Die Zauberflöte - Ein Machwerk ?

  • Liebe Mozartfreunde,


    Diesmal nähere ich mich dem Thema Zauberflöte von einer anderen Seite, es geht hier ausdrücklich nicht um vergleichende Interpretationen, sondern um den Gehalt des Werkes, seine Aussage, Machart, seine geistige Tiefe, Bezüge (falls vorhanden) zur Aufklärung, und wie die Oper von Zeitgenossen, von späteren Generationen und heute bewertet wurde und wird.


    (Wenn diese Art der Themengestaltung auf interesse stößt, kann das auch mit anderen Werken wiederholt werden, es handelt sich de facto um Parallellthreads, die mit Interpretationsvergleichen nichts am Hut haben.


    Eigentlich hatte ich solch ein Thema schon lange im Hinterkopf, aber ich traute mich nicht so recht drüber. Jedoch die interessante Diskussion
    Sagitt-Peet und ich über das Wesen Taminos, wie er idealerweise zu besetzen sei, zeigte mir, daß auch solche Themen ihre Liebhaber finden könnten.


    Über die Zauberflöte ist viel geschrieben worden, sie wurde auch verschiedenst beurteilt und zugeordnet.


    Einige Meinungen, die mir im Laufe des Lebens immer wieder begegenet sind will ich hier einleitend auflisten:


    • Die Zauberflöte ist ein unvergleichliches Meisterwerk, es wäre ein Sakrileg hier Kritik zu üben.
    • Die Zauberflöte ist ein Machwerk aus Schikaneders Fließbandproduktion, bestenfalls durch Mozarts Musik genießbar gemacht.
    • Die Zauberflöte ist ein Produkt ihrer Zeit, mit vielen Elementen des Wiener Volksschauspiels, einst nette, seichte Unterhaltung fürs Volk, heute nur mehr ein nettes Museumsstück. Kein Verlust wenn man sie nicht kennt.
    • Die Zauberflöte ist eine Geheimbotschaft an die Menschheit, voll Symbolik und geheimen Freimaurer-Riten
    • Die Zauberflöte ist heute wegen ihrer Märchenhaftigkeit lediglich Kindern zuzumuten.
    • Die Zauberflöte ist ein frauenfeindliches reaktionäres Stück und hat auf heutigen Spielplänen nichts zu suchen.


    Ja das sind schon mal viele, einander durchaus widersprechende Aussagen. Dennoch - jede enthält ein Körnchen Wahrheit. Im Laufe des Threads, so hier einer zustandekommt, werde ich versuchen, die einzelnen Aspekte zu beleuchten, ohne allerdings den Anspruch zu erheben, der Wahrheit näher gekommen zu sein. Das Leben kennt viele Wahrheiten, und die Bühne erst recht.....


    Fürs erste


    Liebe Grüße aus Wien


    Alfred

    Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert


  • Sagitt meint:


    dies macht die Zauberflöte so interessant, was ist sie eigentlich ? In Zürich wird sie insceniert als Stück der französischen Revolution und Aufklärung, in Schwetzingen macht Achim Freyer daraus commedia als Volksstück, in der MET wird sie als Weihestück insceniert ( Levine, Battle, Araiza), Bergmann verfilmt sie als Märchen mit tiefenpsychologischer Deutung.
    Eigentlich wird die Frage gestellt, was ist ein Kunstwerk ?
    Historisch sieht es wie ein Volksstück fürs Volkstheater aus, die Freimaureraspekte könnten der Pittoreske dienen.
    Selbst bei einem solchen Ansatz wird der Bruch im Stück deutlich. Erst ist Sarastro der "Boese", dann mutiert er zum " Guten".
    Das Genie Mozart kann ein solches Sujet hernehmen und es durch die Musik unglaublich " vergrößern". Vielleicht war es von ihm aus die Reverenz an die Freimaurerei und die Aufklärung ?


    Wie bei vielen großen Werken sind sie wie Brillianten, die in jeder ihrer geschliffenen Facetten einen eigenen Spiegel haben und neue Dimensionen der Erkenntnis freisetzen.

  • Hallo Sagitt,


    ich muss da etwas überhört haben: wo in der Zauberflöte mutiert der "böse" Sarastro zum Guten?


    Ciao

    Ciao


    Von Herzen - Möge es wieder - Zu Herzen gehn!



  • Theophilius (=grch : Amadeus) schrieb:


    Zitat

    ich muss da etwas überhört haben: wo in der Zauberflöte mutiert der "böse" Sarastro zum Guten?



    Hallo Theophilius,


    Wenn Dir das unbekannt ist, dann hast Du sicher was überhört :D :


    Zu Beginn er Oper lässt die "gute" Königin der Nacht durch ihre drei "Hofdamen" den schönen Jüngling Tamino vor derSchlange (unter der man sich heute offenbar eher ein Drachenähnliches Getier vorstellt) erretten. Zusätzlich verspricht sie, Tamino ihre Tochter Pamino zur Frau zu geben, wenn er sie aus den Händen des Bösewichts Sarastro befreie.
    Zu diesem Zweck stattet sie Tamino mit einer friedensstiftenden Flöte auch (das sei an dieser Stelle hier ausdrücklich betont, weil es ein Eindeutiges Indiz dafür ist, daß als das Libretto entstand, die Figur der Königin der Nacht als "guter" Gegenspieler zum "bösen" Sarastro gedacht war. Taminos Begleiter Papageno (den er übrigens soeben kennengelernt hat , und der sich ohne großes Murren de facto als kostenloser Diener verdingt ;) ) erhält mit dem Glockenspiel ein ähnlich wirkendes Instrument geschenkt.


    Die Positionen sind als zumindest zu Beginn der Oper klar:
    Gute Königin der Nacht gibt (offensichtlich einfältigem) Tamino und seinem (noch einfältigeren) Gefährten Zauberdinge, der mit Hilfe derer Ihre Tochter aus der Hand des Bösewichts Sarastro, der Ihre Tochter (nebst dem Sonnenkreis) befreien soll.


    Als es soweit ist, erklären 3 "Leibwächter" er könne nicht zu Sarastro, ausserdem sei er kein Bösewicht, sondern ein Philosoph, Guru und Wunderwuzzi, der, wie alle Philosophen, Menschen dann einsperrt, wenn es zu deren Vorteil gereiche oder sonst irgenwie im Interesse des "Allgemeinwohles sei"(Die Geschichte lehrt uns ironischerweise, daß Pilosophen dies tatsächlich tun, wenn man ihnen die Möglichkeit lässt :stumm: )


    Tamino ist verwirrt: Wem soll er nun glauben. Wer ist gut und wer ist böse. Einerseits hat er die Zauberflöte, ein Geschenk der "guten" Königin und einen Auftrag, zudem eine versprochen Belohnung: Pamina.
    Andererseits hat er da die drei Priesert und Sarastro.


    Die haben nun Handlungsbedarf un müssen erklären wos lang geht. Und so argumentieren sie folgerichtig:


    "Ein Weib hat also Dich geschickt"
    "Ein Weib tut wenig, plaudert viel....
    -Du Jüngling glaubst dem Zungenspiel ?"


