Szells Lesart ist schon ausgezeichnet, wie nicht anders zu erwarten. Die "Jupiter" stand bei mir persönlich merkwürdigerweise nie so stark im Fokus wie die "Haffner" oder die "Linzer"; auch Nr. 34 (KV 338) und Nr. 39 (KV 543) höre ich häufiger. Hurwitz sieht in Szell neben Colin Davis (Philips) offenbar die Referenzaufnahme.
Wolfgang Amadeus Mozart: Sinfonie Nr 41 KV 551 "Jupiter"
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Das schmetternde Finale der Jupitersinfonie dieser CD habe ich noch im Ohr, während ich diesn Beitrag verfasse. Die CD wurde anlässlich dieses Threads bestellt und sie ist heute eingelangt. Was liegt also näher, als ein paar Zeilen hier zu verfassen.
Interessant ist der unterschiedliche Eindruck, den ich bei einem kurzen Test via Kopfhörer hatte und dem der bei meiner Anlage via Standboxen und Röhrenverstärker (4 mal KT 88) hatte. Leicht indifferent und dunkel gefärbt klang es vie KH. Über die Lautsprecher war die wiedergabe strahlend und saftig, soll heißen, einem fülligen, leicht kompakten Orchesterklang steht dann ein triumphierender stellenweise leicht greller Klang der Höhen gegenüber. Die Balance ist ebenso ideal wie die umwerfende Dynamik. Es geisterte immer schon die Geschichte herum, wonach Szell angeblich die Tontechniker zum Verbiegen des Klanges gezwungen haben soll, damit die Aufnahme auf seiner privaten Billiganlage optimal klänge. Spätere Tontechnikergenerationen hätten das mühevoll zu korrigieren versucht. Was immer an der Geschichte wahr sei - das derzeitige klangliche Ergebnis kann sich IMO hören lssen. Szell ist eigentlich recht flott unterwegas, wenn man mit anderen Aufnahmen vergleicht. Das tut der Sinfonie gut und ausserdem entspricht das unserem HEUTIGEN Zeitgeist. Die Aufnahme ist in dieser Hinsicht also "zeitlos" und Szell immer wieder hörenswert.
mfg aus Wien
Alfred
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Szells Aufnahme der Jupiter Sinfonie hatte ich damals in der Steinzeit auf Schallplatte. Sie war wahrscheinlich einer der besten die ich je hatte, aber aus irgendeinen Grund habe ich sie mir nie auf CD angeschafft. Dasselbe mit Szells Aufnahmen der frühen Londoner Sinfonien. Definitiv ein Nachholbedarf für mich.
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Szells Aufnahme der Jupiter-Sinfonie von 1963 in allen Ehren, aber in diesem Fall ziehe ich seiner straffen Lesart noch immer diese vor:

