Franz Schubert: Die Klaviersonaten

  • Zitat

    Meine Frage an die Taminos: ich kenne nur eine alte Version von Horowitz, banal. aber wie ist die Aufnahme bei der DG ?


    die Version aus den 50iger Jahren ist uninteressant, nicht jedoch die späte Aufnahme! Hier hört man die hundertfachen Schattierungsnuancen, die Horowitz' Spiel so auszeichneten. Horowitz selbst fand die Sonate ungeeignet für den großen Konzertsaal und war auch angeblich nicht ganz zufrieden mit der Aufnahme (kein Wunder, dass sich dann auch Kritiker schnell einfinden). Erst nach seinem Tod erlaubte seine Witwe die Veröffentlichung - und sicher nicht aus Geschäftemacherei. Ich liebe diese Aufnahme jedenfalls und kann sie nur wärmstens empfehlen.


    lg
    Hyperion

  • Lieber Alfred ,
    dass die Schubert-Sonaten wieder so sträflich vernachlässigt werden wie die ersten 100 Jahre nachdem sie von diesem einzigartigen Genie komponiert worden sind , macht erstaunen .
    Wir erinnern uns , dass der Weiner Pianist Friedrich Wührer ungefähr zeitgleich mit Edurad Erdmann und Arthur Schnabel die Schubert-Kostbarkeiten wiederentdeckt hat . In den 1940er Jahren war es Clifford Curzon , der sich intensiv sein Leben lang mit Schubert befasst hat . Um 1970 hat der Klangpoet Radu Lupu seinen legendären Londoner Schubert-Zyklus ( interessanterweise zeitgleich mit seinen Interpretationen des Spätwerkes für Klavier solo von Brahms ! ) live und auf LP gespielt .
    Emil Gilels hat in Salzburg die Moments musicaux bis heute unübertroffen interpretiert (Orfeo ) und die Sonate D 784 mit dem einziagrtig himmlischen Allgro giusto (ebenfalls bei Orfeo erhältlich ) interpretiert. Shukov hat diese Soante gespielt wie Elisso Wirsaldze ( beide leid sehr unterschätzt ) . Selbst Horowitz hat die B-Dur-Sonate , D 960 , -allerdings grässlich - zigmal live gespielt . Richter hat sich die tiefgründigste letzte Sonate singulär mehrfach gleich interpretiert ( auch auf LP/CD ) . Alfred Brendel hat sich über Schubert nicht nur musikalisch, sondern auch in seinen Büchern ausführlich geäussert ( leider lässt er Wiederholungen weg ! ) . Die 8 Impromptus hat Curzon wie die Wanderer-Fantasie ganz im Schubertschen Seelenzustand eingespielt ( die späteren Aufnahmen sind leider nicht mehr auf diesem einzigartren hohen Niveau ); Schnabel und Edwin Fischer haben die Impromtus mit einer nie mehr ereichten Gültigkeit ebenfalls interpretiert . Welcher Pianist hat Schubert nicht gespielt ? Sofronitzky hat Schubert interpretiert wie Berman die letzte Sonate - allerdings zu glatt . Rafael Orozco hat diese B-Dur-Sonate grandios live und auf Tonträger wiedergegeben . Und Brendel ? Seine Stärke liegt in den Sonaten D 958 und 959 . Schnabel bleibt ein Massstab bei der Soante D 958 . Clara Haskil hat eine erschütternde Interpretation hinterlassen .
    Brendel geht nach meinem Geschmack zu wissenschaftlich-analytisch an die anderen Sonaten heran . Leider sind die Aufnahmen von ERdmann nicht alle erhältlich . Afanassiev und Pollini karikieren diese Sonaten . es stellt sich hier die Frage : Warum muss Pollini - wie bei Beethoven , was auch nicht gelang - mit den letzten drei Sonaten beginnen ? es scheint eine Art Mode zu sein , die letzten Sonaten zu spielen . Fast jeder versucht sich daran, ohne die "Grossen Alten" zu erreichen .
    Die Schubertsonaten dürfen nur niemals süsslich und glatt interpretiert werden ! Meine hier genannten Einspielungen sind auch meine bevorzugten Aufnahmen .
    Schuberts Musik gehört zum Kostbarsten der gesamten Musikliteratur .
    Mit besten grüssen nach Wien !
    Frank :] :] :] :] :] :]

