Was hört Ihr gerade jetzt? (Klassik 2007)

  • Zitat

    Original von Klawirr
    Das möcht ich auch hören und mich freuen können...


    tjaaa...das ist nicht so einfach...in meinem Fall bedurfte es ca. sechsmonatiger Vorarbeiten und dann muss man eben den perfekten Augenblick erwischen: Herbstsonne, Kaffee(nach Spezial-Rezept) & Kuchen, Wochenende, Mondphase...wenn man dann im entscheidenden Moment noch die Partitur und ein Klavier parat hat, könnte es klappen, aber ohne Garantie... :wacky:


    Zitat

    Welchen Fan-Begriff verwendest Du denn jetzt? Das ist aktuell ja scheinbar nicht ganz gleichgültig...


    Ich gehöre zu den fanatisch-penetranten, die ihren Idolen tagtäglich auflauern, um mit ihnen CDs kaufen oder ein Bierchen trinken zu gehen. :D


    :hello:
    V.

  • Nochmals:



    Franz Schubert [1797-1828]
    Sonata in C major D840 "Reliquie"
    Drei Impromptu D946


    Ludwig Sémerjian, Piano Forte Conrad Graf 1824


    :jubel: :lips: :jubel: :lips: :jubel: :lips: :jubel:

  • Wirklich drollig: da wurde heut abend ein Gespräch mit Marcel Reich-Ranicki gesendet, das vor wenigen Wochen im Kammermussiksaal des Deutschlandfunks aufgezeichnte wurde. Live war ich zugegen und habe vorhin auch mitgeschnitten. MRR als müder Abglanz seiner selbst, Best of MRR, MRR als Gegner des Regietheaters, die Sendung ist dem alten Mann gegenüber unfair und passt formidable in den Fan-Thread: seine Fans klatschen jedem Bonmot Beifall, weil's gut und witzig klingt. Beim Nachhören freilcih: bei vielem besser nicht nachdenken darüber , was er da so von sich gegeben hat.


    Nun aber zum Drolligen: im Gespräch deutete er an, daß er Wagner in seiner Kindheit schätzen gelernt habe. Von der (Schellack-)Platte. Und womit füllte der Deutschlandfunk die Sendezeit bis zum Beginn der Folgesendung? Klar, mit Wagner am Klavier. Tannhäuser-Ouvertüre, Siegfrieds Trauermarsch, Walters Preislied, was da gerade aus dem Lautsprecher meines Tonbandes schallt, kann ich noch nicht identifizieren. Allerdings: kommt Zeit, kommt Ansage.


    Liebe Grüße vom Thomas :hello:

    Früher ist gottseidank lange vorbei. (TP)
    Wenn ihr werden wollt wie eure Väter waren werdet ihr so wie eure Väter niemals waren.


  • Richtig krachen? Mit Seite 1 der Platte (Du merkst, bei mir steht noch die LP im Schrank, war seinerzeit eine Belohnung meiner Mutter für die erfolgreiche Versetzung in die Obertertia) kann man Billig-Boxen hinrichten. Ich spreche da aus Erfahrung. Was man sich als Beethoven-Fan nicht so alles zulegt. Das interessante an der Platte ist die Tatsache, daß für beide Werke Original Geschütze reaktiviert wurden (bei Beethoven wurde sogar zwischen französischen und britischen Waffen unterschieden) und bei Tschaikowsky wurde russische Glocke ingesetzt (das sind solche wo nicht die Glocke schwingt, sondern die Schlegel an die unbewegliche Glocke geschlagen werden).


    Und beides von Antal Dorati fabelhaft dirigiert.


    Liebe Grüße vom Thomas :hello:

    Früher ist gottseidank lange vorbei. (TP)
    Wenn ihr werden wollt wie eure Väter waren werdet ihr so wie eure Väter niemals waren.