Herbert von Karajan und die Wiener Philharmoniker (DECCA, 1962, Sofiensäle Wien). Es ist Karajans beste Aufnahme des Werkes, und ich ziehe sie sogar der berühmten Aufnahme Böhms (DGG) und Bruno Walters Spätaufnahme mit dem Columbia SO (CBS) vor.
LG Nemorino
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Gegenüber heutigen Hörgewohnheiten wirkt die Aufnahme etwas getragen, mir persönlich fehlt ein wenig der Druck, den Karajan bei den etwa zeitgleich aufgenommenen Beethoven Sinfonien ausübte. Eigentlich keine Dynamiksprünge. Sehen wie von Szell mal ab, sohalte ich in unseren Breiten Fricsays Aufnahme für die überzeugendste...
Aber vielleicht ist es auch deshalb, weil diese Aufnahme mich geprägt hat. Man wusste, Fricsay war todkrank und hatte somit keine Zukungt - und seine Platten wurden überall günstig abverkauft. Erst Jahre später wurde allen bewusst was man an ihm verloren hatte....
Die Aufnahme wurde mit den Wiener Symphonikern gemacht.
Eines der Cover sah so aus. Wie man sieht war das schon eine Budgetauflage: "Privilege"
Es war DIE Aufnahme, die mich prägte.
mfg aus Wien
Alfred
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Unter Musikwissenschaftlern, Dirigenten und Programmgestaltern scheint sich die Überzeugung von Mozarts letzten drei Symphonien als einem zusammengehörenden Triptychon durchzusetzen. Mozart komponierte die drei Symphonien im Jahre 1788 in Wien, in der Zeit weniger Wochen (Juni bis August). Es gibt einige jüngere Aufnahmen der Werke, welche die Zusammengehörigkeit, teils auch im Titel der Veröffentlichung, betonen, wie etwa Harnoncourt mit dem Concentus Musicus Wien: "The Last Symphonies - Mozart's Instrumental Oratorium" (Sony) oder Jordi Savall mit Le Concert des Nations: "Le Testament Symphonique" (AliaVox). Bisweilen werden die Werke auch in einen konkreteren programmatischen Rahmen gestellt, wie etwa im Falle der drei CDs mit dem Dirigenten Roberto González-Monjas und dem Musikkollegium Winterthur (Claves), denen das Konzept von Werden - Sein - Vergehen zugrunde liegt.
Besonders hinweisen möchte ich jedoch auf eine Einspielung, bei der ich mich frage, wie diese - ob ihrer Aktualität und ihres Referenzcharakters - der Aufmerksamkeit der Foristen entgangen sein kann. Die Rede ist von der im Jahre 2020 bei harmonia mundi France erschienen Aufnahme des Triptychons durch das in Hamburg St. Pauli beheimatete und auf modernen Instrumenten spielende, 21 (Streicher) bis 35 (wie hier, mit Bläsern und Pauken) Köpfe umfassende Ensemble Resonanz unter dem Dirigat des Violinisten und Alte-Musik-Experten Riccardo Minasi. So radikal neu waren die Werke noch nirgendwo zu hören. Durch Harnoncourt, Brüggen und andere wurden die Werke vom Staub der Romantik befreit und im Geiste ihrer Schöpfer neu gelesen. Doch hier, durch Minasi, bricht sich das ganze musikgewordene Universum Bahn. Wer Mozart neu hören will: nie ging das besser und erfüllender. Was meint ihr?
Meine Referenz:
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Besonders hinweisen möchte ich jedoch auf eine Einspielung, bei der ich mich frage, wie diese - ob ihrer Aktualität und ihres Referenzcharakters - der Aufmerksamkeit der Foristen entgangen sein kann.
Nein. Bewusst ignoriert.
(also den NH) -
Nein. Bewusst ignoriert.
(also den NH)Ist ja kein Wunder bei einem Schoonderwoerd Verehrer



Wer Mozart neu hören will: nie ging das besser und erfüllender. Was meint ihr?
Na ja- wenn ich schon gefragt werde: Eigentlich möchte ich Mozart nicht neu hören. Klassische Musik ist -meiner Meinung nach - keine Spielwiese für Experimente. In der Vergangenheit habe ich solche Extremspielweisen angegriffen - in der Meinung, daß das NIEMAND hören will. Seit einigen Jahren, seit ich weiss, daß es doch Anhänger gibt, begnüge ich mich damit solche Ensembles und Dirigenten zu "überhören" bzw zu ignorieren. Frei nach Friedrich dem Großen: „Jeder soll nach seiner Façon selig werden“...
(Dass die Wiedergabe indes ruppig und scheusslich klingt ist schwer zu überhören)

mfg aus Wien
Alfred
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Ist ja kein Wunder bei einem Schoonderwoerd Verehrer

Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun: bevor ich Schoonderwoerd kennenlernte, hatte NH sich längst auf meiner roten Liste wohnlich eingerichtet.
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Habe ich das richtig verstanden, dass das Ensemble Resonanz unter Riccardo Minasi eine Kombination von modernen (Streicher) und historischen (Rest) Instrumenten wählt? Diesen Mischvarianten gegenüber bin ich in letzter Zeit skeptisch geworden. Das, was ich bisher von Minasi hörte, ist gleichwohl beeindruckend, wenn man sich darauf einlässt. Nur eben demnach weder Fisch noch Fleisch.
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Der Kern des Ensembles Resonanz besteht aus 21 Streichern, die namentlich auf der Webseite genanntsind. Projektabhängig kommen weitere Musiker hinzu - hier, im Falle der späten Mozart-Sinfonien - u.a. Musiker mit historischen bzw. authentischen Blasinstrumenten.
Das sagt die Presse zur Einspielung:
»›Überragende CD-Einspielung‹, ›verblüffende Referenzeinspielung‹, ›Womöglich gibt es keine bessere Aufnahme‹, ›Ein Orchester wie ein Raubtier‹« Münchner Merkur
»Dieser Mozart ist Rock ›n‹ Roll« NDR
»Ein Album für die Insel…eine CD-Einspielung, die gut und gerne als Sensation bezeichnet werden darf.« Salzburger Nachrichten
»Das ist keine Musik die gehobenen Unterhaltungszecken dienen soll, hier geht es um mehr, um die Abbildung des Lebens in all seinen Facetten – auch den dunkelsten.« WDR
»Riccardo Minasi und das Ensemble Resonanz bewegen sich auf einem Energielevel, das neue Maßstäbe setzt.« Deutschlandfunk
»Hier tobt das Leben in all seinen Facetten. Prall und bunt, fragil und rätselhaft, traurig und beklemmend, freudig und euphorisch.« Fono Forum
... zitiert gemäß Webseite.
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Ich zietiete aus der lesenswerten Besprechung des Deutschlandfunks:
ZitatDie Hornisten und Trompeter blasen auf historischen Instrumenten, sie haben im Forte einen rauen und leicht geräuschhaften Klang. Dadurch bekommen ihre Einsätze eine ganz andere Wucht und Präsenz, sie unterstreichen den aufgewühlten Charakter der Musik in der düsteren Tonart g-Moll, bei Mozart oft mit dem Ausdruck von Schmerz und Leidenschaft verbunden.
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Habe ich das richtig verstanden, dass das Ensemble Resonanz unter Riccardo Minasi eine Kombination von modernen (Streicher) und historischen (Rest) Instrumenten wählt? Diesen Mischvarianten gegenüber bin ich in letzter Zeit skeptisch geworden. Das, was ich bisher von Minasi hörte, ist gleichwohl beeindruckend, wenn man sich darauf einlässt. Nur eben demnach weder Fisch noch Fleisch.
Ensemble wie das Kammerorchester Basel beweisen, dass man auch auf modernen Streichinstrumenten historisch informiert sehr überzeugend spielen kann. Auch dieser Klangkörper pflegt die Mischung aus alten bzw. authentischen Instrumenten mit modernen. Das Ergebnis ist von rein authentischen Klangkörpern kaum zu unterscheiden. Für das authentische Klanggewand sind Holz- und Blechbläser sowie Pauken wesentlich prägender, als die Streicher. Daher trifft man diese Mischpraxis oft an. Das Ergebnis - aktuell anhand der laufenden Einspielungen der Haydn-Sinfonien mit Giovanni Antonini (zur anderen Hälfte mit Il Giardino Armonico - einem reinen Barockorchester - realisiert) - kann sich absolut hören lassen und wird absehbar wohl die neue Referenz in Sachen Haydn-Sinfonien darstellen
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Nur eben demnach weder Fisch noch Fleisch.
Exakt. Im Falle von Hundezüchtern würde man sagen: Eine Promenadenmischung.....
Alles anzeigen»›Überragende CD-Einspielung‹, ›verblüffende Referenzeinspielung‹, ›Womöglich gibt es keine bessere Aufnahme‹, ›Ein Orchester wie ein Raubtier‹« Münchner Merkur
»Dieser Mozart ist Rock ›n‹ Roll« NDR
»Ein Album für die Insel…eine CD-Einspielung, die gut und gerne als Sensation bezeichnet werden darf.« Salzburger Nachrichten
»Das ist keine Musik die gehobenen Unterhaltungszecken dienen soll, hier geht es um mehr, um die Abbildung des Lebens in all seinen Facetten – auch den dunkelsten.« WDR
»Riccardo Minasi und das Ensemble Resonanz bewegen sich auf einem Energielevel, das neue Maßstäbe setzt.« Deutschlandfunk
»Hier tobt das Leben in all seinen Facetten. Prall und bunt, fragil und rätselhaft, traurig und beklemmend, freudig und euphorisch.« Fono ForumEigentlich sind das - wenn man zwischen denZeilen lesen kan - keine Kritiken - sondern Warnungen
Warum vergreift man sich hier an Mozart - wenn man besser in die Popmusikszene passt ?
mfg aus Wien
Alfred
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Nein. Bewusst ignoriert.
(also den NH)Ignoriert ist nicht gehört. Rote Liste = persönlicher Index?
Meine Meinung: Somit kann man sich kein fundiertes Urteil bilden.
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Danke für die detaillierten Ausführungen zum Ensemble Resonanz, werter querstand .
Ich will mir erlauben, auf eine weitere Einspielung hinzuweisen, die sich m.E. hören lassen kann, erschienen auf dem Label Alpha.
Von Julien Chauvin und Le Concert de la Loge habe ich mir in den letzten Tagen bereits einige Pariser Sinfonien von Haydn (Aparte) mit Gewinn angehört. Dieses Orchester setzt offenbar durchgängig auf originale bzw. nachgebaute Instrumente und stellt als eines der heute tonangebenden Originalklang-Ensembles abermals unter Beweis, dass dieses Klangbild keineswegs dünn daherkommen muss. Die Tontechniker von Alpha sind zudem ähnlich begnadet wie jene von Aparte.
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Ignoriert ist nicht gehört. Rote Liste = persönlicher Index?
Meine Meinung: Somit kann man sich kein fundiertes Urteil bilden.Doch, doch, die Geschichte ist lang und alt und irgendwo hier im Forum nachzulesen.

