Opernaufführungen als Übertragungen per Rundfunk und Fernsehen

  • An dieser Stelle sei nochmals auf die Übertragung der "Carmen" aus der Wiener Staatsoper hingewiesen!


    ORF 2 - 21.05 Uhr / BR Fernsehen 21.15 Uhr (zeitversetzte Übertragung aus der STOP)


    CARMEN von Georges Bizet


    Nadia Krasteva als Carmen, Anna Netrebko als Micaela, Massimo Giordano als Don José, Ildebrando D’Arcangelo als Escamillo.


    Es dirigiert Andris Nelsons, Schüler von Mariss Jansons und einer der wichtigsten Dirigenten der jungen Generation.


    Präsentiert wird der Opernabend von Barbara Rett. In der Pause wirft sie einen Blick hinter die Kulissen und beobachtet die trotz Routine aufregenden Bühnenumbauten. Bildregie führt Karina Fibich.


    Der heutige Abend in der Staatsoper ist der gestern im Alter von 99 Jahren verstorbenen Sängerin Giulietta Simionato gewidmet, die die "Carmen" oft gesungen hat.


    LG

    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)

  • Samstag ist auf arte "Tag der Oper"


    Arte 20:25 Uhr Live aus Brüssel: Don Quichotte

    Die Oper "Don Quichotte" ist seit über 50 Jahren erstmals wieder am Brüsseler Théâtre de la Monnaie zu erleben. Und das gleich als zweifaches Ereignis: Der Bassist José van Dam sagt der Brüsseler Bühne Adieu, und zum ersten Mal inszeniert Laurent Pelly an dem berühmten belgischen Haus.


    Samstag, 8. Mai 2010 um 20.25 Uhr

    Don Quichotte
    von Jules Massenet


    Chorleiter: Martino Faggiani
    Kostüme: Laurent Pelly
    Sänger: Choeurs de la Monnaie
    Dirigent: Marc Minkowski
    Ausstattung: Barbara de Limburg
    Inszenierung: Laurent Pelly
    Orchester: Orchestre symphonique de la Monnaie
    Produktion: La Monnaie
    Fernsehregie: Benoît Vlietinck


    Das auf Cervantes' Roman basierende Werk dirigiert Marc Minkowski. Durch den Festabend, der zudem auf den Europäischen Tag der Oper fällt, führt Corinne Boulangier.



    LG


    :hello:

    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)

  • Hallo Harald,


    am Sonntag läuft auf arte um 19.45 Uhr der Tannhäuser aus Baden-Baden - Lehnhoff-Inszenierung.


    Ist dir schon die Besetzung bekannt ?


    LG, Bernward


    "Nicht weinen, dass es vorüber ist
    sondern lächeln, dass es gewesen ist"

    Waldemar Kmentt (1929-2015)


  • Hallo Harald,


    habe im Internet bei arte gefunden:


    Mit: Robert Gambill - (Tannhäuser), Camilla Nylund - (Elisabeth), Waltraud Meier - (Venus), Roman Trekel, Stephen Milling


    LG, Bernward


    "Nicht weinen, dass es vorüber ist
    sondern lächeln, dass es gewesen ist"

    Waldemar Kmentt (1929-2015)



  • Lieber Bernward,


    ich muß Dich leider korrigieren: Nicht um 19,45 Uhr am Sonntag, sondern morgens früh um 9.45 Uhr wiederholt arte den Baden-Badener Tannhäuser von 2008!


    Unter der musikalischen Leitung des Schweizer Dirigenten Philippe Jordan gab das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin in Baden-Baden sein Tannhäuser-Debüt. Zu sehen und hören sind Robert Gambill als Tannhäuser, Camilla Nylund als Elisabeth und die herausragende Waltraud Meier als Venus.


    Gibt es auch schon als DVD:



    LG


    :hello:

    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)

  • Lieber Harald,


    bei mir kam heute morgen aber La Traviata. Habt ihr in NRW ein anderes TV-Programm oder war es in der Zeitung ein Druckfehler?


