ZitatEin Drittel der Deutschen hat noch nie ein Konzerthaus von innen gesehen. Ist das ein Problem?
Nein. Ich habe auch noch nie ein Fußballstadion von innen gesehen - und dabei wird es auch bleiben.
ZitatEin Drittel der Deutschen hat noch nie ein Konzerthaus von innen gesehen. Ist das ein Problem?
Nein. Ich habe auch noch nie ein Fußballstadion von innen gesehen - und dabei wird es auch bleiben.
Nein. Ich habe auch noch nie ein Fußballstadion von innen gesehen - und dabei wird es auch bleiben.
Habe ich tatsächlich schon. War irgendeine Einladung von Siemens ins Dortmunder Stadion. War aber leer zu dem Zeitpunkt. ![]()
Aber das Gespräch beinhaltet die interessante Diskussion, ob man die Konzertabende nicht anders gestalten sollte vom Rahmen her.
Eine Phantomdiskussion. Mich wundert eher, dass demnach zwei Drittel der heutigen Deutschen durchaus schon einmal in einem Konzerthaus gewesen wären (nur drinnen gestanden oder auch etwas hörend?). Das wäre gar nicht wenig. Ob der Bevölkerungsanteil, der ins (klassische) Konzert ging, zu Zeiten von Beethoven oder Brahms höher war? Ich wage es stark zu bezweifeln. Man kann das Volk nicht auf Gedeih und Verderb zur Hochkultur zwingen. Daran sind die ausgefeiltesten Ideologen verschiedenster Couleur gescheitert. Vor Augen habe ich das "Werkpausenonzert", das Furtwängler vor AEG-Mitarbeitern gab. In den sozialistischen Staaten gab es später ähnliche Versuche. Nachhaltig war das offenkundig nicht. Grad der Tage geht durch die österreichische Presse, dass die Musikstadt Wien ihr Kulturetat um 7,6 % kürzt. Das Sommernachtskonzert der Wiener Philharmoniker im Schönbrunner Schlosspark ist 2026 bereits potentiell gefährdet, so der Orchestervorstand. Und das dürfte erst ein Vorgeschmack sein auf das, was auf uns zukommt. Es ist kein Geld mehr da. Angeblich. Zumindest nicht für Kultur und Bildung, Gesundheit und Pflege, Arme und Behinderte. Für fragwürdige Prestigeprojekte wie den umstrittenen Lobautunnel (mind. EUR 2,7 Mrd. veranschlagt) natürlich schon. Und Milliardäre können in Österreich natürlich auch weiterhin theoretisch Milliardensummen weitervererben, ohne einen Cent Erbschaftssteuer zu zahlen. Willkommen im Operettenstaat.
Ob der Bevölkerungsanteil, der ins (klassische) Konzert ging, zu Zeiten von Beethoven oder Brahms höher war? Ich wage es stark zu bezweifeln.
Ich auch, er war eher kleiner. Ich sehe das wie Du. Man sollte keinen zwingen, man sollte aber die Konzertkultur nicht als Abgrenzung verwenden. Es sollte IMO immer um die Musik gehen. Jeder kann dann selbst entscheiden, ob er die hören möchte oder lieber etwas anderes.
Ich auch, er war eher kleiner. Ich sehe das wie Du. Man sollte keinen zwingen, man sollte aber die Konzertkultur nicht als Abgrenzung verwenden. Es sollte IMO immer um die Musik gehen. Jeder kann dann selbst entscheiden, ob er die hören möchte oder lieber etwas anderes.
Odi profanum vulgus et arceo.......
Mir war immer schon schleierhaft, warum Zehntausende taylorswiften, ist es das Bauchgefühl, was dm Konzerthaus abgeht?
Die Eintrittskarten verschenken heute Omas und Opas sogar ihren Enkeln. Das ist unsere Zukunftsgeneration.
Mir war immer schon schleierhaft, warum Zehntausende taylorswiften,
Die Musik ist gut gemacht, eingängig und verlangt nicht viel musikalische Anstrengung und bietet zudem noch etwas für das Auge. Das sieht mir ganz allgemein nach einem Erfolgrezept aus. Das war sicher nie anders.
Beim Nachdenken über unsere Konzertkultur fällt mir schon auf, dass sich nicht selten die sogenannten gut Situierten daneben benehmen, wenn sich überhaupt einer die Blöße geben mag.
Ich finde es interessant, wenn man die Atmosphäre auflockern kann, ohne dem Hörer den Musikgenuss einzuschränken und sinnvoll, das dann zu tun. ![]()
Korrekt. Aber:
Ich sehe das als fatalen Entwicklungsschritt hin zur totalen Verdummung, eine Climax - herab in die auch im TV hör- und sichtbare Geräusch- und Licht-Verschmutzung. Die sogenannten "sozialen" Medien leisten zu der Geschwindigkeit den größten Beitrag.
Accelerationen halt überall. Mich nervt es.
Die sogenannten "sozialen" Medien leisten zu der Geschwindigkeit den größten Beitrag.
Da wurde bei uns an verschiedenen Stellen schon diskutiert. Der Umgang mit den sozialen Medien sollte sinnvoll gestaltet werden. Früher war die Dummheit verschwiegener (ob insgesamt weniger, sei dahingestellt), jetzt wird sie an allen Ecken und Enden halt laut.
Mich nervt es.
Mich auch, aber das wird wenig an der Entwicklung ändern.
Mich auch, aber das wird wenig an der Entwicklung ändern.
Das stimmt.
Entwicklung hat einige Haltepunkte. Diese muss man wie bei einer Haltestelle aber auch so kennzeichnen, dass sie auch von denen wahrgenommen werden, die sie zunächst nicht suchen, aber irgendwann entdecken. Phantasie dafür können nur diejenigen entdecken, die die Entwicklung bereits deutlich sehen.
Beispiel: In Köln, Bonn und Würzburg gibt es jeweils ein riesiges Kosten- und Planungs-Dilemma betr.Theater- bzw. Konzertsaal-Neu- oder Umbau.
Zwischenzeitlicher Stillstand auf den Baustellen trifft nicht nur das bisherige Publikum, sondern auch alle segensreichen Einrichtungen, die es bisher dort für Kinder- und Jugendliche gab, um ihnen Musik und Theater altersgerecht nahezubringen. Die Phantasie der Macher muss erlahmen, wenn Zentren dafür ruhen wie ein Bergsee.
z.B. Kinderkonzerte, Familienkonzerte, Ü18 Karten etc. etc. .....statt dessen werden zwei Hunnis fällig von Oma und Opa zum 18. Geb.Tag, um ins Olympiastadion zu fahren oder sonstwohin.
Nicht: Wehret den Anfängen!
Sondern: Die Entwicklung beeinflussen!
Alles Hoffnungen, ich weiß,
GC
