Was hört Ihr gerade jetzt? (Klassik 2007)



  • Klavierkonzert Nummer 2
    Gilels, Jochum, Berliner Philharmoniker

    Früher rasierte man sich wenn man Beethoven hören wollte. Heute hört man Beethoven wenn man sich rasiert. (Peter Bamm)

  • hallo Guercoeur, den Alfano habe ich auch, er hat mich positiv überrascht mit seiner kraftvollen Musik. Bei mir jetzt :



    Henri Lazarof, 'Tableaux' für Klavier und Orchester, Violinkonzert und Symphonie Nr 2

    Schenke deinen Mitmenschen ein Lächeln, und du bekommst ein Lächeln zurück.
    The Smiler

  • Heinrich Neuhaus spielt Chopins dritte Sonate.


    Technisch nicht überragend, aber sehr noble Musikalität - und mir geht's natürlich hauptsächlich um den langsamen Satz.


    :angel:


    BBF

    "Dekonstruktion ist Gerechtigkeit." (Jacques Derrida)

  • Hallo Roland,


    Zitat

    Original von rolo betman
    hallo Guercoeur, den Alfano habe ich auch, er hat mich positiv überrascht mit seiner kraftvollen Musik.


    oh ja! Ich bin von dieser erst kürzlich erworbenen CD ebenfalls vollkommen begeistert! Insbesondere die Symphonie Nr. 1 in ihrer mitreißenden Lebendigkeit und den üppig schillernden Orchesterfarben hat es mir sehr angetan. Aber auch die II. - obwohl 20 Jahre später komponiert - versprüht an vielen Stellen den jugendlich-aufstrebenden Überschwang der I., in anderen Passagen wiederum wunderschöne melancholische Ruhepunkte.


    Herzliche Grüße
    Johannes

  • Ich höre gerade aus dieser CD-Box



    Paul Hindemith: Nobilissima Visione :jubel: :jubel: :jubel:
    Queensland Symphony Orchestra, Werner Andreas Albert


    :hello: Andreas

  • jetzt im Player :



    Hugo Alfvén, Symphonie Nr 2, Willén

    Schenke deinen Mitmenschen ein Lächeln, und du bekommst ein Lächeln zurück.
    The Smiler


  • Pelham Humfrey: Verse Anthems


    Clare College Choir, Romanesca,
    Nicholas McGegan



    :hello:
    Thomas

    Da freute sich der Hase:
    "Wie schön ist meine Nase
    und auch mein blaues Ohr!
    Das kommt so selten vor."
    - H. Heine -

  • Zitat

    Original von Klawirr
    Henry Pucell: Fantasien für Violen, The Rose Consort


    :jubel: :jubel: :jubel:


    Hör Dir mal den ersten Abschnitt der ersten Fantasie ganz genau an - gegen das, was in diesen wenigen Takten harmonisch passiert, ist das "Harmonische Labyrinth" ein Spaziergang...


    :hello: Andreas

  • Rudi Stephan (1887-1915):
    Die ersten Menschen -
    Oper in 2 Akten 1909-14
    Siegmund Nimsgern, Gabriele Maria Ronge, Florian Cerny, Hans Aschenbach;
    RSO Berlin, Karl Anton Rickenbacher
    Koch / CPO, LA, 1998, 2 CD



    :hello:
    Johannes

  • In einer Pause, auch um die Gedanken wieder zu beruhigen und zu ordnen:



    Nach wie vor meine Lieblingsaufnahme. Da klingt nicht "abgenudelt", "ständig gehört". Das ist frisch und musikantisch.

    res severa verum gaudium


    Herzliche Grüße aus Sachsen
    Misha


  • Hallo Andreas,
    getan, gehört, gestaunt... Wirklich gut, bisweilen spektakulär gesetzte Musik. Ist mir bisher immer entgangen, weil ich's hab vorbeirauschen lassen. Allerdings: So richtig berührt, hat mich's aber auch diesmal nicht... (werde an mir arbeiten...)
    Herzlichst,
    Medard


  • Oh, hallo Johannes,
    exzellente Idee! Werde ich gleich auch mal wieder hören... (Stephans Die Ersten Menschen ist neben seiner absolut exeptionellen Musik für Orchester einer meiner absoluten Favoriten - zu dumm, daß der Gute so jung sein Leben hat lassen müssen. Was da noch hätte alles auf uns kommen können...
    Herzlichst,
    Medard

  • Huhu Medard,


    weiter oben hattest Du angegeben, eine Symphonie von edgar Hovhanessian gehört zu haben. Im Rahmen des young-euro-classic-Fetstivals 2007 in Berlin wird ein Werk dieses mir bis dato völlig unbekannten Komponisten (ich kenn nur Hovhaness :wacky: ) aufgeführt. Kannst Du kurz was zu der Musik sagen? Und wie gefällt Dir der Genosse Hovhanessian??


