Was hört Ihr gerade jetzt? (Klassik 2007)

  • Aber jetzt: Arturo Toscanini probt La Traviata - meine Herrn, da staubt's!


    "QUIET!!!!!!!!!!!! Otherwise you all go away!!! Try to feel the music!"


    :beatnik:


    BBF

    "Dekonstruktion ist Gerechtigkeit." (Jacques Derrida)

  • Höre gerade Violetta/Alfredo "Invitato..." und dann "Or tutti a me" - unglaublich. Weißglut pur.


    Mein Kandidat für das Tamino-Radio!


    Irre, einfach irre.


    :jubel: :jubel: :jubel: (der Zuhörer)
    :angry: :angry: :angry: (il Maestro)


    :angel:
    BBF

    "Dekonstruktion ist Gerechtigkeit." (Jacques Derrida)

  • "You you you you you, third double bass - you are always late, you have no ears, no eyes, nothing!!!!!!!!!!!!!"


    (Wird ein paarmal wiederholt)


    Der helle Wahnsinn, echt.


    :pfeif:
    BBF

    "Dekonstruktion ist Gerechtigkeit." (Jacques Derrida)

  • Wieder an die Bässe gerichtet: "Siete buoni per Beethoven, ma per Verdi: NO!"


    Immer auf die Bässe...


    Und ein zitatwürdiger Ausspruch. Für Beethoven reicht's, aber für La Traviata viel zu schwerfällig...


    Herrlich.


    :hello:
    BBF

    "Dekonstruktion ist Gerechtigkeit." (Jacques Derrida)

  • Zitat

    Original von Barockbassflo
    Immer auf die Bässe...


    Hallo BBF,


    na, ist doch klar - Toscanini war doch Cellist, bevor er Dirigent wurde. Da kommt die alte Feindschaft zwischen Cellisten und Bassisten hoch :D


    :hello: Andreas

  • Offensichtlich - ein rätselhaftes Phänomen, ich kenne keine Bassisten, die andere Streicher verachten - aber es gibt diesen Instrumentalrassismus schon, das ist wahr.


    Naja.


    Die meisten Dirigenten kümmern sich nicht groß um die Bässe weil sie da unten eh nix mehr hören...


    Die Proben sind der helle Wahnsinn, auch musikalisch so intensiv - das ist noch zwei Potenzen über der Aufführung!!!


    Unglaublich.


    :jubel: :jubel: :jubel:
    BBF

    "Dekonstruktion ist Gerechtigkeit." (Jacques Derrida)

  • Ich höre gerade Vanhal zum Mitschreiben:



    Johann Baptist Vanhal: Violinkonzerte in G, G, B
    Takako Nishizaki, Violine
    Kölner Kammerorchester, Helmut Müller-Brühl


    Auf dem Cover wird folgendes behauptet: "... while the last movements demonstrate a strong kinship with the driving finales of Vanhal's Symphonies." Mag ja sein, aber nicht, wenn die "last movements" so lahm gespielt werden wie in dieser Aufnahme. Zwischen dem Allegro moderato der ersten und dem Allegro der letzten Sätze gibt es kaum einen Tempounterschied, und auch das Allegro moderato nimmt Müller-Brühl eher molto moderato. Das plätschert alles irgendwie vor sich hin, und gepflegte Langeweile macht sich breit. Vielleicht sind die Aufnahmen beim Deutschlandfunk für das Nachtkonzert gemacht worden, damit die Hörer besser einschlafen können. Zu allem Überfluss sind noch alle Solokadenzen deutlich hörbar hineingeschnitten - eine klare Nichtkauf-Empfehlung. Schade, von Müller-Brühl ist man eigentlich Besseres gewöhnt...


    :hello: Andreas

  • ...langsam geht mir das Vokabular aus...


    AT singt alle Rollen in der Orchesterprobe - muss man gehört haben, vor allem seine Koloraturen mit dezidiert animalischer Note - aber con grandissima passione.


    :faint:


    BBF

    "Dekonstruktion ist Gerechtigkeit." (Jacques Derrida)

  • Bei mir im deutsch-französischen Kulturkanal



    läuft gerade der Premierenmitschnitt von Massenets „Manon“ aus der Lindenoper mit Anna Netrebko und Rolando Villazón, begleitet von der Staatskapelle Berlin unter Barenboim.



    Eine frische und spritzige Inszenierung.
    Anna hin, Anna her - mir gefällt’s!