    Liebe Grüße, Bernward


    "Nicht weinen, dass es vorüber ist
    sondern lächeln, dass es gewesen ist"

    Waldemar Kmentt (1929-2015)


  • Heute Traviata aus dem Züricher Hauptbahnhof - morgen früh dann der Tannhäuser aus Baden-Baden!


    Alles korrekt - wie angekündigt!


    LG


    Harald :hello:

    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)

  • Am Donnerstag (13. Mai) singt René Pape an der Mailänder Scala erstmals den Wotan im "Rheingold". Weiß jemand, ob diese Aufführung im (und sei es italienischen) Radio gesendet wird, und wenn ja, auf welchem Sender?


    Für sachdienliche Hinweise ist ein großer :jubel: ausgelobt!


    :hello:

  • Oper des Monats Juni im ZDF Theaterkanal ist Verdis "Maskenball" unter Georg Solti (neben der "Götterdämmerung" als Abschluß des Valencia-Rings).


    Beim "Maskenball" handelt es sich um die letzte Arbeit von Karajan für die Salzburger Festspiele, die er nicht vollenden konnte und die der - damals 77-jährige - Maestro Geog Solti kurzfristig übernahm. Regie führte der amerikanische Western-Spezialist John Schlesinger ("Midnight Cowboy") - der die in Schweden spielende Fassung mit Gustav III der Bostoner Fassung vorzog.



    gibt es natürlich auch auf DVD.


    Ein Maskenball von G. Verdi
    Darsteller:


    * König von Schweden - Placido Domingo
    * Graf Rene Ankarström - Leo Nucci
    * Amelia, seine Frau - Josephine Barstow
    * Ulrica, eine Wahrsagerin - Florence Quivar
    * Oscar, Page des Königs - Sumi Jo
    * Christian ein Matrose - Jean-Luc Chaignaud
    * Graf Ribbing - Kurt Rydl
    * Graf Horn - Goran Simic
    * Ein Richter - Wolfgang Witte
    * Ein Diener Amelias - Adolf Tomaschek


    Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor
    Wiener Philharmoniker
    Leitung: Sir Georg Solti
    Länge: 145 min
    Musiktheater, Österreich, 1990


    Erster Sendetermin:
    Mittwoch, 02.06.2010 11:05 - 13:30 Uhr - ZDF-Theaterkanal


    Zitat

    Ein absolutistischer Monarch wird von seinem einstigen Parteigänger und Freund im Glauben ermordet, der Geliebte seiner Frau zu sein. Die Idee zu dieser Geschichte lieferte Eugène Scribe, der "Dichterfürst" der Grand Opéra, der sich dabei auf einen authentischen Vorfall bezog, auf die Ermordung des schwedischen Königs Gustav III. im Jahr 1792. Verdi und sein Librettist Antonio Somma mussten die Oper umarbeiten. Verdi verlegte auf politischen Druck hin die Handlung nach Amerika Ende des 17. Jahrhunderts in die Zeit kolonialer Auseinandersetzung. In dieser Form kam die Oper 1859 in Rom zur Uraufführung.


    Der als Film- und Bühnenregisseur weltweit bekannte John Schlesinger hat sich für die erste Fassung der Oper entschieden: wie ursprünglich vorgesehen, spielt die Geschichte in Schweden im 18. Jahrhundert.


    LG


    :hello:

    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)

  • Zitat

    Original von Harald Kral
    .... Regie führte der amerikanische Western-Spezialist John Schlesinger ("Midnight Cowboy") - der die in Schweden spielende Fassung mit Gustav III der Bostoner Fassung vorzog.
    ...


    Ahem. Der Brite John Schlesinger und Western? Auch sein ewiger Klassiker Midnight Cowboy hat nichts mit Western zu tun!


    :hello:

    Ciao


    Von Herzen - Möge es wieder - Zu Herzen gehn!



