Was höre ich gerade jetzt (JAZZ - 2007 - 2008)

  • Nach den Anregungen habe ich auch wieder einige alte Jazzsachen (was habe ich dafür Geld gelassen) herausgekramt. Gerade gehört:



    mit folgender Besetzung (eingespielt 1983):


    Günter Hampel : compositions, vibraphone,
    bass clarinet, baritone saxophone
    Manfred Schoof : trumpet
    Albert Mangelsdorff : trombone
    Marion Brown : alto saxophone
    Perry Robinson : clarinet
    Thomas Keyserling : alto saxophone, flute
    Jeanne Lee : voice
    Barre Phillips : bass
    Steve McCall : drums


    Jaja, der Hampel auf den Birth Records...


    Uwe

    Ich bin ein Konservativer, ich erhalte den Fortschritt. (Arnold Schönberg)

  • HAllo zusammen,


    so, und jetzt etwas, was ich gehört habe, wenn mir der Funk aus dem Ohren kam:


    Gato Barbieri



    Ich hatte damals die Platte
    Chapter two: Hasta siempre (1973)


    Der Mann spielt ein derartig scharfes Saxophon, aber immer melodiös, da bleibt kein Auge trocken.


    Auch hierüber sollte noch geredet werden.......


    Grüsse
    Achim :hello:

  • Gleich werden sich die Nachbarn beschweren; auf dieser Platte begegnen sich Rock und Jazz, diesmal ausgehend von Carlos Santana, der hier auf Mahavishnu John McLaughlin trifft.



    1973 aufgenommen - drei Jahre nach der legändären Platte "Abraxas" klingt in der Eröffnungsnummer "A love supreme" der Rhytmus von "Black magic woman" nach. "Naima", ebenfalls eine Coltrane-Nummer ist ein wundervoll vertäumter Dialog der beiden Gitarristen an Akustik-Gitarren.


    Liebe Grüße vom Thomas :hello:

    Früher ist gottseidank lange vorbei. (TP)
    Wenn ihr werden wollt wie eure Väter waren werdet ihr so wie eure Väter niemals waren.

  • ...

    Früher ist gottseidank lange vorbei. (TP)
    Wenn ihr werden wollt wie eure Väter waren werdet ihr so wie eure Väter niemals waren.


  • Auch dies eine Platte, die in meinen Fusion-Canon gehört, die ich auch heute noch gerne höre.
    Aaaaaaaaaber, wenn schon Carlos Santana in der 70er Jahren, dann bitte nicht übersehen:


    Welcome



    und


    Borboletta



    beides eher Jazzrock denn latin.


    Grüsse in die Nacht
    Achim :hello:

  • Hier ist ja plötzlich richtig leben in der Bude und es sind lauter schöne Sachen zusammengetragen!


    Diese beiden Projekte passen nicht so richtig in den neuen Fusion-Thread (- Danke für Deine Initiative, Achim!), haben mich aber, nachdem ich sie vor einiger Zeit auf dem Berliner Jazzfestival live sah, meine Mahavishnus auf Vinyl entstauben lassen und gefallen mir auch auf CD:



    Die HR-Big Band hat sich in den letzten Jahren deutlich modernisiert und sich auch im Niveau an die NDR- und WDR-Big-Bands herangemacht. Unter der Leitung und mit sehr guten Arrangements von Colin Towns werden hier Mahavishnu- Klassiker mit satten Bläsersätzen umgesetzt.
    Colin Towns gehört für mich derzeit zu den interesssantesten Leitern und Arrangeuren für moderne Big Band. Mit dem britischen Blue Mask Orchestra verfügt er auch über seine eigene große Band. Breiter bekannt wurde er aber dadurch, dass er seine Brötchen zeitweilig als Keyboarder bei Whitesnake verdiente.
    Mit dabei sind als Gäste Billy Cobham, der endlich wieder, nachdem er in den letzten Jahren auch zumeist nur musikalisch relativ sterilen, langweilig konventionellen Fusion gemacht hat, in alter Frische auftrommelt und Jerry Goodman, an der E-Geige, beide aus der alten Stammbesetzung. Bei Goodman wußte ich gar nicht, dass der noch lebt.
    Der Hausgitarrist der HR-Big-Band versucht klugerweise gar nicht erst, John McLaughlin nachzumachen, spielt sein eigenes Ding und macht das sehr gut.



    Das Wiener Radio String Quartet zeigt, dass die Stücke mit klugen Arrangements auch für Streichquartett funktionieren und improvisieren können sie auch. Genauere Angaben kann ich mir sparen, da der link ausnahmsweise ausführliche Informationen gibt.