    Frank Georg Bechyna
    Musik & Medizin

  • Lieber Gerrit Stolte ,
    ich teile Ihre Meinung zu Arraus Schubert uneingeschränkt . Ich habe auch noch nie irgendweine relavante Besprechung über Arraus Interpretationen gelesen . Bei Arrau ist dies mehr als seltsam - oder ?
    Interpretation(en) : ;( :lips: ;( ;( ;(


    Beste Grüsse,
    Frank Georg bechyna

    Frank Georg Bechyna
    Musik & Medizin

  • ich habe mir die box jetzt gekauft und mir fällt die cd 5/6, nicht nur optisch, auf: es sind leider keine aufnahmedaten veröffentlicht, nur ein copyrightvermerk 2005(!). weiß wer, wann er die d959 und d960 eingespielt hat?

  • liebe schubertlieber


    ich habe mir unlängst folgende cd gekauft:



    wegen der 960er.
    da ich schon seit jahren folgende cd besitze:



    ,


    und naturgemäß über kein fotografisches gedächtnis verfüge, nahm ich beim kauf in kauf, einige redundanzen mit zuerwerben...
    umso begeisterter bin ich, seit ich weiß, dass kein einziger tanz doppelt ist. betz, ein hierzulande nicht so bekannter klavierprofessor aus freiburg und würzburg spielt diese "kleinen" stücke derartig gut, überlegt und tief, agogisch mitreißend und dynamisch packend, dass ich die beiden cds vorbehaltlos empfehle und auch auf den tiefpreis der neuen hinweise.
    einziges manko (wörtlich :] ): bei der sonate verzichtet er wie (sein vorbild?) brendel auf die wh der expo ;( .

  • Ich gestehe , dass ich leider von beiden Aufnahmen noch nie etwas gehört oder die Aufnahmen gesehen habe .
    Besten Dank für den Hinweis . Vieelicht können wir demnächst eine kurze Rezesnsion lesen ?!
    Grüüse
    Frank

    Frank Georg Bechyna
    Musik & Medizin

  • Eine aus meiner Sicht sehr empfehlenswerte ist die bereits genannte Aufnahme eines Live Mitschnitts von V. Afanassiev.


    Ausdrucksstark und extrem Feinsinnig zeigt Afanassiev sich bei d960.
    Er findet einfach immer den perfekten Ton und durch die durch die Live Aufnahme bedingte Atmosphäre wird einem der Eindruck des "Dabeiseins" vermittelt!



    Die Klangqualität ist erfreulich gut und es gibt verhältnismäßig wenige Störgeräusche aus dem Publikum.


    Gruß

  • Darf ich kurz einhaken zu Karl Betz:


    observator schrieb: "Ein hierzulande nicht so bekannter Klavierprofessor aus Würzburg..."
    Damit trifft er den Nagel auf den Kopf. Betz ist sogar in Würzburg nicht wirklich bekannt. Die Pianisten Glemser, Matthies, Schlüter und Bellheim (alles auch Dozenten an der Hfm Würzburg) teilen sich den Ruhm der lokalen Tastenhelden, Betz tritt eher selten auf, ist wohl auch ein eher introvertierter Typ.
    Wer ihn dennoch schon einmal mit Schubert gehört hat, weiss, dass es zum feinsten gehört, was er hier abliefert.


    Habe mich gefreut zu sehen, dass man ihn jetzt auch auf Cd erleben kann.