  • @Theo
    Der "Cowboy" sollte ein Scherz sein.
    Imerhin hat es einer gemerkt!
    Tröstlich, dass wenigstens einer meine Beiträge aufmerksam liest!
    :untertauch:

    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)

  • Zitat

    Original von Harald Kral
    @Theo
    Der "Cowboy" sollte ein Scherz sein.
    ...


    Und ich bin natürlich prompt auf dem Glatteis ausgerutscht....


    ;)

    Ciao


    Von Herzen - Möge es wieder - Zu Herzen gehn!



  • Am Montag, 17. 5. sendet Arte den Bajazzo


    22.10 - 23.25
    Oper von Ruggero Leoncavallo
    74 min
    Aufzeichnung aus dem Opernhaus Zürich, 2009
    Mit:
    Gabriel Bermudez (Silvio)
    Boiko Zvetanov (Peppe)
    Carlo Guelfi (Tonio)
    Fiorenza Cedolins (Nedda)
    José Cura (Canio)


    Inszenierung:
    Grischa Asagaroff


    Es singen und spielen Chor und Orchester der Oper Zürich
    Leitung: Stefano Ranzani


    Am 7.6. um 11.05 Uhr wird die Oper nochmals gesendet.


    :hello:
    Jolanthe

  • Ich hab mir leider die DVD gekauft. DIe Inszenierung ist nichtssagend und lieblos und die Sänger hatten an diiesem Tag wohl auch nicht Ihren besten abend. Warum Jose Cura so beliebt ist kann ich nicht nach vollziehen. Wie sage doch so schön meine Sitznachbarin bei einem Wiener Othello mit Cura " Wenn er nicht so gut aussehen würde, wäre er nur ein mittelmäßiiger Tenor an einr Provinzbühne" . Als Turridu hat er deutlich mit Höhenproblem zu kämpfen, der Bajazzo gelingt ihm da schon etwas besser. Gibt es eigentlich keinen anderen Sänger der den Turrido singen kann ? Und die anderen Sänger waren auch nur Mittelmaß. Schade eigentlich für das Züricher Opernhaus, das eigentlich sonst nur gute Produktionen auf DVD herausbringt.Außerdem gab es auch technische SChlampereiein bei der DVD die ich erworben hatte. Beiim Anfang von Cavalleria Rusticana ist aufeinmal der Anfang vom Bajazzo und umgekehrt. Auch derr Schlussapplaus von Cavalleria Rusticana fehlt auch.

  • Habe arte einprogrammiert. Wegen Cura. Bin mal gespannt.


    LG, Bernward


    "Nicht weinen, dass es vorüber ist
    sondern lächeln, dass es gewesen ist"

    Waldemar Kmentt (1929-2015)


  • Ich hab ihn noch einmal live in Wien gesehen, wo er im Bajazo den Prolog gesungen hat. Normalerweise wird dieser von einem Bariton gesugen, aber dieses wurde extra wegen Cura geändert. Ich bin kein großer Cura Fan, weil ich finde das er ein viel zu großer Selbstdarsteller ist. Ein weiteres Beispiel dafür ist die Züricher Cavalleria Rustiana Produktion, wo am Anfang Turridu eigentlich nur aus dem Hintergrund singt, dort ist Cura aber von Anfang an auf der Bühne. Als Dirigent hab ich ihn noch nicht live gesehen. Aber wegen diesem Thema hab ich auch ab und zu mit meiner Freundin Stress, weil sie findet das Cura einer der besten Tenöre der heutigen Zeit ist.

  • Du hast ihn zu wenig gesehen um über seine Stimme zu urteilen.
    Er besitzt eine unglaubliche Bühnenpräsenz.
    Bei der CAV. aus Zürich hat der Anfang mit der Regie zu tun,
    nicht mit dem Sänger. Ich war dort,es passte !


    Rita

  • Das kann natürlich sein. Ich würd ihn ja gerne mal in der Arena di Verona live erleben. Weiss jemand ob er diesen Sommer in Verona singt ?