    ---------------


    Dass Uwe Günter Hampel ins Spiel bringt, freut mich besonders, nicht zuletzt auch wegen seiner langjährigen Partnerin, der Sängerin Jeanne Lee, die ich ganz besonders liebe. Ich halte sie für eine der intelligentesten und bedeutensten Sängerinnen im Jazz überhaupt. Beide haben hier natürlich auch ihre Threads verdient.


    Das gilt selbstverständlich ebenso für den Argentinier Gato Barbieri, der wirklich von Anfang an seinen ganz eigenen vollen, grollenden Tenorsound hatte. Es gibt übrigens aus den End-60ern von ihm auch sehr freie Aufnahmen mit dem südafrikanischen Pianisten Dollar Brand/Abdulla Ibrahim und mit italienischen und französischen Musikern, bevor er in den frühen 70ern zu seiner eigenen Form von Polit-Latin -Jazz fand. Hier ist mein Favorit "Viva Zapata". Aber bekannt wurde er natürlich durch die Filmmusik zum "letzten Tango in Paris".
    Leider muß man auch hier vor fast allem, ab den späten 70ern warnen. Das war dann nur noch äußerst konventioneller Latin-Fusion. Einzig sein Tenorsound bleibt unverkennbar, doch die Spannung von Rauhem, Ungestümen und schönen, langen Melodiebögen, die seine Aufnahmen der frühen 70er auszeichnete, ist völlig verlohren gegangen.


    ---------


    Auch für Santana habe ich eine Schwäche, nicht einmal nur für die frühen Aufnahmen. Eine schlüssige Mischung aus West-Coast-Salsa-Mexicana, Rock, Black Funk und Jazziges, vor allem an Coltrane und Miles orientiert, mußte damals erst einmal zusammengemixt werden, auch wenn diese Mischung in den ärmeren Chicano-Vierteln L.A.s, San Diegos und San Franciscos zur Zeit von Flower Power, Woodstock und Vietnam-Krieg in der Luft lag. Aber wenn man sich andere, völlig Vergessene, die dies in dieser Zeit auch versuchten, anhört, wird schnell klar, was Santanas große Leistung ist - natürlich neben seinem unverkennbaren Gitarrensound.
    Übrigens tritt Santana bis heute immer wieder gerne auch als Session-Gast in Jazzkonzerten auf, häufig spontan aus dem Publikum heraus. So kam es auch dazu, dass er schließlich als Gast auf mehreren Alben von Coltranes Pianist McCoy Tyner zu hören ist, - wohlgemerkt mit reinem Jazz, keinem Fusion! Tyner hat auch den schönen Song "Senor Carlos" geschrieben. Es existieren Bänder von mehreren gemeinsamen Konzerten, wie auch von anderen Jazzauftritten Santanas. Veröffentlicht wurde leider nie etwas, so weit ich weiß, nicht einmal als Bootleg, obwohl es doch unendliche Bootlegs von Santanas Live-Auftritten mit seiner Band gibt, darunter auch viele, sehr gute, auf denen die jazzigen Seiten einiger, seiner stets vorzüglichen Bandmitglieder gut zur Geltung kommen.


    :hello: Matthias

  • Hallo Matthias,


    leider habe ich berufsbedingt häufig wenig Zeit, mit Muße hier mitzuschreiben, aber im Moment passt es scheinbar :hello:.


    Santana:
    Hier möchte ich noch eine frühere Platte erwähnen, die unbdedingt mal wieder laufen muß:


    Caravanserai


    Ich habe die LP vor jetzt gut 30 jahren besessen, dann wie vieles verkauft und als CD vor ein paar Jahren nachgekauft (ebenso wie die oben genannten).
    Und ich muß sagen, der Reiz ist auch nach der langen Zeit nicht vergangen.


    Barbieri:
    die von mir oben gezeigte Platte ist ein Notkauf gewesen, um überhaupt wieder was von ihm im Regel zu haben.
    Ich weiß noch wie heute, als ich in unserem kleinen Plattenladen die Chapter 2 Platte probehörte und aus den Kopfhörern dieser wilde Ton des Saxophons drang. Der Besitzer des Ladens wie ein weiterer Kunde schauten mich irritiert an und verloren fast völlig die Fassung, als ich dann mit fester Stimme sagte, die nehme ich :] .