    Bei soviel Logik kann Tamino nicht länger widerstehen:


    Er weiß wo seine Vorteile liegen und wechselt die Fronten :D
    Die Belohnung, so wurde ihm zugesichert bleibe die Gleiche, er müße lediglich ein paar Prüfungen bestehen.Zudem behalten die beiden Helden noch ihre Zaubergaben. Papageno macht den Wechsel
    halbherzig mit, ihm ists egal, er hat sowieso nicht verstanden worums hier geht, daß plötzlich dann Papageno wie aus dem Hut hervorgezaubert auf der Bildfläche erscheint, lenkt sein Interesse dan endgültig in eine andere Richtung.


    Tamino könne man viele Attribute zubilligen. Urteilskraft und Standfestigkeit sind nicht drunter. (Ich rede von der Opernfigur, nicht von diesem Forum :jubel: ) Heute sagt man zu jo jemandem: Überläufer (intolerante Gemüter auch: Verräter)
    Wie ei solch wankelmütiger Tamino die Feuer- uind Wasserprobe besteht (offenbar ein Freimaurerritual (?) ist mir schleierhaft, bei dieser Szene bleibt die Bühne traditionellerweise ziemlich im Dunkeln und das wird seine guten Gründe haben :D


    Ab diesem Zeitpunkt ist die Königin der Nacht nun eindeutig die "Böse", während Sarastro zum "guten" mutiert ist, Sagitt hat hier völlig recht. ;)


    Das hat auch ein anderer erkannt: Monostatos (der Name kann als "Möch" übersetzt werden, ich ziehe hier jedoch "der Alleinstehende", ironisch auch der "Alleingelassene" vor :D


    Der "gute" weise Sarastro hat ihn nämlich "versohlen " lassen, somit
    begibt er sich in die Dienste der Königin der Nacht.


    Am Schluß wendet sich alles zum Guten.
    Auch das Publikum hat, kritiklos dem Helden Tamino folgend die "Wende" mitgemacht und war immer schon auf Seiten Sarastros und gegen die Königin der Nacht. Das glauben sie am Ende wirklich.


    Jubel und Sieg an allen Enden !!!!




    Beste Grüße aus Wien


    Alfred



    PS:
    Operneinsteigern, die noch nie eine Inhaltsangabe der Zauberflöte gelesen habe, rate ich an dieser Stelle eindringlich das zu tun, meine Version ist etwas eigenwillig, zudem nicht komplett, es werden lediglich einige Aspekte beleuchtet.

    Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert


  • Hallo Alfred,


    Zitat

    Original von Alfred_Schmidt
    Das hat auch ein anderer erkannt: Monostatos (der Name kann als "Möch" übersetzt werden, ich ziehe hier jedoch "der Alleinstehende", ironisch auch der "Alleingelassene" vor :D


    Der "gute" weise Sarastro hat ihn nämlich "versohlen " lassen, somit
    begibt er sich in die Dienste der Königin der Nacht.


    Das stimmt eben nicht - es ist eine oft zu lesende Fehlinterpretation des Schickaneder'schen Textes. Zwar kündigt Sarastro die Strafe im Final des ersten Aktes an (77 Sohlenstreich), aber ganz offenbar wird diese nie vollstreckt. Das sagt Monostatos selbst in der 7. Szene des 2. Aktes ganz eindeutig:


    "Und um so einer geringen Pflanze wegen *wollte* man meine Fußsohlen behämmern."


    D.h.: Keiner hat seine Fußsohlen behämmert. Besonders dämlich ist es, wenn Monostatos mit verbundenen Füßen auftritt, und dann diesen Satz sagt, weil es keiner bemerkt hat ;-)


    Zitat


    Auch das Publikum hat, kritiklos dem Helden Tamino folgend die "Wende" mitgemacht und war immer schon auf Seiten Sarastros und gegen die Königin der Nacht. Das glauben sie am Ende wirklich.


    Ich habe nicht viel Zeit, aber vielleicht ganz kurz: Es könnte natürlich auch sein, dass das Stück ein wenig über die klassische Gut-Böse-Schwarzweissmalerei hinausgeht und die Figuren alle ambivalent in ihren Gefühlen sind. Wer verstünde die *Mutter* nicht, die am Anfang den "Entführer" ihrer Tochter in den schwärzesten Farben malt? Nur als Beispiel. Auch für die anderen Figuren lassen sich erstaunliche Dinge feststellen, wenn man die "Bruchtheorie" einmal beiseite lässt und die Figuren vielleicht als fühlende und so handelnde Menschen begreift?


    Beste Grüsse,


    Claus

    Die wirkliche Basis eines schöpferischen Werks ist Experimentieren - kühnes Experimentieren! (Edgar Varèse)

  • Hallo Alfred,


    du hast wortreich für Sagitt die Antwort übernommen und ihm auch recht gegeben, ohne auf den Punkt zu kommen, auf den ich hinauswollte. Also muss ich etwas ausführlicher werden:


    Es gibt den von Sagitt angesprochenen Bruch in der Figur des Sarastro in der Zauberflöte nicht, auch wenn du dies noch so ausführlich und eloquent untermauerst. Im Gegenteil, die Einheitlichkeit der Sarastro-Sphäre ist so statisch, dass man sie argumentativ auch als Schwäche (Unbeweglichkeit) auslegen kann.
    Der "Bruch" entsteht nicht durch die Veränderung der Figuren, sondern durch die Änderung der Perspektive des Betrachters (=Zuschauer).


    Vereinfacht kann man die Handlung der Zauberflöte als Familien- oder Sippenfehde betrachten, wo jeder über die Gegenseite nur schlechtes sagt (soll ja - wie von britischen Journalisten, z.B. einem gewissen Shakespeare, schon berichtet - auch in der Wirklichkeit vorkommen).


    Da platzt ein Fremder in die Geschichte, der vom Tuten und Blasen keine Ahnung hat und die Darstellung der Königin-Partei einmal vorbehaltlos akzeptiert - umsomehr, als diese ihm mit einer subjektiv ungemein erstrebenswerten Sache (Liebe zur "geraubten" Schönheitskönigin Pamina) geschickt zusätzlich schmackhaft gemacht wird. Die Situation ist nur insoferne klar, als lediglich eine Sicht der Dinge geäußert wird, ohne dass jemand weiß, ob sie richtig ist. Tamino hat keinen Grund zur Annahme, dass die Darstellung der Königin nicht richtig sein könnte (er ist offensichtlich kein Skeptiker), und ist - emotional angeheizt - schnell bereit, für sie in den Krieg zu ziehen. So wie Mime Siegfried gegen Fafner ins Gefecht schickt, um etwas zu erobern, das ihm selbst unmöglich ist, schickt die Königin Tamino los, da sie selbst zu schwach ist, um gegen Sarastro zu bestehen. Begleitet wird der reine Tor Tamino dabei von einem einfachen Waldbewohner namens Papageno, der diese Mission keinesfalls freiwillig unternimmt, sondern zwangsrekrutiert wurde, nachdem die Hofdamen der Königin mit ihm ganz schön ruppig umgesprungen waren - soviel zur "guten" Königin der Nacht.