  • Ich habe Jose Cura im Sommer 2006 in der Arena von Verona als Bajazzo gesehen. Tolle Inszenierung, wunderbar gesungen - ein unvergessliches Erlebnis (trotz 40 Grad Hitze!). :jubel: :jubel: :jubel:


    (Den Turiddu sang übrigens Vincenzo la Scola)


    LG


    :hello:


    P.S.: Heuer ist Jose Cura nicht auf der Besetzungsliste

    Harald


    Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
    (Vinícius de Moraes)

  • Zitat

    Original von rita


    Er besitzt eine unglaubliche Bühnenpräsenz.


    Die Bühnenpräsenz spreche ich ihm auch nicht ab. Gestern abend hatte ich mir den Bajazzo mit Cura angesehen, ich habe ihn 2005 auch schon live in dieser Rolle an der DOB gesehen. Trotzdem stört mich seine Art von Tongebung. Vor Jahren hörte ich ihn in einem Konzert, da gefiel er mir noch wesentlich besser.
    :hello:
    Jolanthe

  • Die Bühnenpräsens will ich ihm auch nicht absprechen. Die hat er auf jeden Fall. Aber er hat halt immer nur eine Stimmlage und kann nicht gesetalten. Den Othello hat er nur durchgebrüllt und beim Bajazzo sang er den Prolog auch nur sehr laut .

  • @rodolfo 39


    Hallo,


    ich weiß nicht, welchen Bajazzo Du gesehen hast. Bei meiner Züricher Aufführung sang den Prolog
    - wie angekündigt - der Bariton Carlo Guelfi in der Rolle des Tonio. Sehr laut war das aber nicht.
    Cura sang doch den Canio.


    LG, Bernward


    "Nicht weinen, dass es vorüber ist
    sondern lächeln, dass es gewesen ist"

    Waldemar Kmentt (1929-2015)


  • Das war vor 3 oder 4 Jahren. In meiner besuchten Aufführung hat Cura im Bajazzo sowohl den Prolog als auch den Canio gesungen. Das war glaub ich aber nur für ein paar Vorstellungen. hab mich nur gefragt was der Sänger des Tonio dazu gesagt haben wird.

  • habe ihn auch live gesehen und ja, er ist ein selbstdarsteller und ja er ist großartig, wenn man ihn nimmt, wie er ist. irgendwie kann man es ihm auch gar nicht übelnehem, wo soll er denn hin mit seinem überbordenden charisma; es wirkt einfach so, als wenn es aus ihm heraussprudelt und er nichts dagegen tun kann, ganz anders als solche charaktere, die sich gerne krampfhaft in den vordergrund spielen.

    Beste Grüße, KFB
    _________________________________________
    Being individual is more important than being popular

    Einmal editiert, zuletzt von Karl-Friedrich Börne ()

  • Ich habe - zu meinem Leidwesen - Jose Cura schon oft in Wien gehört. Seine sicherlich beste Rolle ist in den Pagliacci, wo er auch einmal den Prolog gesungen hat. Er wurde vom Publikum ausgebuht, weil er diesen wirklich lieblos gesungen hat.


    Als Turridu wurde er von Dolora Zajick von der Bühne gesungen - und ein derartig lustloses "O Lola.." habe ich noch von keinem anderen Tenor jemals gehört. Ebenfalls war er eine komplette Fehlbesetzung in der konzertanten Norma-Seria mit Gruberova und Garanca. Seine Intonation war grottenschlecht, er sang mit einer Hand in der Hosentasche, beim Duett Norma-Adalgisa putzte er seine Brillen und blätterte in seinen Noten...


    Ebenfalls zu vergessen sein Don Carlo - da kam er nicht einmal mehr zum Einzelvorhang raus. Der Cavaradossi ist gewöhnungsbedürftig, sehr gut hat er mir in Stiffelio gefallen. Als Don José mit Kasarova war er auch seeeeehr gewöhnungsbedürftig.