    Es grüßt Euch:


    Laurenz

    `
    (...) Eine meiner frühesten Erinnerungen im Zusammenhang mit der Musik betrifft einen Abend, an dem das Rothschild-Quartett bei uns ein hochmodernes Werk von Egon Wellesz spielen sollte. Die Stühle waren den Musikern zu niedrig, so nahmen sie unsere Bände mit Schubertscher Kammermusik, um damit ihre Sitze zu erhöhen. Ich dachte, wieviel schöner es wäre, wenn sie auf Wellesz sitzend Schubert spielen würden (...)


    — aus „5000 Abende in der Oper“ von Sir Rudolf Bing —
    .

  • Weiter geht’s im Liveticker aus Studio 8-H, November 1946:


    Und wieder sind die Bässe dran: Abschiedschor im 1. Akt, sie phrasieren es im nicht richtig: ein paar Versuche mit steigender Temperatur, man hört ihn contrabbassi murmeln, dann dürfen sie alleine: „what kind of notes are you playing – you compose yourself?“ Und nochmal, aber er erbarmt sich und nimmt die Celli wieder dazu. Da werden ein paar erleichtert gewesen sein…


    Weniger ist manchmal mehr: AT krächzt „Libiamo“ aber so dermaßen ausdrucksstark…


    „Look the conductor! … don’t try to play like Wagner ... this is VERDI“


    “Secco! LEGGIERISSIMO!! PIANISSIMO!!!!!!!!!!!


    (Komisch – die UmTschakTschak-Stellen scheinen am schwierigsten zu spielen zu sein


    BBF

    "Dekonstruktion ist Gerechtigkeit." (Jacques Derrida)


  • Dann sag doch bitte mal, wo man diese Probe(n) finden kann!??!?!?


    statt hier einen teaser nach dem anderen abzulassen... ;)


    JR

    Struck by the sounds before the sun,
    I knew the night had gone.
    The morning breeze like a bugle blew
    Against the drums of dawn.
    (Bob Dylan)


  • Salut,


    liegt vermutlich daran, dass der Booklettext unabhängig von der vorliegenden Aufnahme gemacht wurde und den Wunsch des Autors wiederspiegelt. Ging mir auch mal so in einer Werkbeschreibung, die dann so nicht umgesetzt wurde...


    :wacky:


    Ulli

  • So, nach dem Opernabend nun ein wenig Mahler zur Einstimmung auf die Nacht.



    Gustav Mahler: Das Lied von der Erde


    Nan Merriman, Mezzosopran
    Ernst Haefliger, Tenor
    Concertgebouw Orchester Amsterdam
    Ltg. Eugen Jochum



    M.f.G. Laurenz

    `
    (...) Eine meiner frühesten Erinnerungen im Zusammenhang mit der Musik betrifft einen Abend, an dem das Rothschild-Quartett bei uns ein hochmodernes Werk von Egon Wellesz spielen sollte. Die Stühle waren den Musikern zu niedrig, so nahmen sie unsere Bände mit Schubertscher Kammermusik, um damit ihre Sitze zu erhöhen. Ich dachte, wieviel schöner es wäre, wenn sie auf Wellesz sitzend Schubert spielen würden (...)


    — aus „5000 Abende in der Oper“ von Sir Rudolf Bing —
    .

  • Für den Kontrast:


    Beethoven
    Klaviersonate B-dur op. 106 "Hammerklavier"
    Emil Gilels


    (Brautigam ist ja noch nicht so weit :boese2: )


    :hello:
    BBF

    "Dekonstruktion ist Gerechtigkeit." (Jacques Derrida)

  • Bei mir jetzt noch bis 5 Uhr früh das Nachtkonzert vom Deutschlandfunk.