    Im Reich Sarastros angelangt, zeigen sich nun nicht die erwarteten Bösewichte, sondern zuerst ein eher beschaulicher Männerbund, der naturgemäß eine diametrale Gegendarstellung der Dinge abliefert. Der vielleicht etwas naive Tamino ist nun mit zwei gegensätzlichen Meinungen über eine Sachlage konfrontiert, ohne vorerst über die ausreichende zusätzliche Information zu verfügen, um eine als richtiger zu bewerten. Der Schwenk in seiner Einschätzung kommt dann im Finale des ersten Aktes, wo er erkennen kann, dass Pamina zwar wirklich die Gefangene des Sarastro ist, aber keinefalls in der Weise, wie es die Königin beschrieben hat. Er hat jetzt also einen Grund, sich auf die Seite des Sarastro zu schlagen - die Königin hatte in de facto angelogen. Soviel zur Urteilskraft des Tamino.


    Wie du es formuliert hast, hätte sich die Standhaftigkeit des Tamino darin geäußert, dass er aus einem einzigen Grund in Nibelungentreue zur Königin weitergekämpft hätte - nämlich dem, dass er zufällig zuerst ihr und nicht Sarastro über den Weg gelaufen ist.


    Im zweiten Teil der Geschichte ändert sich die Position der Sarastro-Welt in keiner Weise, während man immer mehr über die "böse" Königin der Nacht erfährt, die, um ihre Ziele zu erreichen, auch nicht vor einem Mordanschlag zurückschreckt.


    Als langer Rede kurzen Sinn behaupte ich nun nocheinmal, dass ihr beide Unrecht habt: es gibt keinen "Bruch" in der Figur des Sarastro.


    Ciao

    Ciao


    Von Herzen - Möge es wieder - Zu Herzen gehn!



  • Hallo Theophilus,


    ich bezog mich " nur" auf die Diskussion, die Attila Csampai in seiner Einführung zur Zauberflöte( rororo) S. 9 ff. ausführlich darstellt.


    Nicht mehr und nicht weniger.


    grüsse sendet


    Sagitt

  • Hallo Alfred,


    diese, sagen wir einmal, "Geschmeidigkeit" Taminos, die Du sehr schön geschildert hast, ist es, die mir die Figur trotz der herrlichen Musik, die Mozart ihr gegeben hat, herzlich unsympathisch macht. Eingebildet, leicht beeinflußbar und erregbar, arrogant und auf seinen Vorteil bedacht - ein Musterbild von einem Prinzen aus "fürstlichem Geblüte". Aus dem ist bestimmt ein hervorragender Funktionär und Apparatschik in Sarastros Sonnen-Sekte geworden. Arme Pamina...!


    Da lob ich mir den Papageno - ein bißchen schlicht gestrickt, aber er hat das Herz am rechten Fleck! Der weiß das Leben zu genießen (Essen, Trinken, Schlafen, V.....) und ist immun gegen das ideologische Gift vermeintlicher Menschheitsbeglücker.


    Grüße


    GiselherHH

    "Mache es besser! (...) soll ein bloßes Stichblatt sein, die Stöße des Kunstrichters abglitschen zu lassen."


    (Gotthold Ephraim Lessing: Der Rezensent braucht nicht besser machen zu können, was er tadelt)

  • Liebe Freunde,


    mit Begeisterung sehe ich, daß Ihr Euch mit der Zauberflöte befasst habt, ernstlich befasst habt. :D


    Bevor ich nuin mein Statement von mir gebe möcht ich festhalten, daß es hier nicht darum geht "wer recht hat" und wer nicht, es handelt sich bei den beiden Sichtweisen (es gibt übrigens mehrere) auch wiederum nur subjektive Standpunkte. Da es sich ja (das sollten wir im Auge behalten) bei den von uns betrachteten Personen und Ihrer "Geschichte" nur um Phantasieprodukte handelt gibt es natürlich kein "wahr" und Unwahr" was den "Charakter" der Figuren betrifft.


    Ich kenne natürlich einige Thesen und Behauptungen zur Zauberflöte, vieles ist hier verstiegen und weit hergeholt -- interessant als intellektuelle Spielerei ist es allemal - und so möchte ich auch unsere kleine Diskussion verstanden wissen: Als ein Beleuchten einer Story und ihrer Charaktäre von verschiedenen Seite , ohne aber den Anspruch zu stellen eine Seite habe "recht"


    Nun möchte ich lediglich einige lustige Einzelheiten herausgreifen ohne daß ich irgendwelche "Beweise" erbringe"


    Beginnen wir bei Claus´s Ausssage:


    Zitat

    Das stimmt eben nicht - es ist eine oft zu lesende Fehlinterpretation des Schickaneder'schen Textes. Zwar kündigt Sarastro die Strafe im Final des ersten Aktes an (77 Sohlenstreich), aber ganz offenbar wird diese nie vollstreckt. Das sagt Monostatos selbst in der 7. Szene des 2. Aktes ganz eindeutig:


    "Und um so einer geringen Pflanze wegen *wollte* man meine Fußsohlen behämmern."


    D.h.: Keiner hat seine Fußsohlen behämmert. Besonders dämlich ist es, wenn Monostatos mit verbundenen Füßen auftritt, und dann diesen Satz sagt, weil es keiner bemerkt hat ;-)


    Wie gesagt, lediglich als Gedankenspiel, weil ob er nun tatsächlich "versohlt" wurde oder nicht bleibt offen, wobei
    die Stelle:


    He gebt dem Ehrenmann sogleich
    ("Schon Deine Gnade macht mich reich")
    nur ziebenundsiebzig Sohlenstreich !!


    Es heisst im Text SOGLEICH !!


    Es folgt noch kurz:


    M: Ach Herr , den Lohn verhofft ich nicht
    S: Nicht Dank, es ist ja meine Pflicht.


    An dieser Stelle steht im Libretto: (Monostatos wird abgeführt)


    Viel Zeit bleibt nicht zur Begnadigung des Monostatos, vielleicht ist er aber auch rechtzeitig geflohen.....


    Interessant nun die Reaktion der Gefolgschaft von Sarastro:


    Kritiklos rufen sie begeistert (natürlich singen sie es) :D


    Es lebe Sarastro der göttliche Weise:
    Er lohnet und strafet in ähnlichem Kreise !!!


    -------


    Die Stelle aus der Siebten Szene ist interessanterweise gestrichen, und zwar in mindestens 5 verschiedenen Librettos der Zauberflöte, schließlich hab ich aber doch ein komplettes gefunden.


    Zitat

    Ha, da find' ich ja die spröde Schöne! - Und um so einer geringen Pflanze wegen wollte man meine Fusssohlen behämmern? - Also bloss dem heutigen Tage hab' ichs zu verdanken, dass ich noch mit heiler Haut auf die Erde trete.