    Gruß, flo

    "Das Leben ist zu kurz für schlechte Musik"


    Wise Guys 2000

  • ich möchte meinen freitäglichen besuch im großen konzerthaussaal zum anlass nehmen, auf eine meiner meinung nach bemerkenswerte einspielung hinzuweisen. (gehörte eigentlich auch in den schubertreferenzaufnahmenfaden...)
    ich schreib aber keine rezensionen (sorry, frank georg ;) )


    also, am 30.4. spielte radu lupu d894 (neben beet und berg).
    äusserlich wirkte er wie eine mischung aus karl marx und johannes brahms, wie er so gemächlich über die bühne watschelte. und der schubert war auch eher sanft.


    zuhause hab ich mir dann meine lieblingsaufnahme angehört (zum vergleich mit meinen anderen -brendel, demus, endres, kempff, schuchter, sokolov fehlte die zeit).
    es war wieder zum gänsehaut kriegen (im gegensatz zum konzert), wie PAUL BADURA-SKODA aus seiner alten kiste heraus -er spielt auf zeitgenössischen clavieren seiner sammlung- ein drama aufbaut, das in dem fff-höhepunkt der durchführung (t.93) quasi explodiert.


    ja, und jetzt musste ich feststellen, dass es diese 8 cds nicht mehr zu kaufen gibt! nur mehr einzelne über uk/us import. vor ein paar jahren hat es sie noch als gesamteinspielung sogar in vienne gegeben. das label ist ein französisches: arcana/auvidis/astrée.
    allein das beiheft ist ein buch der schubert-exegese.
    auch die anderen sonaten sind -ah, wie schreibt gerrit immer?: super!
    ich verweise nur auf den ersten satz der 850er.


    ich bilde trotzdem das einzige cover aus der serie ab, das ich gefunden habe:




    :hello: aus schubert-town

  • Tag,


    was das Manko etwa "relevanter Besprechungen" der letzten Schubert'schen Klaviersonaten in der Deutung von Claudio Arrau angeht kann ich mich erinnern. Es gab nach Erscheinen der LP mit D 960 eine Rezension in der HiFi-Stereophonie, Interpretation 8 (von 10); die Wertungen für Aufnahmequalität, Repertoirewert erinnere ich nicht mehr, auch nicht den Namen des Rezensenten, jedenfalls einer der ständigen freien Mitarbeiter (Alfred Beaujean oder ...).


    Die Mehrschichtigkeit eines musikalischen Kunstwerkes kommt bei Arrau so gut wie immer zur Darstellung. So ist es gerade auch im Falle der Sonate D 960. Darüber vermag ich hier nicht hinwegzuhören.


    MfG
    Albus

  • Tamino Beethoven_Moedling Banner
  • Noch nicht genannt wurde die Einspielung von Andras Schiff, mein persönlicher Favorit unter den Gesamteinspielungen. Ein gleichmäßig hohes Nivau bei allen Sonaten! Erschienen ist die Aufnahme bei Decca.
    Kann ich nur empfehlen!


    Grüße,


    Christian

    Beherrsche die Sache, die Worte werden folgen! (Cato der Ältere)

  • Und ich kann von Schiff nur abraten! Ich habe eine Doppel-CD mit den drei letzten Sonaten und einigen Impromptus kennengelernt, und es war die reine Enttäuschung! Unterkühlter Klavierklang, unatmosphärisches Spiel, emotional belanglos, Schubert außen vor der Tür...

    Ciao


    Von Herzen - Möge es wieder - Zu Herzen gehn!



  • Zitat

    Original von Theophilus
    Unterkühlter Klavierklang, unatmosphärisches Spiel, emotional belanglos, Schubert außen vor der Tür...


    Lieber Theophilus,


    die Höreindrücke sind nunmal unterschiedlich. Ich habe Schiff vor Jahren mit Schubert live gehört und ich fand ihn alles andere als unatmospährisch. Unterkühlter Klavierklang? Gespielt hat er damals auf einem Bechstein. Im Gegenteil, ein weicher, voller Klang.


    Und auch die Gesamtaufnahme hat nach meinem Hörempfinden die gleichen Qualitäten. Daneben eine unwahrscheinliche Klarheit und Transparenz, was ich beides ausgesprochen schätze.


    Wenn Dir Schiff nicht zusagt: Welche Aufnahme würdest Du dann empfehlen?


