auch eingesehen.
    Nach einem kurzen Marketingintermezzo von Albrecht Meyer bei der Kaffeebar nebenan war der Ausflug vorbei und ich habe mich bei einem Weißbier, Haxn und Kaiserschmarrn im Weißen Brauhaus wieder geerdet.
    Was bleibt? Die Freude am Erlebten und an der Musik, die mich lange begleiten wird. Prosamodus hiermit beendet. :D


    Beste Grüße
    Accuphan

    „In sanfter Extase“ - Richard Strauss (Alpensinfonie, Ziffer 135)

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  • Beck hat übrigens vor ungefähr einem guten halben Jahr umgebaut, die sind nochmal größer geworden. Vor allem haben sie dort jetzt viel mehr Hörerplätze und zwar mit guten Geräten und Kopfhörern. Es gibt auch ein paar Ecken, wo man halbwegs ungestört vom Musik-Hintergrundgedudel probehören kann. Letzteres wird manchmal sogar ausgeschaltet, dann gefällt's mir richtig gut.


    Und Probehören ist einer der letzten großen Vorteile des Fachhandels gegenüber dem Netz mit seinen Minutenschnipseln.


    In dieser Hinsicht bleibt allerdings der Stuttgarter Einklang mit seinen schalldichten Hörkabinen unübertroffen, da muss ich Accuphan rechtgeben! :jubel:


    Dagegen - ich hab's, glaube ich, schon mal geschrieben - ist die miese Qualität der Hörerplätze bei Dussmann ein Ärgernis, von der stets zu laut dudelnden Musik aus Lautsprechern ganz abgesehen.


    Vom Kölner Saturn mit seinen grässlich klingenden Strichcode-Hörproben schweigen wir lieber, da kann ich mir besser Internet-Hörschnipsel zu Gemüte führen. Überhaupt ist das Klassik-Angebot dort quantitativ sicher größer als bei Beck oder Dussmann, allerdings nach meiner Erfahrung auch unausgeglichener und lückenhafter.


    Von den Preisen her ist Beck klar am teuersten, Dussmann im Durchschnitt etwas preiswerter, Saturn von den dreien (natürlich) am günstigsten. Beratung kann ich nicht beurteilen, die nehme ich fast nie in Anspruch.



    Viele Grüße


    Bernd

  • Bei einem Einkaufsbummel auf der Mariahilferstraße wurde ich durch ein Plakat auf ein Geschäft aufmerksam, welches relativ neu ist und sich in der Otto Bauergasse, einer Seitengasse der Mariahilferstraße befindet aufmerksam:


    BLUE DANUBE RECORDS


    1060 Wien Otto Bauergasse 16


    http://www.bluedanube.at/


    Der Schwerpunkt liegt auf Klassik-Langspielplatten, also Vinyl
    Es gibt aber auch Jazz


    und (im Aufbau begriffen) Second Hand CDs zum Thema Klassik und Jazz


    Das Geschäft ist stets erst ab 14 Uhr geöffnet, da es sich um einen Ein-Mann Betrieb handelt, und vormittags das Hauptgeschäft in Tulln betreut wird.


    Der Inhaber, Herr Bierbaumer ist ein echter Liebhaber - wir haben ein wenig geplaudert - und deshalb sei ihm dieser Beitrag aus meiner Feder , der auf ihn aufmerksam macht - in Sympathie zugeeignet.


    mfg aus Wien


    Alfred

    SPARE IN DER NOT - DA HAST DU ZEIT DAZU



  • Ich kaufe oft bei Dussmann ein, Dussmann hat nicht nur eine riesige Klassikabteilung, sondern auch kompetentes Personal und die Möglichkeit unbegrenzt CDs probezuhören. Dazu liegen eben nicht nur die übliche Promo-Ware und die fragwürdigen Besteller aus, sondern auch die Empfehlungen der einschlägigen Zeitungen und die der Mitarbeiter.



    Blöderweise wohne ich ungefähr 800 Meter von Dussman entfernt, ich bin also einmal die Woche da. Typischerweise pilgere ich Freitagsabend dahin, wenn die Kinder im Bett sind, da Dussmann bis 24.00 offen hat, bleibt da reichlich Zeit.