    :hello:
    Wulf

  • Madrigale mit dem Ensemble Amarcord:



    :jubel: :jubel: :jubel: :jubel:


    Herzliche Grüße,:hello::hello:


    Christian

    Beherrsche die Sache, die Worte werden folgen! (Cato der Ältere)

  • und zum Schluss jetzt noch :



    Hans Pfitzner, Cellokonzert Nr 1, Geringas, Albert

    Schenke deinen Mitmenschen ein Lächeln, und du bekommst ein Lächeln zurück.
    The Smiler

  • Wenn ich einmal Hindemith gehört habe, lässt mich seine Musik nicht wieder los, daher jetzt:



    Paul Hindemith:
    Kammermusik Nr. 5 (Bratschenkonzert) - Kim Kashkashian, Viola
    Kammermusik Nr. 6 (Konzert für Viola d'amore) - Norbert Blume, Viola d'amore
    Kammermusik Nr. 7 (Orgelkonzert) - Leo van Doeselaar, Orgel
    Royal Concertgebouw Orchestra, Riccardo Chailly


    :hello: Andreas


  • Marin Marais: Les Folies d'Espagne - Prélude pour la violle et le théorbe -
    Suite en la mineur - Chaconne pour le clavecin seul - Suite en ré mineur


    Jonathan Dunford, Ensemble á deux violes esgales



    :hello:
    Thomas

    Da freute sich der Hase:
    "Wie schön ist meine Nase
    und auch mein blaues Ohr!
    Das kommt so selten vor."
    - H. Heine -

  • Soeben verklungen:




    Franz Xaver Mozart [1791-1844]
    Klavierkonzert C-Dur op. 14 [1811]
    Klavierkonzert Es-Dur op. 25 [1818]


    Henri Sigfridsson, Klavier
    INSO Lemberg
    Gunhard Mattes


    :hello:


    Ulli

  • Bis gerade habe ich das vierte sowie das fünfte Streichquartett von Hans Werner Henze gehört, eingespielt durch das Arditti Quartett.



    Es ist, zumindest für mich, nicht leicht, die Strukturen der beiden Quartette, ich meine besonders das vierte, zu erkennen; aber bei jedem Hören komme ich näher, es wird vertrauter. Auch Henze wird für mich immer verständlicher.


    Die Ardittis sind, natürlich, prima.


    Uwe

    Ich bin ein Konservativer, ich erhalte den Fortschritt. (Arnold Schönberg)

  • Zitat

    Original von Wulf
    Huhu Medard,


    weiter oben hattest Du angegeben, eine Symphonie von edgar Hovhanessian gehört zu haben. Im Rahmen des young-euro-classic-Fetstivals 2007 in Berlin wird ein Werk dieses mir bis dato völlig unbekannten Komponisten (ich kenn nur Hovhaness :wacky: ) aufgeführt. Kannst Du kurz was zu der Musik sagen? Und wie gefällt Dir der Genosse Hovhanessian??