    Grüße,


    Christian

    Beherrsche die Sache, die Worte werden folgen! (Cato der Ältere)

  • Hallo Christian,


    es freut mich, dass du so ein schönes Live-Erlebnis mit Schiff hattest. Wie ich vorige Woche im Thread "Was hört ihr gerade jetzt" schrieb, setzte ich mich mit einiger Erwartung zum Hören der Doppel-CD vor die Anlage. Schiff hat ja einen gewissen Ruf als Schubert-Spieler. Und wie ich dort schrieb, konnte ich deutlich hören, dass Schiff alle pianistischen Voraussetzungen für gutes Schubert-Spiel besitzt. Nur ist bei dieser Decca-Aufnahme davon zwar einiges angedeutet, aber nichts wirklich umgesetzt.


    Die dort verwendeten Steinways sind viel zu hell und schlank eingerichtet und auch die Aufnahmen selbst ohne klangliche Atmosphäre. Es ist schon von dieser Seite her kaum möglich, einen schönen Schubert-Ton zu erzeugen.


    Dazu kommt Schiffs extreme Zurückhaltung im Spiel, er versucht sozusagen, das Werk möglichst ohne Zutun aus sich selbst wirken zu lassen. Ich könnte mir vielleicht vorstellen, dass dieses Rezept bei einem schönen, vollen Klavierton und günstigen akustischen Gegebenheiten bis zu einem gewissen Grad funktioniert. Aber mit dem hier zu hörenden Ton geht das nicht.


    "Unwahrscheinliche Klarheit und Transparenz" ist ja im Prinzip schön und gut, sie steht hier aber dem Wesen Schubertscher Musik fast diametral entgegen. Schubert muss immer einen warmen Ton haben, in seinen lichten Momenten genauso wie in den umflorten und geheimnissvollen, im fast nicht spürbaren ständigen Changieren der Stimmungen liegt das Geheimnis von gutem Schubert-Spiel, dabei muss der Pianist immer danach trachten, den Flügel singen zu lassen. Bei Schubert ist nichts klar, alles ist doppelbödig, und das darf nicht durch klangliche Analytik zerstört werden.


    Und dann höre man dazu die Impromptus D.899, die so stimmungslos, ambitionslos und emotionslos daher kommen, dass man am liebsten gleich nach ein paar Takten abschalten will. Schiff kann seinen Flügel nicht zum klingen bringen, und damit ist für mich die Sache erledigt. Diese CDs kommen mir nicht ins Haus. Fünf Takte Brendel zeigen sofort den himmelhohen Unterschied zwischen den Auffassungen, und obwohl auch Brendels Steinway nicht wirklich warm eingerichtet ist, bringt er ihn ganz anders zum Klingen als Schiff. Von der wesentlich größeren Palette an Stimmungen und Klangfarben will ich gar nicht mehr anfangen zu schreiben...


    Aber wie du schon richtig geschrieben hast, sind Höreindrücke nun einmal individuell sehr unterschiedlich, und gerade in diesem Forum gibt es ja sehr viele Musikliebhaber, die Richters Interpretationen von František Schubertsky über die Maßen schätzen...


    Meine bevorzugten Schubert-Interpreten? Alfred Brendel und Artur Schnabel, gemessen an dem, was ich bisher gehört habe, könnte Wilhelm Kempf dazustoßen (der aber einen mehr lichten Schubert spielt). Von anderen Künstlern kenne ich die eine oder andere Aufnahme, die mir zu gefallen wusste, aber davon vielleicht ein anderes Mal mehr...

    Ciao


    Von Herzen - Möge es wieder - Zu Herzen gehn!



  • ich muss dir -meinem ebenso subjektiven geschmack folgend- recht geben.
    ungern, weil ich andras schiff als mensch sehr schätze, soweit ich ihn in mündlichen und schriftlichen äusserungen kennengelernt habe. aber bei seinem schubert werde ich nicht "warm" (eigentlich müsste ich "kalt" sagen, wegen des schauders, der sich einstellen könnte).
    den grössten gänsehautfaktor erreicht bei mir eben (siehe oben) badura-skoda (die sonaten betreffend; bei den tänzen karl betz, bei den impromptus gulda)


