Guten Morgen,
Auch wenn das bis dato ein frauenfreier Thread ist, hier noch einige Worte von einer symphonikfernen Musikliebhaberin.
Bei Mahler mache ich nämlich eine grosse Ausnahme und habe eigentlich selbst noch nicht so ganz verstanden warum. ![]()
Das Zerrissene, "Titanische" und Abrupte, das mich an Beethoven-Symphonien oft so (ver-)stört, ist ja hier im Übermass vorhanden.
Von der Länge und Besetzung mal ganz zu schweigen........ :wacky:
Aber dennoch fasziniert und fesselt mich diese Musik ungleich mehr.
Mein Einstieg sind eigentlich Mahlers Lieder, die sich zu Teilen in den Symphonien widerspiegeln.
Und dann natürlich der schon vielbeschworene Tod in Venedig- vor vielen vielen Jahren ein Faszinosum erstes Grades, bei dem ich Aschenbach noch sehr gerne mit Mahler identifizieren wollte.
Ich bin danach mit der 5. und 6. Symphonie(unter Rafale Kubelik) sofort in die Vollen gegangen und fand das gleichermassen niederschmetternd wie erhebend. Die "Gesangssymphonien" habe ich erst später kennengelernt, das Lied von der Erde sogar erst vor recht kurzer Zeit- durch ein Tamino-Rätsel.
Mir sind nach wie vor die Lieder natürlich am Nächsten, aber Mahler ist einer der wenigen gebleiben, dessen Symphonien ich mir von Zeit zu Zeit anhöre.
Letzte Woche habe ich die Oliver Hilmes Biographie seiner Frau Alma gelesen( Besprechung siehe Literaturforum) und darin werden etliche Seiten der Entstehung der fragmentarischen 10. Symphonie unter persönlich und gesundheitlich höchst dramatischen Umständen gewidmet.
Sowie auch der Bedeutung Bruno Walters für Mahlers Werk.
F.Q.
Barbirolli, 1969 (derzeit wohl schwierig erhältlich)