    Selten gehe ich zu 2001, was auch nicht weit weg ist. Der Laden ist mir zu lieblos und zu ramschig.



    Weit mehr kaufe ich online ein:


    Hier im Wesentlichen bei amazon.de; amazon.co.uk und amazon.com und den verbundenen market places.


    Hinzu kommen alle zwei Monate eine Großbestellung bei mdt.co.uk


    Downloads erwerbe ich so gut wie nie.


    Auch bei jpc kaufe ich fast nie. Die Suchfunktion ist eine Desaster, die Preise sind hoch, und für Versandkosten zahlen, sehe ich nicht ein.

    marta

  • Herrlicher Beitrag, Mawal!


    Dussmann mag ja eine riesige Auswahl und Superberatung haben, ist aber leider eine Apotheke und für mich daher als Kaufort vollkommen indiskutabel. Man kann sich da durch alle CDs, die einen interessieren durchhören, das Angebot durchforsten, aber Kaufen sollte man natürlich woanders.


    Der Berliner Zweitausendeinsladen im Bezirk Mitte ist absolut grauenvoll. Ich dachte, das kann nicht wahr sein, als ich da einmal drin war. Ein bedrückender und enger Raum, an der Kasse eine ausgemergelte Punkergestalt, die von Nichts eine Ahnung hatte. Nach drei Minuten war ich wieder draußen. Einmal und nie wieder.
    Zum Glück ist der Frankfurter Zweitausendeinsladen da ein ganz anderes Kaliber.



    Agon

  • Zitat

    Man kann sich da durch alle CDs, die einen interessieren durchhören, das Angebot durchforsten, aber Kaufen sollte man natürlich woanders.


    Dieser Meinung kann ich absolut nicht beipflichten, denn genau diese Haltung ist es, die den klassischen Tonträgerhandel dazu brachte, die Pforten zu schliessen und das Geld - so noch vorhanden - in andere Branchen zu stecken.


    Heuelen und Zähneknirschen der Klassikfreunde war dann das Resulatat.
    Wer glaubt, irgendein Händler sei langfristig so blöde irgendeinen Service anzubieten der nicht über Umwege wieder hereinkommt, der kennt den Handel nicht.Irgendwann wird dann jeder "Stammkunde" eine Kundenkarte verpasst bekommen, wo in Minuten und Sekunden ein Abhörguthaben elektronisch vermerkt ist.
    Der Kunde sucht eine CD aus, in die er hineinhören will und schiebt seine Kundenkarte ein, nach Ablauf der Guthabenszeit schnappt der Automat ab- und es ist Ende der Sendung. Erst bei erneutem Kauf wird das Guthaben wieder - abhängig von der Einkaufssumme wieder aufgefrischt, wobei sogenannte "Schnäppchen" natürlich KEINEN Bonus hervorrufen. Schnäppchen sind ja sogenannte Käufe, dei denen der Verkäufer DOPPELT Geld verliert . Zum einen, weil oft unter dem Einkaufspreis verkauft wird - zum anderen, weil man sich mit dem Billigangebot den Hochpreismarkt blockiert. Hätten die Plattenkonzerne diese simplen Reglen des Marktes befolgt, dann gäbe es keine finanziellen Probleme. Ich bewerbe mich hiemit öffentlich für die Position einen Präsidenten des Schutzverbandes der Tonträgerindustrie
    ;)


    mfg aus Wien


    Alfred

    SPARE IN DER NOT - DA HAST DU ZEIT DAZU



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  • Wo kaufe ich meine CDs?


    Ich würde die Frage gerne verallgemeinern: Wo kaufe ich meine Musik?


    Mittlerweile erwerbe ich nämlich einen gewissen Teil meiner Musik online (legal, wie ich betonen möchte), und zwar bei iTunes, amazon.de und gelegentlich saturn (grauselige Suchmaschine) oder jpc.


    Zum Reinhören bediene ich mich dabei des Internets - oder der Düsseldorfer Bibliothek. Mir eine CD ausleihen bedeutet, eine ganze Woche reinhören zu können und in Ruhe zu entscheiden, ob sie mir gefällt.