    Grüsse
    Achim :hello:

  • Hallo Achim,


    ich habe im Moment berufsbedingt leider nicht so viel Zeit, aber dennoch kurz:


    Caravanserai schätze ich auch besonders. Die McCoy Tyner - Aufnahmen, auf denen Santana als Gast erscheint, sind leider derzeit nirgendwo zu bekommen. Auf folgender, sehr guter Trio-CD ist zumindest "Senor Carlos" drauf, eine Art musikalisches Charakterportrait Santanas von Tyner. Es gibt aber eine ältere Aufnahme, auf der Santana bei diesem Stück auch einsteigt. Meine Sammlung und mein Jazzarchiv ist zur Zeit zwischen Berlin und Milano aufgeteilt, deswegen kann ich jetzt leider keine genaueren Angaben machen.



    Von Gato Barbieri sind immerhin viele, der alle lohnenden Flying Dutchman Lps aus den 70ern in den 90ern bei BMG France auf CD erschienen , auch die besonders gute live Aufnahme von 1973 "Bolivia" u.a. mit John Abercrombie (g) Lonnie Liston Smith (p) dem herausragenden französischen Basssten J.-F. Jenny Clark neben Stanley Clark oder "Yesterdays", "EL Pampero" u.a.
    Auf Impulse ist als Doppel-CD mit zusätzlichem Material "Latino America" wiedererschienen, Live-Aufnahmen zumeist aus Lateinamerika von 1973 und 74 mit lateinamerikanischen Musikern, viele gerade aus Chile emigrierten. Von diesen Ereignissen geprägt verarbeitet er als Solidaritäts-Statement viel Indio-Musik (Pan-Flöten etc.), nicht alles durchgehend ganz gelungen, aber sein Sax ist durchwegs prägend und sehr gut, so insgesamt schon lohnend.
    "Chapter 2" habe ich noch als LP und gerade aufgelegt. Die ist wirklich gut. Wenn ich irgendwann Zeit finde, könnte ich sie mal digitalisieren und .......- aber das kann dauern.


    ZU Barbieri möchte ich aber noch Carla Bleys Jazzoper "Escalator over the Hill" erwähnen, in der Barbieri eine musikalisch prägende Rolle spielt, besonders in der großartigen Overtüre. Die ist aber auch sonst sehr gut, z.B. mit packenden Duetten zwischen McLaughlin und Jack Bruce von Cream am Bass und Gesang.


    :hello: Matthias

  • Ich höre das jetzt in Dauerwiederholung soo lange, bis Übelkeit aufsteigt - irgendwie ist meine Anti-Ungeschmackssoftware defekt, erfreue mich gerade tierisch (<-- Hommage a Udo Lindenberg) an folgender Geschichte:


    Paso Doble: Computerliebe (Die Module spielen verrückt)....wie jetzt, kein Jazz?? :pfeif:


    im Anschluss daran etwas niveauvoller - ein Klassiker, der im weitesten Sinne als Jazz.......nein, egal:



    Kraftwerk: Computer Liebe


    :hello:
    Wulf

  • ----- in my dreams ---
    :angel:


    Dusko Goykovich tr. Bob Degen p. Isla Eckinger b. Jarod Cagwin dr.
    Studio, Monster (NL), 29.09.2000


    ...sollte ich die Jazzkunst eines Goykovich (die einst auch einen Miles Davis berührt haben soll)
    mit einem Wort benennen, würd`ich sagen...
    ... ... w a r m h e r z i g


    :) :)


    micha

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  • Hören kann ich es gerade leider nicht, da ich noch an der Uni festhänge,


    empfehlen möchte ich aber bei dieser Gelegenheit dringend diese CD, die es bei amazon gerade äusserst preiswert gibt:


    Zigeunerjazz mit Schnuckenack Reinhardt :jubel: :jubel: :jubel:


  • Im Schnittmengenbereich von Jazz und Neuer Musik:



    :jubel: :jubel: :jubel: :jubel:


    Ausgangsbasis sind hier Stücke des Gitarristen John Scofield, der u.a. bei Miles Davis gespielt hat. Mark-Anthony Turnage hat diese nun bearbeitet und erweitert für JazzTrio, Jazz-Big-Band und Symphonie-Orchester. Er hat hier also wesentlich mehr gemacht, als die in den Grundstrukturen eher einfachen, aber sehr groovigen Jazzstücke Scofields nur zu orchestrieren. So wird ein erstaunlich homogen klingendes Ineinandergreiffen der unterschiedlichen Sounds und von Komposition und Improvisation des Trios erreicht. Ein wirklich ausserordentlich geglücktes Crossover!


    Es spielen John Scofield (E-Gitarre), John Patitucci (E-Bass), Peter Erskine (Drums), Radio-Sinfonie-Orchester Frankfurt, HR Big Band, Hugh Wolff (Dir.)