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Es zwingt Dich niemand.

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Ich habe mir grade das Fugen-Finale mit Minasi angehört. Wow!
Da können Szell, Böhm, Karajan und Co sich direkt ins Museum begeben... Da kann ich die Rezensionen verstehen. Aber Minasi darf man so etwas eben auch zutrauen. Man denke nur an seinen Il pomp d'Oro Händel etc.
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Minasi habe ich schon im Konzertsaal gehört. So spannend war das gar nicht, da hatte ich anderes erwartet. Eine schwungvolle und meines Erachtens vollkommen saubere Interpretation allenthalben. Ich glaube, es war die Haffner-Sinfonie nebst Programmpunkten nicht oder nicht nur von Mozart.
Allerdings hatte ich die obigen drei letzten Sinfonien mit dem Ensemble Resonanz schon vorher als CDs erworben. Zweifellos ist das eine scharfe Angelegenheit. Nur: Erinnere ich mich falsch, dass einige agogischen Rückungen seltsam erscheinen?
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Ich habe mir grade das Fugen-Finale mit Minasi angehört. Wow!
Da können Szell, Böhm, Karajan und Co sich direkt ins Museum begeben...
Kein so schlechter Platz!
Ich kenne viele Museen, von denen geht eine unheimliche Inspiration aus. Und warum ist das so? Nach meinem Dafürhalten auch deshalb, weil sie darzustellen vermögen, dass jede Epoche auf der vorangegangenen beruht. Museen sind für mich Orte der Auseinandersetzung, Debatte - und Faszination und Bewunderung. Ob Minasi dort einst auch einen Platz findet, muss sich erst noch zeigen. -
Also wenn DAS Mozart sein soll, dann höre ich auf Mozart zu hören.
Bessere Entscheidung: Ich fange gar nnicht erst an Minasi zu hören
So was schreckliches habe ich noch nie gehört: Schrill und ohrenbetäubend
Gäbe es ein Jenseits - Mozart hätte einen Blitzschlag gesandt.....
Ich habe einen Trost:
Es gab schon in der Vergangenheit Aufnahmen von Dirigenten und ihren Orchestern
die von der Presse hochgejubelt wurden.
Verkauft wurden sie dann aber oft von (zu) wenigen.....
Karajan, Böhm und Szell indes haben "Ewigkeitswert"
auch wenn die gelegntlich zu bestreiten versucht wird...
mfg aus Wien
Alfred
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Kein so schlechter Platz!
Ich kenne viele Museen, von denen geht eine unheimliche Inspiration aus. Und warum ist das so? Nach meinem Dafürhalten auch deshalb, weil sie darzustellen vermögen, dass jede Epoche auf der vorangegangenen beruht. Museen sind für mich Orte der Auseinandersetzung, Debatte - und Faszination und Bewunderung. Ob Minasi dort einst auch einen Platz findet, muss sich erst noch zeigen.Das war auch genauso gemeint. Ich hehe nämlich auch gerne ins Museum. Privilegiert sind wir, heute die ganze Bandbreite von Interpretation leicht zugängig genießen zu können!
Minasi hat sich seinen Platz alleine schon mit seinen Händel-Opern verdient. U.a. sein Tamerlano ist eine sensationelle Referenz.
Und der Mozart-Interpretation fügt er hier eine absolut begeisternde Facette hinzu!
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Also wenn DAS Mozart sein soll, dann höre ich auf Mozart zu hören.
Bessere Entscheidung: Ich fange gar nnicht erst an Minasi zu hören
So was schreckliches habe ich noch nie gehört: Schrill und ohrenbetäubend
Gäbe es ein Jenseits - Mozart hätte einen Blitzschlag gesandt.....
Ich habe einen Trost:Es gab schon in der Vergangenheit Aufnahmen von Dirigenten und ihren Orchestern
die von der Presse hochgejubelt wurden.
Verkauft wurden sie dann aber oft von (zu) wenigen.....
Karajan, Böhm und Szell indes haben "Ewigkeitswert"auch wenn die gelegntlich zu bestreiten versucht wird...
mfg aus WienSelbstverständlich ist das Mozart. So sehr Mozart, dass er den Blitzschlag vor Begeisterung aus Effektgründen gesendet hätte.