    (gilbert schuchter hat übrigens bei einem schweizer label das gesamte klavierwerk auf dem bösendorfer imperial eingespielt. vielleicht gibt's das noch irgendwo zu kaufen. zugreifen! ebenso beim von ipsa vorgestellten endres-paket mit dem unglaublichen preis-leistungsverhältnis)

  • Hallo observator,


    schon wieder eine Empfehlung für Michael Endres! Ich habe einmal in seine Kassette mit allen Schubert-Tänzen hineingehört, und sie etwas überraschenderweise von Vorne bis Hinten mit großem Vergnügen angehört. Es scheint also kein großes Risiko zu sein, bei seiner Sonaten-Kassette blind zuzuschlagen (der Preis ist ja auch nicht wirklich eine Hemmschwelle ;) ).


    Schuchter-Aufnahmen sind mir leider noch nie untergekommen, ebensowenig jene von Badura-Skoda (da habe ich immerhin vierhändige Stücke mit Jörg Demus). Auch Imogen Cooper scheint es in unseren Breitengraden nicht zu geben. Klingt ja schon fast nach einer geheimnisvollen Anti-Schubert-Verschwörung...

    Ciao


    Von Herzen - Möge es wieder - Zu Herzen gehn!



  • Zitat

    Original von Theophilus
    Schuchter-Aufnahmen sind mir leider noch nie untergekommen, ebensowenig jene von Badura-Skoda (da habe ich immerhin vierhändige Stücke mit Jörg Demus).


    ich hab grad gsehn, dass es den schuchter im südamerikanischen urwald noch gibt (12 cds um wohlfeile 60€)


    auf deiner bad-skod/dem cd (so es eine ist) fehlt glaubich das divertissement à l'hongroise d818. leider. ich hab eine radioaufnahme von den beiden, die mir die liebste interpretation von allen ist!
    (wenn man in wien lebt und ins marchfeld hinauswandert, hat man ja schon eine leichte ahnung von der ungarischen tiefebene -ingeborg bachmann hat im gedicht "große landschaft bei wien" die grandiose wendung "asiens atem ist jenseits" geprägt...und bei paul und jörg ist man mittendrin!)
    :beatnik:

  • Werte Herren, werte Damen,


    Es gibt beim Dreibuchstabenladen den versammelten Schubert mit Gilbert Schuchter für je etwa 30 Euro. Aber der interessierte Schuchter-Sucher schaut auch beim Quersumme-Drei-Laden vorbei. Denn dort könnte es das gesamte Klavierwerk von Schubert mit Schuchter für einen Bruchteil der Einzelausgaben geben. So habe ich die mal erworben. Ist aber schon her.


    Gruß
    yarpel


    Wer das ganze Gerede mit Dschungel usw. nicht versteht, schickt einfach eine PN.

  • Hallo yarpel,


    ich habe etwas gebraucht, um das Geheimnis des Quersumme-Drei-Ladens zu lüften. Letztlich habe ich es dann doch geschafft, bis drei zu zählen! Danke für den Tip!

    Ciao


    Von Herzen - Möge es wieder - Zu Herzen gehn!



  • Hallo


    Wienbesucher bekommen den Schuchter auch bei


    ***mola am ***ben


    Gruß aus Wien


    Alfred


    Ich habe einen ganz einfachen Geschmack: Ich bin immer mit dem Besten zufrieden.

    (stammt von Oscar Wilde - Hätte aber auch von mir sein können....)


  • Tamino Beethoven_Moedling Banner
  • also bei jpc kostet das paket 80€, um 20 mehr als bei amazon.
    interessanterweise verlangt auch gramola am graben 80€.
    2001 führt es nicht mehr.
    ursprünglich wurde 2400 ats (=175€) für alle 12 cds verlangt...
    :beatnik:

  • kennt jemand diese Box?



    sie lächelt mich immer an, wenn ich an ihr vorbei gehe und flüsstert mir zu: "kauf mich!" aber ich habe der versuchung bisher widerstanden.

  • Zitat

    Original von Maexl
    kennt jemand diese Box?



    sie lächelt mich immer an, wenn ich an ihr vorbei gehe und flüsstert mir zu: "kauf mich!" aber ich habe der versuchung bisher widerstanden.