    :hello: Matthias

  • Zum Aquadente als Absacker jetzt noch diese (bei mir jedoch noch auf LP):



    Maria Joao: Vocals, Aki Takase: Piano


    Eine, meiner absoluten Lieblingsjazzplatten, die wunderbare Konzerterinnerungen an die beiden weckt!


    :jubel: :jubel: :jubel: :jubel: :jubel: :jubel:


    :hello: Matthias

  • Dank Matthias' gestriger Anregung höre ich heute auch mal wieder die wunderbare Portugiesin:


    Maria Joao
    Undercovers

    2003 / Verve



    Eines der Werke einer Reihe, die sie mit ihrem (Lebens-)Partner, dem Pianisten Mario Laginha, produziert hat. Größtenteils Cover-Versionen von Björk, Sting, den Beatles oder Tom Waits. Maria Joao spaltet meine mir bekannte Musik-Hörerschaft: Die einen sind irritiert von der höchst artifiziellen Art, in der sie zwischen Vamp und naivem Kind hin und her pendelt. Die anderen (zu denen, ich mich seit einem atemberaubenden Live-Konzert zähle) staunen über die unzähligen Facetten, die ein Mensch nun mal so hat und die von ihr stimmlich ausgedrückt werden. Maria Joao muss man einfach einmal live erlebt haben, um zu sehen ud zu hören, um was für eine außerordentliche Künstlerin es sich handelt.


    LG
    B.

  • Zitat

    Original von Barbirolli: Maria Joao spaltet meine mir bekannte Musik-Hörerschaft: Die einen sind irritiert von der höchst artifiziellen Art, in der sie zwischen Vamp und naivem Kind hin und her pendelt. Die anderen (zu denen, ich mich seit einem atemberaubenden Live-Konzert zähle) staunen über die unzähligen Facetten, die ein Mensch nun mal so hat und die von ihr stimmlich ausgedrückt werden.


    Hallo Barbirolli,


    - das kenne ich. Die Art, ihre Stimme äußerst vielseitig und witzig einzusetzen, hast du schön auf den Punkt gebracht!


    Ihre CDs mit Mario Laginha mag ich auch, aber Höhepunkte waren doch für mich ihre Zusammenarbeit mit Aki Takase, die ebenso vielseitig, humorvoll und einfach eine unglaublich gute Pianistin ist, bei der die beiden sich nur so die Bälle zugeworfen haben.


    Auf dieser kam dann noch der leider schon verstorbene Niels-Henning Örsted Petersen am Bass zu diesem vergnüglichen Gipfeltreffen:



    :jubel: :jubel: :jubel: :jubel: :jubel: :jubel:


    :hello: Matthias

  • Zitat

    Original von Alviano
    Ich höre gerade diese

    Die habe ich nicht mehr als 3er-LP


    Schöne, Grüße, hier ist es nicht, so heiß, in, Mörfelden


    :hello: :hello:


    Und das soll JAZZ sein?


    OK, Wagner war ja vieles.. ;-)


    Matthias

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  • Ja, öhh, das ist aber, jetzt, öhh, voll peinlich - vielleicht könnte ein Moderator den Beitrag verschieben, da hab ich, also, ihr wisst schon...




    :untertauch:


    :D

  • Zitat

    Original von Michael Schlechtriem
    Wie hieß noch mal der Drummer auf der Tristano und Isolde-Aufnahme?


    - Wo Tan! Der läßt die Schießbude richtig donnern und krachen - oder war das auf dieser anderen megacoolen Richie-Scheibe, diesem -zig CD-Album. :D


    Hab ich noch als 3er LP.


    :hello: Matthias


    P.S.: Grüße aus dem warmen Berlin an, den Aviano aus Mörfelden :hahahaha:

  • Duke Ellington mit seiner Band 1962:



    :jubel: :jubel: :jubel:


    Sehr schöne Aufnahmen in guter Tonqualität, dabei auch viele seltener eingespielte Stücke. Bersonders interessant für mich, dass Ellington hier auch ein Stück von Thelonious Monk spielt und sich im nachfolgenden eigenen Stück "Frere Monk" auch in seiner Komposition auf die eigenwillige, modernere Tonsprache Monks einläßt. Dass "ESP" hier fast wie von einer Mingus-Workshop-Band gespielt, ähnlich rau und wild, wundert mich insofern nicht. Auch "Like Late" wird hier in Harmonien gespielt, die man eher bei den Modernisten der späten Bob-Zeit gewohnt ist.