    CDs kaufe ich online bei amazon und jpc. Wobei mir jpc in letzter Zeit zu teuer war, da kaufe ich vor allem CPO, aber momentan ist da Anschaffungspause. Kommt aber sicher wieder, mein Merkzettel ist zum Bersten voll... der nächste Geburtstag kommt bestimmt. Außerdem kaufe ich oft bei amazon.co.uk, weil CDs bisweilen in England verboten preiswert sind. Unabhängig vom Pfundkurs...


    Wenn ich auf realie Shopping-Tour gehe, sind die Möglichkeiten stark eingeschränkt.
    In meiner Gegend gibt es genau zwei Orte: die Saturn in Düsseldorf (Königsallee im Sevens) und Köln (Hansaring - der Ur-Saturn).
    In beiden Geschäften gibt es Beratung, ich kann in die CDs reinhören, der Preis, wenn er denn zu abstrus über anderen liegt, ist mitunter verhandelbar, und die Auswahl ist in Düsseldorf immerhin gut, in Köln exzellent. Und wenn die CD dort einen oder zwei Euros mehr kostet als bei amazon, nehme ich sie doch meistens mit. Service hat eben auch ihren Preis.
    Achja: Zweitausendeins wurde schon öfter erwähnt. Es gibt in meiner Gegend einige Ladengeschäfte (inzwischen in einigen Mayerschen Buchhandlungen, sowie in Düsseldorf und Köln). Deshalb stören mich da auch die Portokosten nicht... i.W. ist Zweitausendeins meine Quelle für Brilliant.

  • Ja, Alfred, Du hast ja in gewisser Weise Recht. Aber eine CD ist eben auch nur eine Handelsware und ein Massenprodukt wie vieles Andere, und so sollte man sie auch behandeln. Hier bei "Tamino" versammeln sich halt Leute, denen das Sammeln und Horten von Orignal-Klassik-CDs Freude bereitet und/oder zur Sucht ausgeartet ist. Dies sei ja auch Jedem gegönnt.


    Aber trotzdem ist es auch manchmal ganz gut, zur Besinnung zu kommen, und sich zu fragen: warum mache ich das? brauche ich diese CDs wirklich? was kompensiere ich damit? wieso brauche ich immer mehr? wieso kann ich nicht mehr aufhören? wäre mein Leben nicht besser und erfüllter ohne diese ständigen CD-Käufe? weiß ich überhaupt noch, was Leben ist, oder will ich es gar nicht mehr wissen? Das nur zum Nachdenken.


    Jedenfalls sollte man aufhören, die CD zu verherrlichen und zu ästhetisieren. Sie ist ein anonymes Massenprodukt und wird erst durch die eigene Idealisierung mit Wert und/oder Bedeutung aufgeladen.


    Irgendwann wird es sowieso keine Tonträger mehr geben...



    Agon

  • Ich kaufe meine CDs in Köln.
    Saturn Hansaring hat die größte CD-Auswahl der Welt,was will ich mehr?
    Manchmal hat das Musik-(instrumenten)-haus Tonger CDs,die bei Saturn schon vergriffen sind,neu oder gebraucht.Und die Schnäppchen von 2001 kommen auch schon mal in die Tüte.Wom,MediaMarkt und Promarkt kann man in Bezug auf Klassik-CDs vergessen.
    Somit habe ich 3 Einkaufsquellen in Köln.
    Onlinekäufe sind meistens preiswerter und somit kaufe ich größtenteils online.Schnäppchen bei JPC.Amazon-Marketplace Deutschland,England,Frankreich und USA(neu+gebraucht).
    Gelegentlich bei Elusive Discs (USA)und CDjapan (Japan).


    CDs kaufe und sammle ich seit 26 Jahren und es bereitet mir Freude.Nein,ich muß nicht zur Besinnung kommen und mich fragen,warum es mir Freude bereitet.Mein Leben wäre ohne CD-Käufe nicht besser,ja ich weiß noch,was Leben ist.

    mfG
    Michael

  • Zitat

    Original von Schneewittchen
    Wom,MediaMarkt und Promarkt kann man in Bezug auf Klassik-CDs vergessen.