    Heute mal wieder mit einer exquisiten Auswahl aus dem reichhaltigen Œuvre der Streichquartette:



    Luigi Boccherini:
    Quartett für 2 Violinen, Viola und Violoncello in A-Dur, Op. 32, Nr. 6
    Nomos-Quartett


    Louis Spohr:
    Quartett für 2 Violinen, Viola und Violoncello in D-Dur, Op. 15, Nr. 2
    Amati-Quartett, Zürich


    Gaëtano Donizetti:
    Quartett für 2 Violinen, Viola und Violoncello Nr. 8 in B-Dur
    The Revolutionary Drawing Room


    Georges Onslow:
    Quartett für 2 Violinen, Viola und Violoncello in F-dur, Op. 46, Nr. 2
    Mandelring-Quartett


    Johan Severin Svendsen:
    Quartett für 2 Violinen, Viola und Violoncello in a-moll, Op. 1
    Oslo-String-Quartet


    Fanny Mendelssohn-Hensel:
    Quartett für 2 Violinen, Viola und Violoncello in Es-Dur
    Erato-Quartett, Basel


    Anton Bruckner:
    Quartett für 2 Violinen, Viola und Violoncello in c-moll
    Leipziger Streichquartett


    Anton Webern:
    Fünf Sätze für Streichquartett, Op. 5
    Alban-Berg-Quartett




    Allen „Mithörern“ wünsche ich eine anregende und genußreiche Nacht!



    Beste Grüße sendet:


    Laurenz

    `
    (...) Eine meiner frühesten Erinnerungen im Zusammenhang mit der Musik betrifft einen Abend, an dem das Rothschild-Quartett bei uns ein hochmodernes Werk von Egon Wellesz spielen sollte. Die Stühle waren den Musikern zu niedrig, so nahmen sie unsere Bände mit Schubertscher Kammermusik, um damit ihre Sitze zu erhöhen. Ich dachte, wieviel schöner es wäre, wenn sie auf Wellesz sitzend Schubert spielen würden (...)


    — aus „5000 Abende in der Oper“ von Sir Rudolf Bing —
    .

  • Radio Stephansdom:


    Bruch, Max (1838-1920)

    VIOLINKONZERT NR. 1 G-MOLL, OP. 26
    1. INTRODUCTION - ALLEGRO MODERATO
    2. ADAGIO
    3. FINALE, ALLEGRO ENERGICO

    Academy of St. Martin in the Fields
    Leitung: Marriner, Sir Neville
    Solist: Frank, Pamela (Violine)
    hänssler classics 98.390

    Anschließend:


    Elgar, Sir Edward (1857-1934)

    SYMPHONIE NR. 1 A-DUR, OP. 55
    Radio-Sinfonieorchester Stuttgart
    Leitung: Norrington, Sir Roger
    Hänssler Classic CD 93.000


    Austria

    Wir lieben Menschen, die frisch heraus sagen, was sie denken - vorausgesetzt, sie denken dasselbe wie wir (Mark Twain)

  • Ich höre im Moment mindestens 15 mal am Tag das "Invano, Alvaro" und "Le minaccie i fieri accenti" aus "La forza del destino"


    von dieser CD



    Macht Lust, sich weiter nicht nur mit Caruso, sondern auch mit seinem Duettpartner Pasquale Amato zu beschäftigen.


    Meine Nachbarn sind bereits leicht genervt. Ich werde sie notfalls an eine Selbsthilfegruppe in den Niederlanden verweisen, die bereits umfangreiche Erfahrung in der nachbarlichen Beschallung mit monotoner Musikauswahl gewinnen konnte. :pfeif: :D


    :hello:
    Sascha

  • Hallo!!


    Jetzt werd ich mich mal durch die Carl Stamitz´schen Klarinettenkonzerte wühlen:

    Nr. 6 & 10, sowie das Konzert für Violine und Klarinette



    Nr. 2-5


    und

    Nr. 1, 7, 8, 11


    LG joschi


    PS: Wenn ich damit 2 oder 3 mal fertig bin, gibts einen Thread dazu, oder hamma da schon einen? ?(

  • Grieg: Das Klavierkonzert und eine Auswahl aus den lyrischen Stücken- gespielt von Shani Diluka



    :jubel: :jubel: :jubel:



    Herzliche Grüße,:hello: :hello:


    Christian

    Beherrsche die Sache, die Worte werden folgen! (Cato der Ältere)

  • [quote]Original von Antracis
    Ich höre im Moment mindestens 15 mal am Tag das "Invano, Alvaro" und "Le minaccie i fieri accenti" aus "La forza del destino"



    ... wie gut ich das verstehen kann...


    :hello:
    BBF

    "Dekonstruktion ist Gerechtigkeit." (Jacques Derrida)


  • Dasselbe Syndrom hatte ich unlängst bei:


    Liegt wohl
    a) an der Musik :angel:
    b) an zwei sich kongenial ergänzenden Sängern :jubel: :jubel:

    Freundliche Grüße Siegfried