    In der Band sind 62 jedoch noch viele, der großen Alten, die viele Jahrzehnte beim Duke spielten, dabei: Johnny Hodges, Paul Gonsalves, Harry Carney, Ray Nance, Cat Anderson, Cootie Williams ...


    :hello: Matthias

  • Gestern war ich bei meinem ebenso Jazz-begeisterten Vater und habe einige Neuerscheinungen gehört. Besonders gefiehl mir die Neuste von Ahmad Jamal:



    :jubel: :jubel: :jubel: :jubel: :jubel:


    Rhythmisch - auch durch sehr gute Begleiter am Bass, Drums, Percussion - sowie durch den enormen Ideenreichtum Jamals äußerst packend. Wo andere 10 oder 20 Stücke draus machen würden, das bringt dieser exquisite Pianist in einem unter - schon alleine an wunderbaren Melodieideen, die häufig nur angespielt werden, man hört sie noch im Kopf weiterklingen und da kommt auch schon die nächste. Das Ganze klingt bei höchster Klavierkunst immer leicht und völlig unangestrengt. Beim konzentrierten Zuhören werden seine CDs nie langweilig, trotzdem kann man sie auch einfach zum entspannten Mitwippen nebenbei laufen lassen.


    Mehr Konzentration erfordert da schon die nicht mehr ganz so neue CD von Irène Schweizer von 2005 beim interessanten schweizer Intakt Label (leider kein Bild, Informationen aber auf der Intakt Homepage). Auf "First Choice. Piano Solo KKL Luzern" wird wieder auf ganz andere, sehr europäische Weise Pianokunst vom Allerfeinsten geboten. Hier hört man die klassische Ausbildung, die jahrelange Betätigung in der europäischen Free Jazz Szene, aber auch die unermüdliche Beschäftigung mit Thelonious Monk und das ebenfalls jahrelange Zusammenspiel mit Musikern aus dem südafrikanischen Exil. So groovt auf ganz andere, abstraktere Weise auch diese - schließlich ist Irène Schweitzer auch eine gute Schlagzeugerin ( - und eine, meiner Lieblingspianistinnen.)


    :hello: Matthias

  • Diese:



    Kiss my Jazz: Doc's Place Friday Evening


    Allerfeinst-irrwitziger Cross-Over-Fusion-Hybrid-Indie-Rock-Jazz aus Antwerpen!


    Ganz schön schräg und von schrägster Schönheit...


    :faint: :jubel: :jubel: :jubel:


    Viele Grüße,
    Medard

  • Nach dem Probehören dreier CD, welche mir der Verkäufer empfohlen hatte, blieb ich bei dieser hängen:


    Der Verkäufer war etwas überrascht, dass ich mich schlussendlich für diese Cd entschied, da es eine reine instrumental CD ist. Die CD hat mich aber sofort mit der ersten Nummer fasziniert. Da ist Tempo und Pep dahinter.


    Die Besetzung dieser Aufnahme ist:


    Saxophon Chico Freeman(Gründungsmitglied)
    Altsaxophon Bobby Watson
    Trompete Eddie Henderson
    Klavier Fred Harris
    Bass Cecil McBee(Gründungsmitglied)
    Schlagzeug Billy Hart


    lg,
    Franz

    Sagt nicht:"Ich habe die Wahrheit gefunden", sondern:"Ich habe eine Wahrheit gefunden." (Khalil Gibran; Der Prophet, dtv, 2002)

  • Wirklich gute Musik, unterhaltsam und mit Niveau; ich habe die mal in Leverkusen live gesehen und gehört. Ist mir in bester Erinnerung geblieben.


    Uwe

    Ich bin ein Konservativer, ich erhalte den Fortschritt. (Arnold Schönberg)

  • Hallo Zusammen,


    auch mal wieder im Player:



    Lyambiko Love...And Then


    Zitat

    M. Inhoffen in Audio 3 / 06: "Beherzt assistiert von ihrer amerikanisch-kroatisch-deutschen Band und in präsentem Klang gibt sie sich mit ihrer flexiblen Stimme mal überschwänglich, sexy, frivol, dann wieder tieftraurig. Eine runde, reife Performance." G. Fischer in Musikexpress 3 / 06: "Mit ihrem vertrauten Trio um Schlagzeuger Torsten Zwingenberger pflegt und umgarnt sie vorrangig neue Kompositionen, reicht der Bogen vom intim-groovenden Fusion-Song "Give It Up" über "I'd Rather Stay In Bed" mit seinem brasilianischen Flair bis zu feinstem, entspannten Bar-Jazz. So müssen sich VokalIkonen anhören


    Gruss
    Robert

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