    :hello:
    Wulf


    Hallo Wulf,
    was wird es denn von Herrn Hovhannissian beim young-euro-classic-Fetstival 2007 geben?? Würde mich wirklich interessieren!
    Nun zu deiner Frage: Zunächst mal muß ich gestehen, daß ich von Edgar Hovhannessian nur die beiden Werke (die Marmar-Suite und die 3. Symphonie), die auf der besagten CD eingespielt sind, kenne. Beide Kompositionen finde ich überaus suggestiv und tendenziell - insbeondere die Marmar-Suite - exaltiert. Diese Suite aus dem Ballet »Marmar« (1963) atmet ein wenig den Geist der klassischen Moderne (Stravinskys frühe Ballete lassen von Ferne grüßen) ohne dabei epigonal zu wirken - d.h. E.H. hat eine doch sehr eigene Tonsprache gefunden, die sich einerseits aus eben jener klassischen Moderne speist, andererseits aus der Volksmusik seines Heimatlandes Armeniern. Während die Ballet-Suite einen eher expressiven und den Hörer geradezu anspringenden Charakter hat, ist die Symphonie (1983; sie ist für Streicher und Schlagzeug gesetzt) eher introvertiert und reflexiv, wobei die drei Sätze an stilisierten (hoch)barocken Formen angelehnt sind (ein Ricercare und eine Ciaconia umschließen ein etwas rascheres Menuet).
    Also: keine strikte Atonalität, keine serielle Musik, sondern eine Musik, die an die klassische symphonische Tradition anschließt, ohne dabei zu vergessen machen zu wollen, daß der Zeitpunkt der Entstehung der Werke nicht das Jahr 1770 oder 1846 war - sondern eben das 20. Jahrhundert mit all seinen finsteren Momenten.
    Edgar Hovhannessian und Alan Hovanhess (der das »-ian« aus seinem Namen herausgekürzt hat) verbindet nicht so sehr ihre Musik sondern eher ihre armenische Herkunft. Allerdings kommt Edgar Hovhannessian aus der ost-armenischen Tradition, der heutigen Republik Armenien, während Alan Hovhaness als Nachkomme von Überlebenden des Genodzis an den Armeniern 1915/16 im osmanischen Reich zur Tradition der west-armenischen Diaspora gehört - was man der Musik jeweils auch anhört. Edgar Hovhannessian gehört eher in eine Gruppe mit Komponisten der UdSSR wie Schoistakowitsch, Miaskowsky, Kabalewsky oder Aram Khatschaturian (gleichfalls Armenier), während Alan Hovhanness stilistisch eher Nähen zu anderen Komponisten in der Diaspora aufweist (u.a. L. Bernstein. Ich meine, die Musik von Lenny und A. Hovhaness klingt zwar grundverschieden - aber hinsichtlich des oftmals bei vorderündiger Betrachtung eklektisch erscheinenden Kompositionsverfahrens sind sie sich näher als man vielleicht zunächst denkt) .
    Und weil ich schon mal im Schreibrausch bin, noch eine CD-Empfehlung: wenn Du einmal wirklich zutiefst ergreifende Werke eines armenischen Komponisten hören magst, dann findest Du sie auf folgender CD:



    Komitas (1869-1935): Armenische und deutsche Lieder
    mit: Hasmik Papian (Sopran) und Vardan Mamikonian (Klavier)


    Das lohnt sich wirklich!!!!


    Hoffe, ich habe weiterhelfen können...
    Herzlichst,
    Medard

  • Hallo Medard,


    Zitat

    Original von klawirr
    Oh, hallo Johannes,
    exzellente Idee! Werde ich gleich auch mal wieder hören... (Stephans Die Ersten Menschen ist neben seiner absolut exeptionellen Musik für Orchester einer meiner absoluten Favoriten - zu dumm, daß der Gute so jung sein Leben hat lassen müssen. Was da noch hätte alles auf uns kommen können...


    freut mich riesig, daß Dir der Rudi Stephan auch so gut gefällt. :] Die Oper empfinde ich als den absoluten Höhepunkt seines doch so kleinen Oeuvres. Leider geraten die vier Solisten - vor allem aber Hans Aschenbach in der Rolle des Chabel (Abel) - so manches Mal an ihre stimmlichen und darstellerischen Grenzen. Allerdings habe ich mich eben beim längeren Hineinhören an die Unzulänglichkeiten schon ein wenig gewöhnt. :rolleyes:


    Trotzdem, wenn man 'Die ersten Menschen' liebt, sollte man unbedingt die bezüglich der Sängerleistung phänomenal zu nennende Radioaufnahme des Hessischen Rundfunks aus dem Jahr 1952 kennenlernen, mit Otto von Rohr, Baß als Adáhm; Erna Schlüter, Sopran als Cháwa; Ferdinand Franz, Bariton als Kájin und Franz Fehringer, Tenor als Chábel, mit dem RSO Frankfurt unter Winfried Zillig.
    Leider wird die Oper höchstens alle zehn bis fünfzehn Jahre einmal in HR 2 gesendet. Ist also nicht einfach da heran zu kommen. :(


    Jedoch finde ich, daß sich die Rickenbacher-Einspielung lohnt wegen der sehr guten Orchesterleistung, der überragenden Klangqualität sowie der Tatsache, daß es sich hier um die einzige vollständige Gesamtaufnahme handelt.
    Wie findest Du sie, und kennst Du zum Vergleich die alte Zillig-Interpretation?


    Herzliche Grüße
    Johannes


  • Hallo Johannes,
    die von Dir angesprochene Radioaufnahme aus 1952 kenne ich leider nicht und muß auch bekennen, daß ich bisher nichtmals von ihrer Existenz wußte.