    (der Text ist noch länger, anschließend folgt: "Alles kennt der Liebe Freuden" )


    Hier wird auch ganz deutlich gesagt, daß die Begnadigung (scheinbar also doch nicht geflohen :D ) an einen bestimmten Tag, ein besonderes Ereignis gebunden war, normalerweise wäre das anders verlaufen, auch das sagt Monostatos (Sorry musste sein, ich hab über eine Stunde nach dieser Stelle gesucht. :D )


    -------------------------------------------------------------------------


    Aber zurück zur Gut-Böse Frage:


    Mir stellt sich Sarastro als selbstgefälliger Patriarch dar, der zu jeder Lebenslage eine Meinung hat die dann von seinen Jüngern blind
    akzeptiert wird. Angeblich soll Sarastro und der Priesterkult ja eine Freimaurer - Parodie sein. Bewiesen wurde das niemals, spekuiliert wurde darüber jedoch oft.



    Im Moment jedoch
    warte ich ob noch jemand zu diesem Themenkreis was zu sagen hat.


    Beste Grüße aus Wien


    Alfred

    Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert


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  • Hallo Peet,


    Zunächst danke für den Link, für mich ist das ja äusserst interessant. Allerdings bezweifle ich, ob er den Thread hier vorantreibt, denn man muß schon eine ganze Menge Zeit aufwenden um das alles zu verdauen.


    Zudem, das sei gesagt (und Du hast es gesagt) ist es auch lediglich ein weiterer Aspekt. Die Gefahr ist, daß das entweder gelesen oder nicht gelesen wird, aber die Diskussion hier ein wenig auf der Strecke bleibt (das mag aber eine Fehleinschätzung sein)


    Um die Sache zur Spitze zu treiben und meine Ängste ad absurdum zu führen:
    Das Libretto, welches aud dieser Website abgedruckt ist, hat eine andere Szeneneinteilung, als jenes das Claus als Referenz heranzog.
    (und welches ich inzwischen auch gefunden habe)
    Interessanterweise enthält es den Satz


    Zitat

    "Und um so einer geringen Pflanze wegen *wollte* man meine Fußsohlen behämmern."


    NICHT.


    Man könnte darüber spekulieren, ob der Satz hier gestrichen wurde, oder in der anderen Version erst nachträglich eingefügt.


    Ich hätte gern argumentiert, diese Ausdrucksweise sei nicht sehr wienerisch (der Rest der Oper jedoch zumeist), jedoch war Schikaneder ja eigentlich Deutscher, was das Ganze noch schwieriger macht.



    Aber das ist ja eigentlich auch nur ein Detail am Rande.


    Beste Grüße


    aus Wien


    Alfred

    Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert


  • Hallo Foranesen,


    @Alfred, Zitat:
    Die Zauberflöte ist eine Geheimbotschaft an die Menschheit, voll Symbolik und geheimer Freiumaurersymbolik
    ---------------------------------------------------------------------------------------------------------
    Ich möchte allen Freunden der Zauberflöte auf folgenden Link der Internet-Freimaurer-Loge Hamburg
    verweisen:


    http://www.internetloge.de/


    Hier gibt es ausführliche Informationen zur Entstehung der Zauberflöte in Verbindung mit dem
    Freimaurertum und Ihrer Symbolik
    z.B.
    Das in der Loge Mozarts verwendete Ritual hatte einen unterschiedlichen Rhythmus für die Hammerschläge der einzelnen Grade:
    - v - für den Lehrlingsgrad,
    v - - für den Gesellengrad und
    v v - für den Meistergrad
    (v = kurzer, - = langer Hammerschlag)


    Allen Interessierten zu empfehlen....


    Schöne Grüße
    reklov29


    Linkfehler durch Moderation behoben
    Alfred

    Bach ist so vielfältig, sein Schatten ist ziemlich lang. Er inspirierte Musiker von Mozart bis Strawinsky. Er ist universal ,ich glaube Bach ist der Komponist der Zukunft.
    Zitat: J.E.G.

    Einmal editiert, zuletzt von Alfred_Schmidt ()

  • Hallo reklov29,


    wenn Du den Internetlink nicht fett schreibst und unterstreichst, dann könnte man ihn direkt anklicken.


    Danke :)

    Grüße aus der Nähe von Hamburg


    Norbert


    Das Beste in der Musik steht nicht in den Noten.

    Gustav Mahler


  • Hallo Alfred,


    Linkfehler durch Moderation behoben


    Danke für die Behebung des Linkfehlers.
    Mit dieser Technik komme ich noch nicht klar......!!!!


    Gruß
    reklov29

    Bach ist so vielfältig, sein Schatten ist ziemlich lang. Er inspirierte Musiker von Mozart bis Strawinsky. Er ist universal ,ich glaube Bach ist der Komponist der Zukunft.
    Zitat: J.E.G.

  • Nobert Danke für Deinen Hinweis, bin jetzt informiert....!!


    Gruß
    reklov29

    Bach ist so vielfältig, sein Schatten ist ziemlich lang. Er inspirierte Musiker von Mozart bis Strawinsky. Er ist universal ,ich glaube Bach ist der Komponist der Zukunft.
    Zitat: J.E.G.

  • Eigentlich ist noch niemand auf Alfreds ursprüngliche Fragen eingegangen. Daher wage ich einem ersten Versuch:


    Die Zauberflöte ist ein unvergleichliches Meisterwerk, es wäre ein Sakrileg hier Kritik zu üben.
    Die Zauberflöte ist ein unvergleichliches Meisterwerk, über das es sich trefflich diskutieren lässt. Es wäre ein Sakrileg, dies nicht zu tun, aber sie steht über jeder Form von Kritik (in dem Sinne, dass man kritisieren kann, was man will, ohne dem Stück etwas anhaben zu können).



    Die Zauberflöte ist ein Machwerk aus Schikaneders Fließbandproduktion, bestenfalls durch Mozarts Musik genießbar gemacht.
    Über Schikaneders Fließbandproduktion bin ich nicht informiert, es ist aber sicher mehr als nur ein Machwerk. Gerade die kunterbunte Vielfalt an Aspekten macht es wahrscheinlich zu einem guten Opernlibretto, dass durch Mozarts Musik unvergänglich wurde.



    Die Zauberflöte ist ein Produkt ihrer Zeit, mit vielen Elementen des Wiener Volksschauspiels,einst nette, seichte Unterhaltung fürs Volk, heute nur mehr ein nettes Museumsstück. Kein Verlust wenn man sie nicht kennt.
    Die Zauberflöte ist ein Produkt ihrer Zeit, mit vielen Elementen des Wiener Volksschauspiels, gute und erstaunlich vielschichtige Unterhaltung fürs Volk, heute immer noch mehr als ein nettes Museumsstück. Ein großer Verlust, wenn man sie nicht kennte.



    Die Zauberflöte ist eine Geheimbotschaft an die Menschheit, voll Symbolik und geheimer Freiumaurersymbolik
    Darüber weiß ich zuwenig. Ich glaube allerdings eher nicht an irgendeine Geheimbotschaft. Ob Mozart in einigen Bezügen eine Verbeugung gegenüber der Freimaurerei gemacht hat, oder eher schalkhaft dieselbe ein wenig durch den Kakao gezogen hat, mögen letztendlich Wissenschaftler beurteilen (ich persönlich würde mich über die Richtigkeit der 2. These nicht wundern).



    Die Zauberflöte ist heute wegen ihrer Märchenhaftigkeit lediglich Kindern zuzumuten.
    Nein. Es hat sich bereits gezeigt, dass wir auch in der heutigen (über-)rationalen Zeit ohne Märchen nicht auskommen. Die Märchen, mit denen wir aufgewachsen sind, stammen aus der gleichen Zeit, wie die Märchenstoffe aus der Zauberflöte. Natürlich machen wir Erwachsene uns neue, "moderne" Märchen, die sich aber im Wesen fast gar nicht von denen unserer Jugend unterscheiden. Man muss sich bei der Zauberflöte also nur für zweieinhalb Stunden der "alten" Variante von Märchen öffnen und hat damit keine Probleme.
    Ich halte im Gegenteil die Zauberflöte für keine geeignete Kinderoper. Kinder werden nur von Teilen des ersten Akts gut unterhalten, der zweite Akt ist viel zu aktionsarm und für Kids megalangweilig. Da muss entweder eine Kurzversion der Zauberflöte her (es gibt dafür schon sehr gute Beispiele), oder eine andere Oper (z.B. Der fliegende Holländer).



    Die Zauberflöte ist ein frauenfeindliches reaktionäres Stück und hat auf heutigen Spielplänen nichts zu suchen.
    DIE Gretchenfrage zur Zauberflöte. Langer Überlegungen kurzes Resümee: ich bin mir bewusst, dass es im Libretto zwei diesbezüglich fragwürdige Sätze gibt. Wenn man diese vorerst ausklammert, und sich den Rest des Stückes ansieht, wird man feststellen, dass es unter Berücksichtigung der Entstehungszeit ein bemerkenswert modernes Frauenbild zeigt. Es sind die Frauen die handelnden Charaktere der Geschichte und ihre verbale Herabsetzung eigentlich nur einfallslose Rhetorik der Sarastro-Partei (ob bewusst oder mangels besserer Argumente sei dahingestellt).
    Fazit: nicht frauenfeindlich, noch Reaktionär fürs 18. Jahrhundert.



    Ciao

    Ciao


    Von Herzen - Möge es wieder - Zu Herzen gehn!



  • Salut,


    der 30.09.1791 war es wohl, an dem die Deutsche Oper "Die Zauberflöte" "zum ersten Mahle in Scene gieng". Klar ist, dass Mozart ein Verfechter der "Teutschen Oper" war, wie man anhand der Vorgänger "Die Entführung aus dem Serail", "Der Schauspieldirektor", "Zaide" (Fragment) sieht. Die Zauberflöte sollte, wie andere Werke (auch anderer Komponisten), eine Oper für das Volk sein, die leicht verständlich ist. Die Komposition der Zauberflöte war meines Wissens nach eher ein Freundschaftsdienst gegenüber Schikaneder, als ein wirklicher Auftrag. Mozart musste Berichten zufolge teilweise "gezwungen" werden, einzelne Nummern der Oper "endlich" zu schreiben. Trotzdem freut er sich über den offenbar nicht vorausgeahnten Erfolg seines Werkes im Brief vom 7./8. Oktober 1791 an seine Frau:


    freytag um halb 11 uhr Nacht.


    liebstes, bestes Weibchen!-
    Eben komme ich von der Oper; - Sie war eben so voll wie allzeit. - Duetto Mann und Weib etc: und das Glöckchen Spiel im ersten Ackt wurde wie gewöhnlich wiederhollet - auch im 2:t Ackt des knaben Terzett - was mich aber am meisten freuet, ist, der Stille beifall! - man sieht recht wie sehr und immer mehr diese Oper steigt. [...]


    * * *


    Meiner Meinung nach ist Schikaneders Textbuch garnicht so schlecht, wie es immer dargestellt wird. War es Zufall, oder Absicht, die Personen im ersten Akt anders darzustellen, als im zweiten Akt? Ich meine schon, dass Schikaneder absichtlich eine "falsche" Darstellung der Königin der Nacht und des Sarastro im ersten Akt vorgenommen hat, um einen "Effect" im 2. Akt zu bewirken, eine Täuschung, welche die Oper damals wirklich interessant gemacht hat. Heute kennen wir das natürlich schon und sind darauf vorbereitet bzw. reagieren garnicht mehr auf solche eigentlich "genialen" litterarischen Kunstwerke. Der Text ist einfach gehalten, eine Volksoper eben, und nicht gar "kindisch" - sind etwa die Texte der "Fledermaus" besser? Oder was ist mit "Doktor und Apotheker" von Carl Ditters von Dittersdorf, oder nehmen wir einfach "Die Entführung aus dem Serail"... (ganz zu schweigen von "Bastien und Bastienne") sind diese Texte etwa gehaltvoller, erwachsener, rühmlicher...?


    Die Zauberflöte ist auf jeden Fall Stein des Anstosses für die Zukunft der Deutschen Oper gewesen, soviel ist nachgewiesen. Alle jene, die über Fug und Unfug, Berechtigung, Sinn oder Unsinn der Zauberflöte reden, sind meiner Meinung nach nicht bereit, die eigentliche Einfachheit der Zauberflöte und damit die unantastbare Kostbarkeit zu akzeptieren und sich auf das Zauberspiel einzulassen.


    Viele Grüße
    Ulli

    Die Oper muss Tränen entlocken, die Menschen schaudern machen und durch Gesang sterben lassen.
    (Vincenzo Geilomato Hundini)

  • Zitat

    Original von Theophilus


    Ich halte im Gegenteil die Zauberflöte für keine geeignete Kinderoper. Kinder werden nur von Teilen des ersten Akts gut unterhalten, der zweite Akt ist viel zu aktionsarm und für Kids megalangweilig. Da muss entweder eine Kurzversion der Zauberflöte her (es gibt dafür schon sehr gute Beispiele), oder eine andere Oper (z.B. Der fliegende Holländer).


    Salut,


    dazu möchte ich kurz noch Stellung beziehen:


    Ich finde, Theophilus, dass Deine Aussage natürlich auf die heutige Zeit zu beziehen ist, also die Oper "allgemein" keine "Unterhaltung" für Kinder ist, weil diese alle (!!??) Power-Ranger- und/oder Game-Boy-geschädigt sind. Darf ich das so krass ausdrücken? Verzeihung! Der fliegende Holländer kommt ja wohl erst recht nicht in Frage, oder?


    "Früher" (hier meist-gehasstest Zitat von Bettina und Wilfried) war die Zauberflöte zumindest auch für Kinder ein Erlebnis:


    [Brief W. A. Mozarts vom 14. Oktober 1791 an Constanze über den gemeinsamen 7jährigen Sohn Carl]


    [...] dann gieng ich geschwind die Mama und den Carl abholen, welche unterdessen bey Hofer gelassen habe. Du kannst nicht glauben, wie artig beide waren,- wie sehr ihnen nicht nur meine Musick, sondern das Buch und alles zusammen gefiel. [...] Er hörte und sah mit aller Aufmerksamkeit und von der Sinfonie bis zum letzten Chor, war kein Stück, welches ihm nicht ein bravo oder bello entlockte [...] Dem Carl hab ich keine geringe Freude gemacht, daß ich ihm in die Oper abgeholt habe. [...]