  • Mit großer Spannung gehört: F. Gulda - Beethoven op. 90, lyrisch und... mann, watt kurz... :rolleyes:


    Daher jetzt etwas vorgezogen:



    Johann Baptist Pergolesi [1710-1736]
    Stabat Mater
    Salve Regina c-moll


    Angharad Gryffydd Jones, Sopran
    Lawrence Zazzo, Counter
    Ensemble Concerto
    Timothy Brown


    :]


    Ulli

  • Les Brises d'Orient



    Hier findet man nicht nur Davids "Le Dèsert" (s. 1001-Thread) sondern auch Karol Szymanonwsky: Lieder des verliebten Muezzin op. 42. Die Lieder sind nach Texten von Slowa Jaroslawa Iwaszkiewcza. Der Muezzin ist ein schwärmerischer Liebhaber, dessen Gebetsrufe ständig zu seiner Geliebten, zu ihrer Schönheit und Zärtlichkeit abschweifen. Szymanowsky verwendet kein orientalisches Kolorit. Wie in seiner wunderschönen 3. Sinfonie ("Gesang der Nacht"), in der er Texte von Jalal ad-din-a-Rumi verwendet, findet die Auseinandersetzung geistig statt.


    Liebe Grüße Peter

  • Guten Morgen


    höre jetzt




    Französische Opernarien des Barock
    von Lully, Campra,
    Rameau, Mondonville, Leclair, Royer, Gluck.


    mit Veronique Gens und den Les Talens Lyriques,
    Leitung: Christophe Rousset :jubel: :jubel:


    Gruß aus der Kurpfalz


    Bernhard

  • Bei mir wieder das:



    Franz Schubert [1797-1828]
    Sonata in C major D840 "Reliquie"
    Drei Impromptu D946


    Ludwig Sémerjian, Piano Forte Conrad Graf 1824


    Gibt's davon Fanplakate? :O :D

  • Hector Berlioz: Nuits d'été



    [amx=B00005A9ND]300[/amx]


    Veronique Gens singt, begleitet vom Orchestre de l'Opéra National de Lyon unter der Leitung von Louis Langrée, eine zugleich elegante wie poetische Interpretation. Einer der Höhepunkte: "Au cimetière" auch dank des ebenso einfühlsamen wie plastischen Orchesterklanges. "Man schlägt nach und reibt sich die Augen: alle Effekte stehen deutlich in der Partitur, man muss nur den Mut zur Drastik haben" (Niemann)


    LG Peter

  • Guten Morgen!


    Bei mir gab es heute morgen schon die Bachkantate "Ach, liebe Christen, seid getrost", BWV 114 in einer sehr schönen Aufnahme mit dem Bach Collegium Japan:





    Einen schönen Sonntag wünscht Euch Carola

  • eben erschienen:



    und danach


    dieses:


    Das geht über das Sagbare hinaus. Das läßt sich nicht deuten und bedarf keiner Deutung. Es kann nur gehört werden. Es ist Musik. (H.H.Jahnn)

  • Hector Berlioz: Nuits d'été



    [amx=B000OCYGRM]300[/amx]


    Ich beende meinen Rundgang durch die Nuits (meine LPs lasse ich zur Beruhigung der Leute, denen meine Spaziergang schon jetzt zu lang geworden ist, im Keller) mit meiner relativen Neuanschaffung in der Einspielung mit Bernarda Fink. Sie wird begleitet von dem Deutschen Symphonie-Orchester unter Kent Nagano. Wersin schwärmt von ihr im Rondo-Magazin: "Janet Bakers Referenzeinspielung der "Nuits d’été" von Berlioz unter Barbirolli bekommt zum ersten Mal wirklich eine konkurrenzfähige Interpretationsleistung zur Seite gestellt – nach 40 Jahren".


    Nun ja, dass Janet Bakers sicher nicht schlechte Einspielung eine "Referenzeinspielung" sein sollte, will mir nicht einleuchten. Aber dazu dann an einem anderen Ort. Dass die Neueinspielung aber superb ist, daran gibt es keinen Zweifel, sie gesellt sich bei mir zu den besten ...


    LG Peter

  • Guten Tag


    radle jetzt bei den schönen Wetter in die schöne Römerstadt Ladenburg am Neckar :hello:
    und höre dabei diese



    CD von A. Corelli; bietet sich ja an :D
    Arcangelo Corelle wurde von Kurfürsten Johan Wilhelm zum Marchione de Ladenburg geadelt. Corelli hatte dem Kurfürsten dafür auch (vorher) sein Op. 6 gewidment :hahahaha: :pfeif:


    Gruß aus der Kurpfalz


    Bernhard

  • bei mir läuft der Fernseher............ höre und schaue! eine Aufzeichnung vom Holsteinschen Festival 200irgendwann "Michael Tilson Thomas dirigiert" Brahms und was kommt? Das Violinkonzert mit Julia Fischer als Solistin, genau das richtige für einen Sonntagvormittag (wobei das Wetter nicht ganz stimmt, zu herbstlich für die Spätsommerstimmung des Konzerts - zu kalt für op. 77 ha-ha).


    Was mir dabei auffällt: seine Interpretation sit sehr "differenziert", also, so wie man hier gerne schreibt über Einspielungen wie "bei Dirigent X sind die Holzbläser hervorgehoben im Gegensatz zu Dirigent Y. Bei MTT hört man (zumindest über den TVLautsprecher, das mag über CD und Anlage anders sein), EINZELNE Instrumentgruppen deutlich, das meine ich mit differenziert. Aber leider zerfällt so der Klang für mein Empfinden, die Stimmung,der Gesamteindruck gehen verloren. Dann verändert sich meine Wahrnehmung der Musik vom Erleben zum Hinhören (oder anders ausgedrückt von der rechten zur linken Hemisphäre, wer damit was anfangen kann) und dann ist das Ganze nicht mehr als die Summer der Teile, sondern es reduziert sich auf ein Nebeneinander der Teile.


    einen schönen Sonntag und danke für die Anregungen
    Viviane

    viviane

  • ich mache heute morgen äähh mittag mal da weiter, wo ich gestern aufhörte :



    Bohuslav Martinu, Symphonie Nr 2, Thomson

    Schenke deinen Mitmenschen ein Lächeln, und du bekommst ein Lächeln zurück.
    The Smiler

  • Gestern Abend im Konzert in Hannover Evgeni Koroliov gehört, jetzt noch einmal:





    Die Goldberg-Variationen in 1 1/2 Stunden. Das Langsame wesentlich langsamer als die anderen, die schnellen Variationen zügig. Nachdem ich schon lange mit der Konserve vertraut war, musste ich Koroliov auch noch live hören, ohne Einschränkung empfehlenswert.


    Mit besten Grüßen zum Sonntag


    Matthias

    Tobe Welt, und springe,
    Ich steh hier und singe.


  • ich mag goulds art beethovens sonaten schnell und frech zu spielen, aber die mondscheinsonate ist echt das letzte, die hat gould mal mehr als verhunzt. der erste satz dümpelt gezwungermaßen so dahin und erzeugt keinerlei effekt beim hörer, der 2. satz ebenfalls und der 3. satz ist nur ein haufen noten :angry:

  • Hallo zusammen,


    ich versuche immer noch mit Sibelius warm zu werden. Heute wieder die 1. Sinfonie.



    Eigentlich müßte mir als Nordlicht die stählernd kalte und harte Musik doch zusagen. Leider ist dem aber nur teilweise so.


    LG


    Maggie

  • Zuerst ein verspätetes Geburtstagsgeschenk gehört (läuft seit gestern zum dritten Mal):



    :jubel: :jubel: :jubel:


    Und jetzt etwas Hummel:



    :hello:

    "Das Leben ohne Musik ist einfach ein Irrtum" - Nietzsche