    Die Rickenbacher-Einspielung finde ich eigentlich sehr gelungen - wenn man über die bewußten Unzulänglichkeiten hinwegsehen bzw. -hören kann. Besonders eklatant fand ich diese anfangs allerdings im Falle von Nimsgern als Adam - schlicht, weil ich mir Großes von ihm erwartet hatte und doch zieeemlich enttäuscht wurde. Inzwischen aber kann ich ganz gut damit leben, denn die doch hochspannungsgeladene Musik von Stephan geht durch die Sängerleistungen nicht wirklich verloren - was sicherlich auch an dem absolut erstklassigen Dirigat von Rickenbacher (den ich als Dirigenten klassisch Moderner [etwa auch K. A. Hartmann] ohnehin absolut schätze).
    Also: ich bin bisher sehr zufrieden mit der CPO-Aufnahme - werde aber mal die Augen und Ohren nach der von Dir angesprochenen HR-Produktion offenhalten.
    Herzlichst,
    Medard

  • Irgendwie mag ich heute abend nichts anderes mehr hören, daher weiter mit:



    Paul Hindemith: Sinfonie "Mathis der Maler" :jubel: :jubel: :jubel: und Sinfonia Serena
    Sidney Symphony Orchestra, Werner Andreas Albert


    :hello: Andreas

  • Die schönste Requiem-Aufnahme, die ich kenne:




    Jean Richafort: Requiem in memoriam Josquin Desprez für 6 Stimmen


    Huelgas-Ensemble,
    Paul van Nevel



    :hello:
    Thomas

    Da freute sich der Hase:
    "Wie schön ist meine Nase
    und auch mein blaues Ohr!
    Das kommt so selten vor."
    - H. Heine -

  • Ich lausche entspannt:



    BRÜCKEN ZU JOSEPH HAYDN


    JOSEPH HAYDN [1732-1809]
    Divertimento Nr. 25 C-Dur Hob.V:C3


    LUDWIG VAN BEETHOVEN [1770-1827]
    Aus den 6 Gesellschafts-Menuetten: Nr.I,4,6


    IGNAZ PLEYEL [1757-1831]
    Trio F-Dur op. 10/3


    W. A. MOZART [1756-1791]
    Adagio aus dem Triofragment KV 266


    LUIGI TOMASINI [1741-1808]
    Trio B-Dur


    JOHANN NEPOMUK HUMMEL [1778-1837]
    6 Menuette und 7 Trios vom Apollo-Saal 1811


    MICHAEL HAYDN [1737-1806]
    Divertimento Nr. 1 D-Dur MH 5


    JOHANN BAPTIST VANHAL [1739-1813]
    Divertimento D-Dur op. 4/6


    TONKÜNSTLER TRIO
    Peter Erhart, 1.Violine
    Gerhard Fechner, 2.Violine
    Ursula Erhart-Schwertmann, Violoncello


    Viele Grüße
    Ulli

  • Ich höre mal wieder meine Piano Trios von Mozart.


    Ich bin ganz hin und weg. Gerade in diesen Werken Mozarts kann ich mich regelrecht verlieren - entweder das oder bei mir beginnt gerade wieder eine Mozartphase.

    29.08.1958 - 25.06.2009
    gone too soon

  • Zitat

    freut mich riesig, daß Dir der Rudi Stephan auch so gut gefällt.


    Hallo Johannes,


    ich liebe Rudi Stephan auch sehr. Ich habe leider nur die



    und



    wobei ich sogar Fischer-Dieskau ertragen kann.


    Wenn ich nur nicht diese verdammte Stimmblockade ;( hätte, würde ich mir die



    auch zulegen.


    Vielleicht mache ich's trotzdem.


    L.G.


    Walter

  • Hallo Walter,


    Zitat

    Original von walter
    Vielleicht mache ich's trotzdem.


    Ebent! Manchmal muß man halt über seinen Schatten springen. :D Ich denke, Du würdest das Kennenlernen bestimmt nicht bereuen.
    Eine andere Möglichkeit wäre, daß wir - wenn ich mal wieder bei Michael Schlechtriem zu Besuch bin - ein kleines Treffen veranstalten, zu dem ich beide Aufnahmen der Oper (Zillig und Rickenbacher) mitbringe und Euch im direkten Vergleich vorstelle. Dazu müßte Michael allerdings kurzzeitig seine alberne Opernphobie ablegen. :baeh01: :D


    LG
    Johannes
    :hello: