Tenor verlässt vorzeitig Aufführung

  • Sagitt meint:


    Bei der Gelegenheit hörte, dass nicht nur Alagna die Bühne verliess, sondern Gheorgiu die Bühne der Ehe .Ob das Gerücht stimmt ?
    Aus der Konkurrenz zwischen Tebaldi und Callas müsste es doch noch einige Stories aus der Scala geben ? Ein Opernpublikum, das mitgeht, kann natürlich die Horrorvision der Künstler sein...

  • Zitat

    Original von severina
    Auf SAT 1 zeigten sie eben den "Skandal an der Scala": Alagnas "Celeste Aida" (wirklich nicht weltbewegend), das Buhkonzert, des Tenors Abgang und das verblüffte Gesicht der Aida, als ihr plötzlich ein etwas derangierter Radames in Jeans und Hemd gegenüber stand. Sie konnte sich das Lachen nicht verkneifen.
    lg Severina



    So hat die Sache doch ihr Gutes: Es braucht nur einen kleinen Skandal und schon steht die Oper wieder im Mittelpunkt des gesellschaftlichen Interesses, wenn man denn einen Solchen im Privatfernsehen festmachen will.
    Vielleicht gibt es dann bald "Opern-TV" mit Günni Jauch.


    Gruß
    Sascha


    PS: Da sieht man aber doch auch die Vorteile des modernen Regietheaters: Dort wäre der Wechsel des Tenors und die Freizeitkluft des Radames nicht aufgefallen. Anstelle eines Skandals hätten sicher am nächsten Tag diverse Ausleuchtungen des genialen Regiekonzepts die Feuilletons gefüllt:


    "...einmalig die bruitistische Synthese aus innovativer Regie und vollendeter Sangeskunst... gelang es Roberto Alagna in bisher unerhörter Weise, der Gebrochenheit und Erschöpfung der Figur des Radames auch eine stimmliche Entsprechung zu verleihen. Höhepunkt und zentraler Kunstkniff des schon fast appollinisch zu nennenden Gesamtkonzepts jedoch der Abgang des Protagonisten unter dem Protest der Zuschauer als Abkehr von der undankbaren Konsumwelt, Versöhnung dann in geradezu lazaristisch gefärbter Manier durch die Auferstehung des nun ausgeglichenen, erholten Radames im Gewande des symbolisch in Freizeitkluft gewandeten Sängernachwuchses..."

  • Das Drama wird vor dem Opernhaus fortgeführt ...



    "news.orf.at/"

    Per aspera ad astra

  • Zeffirelli kritisiert, und plant zugleich mit Alagna eine Inszenierung ...



    orf.at

    Per aspera ad astra

  • Giuseppe Verdi: "Aida"


    Mit Violeta Urmana (Aida), Irina Makarova (Amneris), Roberto Alagna (Radames), Vittorio Vitelli (Amonasro), Orlin Anastassov (Ramphis), Marco Spotti (König von Ägypten), Antonello Ceron (Ein Bote) und Sae Kyung Rim (Priesterin). Chor und Orchester der Mailänder Scala, Dirigent: Riccardo Chailly (Aufgenommen am 7. Dezember in der Mailänder Scala anlässlich der Saisoneröffnung).


    Samstag, 23. Dezember, 19:30 Uhr in Ö1 (auch als Webradio auf "http://oe1.orf.at")

    Bitte bedenken Sie, dass lautes Husten - auch zwischen den Stücken - die Konzentration der Künstler wie auch den Genuss der Zuhörer beeinträchtigt und sich durch den Filter eines Taschentuchs o. ä. erheblich dämpfen lässt.