    Was mich immer maßlos ärgert - Cura hat ein wirklich schönes, baritonal angehauchtes Timbre, aber seine Technik ist einfach unter'm Hund. Er hält sich nicht an die Notenlängen, teilweise auch nicht an die Noten - ein Alptraum für jeden Dirigenten...


    Leider haben wir ihn nächste Saison wieder als Turridu und Canio im Doppelpack :kotz:


    Ich weiß, dass er an anderen Opernhäusern umjubelt wird, in Wien gibt es zwar einige Cura-Fans, aber der Großteil will ihn nicht.

    Hear Me Roar!

  • Zitat

    Original von Dreamhunter
    Ich habe - zu meinem Leidwesen - Jose Cura schon oft in Wien gehört. Seine sicherlich beste Rolle ist in den Pagliacci, wo er auch einmal den Prolog gesungen hat. Er wurde vom Publikum ausgebuht, weil er diesen wirklich lieblos gesungen hat.


    Als Turridu wurde er von Dolora Zajick von der Bühne gesungen - und ein derartig lustloses "O Lola.." habe ich noch von keinem anderen Tenor jemals gehört. Ebenfalls war er eine komplette Fehlbesetzung in der konzertanten Norma-Seria mit Gruberova und Garanca. Seine Intonation war grottenschlecht, er sang mit einer Hand in der Hosentasche, beim Duett Norma-Adalgisa putzte er seine Brillen und blätterte in seinen Noten...


    Was mich immer maßlos ärgert - Cura hat ein wirklich schönes, baritonal angehauchtes Timbre, aber seine Technik ist einfach unter'm Hund. Er hält sich nicht an die Notenlängen, teilweise auch nicht an die Noten - ein Alptraum für jeden Dirigenten....


    Kann ich alles bestätigen bis auf den Stiffelio, den habe ich nicht gesehen. Dafür einen Chenier mit Licht und Schatten. Der absolute Tiefpunkt war aber die Norma. Und ich kann guten Gewissens sagen, daß ich noch nie einen schlampiger singenden Sänger als ihn gehört habe.

  • Stimmt - den Chenier habe ich verdrängt! Die Arie im ersten Akt war damals noch okay, aber die im 3.Akt auch schauderbar :-). Und dann kann ich mich noch an seinen Roberto in "Le Villi" erinnern, der mich auch nicht wirklich von den Socken gehaut hat.


    Und ja - er singt schlampig!!!!

    Hear Me Roar!

  • Mich verfolgt José Cura geradezu- wann immer ich nach Wien reise und Opernkarten ergattere, ist er verpflichtet. Früher fand ich ihn noch erträglicher, seit der letzten Tosca mit ihm ist für mich aber das Maß voll.


    Dabei ist das schlampige Singen mal deutlicher, mal weniger deutlich zu hören: hierbei frage ich mich immer, warum ihm denn kein Dirigent da mal die rote Karte zeigt. Es werden ja möglicherweise die anderen Sänger auch noch durcheinander gebracht von jemandem, der Notenwerte lediglich als unverbindliche Empfehlungen betrachtet.


    Was mich aber bei Cura zur Raserei bringt, ist seine schon angesprochene sichtbare Haltung der Spielverweigerung: er steht da, singt irgendwie seine Arien und geht dann wieder weg. Selbst bei schauspielerischen Schmalspurtalenten (Florez, Beczala) ist wenigstens das Bemühen spürbar, einer Partie auch ein bühnendramatisches Gesicht zu geben - bei Cura merkt man nur, wie er innerlich auf die Uhr schaut und sich wünscht, es möge vorbei sein.


    Sein zweifelsohne vorhandenes schönes Timbre reicht mir jedenfalls live nicht mehr aus, Geld für eine Karte auszugeben. In der Übertragung einer Aufführung mag man ihn noch ertragen...


    Grüße!


    Honoria

    "...and suddenly everybody burst out singing"
    Busman's Honeymoon