    Viele Grüße,
    Ulli

    Die Oper muss Tränen entlocken, die Menschen schaudern machen und durch Gesang sterben lassen.
    (Vincenzo Geilomato Hundini)

  • Das kann ich nur bestätigen, die Zauberflöte ist bestens auch für Kinder geeignet - wenn sich auch tiefere Verständnisschichten erst später erschließen mögen - was im übrigen bei klassischer Literatur ja auch nicht anders ist:


    Also, unser Sohn heute 13 Jahre alt, ist mit der Zauberflöte als seiner ersten Oper aufgewachsen. Schon vor gewiß 6 oder 7 Jahren hat er mit mir die Böhm-Aufnahme gehört, wollte immer wieder weiterhlören bis zum Ende. Er hat den Bergmann-Film angesehen, inzwischen auch andere modernere Inszenierungen. Und es gibt wunderbare Kinderbücher mit sehr schönen Zeichnungen, mit denen er sich seit Beginn intensiv beschäftigt hat und die sicher in gewisser Weise bei ihm Bilder aus der Zauberflöte ausgeprägt haben.


    Ich halte die Zauberflöte mit ihrer Bildersprache und ihren vielschichtigen und vieldeutigen Inhalten als Einstieg für Kinder für besonders geeignet:
    Aus Erfahrung kann ich das sagen.


    Mit freundlichem Gruß


    Matthias

    Tobe Welt, und springe,
    Ich steh hier und singe.

  • Hallo Matthias,
    Dein Zitat:
    Das kann ich nur bestätigen, die Zauberflöte ist bestens auch für Kinder geeignet - wenn sich auch tiefere Verständnisschichten erst später erschließen mögen
    ---------------------------------------------------------------------


    Diese Woche findet in Bielefeld wieder eine Veranstaltung statt für Kinder und Jugendliche, wo anhand
    des Regiebuches und gestellten Szenen der Zauberflöte für ca. 1 Stunde W.A.Mozarts Werk erläutert
    und dargestellt wird.
    Von früheren Veranstaltungen weiß ich, daß der Zuspruch von den Jugendlichen-Kindern erfolgreich
    anzusehen war.
    Dies ist meiner Ansicht nach der richtige Weg, der Jugend aufzuzeigen, dass ausser Game-Boy und Fernsehen auch in der Kulturgeschichte spannendes und schönes feilgeboten werden kann.
    Das sollten wir unbedingt bewahren und unseren Kindern als Kulturgut näherbringen.



    Herzliche Grüsse
    reklov29

    Bach ist so vielfältig, sein Schatten ist ziemlich lang. Er inspirierte Musiker von Mozart bis Strawinsky. Er ist universal ,ich glaube Bach ist der Komponist der Zukunft.
    Zitat: J.E.G.

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  • Hallo Taminoianer,


    wir finden auch, dass die Zauberflöte DIE Einstiegsoper für Menschen ist, die anfangen sich mit Klassik/Oper zu beschäftigen. Ob 5 oder 50 Jahre.
    Klasse finden wir die Initiative der Wiener Staatsoper, die jetzt alljährlich (nach dem Wiener Opernball) die Zauberflöte für Kinder im Publikum aufführen.


    Um aber wieder zum Ausgangspunkt zurück zu kommen:
    Glaubt Ihr wirklich das Mozart oder Schikaneder sich SOLCHE Gedanken über den Inhalt der Zauberflöte (oder was sie darstellen soll) gemacht haben?
    Wir sind der Meinung, bei einer Zusammenarbeit der Beiden konnte gar kein anderes Werk herauskommen. Es mußte etwas phantastisches, lustiges, mythisches mit viel Zauberei werden...


    Viele Grüße


    Bettina und Wilfried

  • Hallo,


    Sehen wir mal den Schikaneder-Teil der Zauberflöte.


    Soweit mir bekannt ist, waren Schikaneder und Mozart sich über die Linie der Zauberflöt nicht einig, erst der anfangs achtbare, später große Erfolg kittete diesen Riss. Es ist eine Äusserung Schikaneders überliefert, wonach er gesagt haben soll, daß man aus der Zauberflöte iein viel erfolgreicheres Stück hätte machem können, Hätte nicht Mozart dauernd "dreingeredet"


    Es gibt, das wissen nur wenige, einige Zauberopern aus Schikaneders Feder, so zum Beispiel
    "Der Stein der Weisen"
    Märchenoper (1790) nach einem Libretto von
    Emanuel Schikaneder mit Musik von Mozart,
    Henneberg, Schack, Gerl, Schikaneder.
    --------------------------------------------------
    Streit, Ewing, Kelly, Trakas, Deas, Haan,
    Boston Baroque
    Pearlman




    Das Werk lag Jahrhunderte in der Versenkung und wurd vor mehr als 10 Jahren "ausgegraben" und vermarktet, nachdem man entdeckt hat, daß Mozart Musik beigesteuert hat, sein Anteil dürfte übrigens größer sein als ursprünglich vermutet. Heute beginnt es langsam dahin zu gehen wo es herkam: In den Schoß des Vergessens.


    Zur Zeit der Neuentdeckung war das Werk ziemlich in aller Munde, und was noch wichtiger war, in vielen CD-Playern.


    So ein Erfolg müsste doch zu wiederholen sein, dachte man, hat er vieleicht noch mehr Libretti geschrieben, der Herr Schikaneder ?
    Er hatte . Noch dazu mit dem selben Komponistenteam realisiert wie der Stein der Weisen -- allerdings ohne den Nachweis, daß Mozart dabei war - - Wen stört das schon ? Da kombiniert man halt die Aufnahmen mit jener des "Schauspieldirektor" Dann steht wieder Mozart auf der CD.


    Der wohltätige Derwisch
    Märchenoper nach einem Libretto von Emanuel
    Schikaneder, Musik wahrscheinlich von Henneberg, Schack, Gerl & Schikaneder


    +Mozart:Der Schauspieldirektor
    Sieden, S. Baker, Meek, Aler, Deas, Ewing,
    Boston Baroque, Pearlman




    Die Überraschung folgt beim Abhören des Werks: Die Ouvertüre, im "türkischen " Stil erinnert in Teilen schon eminent an jene der "Entführung", ohne allerding Anleihen aus derselben zu nehmen.
    Zumindestens gute Handwerker waren die Komponisten, sie imitierten Mozarts Stil weitgehend. Wenn man akzeptiert, daß diese Werke zur Unterhaltung des Publikums geschrieben wurden, dann kann das Ergebnis durchaus überzeugen.
    Da ja hier kein Genie am wer war, zumindest ist es nicht belegt, kann man despektierlicher über das Werk sprechen als bei der Zauberflöte oder der Entführung. Liebe reimt sich noch immer auf Triebe und die "edlen" Charaktäre haben einen Hauch von Lächerlichkeit, ähnich wie der "edle" Sarastro, der wahrscheinlich sowieso als Parodie gedacht war. Es fehlen auch nicht die Paralleleln zum "PA- pa- pa" Duett.
    Da Mozart offensichtlich nicht "dreingeredet" hat , hat das Werk signifant weniger Tiefgang als die Zauberflöte. Es gibt kaum düstere Szenen, aber jede Menge "türkische Märsche" und dann natürlich jede Menge Musik die eindeutig nicht von Mozart sein könne, und gerade wo ich das schreibe kommt eine Passage, die mich an die Cosi erinnert.
    Aber es finden sich auch Stellen die schon in die Zukunft , auf Lortzing hindeuten....