    Oh ja... ein wahres Wort... :rolleyes: Das gilt aber leider auch für die meisten Saturn, zumindest in den Gegenden, in denen Du und ich uns so rumzutreiben scheinen. Das Ur-Saturn am Hansaring (und das Sevens in Düsseldorf) sind die einzigen rühmlichen Ausnahmen, die ich kenne.

  • Hallo,


    bei jpc und amazon. Selten bei Zweitausendundeins.


    Saturn gab es auch mal im Ihme-Zentrum in Hannover. Lange her. Wenn ich mal in Berlin bin, natürlich ein Gang zu Dussmann.


    So ist es halt in der Provinz!


    Grüße aus Burgdorf


    "Nicht weinen, dass es vorüber ist
    sondern lächeln, dass es gewesen ist"


    Waldemar Kmentt (1929-2015)


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  • Meine letzte Anschaffung, eine "Schmuckbox" - Das vergessene Reich von Jordi Savall (da werde ich noch drauf eingehen), bestellte ich in Mülheim im Mediamarkt. Nach zwei Tagen konnte ich sie dann abholen, und hatte noch, gegenüber den Anbietern im Netz, vier Euro gespart.
    Gut, das klappt nur, wenn es sich um aktuelle Werke handelt. Le Royaume Oublié erschien ja Dezember 2009. Wenn es sich um ältere Erscheinungen handelt, versagt der Dienst.
    Aber da habe ich auch noch meine "Die Schallplatte" in der City von Duisburg, die mir weiterhilft.
    Gruß

  • Zitat

    Original von Baudolino
    Aber da habe ich auch noch meine "Die Schallplatte" in der City von Duisburg, die mir weiterhilft.


    "Die Schallplatte" in Duisburg war jahrelang mein Stammgeschäft. Man wird von sehr kompetentem Personal beraten. Zu Zeiten ohne Internet wurde ich regelmäßig angerufen und mit neuen Informationen versorgt und konnte dann auch telefonisch bestellen.
    Inzwischen scheue ich doch die weitere Anfahrt und bestelle hauptsächlich bei Amazon.
    Einmal im Jahr gönne ich mir einen Besuch beim Kölner Saturn, da man dort so schön stöbern kann.


    :hello:
    Jolanthe

  • Wien ist immerhin eine Stadt mit 1.700.000 Einwohnern, etwa 100.000 Mehr als in meiner Kindheit und etwa 300.000 mehr gegenüber der Zeit als ich 25 war (der Tiefstand lag bei etwa 1,4 Millionen EW,)


    Demgemäß verfügt die Stadt auch über einige mittelgroße Klassik CD Läden - alle ca 5 Gehminuten auseinander, alle im Staftzetrum, beste Lage. Jedes Dieser Geschäfte hat gewisse thematische und labelorientierte Schwerpunkte, sodaß man - wenn man nicht vorbestellen will - und das will ich NICHT - mehr oder weniger alle frequentieren muß.


    Wenn ich die Situation von heute mit jener vergleiche, wo dieser Thread gestartet wurde, so hat sich mit Sicherheit nichts verbessert.


    Virgin Megastore - frequentierte ihn ohnedies selten - hat zugesperrt, und wnn auch das Angebot lieblos war, EINIGE Dinge gab es immer, die man sonstwo nicht bekam,


    Man sollte meinen, daß die anderen Geschäfte ihre Palette daraufhin vergrösserten - mitnichten.


    EMI Kärntnerstraße sperrte die Abeilung Jazz im ersten Stock zun verkauft dort jetzt Operntickets und anderes.


    Das führte dazu, daß die Klassikabzeilung im 2. Szock verkleinert werden musste, weil dort auch der Jazz untergebracht werden musste.


    EMI war einst teuer, aber ein gute Adresse für Aufnahmen die normalerweise schon aus den Katalogen gestrichen waren. Siew wurden dor selbstverständlich zum Vollpreis (22 Euro) verkauft.