    Solltest du aber nicht :)


    Für den Preis gibt es kaum Alternativen. Die späten Sonaten gibt es dutzendfach von allen möglichen Pianisten. Sie allein würden die Box nicht lohnen. Aber die vielen frühen Werke gibt es - soweit ich das sehen kann - nur im Rahmen von Gesamtaufnahmen. Und die sind deutlich teurer als diese Box (außer Endres auf Capriccio, den ich aber nicht kenne).


    Die Dalberto-Aufnahmen sind von Denon, also klanglich sehr gut. Alle Aufnahmen habe ich aus Zeitmangel noch nicht gehört, aber bisher bin ich nicht enttäuscht. Keine exzentrischen Interpretationen, keine genialen, aber gerade dennoch empfehlenswert.

  • Zitat

    Original von Robert Stuhr


    Für den Preis gibt es kaum Alternativen. (außer Endres auf Capriccio, den ich aber nicht kenne).


    ...und ich kenne den dalberto nicht.
    es ist irgendwie ein nullsummenspiel: beim japocl kosten die 6 endres cds 12€,
    die dalberto cds das doppelte -es sind aber 14, weil da noch ein haufen tänze u.ä. dabei sind. damit gibts aber vom endres wieder eine 5er box um 12€.
    eine entscheidungshilfe könnte dir nur jemand geben, der beide hören kann (zumindest die großen brocken...)


    :hello: aus schubert-town

  • bezahlt hab ich für endres damals 15€
    und dalberto steht mit - ich glaube - 36€ im regal



    Die Klavierstücke Schuberts sind offenbar sonst eher versprengt zu finden (Impromptus, Moments Musicaux und Wandererfantasie nat. häufiger) - die Sonaten hab ich ja nun - bei den letzten hab ich auch einige adäquate Vergleichsaufnahmen - daher haben mich auch grade die frühen Sonaten und die Klavierstücke interessiert.





    grade beim vergleichen der Stücke hab ich gesehen: es gibt auch eine Auskopplung aus der SonatenGA (lohnt sich preislich aber kaum):


  • Hallo - mal ganz allgemein:
    Ich habe mich in reiferen Jahren oft gefragt, was mich bei Schuberts Musik so berührt. Und wenn ich mich an Musik erinnere, die mich auch von der Konserve her schon als jungen Menschen ergriffen hat, war es immer Schubert. Dies mag sehr subjektiv sein, aber jeder, der eine "Antenne" dafür besitzt, wird wohl nachspüren, dass selbst sein "Dur" immer mit Wehmut unterlegt ist. Nie habe ich andere Musik erlebt, die dermaßen die Seele des Komponiste ausbreitet.
    Ein Pianist kann dies beispielsweise wegspielen/überspielen oder pur lassen oder unterstreichen. Das erste wird dem Gehalt nicht gerecht, das zweite ist am schwierigsten und beim dritten besteht die Gefahr, die Musik nicht aus sich selbst sprechen zu lassen oder in Gefühlsduselei/Kitsch auszuarten.
    In Bezug auf die B-Dur- Sonate sagt mir die Aufnahme mit Schnabel nach der Version 1 am meisten zu, sowie auch die Klesheimer Aufnahme Richters nach Version 3, der den Pausen der Musik eine sinngebende Bedeutung gibt.
    Gruß
    Niels

  • willkommen im club :]





    @ maexl et al.:


    weiß irgendwer eine antwort auf meine bereits irgendwoanders irgendwann gestellte frage nach dem aufnahmedatum von endres' d960?
    :lips:

  • Wenn Du von Doppel-CD's (2 CD's mit separatem Beiheft und Hülle) sprichst, haben wir möglicherweise die gleichen, nämlich mit D 537, 568 und 840 (I), sowie mit D 959 und 960 (II). D 959 ist am 13.12.1993 aufgenommen worden. Die Aufnahmedaten stehen sehr kleingedruckt jeweils auf Seite 11 der Begleitheftchen.


    :hello:

  • Tamino Beethoven_Moedling Banner