    Aber wir haben uns ja eigentlich die Frage gestellt, ob die Zauberflöte ein "Machwerk" ist oder nicht. Hier ist ja wohl in erster Linie die Handlung gemeint, die Musik ist IMO sakrosankt.


    Über das könnte man, so Interesse besteht weiterdiskutieren hier und jetzt sollte lediglich dir Frage der "Einzigartigkeit" der Zauberflöte geklärt werden und die Antwort lautet: Nein.


    Für momentan


    Beste GRüße aus Wien


    Alfred

    Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert


  • Salut,


    "Der wohltätige Derwisch" ist auch in meinem Besitz und ich höre die CD eigentlich gerne, weil sie teils lächerliche - teils aber auch signifikant gute Stücke enthält. Ich mag beides sehr gerne und in der Kombination erst recht! Wenn ich eines Tages die Partitur dazu bekäme, wüsste ich schon eher, WELCHE Teile - wenn überhaupt - davon von "unserem" Mozart sind. Es kann durchaus sein, dass Mozart dennoch einen größeren Anteil daran hat, als man zugeben will - man erinnere sich an jede Violinduette, die erst Michael Haydn zugeschrieben wurden, aber ein Freunschaftsdienst Mozart's an den stinkbesoffenen M. Haydn waren... ähnlich könnte es hier gewesen sein.


    Die "Stein der Weisen" - CD bin ich gerade in eBay am ersteigern (Pfoten weg - MEINE!!!). :stumm:


    Wenn ich es recht weiß, ist auch Suessmayrs Oper "Der Spiegel von Arkadien" auf Schikaneder's Mist gewachsen - zumindest in "seinem" Theater uraufgeführt worden. Man sollte Schikaneder - und Suessmayr - nicht unterschätzen!


    Liebe Grüße, Ulli

    Die Oper muss Tränen entlocken, die Menschen schaudern machen und durch Gesang sterben lassen.
    (Vincenzo Geilomato Hundini)

  • ... was vergessen...


    die "Zauberflöte" ist ja ziemlich parallel zur "Clemenza" entstanden. Teile der Chöre (z.B. Schlußchor der Zauberflöte letzter Akt) sind absolut identisch mit den Titus-Chören (1. Chor nach Marsch Es-Dur). Suessmayr hat zum "Titus" die Secco-Rezitative geschrieben, damit Mozart diese elende Arbeit erspart bleiben konnte. Über Suessmayrs Anteile an der Zauberflöte ist wohl nichts bekannt, oder?


    Grüße, Ulli

    Die Oper muss Tränen entlocken, die Menschen schaudern machen und durch Gesang sterben lassen.
    (Vincenzo Geilomato Hundini)

  • Salut,


    tja, und dann gibt es da noch aus der Feder Emanual Schikaneders und mit der Musik von Peter Winter den 1798 uraufgeführten "zweyten Theil" der Zauberflöte mit dem Titel "Das Labyrinth oder der Kampf mit den Elementen". Die große Saga der Familie Papageno...


    Immerhin hat dieses Werk bis in die 1830er Jahre die Bühnen bevölkert, um dann spurlos zu verschwinden. 1978 sollte - wie ich gelesen habe - eine Rekonstruktion des Werkes erfolgen. Irgendwann sind die fehlenden Teile aufgetaucht und dann aber - um 2 1/2 Stunden Spielzeit nicht zu überschreiten - gnadenlos gekürzt worden.


    Gibt es davon irgendwo eine CD oder DVD??


    Viele Grüße, Ulli

    Die Oper muss Tränen entlocken, die Menschen schaudern machen und durch Gesang sterben lassen.
    (Vincenzo Geilomato Hundini)

  • Salut,


    hatte heute in einem von drei Fällen Glück bei eBay und bin somit nun Eigentümer der 3er-CD-Box "Der wohltätige Derwisch" geworden... mal sehen, was meine Ohren dazu sagen, wenn ich kommende Woche endlich im Besitze dieser Aufnahmen bin.


    Viele Grüße, Ulli

    Die Oper muss Tränen entlocken, die Menschen schaudern machen und durch Gesang sterben lassen.
    (Vincenzo Geilomato Hundini)

  • Salut,


    meinen Beitrag vom 13.02.2005 muss ich insofern korrigieren, als ich nicht „Der wohltätige Derwisch“, sondern „Der Stein der Weisen“ ersteigert habe. Heute habe ich die CD’s erhalten und gleich im Auto in den CD-Spieler geschmissen und… war total verblüfft:


    Wenn dieses Werk, unabhängig davon, ob Mozart daran kompositorisch beteiligt gewesen ist, bereits 1790 entstanden ist, und das ist ja nachweisbar, dann erscheint „Die Zauberflöte“ nun in einem völlig anderen Licht! Der gesamte Grundcharakter der „Zauberflöte“, die überwiegende Tonart Es-Dur, viele Harmonien, ja Melodien sind der „Zauberflöte“ vorweggenommen. Es ist unzweifelhaft, dass „Der Stein der Weisen“ aus einer Reihe von Zauberopern stammt, die damals modern waren. Auch soll der „Stoff“ denselben Quellen wie der Zauberflöte entstammen; Schikaneder’s Hand ist unüberhörbar bei den gesprochenen (und gesungenen Texten) – die Ähnlichkeit, ja – teils Gleichheit in der Ausdrucksweise- und Form ist unüberhörbar, ganze Textpassagen sind nahezu identisch. Auch fiel mir gleich die Namensverwandtschaft der Acteure auf: Astromonte vs. Sarastro, Lubano und Lubana vs. Papageno und Papagena, vielleicht noch Nadine vs. Pamina…


    Parallele Textstellen finde ich auf die Schnelle wie folgt:


    Arie der „Königin der Nacht“: Der Hölle Rache kocht in meinem Herzen, Wut und Verzweiflung flammen um mich her…“ vs. Duett Nadir, Sadik „Wut und Verzweiflung tobt in mir, beraubt mich meiner Sinnen!“.


    Die „Drei Damen“ sind im „Stein der Weisen“ (noch) „vier Mädchen“, welche tönen:


    ERSTES MÄDCHEN
    Das bin ich ganz allein.


    ZWEITES MÄDCHEN
    Ich bin es, er ist mein.


    DRITTES MÄDCHEN
    O geht, ihr mögt die Rechten sein!
    Mein ist der Vogel, mein!


    .VIERTES MÄDCHEN
    Dein Stolz wird, wenn ich rede, fallen.
    Ich bin die Reinste von allen.


    Noch eine süße Textparallele:


    NADIR
    Du bist schon Mann?


    LUBANO
    Mann!


    NADIR
    Du bist schon Weib?


    LUBANA
    Weib!


    Auch die Entweihung des Tempels spielt in dem Werk eine Rolle und könnte der Szene „Wie? Wie? Wie? Ihr an diesem Schreckensort?“ (Drei Damen) gleichgestellt werden – es folgt bekanntlich die „Höllenfahrt“ der Königin der Nacht…(„Entweiht ist die heilige Stelle…“).