    Die Preise haben sich nicht geändert- wohl aber das Angebot.
    Egal was ich als langjähriger Sammler Kaufen möchte - das Angebot ist "einseitig" Beethoven: Man findet Karajan, Bernstein, Abbado, Muti, Rattle, Celibidache, wer aber Norrington sucht wird Pech haben.


    Ähnlich geht es einem, wenn man nach Michael Gielen sucht, was ich heute in drei Geschäften getan habe. Mahler mit Gielen ? Fehlanzeige, Dafür natürlich mit Karajan, sowohl die vierte als auch die neunte Mahler , auch Hans Vonk war vorrätig, ebenso Davids Zinnman, der in einigen Geschäften sogar zum Vollpreis angeboten wird. Valerie Giergev, Rattle, Bernstein,natürlich auch Bruno Walter. Tilson-Thomas, jonathan Nott, Riccardo Chailly, und noch ein paar Dirigenten deren Mahle-Kompetenz ich nicht einschätzen kann (und will ;) ) - ja sogar EINE Roger Norrngton Aufnahme war - überraschenderweise dabei - nur keine mit Michael Gielen. Ich bin nicht versessen auf diesen Dirigenten, aber ich wollte eine Lücke in meiner Sammlung füllen.


    In wien bekommt man vieles, das ansonst als Rarität (oder Ladenhüter ?) gilt - etliches, das in Deutschland jedoch hochgelobt wird, kennt man in unseren Geschäften nicht mal.


    Wie sagt schon die Fremdenverkehrswerbung so treffend ?


    Wien ist anders !


    mfg aus Wien
    ALfred

    SPARE IN DER NOT - DA HAST DU ZEIT DAZU



  • Seit vor einigen Jahren in Folge eines Brandes in Kombination mit daraus resultierenden diversen baurechtlichen Auflagen das Stereo 2000 in Regensburg geschlossen wurde, gibt es südlich von Nürnberg mit Ausnahme von München so gut wie nichts mehr.
    Die ein oder andere Drogerie unterhält zwar noch ein Regälchen, genauso wie der ein oder andere Elektrofachmarkt, aber das Sortiment ist alles andere als gepflegt und außerdem ist es einer permanenten Verkleinerung unterzogen, wobei aber das auch nicht flächendeckend, sondern von Kreis zu Kreis unterschiedlich ist, mit der Folge, dass es regelrechte Klassik freie Zonen gibt.
    Wenn man nicht gerade noch einen Verkäufer kennt, der sich mit den Katalogen auskennt, dann braucht man auch gar nichts mehr bestellen, denn diese Prozedur dauert dann in der Regel fast eine dreiviertel Stunde und nervt sowohl Käufer als auch Verkäufer. Außerdem bekommt nicht jeder Laden jede Ware; sogar Naxos-CDs bereiten schon Schwierigkeiten, CPO, Zic Zac, Harmonia Mundi, diverse englische Label und was es sonst noch alles gibt, sind gar nicht erhältlich.
    Nichtsdestitrotz ist es aber empfohlen, doch hin und wieder wenigstens den ein oder anderen Drogeriemarkt aufzusuchen, tauchen doch dort immer wieder mal höchst interessante Sonderangebote auf, so habe ich in Cham für 10.- EUR Mozarts Titus in der Jacobs-Einspielungen erwerben können.


    Faktisch kann man also hier als Klassikliebhaber nur noch dank des Internets bestehen, wobei aber eine flächendeckende Breitbandverbindung desselbigen auch nicht gegeben ist. Zum Glück hab ich aber eine.


    Aber das war nicht immer so, vor 20, 25 Jahren noch war es kein Problem, sich auch in der Provinz eine gepflegte Klassiksammlung aus dem Angebot vor Ort aufzubauen. Eingebrochen ist der Markt erst so richtig um 2000 herum. Und ob er noch einmal die Kurve kriegt? Eher nicht, denn seit die Waldbewohner grundsätzlich Internetzugang haben, sind sie auf Angebote vor Ort nicht mehr angewiesen.


    Viele Grüße
    John Doe

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