Karajans Ewigkeitswert in Sachen Mozart ist hingegen nicht sehr evident (bei Beethoven, Wagner und anderen bestreite ich ihn ausdrücklich nicht). Ansonsten haben die genannten natürlich einen Ewigkeitswert - eben um diesen anzuerkennen sind die zitierten Museen ja auch da. Aber in der Gegenwart im Konzert, möchte ich lieber einen aufregenden Mozart a la Minasi oder einen Haydn a la Antonini hören. Mein Museum steht zu Hause im CD-Regal und manchmal wandele auch ich gerne durch die alten Hör-Gänge

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So sehr Mozart, dass er den Blitzschlag vor Begeisterung aus Effektgründen gesendet hätte
Hauptsache er hätte getroffen !!
Aber im Ernst: Mozart war im Wesen äisserst Konservative - im Gegensatz zu Beethoven. Er hätte Zeter und Mordio geschrien. Da er aber nicht mehr zur Verfügung steht übernehme ich das stellvertretend für ihn.
Es ist mir ein besonderes Anliegen, Aufnahmen, die ich als "Radikal" und "schrill" empfinde, auch so zu bezeichnen - in meiner Eigenschaft als Leitfigur dieses Forums. Dieses Forum hat ja in weiten Krisen den Ruf, eine "leichte Tendenz zum Konservativen" hin aufzuweisen (
) Letztlich auch mit meiner Person verbunden. Diesen Ruf möchte ich nicht aufs Spiel setzen. Jedes Mitglied darf selbstverständlich seine Meinung äussern - und genau dieses Recht beansprucghe ich auch, wenn ich gewisse Einspelungen als abstossend empfinde. (Auf Antoninis Haydn trifft das übrigens NICHT zu..)Es ist ja leider heute ohne dies schon so, daß man sich auf Kritiken der Presse nicht mehr verlassen kann !!!!
MEIN Mozart Dirigent heisst Karl Böhm - bis ans Ende aller Tage, der übrigens den Italienern GENERELL die Fähigkeit absprach, Mozart zu verstehen......

mfg aus Wien
Alfred
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MEIN Mozart Dirigent heisst Karl Böhm
Bei seiner Zauberflöte und auch Don Giovanni gehe ich da sogar mit! Bei der Sinfonik eher nicht so...
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Wir sollten doch froh sein, wenn Mozarts Musik zunehmend in allen Facetten ihrer emotionalen Bandbreite ausgeleuchtet wird. Warum sollte man schicksalhafte Schwere, rastloses Drängen, aufgewühltes Fragen etc. allenfalls einem Beethoven zugestehen? Es wird Zeit, Mozart aus der weichgespülten Hätschelei herauszuholen.
Aber ja, Veränderung des Gewohnten, das Kratzen an der als für immer sicher geglaubten Konstante eines braven bis süßlichen Mozartbildes, macht Manchem Angst, gerade in einer Zeit zunehmender Ungewissheiten.
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Ich habe mir grade das Fugen-Finale mit Minasi angehört. Wow!
Ganz gut, natürlich schön pompös. Leider geht durch das schludrige Durchpeitschen einiges an Rhythmik verloren - ziemlich zu Beginn das Aufwärtsmotiv tam-tada-tam-tada-da (Sek. 12: das tada höre ich kaum) wie auch gleich danach das Abwärtsmotiv tjam-tada-tjam-tada-da (Sek. 15: hier weder das tj noch das tada). Am Ende dito bei 11:16, 11:19/20 etwas besser, aber noch immer nur erahnbar. Die letzten Takte habe ich schon schlechter gehört, aber die fallen hier auch beinahe wie ein nasser Sack zu Boden: da muß knallend der Marmor zerspringen, so wie hier

Für mich eher 3+ ...
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Wir sollten doch froh sein, wenn Mozarts Musik zunehmend in allen Facetten ihrer emotionalen Bandbreite ausgeleuchtet wird. Warum sollte man schicksalhafte Schwere, rastloses Drängen, aufgewühltes Fragen etc. allenfalls einem Beethoven zugestehen? Es wird Zeit, Mozart aus der weichgespülten Hätschelei herauszuholen.
Aber ja, Veränderung des Gewohnten, das Kratzen an der als für immer sicher geglaubten Konstante eines braven bis süßlichen Mozartbildes, macht Manchem Angst, gerade in einer Zeit zunehmender Ungewissheiten.
Wie schrieb schon der Berliner Hofkapellmeister Johann Friedrich Reichardt (1752 - 1814) so spöttisch: "Mozart war ein großes Genie. Aber das Gemozarte hat jetzt schier kein Ende".

Das trifft auch auf dieses Forum zu.