    Ursprünglich, also im „Stein der Weisen“ wurde wie folgt verfahren:


    CHOR
    Wie? Lubano? Lubana?
    Wagen sich ins Heiligtum?
    Ha, Dein Donner, Astromonte!
    Bringe die Verwegnen um!
    Unerhörte Dreistigkeit!
    Unser Tempel ist entweiht!


    Zudem gibt es auch noch, ganz nebenbei erwähnt, ein ZAUBERSCHWERT.


    Ich glaube, weitere Zitate erübrigen sich – irgendwie kommen mir all diese Dialoge und Arientexte schwer bekannt vor, wenn auch in leicht veränderter bzw. angepasster Form.


    Ich wage zu behaupten, dass Mozart Schikaneder’s Können und Nichtkönnen bewusst war und ihn ganz schön „schikaniert“ hat, bis der Text der „Zauberflöte“ eines Mozart gerecht geworden war. Die bekannten Äußerungen über Schikander’s Libretti dürften sich mithin auf die „vorzauberflötlichen“ Texte beziehen. Mozart hat aus diesem ganzen Tohuwabohu inklusive der Vielkomponisterei ein wirkliches Meisterwerk geschaffen!!


    Das integrierte Duett „Nun, liebes Weibachen“ ist zumindest im Köchelverzeichnis aufgeführt; ursprünglich unter KV 625 – verbannt nach 592a, also von 1791 nach 1790, wo die Oper „Der Stein der Weisen“ am 11.09. uraufgeführt wurde – wieder so eine Parallele zur „Zauberflöte“, die ein Jahr später, am 30.09.1791 zum „ersten Mahle“ gegeben wurde.


    Im Gegensatz zu den „vorzauberflötlichen“ Zauberopern, an denen offenbar meistens mehrere Komponisten zugange waren, stammt die Zauberflöte von Mozart allein, was dem Werk zusätzlich, zu der Verfeinerung der Thematik und des Stoffes an sich, noch eine herausragende Position gibt.


    Mozart’s Anteil am „Stein der Weisen“ kann ich nicht mit Sicherheit behaupten – SICHER kann ich jedoch sagen, dass der „Stein der Weisen“ einen sehr großen Anteil an Mozart’s „Zauberflöte“ hat… und damit sei dem Werk Genüge getan. Man verehre es – ohne den „Stein“ hätte es eine Zauberflöte wahrscheinlich niemals gegeben.


    Insofern ist "Die Zauberflöte" schon ein Machwerk.


    Viele Grüße
    Ulli

    Die Oper muss Tränen entlocken, die Menschen schaudern machen und durch Gesang sterben lassen.
    (Vincenzo Geilomato Hundini)

  • Zitat

    Original von Ulli
    – SICHER kann ich jedoch sagen, dass der „Stein der Weisen“ einen sehr großen Anteil an Mozart’s „Zauberflöte“ hat… und damit sei dem Werk Genüge getan. Man verehre es – ohne den „Stein“ hätte es eine Zauberflöte wahrscheinlich niemals gegeben.


    Insofern ist "Die Zauberflöte" schon ein Machwerk.


    Lieber Ulli,


    das kann man aber auch ganz anders sehen. Wir fangen ebenfalls an mit Dschinnistan. Drei Jahre nach Erscheinen des ersten Bandes, also ein Jahr bevor sich Schikaneder mit seinem Operntextbuch beschäftigte, erschien ein neuer Band mit acht neuen Märchen, darunter auch "Lulu und die Zauberflöte" von August Jacob Liebeskind. Als eine Vorgängering der Zauberflöte kann des weiteren "Oberon, König der Elfen", verfasst von Gieseke, gelten. Aber dieser "Oberon" Giesekes war ein Plagiat eines Stückes von Friederike Seyler. Die Musik stammte von jenem Paul Wranitzky, dem Jahre später Goethe seine Zauberflöte zweiter Teil zur Komposition anbot.
    Außerdem "lief" zur Zeit in der Mozart an der Zauberflöte arbeitete im Leopoldstädter Theater eine weitere Zauberoper "Kasperl, der Fagottist oder die Zauberzither".


    Wir hören Mozart selbst:
    "Ich ging dann, um mich aufzuheitern, zum Kasperl, in die neue Oper des Fagottist, die soviel Lärm macht. - aber gar nichts ist dran


    Uns da wir wissen, dass Mozartrs Theaterverstand phänomenal war - und er diesbezüglich keinen Neid kannte - hat ihn diese Oper kein bißchen beeindruckt.
    Und vermutlich auch sonst keine. Nein. Das Thema "Zauberflöte stand fest - und wie sie abzulaufen hatte auch - für Mozart und für Schikaneder. Beide mit Sicherheit nicht immer konform.


    Die "Oper" die dem Theaterdirektor vorschwebte sollte "giocosa" sein - und "buffa". - Mozart hingegen war das zu wenig. Zweifellos wollte er mit seinem Beitrag zur Gestaltung des Textes und vor allem mit seiner Musik über eine bloße Zaubeflötenkomödie hinausgelangen.


    Dennoch ist es AUCH so, dass er die Zauberflöte für Schikaneder und seine Truppe schrieb.


    Morgen mehr. Jetzt geht nix mehr...


    Gute Nacht


    B&W

  • Hallo Bettina und Wilfried,


    Bestens recherchiert, mein ehrliches Kompliment.


    Ja es gab tatsächlich etliche dieser Opern, sie waren sozusagen die Musicals jener Zeit. Interessant, daß der unmusikalische Goethe in der Wahl von Paul Vranicky (auch Wranitzky) eine an sich vollkommen richtige Wahl getroffen hat.


    Mit einem Satz bin ich aber gar nicht einverstanden:



    Zitat

    Und da wir wissen, dass Mozartrs Theaterverstand phänomenal war - und er diesbezüglich keinen Neid kannte


    Das stimmt meiner Meinung nach überhaupt nicht, so sehr ich Mozart und seine Werke schätze, so wenig gebe ich auf Mozarts Urteilsfähigkeit und Neidlosigkeit,. Selten hat es einen Komponisten gegeben, der so über die meisten seiner Kollegen herzog wie Mozart. Der hatte nicht nur zu Salieri ein gespannte Verhältnis, er sagte auch nichts Gutes über Kozeluh (Kozeluch) oder Clementi. Auf einer Platte (heute CD) kann man auch noch das "Caro mio Druck und Schluck" und andere Stücke hören, wo sich Mozart über die Opern italienischer Komponisten lustig macht.


    Beste Grüße aus Wien


    Alfred

    Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert


  • Zitat

    Original von Bettina und Wilfried


    Lieber Ulli,


    das kann man aber auch ganz anders sehen.


    Salut,


    wenn Ihr "Der Stein der Weisen" gehört habt, dann würdet Ihr das wirklich anders sehen...


    Mehr dazu ebenfalls später...


    Liebe Grüße


    Ulli

    Die Oper muss Tränen entlocken, die Menschen schaudern machen und durch Gesang sterben lassen.
    (Vincenzo Geilomato Hundini)

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